Nach vier Jahren Pause: Nordmazedonien kehrt zum Eurovision Song Contest zurück

Foto: Thomas Hanses

„Welcome back“, so titelt am heutigen Montag der offizielle Instagram-Account zum Eurovision Song Contest. Zurück ist nämlich Nordmazedonien, das nach vier Jahren Pause wieder am ESC teilnehmen wird und damit auch in Burgas im Mai 2027 mit dabei ist. Bereits seit Mai hatte es Gerüchte gegeben, ob Nordmazedonien nicht vielleicht doch wieder auf die ESC-Bühne zurückkommt. Grund für die Gerüchte waren verstärkte Bestrebungen seitens des Generaldirektors des Fernsehsenders MRT, Zoran Ristoski. Seitens MRT war die Teilnahme also rückblickend wahrscheinlich bereits im Mai klar. Nun bestätigt es auch die EBU.

Von 2023 bis 2026 nahm der nordmazedonische Rundfunk aus finanziellen Gründen nicht am Wettbewerb teil und mit Blick auf die Rückkehr gab es Hoffnungen auf eine finanzielle Unterstützung seitens der EBU. Mehr wissen wir dazu nicht; der Eurovision-Instagram-Kanal titelt nur:

„Welcome back North Macedonia! 🇲🇰 After four Contests away, the ‘Proud’ nation ‘Circles’ back and will join us in Burgas for the 71st Eurovision Song Contest in 2027 🥳 100% #TeLjubam 🥰“

Nordmazedonien nimmt seit 1998 am Eurovision Song Contest teil. Zuvor war das Land als Teil Jugoslawiens indirekt mit dem Wettbewerb verbunden. In den letzten Jahren hatte Nordmazedonien jedoch große Schwierigkeiten, sich für das Finale zu qualifizieren. Besonders nach der Einführung der Halbfinals schied das Land häufig bereits im Semi aus. Eine Ausnahme bildete Kaliopi, die 2012 mit „Crno i belo“ das Finale erreichte.

2019 konnte Nordmazedonien dann einen echten Erfolg feiern: Tamara Todevska trat mit dem Lied „Proud“ an und erreichte einen für das Land starken siebten Platz. Nach diesem Höhepunkt konnte Nordmazedonien jedoch nicht mehr an den Erfolg anknüpfen. Der Beitrag von 2021, „Here I Stand“ von Vasil, und Andreas „Circles“ aus dem Jahr 2022 schafften es nicht ins Finale.

 

Bis dato wissen wir im Übrigen nicht, wie Nordmazedonien einen Act für Burgas wählen wird. Das Land wählte seinen ESC-Beitrag je nach Jahr entweder durch einen öffentlichen Vorentscheid oder intern durch den Rundfunk MRT aus. Zwischenzeitlich wurde dafür das Festival Skopje Fest genutzt; 2022 gab es mit Za Evrosong erneut einen öffentlichen Vorentscheid.

Im Juli 2026 war bei Gerüchten der Ex-JESC-Teilnehmer Bobi Andonov im Gespräch für eine ESC-Teilnahme. Dieser hatte aber lediglich öffentlich erklärt, dass er mit MRT in Kontakt stehe und Nordmazedonien gerne beim Wettbewerb vertreten würde.

Wir bleiben also weiter gespannt und sagen: Hallo Nordmazedonien und willkommen zurück!

Übrigens: Kollege Rick ist ein aufmerksamer Detektiv und hat recherchiert, dass im vergangenen Jahr die Rückkehrer in Wien (Rumänien, Bulgarien, Moldau) nur wenige Tage nacheinander bestätigt wurden. Macht Nordmazedonien also nur den Anfang? Es bleibt spannend!

Freust Du Dich über die Rückkehr? Wen wünscht Du Dir als nordmazedonischen Act in Burgas? Lass es uns in den Kommentaren wissen.



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7 Comments
Gaby L
Gaby L
55 Minuten zuvor

Welcome back. 🤗🇲🇰

Matty
Matty
48 Minuten zuvor

Willkommen zurück, Nordmazedonien! Ich freue mich auch auf Montenegro, da auf dem offiziellen Instagram Account „Montesong“ die Teilnahme mit „See you in Burgas“ vermeldet worden ist.

Last edited 47 Minuten zuvor by Matty
benegigs
benegigs
18 Minuten zuvor
Reply to  Matty

Das wäre toll. Dann könnte ich wieder einen gemütlichen Abend mit Zott Monte vor dem TV verbringen 😀

Chris
Chris
16 Minuten zuvor
Reply to  benegigs

😂

benegigs
benegigs
18 Minuten zuvor

Juhuu! Eine tolle Nachricht. Ich freue mich auf jeden Fall 😀

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
10 Minuten zuvor

Willkommen zurück. 😍🥳

Leider gehört Nordmazedonien zu jenen Ländern, die nur sehr selten etwas zum ESC schicken, das mir richtig gut gefällt. Meine Favoriten sind die Beiträge aus den Jahren 1998 und 2008 (bekannt auch als Tamara 1), als das Land noch einen anderen Namen trug. 2004 finde ich musikalisch auch toll, aber leider passt für mich die englische Sprache nicht zum ungewöhnlichen 7/8tel-Takt. Ich bin kein Landessprachenpurist, aber in diesem Falle stört mich das tatsächlich ganz erheblich.

Den Aufmacher im Faden macht natürlich Tamara, und das zu recht. Ihr Beitrag war, musikalisch objektiv betrachtet, meilenweit über allen anderen Anläufen. Kompositorisch ist Proud unglaublich stark, und die absteigenden Kadenzen auf das Wort des Songtitels gehören zum Kreativsten und Interessantesten, was der ESC jemals hervorgebacht hat. Im Ganzen betrachtet gehöre ich allerdings nicht zur Zielgruppe von Proud, weshalb ich das Lied nie höre. Den Auftritt schaue ich mir ab und zu aber ganz gerne an, auch wegen der tollen gesanglichen Leistung.

Aus den VEs habe ich folgende Lieder in meiner Playlist:

Dajana Nikolovska – Nebot (2007)
Gjorgj Kristevski – Letni doždovi (2007)
Kaliopi & Naum – Rum, dum, dum (2009)
Sonja Tarculovska – Sever i jug (2008)
Zdravka Mirčevska – Ludost (2011)
Tamara Todevska – Brod što tone (2014)

Der ESC hat also seit 2014 nichts mehr zu meiner nordmazedonischen Playlist beigetragen. Gut, dass es dort andere Künstler gibt, die ich sehr schätze: Jova Radevska, Toni Zen, Foltin oder Duke Bojadziev z. B.

4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
3 Minuten zuvor

Mazedonien und Montenegro bestätigt – super Nachrichten, auch wenn beide Länder so gut wie nie etwas schicken, das mir gefällt. Hatte letztes Jahr ein paar mazedonische Junx kennengelernt, so dass ich das Land jetzt mit etwas mehr Aufmerksamkeit betrachte (auch wenn sie kein Interesse am ESC haben).