
Im vergangenen Jahr musste sich im Vorentscheid Chefsache ESC 2025 das gesamte Format dem Ego von Stefan Raab unterordnen. Er entschied fast im Alleingang mit handverlesenen Jurykolleg*innen (Aufmacherfoto) darüber, welche Acts es zunächst ins Halbfinale, dann ins Finale und – nach einer kurzfristigen Regeländerung – auch in ein Superfinale schafften. Dreieinhalb Shows lang waren die Zuschauer*innen nur passive gefragt, lediglich ganz am Ende konnten sie dann entscheiden.
Der SWR wollte den diesjährigen Vorentscheid Das deutsche Finale 2026 bewusst als Gegenpol zu Chefsache positionieren, es war gar von „Teamsache“ die Rede. Damit ist aber offenbar nicht oder nur sehr begrenzt die deutsche Fernsehöffentlichkeit gemeint. Denn auch in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen entschieden, eine Jury mit der Macht auszustatten, unliebsame Publikumsfavorit*innen und Quotenbringer in einer ersten Abstimmungsrunde zu eliminieren.
Und so läuft die Abstimmung: In einem ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 eine hochkarätig besetzte 20-köpfige internationale Jury aus Musikexpert*innen aus 20 ESC-Teilnehmerländern die neun Acts und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. In einem zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das begehrte Ticket für den ESC erhält und Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird.
Kurz gesagt: Über sechs der heute bekanntgegebenen neun Acts wird das Publikum nie abstimmen dürfen. Damit bringt sich der federführende SWR nicht nur bereits im Vorfeld ohne Not in eine Situation, die zumindest potenziell für viel Frust in der Liveshow sorgen kann, er setzt damit auch auf ein Votingverfahren, dass der Logik des internationalen Wettbewerbs widerspricht. Hier geht es darum, sowohl Publikum als auch Jurys zu überzeugen. Welchen der DDF-Acts das Publikum beim ESC in Wien sehen möchte, werden wir aber tatsächlich nie erfahren.
Was haltet Ihr vom Votingverfahren, dass sich der SWR für Das deutsche Finale 2026 ausgedacht hat? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
Über dieses Thema sprechen wir heute Abend ab 21 Uhr bei ESC kompakt LIVE.
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Wenn es bei den 9 Songs nicht eh schon egal wäre (ja, die 25 bis 60 Sekunden-Ausschnitte sagen durchaus viel aus), würde ich schreiben:
Wozu braucht es eine dreistündige Sendung, bei der über 3 (in Worten: Drei) Songs abgestimmt wird. Das könnte man in einer halben Stunde locker erledigen, denn Rahmenprogramm war die letzten Jahre beim deutschen VE ja eh nicht wirklich vorhanden, ich wage zu prognostizieren: dies Jahr auch nicht…
Doch es wird ein Rahmenprogramm geben. Das 70 jährige ESC-Jubiläum in diesem Jahr wird ein zentrales Thema sein. Das soll in der Show auch richtig zelebriert und gefeiert werden. Das hat die neue Head Of Delegation Tina Sikorski im Interview verraten.
volle Zustimmung. Was unfähige Jurys bewirken, haben wir schon oft genug bei der Vorauswahl erlebt… Am besten verschont man uns mit dieser Farce und macht nur eine Show mit den 3 „echten“ Kandidaten.
Wir haben mit dem Wechsel von NDR zu SWR das bekommen, was der SWR vorher noch an Chefsache kritisiert hat. Nur bisher ohne Cover, wobei man da ja noch nichts genaueres weiß, und dafür weniger Vielfalt in der Musik + weniger Acts + Alles komprimiert auf eine Show. Die Qualität kann man den Songs nicht absprechen, aber gute Qualität im falschen Genre bringt im ESC eben auch keine Punkte. Sehr schade. Wenn das die nächsten Jahre so weitergeht, würde ich mir den NDR zurückwünschen, und ich hätte niemals gedacht, dass es so weit kommt.
Was für’n Murks…. Neue verantwortliche Sendeanstalt zieht sich doch nur wieder die alten Klamotten ihrer Vorgängerin an.
Ich glaube mittlerweile, es will so wirklich keiner gewinnen. Man ist halt dabei, so what…
Da fiebere ich dieses Jahr wieder mit einer anderen Nation, die ernsthaft bei der Sache ist.
Wird eh ein komisches ESC Jahr und der Vorentscheid passt zu der nicht vorhandenen Vorfreude. Die Snippets lassen schon erahnen, dass da 50% nicht zum ESC passen und der Rest macht auch nicht viel Hoffnung. Hoffentlich sind die Auftritte zumindest solide gesungen. Nur 3 zur Abstimmung ist schon krass, warum überhaupt eine Jury und warum nicht 5 zur Auswahl oder 50:50 mit dem Publikum. Das wird viele gefrustet zurück lassen. Bin mir nicht einmal sicher ob ichs live schauen werde, da gibt es ja noch andere Entscheidungen an dem Abend… Reicht ja zur späten Abstimmung mal reinzuschauen.
Bei 5 kann man nicht mehr erklären, warum Raggazzi nicht dabei ist.
Lol bitte was ist das für eine armseelige Song Auswahl?
Dieser Beitrag wandert in den Malta-Faden
Die Künstler in den Vorentscheids sind in Deutschland nie das Problem, es sind die Songs!!!
Deutschland versteht nicht das es ein Songcontest ist, kein Künstlerwettbewerb der mit irgendeinem belanglosen song geschockt hat.
Isaak hat nur so gut abgeschnitten weil er weiß wie er auf der Bühne alles rausholt. Naja, dieses ist wieder viel Missmut und Unzufriedenheit vorprogrammiert, wenn der SWR nicht doch noch auf diese ganze Kritik jetzt schon reagieren wird!!! aich hoffe, sie überdenken nochmal einbisschen und auch die künstler, die sollten ihre schwachen songs nochmal überarbeiten…sonst 0 punkte zu 100%.
förlåt tyskland!!!
Weiß jemand, wann die Songs veröffentlicht werden?
am 23.1., also nächsten Freitag! 🙂
Danke ☺️
warum nicht einfach 50% jury, 50% televoting und dann ein superfinale mit den letzten 3 mit 100% televoting.
weil dann der einzige gute Song auch hinfahren könnte und man will ja nicht gewinnen.
İch finde es sollte möglich sein die von Anfang an eingereichten Songs sich anzuhören (wer aber nicht möchte, dass sein Song schon ab Einreichung angehört werden kann, der sollte dann auch die Möglichkeit dazu haben).
İch denke Transparenz ist ein wichtiger Bestandteil von Fairness und Chancengleichheit.
Letztes Jahr war einfach nur Schrott. Der Chef hatte nicht geliefert und dieses Jahr dürfen wir zwischen drei Liedern auswählen, was für eine Farce. Der ESC wird bei der ARD nur stiefmütterlich behandelt und daran wird nach dem NDR auch der SWR nichts ändern. Das braucht man alles nicht. Und die Schöneberger ist einfach nur noch nervig, man kann sie einfach nicht mehr sehen. Es gibt mehr als genug Moderator*innen. Der SWR bringt keinen frischen Wind in den Vorentscheid sondern bleibt beim Mittelmaß! Dass absolute Grauen geht weiter
naja, ist wieder typisch Fernsehen und ESC- Verantwortlichkeit: das Puplikum entmündigen. Und das schlimmste ist: es kommt nichts Gutes bei rum.
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[…] ESC kompaktŹródło zdjęcia: X: @wiwibloggs (autor: Alma Bengtsson / […]