ESC 2027: Schweiz setzt auf internationale Expertise in eigenen Songwriting Camps

Veronica Fusaro – Foto: Corinne Cumming/EBU

Die Schweiz, beziehungsweise der verantwortliche Sender SRG SSR, ist schon mittendrin in der Suche nach Act und Song für den Eurovision Song Contest 2027 in Burgas. Noch bis heute, den 7. September können Songs ganz offen eingereicht werden. Die SRG hält dabei am bewährten internen Auswahlverfahren fest. In diesem Verfahren entscheiden eine nationale sowie internationale Expert*innen-Jury und eine internationale ESC-Fan-Jury, wer zum ESC 2027 fahren beziehungsweise fliegen darf. Aber das ist noch nicht alles. Als Teil des Prozesses organisierte die SRG SSR für 2027 zwei eigene Songwriting-Camps, in denen ausgewählte Acts und Songwriter gemeinsam an potenziellen ESC-Beiträgen arbeiten. In einem Video haben wir nun erste Einblicke in diese Camps bekommen – und welche ESC-Promis sich dort tummelten.

Einmal zur Schweizer-Songwriting-Camp-Historie: Bisher gab es das SUISA Songwriting Camp. SUISA, das ist quasi die Schweizer GEMA. Das SUISA Songwriting Camp war in den Vorjahren ein wichtiger Baustein der Schweizer ESC-Strategie. Dort entstanden mehrere Beiträge, mit denen die Schweiz im Wettbewerb antrat. Auch „The Code“, der Gewinnertitel von Nemo 2024, entstand dort.

Das hat sich nun geändert, denn das SUISA Camp fährt eine neue Strategie: Breite Musikszene statt ESC-Fokus. Als Reaktion darauf hat SRG für die ESC-Saison 2027 zwei eigene „Eurovision Songwriting Camps Switzerland“ initiiert. Diese fanden im Sommer 2026 statt: Eines in der Schweiz, eines im internationalen Umfeld.

Nun gibt es von der SRG Einblicke in diese Camps und dort sehen wir natürlich Lasse Nymann. Dieser ist ein norwegischer Singer-Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist, der seit 2026 als Musical Director die musikalische Leitung der Schweizer ESC-Delegation übernimmt. Damit folgte er auf Pele Loriano, der dann aber sofort (wir berichteten) beim deutschen SWR Anschluss gefunden hat. Nymann war Teil des internationalen Songwriting- und Produktionsteams hinter Nemos Siegertitel „The Code“ für die Schweiz. Auch im SUISA Camp mischte er mit, insofern wundert es nicht, dass er auch in den eigens organisierten Songwriting-Camps dabei ist.

Neben Lasse Nymann kommen in dem kurzen Clip aber auch andere Beteiligte der Songwriting-Camps zu Wort – so auch Ella Bine, die mit bürgerlichem Namen Ella Mäntynen heißt. Der Name sagt nichts? Versuchen wir es mal mit Goldielocks. Beim finnischen Vorentscheid UMK 2025 trat Goldielocks damals mit „Made Of“ an und konnte einige Fans überzeugen.

Baltische Unterstützung in den Schweizer Studios hatte Ella von Karl Killing, einem estnischen Musiker (und Eesti Laul-Teilnehmer von 2021) und Produzenten. Auch Remo Forrer, der die Schweiz beim ESC 2023 vertrat, war mit im Studio.

Machen Dir diese Camps Hoffnung? Was versprichst Du Dir von der Expertise? Lass uns Deine Meinung gerne in den Kommentaren wissen.



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1 Kommentar
J. Freizeit
J. Freizeit
32 Minuten zuvor

Hopp Schwiiz