
Auch er will für Deutschland zum Eurovision Song Contest 2026 nach Wien: wavvyboi (Aufmacherbild). Dabei kommt der Musiker ursprünglich aus dem Fürstentum Liechtenstein, welches kein EBU-Mitglied ist und somit nicht am ESC teilnehmen kann. Gut, dass der SWR wavvyboi den Traum, beim ESC auf der großen Bühne zu stehen, dennoch erfüllen möchte und ihm zumindest schon einmal einen Platz im Vorentscheid Das deutsche Finale 2026 freigeräumt hat. Jetzt ist sein Wettbewerbsbeitrag in voller Länge erschienen.
wavvyboi heißt mit bürgerlichem Namen Simon Vogt, ist non-binär und lebt inzwischen in Köln. Dazu ist es gekommen, nachdem der Musiker seine ersten Coversongs im Teenageralter online verbreitete und deutsche Produzenten- und Songwritingteams auf ihn aufmerksam wurden. Sie luden ihn zu Bandsessions nach Köln ein, woraufhin wavvyboi beschloss, die Schule abzubrechen und nach Deutschland zu ziehen, um sich seiner Musikerkarriere fokussiert zu widmen.
Erste Liveauftritte meisterte der Sänger in Alternative Bands in Liechtenstein; inzwischen konnte wavvyboi aber im gesamten deutschsprachigen Raum Bühnenerfahrung sammeln und hat sich eine beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Er wird insbesondere für seine Rockstar-Attitüde und seinen ganz eigenen Musikstil gefeiert, den er selbst als „Emo-RnB“ bezeichnet. Zudem spiegeln sich Rock’n’Roll- und Goth-Elemente auch in seiner Ästhetik wieder. Beim ESC will er diesen ganz eigenen Style zum Ausdruck bringen:
„Als ich früh mit dem Gitarrespielen anfing und mir ausgemalte, wie es wäre, meine Musik einmal vor einem so großen Publikum zu teilen, wusste ich einfach, dass ich gerne einmal auf der Bühne des ESC stehen möchte. Mit meiner Musik und meiner Persönlichkeit möchte ich ein starkes Zeichen setzen – für Sichtbarkeit und Diversität ohne Genregrenzen.“
Übrigens: Nachdem wavvyboi von einigen Fans Kritik dafür einstecken müsste, dieses Jahr am ESC teilzunehmen, rechtfertigte sich der Sänger inzwischen via Statement auf TikTok. Für ihn gehe es darum, Sichtbarkeit für Queerness zu schaffen – ein Thema, das immer wichtig ist. Die politische Situation in Gaza verurteilt wavvyboi zwar, aber offenbar hat er verstanden, dass ein Boykott nichts an der Lage und an dem, was passiert ist, ändern würde.
Als Inspiration nennt wavvyboi Musiker wie Jimi Hendrix und The Weeknd – also eine wilde und nicht-festgefahrene Mischung, die mit tiefgründigen Texten gepaart wird. Queerness, das Sprengen von Rollenbildern und Selbstakzeptanz sind Themen, die wavvyboi in seiner Musik immer wieder unterbringt. Auch mit „Black Glitter“ will er auf authentische Art zeigen, dass es in Ordnung ist, zu sich selbst zu stehen, egal was andere sagen. In seinen bisherigen Songs sang der Musiker oft auf Deutsch, scheint jedoch auch offen für Texte in englischer Sprache zu sein.
In der Pressemitteilung des SWR wird sein Beitrag als „eine riesige Wand aus Gitarrenriffs und epischen Gesangslinien“ bezeichnet. Es soll laut, glitzernd und kompromisslos sein. Nun ist „Black Glitter“ in voller Länge veröffentlicht worden und wir können uns so langsam ausmalen, was wavvyboi auf die Vorentscheid-Bühne in Berlin bringen wird. Hier trifft der Musiker am 28. Februar bei Das deutsche Finale 2026 auf acht weitere Acts.
Wie schon in früheren Jahren wollen wir bei den deutschen Vorentscheid-Beiträgen nicht nur wissen, wie gut sie Euch gefallen. Hier möchten wir auch wissen, wie gut die Künstler*innen und die Lieder für den ESC generell geeignet sind. Diese Infos sammeln wir, bis alle neuen Beiträge von Das deutsche Finale 2026 veröffentlicht sind. Dann gibt es eine vergleichende Auswertung für alle zusammen. Das heißt aber auch, dass Ihr bis dahin nicht seht, wie die anderen abgestimmt haben. Ihr könnt aber natürlich Eure Meinung unter den entsprechenden Beiträgen in den Kommentaren veröffentlichen und über sie diskutieren. Auch noch wichtig: Für Eure Bewertung habt Ihr 48 Stunden ab Veröffentlichung des Artikels über den jeweiligen Song Zeit.
Stimme hier über „Black Glitter“ von wavvyboi ab. Oder nutze das eingebettete Formular:
Wie gefällt Dir der Beitrag „Black Glitter“ für Das deutsche Finale 2026? Lass uns deine Meinung in den Kommentaren wissen!
Am 28. Februar 2026 steigt Das deutsche Finale 2026 in Berlin. Die Übertragung beginnt um 20:15 Uhr live in der ARD. Moderiert wird die Show von (wie sollte es anders sein) Barbara Schöneberger gemeinsam mit Hazel Brugger, der ikonischen ESC-Moderatorin aus Basel 2025. Alle wichtigen Infos zu den neun Vorentscheid-Acts haben wir für Euch zusammengestellt.
Beim Abstimmungsverfahren setzt der SWR bzw. die ARD auf eine ungewöhnliche Methode: Zuerst wählt eine zwanzigköpfige Jury zwei Drittel der Beiträge aus, die ausscheiden. Anschließend haben die Zuschauer*innen die Möglichkeit, aus den verbliebenen drei Acts ihren Favoriten zu bestimmen, der Deutschland beim ESC in Wien vertreten wird.
Diese Beiträge von Das deutsche Finale 2026 wurden bereits in voller Länge veröffentlicht:
Bela – Herz
Dreamboys The Band – Jeanie
Laura Nahr – Wonderland
Malou Lovis – when i’m with you
MYLE – A OK
Ragazzki – Ciao Ragazzki
Sarah Engels – Fire
wavvyboi – black glitter
Terminübersicht für die ESC kompakt Das Deutsche Finale Interviews:
27. Januar – 19:00 – Ragazzki
2. Februar – 19:00 – MYLE
2. Februar – 20:00 – Laura Nahr
3. Februar – 19:00 – Malou Lovis
4. Februar – 18:00 – Bela
6. Februar – 19:00 – Dreamboys The Band
9. Februar – 19:00 – wavvyboi
11. Februar – 20:30 – Sarah Engels
16. Februar – 19:00 – Molly Sue
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Das gefällt mir richtig good, black glitter is my favorite