SWR-ESC-Chef Clemens Bratzler: Volle Breitseite von Stefan Mross nach „Immer wieder sonntags“-Aus

Clemens Bratzler – Foto: SWR / Alexander Kluge

Nicht nur die politische Landschaft in Deutschland hat sich am vergangenen Wochenende fundamental verändert, auch die Unterhaltungs- und Schlagerszene erlebte eine kleine Erschütterung (no pun intended). Es gab einen sonntäglichen Moment von Authentizität beim ESC-Sender SWR. Das Gesundbeten, was nach einem miserablen 23. Platz für Sarah Engels beim ESC in Wien noch einigermaßen glimpflich durchgegangen ist, funktionierte beim Abschied von der Schlagershow „Immer wieder sonntags“ nicht.

Die vom SWR verantwortete Unterhaltungsshow „Immer wieder sonntags“ (IWS), die es seit 1995 gibt, wurde am Wochenende vom SWR „off air“ genommen – offiziell aus Sparzwängen und „strukturellen“ Gründen, weil immer weniger Leute lineares Fernsehen schauen würden. Ungeachtet dessen hat „Immer wieder Sonntags“ bei fairer Betrachtung bis zuletzt stark performt. Bei durchschnittlich 1,26 Mio. Zuschauern erzielte das Format für einen Sonntagvormittag beachtliche 17% Marktanteil.

Während der SWR am Sonntagnachmittag eine kitschige Verklärung der ruppigen Abschieds veröffentlicht („Traumfinale“), berichtet BILD unverblümt von einem emotionalen und temperamentvollen, gut inszenierten Rant von Moderator Stefan Mross auf der SWR-Abschiedsparty nach der Liveshow. Stefan Mross, dem man unverstellt ein bewegtes berufliches und persönlichen Wirken attestieren darf, moderiert IWS seit 2005, also seit 21 Jahren.

Die BILD-Insights gehen inzwischen viral und sind längst in die etablierten Medien außerhalb des Boulevards rübergeschwappt. Berichtet von der SWR-Abschiedsparty hat in BILD übrigens Mark Pittelkau, der auch die ESC-Berichterstattung der Tageszeitung maßgebend verantwortet.

Sowohl SWR-Intendant Kai Gniffke als auch SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler waren beim Abschieds-Sektempfang nach der Finalshow (u.a. mit Peggy March) zugegen und fanden die bei solchen Anlässen üblichen warmen Worte. Was soll man auch sagen, wenn man ein Senioren-Erfolgsformat gekillt hat, um das eingesparte Geld in ungenannte „neue digitale Unterhaltungsformate“ umzuschichten?

Es ist ganz erfrischend, wenn der Verantwortliche für das Aus, welches wir hier nicht bewerten wollen, für seine salbungsvollen, pathetisch-unpassenden, ich-fokussierten Worte wie „Das lässt mich auch als Programmdirektor nicht kalt“ nicht nur Applaus erntet. So ein Satz ist halt schnell formuliert und kostet nix. Stefan Mross war genervt und aufgebracht.

Zunächst richtete Herr Mross kritische Worte an den anwesenden Intendanten und klassifizierte dessen Abschiedsworte als „Bestattungsrede“: „Und bei jedem Negativen haben Sie geklatscht, ich weiß nicht warum. Ich habe in den letzten Monaten nie ein negatives Wort verloren über den SWR oder die ARD, weil das Positive überwiegt, auch wenn man sich trennt.“

Nicht weniger Kritik musste anschließend SWR-Programmchef Clemens Bratzler einstecken, der ESC-seitig zuletzt vor allem dadurch aufgefallen, zunächst das merkwürdige 3-aus-9-Finalvoting-System als auch das Ergebnis in Wien schönzureden. Während das Feuilleton von der Rückkehr ins „Eurovisions-Elend“ spricht, meinte Herr Bratzler lapidar: „Unser Team hat großartig gearbeitet.“

Clemens Bratzler durfte und musste Stefan Mross im März mitteilen, dass sein Format „Immer wieder Sonntags“ eingestellt wird. Insofern konnte er damit rechnen, dass Stefan Mross nicht begeistert ist, wenn er sein Abschiedspathos übertreibt.

Stefan Mross wendete sich also nach der Abrechnung mit dem Intendaten direkt an Clemens Bratzler:

„Clemens, ich glaube, du hattest mal eine sehr unerfolgreiche Fernsehshow. Für mich kam es so rüber als wäre das mit mir eine kleine Rache-Aktion von dir. (…) Das soll kein Vorführen sein hier, Clemens. Ich wurde auch vorgeführt! Es hieß überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so! Aber nicht nur mich, Ihr habt ein ganzes Format gestrichen. Und jetzt singt Ihr hier eine Stunde lang Lobeshymnen, wie toll diese Sendung ist. Ich habe dir die Frage gestellt: Was bringt Ihr nächstes Jahr sonntags um 10.03 Uhr? Da hat Clemens zu mir gesagt: ,Wahrscheinlich Wiederholungen von ,Immer wieder sonntags’.“

In der Tat, für den nächsten Sonntag hat der SWR eine „Best Of“ Sendung von IWS angekündigt. Ein Schelm…

Clemens Bratzler will sich verteidigen, erntet aber nur Buhrufe vom IWS-Team, dessen Stimmung Stefan Mross besser einschätzt:

„Ich wollte heute eigentlich gar nicht auf diesen Empfang kommen. Aber ich bin es meinem Team schuldig, das seit fast 22 Jahren hier Hand in Hand mit mir gearbeitet hat. Da kann uns der Rest am A…. lecken! (…) Ich werde jetzt diesen Raum verlassen, weil es hier drinnen zu viel negative Energie ist. Aber das gilt nicht für mein Team, Ihr wart die Besten!“

„Times, they are changin'“ sang Nobelpreisträger Bob Dylan schon 1964. Und die Überlegungen, die die SWR- und ARD-Programmplaner anstellen, sind legitim. Dennoch ist es aus der subjektiven Sicht des Chronisten in diesem Beitrag ganz inspirierend, wenn das übliche Gesalbe mal auf einen Reality Check bekommt. Es gibt sie noch, die wahrhaftigen, unverblümten Reactions. „Mein Team und ich sind alle traurig und die feiern sich?“, fragt Mroos die BILD.

Wie seht Ihr das? Habt Ihr Verständnis für den Rant von Stefan Mross? Und glaubt Ihr, dass Clemens Bratzler die sonntägliche Grenzerfahrung spurenlos verarbeitet? Sagt es uns in den Kommentaren.



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31 Comments
Delta
Mitglied
Delta
1 Tag zuvor

Morgen könnte „Immer wieder Sonntags“ kaum egaler sein. Was hat das ganze mit dem ESC zu tun?

sam1
sam1
1 Tag zuvor
Reply to  Delta

,,Was hat das ganze mit dem ESC zu tun?“

,,Immer wieder Sonntags“ wurde auch wegen dem ESC eingestellt. Clemens Bratzler hat nämlich von Anfang an klar gemacht, dass sie an anderen Stellen und Formaten sparen müssen, wenn sie den ESC übernehmen. Und nun ist also ,,Immer wieder Sonntags“ diesen Sparmaßnahmen zum Opfer gefallen. Der ESC wird zwar vom SWR nicht als Grund genannt, aber man muss nur 1 und 1 zusammenzählen.

Last edited 1 Tag zuvor by sam1
Delta
Mitglied
Delta
1 Tag zuvor
Reply to  sam1

Der SWR muss Einsparungen in Höhe von 70 Mio Euro bei einem Budget von knapp über 1 Mrd Euro umsetzen. Dafür gibt es Programmzusammenlegungen und Streichungen im linearen Fernsehen. Es ist klar, dass der ESC Geld kostet und durch die Übernahme Prioritäten im SWR-Unterhaltungsprogramm verschoben werden dürften. Inwiefern hier das eingesparte Geld für eine regelmäßige, teure Live-Show im unattraktiven Sonntagmorgen-Slot welchem Zweck zu Gute kommt, kann ich nicht abschätzen. Genauso gut könnte das Geld von den 2 gesparten Live-Shows von „Verstehen Sie Spaß“ kommen.

Mehr zu den Einsparungen hier: https://m.dwdl.de/a/106730

Inwiefern und was der Moderator einer abgesetzten Sonntagmorgen-Show von seinem vorgesetzten Programmdirektor oder von der SWR-Kommunikation hält, hat aber für mich nichts mit dem ESC zutun, sondern ist einfach wiederaufbereitetes Boulevard-Material ohne Bezug.

Marion Strasser
Marion Strasser
19 Stunden zuvor
Reply to  sam1

Und dazu kann man nicht einmal stehen. Stattdessen findet man fadenscheinige Gründe für eine angebliche Notwendigkeit, die Sendung abzusetzen. Man kann Formate absetzen, sicher, aber wie man das macht, ist noch eine andere Sache. Wenn man ein bisschen Ehrgefühl hat, macht man das anders.

AlkiBernd
AlkiBernd
1 Tag zuvor
Reply to  Delta

Oh, viel, der Moderator hieß doch mir seinem Mädchennamen „Stefan Raab“

funtasticc*
Mitglied
funtasticc*
1 Tag zuvor

IWS war die einzige Unterhaltungssendung bei den Öffis, wo noch Stars „von früher“ auftreten konnten, deren Zielgruppe Senioren sind. Der ZDF-Fernsehgarten hat sich ja schon längst von volkstümlicher Musik verabschiedet und beim Flori Silbereisen findet das auch nicht statt.

Für diese Interpreten wird es nun noch schwerer, überhaupt noch eine Rolle im linearen Fernsehen zu finden.
Ich bin auch kein Fan solcher Musik, aber hier wird wieder am falschen Ende gespart… Hauptsache, man kann das Geld für immer teurer werdende Sportveranstaltungen ausgeben.
Ich glaube nicht, dass der ESC bzw. die Vorentscheidung der Grund für diesen Schritt ist, dafür wird das ganze zu billig produziert.
Ich frage mich nur, was dann zukünftig überhaupt noch in der ARD angeboten wird… nur noch Wiederholungen von irgendwas?

Anmey
Anmey
1 Tag zuvor

Die Aufregung verstehe ich nicht. Es gab sicher gute Gründe, dieses Format einzustellen. Und wenn jetzt Geld von IWS zum ESC umgeschichtet wird, kann ich das nur begrüßen und halte es auch aus Sicht eines modernen ÖRR für sinnvoll.

Marion Strasser
Marion Strasser
19 Stunden zuvor
Reply to  Anmey

Nein, es gab eben keine guten Gründe dafür. Es gab nichts als Lügen und Ausreden.

xCCx
xCCx
1 Tag zuvor

Ich habe vollstes Verständnis für alle, die der Meinung sind, Gebührengelder sollten nicht in (reine) Unterhaltungsproduktionen fließen. Wenn man sich aber dazu entscheidet, sind Programme, die sog. nicht-werberelevanten Zielgruppen, also primär alte Menschen, ansprechen, sicherlich die mit der größten Legitimation.
Für „neue digitale Unterhaltungsformate“ braucht es keinen ÖRR.

Frank B.
Frank B.
1 Tag zuvor

Ich würde annehmen, dass das der 1. Artikel war, der vom früheren ESCK-Chef verhindert oder zumindest stark überarbeitet worden wäre. 🙂

So interessant das Thema aus Mediensicht auch sein kann, einen ESC-Bezug sehe ich ehrlicherweise nicht.

So wirkt es ein wenig, als ob Peter noch immer einen Groll auf Clemens Bratzler schiebt (was ich nach dem gesehenen VE ja auch verstehen kann) und deshalb die Chance nutzt, um deshalb mit einem anderen Thema nachzutreten. Finde ich – trotz aller erlaubten Emotionen – ehrlicherweise etwas unnütz.

Sash
Sash
21 Stunden zuvor
Reply to  Frank B.

Du hast recht.
Die reißerischen Headlines nehmen hier seit einer Weile zu.
Das finde ich unnötig.
Wer das braucht, kann die Bild lesen oder Welt schauen.
Vermisse die ausgleichende, ruhige Art von Benny.

AlkiBernd
AlkiBernd
1 Tag zuvor

Ungeheuerlich ! Da wird eine volksdeutsche Musiksendung für die gesamte schrumpfende deutsche Familie samt doitschem Schäferhund zugunsten dieses queerversifften Tüddelü mit ganz vielen Ausländern eingestellt. Dient eindeutig der Umtonung der Bevölkerung ! Kündigt endlich den Staatsvertrag mit dem SWR

AlkiBernd
AlkiBernd
1 Tag zuvor
Reply to  AlkiBernd

Ich will im übrigen auch von geschei(ter)ten Duftkerzenvertretern regiert werden ! Warum bloß ist Julius Cäsar nicht bis zur Elbe vorgestoßen und hat Kölle dort gegründet?

Cherry-Juice
Mitglied
Cherry-Juice
23 Stunden zuvor

Hatte ich so gar nicht mitbekommen. Aber erfrischend zu lesen, dass mal auf so leere Phrasen auch entsprechend geantwortet wird – auch wenn der ESC Bezug, bis auf den gleichen Verantwortlichen, gering ist.

elkracho
Mitglied
elkracho
23 Stunden zuvor

Manchmal ist „ESC kompakt“ unterhaltsamer als die „Bunte“.

Meckie
Meckie
21 Stunden zuvor

Viele der Kommentierenden hier vergessen, dass bei „Immer wieder Sonntags“ auch gerne ab und zu ehemalige ESC-Stars auftraten, z. B. Simone oder Francine Jordi, die ja auch wichtig sind wegen DACH-Teilnahme (Das Wort DACH habe ich vom Blog hier gelernt, weil Deutschland – Austria – CH Schweiz). Desweiteren traut sich hier niemand zuzugeben, dass die Chefs der Länderanstalten deutlich an anderer Stelle sparen könnten, vor allem bei ihren eigenen Gehältern oder Personal oder Stars, die für sie arbeiten (besonders Schöneberger und Pflaume verdienen ja enorm zu viel). Aber nein, da wird lieber eine durchaus neidlos anerkennbar sehr erfolgreiche Sendung wie die von Herrn Mross gestrichen, nur um angeblich das Geld für neue digitale Angebote für die Jugend auszugeben (ja, ne is klar, aber sicher). Am Ende kriegt die Jugend wieder irgendeine Doku oder Serie in der Mediathek, die niemand anguckt oder die später sowieso im Nachtprogramm oder auf irgendwo bei den Dritten (Da gibt es ja auch zu viele WDR, NDR, MDR, BR, SWR, HR, RBB, Radio Bremen usw.) wiederholt wird. Seien wir alle doch einmal ehrlich! Dieses ständige Nachäffen von Streaminganbietern und Privatfernsehen ist ja auch der Grund, warum es qualitativ deutlich schlechter beim ÖRR aussieht, als noch vor einigen Jahren. Andere teure, aber weniger erfolgreiche Sendungen bleiben dafür weiterhin im Programm, wahrscheinlich weil man irgendwas braucht, um überhaupt noch senden zu können. Oder weil es in der Medienbranche manchmal wie bei ESC-Jurys (Griechenland, Zypern, Moldau, Rumänien, Skandinavien und der Balkan usw.) zugeht: Gibst du mir viele Punkte, kriegst auch du viele Punkte! Sprich: Geld regiert die Welt (leider). Immer die gleichen Gesichter oder Sendungen im TV. Man fischt halt lieber in bekannten Gewässern, auch beim ESC. Eine Hand wäscht die andere und sei nett zu mir und ich zeige mich erkenntlich… Genau deshalb sieht man in Schweden oftmals die gleichen Songschreiber und Komponisten oder beim ESC die gleiche Hand voll Stage Direktoren, die auch schon für andere Länder gleichzeitig die Performance und das Staging beim ESC machen. Immer und überall nur die gleichen paar Gesichter. 🙁

Und übrigens wurde auch über Thomas Schreiber oder seinem Kumpel, der später zu Degeto Film ging und die anderen vom NDR früher berichtet, was die so machen. Da ist es nur selbstverständlich, dass man auch über Herrn Bratzler berichten darf.

Last edited 21 Stunden zuvor by Meckie
ESC Jul
ESC Jul
15 Stunden zuvor
Reply to  Meckie

Du hast vollkommen recht. Sehe ich auch so wie du

Bosch
Bosch
21 Stunden zuvor

Stefan Mross ist wahrlich kein Unschuldsengel, für den er sich immer gibt.
Aber dieser Artikel finde ich trotzdem nicht notwendig.
Mich würde es nicht wundern, wenn ihr bald das früher ausschweifende Privatleben des Bratzlers ausschlachtet.
😇🤭

Marion Strasser
Marion Strasser
19 Stunden zuvor

Ich war diesen Sommer (wie in jedem davor) mehrfach live bei „Immer wieder sonntags“. Keiner, der die Show kennt und liebt, kann ihre Absetzung verstehen, und nie habe ich eine emotionalere Abschiedsshow gesehen als hier. Vor Stefan Mross ziehe ich aber noch aus einem anderen Grund den Hut, weil er den Mut hatte, den Verantwortlichen beim SWR zu sagen, was er von ihnen hält. Wie kann ein fühlender Mensch ein Formal absetzen, das Woche für Woche Menschen glücklich macht, das so etwas wie eine Famlie ist? Nur, weil er auf auf der Welle der Meinungsmache mitschwimmen muss, „moderner“ und „voguer“ werden will, einer Ideologie hinterherläuft. Wer fragt uns, die wir GEZ-gebührenpflichtig sind? Wenn sowas passiert, wenn heuchlerisch solche Formate eingestellt werden, wenn versucht wird, Erklärungen dafür zu finden, die nichts als erlogen sind, dann frage ich mich allmählich schon, wie sinnvoll Rundfunkstaatsverträge eigentlich sind.
Clemens Bratzler kann machen, was er will, mit ESC oder ohne, er wird niemals das Format erlangen, welches Stefan Mross hat.

ESC1994
ESC1994
19 Stunden zuvor

Na ja, wer möchte wie der Mross auch bitte ein schleimiger Schürzenjäger sein??

elkracho
Mitglied
elkracho
19 Stunden zuvor

Wer fragt uns, die wir GEZ-gebührenpflichtig sind?

Öffne bitte nicht das Tor zur Hölle.

Christian W
Christian W
1 Stunde zuvor

Sorry, aber wenn’s immer nur um Gefühle ginge, dann würde ja nirgends gespart werden… Und wer fragt mich denn, ob ich den Schlagerschmonz mit meinen Gebühren ausstaffieren möchte?

Und PS: Rundfunkstaatsverträge sind definitiv nicht dazu da, eine Grundversorgung an betulichem Schlagerkitsch sicherzustellen.

Bosch
Bosch
19 Stunden zuvor

Die letzte Ausgabe von „Immer wieder sonntags“ nach 31 Jahren lockte am Sonntagvormittag so viele Leute vor den Fernseher wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch für den „ZDF-Fernsehgarten“ lief es richtig gut:

https://m.dwdl.de/a/107740

Wegner
Wegner
18 Stunden zuvor

Ich finde es gut, dass Hr. Mross kein Blatt vor den Mund nimmt.
Man kann von ihm halten was man will.
Aber das war gut und nötig.
So ist es doch überall, keiner traut sich Tacheles zu reden. Lieber wird um den heißen Brei herum geredet.
Bravo für diese Aktion 👏👏👏

AlexESC
AlexESC
17 Stunden zuvor

Ich konnte es auch nicht fassen, als ich im März vom Aus von „Immer wieder sonntags“ gelesen habe. Ich gehöre jetzt nicht zum Stammpublikum dieser Sendung (und auch nicht vom Fernsehgarten) habe aber trotzdem oft reingeschaut und selbst wenn man die Show nur über den TV oder Livestream sieht, hat man schon gemerkt wie sehr sich das Team für die Show eben auch wirklich als Team verstanden hat und sich für die Show reingehängt haben. Stefan Mross hat diesen „Teamgedanken“ auch sehr groß gelebt und auch nach außen zum Publikum getragen und dies passiert halt nicht bei vielen Shows, weswegen es um so bitterer ist, dass es ausgerechnet „Immer wieder sonntags“ getroffen hat und ich kann dadurch die Emotionen natürlich auch verstehen.

Ich kann aber natürlich auch die Senderseite verstehen, wenn man zu Sparmaßnahmen aus finanziellen Gründen verpflichtet ist, dass es dann ausgerechnet „Immer wieder sonntags“ trifft. Mit dem „Schlager-Spaß mit Andy Borg“ hat der SWR ein weiteres Format, wo die gleichen Acts wie bei „Immer wieder sonntags“ auftreten können und es ist auch ein beim Publikum etabliertes und beliebtes Format. Ich glaube die Weihnachtsausgabe der Show war in den letzten beiden Jahren an Heiligabend sehr weit vorne, wenn nicht sogar der Spitzenreiter (hab dies nicht mehr im Kopf) bei den Quoten. Und dann kommt vielleicht auch noch dazu, dass „Immer wieder sonntags“ von „Kimmig Entertainment“ produziert wird bzw. wurde und von dieser Produktionsfirma hat der SWR ja auch noch andere Formate, nämlich u.a. den „Schlager-Spaß mit Andy Borg“, „Verstehen Sie Spaß?“ und den ESC-Vorentscheid.

Und jetzt wissen auch viele hier in den Kommentaren, was „Immer wieder sonntags“ mit den ESC zu tun hat, nämlich die selbe Produktionsfirma wie der deutsche Vorentscheid..

Last edited 17 Stunden zuvor by AlexESC
Malge1985
Malge1985
17 Stunden zuvor

Wann kommt nun eigentlich die Erinnerung? 🤔🤔🤓🤓🫣🫣

MeineSchiffe
MeineSchiffe
15 Stunden zuvor

Bratzo!

floppy1992
Mitglied
floppy1992
15 Stunden zuvor

Ach Gottchen…
Mross ist halt sauer, dass da ein extrem gut bezahlter Job wegfällt.
Als ESC-Fan sollte man vielleicht darüber nachdenken, wo das Geld für einen aufwendigen, am besten noch mehrstufigen VE herkommen soll. wenn man nicht irgendwo anders spart.
Generell kann man mal fragen, wie zeitgemäß heute noch eine Live-Show ist, bei der sowieso nur Playback gesungen wird. Beim Fernsehgarten, den ich an dieser Stelle eigentlich gar nicht verteidigen will, kann zumindest auf Anfrage live gesungen werden – und dort ist die musikalische Bandbreite auch viel größer, sprich: Es wird eine breiteres Publikum angesprochen.
Abgesehen davon, dass auch die überbordenden Strukturen des ÖR in Deutschland dringend reformiert gehören – wenn im Programm der Rotstift angesetzt wird, sollte das zuerst bei der Unterhaltung passieren, daher finde ich die Einstellung von „Immer wieder sonntags“ völlig nachvollziehbar.

ESC Jul
ESC Jul
15 Stunden zuvor

Ich habe „Immer wieder Sonntags“ nie gesehen. Ich gehöre aber auch nicht zur Zielgruppe. Langfristig hätte die Sendung möglicherweise keine Zukunft mehr gehabt, aber mit Blick auf die weiterhin hohen Quoten in der Zielgruppe wäre ein langsames Auslaufen lassen klüger gewesen als dieses abrupte Ende.
Die Kommunikation von Herrn Bratzler und dem SWR allgemein ist natürlich eine Katastrophe. Daher kann ich den Ärger von Stefan Mross absolut verstehen.
Man hätte mit ihm auch ein neues und kostengünstigeres Format entwickeln können.

Last edited 15 Stunden zuvor by ESC Jul
Rainer Knuth
Rainer Knuth
1 Stunde zuvor

Schade das nie erwähnt wurde wieviel Geld durch absetzen der Sendung einspart wird. Schätze einfach mal das die Schlagerstars nicht schlecht verdient haben daran.

Frank B.
Frank B.
36 Minuten zuvor

Es ist halt so: Wer nicht jedes Jahr eine Erhöhung der Rundfunkgebühren um die aktuellen Inflationssätze (bzw. der Tariferhöhungen für die Angestellten) will, wird mit einem Schrumpfen des Angebotes von ARD/ZDF rechnen müssen.
Das trifft teilweise interne Prozesse, von denen wir nichts mitbekommen. Teilweise trifft es Sendungen, die man eh nicht geschaut hat. Und manchmal auch welche, die man vermissen wird.

Die Verantwortlichen bei ARD/ZDF denken halt nicht nur an die nächsten 5 Jahre, sondern auch darüber hinaus. Und entsprechend werden Programmideen gepusht für Leute, die auch in mehreren Jahrzehnten noch TV schauen könnten. Das kann man absolut blöd finden, aber die Idee dahinter verstehe ich zumindest.
Profitieren tun u.a. wir hier als ESC-Fans, da die Sendung viele junge Zuschauer anspricht und entsprechend momentan relativ safe ist. Auch wenn das nicht automatisch bedeutet, dass da alles so aussieht wie wir es gerne hätten.

Bei IWS handelt sich sich halt um eine wöchentliche Live-Sendung, die deutlich kostenintensiver ist als voraufgezeichnete Studio-Produktionen. Dass bei solch einer Sendung früher gekürzt wird als bei einfacher zu handelndeln Produktionen ist zumindest erklärbar.
Eine Sendung die über 30 Jahren Woche für Woche live produziert wurde und damit (auch sendeplatzbedingt) nur ein begrenztes Zuschaueraufkommen erreichen kann, hat auch wenig Argumente bzgl. Wachstumschancen und Zukunftsaussichten. Das ist traurig, aber für die Leute, die das vorhandene Budget einsetzen müssen halt relevant.