Kein Deutscher Fernsehpreis für ESC-Vorentscheid „Das Deutsche Finale 2026“

Der Deutsche Fernsehpreis – Foto: ZDF

Bevor heute Abend die große Gala des Deutschen Fernsehpreises 2026 über die Bühne geht, wurde bereits gestern in kleinerem Rahmen die „Nacht der Kreativen“ gefeiert. In Köln wurden TV-Macher ausgezeichnet, die eher hinter den Kulissen arbeiten – die Preise für die Promis gibt es dann in der Gala. Auch der deutsche ESC-Vorentscheid Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2026 war hier als einzige Produktion in gleich zwei Kategorien nominiert, konnte aber den Preis jeweils nicht gewinnen.

Lange musste man bei den Verantwortlichen warten, bis an diesem Abend in Köln endlich die Preise in den Unterhaltungs-Kategorien vergeben wurden. Für den Vorentscheid zeigten sich die ARD – mit den Rundfunkanstalten SWR, BR und hr – sowie die Produktionsfirmen Kimmig Entertainment und Lodge of Levity verantwortlich. Jeweils drei Produktionen pro Kategorie waren nominiert. Für die „Beste Ausstattung Unterhaltung“ etwa Florian Wieder für die Inszenierungen des Deutschen Finales. Der Preis allerdings ging an Let’s Dance – für Kostüm und Requisite der RTL-Tanzshow.

Kurz darauf wurde es spannend für die Nominierten der Kategorie „Bestes Buch Unterhaltung“. Hierfür gingen Dr. Christof Mannschreck und Nicole Simmen für den Vorentscheid ins Rennen. Die Jury entschied sich allerdings für die ARD/NDR-Satiresendung extra 3 und den Beitrag „Streit ums Stadtbild – Merz poltert“ aus dem Oktober 2025.

In den Begründungen für die Nominierungen gab es vorab Lob für die Arbeit am deutschen Vorentscheid. Über Florian Wieder hieß es: „Er verwandelte das Berliner Fernsehstudio ins Epizentrum der deutschen ESC-Begeisterung. Die Botschaft war klar: Wer hier auftritt, hat bereits gewonnen. Denn hier werden musikalische Träume wahr.“ Über Dr. Christof Mannschreck und Nicole Simmen schrieb man beim Deutschen Fernsehpreis: „[B]ei aller erfrischenden Selbstironie verlieren sie nie die Ernsthaftigkeit aus dem Blick, die den größten Musikwettbewerb der Welt auch und gerade zum 70. Jubiläum auszeichnet.“

Der deutsche Vorentscheid Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 fand am 28. Februar in Berlin statt. In der Gala zum Deutschen Fernsehpreis, die am Mittwoch ab 20:15 Uhr bei RTL übertragen wird, ist die Produktion nicht mehr nominiert. Damit bleibt der letzte Fernsehpreis für einen Vorentscheid der für Barbara Schöneberger in der Kategorie „Beste Einzelleistung/Moderation Unterhaltung“ für die Show Unser Lied für Liverpool 2023.

Hättest Du dem Deutschen Finale einen Deutschen Fernsehpreis gegönnt? Was denkst Du über die Entscheidungen der Jury? Schreib es uns gerne in die Kommentare!



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3 Comments
Anmey
Anmey
1 Stunde zuvor

Für mich zeigt das vor allem, dass diese Kategorien sehr schwierig sind. Wie soll man denn die Kostüme bei Let’s Dance mit einem VE-Bühnenbild vergleichen? Ganz zu schweigen vom Vergleich eines Skripts für eine weitgehend ungeskriptete Show mit einer komplett durchgeskripteten Satire-Sendung. Dass sich die Jury da für die politischen Inhalte entscheidet, war auch klar.

Jedenfalls hoffe ich, dass der SWR sich von den Nominierungen ermutigt fühlt, im nächsten Jahr (weiter) ordentlich in eine hochwertige VE-Produktion zu investieren.

Ralf
Ralf
53 Minuten zuvor

Den Schwachsinn kann man doch nicht auszeichnen 🤡

Tim
Tim
47 Minuten zuvor

ooooch… wer hätte das gedacht /s