
Im vergangenen Jahr musste sich im Vorentscheid Chefsache ESC 2025 das gesamte Format dem Ego von Stefan Raab unterordnen. Er entschied fast im Alleingang mit handverlesenen Jurykolleg*innen (Aufmacherfoto) darüber, welche Acts es zunächst ins Halbfinale, dann ins Finale und – nach einer kurzfristigen Regeländerung – auch in ein Superfinale schafften. Dreieinhalb Shows lang waren die Zuschauer*innen nur passive gefragt, lediglich ganz am Ende konnten sie dann entscheiden.
Der SWR wollte den diesjährigen Vorentscheid Das deutsche Finale 2026 bewusst als Gegenpol zu Chefsache positionieren, es war gar von „Teamsache“ die Rede. Damit ist aber offenbar nicht oder nur sehr begrenzt die deutsche Fernsehöffentlichkeit gemeint. Denn auch in diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen entschieden, eine Jury mit der Macht auszustatten, unliebsame Publikumsfavorit*innen und Quotenbringer in einer ersten Abstimmungsrunde zu eliminieren.
Und so läuft die Abstimmung: In einem ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026 eine hochkarätig besetzte 20-köpfige internationale Jury aus Musikexpert*innen aus 20 ESC-Teilnehmerländern die neun Acts und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. In einem zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum, welcher dieser drei Acts das begehrte Ticket für den ESC erhält und Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird.
Kurz gesagt: Über sechs der heute bekanntgegebenen neun Acts wird das Publikum nie abstimmen dürfen. Damit bringt sich der federführende SWR nicht nur bereits im Vorfeld ohne Not in eine Situation, die zumindest potenziell für viel Frust in der Liveshow sorgen kann, er setzt damit auch auf ein Votingverfahren, dass der Logik des internationalen Wettbewerbs widerspricht. Hier geht es darum, sowohl Publikum als auch Jurys zu überzeugen. Welchen der DDF-Acts das Publikum beim ESC in Wien sehen möchte, werden wir aber tatsächlich nie erfahren.
Was haltet Ihr vom Votingverfahren, dass sich der SWR für Das deutsche Finale 2026 ausgedacht hat? Schreibt uns Eure Meinung gerne in die Kommentare.
Über dieses Thema sprechen wir heute Abend ab 21 Uhr bei ESC kompakt LIVE.
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Der Votingmodus ist ja mal totaler Mist. Meinetwegen kann eine Jury 50% des Ergebnisses ausmachen, aber eine Vorauswahl treffen, bevor man als Zuschauer irgendwie mitbestimmen darf, ist doch Käse. Dann braucht man auch keine Sendung mit 9 Auftritten…
Warum die Show dann auch gleich 3 Stunden dauern muss, erschließt sich mir auch nicht sofort? Da hätten doch auch 2 Stunden locker gereicht oder lernen wir jeden der 20 internationalen Juroren etwa auch noch persönlich während der Show kennen?
Bei der ARD dauern ausnahmslos alle Samstagabendshows 3 Stunden. Da hat das SWR-ESC-Team keine Wahl gehabt.
Das 70. ESC-Jubiläum soll wohl auch Zeit einnehmen.
Naja, es gibt wahrscheinlich aufgrund des 70. ESC Geburtstages so einige Einspieler.
Ganz, ganz, ganz schlimm…🫠
Gefällt mir überhaupt nicht.
Eine dämliche Regelung, die ich so nur aus Slowenien kenne und auch dort nicht so wirklich funktioniert hat. Klar, man hat in Deutschland das große Problem, dass das abstimmende Abendpublikum einen…etwas anderen Geschmack hat als das, was auf internationaler Bühne Chancen hätte. Beispiele dafür hatten wir ja in der jüngeren Vergangenheit zu genüge. Aber eine Jury dann nur abstimmen zu lassen am Anfang und den Zuschauern nur am Ende die Möglichkeit zu geben, über die Handverlesenen abzustimmen, ist halt wirklich dämlich. Auf der anderen Seite, wir haben schon fast jedes Konzept beim NDR scheitern sehen, wir brauchen einfach Glück mit den Liedern. 😉
Dachte, aus diesem Grund hätte die ganze Sache mit der Marktforschung überhaupt erst stattgefunden. Damit man eben die besten Lieder findet, damit die Zuschauer eine Auswahl von besten haben?
Ich denke, es geht auch darum, sie live unter Show- und Druckbedingungen performen zu sehen. Das kriegt man im vorherigen Verfahren nicht realgetreu genug abgebildet.
Stimmt, Slowenien war das. Ich hab die ganze Zeit überlegt, welches Land dieses System verwendet.
Aber bei den 9 Songs haben wir leider kein Glück…
So schlimm sehe ich das Publikum gar nicht. Wenn wir uns die letzten Jahre anschauen:
– Abor & Tynna (2. Lyza)
– Isaak (Jury: Isaak, 2. Mutzke)
– LotL (Jury: Will Church, 2.Ikke Hüftgold)
– Malik Harris (2. Maël & Jonas)
– Intern (Jendrik)
– Abgesagt (Ben Dolic)
– S!sters (Jury: S!sters, 2. Lily Among Clouds)
– Michael Schulte (Jury: Michael Schulte, 2. Voxxclub)
Also, ich will nicht lügen, die zweiten Plätze waren manchmal nicht so meins, aber mit allen Zuschauersiegern konnte ich leben (Sisters ausgenommen). Mit nur Juries wäre es nicht besser gewesen.
dann war das 2019 wohl eine notgrätsche? 😀
Ich frage mich ja, ob das Votum der Jury öffentlich stattfindet. Zeit genug hätte man ja und es wäre bei diesem Verfahren auch nur fair dem Zuschauer gegenüber.
Letztes Jahr war das so, wie maan es gemacht hat, in Ordnung, weil die Jury sich ja nach jedem Auftritt direkt geäußert hat und sich auch eher informell auf die Finalisten geeinigt hat, anstatt Punkte zu vergeben, aber das wird jetzt ja anders sein.
Auf jedenfall weiß der Zuschauer dann, wen die Jury auf Platz 1 hat und dann ist die Frage, lässt sich der Zuschauer davon verleiten ?
Ich finde das Verfahren nicht gut, aber wenn das ARD Publikum wieder sehr seltsam wählt (S!Sters), dann ist das Geschrei genauso groß. Wir hätten mit etwas mehr Lenkung so gute Beiträge in der Vergangenheit schicken können.
Mal sehen, ich motze immer erst hinterher.
Da gab es aber auch eine internationale Jury, die Sistars vorne sah. Kein Wunder, das dann Oma Irmgard aus Buxtehude denkt, wenn es international so gut ankommt, wähle ich es auch telefonisch.
Das war keine internationale Jury. Es war eine Deutsche Jury, die die internationale Jury präsentiert hat. Die wurden nur von Schreiber so berechnet, dass sie angeblich den internationalen Geschmack treffen.
Doch, das war eine internationale Jury. Sogar 20 Mitglieder, genau wie jetzt wieder.
Als ob die da irgendwas dem Zufall überlassen würden
Die wissen doch wahrscheinlich jetzt schon, wer in die Top 3 kommt – genauso wie Raab das vorher auch schon wusste.
Mir persönlich ist das so dermaßen egal. Da ist nichts dabei was in Wien irgendwas reißen wird und ob wir da 19. oder 22. oder direkt Letzter werden juckt auch niemanden. Sollen sie auswählen was sie wollen.
Vielleicht ersparen sie uns den Vorentscheid direkt nächstes Jahr.
Es ist offensichtlich, dass man hier in Deutschland sowie nix von wert zusammen bringen kann.
Letztes Jahr wars im Grunde auch ne interne Auswahl.
Ähm… ja. Also mir gefällt Baller am besten. 😉
Ich versteh es nicht: ich kenne zwar das SWR Open Air Festival nicht, hatte aber viel gutes darüber gehört und gehofft, dieses Jahr etwas Frisches, Innovatives und Deutsches in bester Form zu hören. Halt aktuelle Musik von jungen Talenten, die in den Clubs gespielt wird.
Aber sowas wie dieses Jahr kommt bei Songwriting-Camps zustande… ein Mischmasch aus Altbekanntem, verstecktem Schlager und Möchtegernpop im ESC-Style. Sturzlangweilig und das bereits nach dem Hören der kurzen Snippets.
Es stimmt schon: man muss kein Lied vollständig hören, um sich eine Meinung bilden zu können. Wenn die Hook nicht funzt, dann kann man den Rest auch getrost beiseite lassen. Hier sticht am allermeisten tatsächlich Marti Fischer heraus, kommt aber nicht mal annähernd an Tommy Cash heran, ganz davon abgesehen, dass Duplikate im Folgejahr auch noch nie ein Erfolg wurden. Der ganze Rest: vergessenswürdig, zumindest für einen Erfolg beim ESC.
Aber hier geht’s ja um das Voting. Das Konzept: vergessenswürdig. Wer denkt sich so einen Mist aus?
Es tut mir leid, ich möchte irgendwas gutes schreiben… mir fällt leider nichts dazu ein.
Ich bin echt kein Profi, aber da sind Pfuscher am Werk und ich kann es besser.
Ich weiß nicht, ob „Ciao Ragazzki“ dadurch das wohl hauptsächlich auf Deutsch ist, dann doch etwas anders klingt für das internationale Publikum. Und das Wiederholungen abgestraft werden war tatsächlich lange so aber meines Erachtens hat es da auch eine Veränderung gegeben. Tommy Cash hätte sonst nach Joost & Co. sicher auch nicht so gut funktioniert.
Ich weiß nicht, es ist halt 50/50, ich glaube viele Fans der Musik aus den vergangenen Jahren sind ggbfs. immernoch hungrig auf einen Sieg einer „Spaßkapelle“, vielleicht generell auf leichte Kost.
Die ersten (internationalen) Reaktionen in Social Media beziehen sich tatsächlich garnicht auf Tommy was mir ein bisschen wundert und mir Hoffnung gibt.
Darüber hinaus hat der Song für mich auch „Ich kündige“ – Elemente und wir wissen ja, dass das gefeiert wurde.
Ich hoffe die Beiden nehmen noch den Hype aus den vergangenen Jahren mit, denn sie wirken super sympathisch und man weiß ja auch was für ein begandeter Künstler Marti ist.
Hat mit Tommy auch nichts zu tun.
Warum haben sie nicht gleich noch Stefan Raab mit eingeladen? Da schaue ich lieber den finnischen Vorentscheid. Wenigstens besteht da noch die Chance, dass ein Beitrag mit Qualität ausgewählt wird.
Der „Song“ von BELA hat ja den gleichen Beat wie Lenas Satellite.
Hab ich auch sofort gedacht.
Hey ChatGPT, schreib mir mal einen catchy Song für den deutschen ESC Vorentscheid!
Ja, das fällt sofort auf.
Mischung als „Satellite“ und „Solo“ 🙂
Dabei hat eine andere Teilnehmerin den Lena-Bezug (aus der FAZ von heute)
Molly Sue (25) aus Laboe (Schleswig-Holstein)
Die Norddeutsche stand bereits 2014 bei „The Voice Kids“ im Team von ESC-Gewinnerin Lena Meyer-Landrut. „Genau in die Fußstapfen würde ich jetzt gerne treten.“ Im Popsong „Optimist (Ha Ha Ha)“ singt sie über innere Ängste.
Basierend auf den Snippets ist mein erster Eindruck gar nicht mal schlecht. Verglichen mit anderen Vorentscheiden finde ich die Auswahl sogar einigermaßen gelungen und kann mich da für einiges begeistern. Es bleibt bei den Newcomern halt immer die Gefahr, dass sich live dann die Nerven melden, aber gut, das muss man abwarten.
Aktuell hätte ich wavvyboy auf der 1, vor Ragazzki, Bela, Laura Nahr und Sarah Engels in der Reihenfolge. Malou Lovis ist die obligatorische Voice-Kandidatin, allerdings kommt das Gesamtpaket trotz der wirklich interessanten Stimmfarbe durch den äußerst lahmen Song eher blass daher.
Über die Jury-Macht bin ich hingegen wenig begeistert. Das regt mich beim ESC schon auf. Ja, man braucht sie, um politisch bzw. patriotisch motiviertes Massenvoting einzudämmen, aber irgendwie haben sie leider so gar nicht den gleichen Geschmack wie ich und produzieren einen schrecklichen Sieger nach dem anderen (meine Meinung).
Internationale Juries in Vorentscheidungen finde ich meistens noch gruseliger. Da kommen oft Einheitsbrei und halbgare Kompromisse heraus, womit wir auch mit dem NDR schon genug Negativerfahrung sammeln konnten (mein persönlicher Allzeittiefstpunkt: Sisters).
Ragazzki können sich mit diesem Modus wohl relativ sicher nach ihrem Auftritt die Kante geben – sie werden nicht in die Verlegenheit kommen, nochmal ran zu müssen. Bei Bela wird das ähnlich enden.
Irgendwie hoffe ich aber darauf, dass zumindest wavvyboy mit einer guten Performance das Superfinale erreicht und ich dafür abstimmen kann.
Sisters war wirklich eines der grauenhaftesten Machwerke der Musikgeschichte.
War Sistars nicht auch bei der Marktforschung vorher so erfolgreich?
Ganz übel…..
Ich finde den Song an sich nicht schlecht. War aber, auch durch die letztendliche Performance beim ESC, nicht so geeignet.
Ich bin gebranntes Kind und fand / finde die beiden Sängerinnen gut. Sie hatten beide mit Lena zu tun. Die eine als Lena Backgroundsängerin und die andere als sehr junges Lena-Double (& Fan) => ESC 2011.
Sisters haben allerdings auch das Televoting gewonnen. Die Jurys im Vorentscheid zu streichen, hätte also nichts gebracht. Das ist bereits in der Vorauswahl für die Show schief gelaufen.
Das ist ja das schöne an zwei Nationalitäten: Ich hab noch Hoffnung, dass Norwegen was geschissen bekommt. Am 28.02 wird bei mir definitiv NRK statt ARD laufen. Ich bin echt frustriert in diesem Jahr. Und ich war echt immer Optimist, selbst im „Horrorjahr” 2022. Nicht nur, dass mir die Acts nicht gefallen, ist das Voting-System dazu absoluter Mist!
Zu den Acts: Geschmäcker sind verschieden. Versteht mich nicht falsch, keiner der Songs ist schlecht. Aber 50% der Auswahl sind wirklich unfassbar belanglos und absolut ESC-Untauglich. Sarah Engels, Ragazzi und Molly Sue sind meiner ansicht nach Ok. Die könnten zumindest irgendwie Punkte bekommen, auch wenn die nicht wirklich meinen Geschmack treffen. Ich hab das gefühl, da geht bei allen Songs noch mehr.
Aber gut. Noch sind ja auch nicht die ganzen Songs veröffentlicht. Deshalb will ich noch nicht zu viel sagen…
Jury können im Vorfeld aussortieren, in der Sendung sollte nur der Zuschauer die Wahl haben.
A ok 😀 (der genialste Songtitel, auf jeden Fall!)
Ach man, da hat wohl der Neustart über den SWR nichts gebracht. Das Voting System ist ein totaler Flop, wie das durchgewunken werden konnte, ist mir ein Rätsel.
Immerhin hat sich das Hazel Gerücht wohl bestätigt, weshalb ich den Vorentscheid tatsächlich schauen werde.
Anhand der Schnipsel ist meine Top 3 Jury Prediction:
Sarah Engels – Fire
Laura Nahr – Wonderland
Ragazzki – Ciao Ragazzki
Nun ja, dann schauen wir mal.
Ne Jury mit ESC Bezug würde Sarah Engels nicht weiter wählen, weil es wie ne Kopie von gefühlt 20 anderen Songs klingt.
Ich würde da eher Black Glitter mit rein nehmen.
Klingt für uns Fans blöd, aber was soll man machen 🤷 Ich werde mir ESC Kompakt Live als Podcast anhören. Schaue bei Malta gespannt zu, wer ins dortige Finale kommt.
Anscheinend bin ich in der Minderheit. Finde den Modus zumindest vom Grundgedanken her gut. Der Song muss fuer den ESC in einem ersten Schritt international gut klingen. Dafuer gibt es in einem ersten Schritt eine grosse int. Jury (20 Länder). Anders als bei frueheren Formaten siebt gerade nicht eine Mini-Jury aus Dland aus. Es ist dabei auch spannend, wen die Jury gut findet, weil man weiss es noch nicht (anders als bei Raab). Im zweiten Schritt kann das Publikum aus den drei – international potentiell tauglichen – Liedern den Favorit auswaehlen, widerum ohne Verwaesserung durch eine Jury.
Find den Grundgedanken spannend. Umsetzung bleibt abzuwarten 😉
Du bist nicht allein mit der Meinung, sehe ich genauso
Man hätte schon im Vorfeld aussortieren können, das muss nicht in der Sendung geschehen.
Aber – wenn man doch das Lied ohnehin nicht für ESC-tauglich hält – warum muss man es denn dann überhaupt in den Wettbewerb nehmen? Das macht doch keinen Sinn.
Seh ich auch so
Was passieren kann, um Ragazzki– Ciao Raggazki entsteht vorm VE- Finale ein Hype und die Jurys wählen den Beitrag nicht in die Top 3. Na dann……SWR!
Alles beim Alten
Könnte erneut die bittere Realität sein. Schau mer mal.
28.02.2026 Finale San Remo Festival !
Sarah Engels muss man zu Gute halten, dass sie den ESC als Chance ihres Lebens sieht, wäre toll, wenn das alle etablierten Künstler so sehen würden, statt Angst vor Absturz zu haben.
Getreu dem Motto: „Weil mein Ruf kaputt geht…, net deina!“
Nun gut, der vermeintlich „große Name“ ist das Mädel aber nun auch wieder nicht.
Doch ist sie. Sie ist ein Superstar. Punkt. Und sie hat eine Riesen Fanbase. Die Frage ist nur, ob die Jury sie weiterwählt und ob sie ihre Riesen Fanbase mobilisieren kann, sich den Deutschen ESC-Vorentscheid 2026 anzuschauen und für sie abzustimmen.
Du wirfst mit Begriffen wie „Star“, „Superstar“ oder „Hyperdyper-Star“ echt um dich wie mit der Kamelle am Karneval. 🙄
Das finde ich aber nicht so gut. Nichts gegen eine Jury, aber ich fände es besser, wenn das Publikum über alle Acts mitentscheiden könnte. 50% Jury, 50% Televoting.
Das klingt ja sehr nach Eesti Laul! Wobei ich es durchaus verstehe, dass im ersten Schritt nur die Jury abstimmt. Denn im estnischen Vorentscheid, bei dem in der ersten Runde auch das Publikum beteiligt ist, setzt sich regelmäßig der Televoting-Favorit auch im Superfinale mit reiner Zuschauer-Abstimmung durch (außer es ist zuvor knapp gewesen), was den Sinn einer Jury doch ad absurdum führt.
So scheint das diesjährige deutsche Verfahren eher auf vermeintlich sichere Jury-Punkte zu schielen, ohne das Publikum zu sehr zu vergrätzen. Allerdings fände ich von vornherein 50/50 ohne Superfinale am fairsten.
witzige auswahl 🙂 hier mein erster eindruck:
Warum macht man nicht einfach eine interne Auswahl und erspart dem geneigten Publikum diese VE-Farce. Käme außerdem viel billiger.
Hat sich nichts geändert – NDR oder SWR – wenn diese 9 acts das Beste sind frage ich mich wie sich die anderen angehört haben. Warum lässt man denn 9 auftreten in der Sendung wenn die Zuschauer nur aus 3 auswählen können? Wann wachen die Verantwortlichen der ARD endlich mal auf und planen ein Auswahlverfahren wie in Schweden? Kommt doch nicht von ungefähr, dass Schweden schon so oft gewonnen hat.
Ah. Da ist er wieder: Der absolute, unnötige Blödsinn, der bei der Abstimmung zu einem deutschen ESC-Beitrag absolut nie fehlen darf. Und man dachte, der SWR macht’s besser. Tja. War dann wohl nix.
Habe doch noch eine Frage: Bin nicht so gut im Lesen und Verstehen, daher nochmals eine kleine Frage:
Wie läuft das mit den internationalen Juroren genau ab? Wählt jeder Juror seine persönlichen drei Favoriten aus und dann wird gezählt, wer wie oft genannt wurde? Oder wird nach dem normalen Punktesystem z. B. 1-12 Punkte oder so ähnlich gestimmt und dann die Punkte zusammengezählt und die Top 3 somit bestimmt?
Und da dachte man, bescheuerter als letztes Jahr geht’s nicht mehr ….
tja falsch gedacht!
Die werden vorher alles aussortieren was Sarah Engels gefährden könnte, wie bei Raab voriges Jahr, der wollte Baller und hat es bekommen.
Baller fand ich sogar richtig gut, Sarah geht dagegen für mich gar nicht.
100% d’accord!
Da wünsche ich mir aber schnellstmöglich den Raab zurück!!!
Bzgl der Last Minute Regeländerung kann man ihm sicher vorwürfe machen, aber musikalisch war sein letztjähriges line up ja wohl deutlich vielfältiger, bunter, jünger und erfolgsversprechender. Da hat man wenigstens gemerkt, dass jemand angreift um das Ding zu gewinnen.
Das line up ist eine schiere Palette an grau tönen wie in den schlechtesten esc ve Jahren.
Ich bin maßlos enttäuscht.
Raab hat letztes Jahr die Regeln geändert, um Feuerschwanz zu verhindern unter dem Gesichtspunkt, dass diese als „untypisch“ sehr gut beim Publikum ankamen, aus seiner Sicht aber nicht das Zeug hatten herausragend genug für den esc zu sein.
Dieses Jahr habe ich das Gefühl, dieses votingsystem ist nur dafür da, den vermeintlich größeren Namen zwei Auftritte zu verschaffen. Vllt deren Bedingung überhaupt teilzunehmen?
Spaß bei Seite. Ich hätte lieber eine knackigen einstündigen Vorentscheidung mit den Finalisten vom letzten Jahr und neuen Songs, als diese Enttäuschung zu verarbeiten. Ich bereite mich auf diese vor und sie wird dennoch hart zuschlagen.
Was mich glaube ich am meisten triggert, ist ja das ein Marktforschungsinstitut und eine Art Jury diese 9 Act aus zig Einreichungen ausgewählt hat. Demnach haben die doch auch schon ein ranking. Dieses wird doch aller wahrscheinlich nach nur bestätigt werden. Es stehen die 3 Acts für das super Finale demnach doch eig schon mehr oder weniger klar. Jury kennt Studio Version, Jury kennt Live Gesang aus dem auswahlprozess, Jury weiß was vorher gewählt wurde.
Wofür dieser unnötige Schritt?
Ich schlaf erstmal ne Nacht drüber. Vllt geht es mir morgen ja besser und ich bewerte nochmal alles etwas neutraler
Die Jurys wählen dann ihre drei Favoriten und die Zuschauer schließen sich dann der Jurymehrheit an.
Ohne Worte!
Das werden jetzt viele nicht gerne hören aber hier sind die Fakten:
Es ist in einem Land wie Deutschland, in dem musikgewordener Würgreizreflex wie Schlager Stadien füllt, eine sehr, sehr, sehr, sehr GUTE Idee, den „Trieben“ des Publikums einen Riegel vorzuschieben und Schadensbegrenzung zu betreiben.
Man denke nur mal an letztes Jahr, wo das Publikum ohne Wenn und Aber Knight Club geschickt hätte – wäre unter Garantie in den Bottom 5 gelandet. Und auch Lovers On Mars, ein katastrophal schlechter Song (wenn auch von einer fantastischen Sängerin gesungen), kam beim Voting erstaunlich hoch.
Oder man denke an das hohe Ergebnis von Ikke Hüftgold…
Wenn das Ziel ist, beim internationalen ESC ein gutes Ergebnis zu erzielen, muss man ein Publikum, dessen Geschmack warum auch immer noch zu sehr bei Dorfdisko und daher ein Risiko ist, einfach irgendwie einhegen.
Das kann man auf zwei Wegen tun:
Kudos für diese Entscheidung, denn den Entscheidern wird klar gewesen sein, dass das nicht gut ankommen wird.
Der „Wille des Volkes“ ist eben nicht immer das, was das beste Ergebnis liefert – kann ja nicht jeder Schwede oder Finne sein 😉
Also… ja… ich bin mal auf die vollen Songs gespannt.
Die Sekundenteaser waren größtenteils nichtssagend.
Ich halte es eher für ein Armutszeugnis, weil man damit insgeheim zugibt, dass man einigen der ausgewählten Acts ein gutes Abschneiden in Wien nicht zutraut.
Mir gefällt das neue Votingssystem!
Der einzige Punkt den ich absolut zu kritisieren habe, ist das Voting. Wenn Jury, dann bitte eine Nationale und keine Internationale. Aber wieso gibt man der Jury wieder mehr Macht als dem Zuschauer? Wieso kein 50/50. Man hat 3 Stunden Zeit. Da hätte man erst das Juryvoting machen können. Ich fürchte das die beiden deutschen Songs bei der internationalen Jury keine Chance haben werden. Das man 2 Runden macht ist ja okay, aber ich finde das das Publikum von Anfang an mit einzubeziehen ist.
Nicht beim deutschen Publikum.
Das ist einfach zu provinzial Deutsch im Geschmack, zu ahnungslos was ESC-Chancen angeht – das bringt beim ESC nichts.
Hat man zur Genüge gesehen.
Sonst würden man riskieren, lauter Ikke Hüftgolds zu senden wenn mal kein anderer Publikumsliebling da ist (ja ich weiß, LotL ist auch letzter geworden, das lag aber an der katastrophalen Show und Tonmischung, da ist weder Jury noch Publikum schuld).
Mark hart klingen, ist aber so.
Wenn das Ziel ist, beim ESC erfolgreich zu sein, muss man das deutsche Publikum irgendwie umschiffen.
Ich vermute, dass zwei Gedanken eine Hauptrolle spielen:
1 Deutsche haben in musikalischer Hinsicht andere Vorlieben als Europa
2 Wir wollen nicht wieder letzter werden
Angst und Unsicherheit sind die wichtigste Motoren hinter den Auswahlverfahren und am Ende auch beim ‚Deutsche Finale‘.
Überall gibt es eine erste Aussortierung, schließlich hat man nur Sendezeit für 10 bis 30 Songs. In diesen Schritt eine internationale Jury reinbringen ist völlig in Ordnung. Danach sollte man sich trauen und im Vorentscheid eine deutsche Jury und das Publikum abstimmen lassen.
Auch ne Jury kann sich irren, ebenso wie die Zuschauer natürlich. Es gibt keine Erfolgsgarantie. Trotzdem finde ich das wenn man eine VE macht, das die Zuschauer zumindest zu 50% am Voting beteiligt gehören. So wie beim ESC. Die Zuschauer in Deutschland hatten mehr Volltreffer als die Juries. Am Ende zählt der Geschmack.
So habe ich es gemeint, nur nicht klar geschrieben 😉 Danke.
Sie hatten ja genug Zeit, um NEUN Beiträge, die für die Juries als gut empfunden wurden einzugrenzen.Warum nochmals eingrenzen? Das ergibt für mich NULL Sinn. Dannwenigstens auf & Beiträge einstampfen, und dann die Zuschauer entscheiden lassen oder eben gleich eine interne Auswahl.
Ich denke, es werden sich im Vorfeld 3 erfolgversprechende Acts in den Bewertungen herauskristallisiert haben, die am Ende auch zur Wahl gestellt werden sollen.
Im übrigen ist es auch ein 50/50 Voting mit Jury und Publikum, nur nicht punktuell sondern seriell.
Wie soll man richtig mitfiebern und mitvoten, wenn möglicherweise nur seine Zweit- oder Drittwahl ins Superfinale kommt? Oder gar keiner seiner Lieblingssongs.
Ich träume mich einfach in eine ESC Parallelwelt in der das hier passiert wäre:
2018 Michael Schulte
2019 – Lilly Among Clouds Suprise oder
2019 – Aly Ryan – Wear your Love
2020 – Covid – Ben Dolic -Violent Thing
2022 – Electric Callboy – Pump it
2024 – Ryk – Oh Boy
2026 – SWR haut neben Ragazzki noch mindestens 2 Brecher raus.
Ich lade euch ein vorbei zu kommen. xD
Kann ich 100% zustimmen. 😉
So, ich mal mal ein Pulverfass auf: Wen, denkt ihr, wird die Jury ins Superfinale schicken? Und damit meine ich nicht eure Wunschkandidaten, sondern wirklich die der Juries?
Meine Vermutung:
Sarah
Molly
Malou
Ich könnte mir bei Malou Vitamin K(aulitz) vorstellen im Sinne von Promo etc.
Glaube auch, das Sarah weit kommen wird.
Wen Molly das live hinbekommt, was das Snippet verspricht, halte ich sie fürs Superfinale gesetzt.
Sarah ist auch sehr wahrscheinlich weil der Song gut produziert ist und heraussticht.
Den dritten Platz halte ich für relativ offen, da wird es vor allem auf die Gesangsleistung ankommen,
Jemand der Sarah Engels nicht gefährdet, hat man sich von Raab abgeschaut.
Für mich wiedermal eine Bestätigung, dass Deutschland mit einer internen Auswahl besser fahren würde (zumindest vorübergehend).
Warum? Selbst bei einer internen Auswahl wählt man ein chancenloses Lied aus. Siehe Jendrik. Es läuft gewaltig schief in Deutschland. Entweder haben die Zuständigen Leute 0 Ahnung vom ESC oder es ist denen schlichtweg egal.
Der tollen Expertise einer internationalen Jury hatten wir übrigens die S!sters zu verdanken – nur nochmal als kleine Erinnerungsstütze…
Also anders gesagt: Wir sind verloren. :p
Und ein Jahr vorher haben sie Michael Schulte gewählt. Also steht es 1:1 😉
Wird dem deutschen Publikum ein so schlechter Musikgeschmack zugetraut, daß man Entscheidungen zum deutschen Beitrag einer internationalen Jury überlässt? In Schweden obliegt dies seit Jahren dem eigenen Publikum und dies sehr erfolgreich… vielleicht sollte einmal über diesen Weg nachgedacht werden
Dort sind die Songs auch mehr auf den ESC zugeschnitten.
In Schweden wählt zumindest eine Jury mit und hat auch schon Publikumsfavoriten gestürzt.
Spannung!? Wohl eher nicht. Nichtssagende Songs, die nicht berühren.Die ACTS mit den größten Labes hinter sich kommen ins End-Finale und dann sollt ihr zum Voting zahlen. Viel Vergnügen.
Das wird doch wieder blutig 🙁
Mir ist es egal …. weil keiner der 9 angebotenen Beiträge es m.M.n. in die Top 15 schaffen wird. Ein richtiger Ohrwurm, der einen von Anfang an überzeugt und mitreißt nicht dabei ist. Bin ich vielleicht zu pessimistisch? Mag sein, aber es gab bei anderen Ländern immer Lieder, wo ich schon beim ersten Mal hören mir sicher war, dass dieses Lied es im Finale in die Top 10 schaffen wird.
Sehe das genau so, nichts dabei was mich sofort catched. Und irgendwie nur so langweiliges Zeug was beim ESC nicht funktioniert. Vielleicht überzeugt mich ja noch die eine oder andere Performance.
Werde mich aber womöglich nicht am Voting beteiligen.
Was mich noch mehr traurig macht als unsere Lieder ist die Tatsache, dass die EBU es zum 70. Geburtstag des ESCs weder Kanada noch Kazakhstan einzuladen. Bei Kazakhstan Kamm nur die Entschuldigung, dass es am Finanziellen liegen würde.
Traurig, sehr traurig 😔😔
Ich bin froh dass uns Kasachstan erspart bleibt.
Wäre dieses Jahr die falsche Message, die Abtrünnigen sofort zu „ersetzen“, noch dazu mit einem Schurkenstaat wie Kasachstan. Würde auch nicht gut ankommen noch mehr nicht-europäische Länder einzuladen, bei Mainstream Zuschauern herrscht auch nach 10 Jahren immer noch Unverständnis was die Teilnahme Australiens angeht
Kasachstan liegt zum Teil durchaus in Europa!
Ich will aber Kasachstan damit nicht verteidigen.
Naja, man hat sich auch öfters über die Auswahl des TV-Publikums geärgert. Z.B. bei Levina oder S!isters. Der SWR denkt nun wohl, die internationale ‚Experten‘ Jury wird es richten.
Allerdings könnte man so etwas auch im Vorfeld, unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen und daraus eventuell eine Sendung stricken. Dann entsendet man zum Finale des Deutschen Vorentscheid z.B. nur 5 Acts und läßt dann voten.
Bin auf die Stimmung gespannt. Immerhin ist Hazel dabei. Ein kleiner Lichtblick.
Na da bekommt man ja richtig Lust auf den Vorentscheid 😬
Bei der Aufstellung sollten wir lieber abstimmen, ob wir überhaupt in Wien teilnehmen. Also Superfinale mit den 3 Jury Nieten und als 4 Option, keinen davon.
Stefan Raab war schon vom Aufbau richtig gut. Nur hätte man da die Jurrys zum Mond schießen können, und dann aus der Vorrunde die besten vom Puplikum ins Halbfinale wählen, im Halbfinale dann die besten ins Finale und im Finale von mir aus eine Top 3, und zum Schluss ein großen Finale.
Ich würde mal vorsichtig widersprechen wollen, dass die Einbindung von Jurys „Fernsehdramaturgie der 60er“ ist. Der Vorentscheid letztes Jahr (mit 3/4 Shows ganz ohne Publikumsbeteiligung) hatte die besten Quoten seit Jahren und war ein riesiger Erfolg.
Und das sage ich, obwohl ich Jurys auch ungeeignet findet.
Nicht nur beim deutschen, sondern auch beim moldawischen ESC-Vorentscheid Selecţia Naţionalăm eine internationale Jury unter anderem den Teilnehmer am ESC. Sie besteht aus fünf Mitgliedern und darunter sind die ESC-Gewinnerin von 2016 Jamala sowie Paula Seling (ESC-Teilnehmerin von 2010 und 2014) sowie Samirə Əfəndiyeva (abgesagter ESC 2020 und ESC 2021):
https://eurovoix.com/2026/01/16/moldova-efendi-jamala-among-the-selectia-nationala-2026-jurors/
Die internationale und die nationale Jury sowie das Televoting bestimmen zu je einem Drittel das Ergebnis.
Ein offener Brief, warum der deutsche ESC – Vorentscheid mehr Transparenz und Fairness braucht ➡️ https://medium.com/@leonfricke33/warum-der-deutsche-esc-vorentscheid-mehr-transparenz-braucht-ein-offener-brief-45c91740de28
Ein toller Brief, den man in jedem Punkt so absolut unterschreiben kann!
Sehr schöner Artikel, insb. der Alternativansatz, nach einer Qualitätsprüfung die qualifizierten Beiträge in einem Online-Portal der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, gefällt mir sehr gut.