
Nicht nur die Gastgeberstadt für den Eurovision Song Contest 2027 hat einiges an Kritik einstecken müssen. Einige Fans und Bewohner*innen der Stadt trauen auch der Arena Burgas nicht zu, für ein Event wie den ESC ausgelegt zu sein. Inzwischen hat sich jedoch einer der Architekten der Location zu Wort gemeldet. Er hat eine Vermutung dazu, wieso die Arena so unterschätzt wird.
Die Arena Burgas wurde bereits 2014 erbaut und war von Anfang für mehr bestimmt, als lediglich für eine Veranstaltungsform. Zwar haben bislang vorrangig sportliche Wettkämpfe in der Arena stattgefunden, aber Architekt Ivaylo Petkov stellt klar, dass es sich bei der Location nicht um eine gewöhnliche Sporthalle handelt. Vielmehr könne die Arena je nach Event komplett neu ausgerichtet und individuell angepasst werden. Sie sollte daher eher als „ein Multifunktionskomplex“ gesehen werden.
Dass die Arena Burgas somit auch für eine TV-Produktion wie den ESC gemacht ist und die Anforderungen erfüllen wird, steht für den Architekt außer Frage. Er hat den bulgarischen Medien inzwischen klar gemacht, dass die Zweifel an der Arena Burgas absolut unnötig seien. Sie habe die zuständigen Organisatoren nicht nur mit ihrer Kapazität überzeugt, sondern vor allem eben durch ihre Flexibilität, so Ivaylo Petkov:
„Die Arena […] ist auf einer Fläche von rund 5.400 Quadratmetern für eine Traglast von etwa 300 Tonnen ausgelegt. (…) Sie bietet ausreichend Platz für Steh- und Sitzplätze. Der Leichtathletikbereich verfügt über eine freie Fläche von rund 2.400 Quadratmetern, die wir für die Unterbringung von Bühnen konzipiert haben. Die Eingänge sind symmetrisch angelegt, sodass die Besucher das Gelände von verschiedenen Ebenen und Richtungen aus betreten und verlassen können.“
Momentan finden bereits Ausbauarbeiten in der Arena Burgas statt. Teil davon ist auch die Installation einer neuen Akustikdecke unter der Dachkonstruktion. Dieses Projekt ist schon ausgearbeitet und kalkuliert; die Fertigstellung davon ist für Ende 2026 geplant. Übrigens: Die Produktionsanforderungen des ESC sehen eine schwarze Decke in der Arena Burgas vor, da diese Reflexionen minimiert und das komplexe TV-Beleuchtungskonzept besser zur Geltung kommen lässt.
Insgesamt scheint die Arena Burgas tatsächlich sehr gut für die Austragung des ESC 2027 zu sein. Dank der großen, offenen Bodenfläche, der zahlreichen Zugänge und der hohen Tragfähigkeit der Dachkonstruktion bietet die Arena viel Flexibilität. Durch die Größe ist genügend Platz für technisches Equipment. Diese Eigenschaften sind bereits während des Gastgeber-Bewerbungsprozesses von BNT und der EBU abgesegnet worden.
Wie gefällt dir die Arena Burgas? Wie ist bisher dein Eindruck der ESC-2027-Location? Lass uns gerne deine Meinung da.
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Dann wäre das ebenfalls geklärt. Die Halle hat schon als Austragungsort für den JESC ihre Qualität gezeigt und ich bin schon auf das Bühnenbild für den ESC im nächsten Jahr gespannt.
So ein Quatsch.
Der JESC fand 2015 in der Arena Armeec in Sofia statt.
Um den ersten Kommentar abzusetzen, ist er wohl in dem Stress auf der Maus ausgerutscht. 😆
Er lebt in seiner eigenen Welt, das kann man halt nicht ändern.
Ähm nein, der JESC 2015 fand in Sofia statt
Matty ohne Ahnung
Finde, die Halle sieht gut aus. Die Form gefällt mir. Ich mag’s, wenn nicht alles so eckig aussieht.
Drama können sie, die Bulgaren.
Damit ist wohl stete Aufmerksamkeit auf nächstes Jahr garantiert. 🤓
Ich finde, die Arena sieht echt gut aus. Gerade im Vergleich mit Wien und Basel wirkt sie deutlich ansprechender. Und hohe Tragfähigkeit des Dachs ist auch schon mal gut. Das war ja in Basel ein großes Problem, weshalb ständig diese hässlichen Stützbalken im Bild waren.
Der Rahmen in Basel hat die Bühne schön eingerahmt und hat gerade die Performances von zum Beispiel Parg, Käärijä & Baby Lasagna und Red Sebastian besonders gut aussehen lassen.
In Wien hat mich bei manchen Kameraeinstellungen die helle Hallendecke gestört.
Das wird ja in Burgas gottseidank nicht das Problem sein.
Ich fand Basel auch einen Tiefpunkt, was die Bühne angeht. Bin gespannt, ob die Bulgaren auch auf Florian Wieder setzen. Könnte mir vorstellen, dass sie einen eigenen Weg gehen.
Der Rahmen in Basel war für mich als Zuschauer sehr störend. Allerdings war die Halle sehr klein und dadurch war man weit vorne, auch wenn man „hinten“ stand. 🤠
Basel fand ich lichttechnisch auch sehr schwach, gerade weil man da anscheinend nicht viel an die Decke hängen konnte. Der Rahmen hat da den Abwechslungsreichtum beim Licht sehr eingeschränkt, die Kamerafahrten natürlich auch. Da war Wien schon top.
Burgas wird wieder eine Nummer kleiner, aber auch in einer kleinen Halle kann man eine effektvolle Show umsetzen und diese hohe Halle bietet wieder neue Möglichkeiten.
Natürlich eignet sich die Arena, wenn man das mit der Akustik in den Griff bekommt, wovon ich ausgehe. Die Auskunft zur Traglast sagt so gar nichts aus, da müsste man wissen, wie hoch die Traglast pro m2 ist. Aber bei so einer neuen Halle wird man das wohl einkalkuliert haben. Ein bisschen komisch ausgelegt ist der Innenbereich schon mit dieser extremen Hallenhöhe und den vergleichsweise sehr niedrigen Zuschauertribünen. Vom Arenafeeling her wird das ähnlich wie in Basel oder Kiew denke ich.
Ich werde morgen im Büro auch behaupten, dass ich kein Arbeitnehmer, sondern ein Multifunktionslebewesen bin
Es geht nichts über die Stadthalle in Graz ! 😀
ESC 2028 in Graz – dank Pizzera & Jaus ! 😀
Ist Graz nicht das für Österreich, was Bielefeld für Deutschland ist?
Ob Graz nun das Bielefeld Österreichs ist, sei einmal dahin gestellt. 😀
Aber Fakt ist, dass Bielefeld alles darum gegeben würde, wenn es das architektonische Erscheinungsbild, das kulturelle Angebot sowie einen Top-Fußballverein vorweisen könnte, wie es in Graz der Fall ist. 😀
Fakt ist, dass Bielefeld nicht alles darum geben würde, da es all die von dir genannten Punkte selbst zu bieten hat. 🙂
Nein, Graz ist eine sehr schöne, gemütliche Stadt. Wenn man ein österreichisches Pendant zu Bielefeld finden möchte, dann würde das am ehesten St. Pölten sein.
Hör auf damit.
Diese Diskussion fällt auch wieder in die Kategorie „hätte es in Sofia nicht gegeben“.
Ich bin echt gespannt, ob BNT das Ding nach dieser wirklich epischen Fehlentscheidung noch umdrehen kann. Man sollte es aus Fan-Sicht sehr hoffen.
OT mit ESC-Bezug: Schiller arbeitet zusammen mit Leléka. Erste, kurze Videos auf seinem YT-Kanal. Gedicht ‚To Live‘ und Lied ‚Waterfront‘.
Einschätzung bitte:
https://esc-kompakt.de/teilnehmer-update-mehrere-wackelkandidaten-fuer-den-esc-2027-in-burgas-kasachstan-bleibt-hoffnungsvoll/#comment-835975
Kein Kommentar ist auch ein Kommentar 😉
Ich war noch am stöbern bei Schiller. Er hat Catharticus von Jerry Heil einen Remix verpasst. Ist etwas schwieriger zu finden, also hier einen direkten Link
2028 Nokia Arena in Tampere.🇫🇮🇫🇮🇫🇮🇫🇮🇫🇮
Ich denke, in den Instagram Bildern der Arena Burgas haben sich (wie an mehreren Stellen) falsche Bilder hineingeschummelt. Nach meinen ersten Nachforschungen sind die Bilder mit der grünen Bestuhlung nur ein Architekturentwurf für die Halle, die aber so nie gebaut wurde. Hingegen zeigen die Bilder mit den blauen Sitzreihen das Innere der Halle, wie es wirklich realisiert wurde. Hierzu findet man auch Fotos mit realen vergangenen Veranstaltungen.
Also doch eine Sporthalle!!!!
OTBN
Die Europäische Rundfunkunion wird am 14. und 15. September 2026 in Podgorica ihren Workshop ausrichten:
https://en.euromix.co.il/2026/09/11/eurovision-workshop-to-take-place-in-montenegro-next-week/
Der Workshop bietet den Leitern von Delegationen, Medienvertretern und Fernsehproduktionsprofis mit Eurovision-Erfahrung die Möglichkeit, Meinungen, Ideen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der Produktion der Veranstaltung auszutauschen.
Damit sollten die Diskussionen über die Teilnahme Montenegros ein Ende finden.
OTBN
Rebecca Ferguson hat ihr Interesse für eine Teilnahme am ESC für das Vereinigte Königreich bekundet:
https://eurovoix.com/2026/09/11/rebecca-ferguson-in-talks-with-bbc-to-represent-the-uk-at-eurovision-2027/
Vor 16 Jahren wurde sie Zweite bei der Castingshow „The X Factor“.
OTBN
Denny Montesi, Delegationsleiter von San Marino, erklärte Anfang dieser Woche gegenüber dem sanmarinoischen Staatsfernsehen RTV, sein Ziel sei es, daß sich Sängerinnen und Sänger aus über 50 Ländern für den Eurovision Song Contest 2027 bewerben, um das Land zu vertreten. Beim „Dreaming San Marino Song Contest“ waren im vergangenen Jahr rekordverdächtige 48 Länder vertreten; nun werden mindestens 50 Länder angestrebt:
https://eurovoix.com/2026/09/12/san-marino-50-countries-to-apply-to-compete-in-eurovision-2027-selection/
Toi, toi, toi!
Die Arena sieht gut aus. Bin gespannt wie es letztendlich beim ESC aussieht.