100% energieeffiziente Beleuchtung – ORF präsentiert die Bühne des ESC 2026 in Wien

ESC-Bühne 2026 – Foto: ORF/Christian Öser

Zwei Wochen vor der ersten Liveshow war es heute in Wien soweit: Die ESC-Bühne 2026 in der Wiener Stadthalle wurde erstmals offiziell präsentiert. Schon diese erste Vorschau zeigt, dass hier nicht gekleckert, sondern geklotzt wird. Per Buzzer gab Bundespräsident Alexander van der Bellen (Aufmacherbild) das Startsignal, danach folgte eine Lichtshow, die wahrlich Lust auf mehr macht.

Das Herzstück der diesjährigen ESC-Produktion ist die Lichttechnik – und die hat es in sich. Mehr als 8.500 einzeln steuerbare LEDs, dazu 2.135 Beleuchtungskörper und 80 Hochgeschwindigkeitswinden, die die Scheinwerfer bewegen und zu einem regelrechten Lichtballett formen können. Im Vergleich zu früheren ESC-Jahrgängen ist das noch einmal eine neue Dimension. Zum ersten Mal in der ESC-Geschichte setzt die Produktion außerdem komplett auf LED- und Lasertechnologie – und damit zu 100% auf energieeffiziente Beleuchtung.

Auch die Dimensionen der Bühne selbst sind beachtlich: rund 2.000 Quadratmeter Fläche, etwa 210 Tonnen Gewicht. Der Aufbau erfolgte in weniger als zwei Wochen, teilweise im 24-Stunden-Betrieb mit Doppelschichten. In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 300 Personen gleichzeitig an Bühne und Lichtsystem. Diese Bühne ist also nicht nur Show, sondern war auch Schwerstarbeit.

Dass diese Infrastruktur den Acts viele neue Möglichkeiten eröffnet, liegt auf der Hand. Die Kombination aus beweglichem Licht, hochflexibler Steuerung und moderner Lasertechnik dürfte für visuell dynamische Performances sorgen – vom intimen Moment bis zur maximalen Eskalation ist hier alles drin. Wer dabei staging-technisch nicht liefert, kann es definitiv nicht auf die Technik schieben.

ESC-Bühne 2026 – Foto: ORF/Christian Öser

Auch hinter den Kulissen wurde aufgerüstet: Die Wiener Stadthalle hat sich in ein komplettes ESC-Dorf verwandelt. Für die 35 Delegationen gibt es eigene Rückzugsbereiche, dazu zwei klar getrennte Zonen – eine „Disconnected Area“ ohne Kameras und eine „Connected Area“ für Content-Produktion. Ergänzt wird das Ganze durch Catering, Arbeitsbereiche sowie Hair- und Make-up-Studios – also alles, was man braucht, um zwei Wochen Dauerstress halbwegs zu überstehen.

Auch für die Medien wurde vorgesorgt: Für rund 1.000 Journalist*innen wurde ein eigenes Media-Center eingerichtet – inklusive Pressekonferenzsaal, Interviewräumen, Radiokabinen und Streaming-Bereich. Umso bitterer bleibt, dass wir von den Proben nur noch stark eingeschränkt berichten dürfen.

ESC-Pressezentrum 2026 – Foto: ORF/Christian Öser
ESC-Pressezentrum 2026 – Foto: ORF/Christian Öser

Was sagt Ihr zur neuen ESC-Bühne – ist das nochmal ein Level über den letzten Jahren? Welcher Act könnte diese Technik eurer Meinung nach am spektakulärsten einsetzen? Und wird am Ende die Show wichtiger als der Song – oder bleibt das Gleichgewicht gewahrt? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.



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