Albanien: Vorbereitungen für das Festivali i Këngës 61 starten – Mirud wieder dabei?

Das Festivali i Këngës in Albanien ist traditionell eine der ersten Vorentscheidungen der ESC-Saison und liefert häufig den ersten feststehenden und veröffentlichten Beitrag für den Wettbewerb im kommenden Mai. Dementsprechend gibt es aus Albanien auch erste Neuigkeiten häufig frühzeitig (wobei die genauen Daten des Festivals fast schon traditionell so lange wie möglich unter Verschluss gehalten werden), in diesem Jahr ist die Rundfunkanstalt RTSH aber ganz besonders frühzeitig dran: Ab sofort können Beiträge für das 61. Festivali i Këngës eingereicht werden, ein Bewerbungsschluss wird auf der offiziellen Webseite nicht genannt.

Eine Bewerbung für das FiK ist formlos per E-Mail möglich. Eingereicht werden müssen insgesamt drei Musikdatein (das fertige Lied sowie die Instrumental-Version mit und ohne Backgroundgesang), der vollständige Text, die Namen aller verantwortlichen Komponisten und Texter sowie eine ausführliche Biografie der Künstler. Beim FiK gilt die vom ESC bekannte Drei-Minuten-Regel nicht, allerdings dürfen die Beiträge eine Länge von vier Minuten nicht überschreiten.

Einer scheint schon jetzt Interesse an einer erneuten Teilnahme am Festival zu haben: Der dreimalige FiK-Teilnehmer Mirud. Das hat der Sänger jedenfalls in einem Tweet angedeutet. Ob er sich tatsächlich bewerben wird und dann auch wirklich teilnehmen darf, werden wir in den kommenden Wochen und Monaten erfahren.

Bevor es soweit ist, stellt sich Mirud aber erstmal noch dem härtesten und wichtigsten Wettbewerb der Welt, dem ESC kompakt Second Chance Contest. Wie weit er es dort mit seinem letztjährigen FiK-Beitrag „Për dreq“ schafft, habt Ihr demnächst dann hier auf ESC kompakt in der Hand.

In diesem Jahr hat Ronela Hajati beim ESC den Finaleinzug für Albanien verpasst und landete in Turin mit „Sekret“ auf dem 12. Platz im ersten Halbfinale. Der Beitrag wurde damit auch zu einem der Fan Favourite Fails des Jahrgangs, der er im Vorhinein durchaus höherplatziert erwartet wurde.

Welche Künstler*innen wünscht Ihr Euch für das Festivali i Këngës 61? Schreibt uns Eure Favoriten gerne in die Kommentare.


15 Kommentare

  1. Sicher ist Wolfslast auch schon emsig in der Vorbereitung. Mit einem Kurs Grundlagen PR & Event Management.

    • Ich fand das Lied gut, bis Milchbubi angefangen hat, zu singen. An der Komposition an sich hätte ich nix auszusetzen.

  2. Freue mich schon jetzt sehr aufs FiK und werde versuchen, es wieder zu verfolgen.😊

    P. S. Albanien ist ja alles in allem leider eher mäßig erfolgreich beim ESC. Ich frage mich manchmal, ob nicht der Teilnehmer/die Teilnehmerin ein bißchen zu früh feststeht, so dass er/sie teilweise wieder in Vergessenheit gerät.
    Es ist schade, meiner Meinung nach hätten sie mehr Erfolg verdient, na ja okay, dieses Jahr war der Song gut, aber leider war die Performance nicht so gut wie beim FiK.
    Wünsche Albanien auf jeden Fall auch mal wieder einen TOP-10-Platz.🙂

  3. Bei uns in Club wird Sekret ständig gespielt 😍
    Daher wäre gut wenn Ronela nochmals antreten und Gewinnen würde 👌

  4. Ich wage es zu bezweifeln, ob der/die/das „Dreq“ besser abgeschnitten hätte als der/die/das „Sekret“. Bin aber sicher, das die „Performance“ von Ronela weitaus unterhaltsamer war, als es die von Mirud je hätte sein können.

  5. Ich mag Albanien beim ESC eigentlich ganz gerne und habe einige Beiträge in meiner Playlist:
    2007 (allerdings nur die albanische FiK-Version „Balada e gurit“), 2008, 2009 (erröt),2012, 2018 und 2019. 2005, 2006 und 2010 sind auch i. O., 2010 allerdings nur als YT Liveclip, wegen der fantastischen Chorsängerinnen.

      • Na ja, das Lied ist halt nicht so dolle … aber trotzdem kann ich mich dem Charme der Nummer kaum entziehen. 💃💃💃

      • „grünem Männelchen“ – die Autokorrektur ist manchmal zu lustig.😂

  6. Ich glaube, das Problem ist ein bisschen, dass die Verantwortlichen nicht so richtig wissen, wo sie mit dem FiK hin wollen: Moderner ESC-VE oder alterwürdiges Festival mit der alten Garde. Die Modernisierungen, die man v. a. in den letzten drei Jahren forciert hat, wirkten immer ein bisschen unbeholfen und mit der Brechstange, da hat man in San Remo im letzten Jahrzehnt ein deutlich besseres Händchen darin bewiesen, einen solchen Wettbewerb behutsam zeitgemäßer zu gestalten.
    Den reinen Jury-Entscheid finde ich auch schwierig, wenn man schon dem Televoting nicht traut, sollte man zumindest vielleicht eine Art demoskopisches Panel einsetzten; so hat es halt eine zunehmend fischige Anmutung, weil inzwischen ja auch nur noch die Top 3 bekannt gegeben werden.
    An sich wäre vielleicht „Kënga Magjike“, die Privatsender-Konkurrenz zum FiK, mit dem Unterschied, dass sich dort die Künstler gegnseitig Punkte geben, der bessere VE, weil das Feld dort insgesamt zeitgemäßer, innovativer und auch vielseitiger ist.

    Ich würde mich sehr freuen, Arilena Ara irgendwann in den nächsten Jahren doch noch mal beim ESC zu sehen
    Inis Neziri hat eine Wahnsinns-Stimme, aber da braucht es heutzutage einfach mehr als eine Power-Ballade von der Stange.
    Rezarta Smaja, Teuta Kurti, Soni Malaj und Era Rusi habe ich aus der letzten Zeit noch in sehr guter Erinnerung, aber für den ESC sind alle vier inzwischen tendenziell fast schon zu alt.
    Von den Männern hat mich in den vergangenen Jahren niemand wirklich vom Hocker gehauen; Luiz Ejlli, den ich mit einer schönen Ethno-Ballade gerne noch mal beim ESC gesehen hätte, hat seine Gesangskarriere inzwischen wohl leider an den Nagel gehängt. Yll Limani ist aber ein ganz guter Tipp, mit dem richtigen Song könnte er das Potential zum albanischen Mikolas Josef haben.
    Mirud brauche ich jetzt nicht unbedingt nochmal; ich befürchte, der wird langsam zum MIHAI Albaniens.

    • Ich bin auch der Meinung, dass das Festival zwingend ein Televoting braucht. Man sieht ja auch schon auf Twitter, dass die Shows insbesondere von Spaniern und einigen anderen ESC-Fans beachtet werden, aber in Albanien selbst scheint man die eher zu belächeln. Ich habe auch mal einige Albaner in meiner Umgebung gefragt, die kaum etwas vom Festival wussten.

  7. Ich freue mich wie immer – auf das FiK ganz besonders. Dieses Mal wird es hoffentlich leichter für mich anzuschauen sein, da ich das als „Frühstücksfernsehen“ sehen kann. In der Vergangenheit mussten die Teilnehmer neben den Musikdateien übrigens auch eine Midi-Datei und die gesamte Orchester-Partitur hochladen. Wundert mich, dass da viele nicht gleich resignieren. Mirud hatte aus meiner Sicht nicht immer die besten Songs, sein letzter war aber sein bester fand ich.

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