
Das Teilnehmerfeld des Eurovision Song Contest 2027 ist derzeit dynamisch – um nicht zu sagen wackelig. So könnte man die Situation der letzten Tage zusammenfassen. 25 Länder sind bisher für den kommenden ESC bestätigt. Andere Länder wie Spanien und die Niederlande sind Wackelkandidaten. Nun gibt es auch Neuigkeiten aus Belgien: Der zuständige Sender VRT ist sich noch unsicher und hat von der EBU mehr Zeit für seine Zusage erhalten.
Heute ist der 15. September 2026 – und dieses Datum ist mit Blick auf den ESC besonders wichtig. Nicht nur, weil die ESC-Saison 2027 damit schon seit 15 Tage läuft, sondern auch, weil sich die teilnahmeberechtigten Rundfunkanstalten bis zum 15. September des Vorjahres für den ESC registrieren müssen. Also bis heute.
Der 15. September ist aber nicht in Stein gemeißelt. Sender können ihre Anmeldung auch später noch bis zu einem bestimmten Stichtag straffrei zurückziehen. Insofern gibt es terminlichen Spielraum, der VRT in Belgien nun noch einmal ausdrücklich zugestanden wird. Und nicht nur Belgien darf sich länger Zeit für eine Entscheidung lassen, den Nachbarn Niederlande wurde ebenfalls eine Verlängerung gewährt.
Die Zuständigkeit für den ESC wechselt in Belgien jährlich zwischen den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern: 2026 war RTBF (französischsprachig) zuständig, 2027 liegt die Verantwortung beim flämischen Sender VRT.
Dass VRT noch unschlüssig ist, kommt nicht überraschend. Bereits im Juli dieses Jahres haben wir über die Stimmungslage bei dem flämischen Sender berichtet. Damals ging es um die EBU-Abstimmungen und die Beteiligung der Mitglieder an wichtigen Entscheidungen. Laut Pressesprecherin Yasmin Van der Borght wurde VRTs bisherige Haltung missverstanden. Es gehe nicht primär um eine direkte Abstimmung über die Teilnahme Israels beziehungsweise des Senders KAN, sondern um ein generelles Reformziel: VRT fordert, dass die EBU ihre Mitglieder bei allen wichtigen Entscheidungen direkt abstimmen lässt und kritisiert das bisherige Vorgehen, bei dem erst darüber abgestimmt wurde, ob überhaupt abgestimmt werden soll.
Inwiefern die EBU-Reformen zum ESC den Forderungen von VRT entsprechen, bleibt daher unklar. Wahrscheinlich ist, dass hinter den Kulissen noch Gespräche laufen. Das berichten auch belgische Medien: „Wir befinden uns im Dialog mit der EBU bezüglich der bereits geäußerten Bedenken“, teilte der öffentlich-rechtliche Sender der Zeitung „De Morgen“ mit. Angeblich sind diese Abstimmungen noch nicht abgeschlossen.
Weiter heißt es in den Medienberichten, dass die Gerüchteküche wieder brodelt und sogar ins Spiel gebracht wird, ob nicht einfach RTBF die Teilnahme wieder übernehmen könnte. Dazu heißt es: „Falsche Gerüchte.“ Entweder nimmt also VRT teil oder Belgien ist raus.
Es bleibt abzuwarten, wann es Neuigkeiten aus Belgien geben wird. Eine neue Deadline wurde nicht öffentlich gemacht.
2026 hatte ESSYLA Belgien in Wien vertreten und es überraschend in das große Finale geschafft.
Was glaubst Du, wie sich VRT entscheiden wird? Stimmt Dich diese verlängerte Fristen eher optimistisch oder pessimistisch? Lass uns Deine Einschätzung gerne in den Kommentaren wissen.
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Hoffentlich entscheidet sich Belgien für die Teilnahme am ESC. Daumen sind damit gedrückt!
🙄
Und mehr gibt es nicht zu sagen 😉
Ich hoffe auch das Belgien nächstes Jahr 2027 dabei ist.Belgien ist mein lieblings Land beim Esc.
Marvin Dietmann soll beim ESC 2027 „Head of Show and Contest“ werden….🤔
https://www.instagram.com/p/DdT8NRxMd6t/?stkn=MW5tY2hyZHd1a212dA==
Der unvermeidliche Marvin Dietmann (und Kaleen) 😄
Aber immerhin gut für Deutschland, schätze ich mal? Dann kann man sich einen Creative Director suchen, der mehr am Puls der Zeit ist 🙏
Wobei… war Marvin Dietmann dieses Jahr für den schlechten Startplatz in Wien verantwortlich? Auch wenn man ja fairerweiser sagen muss, dass es legitim war, „Fire“ auf diesen Platz zu setzen. Da gab es nichts mehr zu verheizen, denn Hopfen und Malz war längst verloren.
Sollte trotzdem nicht wieder passieren und hoffentlich weiß der SWR das nächstes Jahr zu verhindern
Über die Startplätze entscheidet nie eine Person alleine.
Immer diese schlimmen Instagram-Accounts, für die „Quelle“ ein Fremdwort ist… Dass er wieder den Head of Contest macht, war ja abzusehen. Head of Contest und Head of Show kann man eigentlich nicht gleichzeitig ausfüllen, da vermute ich eher einen Verständnisfehler.
Ich hatte es schon unter den Spanien-Artikel geschrieben: Bei Belgien verstehe ich ehrlich gesagt nicht, was eine Verlängerung bringen soll. Die Fakten liegen doch spätestens seit Ende Juni auf dem Tisch und werden sich auch nicht mehr ändern. Was gibt es denn dann noch groß zu verhandeln?
OT
Die EBU hat eine Stellenanzeige für die Rolle des „Executive Producer Live Content ESC“ veröffentlicht.
Die Hauptaufgabe ist es, „die gesamte redaktionelle und kreative Leitung der ESC Shows und ihrer Produktion“ zu übernehmen.
Wer von euch Lust hat und einen Job braucht:
https://ebujobs.teamtailor.com/jobs/8373493-executive-producer-live-content-esc
Das ist doch der Job, den zuletzt Gert Kark gemacht hat, oder?
Keine Ahnung.
Hab mich eher gewundert, dass so ein wichtiger Job überhaupt ausgeschrieben wird und dazu noch so spät.
Aber ich kenne mich in den Prozessen nicht aus.
Immerhin transparent, die Vorgehensweise.
Vielleicht kann sich Matty ja damit die Zeit vertreiben.
Das wäre was für Timo!
Hach… Kein Kommentar
Auch hier gilt: Wenn ein Land weniger teilnimmt, steigen Montenegros Chancen, auch mal wieder im Finale dabei zu sein. 😉 So oder so: Die Daumen sind gedrückt!
OTBN
Der bulgarische Sender BNT hat das Kernteam der Produzenten des ESC soeben vorgestellt. Es besteht aus elf Personen und die Leiterin ist Milena Milotinova:
https://escspot.pl/2026/09/15/eurowizja-2027-core-team/
Derzeit findet in Montenegro der Workshop zum ESC 2027 statt.
Ich hoffe, dieses Spiel zieht sich jetzt nicht wieder bis Dezember. Das nervt.
Ich freue mich über jedes Land, dass am ESC teilnehmen wird!
Allerdings ist mir diese Hinhaltetaktik schleierhaft. Die politische
Situation ist verheerend und wird sich so schnell nicht ändern.
Auch Island und Slowenien haben auch die EBU um eine Verlängerung gebeten:
https://eurovisionfun.com/en/2026/09/exclusive-slovenia-and-iceland-have-received-an-ebu-extension-to-confirm-eurovision-2027-participation/
Beide Länder sind auch am Workshop zum ESC 2027 beteiligt. Irland dagegen scheint weiterhin im Schmollwinkel zu verharren.
Hoffe es gibt bald Klarheit!
OTBN
Der Verwaltungsrat des Senders RTVE sollte heute über die Rückkehr oder das Fernbleiben Spaniens beim ESC abstimmen, hat die Debatte allerdings vertagt:
https://www.larazon.es/television/programas/espana-decision-eurovision-2027-pide-prorroga_202609166aaab940d8ec24478bab280c.html
Die Entscheidung soll nun spätestens am 15. Oktober 2026 erfolgen. Laut Jordi Ramos, einem auf den europäischen Wettbewerb spezialisierten Journalisten, hat sich Spanien den anderen Nationen angeschlossen, die eine Fristverlängerung für die Bekanntgabe ihrer endgültigen Position beantragt haben.
OTBN
Nimmt Armenien nächstes Jahr am ESC teil? David Tserunyan meinte dazu:
https://escspot.pl/2026/09/17/hod-udzial-armenia-eurowizja-2027/
Wer das Kaukasusland beim JESC dieses Jahr vertritt, ist auch weiterhin offen.
OTBN
Der Sender RTK hat die Teilnehmer am Akordet e Kosovës verkündet:
https://escspot.pl/2026/09/17/kosowo-akordet-e-kosoves-2026-uczestnicy/
Mit Olimpia Smajlaj ist eine ehemalige Teilnehmerin des Festivali I Këngës mit dabei. Das Festival findet am 30. und 31. Oktober 2026 statt.
Irland wird nicht am ESC 2027 teilnehmen.
„RTÉ sieht, dass die Teilnahme Irlands angesichts des erschreckenden und anhaltenden Verlusts von Menschenleben in Gaza nicht gerechtfertigt werden kann.“
https://www.rte.ie/entertainment/2026/0917/1591905-rte-will-not-participate-in-the-2027-eurovision/
Sehr schade, aber verständlich.
Besonders, wenn man bedenkt, dass das israelische Militär bewusst die Tötung palästinensische Zivilbevölkerung einkalkuliert, wie der neue Dokumentarfilm Naza eindrücklich schildert.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-dokumentarfilm-naza-100.html
Danke Dir!
Aber wieso hast Du das vor M gepostet? Und warum nicht unter einem alten Artikel über Bambi? Das ist falsch!
Mea culpa!😱
Dann wird es wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis die anderen vier abwesenden Länder vom letzten Jahr nachziehen.
Israel sollte jetzt dringend mal in sich gehen.
Oh Mann, das Theater hört wohl nie mehr auf.
🥺
Kann eigentlich meinetwegen bei 35 teilnehmenden Ländern bleiben, wenn ich mal ehrlich bin. Hauptsache, man kann weiterhin zwei Semifinals machen. Im Finale sind es sowieso immer 25 und vielleicht ist es besser, wenn nicht so viele Künstler die Erfahrung des Rausfliegens machen. Alles über 35 ist auch gefühlt irgendwie schwammig, vor allem, weil manche Länder dem ESC schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten nichts Sinnvolles angeboten haben. Auch wenn man von deutscher Seite sowas vielleicht nicht sagen sollte. Länder wie Spanien, Island oder die Niederlande hätte ich schon gerne wieder dabei, dafür könnte der Kaukasus mal versuchen, auf sich klarzukommen und sich zu fragen, was sie überhaupt noch beim ESC wollen, mit dieser Arbeitsleistung. Selbiges gilt auch für Deutschland und UK, aber die haben ja ihren Sonderstatus. Zumindest bei Deutschland kann man hoffnungsvoll sein, dass sie es wie Dänemark aus dem Loch schaffen.
Das ist nicht ganz richtig.
Ab 2012 bis 2025 waren immer 26 Länder im Finale, Ausnahme 2015 mit 27 Ländern und 2024 mit 25 Ländern, wie seit diesem Jahr wieder.
Noch ist offen, ob Spanien wieder zu den Big 5 zurückkehren möchte nächstes Jahr.
ändert nüscht
Bei Dänemark muss man aber jetzt erstmal abwarten, was die daraus machen und ob das nicht nur so ein „Schulte“-Moment war wie ihn z. B auch Spanien und UK 2022 hatten.
OTBN
Im Oktober veröffentlicht der kanadische Sender CBC/Radio Canada die Liste mit Künstlern, die es in die engere Auswahl für die Teilnahme am ESC schafften:
https://escspot.pl/2026/09/17/kanada-selekcje-eurowizja-2027/
Das genaue Datum soll nächste Woche bekanntgegeben werden.
🇧🇪 Der flämische Sender VRT aus Belgien wird am ESC teilnehmen.
„VRT hat bemerkt, dass die EBU nun die Bedenken ihrer Mitglieder ernst nimmt und sich mit der Zukunft des Wettbewerbs auseinandersetzt.“
https://communicatie.vrt.be/vrt-neemt-deel-aan-het-eurovisiesongfestival-2027
Und um Irland wird es noch einsamer als vorher…