
Beim OGAE-Germany-Fanclubtreffen in München vor bald zwei Wochen stellte sich nicht Tina Sikorski, die neue deutsche Head of Delegation beim ESC, den Fragen von OGAE-Moderator Jochen Voß, sondern Alexandra Wolfslast. Sie hatte diese Funktion in den vergangenen sechs Jahren inne, als die ESC-Verantwortung innerhalb der ARD noch beim NDR lag. Die Begründung für Tinas Absage: Zeitmangel und zu viel zu tun. Das ist in der ESC-Vorentscheidsaison natürlich nachvollziehbar – zugleich passt diese Erklärung auffällig gut zu einem Motiv, das sich durch das gesamte Gespräch zog.
Denn Zeitmangel war im Talk zwischen Alexandra Wolfslast und Jochen Voß (Aufmacherbild) eine wiederkehrende Begründung für vieles, was in der deutschen ESC-Organisation nicht rund läuft. Etwa für die kurze Phase zwischen Vorentscheid und ESC, in der zu wenig Zeit bleibe, um an einer wirklich ausgefeilten Inszenierung des deutschen Beitrags zu arbeiten.
Nun ist es so, dass Zeitmangel in den seltensten Fällen Ursache, sondern meist Symptom eines tieferliegenden Problems ist. Das kennt man noch aus der Schule: Die Zeit für eine Hausarbeit war selten objektiv zu knapp – andere haben es schließlich auch geschafft. Häufig wurde sie schlicht falsch genutzt oder unklug eingeteilt.
Genau dieses Muster lässt sich auch beim ESC in Deutschland beobachten. Während andere Länder nach dem internationalen Wettbewerb im Mai zügig in die Planung für das kommende Jahr einsteigen und diese dann auch konsequent verfolgen – ja, wir schauen wieder einmal nach Skandinavien –, vergehen hierzulande oft Monate, ohne dass klare Linien, Zuständigkeiten oder verbindliche Entscheidungen erkennbar wären. Stattdessen wird Zeit verloren, die später schmerzlich fehlt.
Im Gespräch verwies Alexandra Wolfslast unter anderem auf den Rundfunkrat und den Verwaltungsrat, die zu Verzögerungen beitrügen. Tatsächlich haben diese beiden Gremien mit der operativen Organisation einer TV-Unterhaltungsshow jedoch nur sehr begrenzt zu tun. Der Rundfunkrat bewertet nachgelagert, ob Programme und Genres insgesamt dem öffentlich-rechtlichen Auftrag entsprechen. Er ist kein Gremium, das Moderator*innen auswählt, Votingmechanismen festlegt oder Showkonzepte bewertet. Auch der Verwaltungsrat kommt allenfalls dann ins Spiel, wenn außergewöhnliche finanzielle Dimensionen, besondere Vertragsmodelle oder massive Budgetüberschreitungen vorliegen.
Die Verzögerungen in Sachen ESC lassen sich daher weniger mit formalen Gremienzuständigkeiten erklären als mit Organisation, Arbeitsweise und Entscheidungsfindung innerhalb der ARD. Zu viele Menschen haben in zu vielen Ebenen und Runden ein Wörtchen mitzureden. In überbordenden Governance-Strukturen führt das häufig zu Entscheidungsdiffusion: Verantwortung verteilt sich, Entscheidungen werden abgesichert, verschoben oder verwässert – effiziente Ergebnisse bleiben aus.
Hinzu kommt ein weiteres Phänomen, das in großen hierarchischen Organisationen gut dokumentiert ist. In laufende Konzepte wird von Vorgesetzten eingegriffen, ohne dass dies zwingend aus inhaltlicher Notwendigkeit geschieht. Solche Änderungen markieren Zuständigkeiten, sichern Einfluss oder sollen Risiken minimieren. Das Ergebnis sind selten bessere Lösungen, sondern lauwarme Kompromisse. Oder plakativer gesagt: Viele Köche verzögern – und verderben am Ende den ESC-Brei.
Solange die ARD nicht stärker der Arbeit einzelner Redaktionen vertraut und Innovation aus Angst vor Kritik, Gremiendebatten oder kurzfristigem Zuschauerverlust ausbremst, wird sich an der deutschen ESC-Misere wenig ändern. Ab und an mag man ein Korn finden und beim ESC erfolgreich abschneiden. Insgesamt bleibt so jedoch allzu oft das letzte Drittel der Ergebnistabelle der natürliche Lebensraum deutscher Beiträge beim Eurovision Song Contest.
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Danke für diesen Artikel und hoffentlich lesen die Verantwortlichen der ARD diesen SEHR genau!
Wohin auch sonst. 🙄
Warum sollte man woanders hinschauen? Die machens faktisch am besten über Jahrzehnte hinweg
Guter Artikel. Es ist wirklich ein Jammer. Ich bin aber auch der Meinung, dass es ganz schlicht andere Leute braucht, nämlich Leute, die Ahnung haben von modernem Fernsehen, von Musik und vom ESC. Aber das ist ja oft das Problem: Wer die Positionen innehat, schafft sich natürlich nicht selbst ab.
Hach Deutschland und der ESC…
Ja…eine ewige Baustelle . Warum wollen wir immer gewinnen?
Gewinnen?
Mit Konstanz in der vorderen Hälfte wäre schonmal gut.
Danke für diese Ehrlichkeit an Alexandra Wolfslast. Tja, es ist halt die Scheiß-Bürokratie bei uns in Deutschland. Die bremst uns oft aus. Aber seit Christine Strobl die ARD-Programmdirektorin ist, scheint es nach vorne zu gehen. Sie scheint sich ja für den ESC und den Deutschen ESC-Vorentscheid einzusetzen, oder wie erklärt man den Riesen ESC-Vorentscheid im letzten Jahr und den Sendeplatz ,,Samstag zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr“? Aber sie kann halt leider nicht zaubern und bei der ARD scheint es genug Leute zu geben, die den ESC versuchen Systematisch auszubremsen. Ich hoffe, dass diese Leute so schnell wie möglich gefeuert werden.
Christine Strobl hat diese Funktion allerdings seit 2021 uns somit fällt der unsägliche Vorentscheid 2022 auch in ihre Zeit.
„wie erklärt man den Riesen ESC-Vorentscheid im letzten Jahr und den Sendeplatz ,,Samstag zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr“?“
Ich bringe nochmal das Argument Kostensenkung. Vor ein paar Jahren hat man einen „billigen“ Vorentscheid am Freitag abend versendet, am Samstag abend gab es dafür eine große TV-Show mit höherem Budget.
Jetzt stattet man lieber den ESC-VE mit etwas mehr Geld aus (aber auch nicht so viel, dass man mal wieder in eine richtige Veranstaltungshalle gehen könnte statt kleiner TV-Studios) und sendet ihn am Samstag. Dafür kann Freitag abend wieder wie gewöhnlich eine kostenneutrale Tatort-Wiederholung versendet werden.
Da von anderen Samstagabend-Shows (Silbereisen-Shows und Verstehen Sie Spaß) ja bekannt ist, dass von diesen mittlerweile weniger Episoden pro Jahr produziert werden, klingt das für mich plausibler als dass die ARD-Verantwortlichen große ESC-Fans geworden sind.
Gleichzeitig will ich aber nicht in Abrede stellen, dass der ESC zumindest ein höheres Ansehen in der ARD besitzt als noch vor 2, 3 Jahren. Die guten Quoten im Jahr 2025 (Chefsache war wirklich der einzige Lichtblick, den Raab bisher bei RTL geliefert hat) haben da wohl doch dafür sensibilisiert, dass man ein gutes Pferde im Rennstall hat.
Chefsache war völlig daneben und hat die Vorfreude auf den ESC getrübt. Das war typische Raab-Selbstdarstellung und das Ergebnis schien vorherbestimmt und in die von Raab gewünschte Richtung manipuliert.
Wie kommt man auf die Idee? Das einzige was ich sehe, was bei Ihr vorangeht, ist die gesamte ARD auf CDU-Linie zu bringen.
Theoretisch hat sie ja nicht viel Macht, aber für eines ist zu ganz alleine zuständig, und das ist die Programgestaltung aka Sendeplätze. Und die haben sich in den Jahren, seit sie am Hebel sitzt ESC-mäßig eher verschlimmert.
Dass sich dieses Jahr was ändert, dürfte am SWR liegen, der scheinbar eine ESC-Show machen will, wenn es schlecht läuft eben eine typische SWR Samstagsabend-Show. Damit konnte er scheinbar auch Frau Strobel überzeugen. Solange es schön unpolitisch bleibt aka nicht allzu woke, gibt das keine Probleme.
Was redest du für ein Blödsinn mit CDU Linie zu bringen in der ARD sind auch Politiker von der SPD und Grüne ganz oben dabei und dabei haben eher Letztere negativ gezeigt wie sie die ARD in ihrer Form beeinflusst haben. Ich sage nur die Geschichte der Grünen Politikerin die Priorität der Beiträge bei der Tagesthemen korrigieren ließ weil nicht passte wie Redaktion das davor gemacht hatte.
Quelle (keine Schwurbel-Quellen) ?
Wie man den Sendeplatz 4 Samstage 20:15 letzten Jahr erklärt?
Ganz einfach: Die Strahlkraft von Stefan Raab. Der sagt mal folgendermaßen so machen wir das, hat überall noch die Autorität und alle haben Respekt und Ehrfurcht vor dem großen Raab
Ohne ihn wäre das im Leben nicht möglich gewesen
Immer wieder schade zu hören, gerade deswegen wäre es wohl umso wichtiger eine feste Vorentscheids-Marke zu etablieren, bei der nicht jedes Jahr alles hinterfragt werden muss. Es muss einen geregelt Ablauf geben.
Ja, das wäre gut.
Aber ich hoffe trotzdem, dass sie nicht ausgerechnet dieses Jahr damit starten.
Die Art, wie das Voting laufen soll, wird hoffentlich nicht der deutsche Standard.
Und auch die Präsentation der einzelnen Acts könnte eine bessere Struktur haben, denn im Moment finde ich keine 🙁
Außerdem wäre ein früher öffentlicher Aufruf für Bewerbungen sinnvoll. Und eine große Offenheit für alle Musikstile wäre wünschenswert.
Also meinetwegen können sie nächstes Jahr nachbessern. 😉
Auf jeden Fall, es gab dieses Jahr ja nicht mal eine öffentlichen Aufruf.
Da hat man doch noch etwas von s.raab übernommen: wir haben doch keine zeit.
Na ja, bei den ARD-Sendeanstalten ist der ESC bzw. die deutsche Kandidatensuche eher ein bürokratischer Akt, und nicht zuletzt spielen auch finanzielle Aspekte eine Rolle. Ich glaube nicht, dass es den HoDs an Leidenschaft mangelt, habe ich auch Frau Wolfslast gar nicht unterstellt, ebenso wenig wie Herrn Schreiber damals, aber in der Tat glaube ich auch, dass so manche kreative Idee von „oben“ ausgebremst wird.
Und na ja: Frau Sikorsky wird nicht nur mit dem ESC betraut sein, sondern auch noch andere Aufgaben haben, gehe ich mal von aus. Wir sind halt irgendwie doch so sehr in der „Blase“ drin, dass wir manchmal vielleicht auch vergessen, dass es für manch andere Leute noch andere Themen gibt.😉
Habe mich früher auch sehr darüber aufgeregt, wie scheinbar „leidenschaftslos“ der verantwortliche deutsche Sender mit dem Projekt ESC umgeht. Mittlerweile sehe ich es etwas neutraler, für mich ist Deutschland ein ESC-Land unter vielen, und für mich geht es um die Musik, egal, aus welchem Land. Hauptsache, man bekommt gute Musik geboten, denke, es wird bestimmt für jede (n) was dabei sein.🙂
Die Stelle, die Tina Sikorski bekleidet, war ja ausgeschrieben als Head of Delegation. Das ist anders als bei Alex Wolfslast, die ja vorher schon Redakteurin für andere Sendungen war und die Aufgaben behalten hat.
Ach so, danke für die Info.🙂
Der Fehler liegt aber nicht nur bei der ARD. Auch, aber nicht nur.
Ein neues Format wird doch hier und in andern deutschen Communitys immer und immer wieder komplett zerissen und auseinander genommen. Sieh Raabs Format letztes Jahr. So kann sich gar nichts etablieren, da ja eh immer alles schlecht ist. So liest man es hier seit Jahren. Es ist immer alles schlecht. Eigentlich egal was.
Was uns die letzten Jahre an Formaten geboten wurde war auch alles schlecht. Klar, es gab mal Ansätze, aber keiner der deutschen Vorentscheide dieses Jahrzehnts hatte internationales Format. Und sowas gehört kritisiert, nicht dass die Verantwortlichen sich auf schlechter Leistung ausruhen und so einen Blödsinn wie das diesjährige Votingverfahren noch jahrelang mitschleppen.
2023 mit der TikTok Wildcard und dem meiner Meinung nach bisher besten Votingsystem hätte man fortführen können oder 2018/19 mit der ESC-Expertenjury
Falsch, es ist nicht immer alles schlecht, aber der Vorentscheid von Raab schon. Vor allem die Vorauswahl und dann hat er seine Favoriten ins Rennen geschickt. Glücklicherweise hat sich das nicht etabliert.
Insgesamt fand ich schon, dass Raab eine bessere und breitere Auswahl an Künstlern und Genres hatte. Aber die Cover waren nicht zielführend und alles was mit Jury zu tun hat war richtig schlecht.
Den Coversong vom Baller-Geschwister-Paar möchte ich nicht missen 😉 Der ist ganz großes, modernes Kino.
Was für ein Käse.
Die von Raab zusammengestellte Auswahl war wesentlich besser als die Jahre davor.
Und auch ganz deutlich besser als dieses Jahr…
Es sind nicht nur die ARD-Strukturen, die dafür sorgen, dass Erfolge ausbleiben.
Auch auf der Ebene der Labels, Produzenten, Autoren und natürlich der Künstler gibt es reichlich Defizite, die bei der Vorauswahl eher ungeeignete Acts ins Spiel bringen über die am Ende Jurys und Zuschauer abstimmen sollen.😐
Mag der Artikel in vielen Sachen richtig liegen, kann ich das Staging-Argument so nicht stehen lassen. Es gibt reichlich Vorentscheide, die am 28.02 oder danach stattfinden und trotzdem ein gutes Staging liefern. Wenn man doch weiß, dass die Zeit knapp ist könnte man den Staging Director doch einfach schon im Vorentscheid mit einbeziehen um light Versionen auf die Bühne zu bringen, die dann beim Siegeract noch verfeinert werden. Ist bei anderen Vorentscheiden doch auch so.
Danke für diesen Beitrag, ob jemand daraus lernt ? Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben.
Wichtig wäre einen Hauptverantwortlichen zu haben der das ganze ESC Projekt steuert inklusive fester Termine für bestimmte Sachen wie Moderation auswählen , Studio festlegen usw.
Grundsätzlich beschreibt Douze Points natürlich ein Problem, dass die allermeisten ESC Fans ähnlich empfinden dürften – mich eingeschlossen! Auch diese Saison habe ich Freunden schon geschrieben: „Schaut euch mal Moldau an, schaut euch mal Malta an und dann könnt ihr das ja mal mit dem deutschen VE vergleichen!“. Von Schweden oder Finnland rede ich schon gar nicht erst. Und die Vermutung liegt natürlich nahe, dass die Struktur der ARD ein Kernproblem darstellt, das stimmt ganz sicher und wurde von Alexandra Wolfslast ja schon öfter mehr oder weniger deutlich bestätigt.
Und dennoch: Um neuerlich von einer „ESC Misere“ oder „ESC Brei“ zu sprechen, würde ich den ersten VE unter SWR Verantwortung gerne erstmal sehen, bevor ich schon ein Urteil parat habe.
Ach Dennis, dein (Wein-)Glas ist wirklich immer halb voll. 😉
Sehr beneidenswert. 🫶
Und auch wenn ich oft zu den Meckerlieseln gehöre, hier kann und muss ich dir Recht geben: Den Großteil der diesjährigen Kritik finde ich auch unangemessen und überzogen (speist sich wohl noch vor allem aus den schlechten Erfahrungen der letzten Jahre) und vor allem übereilt.
Ich erwarte dieses Jahr auch keine WOW-Wandlung, folge aber ansonsten dem inoffiziellen NDR-Leitsatz: Ich urteile, wenn es etwas zu urteilen gibt.
🫶🏻 👍🏻 🤗 😁
OK. Interessant.
Das verschiedene Gremien noch absegnen müssen/wollen ist sicherlich sehr ärgerlich. Und das dadurch viele Köche mitmischen…na ja viele Köche verderben den Brei. Aber Zeitmangel ist für unsere schlechten Ergebnisse wohl kaum ausschlaggebend.
Der ARD gelingt es überhaupt nicht uns starke Songs zur Wahl zu stellen. Was seit Corona bei uns musikalisch dargeboten wurde, war in der Gesamtheit uninteressant und chancenlos. Auch dieses Jahr sind unsere Beiträge wieder chancenlos. Kein Siegerlied ist dabei. Als Favoritin gilt Sarah Engel mit einem Lied, wo andere Länder schon scheiterten. Das sagt doch alles. Wir haben keine originellen Lieder, keine mutigen Songs und auch keinen starken Ohrwurm. Andere Länder sind viel besser aufgestellt.
Alles neu macht der Mai.
Nichts gegen die Dreamboys Band, aber es ist schon frech, den ESC-Fans einen solchen Song vorzusetzen.
Dass die Künstler in Interviews behaupten, eine 2:10 Minuten lange Version sei ausreichend, weil sie sie gut finden und sich nicht verstellen wollen, zeigt deutlich, dass die Verantwortlichen nicht in der Lage sind, klare Anforderungen zu stellen und den Künstlern die Bedeutung des ESC und die Entwicklungen der letzten Jahre zu vermitteln.
Sarah Engels ist ein Favorit, und ich mag ihren Song ja persönlich. In Wien wird sie jedoch als billige Chanel-Kopie abgetan, und das auch noch in schlecht.
Die Vorraussetzung ist aber nicht 3 Minuten zu füllen – wenn ein Song in 2:20 in sich stimmig ist und überzeugt reicht das völlig aus da braucht es mMn nichts, um hauptsächliche 3 Minuten daraus zu machen
Mitlerweile ist es fast schon Standard dass Songs kürzer als 3 Minuten sind also darf das auch beim ESC so sein
OT:
Nun aber was schönes:
Man möge mir nachsehen, dass ich hier wieder ins Schwärmen komme.
Ein Banger mit 2 charismatischen Sängern und einem energiegeladenen Video.
Heute um 16:00 ist das Video erschienen.
Toller Text mit toller Botschaft:
Chorus :
I’m unbreakable, I’m a diamond
I’m most invaluable, I’m a diamond
My inner light bright as a star
I shine all colours near and far
I’m irreplaceable, I’m a diamond
I’m a diamond
Da bin ich voll dabei: Lord of the Lost und Saltatio Mortis – ein Traum!
So fantastisch! Einfach mega!
Songs schreibt die ARD nicht selber.
So gesehen überzeugt mich der letzte Satz auch nicht.
OTBN
Black Glitter wurde geleakt!
https://x.com/byJannik/status/2019368838110831095
MEIN Song!!!
Meiner leider nicht.
Stimme ich zu. Holt mich nicht ab. Vielleicht muss ich ihn öfter hören.
Meiner auch nicht.
Eher so Mittelmaß.
Ist halt wieder dieses „ich bin so wie ich bin, akzeptiert es bitte“ nur in recht zahmen Poprock verpackt. Nicht unhörbar, aber halt absolut nicht aufregend. 🥱
Kann mir auch nicht vorstellen, dass der Song eine große Zielgruppe erreichen wird.
Ich finde das „Intro“ mit 54 Sekunden zu lang! Oder zu langweilig. Ab dann gefällt mir der Song aber gut! Wenn Wavyboi das cool auf der Bühne rüberbringt, dann könnte mir das durchaus gefallen…🍀👍🏻
Witzig, gerade das Intro hat mir Gänsehaut im positiven Sinne gegeben! Aber der Aufbau des Songs finde ich wunderschön!
Mir gefällt das Intro insbesondere ab 0:22 auch! Ich empfinde es halt für einen 2:45 Song beim ESC nur als zu lang. Aber ich vertraue dir da mal… 😉🤗
Es ist ja kein Intro mehr. Nach 22 Sekunden kommt eine Bridge und dann der erste Refrain. Der erste Refrain ist halt ohne Schlagzeug und eine Oktave tiefer gesungen. Ich mag so was, weil es Raum zur Steigerung gibt. Ist Geschmackssache.
Einverstanden 👍🏻 Aber es ist keine Grundsatzfrage. Ich mag Steigerungen auch. Nur in diesem Fall finde ich die erste Minute eben etwas weniger gelungen. Aber völlig klar: Da sind die Geschmäcker verschieden. Entscheidender wird eh die Liveperformance (Da bin ich etwas skeptisch von 1-2 Youtube Clips die ich gesehen habe, aber ich lasse mich gerne positiv überraschen 🍀)
ich radel jetzt erst mal zum supermarkt und wenn wieder zurück gucke ich darts (PL) und dann vielleicht eventuell werde ich mir den letzten strohhalm antun. 🚜
Positiv wie immer, Lasse! 😉
Am Tag der Optimisten kann auch Lasse mal optimistisch sein. 🙂
https://www.kuriose-feiertage.de/optimist-day/
Wann ist der Tag des grünen Kleeblatts ? 🤣
Am 02.08. 🤓
besserwisser-kalender.de/2025/08/02/2-august-2025-tag-des-vierblaettrigen-kleeblattes/
wenn nichts brauchbares geliefert wird,kann ich nicht darüber hinweg sehen. 🐰
Radeln? Wo wohnst du? Hier ist alles verblitzteist…
im beschaulichen ostwestfalen – dienstag ab späten nachmittag war die eisregenhölle aber jetzt ist wieder alles trocken und weggetaut.
da kommt aber sich noch eine kältefront.
Ich würde Black Glitter ja gerne mögen, aber für eine gute Rocknummer ist das einfach zu zahnlos und zu sehr Möchtegern-Glamrock von annedunnemals.
Stimme dir zu, ist extrem weichgespült.
Und vielleicht bin ich paranoid, aber die Wörter „black“ und „glitter“ im Titel wecken nicht gerade positive Erinnerungen. 😅
Sorry, habe da meinen Usernamen falsch geschrieben, bin immer noch ich. 😅
Ist mir aber dennoch lieber als „Fire“
Gefällt mir gut,bin auf den Livegesang und die Performance gespannt.
Ja, das muss live sitzen! Aber ich sehe es an sich auch so wie du.
P.S. Meine Nachbarn sind echte Norderney-Experten. Ich habe mal nach Restaurant Tipps gefragt, falls dein Mann dich besuchen/abholen kommt dachte ich? Aber vielleicht kennst du dich selber ja auch bestens aus…Jedenfalls: falls du Tipps brauchst, einfach melden! 😉
Anfang sehr gut, in der Mitte gefällt mir plötzlich seine Stimme nicht mehr ( ist mein Problem, könnt es anders sehen ) das Finale ist mir für ein Rock Song zu harmlos.
Wenn die Stimme sitzt, dann ist das 100% ESC-tauglich, vielleicht fehlt noch ein knackiger Schluss. Schöner Aufbau von zart zu harten Gitarren um dann in einem großen Lalalala-Finale zu enden. Da sieht man doch schon wie sich die Bühne von dunkel zu grell verwandelt um in einer bunten Glitzerorgie zu enden.
Ok, das Genre Glamrock ist die letzten Jahre schon etwas überanstrengt worden, aber für mich klingt da recht authentisch, denn das war in den 70ern auch kein Hardrock.
Mir gefällts.
Okay!
Wenn das gut auf die Bühne gebracht wird …
ja, ich denke das ist mein Favorit.
Wavvyboi klingt sehr leidenschaftlich, mit guter Rockstimme, ist ein Hingucker und ich könnte ihn mir gut als intelligent, exklusiv, sympathischen Vertreter Deutschlands vorstellen.(Sorry, sollte ich das falsche Pronom gewählt haben)
inklusiv statt exclusiv!
Leider nicht mehr änderbar 🙁
Ich verwende keine Gendersprache mehr, ist mir zu anstrengend und lediglich Symbolpolitik. Möglichwerweise hat auch der äußerst unsympathische Gewinner vor zwei Jahren zu dieser Einstellung beigetragen. Übrigens verzichten auch viele nachweislich Linke darauf, unter anderem die von mir sehr geschätzte Elke Heidenreich.
Nichtsdestotrotz wäre Wavvyboi ein interessanter Act für Deutschland, den ich auch im Gegensatz zu Frau Engels unterstützen würde.
Süß, daß so ein junger Kerl Jimi Hendrix noch kennt.
Nur der Anfang ist gut, hintenraus Nix Neues und langweilig. .. und zu kurz
Songs mit „Na Na Na“ als Höhepunkt und Bridge.. bitte nicht !
Bitte revampen !
Oh Yeah! 💯
Hach, alte Argumente werden auch 2026 wieder hervorgekramt. Alles bekannt, alles schon so und anders seit über zehn Jahren en detail analysiert und kommuniziert.
Das ist das eigentlich Frustrierende.
Mit der ARD hat man einen Moloch an Zuständigkeiten und Rivalitäten vor sich, der auch noch viel zu viel Geld zur Verfügung hat. Was soll sich da ändern? Nichts, da hilft nur zerschlagen, schlanker und mit neuen Prioritäten aufsetzen.
Die ARD erinnert mich immer stark an das große Unternehmen, in dem ich lange Jahre für den Bereich Innovation zuständig war. Man zermürbt mit der Zeit und irgendwann ist es egal, was man macht. Den Eindruck hat Frau W. von Anfang an gemacht und Frau Tina S. erklärt mal eben indirekt die Fans und damit den ESC zu unwichtigen Nebensachen, der im großen Getriebe der ARD keine Relevanz hat. Tja, was soll man sagen, die Prioritäten liegen halt woanders. Man hat eben keine Zeit. Das muß man doch verstehen, oder?
Wie gesagt, zu lösen wäre das Dilemma nur durch eine Zerschlagung der ARD und Neupriorisierung, was wirklich unter den sog. Bildungsauftrag fällt. Ein leidiges Thema.
Ein Neuanfang beim ESC ist nicht zu erwarten, nur ein quälendes „Weiter so“. Paßt also zum Land und den Leuten.
P.S. Diejenigen, die jetzt meinen, man soll gefälligst eigene Vorschläge machen, die sollen sich wieder hinlegen und sich einfach mal mit dem Grand Prix / ESC der letzten dreißig Jahre befassen. Alles wurde bereits mehrfach gesagt, die ARD hört einfach nie zu.
Ich bin auf Molly sue gespannt sie hat eine geile Message und habe Hoffnung das der Song geil wird
Auf sie bin ich auch am meisten gespannt!
Black Glitter ist der Hammer!!!!
Ich würde sagen mit großen Abstand die beste Nummer in der VE.
Absolut! Ich hoffe, er hat eine mega-Bühne beim VE! Ausstrahlung hat er!
Ich nehme an, dass alle die gleiche Bühne haben.
Ich meinte natürlich Staging! 😉
Freu dich schon auf nen Felsen. Er kommt ja aus Liechtenstein, so werden dir Leute hinter hinter den Kulissen denken, oder so. 😅
Der berühmte Felsen … der steht sicher noch irgendwo da rum! Aber den geben wir lieber Sarah. 😉
Der Felsen in schwarz, wavvyboi steht drauf und am Ende fliegt überall black glitter durch den Raum 😉
Ich glaube, ein Problem ist auch, dass der ESC mittlerweile in Deutschland mit sehr viel Hass und Häme in Verbindung gebracht wird. Wenn man sich die Kommentare unter manchen Videos anschaut, kann man sich vorstellen, dass viele Künstler auch keinen Bock auf den Wettbewerb haben. Ich glaube, in anderen Ländern gibt es einen etwas unverkrampfteren Umgang mit dem Wettbewerb. Juri Potsmann aus Estland wurde 2016 bspw. Letzter und wurde dort trotzdem nicht gehatet. In Deutschland dominiert allzu oft das Negative. Wenn ein Song nicht den eigenen Vorstellungen entspricht, wird sehr schnell teils auch unsachliche Kritik geübt. Ich denke auch, dass es Verbesserungspotenzial bei der Songauswahl gibt, aber man sollte es vielleicht auch nicht zu ernst nehmen.
Auf den Punkt gebracht 👍🏻
Ich denke, dass die im Artikel beschriebenen Strukturen nur ein Teil des Problems sind, und die Zeitspanne zwischen VE und ESC halte ich nicht für entscheidend. Man kann es ja entweder machen wie Schweden und schon beim VE nahezu fertige Pakete präsentieren, oder man macht es wie The Black Mamba, die innerhalb kürzester Zeit eine fantastische ESC-Performance aus dem Hut (!!!) gezaubert haben. Schweden und Portugal gehören ja, zusammen mit San Marino, immer zu den letzten Ländern, die ihren ESC-Teilnehmer wählen, und beide waren in den vergangenen 10 Jahren erfolgreicher als Deutschland: Schweden im Mainstream und Portugal in der Nische. Viele Wege führen nach Rom …
Meiner Meinung nach gibt es 2 große Probleme: Man traut sich nichts (außer Raab ist beteiligt) und präsentiert Acts, die das musikalisch-künstlerische Äquivalent zu einem Finanzamt sind. Dieses Jahr ist z. B. mal wieder kein einziges Lied dabei, das ich auch nur in die Nähe meiner Playlist lassen würde. Mir fehlen A & T jetzt schon. Und dann ist da noch das viel größere Problem, zumindest in meiner Wahrnehmung: Deutschland hat eine der langweiligsten Popmusik-Szenen in Europa. Da beim ESC derzeit zudem Beiträge mit regionalem Gschmäckle gut ankommen, bliebe für Deutschland eigentlich nur die Option Schlager. Oder man geht den Nemo-JJ-Weg: Man kreiert was komplett Exzentrisches, das beim ESC zündet, aber jenseits des ESC-Universums in der Schattenwelt des Abseitigen verkümmert.
Also das Deutschland eine langweilige Popmusik Szene hat würde ich jetzt so nicht sagen. Gerade in Deutschland kann doch jeder seine Musik finden und es gibt keinen einheitsbrei wie in anderen Ländern.
Ich empfinde eher die deutsche Popszene als Einheitsbrei, aber natürlich sieht das jeder anders. Ich glaube, dass das letzte deutsche Lied, das es jenseits des ESC in meine Playlist geschafft hat, 2Raumwohnungs Bei Dir bin ich schön ist. Aus dem ESC-Universum dann noch Lily among Clouds. Das wars. Da haben selbst kleine Länder wie Griechenland, die Schweiz, Finnland, Sebien oder Portugal ein viel breiteres Spektrum. Das ist zumindest meine Wahrnehmung.
Deutschlands kreative musikalische Phase waren die 80er und stellenweise auch noch die 90er Jahre. Man denke mal an die NDW, wo sogar einige Songs international weit vorne gelandet sind (z. B. Nena oder Peter Schilling). Aber Alphaville, Sandra, Modern Talking oder Scorpions waren Exportschlager. Aus den 90ern wären Culture Beat, Snap, Haddaway oder Fools Garden zu nennen, die auch außerhalb des DACH-Raumes ankamen.
Tja, die Zeiten sind wohl schon lange vorbei, klingt in der Tat vieles eher langweilig. Will nicht sagen, dass es überhaupt keine Vielfalt mehr gibt, diese findet man aber wohl eher in der Nische, also nicht unbedingt etwas, was man von dengängigen Radiosender tagtäglich serviert bekommt.
Natürlich ist das (wie vieles) Ansichtssache, aber wenn ich vergangene deutsche Vorentscheidungen Revue passieren lasse, waren schon einige Songs dabei, die ich gut fand. Ob sie auch beim ESC gepunktet hätten, weiss man natürlich, werden wir auch nie erfahren. Aber man kann nicht behaupten, dass dort nur der Mainstream vorgestellt wurde (mit Ausnahme von 2017 und 2022). Aber solche Songs schaffen es bedauerlicherweise selten zum ESC.
Schön, dass Du verstehst, was ich meine, Gaby.
Nanu?
Du magst den Song auch?
Klar. Manchmal können auch Schalke- und VfL-Fans gemeinsam 🥳🥳🥳 machen.
Sind ja auch beide in Liga 2. 🫣
Dünnes Eis, mein Freund …
Ich weiß. 🫣 dünnes glattes Eis. ⛸️
Dafür kann ich das Samstag Abend immer ein 2 Liga Spiel sehen inkl. VFL und Schalke.
Aufstieg 2026.
Falls Ihr aufsteigt, verspreche ich ein klein wenig zu feiern, aber nur wegen Dir … 🤣 Für uns wird das dieses Jahr wohl nichts mehr werden, nach der Hinrunde …
Wenn nicht noch was dazwischenkommt!
Ich finde die hiesige Musikszene überhaupt nicht langweilig – leider werden nur viele Acts nicht wirklich gepusht.
Als ob du die ganze deutsche POP-Szene überblickst. Oder bist du der Pop-Gott 😀
Das Interview mit Alexandra Wolfslast hätte ich ganz ehrlich auch gerne mir angesehen. Hat keiner mitgefilmt?
Schöne und sachliche Analyse einer bitteren Realität.
Der Zeitfaktor wäre ein Problem, das leicht lösbar wäre, wenn man einfach früher anfängt. Interessanter ist für mich aber der Auswahlprozess, in dem der größte Hund begraben liegt und der nach außen nicht transparent wird. Wären richtig geeignete Beiträge am Start, rücken Punkte wie Sendungsformat und Zeitfaktor nach hinten. Da müssen Leute rein, die für den ESC brennen und z.B. beurteilen können, ob Songs für den ESC geeignet sind oder nicht. Daran hakt es aus meiner Sicht am Allermeisten. Vor 2 Jahren schien es diesbezüglich ganz sanft ein bisschen aufwärts zu gehen, nun fangen wir gefühlt wieder bei Null an. Ich werde dieses Mal zum ersten Mal seit Jahrzehnten keinen deutschen Vorentscheid sehen, weil ich verhindert bin—und bin erschrocken, dass ich gar nicht traurig darüber bin. Und das liegt, ja genau, an der Songauswahl…
Die ARD ist eine Behörde, mit einem riesigen Wasserkopf an Zuständigen und Verwaltung, hochbezahlter Intendanz und ideenloser Programmdirektoren, die einfach auf Nummer sicher gehen und nichts wagen.
Überteuerte TV-Filme/Krimis im 90-Minuten Format, Sport, Quiz/Schlager-Shows und Polittalks, immer dasselbe.
Innovation gibt es, wenn nicht vor 23:15 Uhr.
Wer da noch Kreativität erwartet ist echt naiv.
Lediglich die Nachrichten und Dokus lohnen noch das zusehen.
Hm, woher hast du dein Wissen, ich würde mir diese Kritik nicht anmaßen, da kenne ich die Strukturen zu wenig.
Das ist keine Kritik, nur gut beobachtet: Man muß nur den Fernseher einschalten, dann offenbart sich das Offensichtliche beim ÖRR. Auf dem Preisschild stehen € 10.000.000.000, die möglichst immer gleich verteilt werden wollen. Innovation findet selten statt, dafür aber nach Checkliste gecastete Sendungen, alles schön bunt aber dennoch immer gleichartig. Frustrierend für den geneigten Zuschauer, der die Perlen im Programm mit der Lupe suchen darf. Der ESC ist so eine Schmuckbrosche, die einmal im Jahr getragen, aber nicht poliert wird.
Naja, ganz so ist m.E. nicht (mehr). Es gibt durchaus auch innovative Sendungen, Serien, Filme etc. Nur nicht immer auf den Hauptsendern oder zur Hauptsendezeit.
Und es wird produziert und gesendet das viele Zuschauer gern sehen. Das muss nicht immer nach dem eigenen Geschmack sein.
Sehe ich genau so. Ich gucke schon jahrelang kein Fernsehen mehr, mit ein paar Ausnahmen… wenn ich aber zufällig woanders was sehe oder mit bekomme, bin ich erstaunt, dass immer noch die gleichen Serien/Krimis/Talksendungen laufen wie vor 10-15 Jahren als ich noch regelmäßig fern geguckt habe. Es ist mir einfach zu langweilig geworden und ich vermisse auch nichts.
Genau so geht es mir aber auch mit der deutschen Pop-Szene, das meiste ist doch so ein Einheitsbrei und wenig innovativ (gibt sicher auch Ausnahmen). Das sieht man dann halt auch bei der Auswahl der Acts für den ESC.
Überteuerte TV-Filme/Krimis im 90-Minuten Format, Sport, Quiz/Schlager-Shows und Polittalks, immer dasselbe.
Innovation gibt es, wenn nicht vor 23:15 Uhr.
Auf den Punkt! Dem ist überhaupt nichts hinzuzufügen.
In der Tat
Grundsätzlich werden im Fernsehen heute kaum noch Unterhaltungssendungen selbst produziert. Daher kann ich nicht verstehen, dass die ARD den gesamten Vorentscheid nicht abgibt. Also nicht nur die Sendung sondern auch die Suche. Wäre doch mal ein Versuch wert. Böhmermann hat sich ja schon mehrfach gemeldet. Raab dürfte nach seinen antisemitischen Hetzparolen nicht mehr tragbar sein.
Letztlich war das ja auch die Erfolgsgeschichte in Schweden, wo es erst rund lief, nachdem man die gesamte Verantwortung einer Person gegeben hat.
Die deutsche Popmusikszene ist halt so gar nicht auf große Show ausgelegt und das Verständnis von den 3 Minuten als episches Gesamtwerk auf der Bühne ist gleich Null. Einmal sowas wie Loreen oder JJ auf die Bühne zaubern, das wärs…
Das Problem ist nicht das wir keine guten Künstler haben , sondern das einfach nichts gewagt wird.
Beim staging wird nichts gewagt ( außer 2025 ) , bei dem revamp wird nichts gewagt weil er nicht stattfindet.
Auch eine Loreen oder ein JJ sind keine fertigen Produkte ( inklusive ESC Auftritt
) sondern wurden garantiert durch Profis in ihren Fachgebiet unterstützt.
Wir führen einfach jedes Jahr das gleiche Gespräch
Solange die allgemeine Meinung besteht, dass wir nur wegen der Politik beim ESC so schlecht abschneiden und sich beim Thema Auswahlverfahren/Vorentscheid nicht endlich mal etwas ins positive entwickelt macht es aber auch Sinn, dieses Gespräch jedes Jahr zu führen.
In der Tat, mit solchen Meinungsmachern ist leider überhaupt kein Land zu sehen.
Das war eher so gemeint, dass sich leider jedes Jahr nichts ändert. Aber wir eig wissen was wir brauchen. Den deutschen Songcontest als Marke etablieren. Mehr Zeit, mehr Herzblut in die Performances, ordentliche Musik Videos, Quality, Artists – die wissen was der esc ist und was es braucht um vorne mitzuspielen. Usw
In 3 Wochen ist der Vorentscheid und die wissen teilweise noch gar nicht wie ihr Auftritt wird.
Die ARD Strukturen stehen dem Erfolg sicherlich im Weg: fehlender Mut, verteilte Verantwortung, aber auch und vor allem fehlende Kompetenz und Standing in der Musikbranche. Es bräuchte einen echten „Musical Director“, der den ESC versteht und beste Kontakte und vor allem Vertrauen in der deutschen Musikszene besitzt um ein aussichtsreicheres Teilnehmerfeld zusammenzustellen.
Seit Jahren haben wir einfach zu viele nette, aber doch recht durchschnittliche Beiträge von Künstlern dabei, die beim Vorentscheid einen der ersten größeren Auftritte haben. Die meisten können leider weder davor noch danach größere Erfolge feiern. Das ist damit sicher eine schöne Plattform für neue Künstler – aber es reicht einfach nicht für einen wettbewerbsfähigen Beitrag für den ESC.
Und dazu kommen dann leider auch noch die nicht wettbewerbsfähigen, lustlosen Performances unserer Beiträge… es gibt ja eine handvoll erfolgreicher ESC Choreographen. Wieso wir uns die nicht leisten wollen, ist mir ein Rätsel.
Die ARD ist der größte ESC Teilnehmer mit dem größten Budgets, und leider auch einer der Teilnehmer mit den schlechtesten Ergebnissen der letzten Jahren. Leider muss ich bezweifeln, dass der Wechsel zum SWR daran maßgeblich etwas ändern wird…
Strukturfestigkeit ist aber wichtig, besonders bei Betonbauten, Leute!
Mich stört am meisten, dass nie weiter als 6 Monate gedacht wird.
Mit dem Melodiefestivalen hat sich Schweden etwas aufgebaut, auf das jährlich mehr Schweden hinfiebern als den eigentlichen ESC. Auch außerhalb des ESC Kontextes ist das ein unfassbar erfolgreiches, krass produziertes und beliebtes Event.
Würde der ESC nun aufhören zu existieren, würde es Mello weiter geben.
Wieso schaut man sich da nicht was ab? So etwas brauchen wir in Deutschland! Ein Event, welches jung und alt Spaß macht zuzuschauen, welches über Jahre hinweg konsistent bleibt, dadurch irgendwann auch größere Künstler lockt, und GANZ NEBENBEI noch unseren ESC Akt auswählt. Kann ja auch wie Sanremo laufen, dass der Sieger nicht zwangsläufig hin muss.
Stattdessen kriegen wir Jahr für Jahr irgendwas komplett neues, aber sicher immer halbgares vorgesetzt. Ich meine, in kaum einem anderen ESC Land stellt man sich jeden Herbst die Frage, wie unser Vorentscheid wohl nächstes Jahr funktionieren wird – weil sich niemand mal traut einmal den Sprung zu wagen und 3-4 Samstag Abend Shows auf die Beine zu stellen und das dann auch jahrelang durchzuziehen.
Zusammen gefasst. stümperhafte umsetzungen füren zu schlechten ergebnissen. leider ist es nunmal so jurys und puplikum sind nicht dumm, sie erkennen mangelde qualität. Die ganze misere wird noch verschlechter weil deutschland immer im Finale gesetzt ist.
Stimmt leider alles !
Mal sehen, wie es am 16.5. ausgehen wird. Reicht es für die vordere Hälfte, dann ist erst mal scheinbar wieder alles im Lot. Dabei geht es doch um viel mehr. Nämlich den ESC für die hiesige Musikszene und relevante Acts wieder interessanter zu machen. Den NDR hat es bekanntlich nicht mehr interessiert und ich hoffe, daß man sich im Südwesten da etwas beratungsresistenter zeigt.
Bei einem Debakei wie von 2019-2023 fängt wohl wieder das übliche Gejammer an….
Von daher mein Plädoyer: Wavvyboi nach Wien ! Das wäre zumindest ein Schritt in die richtige Richtung.
Wo kann man sich das Interview anschauen?
Danke DP
Deutschland ist auch einfach keine Musiknation aktuell.
Schweden beginnt nicht direkt mit ESC Vorbereitung, sondern arbeitet fast 12 Monate im Jahr am Melodifestivalen.
Ein für sich stehendes, großes Musikfest, welches seit bald 70 Jahren einfach ein Maßstab in der Musikszene in Schweden setzt
Sowas müsste Deutschland haben, unabhängig vom ESC, welches man gleichzeitig auch als einen Vorentscheid nutzen kann
Doch darüber hinaus gelingt es einfach kaum jemand außerhalb des deutschsprachigen Marktes Erfolg zu haben
An Export haben wir Helene Fischer und Rammstein und vielleicht in einzelnen Szenen wie im Metal noch paar Bands.
https://m.dwdl.de/a/105445