
Der Eurovision Song Contest 2027 findet bekanntlich in Burgas statt. Erst kürzlich wurde gesagt, dass das „Gesamtkonzept“ der Bewerbung der Stadt alle Entscheidenden überzeugt haben soll. Vor allem die Arena Burgas sei dem Sender BNT, der bulgarische Regierung und der EBU positiv aufgefallen und soll der Hauptgrund dafür sein, dass man sich gegen Sofia entschieden hat. Dennoch scheint die Arena noch nicht ganz bereit für den ESC zu sein…
Vorab sei gesagt: Dass ein Ausbau der Arena Burgas überhaupt notwendig ist, wurde bereits in der Bewerbung erklärt. Überraschend kommt diese Nachricht für die Verantwortlichen also nicht und es scheint die EBU auch nicht abgeschreckt zu haben. Ursprünglich wollte man mit den Umbau- bzw. Ausbauarbeiten erst Anfang September beginnen. Um strikte Deadlines sicher einhalten zu können, hat man jedoch schon vor Wochen begonnen.
Laut der Direktorin des ausrichtenden bulgarischen Senders BNT, Milena Milotinova, liege man nicht nur „gut“ in der Zeit – sondern sei sogar „dem Zeitplan voraus“. Unter anderem müssen in der direkten Umgebung der Arena (siehe unten) acht mobile Übertragungswägen positioniert und installiert werden, wofür momentan der Platz ausgebaut wird, so Milotinova.
Burgas‘ Bürgermeister Dimitar Nikolov hat der bulgarischen Presse übrigens spannende Details zu den Arena-Plänen verraten. Die notwendigen Ausbauarbeiten der Arena sollen spätestens im Dezember abgeschlossen sein. Im Januar werden Vertreter*innen der EBU dann nach Burgas reisen, um alles bei „Testkonzerten“ unter die Lupe zu nehmen. Diese Konzerte dienen dazu, die „Einrichtungen und technische Infrastruktur der Arena unter Realbedingungen“ zu erleben und zu bewerten.
Ein besonderes Schmankerl für Fans soll es übrigens dank der Insel St. Anastasia im Mai geben (siehe unten und Aufmacherbild). Sie gilt als einzige bewohnte Insel Bulgariens und ist laut Inselmanager Pavlin Dimitrov ein perfektes Ausflugsziel während der ESC-Woche. Die Insel sei erprobt bei der Austragung von großen Partys und dem Besuch von Tourist*innen. Bis zu 400 Menschen könnten eine Party auf St. Anastasia gleichzeitig besuchen. Solche Verantsaltungen gab es bereits in der Vergangenheit, sagt Pavlin Dimitrov.

Doch schon alleine der Weg zur Insel könnte eine riesige (ESC-) Party werden. Zwei kommunale Boote können jeweils 200 Gäste auf die Insel befördern, während der reguläre Fährbetrieb den ganzen Tag über aufrechterhalten wird. Es ist also möglich, auf dem Schwarzen Meer eine ESC-Bootsparty zu erleben, so wie es bereits in Basel und Wien angeboten wurde. Zwischen der Insel St. Anastasia und der Stadt Burgas finden bereits entsprechende Planungsgespräche statt.
Wie klingen die Vorbereitungen in Burgas für dich? Welche Art von ESC erwartest du 2027 in Bulgarien? Lass uns deine Eindrücke gerne da.
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Toll und da,steigt die Vorfreude auf den ESC im kommenden Jahr!
Das mit den Testkonzerten finde ich gut 👍
Ich finde es eher etwas seltsam, dass eine Arena, die gerade mal drei Jahre alt ist, Testkonzerte benötigt. Aber wird schon gut gehen. Damit wird aber die These des Architekten, dass es sich bei der Halle um eine Multifunktionshalle handelt, endgültig widerlegt. Es ist eine Sporthalle. 2026 findet dort kein einziges Konzert statt.
Die Insel sieht aus wie eine Art bulgarisches Helgoland 🙂
Man sollte im betrunkenen Zustand nicht alleine spazieren gehen.
Also dass die Arena ein ausschlaggebender Grund für Burgas gewesen ist, halte ich für ausgeschlossen. Das ist ein Punkt, bei dem mMn niemand bestreiten kann, dass Sofia ganz klar besser geeignet gewesen wäre.
Ich fand diese Aussage auch erstaunlich. Denn die Arena ist sicherlich der Schwachpunkt der Bewerbung gewesen.