Tschechien sagt die Teilnahme am ESC 2027 ab: Was hinter der Entscheidung steckt

Der Moment der diesjährigen tschechischen Finalqualifikation – Bild: Alma Bengtson/EBU

In unserem Nachbarland Tschechien ist einiges los und so haben wir als ESC-Fans am Dienstag die Konsequenzen erfahren: Tschechien wird am Eurovision Song Contest 2027 in Burgas nicht teilnehmen. Grund dafür ist kein politischer Boykott, sondern ein medienpolitischer Umbruch. Die ESC-Teilnahme ist durch Budgetkürzungen und strukturelle Änderungen für den Rundfunk nicht mehr finanziert.

Die rechtsgerichtete Koalitionsregierung unter Premierminister Andrej Babiš (ANO) plant, die Rundfunkgebühren abzuschaffen und die öffentlich-rechtlichen Sender Česká televize (ČT), zuständig für den ESC, und Český rozhlas (ČRo) ab 1. Januar 2027 direkt aus dem Staatshaushalt zu finanzieren. Das passiert bei gleichzeitigen realen Budgetkürzungen von rund 15 Prozent und ohne ausreichende Garantien für langfristige Planungssicherheit. So viel in aller Kürze, aber auf diese tschechische Nicht-Teilnahme lohnt sich ein genauerer Blick.

Zunächst zum medienpolitischen Kurs der aktuellen Babiš-Regierung. Aus den Parlamentswahlen 2025 ist Andrej Babiš mit seiner Partei ANO als erfolgreichste Partei hervorgegangen. Andrej Babiš ist kein typischer Berufspolitiker (böses Wort, ich weiß), sondern ursprünglich Unternehmer. Zunächst in der Agrar-Chemie und Lebensmittelindustrie und später auch als Medienunternehmer. Bei den Wahlen 2017 war Babiš mit ANO schon mal erfolgreich, musste sich 2021 aber Petr Fiala (europafreundlich) geschlagen geben. Bei den Abgeordnetenhauswahlen im Oktober 2025 wurde ANO mit 34,5 % stärkste Kraft.

Nun regiert in Tschechien eine Dreierkoalition, geführt von Babiš. Mit von der Partie sind die SPD, die aber in Tschechien keine Sozialdemokraten, sondern rechte EU-Skeptiker sind, und die Partei der Autofahrer (Motoristé sobě). Der Name ist hier Programm. Die Partei hat übrigens die tschechische Umwelt- und Klimapolitik in der Hand.

Zurück zu den Medien: Medienpolitik und die Rundfunkgebühren waren ein zentrales Wahlkampfthema. Das kennen wir aus Deutschland. Im Mai 2025 wurden diese Gebühren unter Petr Fiala erhöht. Ca. 8,5 Millionen Haushalte zahlen für Česká televize 150 Kronen (ca. 6,20 Euro) pro Monat, die Rundfunkgebühr für Český rozhlas beträgt 55 Kronen (ca. 2,30 Euro). Das Modell ist wie in Deutschland. Man zahlt auch, wenn man kein Radio oder Fernseher hat, denn auch internetfähige Geräte können Rundfunkangebote verbreiten.

Da gab es (populistischen) Gegenwind. Der Vorschlag also von ANO und den anderen Regierungsparteien: Die Rundfunkgebühren sollte man abschaffen und die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Medien sollte direkt aus dem Staatshaushalt finanziert werden. Das kostet den Staat aber natürlich Geld. Deswegen folgen auch Kürzungen von 15 %.

Das sind alles übrigens keine News. Diese Änderungspläne machten bereits im Frühjahr 2026 die Runde und wurden in Tschechien von zahlreichen Protesten begleitet. Zudem gab es Streiks und die große Angst, dass damit die politische Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien in Gefahr ist. Denn bisher galt Tschechien als Land mit einem guten System eben dieser öffentlich-rechtlicher Medien.

Damals äußerte sich Katharina Viktoria Weiß, EU-Referentin von Reporter ohne Grenzen (RSF):

„Tschechien war in Sachen Pressefreiheit lange ein verlässlicher Partner in der Europäischen Union. Gerade deshalb blicken wir mit Sorge auf die Pläne der neuen Regierung – und auf die Entwicklungen in den Nachbarländern. Wer die Finanzierung öffentlich-rechtlicher Medien schwächt, riskiert ihre Unabhängigkeit und sendet ein problematisches Signal. RSF ist besorgt über einen möglichen Dominoeffekt in der Region.“

Tschechien liegt auf Platz 11 von 180 Ländern bei der Pressefreiheit. Das ist gut. Deutschland ist übrigens derzeit auf Rang 14. Aber es muss gesagt werden, dass wir hier zeitliche Effekte haben: Die Rangliste erfasst aktuelle und geplante Änderungen in Tschechien noch nicht vollständig.

Wenn wir jetzt rauszoomen aus Tschechien und weiter blicken, ist da ein Muster erkennbar, das sich auch in anderen Ländern zeigt: Schrittweise Aushöhlung unabhängiger öffentlich-rechtlicher Medien durch Budgetkürzungen, Politisierung der Aufsichtsgremien, Rhetorik gegen „aktivistische“, „parteiische“ oder „abgehobene“ Medien. Auch in Deutschland. Deswegen warnen Akteure wie Reporter ohne Grenzen und auch die tschechische Zivilgesellschaft.

Gleichzeitig finden diese Änderungen nicht ohne Gegenwehr statt. Die Proteste wurden bereits erwähnt und halten an. Zudem gab es bereits das zweite Misstrauensvotum gegen die Regierung. Als Gründe für das Misstrauensvotum nannten die Oppositionsparteien unter anderem den Haushaltsentwurf für 2027. Dieser sieht ein Defizit von 386 Milliarden Kronen vor.

Kürzungen, Kürzungen, Kürzungen, nicht nur bei Funk und Fernsehen. Das Misstrauensvotum scheiterte. Mit dem Staatshaushalt muss nun allerdings also auch Česká televize arbeiten und die Konsequenzen sind klar: sparen. Denn ab 1. Januar 2027 soll die Medienreform in Kraft treten und alles, was in der Zukunft liegt, ist noch ungewiss. Allerdings wird bereits jetzt agiert. So wird ČT bis 2030 Stellen streichen und schaut eben bereits jetzt, wie man mit weniger Geld auskommen könnte. 

Der ESC ist für ČT ein Großprojekt. „Aufgrund der laufenden Budgetanpassungen hat das tschechische Fernsehen beschlossen, an der Ausgabe 2027 nicht teilzunehmen“, so die Fernsehvertreter.

Medienreform, Budgetkürzungen sowie Anpassungen und nun eben präventive Sparmaßnahmen. Die Budgetanpassungen sind aber laufend und eine Rückkehr zum ESC damit nicht ausgeschlossen.

Dieser Artikel will die tschechische ESC-Absage im gesamten Kontext betrachten. Deswegen ist neben der Medienpolitik noch ein anderer Bereich zumindest zu berücksichtigen: Kulturpolitik oder auch das Buzzword „Kulturkampf“.

Man muss nämlich nochmal erwähnen: Tschechien wird von rechten Parteien regiert und das bestimmt den Diskurs. Im April 2026 reichte Jan Gregor (Allianz für Familie, ein konservativer Politiker) Beschwerde gegen ČT ein, weil der Sender eine norwegische Kinderserie ausgestrahlt hatte, in der Szenen vorkamen, die die Teilnahme von Kindern an Pride-Märschen zeigten.

Es gibt also Stimmen, die einen Kulturkampf befeuern und aus der Vergangenheit sowie aus anderen Ländern wissen wir, dass der ESC in ebendiesem „Kampf“ eine Rolle spielen kann. Ein Beispiel ist Ungarn: Dort wurde der ESC wiederholt als „zu liberal“, „zu queer“ oder als Ausdruck einer „westlichen Gender-Ideologie“ diskreditiert. Trotzdem muss man sagen, dass die tschechische ESC-Absage für Burgas 2027 keine kulturpolitischen Gründe hat und hier kein Kulturkampf gegen den ESC geführt wird. Zumindest nicht offiziell. Tschechien fehlt 2027 beim ESC, weil die Regierung den öffentlich-rechtlichen Rundfunk umbaut, die Budgets deutlich kürzt und ČT deshalb bei „teuren“ Formaten wie dem Eurovision Song Contest sparen muss.

Wie geht es weiter? Česká televize betont ausdrücklich, dass die Absage nur für 2027 gilt. Über die Reform wurde auf Regierungsebene im Juni 2026 entschieden, aber die endgültige parlamentarische Verabschiedung steht noch aus. Wir werden also abwarten müssen und gleichzeitig steht eines schon fest: Die Zukunft ist ungewiss.

Zuletzt hatte Daniel Zizka Tschechien mit „Crossroads“ beim ESC 2026 in Wien vertreten.

Wie schätzt Du die tschechische ESC-Abkehr ein? Tippst Du auf eine Rückkehr 2028? Lass uns Deine Einschätzung gerne in den Kommentaren wissen.



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41 Comments
ESC1994
ESC1994
1 Tag zuvor

Danke für den umfangreichen und informativen Artikel liebe Laureen. 🙂

Joa, ist leider in vielen Ländern der gleiche populistische Mist am Laufen. Hoffe das Ungarn dafür zurückkehrt.

Matty
Matty
1 Tag zuvor

Ich hoffe, daß Tschechien 2028 wieder am ESC teilnehmen wird.

Sash
Sash
1 Tag zuvor

Bin sicher, dass die Tschechen 2028 zurückkehren!

Anmey
Anmey
1 Tag zuvor
Reply to  Sash

Das halte ich ehrlich gesagt für vollkommen ausgeschlossen.

Jana Manger
Jana Manger
22 Stunden zuvor
Reply to  Anmey

Ich glaube das hängt davon ab ob Polen oder Deutschland den Bumms mal gewinnen, dann wären sie sicher wieder dabei. 🤪

Anmey
Anmey
18 Stunden zuvor
Reply to  Jana Manger

Das kann schon sein. So weit ich weiß, hat der ORF eine große Rolle dabei gespielt, dass Tschechien 2015 zurückgekommen ist.

Franny
Franny
1 Tag zuvor

Danke, Laureen! Schön geschrieben. „Leider“ sehr wahr, wie ich finde.

Anmey
Anmey
1 Tag zuvor

Erstmal danke für die ausführliche Analyse, Laureen. Ich würde trotzdem widersprechen, dass die Regierung Babiš der Auslöser für diesen ESC-Rückzug ist. Erstmal tritt die Abschaffung der Beiträge voraussichtlich erst 2028 in Kraft, nachdem es Verzögerungen gab. Die aktuellen Kürzungen, mit denen ČT den ESC gestrichen hat, hängen also noch nicht damit zusammen.

Ich glaube auch nicht daran, dass das eine politische Einmischung à la Orbán ist. Die Führung von ČT ist die gleiche wie in den letzten Jahren, da wurde niemand aus politischen Gründen ausgetauscht. Grundsätzlich ist es (überspitzt gesagt) einfach so, dass sich in Tschechien kein Mensch für den ESC interessiert. Weder im Positiven noch im Negativen. Insofern gibt es da auch keine politische Stimmungsmache. Das ist aber am Ende auch der Grund, weshalb sie jetzt nicht mehr dabei sind.

Die politische Situation in Tschechien ist sehr besorgniserregend, aber die ESC-Absage kann man mMn nicht darauf zurückführen.

Matty
Matty
1 Tag zuvor

ANO, die tschechische Variante der AfD und dann noch die Partei der Autofahrer gab es auch mal in Deutschland.

ESCFan2010
ESCFan2010
1 Tag zuvor
Reply to  Matty

Ich denke die AfD ist nochmal radikaler.
ANO und AfD sind auch im EU-Parlament in zwei verschiedenen Fraktionen.
ANO ist in PfE, wo zb. RN oder Fidesz drinne ist.
Die AfD ist mit der SPD in der ESN-Fraktion, welche Ultarechts ist

AlkiKassandra
AlkiKassandra
23 Stunden zuvor
Reply to  ESCFan2010

Ich fürchte ja, dass spätestens 2030 die Damen und Herren Weidel, Le Pen, Meloni, Farage , in Österreich Hinkl, und Wilders an der Regierung sein werden und es dann eh Essig mit dem ESC ist. Und das Baltikum kann nicht mehr teilnehmen, weil da allen Singenden das Maul gestopft sein wird

Franny
Franny
23 Stunden zuvor
Reply to  AlkiKassandra

Leider sehr realistisch.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
5 Stunden zuvor
Reply to  Franny

Nun gut, Weidel wird eh noch von Höcke gestürzt…. Le Pen halte ich leider durchaus für realistisch – das ist der Nachteil an diesem bescheuerten Präsidialsystem.

In UK hat zudem Burnham wieder Oberwasser und profititert davon, daß sich Tories und Reform UK thematisch annähern – Badenoch ist keinen Deut besser als Farage.

Wilders hat sich auch ins Aus manövriert. NL fahren ganz gut mit der Mitteregierung und in Umfragen führt derzeit sogar die Liste aus Sozis und Grünen. Alles sehe ich momentan nicht ganz so schwarz bzw. braun, zumindest nicht in Europa.

Last edited 5 Stunden zuvor by Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
5 Stunden zuvor
Reply to  ESCFan2010

AfD, FPÖ und VOX sind derzeit die schlimmsten Vertreter in diesem Block.

4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
1 Tag zuvor

Danke für den gut recherchierten Backgrounder, Laureen!
Ist CZE somit auch einer der „Abtrünnigen“?

Matty
Matty
1 Tag zuvor

Nein, da der Grund des Fernbleibens von ESC niemals die Teilnahme Israels war.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Tag zuvor

Mir sind Berufspolitiker wesentlich lieber als all diese schwerreichen Quereinsteiger, die die Menschen aufhetzen und sich und ihren Freunden noch mehr Geld in die Taschen stecken.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
5 Stunden zuvor

So ist es !

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
5 Stunden zuvor

Ich bin ja nur äußerst selten dabei, meine Sozis in den Himmel zu heben. Aber die Aktion mit Pistorius und der Bundestagsfraktion am Brandenburger Tor war saustark und ein richtiges Zeichen der Zeit !

Hausmannskost
Hausmannskost
2 Stunden zuvor

Du meinst die Demonstration gegen die wählenden Bürger? Da wurde im Landtag ein Wählerwille durchgeführt und gezeigt wie Demokratie funktioniert und Pistorius demonstriert dagegen. Man mag das Ergebnis der Wahl im Landtag nicht gut finden, aber so funktioniert nun mal Demokratie. Wer dagegen demonstriert muss es mit der Demokratie nicht so ernst meinen.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
14 Minuten zuvor
Reply to  Hausmannskost

Hier tummeln sich also auch schon AgD-Trolle…. Das übliche Gelabere von „Wählerwillen“. Immerhin ist diese Partei angetreten, um das System zu zerstören. Die ersten Anzeichen sind bereits spürbar. Aber zum Glück gibt es immer noch eine funktionierendes Judikative hierzulande.

SimplyDM
SimplyDM
1 Tag zuvor

Ich vermute mal und sage es schon einmal vorsichtig, dass wir die eine gewisse zeit nicht mehr beim ESC sehen werden 💔😭

JoBi
JoBi
1 Tag zuvor

Danke für die Info. Finde es schade 😕

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
23 Stunden zuvor

OT zu Deutschland: wir sind mittlerweile schon ziemlich weit fortgeschritten im Auswahlverfahren (internationale jury , wenn nicht sogar schon weiter) und die Kommunikation ist schon einmal besser als letztes Jahr wo die Absagen allgemein erst einen oder zwei Tage vor der Bekanntgabe reinkamen .
Wer Lyon folgt müsste es schon mitbekommen haben . Die BSF Songs werden wieder rausgeschmissen und auch den Darkpop/Cyberpop Banger von Ika und Susan Oseloff bekannt durch den letzten Artikel der Serie „Wer sich für Deutschland bewerben will “ ist leider raus . Und ich dachte das hätte vor allem beim ESC Musikteam gute Chancen in die internationale Jury Bewertung zu kommen .

Prometheus
Prometheus
23 Stunden zuvor

Ich vertraue dir da, weil du ja anscheinend ganz gut vernetzt und informiert bist, oder Künstler hast, die mit dir kommunizieren.

Es ist schon schade, dass das Berlin Song Fest so behandelt wird. Anscheinend will der ÖRR (zuerst NDR, jetzt SWR) kein Songwritingcamp neben sich stehen haben und blickt da mit übertriebener Missgunst drauf. Ich finde das ein bisschen lächerlich. Letztlich ist es doch egal, woher die Songs kommen, da doch alle auf das gemeinsame Ziel hinarbeiten, beim ESC Erfolg zu haben.

Ich fand den Song „Gatekeeper“ sehr vielversprechend, vor allem der Höhepunkt hat bei mir Gänsehaut verursacht. Schade, dass sie es nicht geschafft haben.

Natürlich kann das mehrere Gründe haben.Vielleicht wollte man auch eine Genre- oder Gender-Quote erfüllen. Kann auch sein, dass man bei einer nichtöffentlichen Audition einen schlechten Tag erwischte und andere einfach eine bessere Ausstrahlung hatten. Zumindest das Star-Appeal fehlt den Oseloff-Schwestern, muss ich leider sagen.

Am Ende steckt man einfach nicht drin. Es kann aber auch heißen, dass die Songs aus dem SWR-Songwritingcamp richtig, richtig gut waren, was ich wirklich hoffe.

Wenn aber dann das Line-up bekanntgegeben wird und da sind ganz klar schlechtere Songs als „Gatekeeper“, dann wäre ich schon etwas sauer, weil es dann wohl wieder Vetternwirtschaft à la Tina Sikorski war, wie im letzten Jahr.

Und wenn man bedenkt, dass der SWR das letzte Wort hat und das Line-up danach zusammenstellen will, was man an einem Samstagabend um 20:15 zeigen kann… ich glaube leider, das wird nichts, trotz Pele Lorianos Beteiligung. Man wird ganz, ganz viel Glück brauchen, so wie 2018 mit Michael Schulte.

Last edited 23 Stunden zuvor by Prometheus
bellamarcella
bellamarcella
22 Stunden zuvor
Reply to  Prometheus

Nur kurz zur Einordnung, weil hier gerade aus einzelnen Informationen Schlussfolgerungen über BSF gezogen werden, die so nicht stimmen:

Dass einzelne Artists ihre Absagen bereits öffentlich kommuniziert haben, sagt nichts darüber aus, wie es mit anderen Einreichungen oder speziell mit Songs aus dem Berlin Song Fest aussieht. Zu laufenden Bewerbungen und internen Abläufen werde ich mich verständlicherweise nicht äußern.

Die Aussage, dass „die BSF-Songs wieder rausgeschmissen werden“, kann man so jedenfalls nicht als Fakt darstellen. Genauso würde ich aus dem bisherigen Verlauf keine Schlussfolgerung ziehen, dass der SWR grundsätzlich kein anderes Songwriting Camp „neben sich haben möchte“. Das ist Spekulation.

Was am Ende ausgewählt wird, werden wir sehen, wenn das Verfahren abgeschlossen ist.

Prometheus
Prometheus
20 Stunden zuvor
Reply to  bellamarcella

Stimmt, die Reaktion war ein bisschen voreilig. Da hat die Skepsis und Antipathie gegenüber dem SWR aus mir gesprochen. Man wird einfach abwarten müssen, was passiert. Ich wünsche euch und euren Schützlingen weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass sich die harte Arbeit am Ende lohnt, ob nun im ESC-Kontext oder außerhalb.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
22 Stunden zuvor

* nicht alle BSF Songs meine ich aber einer der besten (also von den wenigen die ich kenne ) . Rest weiß ich nicht . Bin gespannt ob noch wer etwas dazu postet auf instagram oder tiktok vor allem andere externe die ihre Bewerbung im voraus öffentlich gemacht hatten zb keltania , wait what usw .

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
22 Stunden zuvor

*vom Vorjahr allerdings. Was 2026 an bangern noch dazu enstanden ist weiß ich nicht ob die raus oder noch drin sind .
Hoffe dass dann eine Anica Russo vielleicht noch mal eine zweite Chance bekommt 😋.
Oder Ragazzki machen nochmal was 😂👍

Prometheus
Prometheus
22 Stunden zuvor

Anica Russo sind auf jeden Fall die Daumen gedrückt, genau wie Tulpe mit „Graf Dracula“. Aber vielleicht hat der SWR bei seinem Songwritingcamp ja wirklich gekocht.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
21 Stunden zuvor
Reply to  Prometheus

Die könnten echt tatsächlich gekocht haben , weil da super Leute am Start waren .

dunefan5000
dunefan5000
9 Stunden zuvor

Na hoffentlich kommt da nicht nur 50 Schattierungen von Grau heraus. So wie im letzten Jahr. Von gerade mal 9 Songs, waren da 3 oder 4 Songs der Marke Toilettenpause dabei. Und warum eigentlich nur 9? Sollten ein Land mit 80 Millionen Bevölkerung es nicht hinkriegen 10 bis 12 Songs im Finale zu haben? Das war auch schon mal so. Schaut euch mal die VEs aus den späten 70igern und 80iger Jahren an.

dunefan5000
dunefan5000
9 Stunden zuvor

Eine Bitte hätte ich: Bitte sortiert den Schwachsinn mit Dschingis Khan aus.

Last edited 9 Stunden zuvor by dunefan5000
Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
5 Stunden zuvor
Reply to  dunefan5000

Ich kann auch gut darauf verzichten…

Tim S.
Tim S.
23 Stunden zuvor

Auch wenn ich Babiš und seine „Gang“ kritisch sehe (er ging einfach so eine Koalition mit Klimawandelleugnern und Ultrarechten ein!)

Es interessiert sich dort auch niemand dafür, was beim ESC geschieht. Ich spreche selber ein wenig Tschechisch (ist in manchen Schulen in Bayern ein Wahlfach) und weiß selbst, wie gut die dortige Musikszene eigentlich ist, doch es ist wie beim Nachbarn Slowakei: Interesse ist praktisch null. So sauer es mich auch macht, wie die Regierung mit dem Öffentlich-Rechtlichen umgeht…

roxy
roxy
22 Stunden zuvor

Tschechien werden wir länger nicht beim ESC sehen, fürchte ich. Jedenfalls solange die aktuelle Regierung im Amt ist.

Daniel Fabian Maier
Daniel Fabian Maier
22 Stunden zuvor
Reply to  roxy

Leider wahr 💔

Matty
Matty
22 Stunden zuvor

OTBN

Heute war Anmeldeschluß für das Eesti Laul und es sind 155 Wettbewerbsbeiträge dafür eingereicht worden, davon sind 60 in estnischer Sprache:

https://eeter.err.ee/1610161324/eesti-laul-2027-konkursile-purgib-155-lugu

Die anderen 95 Wettbewerbsbeiträge wurden in anderen Sprachen verfaßt.

floppy1992
Mitglied
floppy1992
19 Stunden zuvor

Ich glaube auch nicht, dass die Regierung bei der Entscheidung eine große Rolle gespielt hat.
Die ESC-Teilnahme stand senderintern offenbar schon seit mehreren Jahren zur Debatte und jetzt war die Budgetkürzung, wenn überhaupt, dann nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

dunefan5000
dunefan5000
9 Stunden zuvor

Das kommt davon wenn man linksradikale oder rechtsradikale Spinner zur Macht verhelft. Sollte eigentlich jedem ne Warnung sein. Aber warte, die Doofen hiezulande machen ja das Gleiche.

Matty
Matty
3 Stunden zuvor

Daniel Žižka hat sich zur Absage seines Landes für den ESC geäußert:

https://en.euromix.co.il/2026/10/09/eurovision-2027-ebu-and-daniel-zizka-respond-to-czechias-withdrawal/

„Es … macht mich traurig, daß alle talentierten Künstler aus Tschechien, die es verdienen, auf dieser Bühne zu stehen, 2027 keine Gelegenheit dazu bekommen werden.“