
Jendrik Sigwart, Deutschlands Vertreter beim Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam, ist für den Deutschen Musical Theater Preis 2026 nominiert. Der 32-jährige Hamburger ist in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller in einer Uraufführung“ für seine Rolle als „Ben“ in der Musicalproduktion „Carpe F*cking Diem“ am Kammertheater Karlsruhe im Rennen. Die Preisverleihung findet am 16. November im TIPI am Kanzleramt in Berlin statt. Sie wird von zwei Gesichtern moderiert, die auch in der ESC-Community keine Unbekannt sind.
Jenrik ist ausgebildeter Musicaldarsteller und Vokalpädagoge (Hochschule Osnabrück). Bereits während des Studiums stand er in verschiedenen Musicalproduktionen auf der Bühne. Die Ausbildung und die Erfahrung waren dann auch eine Basis für das ESC-Engagement mit „I Don’t Feel Hate“. Diesen Titel hatte er selbst geschrieben und teilweise auf einer Ukulele vorgetragen. Seine Kreativität und die Liebe zum ESC brachten aber auch noch andere musikalische Highlights hervor, wie das Null-Punkte-Medley, was er erstmals beim Eurovision Weekend 2024 in Hamburg präsentierte.
Jendriks Hauptjob ist aber Musicaldarsteller. Dabei ist er sehr vielseitig unterwegs, ist stimmlich bestens gerüstet und überzeugt auch mit seiner schauspielerischen Leistung. Immer häufiger übernimmt er auch Hauptrollen. Der Autor sah ihn etwa 2023 in einer solchen im Event-Musicals der BVG „Tarifzone Liebe – Die Gefühle fahren Straßenbahn“.
Im vergangenen Jahr wurde Jendrik dann am Kammertheater Karlsruhe mit der Figur des Ben die Hauptrolle im neuen Musical Carpe „F*cking Diem“ übertragen. Und für diese ist er nun auch für den Deutschen Musical Theater Preis 2026 nominiert. Seine Konkurrenten in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller in einer Uraufführung“ muss er sich gegen Pascal Schürken (als „Jonah“) in „1001 – Das Kammermusical“ (GP Productions im KATiELLi Theater Datteln) und Markus Spagl (als „Mario Fröhlich“) in „Wir sind am Leben – Das Berlin Musical“ (pop-out Drama im Theater des Westens) durchsetzen.
Der Deutsche Musical Theater Preis wird seit 2014 von der Deutschen Musical Akademie vergeben und gilt als die zentrale Auszeichnung für das deutschsprachige Musicaltheater. Er wird ausschließlich von Branchenprofis verliehen. Damit ist der Preis vergleichbar mit den Tony Awards in den USA oder den Oliver Awards in Großbritannien, auch wenn die international eine größere Strahlkraft haben. In diesem Jahr sind 19 Produktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in insgesamt 17 Kategorien nominiert. Über die Gewinner entscheiden die Mitglieder der Akademie sowie eine siebenköpfige Fachjury.
Die Moderation der Gala übernehmen übrigens Carolin Worbs und Miguel Robitzky. Beide sind in der ESC-Bubble keine Unbekannten: Sowohl 2025 als auch 2026 waren sie im Podcast ESC Update auf eurovision.de bei unserem Blogger Marcel und Thomas Mohr zu Gast und sprachen dort unter anderem über den deutschen Vorentscheid und die internationale ESC-Konkurrenz. Auch in ihrem eigenen Podcast „too many tabs“ (ARD Sounds) widmen sie sich regelmäßig ESC-Themen.
Hast Du schon einmal Jendrik in einem Musical auf der Bühne erlebt – womöglich sogar in dem Stück, für das er jetzt als Hauptdarsteller nominiert ist? Und drückst Du ihm die für den Preis? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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Ist Helene Fischer von Hause aus nicht auch eine Musical-Darstellerin ? 😀
ESC 2028 in Leipzig, München oder Berlin – dank Helene Fischer feat. Il Volo ! 😀
Jetzt hast du Gracia also wieder fallen gelassen, du bist da echt sprunghaft. 🤣
Gracia bzw. Chapter 7 wird am Deutschen Vorentscheid teilnehmen und diesen auch gewinnen. 😀
Genauso wie Gracia bei Chefsache mitmachen sollte??
Ob eine Teilnahme meines Wunschkünstlers (m/w/d) beim deutschen Vorentscheid bereits in diesem Jahr oder erst zwei oder drei Jahre später Wirklichkeit wird ist mir gleichgültig. 😀
Ich hätte auch Sarah Engels bereits vor drei Jahren gerne beim deutschen Vorentscheid gehabt und dies hier auf ESC kompakt immer wieder gesagt.
Die zeitliche Verzögerung ist mir – ich sag’s nochmal – wirklich egal. 😀
Joa, so kann man sich den Griff ins Klo bei den Prognosen auch schönreden.
Ich will mir das nichts schönreden. Das ist einfach meine Herangehensweise die Realität zur Kenntnis zu nehmen. 😀
Die meisten Musicals heute, die drei nun nominierten gehören dazu, sind keine Musicals. Die Hauptcharaktere haben ein Problem, singen darüber, begegnen neuen Menschen, singen auch darüber, und schon ist das Problem gelöst. Die Musik ist meist seicht, banal oder nutzt Lieder, die bereits Schlager im wahrsten Sinn des Wortes sind, siehe und höre Mamma mia! Diese Musicals haben eine Halbwärtszeit von einer Saison. Ich glaub nicht, das Carpe F*cking Diem je an einem anderen Theater gespielt werden wird. Was gilt die Wette? Preise aus der Bubble für die Bubble.
Ja, na und? Das sind diese Preise doch fast immer. Warum soll man nicht untereinander einmal im Jahr feiern, sich feiern?
Mich freut es sehr für Jendrik. Schon die Nominierung selbst ist ein riesiger Erfolg.
Die schönste Nachreicht seit der Geburt Christi!
Vergleichbar mit den Tonys und Olivers lol – im Ernst, toll dass es solche Auszeichnungen auch hier gibt, aber wir sollten die Bundesliga nicht mit der Regionalliga vergleichen.
Man mag von Jendriks ESC-Projekt 2021 halten, was man möchte. Aber allein die Nominierung für den Musical Theater Preis ist eine tolle Würdigung, die Respekt verdient! 👏 Herzlichen Glückwunsch und vielleicht gewinnt er am Ende ja sogar 🥳🥳
Na, da haben wir zwei doch die gleiche Meinung🙂.
Ich kenne das Musical Stück nicht und habe Jendrik auch noch nicht live bei einem Musical Auftritt gesehen. Aber ich freue mich sehr, dass er für diesen Preis nominiert ist🙂.