
Nach dem letzten Platz der deutschen Vertreter Lord of the Lost beim Eurovision Song Contest in Liverpool hat sich der Chef des ARD Teams für den ESC beim NDR, Andreas Gerling (Aufmacherfoto) zum Abschneiden der Band geäußert. Er bedankte sich bei für ihren Einsatz und kündigte an, dass man sich nun der „Diskussion und Überlegung“ stellen müsse, „warum auch dieser Titel beim ESC nicht verfangen hat“.
Ganz konkret heißt es im offiziellen Statement von Andreas Gerling, Chef des ARD Teams für den ESC beim NDR:
„Glückwunsch an Loreen aus Schweden! Ein absolut verdienter Sieg! Und die Show war ohne Übertreibung sensationell. Danke an die BBC, die sie ausgerichtet hat, und an die Stadt Liverpool. Sie alle haben uns als Gastgeber begeistert.
Wir sind mit einem außergewöhnlichen Act gestartet, der überhaupt nicht das Ergebnis erzielt hat, das wir uns gewünscht haben. Das ist sehr, sehr enttäuschend und ernüchternd. Wir hatten im Auswahlverfahren auf die Ausweitung der musikalischen Genres gesetzt. Der Diskussion und Überlegung, warum auch dieser Titel beim ESC nicht verfangen hat, müssen und werden wir uns jetzt stellen.
Ich bedanke mich herzlich bei Lord Of The Lost, die sich mit uns begeistert auf dieses ungewöhnliche ESC-Abenteuer eingelassen haben.
Und noch ein großer Dank an Peter Urban, der so viele lange Jahre mit uns auf der Eurovisionsreise war, mit zu den größten Niederlagen und den wundervollsten Triumphen … Danke Peter für 25 Jahre!“
Die Stellungnahme lässt offen, in welchem Zeitraum man sich der „Diskussion und Überlegung“ annehmen möchte. Es ist davon auszugehen, dass erst auf Basis dieser Ergebnisse weitere Planungen für den Selektionsprozess für den Eurovision Song Contest 2024 in Schweden in Angriff genommen werden. Die Formulierung „Wir hatten im Auswahlverfahren auf die Ausweitung der musikalischen Genres gesetzt“ deutet darauf hin, dass die größere Genrevielfalt in diesem Jahr bei der deutschen Vorentscheidung auch zur Disposition stehen könnte.
Wie interpretierst Du die Stellungnahme von Andreas Gerling? Und welche Lehren für die deutsche ESC-Auswahl 2024 ziehst Du aus dem Abschneiden von Lord of the Lost in Liverpool? Lass uns gern Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Das übliche Pressesprech und jetzt müssen endlich personelle Konsequenzen gezogen werden! Stefan Spiegel hat den Anfang gemacht und sich verabschiedet. Nun muß auch die Delegationsleitung ausgetauscht werden!
Weil Stefan Spiegel ja auch soo viel zu verantworten hatte was den deutschen Beitrag angeht in seiner Position 😂
Der geht aus privaten Gründen sonst nichts, man kann auch alles überdramatisieren…
Danke Alf
Wenn die Stiegler erst einmal Mutter ist, dann kommt die Familie vor dem ESC.
Es kommt von Matty. Das kannst Du eh nicht ernst nehmen 🤣
@Nelis
Du bist doch die größte Lachnummer hier!
Lieber NDR lass uns bitte die Genre Vielfalt beibehalten es war ein toller Vorentscheid
Wo gibt es den bei den VE`s der großen Sieger Finnland Schweden, Norwegen das Kriterium „Genrevielfalt“? Jedes Genre muss sich dem Mellostil anpassen. Wir habe ja noch nicht einmal irgendeinen Stil entwickelt.
Un das ist ja gerade das Missverständnis: Den Auftritt der erfolgreichen Band LOTL anzupassen, hieße der Band, die in einer bestimmten Nische ihre Fans hat, Schaden zuzufügen, ihr Image zu zerbrechen, Der Beitrag war auch deshalb uninszenierbar, weil er nicht „escish“ war . Nach „Radiotauglichkeit“ nun „Genrevielfalt“. Welche Sau wird als nächstes durch den Sender getrieben?
Man muss sich entscheiden: Ohne Blick auf die Geschehnisse beim ESC etwas hinschicken, was dem Publikum gefällt oder aber den Erfolg wollen. Dem Käseigel-NDR misslingt dann in der Regel beides.
Was nutzen viele Genres, wenn die einzelnen Songs überhaupt kein
Potential haben. Vermutlich wäre jeder Beitrag der diesjährigen VE baden gegangen.
Ich hätte ja gerne Melodies of Hope mit dem massiven Backing Vocals Einsatz à la CYP oder Solo gesehen/gehört. 😀
Die ARD kündigt an ARD-Sachen zu machen. Also so lange zu quatschen bis man mit den Planungen wieder zu spät dran ist.
Ich finde auch, daß die musikalische Diversität beibehalten werden muß, allerdings sollte man mit den Vorbereitungen auf das nächste Jahr früher anfangen.
Also natürlich ist die Platzierung enttäuschend, aber ich lasse mir trotzdem nicht die Freude nehmen. Schweden hat verdient gewonnen. Es
war einfach das beste Gesamtpaket. Lord Of The Lost brauchen sich nicht zu schämen. Es war ein Klasse Auftritt. Herzlichen Dank, an Lord Of The Lost. Und ich freue mich total auf nächstes Jahr. Die Schweden wissen einfach, wie eine gute Show geht. Und ESC begeistert sind die außerdem.
Der NDR hat schon lange abgewirtschaftet. Der Wettbewerb gehört diesem Saftladen entzogen. Einfach einen Wettbewerb wie Benidorm oder San Remo aufsetzen und gut ist es. Diese GEZ-Beamten in der Wüste aussetzen.
„Einfach“… So geil. Und dann über die GEZ meckern… Man kommt nach diesem ESC aus dem Kopfschütteln echt nicht mehr raus.
Die angebliche Vielfalt im Vorentscheid war doch ehrlich gesagt auch nur Augenwischerei. Keiner der Songs hätte das Zeug gehabt ein gutes Ergebnis zu erzielen – das ist die Realität, der man sich stellen müsste. Was bringen zig verschiedene Genres, wenn die einzelnen Songs einfach nichts taugen?
Bei der geringen Anzahl an qualitativen Bewerbungen bringt es zumindest, dass kein potentiell erfolgversprechender Beitrag ausgeschlossen wird, weil er nicht in die Genrevorgaben passt. Der NDR kann es sich wirklich nicht leisten, dass jemand abgewiesen wird, weil seine Musikrichtung nicht genehm ist.
Wenn du so viel Ahnung vom ESC hast und das so gut beurteilen kannst, dann bewerbe dich doch beim NDR, die suchen bestimmt so jemanden…
Im Nachgang sind immer alle schlauer als sie es zuvor waren. Fast niemanden (so habe ich es wahrgenommen), hätte damit gerechnet W
wieder auf dem letzten Platz zu landen. Weder die deutsche „Bubble“ noch der NDR, noch die Wettquoten und Umfrageteilnehmer. Jetzt so zu tun, als könnte man alles dem Sender in die Schuhe schieben ist meiner Meinung nach etwas zu kurz gedacht. Ich glaube es sind sehr viele Faktoren zusammen gekommen (auch vielleicht politische) die hier eine Rolle gespielt haben. Und nicht auf alle dieser Faktoren hat die ARD/NDR oder LOTL einen Einfluss gehabt. Haben wir nicht (fast) alle gedacht, dass es dieses Jahr um einiges besser laufen wird?
Angela Merkel meinst Du? 😉
Nein
Ist eigentlich nur leerer PR-Sprech, aber was soll der arme Herr Gerling auch sonst sagen? Das Kind ist einmal mehr in den Brunnen gefallen; da ist jetzt nichts mehr zu machen. Ein bisschen nachdenken und an der einen oder anderen kleinen Stellschraube drehen, wird allerdings nicht ausreichen, um das Ruder herumzureißen.
Zur PR gehört auch, unsere Hoffnung zu füttern. Damit wir das Gefühl behalten als könnten wir durch Appelle, Empörung, Empfehlungen und Diskussionen Einfluss nehmen. Es ist schwer auszuhalten, dass wir nur abwarten können was der NDR auf seinen Mühlen mahlt. Wenn selbst Thoms Mohr seit Jahren nicht gehört wird lohnt sich unsere Analysiererei schon lange nicht. Denn alles Bekannte ist längst bekannt.
Ich wünsche uns ein fröhliches Abwarten und ein gutes Maß an stoischer Gelassenheit.
Januar 2024 erfahren wir mehr 😄
Eines unserer größten Probleme dürfte sein, dass wir in der ESC-Führung offenbar überhaupt kein langfristiges Konzept verfolgen, sondern nach jedem ESC vollkommen in Panik jeden guten Ansatz wieder über den Haufen werfen und komplett bei 0 anfangen müssen. Als Arbeitnehmer im kommunalen ö.D. kommt mir das irgendwie bekannt vor: Auf Teufel komm raus permanent neu- und unstrukturieren, statt sich mal im Vorfeld Gedanken zu machen und Pläne nachhaltig umzusetzen…
As meiner Sicht ist der Hauptgrund für das schlechte Abschneiden nicht die Band und auch nicht die Fernsehanstalt, sondern die visuelle Umsetzung des Songs und der Gruppe auf der Bühne das war einfach Horror pur.
Wer ist für diese katastrophale Bühnenshow verantwortlich? Wer denkt sich das aus?, ist es die Band, ist es die Fernsehanstalt, ist es der Bühnendirektor?
Marvin Dietmann? Auch bekannt vom ESC-Staging-Debakel 2017 und 2022
Der fast schon flehentliche Appell von Peter Urban, als er sich von der Zuschauern (m/w/d) verabschiedete und sich für die 25-jährige Treue bedankte hat mir sehr gut gefallen und beschreibt gleichzeitig das Problem der ARD / des NDR, welches sie mit dem deutschen Vorentscheid haben, sehr gut.
Sinngemäß forderte Peter Urban die deutsche Musikerszene, egal ob No-Names (m/w/d) oder etablierte Künstler (m/w/d) dazu auf sich beim deutschen Vorentscheid zu bewerben und den ESC nicht als Gefahr für einen möglichen Karriereknick zu betrachten, sondern als Chance zu begreifen. Als Chance am größten Musikevent dieser Welt teilnehmen zu dürfen, die Chance eine Woche lang musikalische Vielfalt und menschliche Vielfalt kennenlernen zu dürfen und dies als wichtige Erfahrung für die weitere Musikkarriere wertzuschätzen. Der ESC sei die tollste Sache der Welt, die er – also Peter Urban selbst – nie mehr missen möchte und so würde es jedem Künstler (m/w/d) nach seiner Teilnahme beim ESC auch gehen.
Genau hier ist ein Teil des Problems. Der NDR mit seiner ESC-Delegation werden den Karren der Erfolglosigkeit nicht mehr alleine aus dem Dreck ziehen können.
Bei No-Name-Musiker (m/w/d) ist man auf die Besten der Besten angewiesen. Ein einfacher Aufruf der Bewerbung des deutschen VE reicht da nicht mehr aus. Fähige Leute müssen durch die Clubs und Bars einer jeden noch so kleinen Altstadt – egal ob im Ausland oder Inland – tingeln und sich auf die Suche machen. Dazu muss das NDR-ESC-Personal aufgestockt werden. Zeitlich ist dies eine langwierige Angelegenheit. Dorf-Open-Air-Festivals, Musikvereine in der Provinz sowie Universitäten und Berufsschulen müssen ebenso abgeklappert werden.
Die Hoffnung, dass die erfolgreichen Musikstars (m/w/d) wie Peter Fox, Ina Müller, Johannes Oerding oder Wincent Weiss sich eigeninitiativ bewerben, habe ich schon lange nicht mehr.
Um persönlich Telefonate / Gespräche mit genau diesen Künstler (m/w/d) wird der NDR nicht herumkommen, um eine Überzeugungsarbeit zu Gunsten des deutschen VE sowie des ESC bei den bekannten Musikstars (m/w/d) in Gang zu setzen.
Oh Gott, mir geht echt der Ar… äh, Hintern auf Grundeis, wenn ich das lese. Jetzt nicht wieder monatelang schlafen und dann in einer Art wildem Aktionismus wieder alles auf den Kopf stellen und verschlimmbessern, lieber NDR! Das mit der Genrevielfalt ist schon gut so. Jetzt bitte nicht wieder irgendwelche selbstgebauten Hürden in den Weg stellen!
Und, damit es hier auch nochmal steht: Lord of the Lost waren ein überaus würdiger und toller deutscher Vertreter! Bei den letzten und vorletzten Plätzen der letzten zehn Jahre wusste man im Grunde immer vorher, dass es so kommen würde. Dieses Mal hat es nach meinem Eindruck die meisten kalt erwischt, wirklich damit gerechnet haben wohl nur die wenigsten. Und meiner Meinung nach war es auch absolut nicht verdient. Hätte ich gedurft, hätte ich für Deutschland gevotet.
ABER: Ich persönlich bin eine absolute Radautüte, ich kann mit dieser Art Musik jede Menge anfangen. Aber heute war ich mal ein bisschen auf FB unterwegs (ich weiß, sollte man nicht machen, es treibt den Blutdruck jedes Mal wieder bis unters Dach), da fanden die Meisten den Song und diese Art Musik schrecklich. Rock hat es beim ESC generell sehr schwer, das ist ja nichts Neues. Und je düsterer die Musi und je außergewöhnlicher die Kostüme (okay, Ausnahmen bestätigen die Regel), desto schwieriger wirds halt leider.
In den Kommentaren bei Spiegel Online fanden natürlich auch alle den Song ganz schrecklich und LotL sind verdient Letzte geworden. Offenbar kann man das auch so konstatieren, ohne eine Minute des ESC gesehen zu haben.
Da kommen dann auch wieder mehrere deutsche Kernkompetenzen zusammen: auf bereits am Boden Liegende eintreten, meckern und hinterher sowieso schon alles immer viel besser gewusst haben.
Auf die Idee, dass auch genau dieses Verhalten ein Grund sein könnte, warum die ganz großen Namen in Deutschland den ESC scheuen wie der Teufel das Weihwasser, kommt aber natürlich keiner.
Überraschend ist daran ja nur, dass diesen Leuten das nicht selbst irgendwann langweilig wird.
(Von den ganzen rechten Kommentaren brauchen wir erst gar nicht anfangen)
Na ja … genau wie es zu jedem Länderspiel auf einmal 80 Millionen Bundestrainer gibt, gibt es zu jedem ESC 80 Millionen Experten, die es schon immer gewusst haben. Dieses Gebashe der „Experten“ (damit sind die 80 Millionen gemeint, nicht diejenigen, denen der ESC eine Herzensangelegenheit ist und die sich auch das ganze Jahr damit befassen) ist für mich unmittelbar vor / während / nach jedem ESC immer das Schlimmste. Ich ärgere mich jedes Jahr wieder. Und nee, langweilig wird denen wohl nicht, es ist ja nur ein Wochenende im Jahr.
Vielleicht sollten wir wirklich mal im großen Stile Bullshit-Bingo-Karten rausbringen.
Wie so oft: Viele (mich eingeschlossen) wünschen sich endlich einen größer aufgezogenen Vorentscheid. Dies kann aus finanziellen Gründen in Kooperation mit RTL/ProSieben erfolgen. Wieso eigentlich nicht??? Schon traurig, das SVT oder NRK große Vorentscheidungen aufziehen können, aber deutlich weniger Geld durch Rundfunkgebühren erhalten. Weniger „Schlagerbooms“, „Schlager Champions“, „Schlager am See“ (oder wie das alles heißt) und mehr Vorentscheid!!!!!! Kann Stefan Raab nicht den „Free European Contest“ canceln und dafür einen Vorentscheid zaubern (gerne mit der Lanxess Arena als Final-Arena)?
Auch wenn ich leider denke, dass der ESC hierzulande nun wirklich keinen größeren Act mehr anziehen sollte… Dafür wurde in den letzten Jahren viel zu viel kaputt gemacht. Ich ärgere mich bis heute, dass der NDR die Chance mit Electric Callboy nicht genutzt hat. Man sieht ja, was Finnland geschafft hat!!! Das verzeihe ich den Verantwortlichen nie, deshalb bitte anderes Team. Gerne die ESC Kompakt Blogger 😀
Das muss man sich mal anschauen:
2023 Letzter
2022 Letzter
2021 Vorletzter
2019 Vorletzter
2018 4.
2017 Vorletzter
2016 Letzter
2015 Letzter
… Ich hoffe Deutschland steigt aus den „Big 5“ aus. Schweden darf gerne einspringen 😀
Wir benötigen gerne einen kompletten Neustart. Ich kann mir mittlerweile sogar lieber eine interne Auswahl vorstellen.
Trong kann mit einem richtig guten Uptempo-Song doch unsere männliche Antwort auf Israel 2023 und Spanien 2022 sein. Anscheinend werden Dance Breaks von den Jurys mehr gewürdigt als Gesang…aber that’s show! Ansonsten haben wir auch starke und junge deutschsprachige Songs (z.B. Simona, sehr schöne Stimme und moderne Songs).
Das Problem ist, dass das deutsche Fernsehpublikum keinerlei Interesse an nationalen Songwettbewerben hat. Das hat der BSC gezeigt, der quotenmäßig nach dem ersten Hype immer weiter abgesackt ist und der FreeESC lief auch überhaupt nicht gut. Nicht zuletzt wurde die ESC-Kooperation zwischen NDR und Pro7 ja auch von letzterem beendet, weil „Unser Start für Baku“ (und das war nicht mal ein reiner Songwettbewerb, sondern eine klassische Casting-Show, die damals eigentlich noch gut liefen) ein Quoten-Totalflop war.
Genau deshalb werden die Privatsender an so einer Art deutschem Benidorm kein Interesse haben, das wäre ein Flop mit Ansage. Wenn, dann müsste die ARD das selber wuppen.
Bundesvision Song Contest hat sich nicht mehr weiterentwickelt. Am Ende hat immer der bekannteste Act gewonnen, es hat irgendwann an Spannung und Frische verloren, wenn man genau wusste, wie abgestimmt werden würde. Raab war beratungsresistent und wollte immer sein Ding durchziehen wie er wollte. Die Quote ging zurück, weil der Zuschauer einfach immer was Neues braucht.
„Unsere männliche Antwort auf Israel 2023“ – Bei unserem Glück wären wir Polen 2023 nur ohne cooles Meme 🙁
Memmes werden überschätzt!
Immerhin war Polen in den Televoting Top Ten. Davon können wir auch nur träumen.
Schweden hat nur 8 Milionen Einwohner. Da der EBU-Beitrag auf Reichweite umgelegt wird, müssten sich die Schweden exponentiell fortpflanzen, um Big 5 zu werden.
Genau sowas war meine Angst, sollten wir wieder letzter werden: Dass die doch eigentlich guten Sachen, die wir dieses Jahr hatten, wieder rückgägig gemacht werden, „da es ja auch damit nicht funktioniert hat“. Anstatt zu sehen, dass wir auf einem guten Weg sein könnten, wenn man diesen denn weiterverfolgt und nicht erstmal bis Dezember überlegt.
Was kommt dann – internes Auswahlverfahren und wir sitzen in einem Jahr wieder hier?
Es tut mir so leid für all diejenigen, die wirklich was ändern und besser machen wollen…
Ich habe keine einzige „gute Sache“ in der deutschen VE gesehen,. Das wäre in Schweden nicht einmal zum Semi eingeladen worden
Genau. Weder dieses noch letztes Jahr. Aber wenn ich mir die Kommentare so durchlese, ist bei einigen das Pfeifen im Walde schon wieder voll im Gange …
Wir sind auf dem richtigen Weg??? Wohin führt der??? 😱😱😱
Können wir uns vielleicht auf „besser als in den Jahren davor“ einigen? Denn das war definitiv der Fall, wobei schlechter auch kaum noch geht. Von 0 auf 100 gehts nicht in einem Jahr, aber die Grundrichtung stimmt meiner Meinung nach.
Ich finde es wichtig, dieses Jahr nicht als eine Niederlage zu sehen. Viele Sachen wurden besser gemacht als letztes Jahr und das hat auch das Ergebnis widergespiegelt. Darauf lässt sich aufbauen.
Seit 2015 jedes Jahr (außer 2018) immer das gleiche: Katastrophe beim ESC aus deutscher Sicht, wir müssen analysieren, es werden wieder (neue und alte) Fehler gemacht und alles geht von vorne los.
Jedes Jahr mache ich am Tag nach dem ESC die gleiche Prognose: es wird sich wenig ändern und nach der Blamage ist vor der Blamage. Schlimm dieses Missmanagement.
Wenn ich schon Herrn Gehrling im Aufmacherfoto sehe… sry, aber so etwas darf einfach kein ESC-Direktor sein bei uns! Wir brauchen endlich die nötigen Leute mit der Kreativität, dem Einfallsreichtum und der Entscheidungsfreudigkeit, die es für dieses Event braucht. Da springt doch kein Funke über, wenn wir ewig ihn und Fr. Wolfslast sehen, die von ihrer Arbeit angeblich überzeugt sind. In einem Verwaltungsbetrieb mögen sie zwar ordentliche Arbeit leisten, aber in Sachen ESC haben die beiden einfach nichts auf dem Kasten, das muss man einfach so offen und ehrlich eingestehen. Es erfolgt von Jahr zu Jahr nur eine Reaktion, wenn die Kritik so heftig ausfällt, dass selbst der NDR es nicht mehr leugnen kann. Aber eine Aktion, die irgendwie eine Vision oder einen Zeitplan skizziert, ist nicht zu erwarten. Natürlich ist ein kompletter Umbruch im Planungsprozess nicht sofort zu erwarten, aber die Geschwindigkeit, die wir an den Tag legen, kommt schon einem Schneckentempo gleich.
Eigentlich müsste jetzt vor der Sommerpause bereits ein Aufruf gestartet werden, sich zu melden und der genaue Prozess für 2024 aufgezeigt werden, damit man im Herbst in Ruhe nach den geeigneten Vorentscheids-Acts suchen, und die Auftritte für nächstes Jahr Schritt für Schritt planen kann.
Daher sollte unbedingt ein Kreativteam gebildet werden, das komplett unabhängig von irgendwelchen Programmstrukturen und Entscheidungsszenarien entscheiden darf. Es gibt genug gute und sympathische Künstler, die es beim ESC versuchen möchten (daran scheiterte es ja auch in der Vergangenheit nie), aber sie müssen wirklich an die Hand genommen werden (wie zu Raabs Zeiten) und man muss dramaturgisch ein drei-Minuten-Komplettpaket schnüren, das sich aus der Komfort-Zone der Künstler auch mal einen Schritt hinauswagt. Es kommt nun mal auf die 180 Sekunden an.
Aber was soll man sich wieder aufregen, solange sich nichts an der redaktionellen Zusammensetzung ändert, stochern wir weiter im Heuhaufen herum und hoffen, dass sich nächster Jahr durch Zufall ein guter Act mit einer guten Performance wie vom Himmel gefallen bei uns meldet und uns rettet…
LOTL haben uns dieses Jahr würdig vertreten und das in ihrer Macht stehende getan, doch es hat leider nicht gereicht.
Deutschland sollte jetzt erstmal auf die interne Auswahl setzen, hinter den Kulissen Vertrauen aufbauen und ein Konzept etablieren, dem sich auch die deutsche Musikszene anschließen kann.
Die Antwort wäre Benidorm, aber das kostet ja Geld…
Show aus der Schulaula und Tiktok Suche ist billiger
Baden-Baden, ich sag‘s euch!
Meine Rede! Das Festival kennt kein Mensch mehr, könnte aber wiederbelebt werden und nach zwei, drei Jahren wieder ein Dauerbrenner werden, der auch den Künstler*innen längere und sehr gute Erfolgsaussichten bringt. Sehr gute Idee (weil ich sie auch hatte)! 😂
Hehe, hat nicht der Siegel Ralf gerade in Baden Baden sein „erfolgreiches“ Musical uraufgeführt…
Das war Duisburg…
Weil Spanien dieses Jahr so dominant aufgetreten ist, dass es vom Publikum noch weniger Punte als für LOTL gab….
Nach 2022 wird Spanien das wohl verkraften und einfach weiter am Benidorm festhalten…
Die Spanier waren und sind sowieso stolz auf ihren Beitrag, der zugegebenermassen sperrig und anspruchsvoll ist, und kommen bestimmt nicht auf die Idee, deswegen Benidorm abzuschaffen.
Leider wird wahrscheinlich naechster Song eher Richtung SloMo gehen. …
Der NDR sollte sich letztes Jahr anschauen , dann dieses Jahr anschauen was mit dem deutschen Beitrag passiert ist. Ergebnis nach meiner Einschätzung wäre, Platzierung verschlechtert , Punkte verbessert , Zustimmung vom Song im eigenen Land mehr als verbessert .
Also sollten sie den grundsätzlichen Weg beibehalten und an den verschiedenen Ecken arbeiten. Falls der NDR schlau ist und sich Arbeit sparen möchte, sollte er einfach die Fanforen auf diversen Plattformen durchforsten und schon hätte man ein Ergebnis an welchen Baustellen man arbeiten sollte.
Jetzt das gesamte Team auszutauschen wäre somit wahrscheinlich der falsche Weg. Was sich viele Fans wünschen und auch den ESC verantwortlichen etwas Druck machen würde wäre ein konkreter Zeitplan wann was zu entscheiden ist.
Ach herrje.
Jetzt bloß keine Rolle rückwärts! Genrediversität nicht hinterfragen!
Ich kann die Ratlosigkeit verstehen. Aber lasst uns auch das Positive sehen: LOTL waren tolle Vertreter für Deutschland. Band und Lied passten sehr in die ESC-Family und repräsentierten Deutschland angemessen.
Diese Niederlage ist daher ein ambivalentes Gefühlschaos: Einerseits ist sie besonders schmerzhaft, weil man dieses Jahr wirklich nicht damit gerechnet hat und die Band und der Song in Deutschland und international a) gut ankamen und b) die Fanbubble optimistisch gestimmt hat, dass man nicht auf dem letzten Platz landet. Andererseits spürt man bei dieser Niederlage aber nicht den Frust und die Resignation der letzten Jahre, in denen der letzte Platz ohnehin schon von allen Seiten antizipiert wurde. Da dachte man: Vorentscheidung verkorkst, Song verkorkst, Performance verkorkst – das wird sowieso nix und wir haben es von Anfang an gewusst, weil niemand auf uns gehört hat! Der dann wahrhaftig eintretende letzte Platz war dann keine Überraschung mehr (für manche vielleicht eher Genugtuung). Frustrierend war das auch, aber eben „anders frustrierend“.
Ich hoffe, man versteht, was ich meine.
Leider kommen jetzt schon die ersten schadenfrohen Ikke-Fans aus ihrem Loch und behaupten, mit Ikke wäre es ganz anders und viel besser gelaufen.
Nein, das wäre es nicht.
Mit Ikke wären wir ebenso auf dem letzten Platz gelandet (wahrscheinlich sogar mit 2 x 0 Punkten im Televoting und Juryvoting). Noch dazu wäre dann gekommen, dass sich halb Deutschland schon vor der Niederlage für den eigenen Beitrag geschämt hätte und wir alles andere als „würdig“ vertreten worden wären. Mir ist klar, dass das subjektiv ist, aber es kann mir niemand erzählen, dass sich ein Großteil der deutschen Fans für „Lied mit gutem Text“ bzw. der Kunstfigur Ikke nicht geschämt hätte. Wir hätten uns hier alle die ganze Saison über zerfleischt.
„Blood and Glitter“ war als Song einfach nicht gut genug, um in der starken Konkurrenz bestehen zu können. Man kann sicher hinterfragen, ob der Auftritt und das Lied von LOTL zurecht auch hinter UK und Serbien gelandet sind, deren Performances gestern wirklich sehr schwach waren. Aber letztlich werde ich lieber Letzter mit einem Beitrag, der Deutschland würdig vertritt, als mit einem Beitrag, für den (zumindest) ich mich geschämt hätte.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir bei dem diesjährigen Teilnehmerfeld wahrscheinlich auch mit jedem anderen Song aus „Unser Lied für Liverpool“ Letzter geworden wären.
Ich bin wirklich ratlos, was uns retten soll. Es hilft wohl nur das Hoffen auf einen besonderen Song. So wie er uns 2022 fast präsentiert worden wäre… – Okay okay, ich höre ja schon auf. Aber ich hoffe wirklich, dass der Hype und Erfolg von „Cha Cha Cha“ einen nachhaltigen Eindruck und ein schlechtes Gewissen bei den damals und heute verantwortlichen Personen hinterlassen…
Dann schauen wir mal, was der NDR nächstes Jahr aus dem Hut zaubert. Oder besser: Dieses Jahr noch aus dem Hut zaubert. Die Suche muss unbedingt früh genug beginnen!
Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf die nächste Saison, die großartige Berichterstattung unser Blogger:innen und die hitzigen Diskussionen hier auf dem Blog! 🙂
Ich stimme dir in vielen genannten Punkten zu! Vieles verscherzt sich der NDR einfach durch seine unterirdische Kommunikationskultur. Heute hat sich z. B. ja auch schon Iveta zu Wort gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Als Verantwortliche muss man da auch mal direkt auf die Künstler unvoreingenommen zugehen. Auch EC würden sicherlich nochmal ihre Entscheidung des Nichtantretens noch einmal überlegen, wenn der NDR sich mal bei ihnen entschuldigen würde. Aber diese Hochnäsigkeit hat mit dazu beigetragen, dass wir nun auf Nonames und Vorschläge von Plattenlabels angewiesen sind.
Auch mit Ikke könnte der NDR noch einmal wirklich sachlich ins Gespräch kommen und aufzeigen, dass ein guter Schlager-Party-Titel durchaus Chancen hätte. Man muss halt mal die gegenseitigen Vorstellungen genau abprüfen und eine Teilnahme sofort in Aussicht stellen, damit die Künstler auch in einem angemessenen Zeitraum an dem nötigen Feinschliff arbeiten können. Wenn Songs nur aus Schubladen gezogen oder aus irgendwelchen Samplern genommen werden, ist das Risiko halt hoch, dass sie nicht zum ESC passen.
Und da der NDR in der Vergangenheit kein gutes Gespür für so etwas bewiesen hat und sehr viele Scherben dabei entstanden sind, sehe ich eigentlich keine erfolgversprechende Aussicht auf Besserung, auch wenn die Verantwortlichen eigentlich nur das Beste möchten.
Auf jeden Fall bleibt festzustellen, dass es einige Länder durch einen Revamp ihrer Vorentscheidungen geschafft haben, ihre Bilanz maßgeblich zu verbessern. Es muss ja nicht immer die linke Tabellenhälfte werden, aber ein respektables zweistelliges Ergebnis sollte es bei so vielen Punkten dann doch werden.
Das Gesicht des ESC im deutschen Fernsehen muss sich unbedingt verjüngen, sei es in Form der Moderation oder hinsichtlich der Entscheidungsfindung.
Ich kann dir nur in allen Punkten zu 100% zustimmen! 👍
Auf jeden Fall muss Barbara Schöneberger weg! In jedem einzigen Jahr, wo sie moderiert hat, ist Deutschland abgeschmiert. 2018 hat sie nicht moderiert, und was ist passiert? Deutschland ist Vierter geworden. Da gibt es doch einen Zusammenhang!!!11!!!!11!!einself
(Aber mal Spaß beiseite: Sie sollte die VE-Moderation wirklich langsam abgeben bzw weggenommen kriegen.)
Hab‘ vorhin im Stream schon gewitzelt: Kaum moderiert sie auch für Österreich und die Schweiz mit, bleiben auch deren Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Babsimets Fluch. 😛
Witzig ist doch, dass dieses Jahr einige radiotauglichen Titel recht gut abgeschnitten haben. Wir dürfen hier nicht auf die einfachen Lösungen setzten, wie eben „darf nicht so oder so sein“ oder „NDR kann es nicht“, sondern letztlich wird einfach zu wenig Geld in den ESC gesteckt, und dann ist es eben Zufall ob das Ergebnis gut oder schlecht ist. leider sind die ersten Reaktionen wieder genau in diese Richtung, man wird suchen, wie man sich verbessern kann, und wird es dann ähnlich neu versuchen. Ich bin da 100% bei Thomas Moor, wenn der NDR es nicht schafft intern eine Stelle zu schaffen, die nur ESC macht, dann sollte man eben jemanden von außerhalb engagieren der Künstler für den ESC sucht und auch schon die Auftritte beim VE entwickelt, damit man letztlich das feritige Produkt den Entscheidern vorlegen kann.
Also mehr Geld für Personal um selbst auf die Suche nach passenden Künstern zu gehen, mehr Geld für die Gestalung der Auftritte möglichs schon vor dem VE oder der internen Auswahl. Dann kommen natürlich nicht automatisch Top-Plätze raus, aber hoffentlich hochwertige Auftritte, die den ESC bereichern. LOTL war schon ein guter Anfang, aber ehrlicherweise haben wir da alle mit mehr Auftritt gerechnet, nachdem wir das Video gesehen haben, übrigens ganz ählich wie bei Österreich. Man darf die Schuld nun aber nicht auf die Künstler schieben, sondern da braucht es eben auch einen künstlerischen Leiter, der lange vorher erkennt, ob das wirklich für den ESC reicht.
Es wird nun getan wie wenn alles schlecht war. Mit Lotl haben wir einen starken Act im Rennen gehabt. Auch wenn sich das leider nicht im Ergebnis gezeigt hat. Aber auch dank Lotl war der ESC hierzulande wieder ein größeres Ereignis mit sehr tollen Quoten. Auch das ist nicht selbstverständlich und kann durchaus als Erfolg gewertet werden.
Ich hoffe die ARD- Leute sitzen das Ergebnis nun nicht „aus“ und es passiert praktisch Monate nichts. „Morgen“ müssen die Verantwortlichen zusammenkommen und zu Entscheidungen kommen. Meine Meinung ist, den eingeschlagenen Weg weitergehen und weiter verfeinern. Natürlich muss die Vielfalt bleiben und jedes Genre soll möglichst stark vertreten sein. „Übermorgen“ schon mit der Suche nach Acts/Songs/Komponisten beginnen.
Ein San Remo oder Benidorm Festival bringt erstmal nix. Das A und O sind starke Acts. Da ist es erst mal egal ob intern oder durch eine mehrteilige oder eine VE ein Act gefunden wird.
Bitte jetzt nicht im nächsten Jahr wieder alles über Bord werfen! Der eingeschlagene Weg war trotz allem richtig – wenn schon nicht fürs Ergebnis, so doch zumindest für uns Fans.
Vielmehr müsste man im nächsten Jahr konsequent ein paar Schritte weiter gehen: noch früher mit der Suche anfangen, noch mehr Kandidaten zur Auswahl stellen, die Presse besser einbinden. Kurzum: Noch mehr Zuschauer und potentielle Zuschauer abholen. Wenn mehr Leute im Land hinter dem Beitrag stehen, spielt auch das Endergebnis keine so große Rolle mehr – siehe Texas Lightning.
Absolut. Danke! Bitte keine monatelangen Diskussionen über den Selektionsprozess. Der Prozess war so in Ordnung (allenfalls die Wildcard oder das Onlinevoting könnte man streichen). Auch die Genrevielfalt war ein wichtiger und richtiger Schritt.
Lieber jetzt möglichst früh mit dem Anwerben von Künstler*innen und der Publicity für den VE anfangen, damit es Zeit zum Ausarbeiten der Songs, der Videos und der Inszenierungen gibt. Es braucht Planungssicherheit und genug zeitlichen Spielraum für alle Beteiligten.
Die deutsche Delegation wäre außerdem gut beraten, ihr finanzielles Big-5-Gewicht zu nutzen, um die Punktevergabe zu reformieren, also über die Top 10 hinaus auszuweiten. Damit sich Leistung auch im Mittelfeld noch lohnt. Vielleicht könnte man in dem Zug auch die Juries streichen, falls sie ihren Zweck nicht erfüllen.
Eigentlich ist es ganz gut so, wie es gelaufen ist. Hätte LotL in den Top Ten abgeschnitten, dann hätten die Verantwortlichen doch geglaubt, dass es nichts weiter bedurft hätte als die Ausweitung des musikalischen Genres. Dabei war dies nur ein Schritt in die richtige Richtung. Die professionelle Unterstützung der VE-Teilnehmer in Sachen Staging war ein weiterer. Obwohl, so wirklich professionell sah das nicht aus, wenn ich an den Felsen denke oder die Schaufensterpuppen, die die Sicht auf die Band versperrt haben und was auch immer das war, was Patty Gurdy da als Requisite, oder war es ein Kostüm, hatte.
Aber trotzdem, das waren Schritte in die richtige Richtung. Die nächsten Schritte wären eine frühzeitige, auch proaktive Suche nach Teilnehmern; ein angemessener Rahmen für den Vorentscheid, das muss nicht die Lanxessarena sein, aber man wird doch wohl eine Location finden, in die eine größere Bühne und eine vierstellige Anzahl an Zuschern passt. Außerdem muss man nach dem Vorentscheid das Staging für die Eurovision-Bühne nochmal komplett neu überdenken. Man hat ganz andere Möglichkeiten auf der ESC Bühne und auch ein ganz anderes Budget, dann kann man auch ganz was anderes machen. Wenn man den VE schon im Februar veranstalten würde, hätte man anschließend auch genug Zeit, sich Ideen von mehreren Choreographen einzuholen.
Mal ein Gedanke zu der Meinung, dass wir Letzter werden, weil es ein Beitrag aus Deutschland ist: Ist es wahrscheinlich, dass jemand in Portugal oder Irland oder Griechenland vor dem Fernseher sitzt, unseren Beitrag hört, den total klasse findet, aber sich dann sagt: Bester Song des Abends, aber dafür rufe ich mal nicht an, weil es aus Deutschland kommt? Wenn Song und ganz besonders Inszenierung stimmen, werden wir auch mehr Punkte sammeln. Dieses Jahr fehlte vielleicht die Umsetzung auf der Bühne, die in Erinnerung bleibt. Oder der Song hat einfach den Geschmack der Zuschauer 2023 nicht getroffen.
Es geht mehr um das „neben seinen Favoriten“ platziert sein. Kennst es wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, man hat seine 2 – 6 Lieblinge die auf alle Fälle Punkte bekommen. Wir müssen erstmal dahin kommen für die letzten 4 unendschlossene Plätze in Frage zu kommen.
Ich fand das Grundkonzept des VE mit mehr Genre Diversität grundsätzlich nicht schlecht. Problem an der Sache: Das braucht Zeit. Man kann jetzt nicht im Jahr 0 nach der Änderung erwarten, dass alles klappt. Natürlich würde es größer und auffälliger im Sinne eines Festivals aufgezogen attraktiver sein als 22:20 Uhr aus dem kleinen Studio mit Minibühne. So als richtige Samstagabendshow, ggf. über mehrere Wochen verteilt. Und wenn es denn etabliert ist, werden sich auch wieder mehr Künstler einfinden, die Bock drauf haben.
Hm… nichts für ungut, aber wenn Frau Schöneberger die VE moderiert, hagelt es letzte und vorletzte Plätze. Die beste Platzierung war dann Elaiza mit Platz 18. Muss doch auch für sie ziemlich frustrierend sein.
Hätte es auch Herrn Urban echt gegönnt, bei seinem letzten ESC mal ein positives Ergebnis für Deutschland verkünden zu können. Zumal er ja dieses Jahr scheinbar echt überzeugt war von LOTL. A pro pro: Ich werde seine Stimme echt vermissen, auch wenn er in den letzten Jahren seine Konzentration doch etwas nachzulassen schien. Wünsche ihm alles Gute und vor allem viel Gesundheit.🙂
So viel zu analysieren gibt es da eigentlich gar nicht, lieber NDR. Ihr geht zu verkopft vor.
Ihr sucht verzweifelt nach der Formel, wie man erfolgreich beim ESC abschneiden kann. Dabei braucht man nur Leidenschaft für Musik, Liebe zum ESC, eine Intuition fürs Besondere und einen Act, der die Herzen der Menschen anspricht, unabhängig vom Genre.
Vielen Dank noch mal an LOTL, ihr war trotz der schlechten Platzierung ganz wunderbare Vertreter Deutschlands.
Ich sehe vor meinem inneren Auge schon die interne Direktnominierung von Ikke mit dem zweiten Teil von Lied ohne Text…
Mal bitte nicht den Zelmerlöw an die Wand!
Es braucht junge innovative Leute in den entscheidenden Positionen. Ich weiss meine Meinung ist unpopulär, aber: Schafft den VE ab! Zumindest so lange, bis wir wieder gute Platzierungen erreichen und somit wieder mehr etablierte Künstler*innen den Mut haben sich einem deutschen Vorentscheid zu stellen.
Solange das deutsche Publikum entscheidet, werden jedes Jahr Acts geschickt die uns besser gefallen als dem Rest der Welt. Wir sind nur knapp an IKKE vorbeigeschrammt und hätten dann 100 Prozent 0 Punkte kassiert.
Das mag jetzt klugscheisserisch klingen aber LOTL waren einfach nicht das wofür das ESC-Publikum die Telefone in die Hand nimmt. Wir sind selber Schuld, dass wir wider einen Act gewählt haben, der dem Rest der Welt nicht geschmeckt hat. TRONG, um nur ein Beispiel zu nennen, hat in Asien eine gigantische Fangemeinde (weltweites Voting!) und hat eine extrem internationale Ausstrahlung und der junge Mann kann nebenbei noch tanzen wie ein Gott! Hätte man mit einem jungen (!) aber ESC erfahrenen Team intern eine Auswahl getroffen (am besten in Kombi mit einer internationalen Jury), dann hätte man sich bestimmt nicht für LOTL entschieden.
Ich sehe eher nicht, dass Trong funktioniert hätte und ich sehe eine interene Auswahl nur dann als sinnvoll an, wenn man Jurys beibehällt und man die Auswahl konsequent auf Jurys zuschneidet. Die Televotingsieger kommen meistens aus gut aufgezogenen Vorenentscheiden wie in Finnland.
Es haben schon alle Länder für LOTL angerufen, es hat leider nicht gereicht, da ja ab Platz 11 Null Punkte auf dem Zettel stehen. Im ESC-Kompakt live Stream wurden die Televoteplazierungen in den Chat geschrieben:
Platz 4,5 und 6
2 mal Platz 11
9x Platz 12-15,
20x 16-20 und
die beiden schlechtesten Plätze waren 22+23.
Das Trong im Zweifel auch nicht funktioniert hätte, hat uns doch Reiley gezeigt.
Bei aller Liebe, TRONG ist aus sehr vielen Gründen nicht mit Reiley vergleichbar. Aber mir ging’s auch nicht um TRONG. Er sollte nur ein Beispiel sein was alles möglich gewesen wäre, wenn nicht das deutsche Publikum abgestimmt hätte.
Abgesehen davon, dass uns das Rest of the World Voting auch nur maximal 12 Punkte hätte einbringen können, war Trongs Song für den ESC noch nicht stark genug. Ansonsten würde ich ihn durchaus gerne mal für Deutschland sehen.
Man sollte nicht für Genrevielfalt plädieren und das Teilnehmerfeld am Ende so zusammenstellen, dass die Vorentscheidung zu einer Verhinderungswahl unter großen Fanschaften mutiert.
Da bleiben dann wirklich die guten Songs auf der Strecke.
Das ganze Elend des strukturellem Problem der ESC-Abteilung zeigte sich für mich auch noch mit dem vollkommen aus der Luft gegriffen Elton als eingesetzten Punktespecher mit abgeschmacktem grauen Jackett und einem Witz, den kaum einer verstand.
Hier wird immer über Dieter Bohlen gelacht und er ins Lächerliche gezogen, aber eines stimmt, was er sagt: In der Musik wichtig sind Gefühle. Ob ich halt irgendwie Tanzen will und auch optisch von der Polin oder dem Zyprioten angesprochen werde oder ob es ans Herz geht so wie bei Estland und Litauen, die am Ende dann doch überraschend gut angekommen sind. Selbst Belgien kam sympathisch rüber, im Gegensatz zu damals Bilal aus Frankreich 2019 z. B. Also warum setzt man nicht mal wieder auf die Idee, einfach einen starken Song zu suchen??? We’re so happy, we could die… Welcher normale Mensch denkt sich solche Texte aus und dazu noch dieser schlagereske Unterton. Und das schlechte Staging, eine ok Vocal Performance, ein Genre welches nicht gerade breit in der normalen Bevölkerung gut ankommt, also nicht in der ESC Bubble, sondern bei normalen Leuten??? Ach, ich rede mich wieder in Rage. Habe so ein DejaVu: jedes Jahr vor dem ESC volle Euphorie beim NDR und allen Beteiligten, dann hat keiner Worte woran es liegt wenn am Ende keine Punkte kommen und nach dem ESC dann muss man wieder analysieren woran es lag??? Seien wir ehrlich, man sucht sich aber seit Jahren einfach keine guten Songs mehr aus für den ESC. Wie 2020 am Ende rausgekommen wäre? Befürchte durch schlechte Liveperformance schlechter als der Song hergab. Es tut weh, aber wenn die Leute am Ende aus einer mageren Auswahl das verhältnismäßig „beste“ Gesamtpaket wählen, reicht es nicht unbedingt am Ende für viele Punkte beim ESC. Es bleibt ein Song Contest! Warum nicht mal einfach nach starken Songs suchen anstatt auf Songs mit Message oder radiotaugliche Songs oder Genrevielfalt zu bestehen und so einen Vorentscheid zu konstruieren? Michael Schulte hatte einen starken Song und hat beim ESC alles gegeben, selbst Staging war endlich mal kein Flop, hat vielleicht viel gekostet, aber es lohnte sich am Ende. Der NDR hat „Only Teardrops“ damals abgelehnt und die BBC hat Cesar Sampsons Song aus 2018 vorher abgelehnt. Und dann immer dieses Programm vor dem ESC, alle NDR Leute voller Lobes über den deutschen Beitrag, anstatt einfach auch mal die Wahrheit erkennen zu wollen und zu gestehen, naja wird wohl dieses Jahr nicht so toll. Habe Blood & Glitter nie so abgefeiert wie es hier wurde, aber wenn man dann wenigstens einen schwachen Song nicht noch mit Staging und Performance rettet (schaut mal was Polen aus seinem Song rausholte)? Die NDR Menschen haben anscheinend den Kontakt zur realen Welt verloren. We’re so happy, we could die… Ja klar, die Welt hat ja momentan keine anderen Sorgen. Der Zuschauer will auch mal was Flottes zwischendurch sehen ohne tieferen Sinn und Bedeutung zum Tanzen oder im Herz berührt werden, so wie Italien oder Schweden es getan haben. Musik ist Gefühl und es muss touchen!
Meine Prognose: Der NDR schraubt ein bisschen herum, aber am Ende wird es so wie die letzten Jahre auch. Schließlich wollen ja alle im NDR Team nicht auf die Wochen Urlaub verzichten! Übrigens fand ich Consi ganz schlimm bei Alles Eurovision! Wenn das ein Mann bei einer Frau getan hätte was Consi bei Marco Mengoni und Mans abgezogen hat. Finden die beim NDR oder auf ONE sowas lustig??? Fremdschämen hoch 1000. CRINGE, Ich als Künstler hätte dem ordentlich die Grenzen aufgezeigt. Finde, manchmal weniger ist mehr. Bekam unangenehme Vibes so wie beim ESC – Künstler aus Israel 2022.
Wenn wir genau hinschauen ist uns mit Lord of the Lost ihrem Auftritt und dem ganzen drumherum auch im Vorfeld kein wirklich grober Schnitzer passiert.
Die ganzen Wochen vor der Show waren wahrscheinlich sogar die besten die es je aus Deutschland gegeben hat. Danke nochmal Lotl für euren unermüdlich Einsatz auch für den kleinsten Streamer ein Interview zu geben und alle möglichen Live-Performance neben eurer Südamerikatour nebenher noch zu geben. Daran müssen sich zukünftige Beiträge aus Deutschland messen lassen.
Jetzt zurück zum Auftritt an sich. Er war gut Punkt. Nichts daran war wirklich verkehrt sodass man aus diesem Grund nicht dafür Voten konnte. Gut das wir mit Metal Musik nicht jeden überzeugen konnten war uns vorher schon klar. Auch war die gute Performance wahrscheinlich nicht herausragend genug um unter die ersten 10 des Landes zu kommen. Wie wir sehen überall Kleinigkeiten die in Summe halt dieses Endergebnis gebracht haben.
Hoffe der NDR entscheidet schnell wie es weiter geht, damit diesmal mehr Zeit für alles bleibt. Manche Ideen für Song , Inszenierung braucht halt länger als ein paar Wochen.
Leicht haben wir es nicht. Nach dem unerwarteten weiteren Debakel für Deutschland, haben wir ein weiteres Problem. Wir brauchen einen würdigen Nachfolger für Peter Urban. Egal ob man Urban mochte oder nicht, er war bei den Zusehern insgesamt sehr beliebt und hat sicher auch zusätzlich den einen oder anderen Zuschauer motiviert, ESC zu gucken. Also liebe NDR – Verantwortliche, trefft eine gute Entscheidung.
Wir brauchen eine Person ( gerne auch weiblich oder divers ) die sich beim ESC einigermaßen auskennt und weis ab wann sie nichts mehr sagen soll.
Vielleicht sollte man diese Stelle nicht intern besetzen sondern auch unter ESC Fans suchen . Vielleicht versteckt sich ja irgendwo ein Talent was bis jetzt keine Möglichkeit hatte dies zu zeigen. ( Gerne ESC Reaktionvideos anschauen und die Leute dann direkt ansprechen ).
Wie ich den NDR kenne nehmen sie die naheliegendste Lösung, was dann wohl Lukas Heinser wäre.
Ich werfe mal Broder in den Raum: Profi-ESC-Fan, wortgewandt – er hat dazu noch eine sehr angenehme, schöne Stimme.
@candy kann er auch mal nichts sagen? Für mich wirkt er immer etwas „überdreht“ . Gut im Vergleich mit Peter Urban wirkt jeder spritziger 😅
Vielleicht brauchen wir jetzt so ein Charakter als Kommentator um den Aufbruch zu signalisieren.
Als Fan kann ich da kein Debakel für Deutschland entdecken, es sei denn, man ist nur Fan weil man will, dass Deutschland unbedingt gewinnt. Der NDR hat ein gutes Angebot gemacht, der Beitrag war eine Bereicherung des Show, die Plazierung hätte natürlich besser sein können.
LotL war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich mag den Song immer noch sehr.
Man muss aber einfach sagen, dass der ESC vor allem eins geworden ist: Show!
Ein Song nuss drei Minuten lang gut inszeniert sein, dass er von 26(!) Beiträgen so heraussticht, dass er unter die ersten Zehn kommt. Sonst gibt es eben keine Punkte.
Und sorry, mit einem statischen Baugerüst und Feuer überrascht man niemanden mehr.
Mensch, Blood and Glitter! Da muss es rotes Wasser, Blut und Gold regnen! Das schockt und bleibt in Erinnerung!
Vergleicht mal unsere Inszenierung mit der von Loreen, Cha cha cha, Unicorn, dem ukrainischen oder kroatischen Beitrag!
Oder glaubt wirklich einer, dass die Kroaten wegen des schönen Songs allein über 100 Punkte bekommen hat?
Und wenn ich dann an das Gerümpel auf der Bühne von Rockstar im letzten Jahr oder das graue Nichts von Levina denke…
Sorry, das ist alles nicht mehr zeitgemäß. Solange das niemand beim NDR kapiert, wird es nie etwas werden!
Das Regnen von rotem Wassser, Blut und Gold bei einem Beitrag ausgerechnet aus Deutschland, in einer Zeit, in welcher in der Ukraine ein schlimmer Krieg tobt, wäre vielleicht in Erinnerung geblieben, aber bestimmt nicht in positiver.
Musik muss Emotionen auslösen! Wer sagt es bitte endlich dem NDR?
Außerdem muss man optisch visuell herausstechen. Ob die vielen roten Stagings Bühnen und ähnlichen Bühnen Outfits dieses Jahr so eine gute Idee waren???
Ja das war wirklich auffällig. Alle roten Stagings sind auf der rechten Tabellenseite gelandet. Da war zu wenig Abwechslung.
Die Vorentscheidung war Mist, ausländische Juroren wollten retten, was zu retten ist, aber angeblich haben die Deutschen ausgerechnet die 2 schlechtesten Stücke gewollt.
Ergebnis: Akustisch, optisch und inhaltlich war der deutsche Beitrag einfach schlecht. Die Selbstpräsentation der Band sah nach Selbstverleugnung und Unterwürfigkeit aus.
Go woke, go broke.
Die Nächsten bitte…
Meinst du wirklich, dass der Juryfavorit Will Church besser abgeschnitten hätte? Das ist doch genau dieser weichgespülte Radiosound, mit dem Deutschland in den vergangenen Jahren immer wieder angetreten und erfolgreich auf die Nase geflogen ist.
Aber naja, wer „Go woke, go broke“ als Kampfbegriff für seine Position verwendet, ist hier vielleicht eh nicht so ganz auf dem richtigen Blog…
Wobei die Schweiz ja nicht schlecht mit dem System fährt, guter Sänger mit einem Lied. das keinem weh tut. Auch Zypern war mit so einem Lied erfolgreich und das obwohl man immer noch nicht weiß, ob der wirklich singen kann, weil die viele Gesangsspuren vom Band lauter als seine Stimme waren.
Ich will damit sagen, wir sollten einfach feststellen,dass wir auch keine Ahnung haben, was wirklich bem ESC erfolgreich ist, was wir feststellen müssen ist, dass wir beim VE einfach fertigere Auftritte sehen sollten, damit wir nicht nur das Lied, sondern das Gesamtpaket bewerten können.
Aber auch das ist auch nur die halbe Wahrheit, Belgien war beim VE fast schon lächerlich, und hat es geschafft eines der besten Staging des Abends zu produzieren.
Die Diskussion über den rechtspopulistischen Kampfbegriff ignoriere ich einfach mal.
Es gibt nur eins: Rückzug. Das war mein letzter Beitrag, genauso wie mein letzter ESC. Ich habe die Nase gestrichen voll von diesem manipulierten und heuchlerischen Wettbewerb. Habe die Abos von allen Youtube-Kanälen, die mit dem ESC zu tun haben, storniert. Es wird nicht leicht, aber das werde ich schon schaffen. Fast 40 Jahre ESC-Fan sein, streift man nicht so leicht ab. Aber das werde ich mir nicht mehr antun. Deutschland kann machen was es will, es kann schicken was es will, es kommt doch nur immer der letzte Platz heraus. Und sowas sich dann anzusehen, macht einfach keinen Spass mehr. Wünsche allen alles Gute, in besonderen der Userin Gabi. Auch wenn wir in vielen Dingen nicht der selben Meinung waren, du warst immer eine nette Gesprächspartnerin. Könnten sich viele eine Scheibe abschneiden. Ich bin auch die Diskussion müde, was denn die ARD oder der NDR noch verbessern könnte.
Wenn das wirklich Dein ernsthafter Entschluss ist, dann ist es vielleicht besser, Du gewinnst ein bißchen Abstand.
Wenn Du den ESC nur auf das deutsche Resultat reduzierst, hast Du in der Tat nicht viel Freude an der Veranstaltung.
Na ja, bis zum ESC 2024 ist eis ja noch eine Weile hin, vielleicht überlegst Du es Dir ja noch mal. Alles Gute für Dich.🙂
Ich sage nur so viel: Reisende soll man nicht aufhalten.
Das ist doch kindisch.
„Deutschland kann machen was es will, es kann schicken was es will, es kommt doch nur immer der letzte Platz heraus.“
Deutschland war 2018 sehr erfolgreich. 2010 haben wir sogar gewonnen. So extrem lange ist das alles nicht her.
Ich verstehe das Geschrei all derjenigen, die einen Rückzug Deutschlands aus dem Wettbewerb fordern, überhaupt nicht. Was soll ein Rückzug überhaupt bringen? Was ließe sich denn in einer ein- oder gar mehrjährigen Pause besser planen/umsetzen als innerhalb eines Jahres?
Ein Rückzug würde doch nur zu einem Bedeutungsverlust der Veranstaltung in Deutschland und somit zu noch weniger Relevanz des Wettbewerbs für die deutsche Musikindustrie führen. Bei der Rückkehr sind dann noch weniger Künstler:innen an einer Teilnahme interessiert.
Außerdem geht es beim ESC doch wohl um mehr als nur den Sieg des eigenen Landes.
Sehe ich auch so, der Spirit des ESC ist es doch gemeinsam die Musik, ihre Interpreten und die Songs zu feiern. Ist ärgerlich, wenn man nicht gut bewertet wird, aber ein paar Tage später ist es doch bereits verdaut und man freut sich wieder ab den zum Teilen richtig geilen Songs. Zumindest mir geht es so.
@escfrust05: Alles Gute! Wobei du nicht der Erste wärst, der nach seinem Rückzug munter weiter postet. 😉
Eines möchte ich noch schreiben: Es gibt keine Verschwörung gegen Deutschland. Ich lebe in Österreich und hätte seit 1997 die Möglichkeit für Deutschland zu voten (wenn Österreich dabei war), da gab es nur ein Problem: Mit Ausnahme 2010 hat es nie ein deutscher Song in meine Top 3 geschafft, für die ich dann für gewöhnlich abstimme. (Und 2010 konnte ich nicht abstimmen, weil der ORF nicht dabei war.)
Offensichtlich ging es in Europa in den letzten Jahren vielen Televotern und Jury-Mitgliedern auch so. 2018 hat bewiesen, dass es auch anders geht. Es liegt schlichtweg an der Songauswahl und an den Songs der anderen im jeweiligen Jahr.
Und bei LOTL habe ich nie verstanden, warum der in der deutschen ESC-Bubble so positiv aufgenommen worden ist. Nur weil es mal ein anderer ESC-Act für Deutschland war, musste der international noch lange nicht einen Erfolg garantieren.
Die Lösung ist einfach: Die Hausaufgaben machen und ESC-tauglichere Songs schicken. Und vielleicht mal die Deutschland-Brille abnehmen. 😉
So ist es, Hausaufgaben machen – haben andere Länder auch schon hinter sich – und heuer gab es ja sogar das „böse“ Nachbarschaftsvoting für D. 🙂
Ich fand die Shows der letzten Woche wieder großartig und die Beiträge, die ich sah, habe ich mit unterschiedlichen Gefühlen genossen. Das man da dazu gehört (wenn auch nur als Fan), dass ist doch toll und ich möchte das nicht missen, auch nach fast 50 Jahren nicht.
Heissa, was haben wir schon alles erlebt! 🙂
Lord of the Lost mit ihrer live Performance auf Platz 2 in den Trends 😲🤗
Stellt sich jetzt ein Rosa Linn Erfolg ein 🤔
Glaube leider nicht daran 😥
Diskussion und Überlegung klingt schon wieder nach wochenlanger Verzögerung. Einfach Thomas Mohr bei „Alles Eurovision: Der Tag danach“ anschauen und unsere Jungs im heutigen ESC kompakt live und alles ist prägnant auf den Punkt gebracht.
Stuhlkreis!
Mal ein (fast) neuer Gedanke von mir:
Wir diskutieren hier seit Jahren, welches Konzept es braucht, um einen erfolgreichen Act zum ESC zu schicken. Der NDR hat jetzt ein wenig an seinem Konzept gearbeitet und jeder von uns war froh, dass überhaupt endlich mal was passierte. Die Richtung stimmt meiner Meinung nach sogar, aber es holpert noch einiges gewaltig und vieles muss geändert und verbessert werden.
Thomas Mohr hat bei dem „Katerfrühstück“ von eurovision.de schon im letzten Jahr vorgeschlagen, dass es eine ESC-Redaktion braucht, die sich das ganze Jahr mit der Suche nach geeigneten Acts, Verbesserungen am Vorentscheidungsmodus und dem Staging beschäftigen sollte. Das scheint bei den Verantwortlichen kein Gehör zu finden… vermutlich, weil ihnen der ESC nicht zu wichtig und ein eigenes Team dafür zu teuer ist. Ich bin da aber ganz seiner Meinung… sowas kann nicht in drei Monaten abgehandelt werden, sondern braucht eine wesentlich längere Vorlaufzeit und viele kreative Köpfe.
Jetzt kommt meine Idee ins Spiel: Hier im Blog wurden in den letzten Monaten wirklich viele gute Ideen vorgebracht, leider immer nur als einzelne Kommentare unter den Berichten der Blogger. Das sind manchmal ganz merkwürdige Ideen, aber viele davon fand ich gar nicht schlecht und auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Der ESC ist unser Hobby und unsere Leidenschaft.
Wenn der NDR es also, egal aus welchem Grund nicht schafft, so etwas auf die Beine zu stellen, dann lasst es uns doch machen. Wir sammeln konstruktive Vorschläge zur Actsuche, zur Verbesserung der Vorentscheidung oder einer Direktnominierung, den besten Staging-Ideen und was uns sonst noch einfällt… sozusagen (eines der liebsten Wörter übrigens von Benny 😉) einen ganzen Katalog von Einfällen, den man dann ganz offiziell den Verantwortlichen vom NDR präsentieren kann. Wir sind schließlich die besten Experten in dem Bereich.
Ob der NDR den Katalog annehmen wird, bleibt natürlich dahingestellt, aber dann können wir uns übers Jahr mit wirklich konstruktiven Ideen beschäftigen und müssen uns nicht mit so sinnlosen Sachen wie dem Wettbewerb für Zweitplatzierte begnügen (sorry für alle, die das toll finden, für mich ist dieses „Was wäre wenn-Ding“ nichts). Außerdem kann sich dann keiner mehr beschweren, dass die Fans nicht gehört werden… es sei denn, der NDR lehnt es ab, aber dann hat er die Haue wirklich verdient.
Jeder hat die Möglichkeit, seine Ideen einzubringen… Voraussetzung ist natürlich, dass unsere lieben Kompakt-Blogger das mitmachen würden, schließlich ist das noch ne Schüppe drauf auf das, was sie sonst schon bemerkenswertes leisten. Aber sie haben die Connections zu einigen Leuten beim NDR und auch die nötige Erfahrung. Letzten Endes ist es aber nur ein Zusammensammeln, Aussortieren von Doppelungen und gegeben falls Katalogisieren. Ich machs auch umsonst oder für ne Tüte Katjes. 😁
Ist nur ein Vorschlag meinerseits. Aber ich glaube, das ist immer noch besser und befriedigender als immer nur Meckern. Weil nur Meckern macht keinen Spaß, oder?
Liebe Grüße aus Hamburg… auch HHH. 😁
So ein ESC Team des NDR braucht glaube ich auch nur aus 3 Leuten bestehen. Zumindest in der Zeit bis der VE dann richtig los geht mit konkreten Planungen , da muß das Team dann natürlich erheblich aufgestockt werden.
Dieses Team sollte aus dem Pressesprecher , Musikexperten und einem Choreographen bestehen. Natürlich fallen den 3 Leuten in meinen Fall noch viele weitere Aufgaben zu.
Habe mir gerade noch einmal Teile von Lord of the Lost “ Gothic meets Klassik“ angeschaut.
Das wäre eventuell ein Konzept gewesen um aufzufallen. Klar gab es sowas auch schon, nur hätte man das auch relativ einfach gut auf die Bühne bringen können.
Weis jetzt ist es zu spät dafür…. Oder doch nicht 🤔
Der Auftritt war einfach kacke. Punkt.
Dieser Kommentar auch wieder! Und sowas will ESC-Fan sein!
Statement von 2021 oder doch 2022 übernommen. Copy & paste
Nichtssagendes Statement – wie immer. Besser wäre es gewesen, man hätte direkt über konkrete Pläne für die nächste Saison gesprochen. Feste Zusagen können jedoch jetzt wohl noch nicht gemacht werden, da etwaige Pläne, wenn sie überhaupt schon gibt, erst durch zig ARD-Gremien gehen und abgesegnet werden müssen – in Papierform, mit Unterschrift und Stempel. Bis dahin: Diplomatische Worthülsen, bis es wieder zu spät ist.
„Wir kommunizieren, wenn es etwas zu kommunizieren gibt.“
Der Teufelskreis beginnt also wieder von Neuem.
Wir MÜSSEN bei dem bleiben, was wir dieses Jahr angefangen haben. Es darf nicht alles über den Haufen geworfen werden. Alleine, dass der ESC so viele Zuschauer in D angezogen hat, wie ewig nicht mehr, zeigt den komplett richtigen Weg. Verbessern kann man immer alles. Es muss so weiter gehen und zwar ab sofort.
👍👍👍
Manchmal bin ich einfach nur noch müde … War heute Morgen schon auf FB und bekam das Statement von Guildo Horn zum Samstagabend in die Timeline. Darin schrieb er, dass er das Drumherum toll fand, von den Beiträgen aber überhaupt nicht begeistert war. Und dann geht es folgendermaßen weiter:
„Warum unser Beitrag: „Lord of the Lost“ in solch einem mittelmäßigen Starterfeld ganz hinten gelandet ist, ist ein offensichtliches Zeichen dafür, dass Deutschland gerade nicht unbedingt der ausdrückliche Liebling unserer Europäischen Nachbarn zu sein scheint. Über das „Warum“ gäbe es einiges zu spekulieren. Das tue ich vielleicht mal, wenn ich noch älter bin!
Wichtiger ist: wie geht es jetzt weiter? Das Licht am Ende des Tunnels scheint leider aus!
Ich fühle ich mich jedenfalls schwer an unsere aktuelle Fußball Nationalmannschaft erinnert: Seit Jahren bleiben die Erfolge aus, aber auf Funktionärsebene wagt man keinen echten Neuanfang und rührt ständig in derselben klebrigen Schüssel.
So wird das aber nix!
Mein Tipp:
Einfach mal pausieren und das gesparte Geld (Deutschland ist ja einer der großen Geldgeber des ESC) vernünftig investieren! Zum Beispiel für den Bau von neuen Kitas, oder zur Unterstützung der Tafel! Mir fielen da eine Menge nützlicher Dinge ein.
Vielleicht dann in ein paar Jahren mit einem neuem verantwortlichen Kreativteam nochmal mit einer gewissen Leichtigkeit des Seins einsteigen. Das hilft beim Musizieren nämlich ungemein!“
Das gesamte Statement gibts hier: https://www.facebook.com/guildohorn/posts/pfbid0yKWu1tQGLxuEC5ZBREK6RFCDjzLm6rCmkrVPvHyLphEGCqpzBra5d1ZqhDPv1cWfl
mittelmäßigen Starterfeld
Meisterwerke wie die Neunte von Beethoven oder Guildo hat euch liebt vermisst man ungemein… 😭🥳🥳🥳
Ich habe es zwar schon in einem anderen thread geschrieben, aber um sicher zu gehen mache ich es hier noch mal: Ich bitte die Blogger um Benny um die Sperrung meiner E-Mail-Adresse, falls das möglich ist. Danke und auf wiedersehen.