
Wie wird der deutsche Act und vor allem der deutsche Song für den Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien ausgewählt? In diesem Jahr hat der SWR vergleichsweise früh informiert, wie Song und Act gesucht und gefunden werden sollen. Nun wurden ESC kompakt Informationen zur Verfügung gestellt, die noch mehr verraten als die offiziellen SWR-Informationen von Anfang Juli: Neben der offenen Bewerbungsphase und der Tatsache, dass auch das Musikteam auf die Suche nach Acts geht (das hatten wir im ESC kompakt LIVE schon gemutmaßt), wird es auch Songwriting-Camps geben – extra für Das Deutsche Finale 2027.
Das alles geht aus dem Dokument „INFOS FÜR ARTISTS“ hervor, das bisher nicht breit zugänglich ist, aber offenbar interessierten Künstler*innen zur Verfügung gestellt wird. Die wichtigsten News: Der SWR macht diesmal ein deutlich stärker strukturiertes und kuratiertes Auswahlverfahren mit Songwriting-Camps, internationalen Expert*innen und einer klaren Timeline. Darüber hinaus finden sich in dem Papier Teilnahmebedingungen und der Ablauf bis zum Deutschen Finale 2027. Darüber werden wir noch separat berichten.
Zunächst aber zur wohl wichtigsten Information aus dem Hause SWR: den bereits erwähnten Songwriting-Camps, von denen bisher nirgends die Rede war. Der SWR setzt vor dem ESC 2027 eigene Songwriting-Camps ein, um die Wahrscheinlichkeit für starke ESC-Songs zu erhöhen. Dort arbeiten ausgewählte Artists mit nationalen und internationalen, hochqualifizierten Songwriter*innen und Produzent*innen zusammen, um Songs für den ESC 2027 zu entwickeln. Wer das ist? Das ist nicht klar, aber vermutlich wird auch die Expertise des ESC-Musikteams eine Rolle spielen (Stichwort: Pele Loriano).
Die Songwriting-Camps sind Teil des Vorverfahrens für den Vorentscheid, aber keine Pflicht für eine ESC-Bewerbung. Wer bei einem Camp mitmacht, geht mit dem besten dort geschriebenen Song in die Vorauswahl. Gleichzeitig sagt der SWR in den „INFOS FÜR ARTISTS“ ausdrücklich, dass die Camp-Teilnahme keinen automatischen Vorteil bringt. Es ist also einfach eine weitere Säule im Prozess.
Bewerben können sich Artists, die sich grundsätzlich auch für den ESC bewerben wollen. Laut dem Papier richtet sich das an professionelle Musikschaffende, sowohl etablierte Acts als auch Newcomer mit ersten relevanten Erfolgen, mit eindeutigen Voraussetzungen wie Mindestalter 18, EU-Staatsangehörigkeit oder Aufenthaltstitel in Deutschland bis mindestens 31.05.2027 und Deutschland-Bezug. Um das klar zu sagen: Newcomer sind im SWR-Sprech keine echten Newcomer, sondern bereits mit einem gewissen Grad an Professionalisierung unterwegs. Auch das hatten wir bereits im ESC kompakt LIVE analysiert.
Für die Camp-Teilnahme kann man sich per formloser E-Mail bewerben. Benötigt werden unter anderem Name, Kurzprofil, Geburtsdatum, Nationalität, Wohnort/Kontakt, Management-Kontakt, Business-Netzwerk, Links zu Songs und Live-Performances, Social-Media-/Weblinks, die Verfügbarkeit für den Zeitraum 01. bis 15. September (wenn die Songwriting-Camps stattfinden sollen) sowie ein Foto.
Mit der Bewerbung wird die Teilnahme am Auswahlverfahren für Das deutsche Finale mit angestoßen, falls man ein Camp-Angebot bekommt. Außerdem verpflichtet man sich, mit im Camp entstandenen Songs nicht für Vorentscheide anderer Nationen anzutreten. Das ergibt natürlich Sinn.
Die Bewerbung für die Camps ist ab sofort möglich, die Deadline dafür ist der 10.08.2026, 12:00 Uhr mittags. Die Camps selbst laufen dann also in den ersten beiden Septemberwochen 2026. So sollen am 21. September, wenn auch die Deadline für den offenen Bewerbungsaufruf ist, alle möglichen Songs feststehen.
Wie findest Du die Neuigkeiten zum SWR-Konzept? Sind Songwriting-Camps eine gute Idee, um einen potenziell erfolgreichen ESC-Beitrag zu finden? Lass uns Deine Einschätzung gerne in den Kommentaren wissen.
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wie was wo is er?
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Finde Songwritingcamps gar nicht gut
da kommen konstruierte, unemotionale Songs bei raus
Bin auch nicht der größte Fan von um ehrlich zu sein, oftmals kommen da irgendwelche Baukasten-Songs bei rum.
es gibt da ja auch den bewährten songwritercampbaukasten.🐰
,,Darüber hinaus finden sich in dem Papier Teilnahmebedingungen und der Ablauf bis zum Deutschen Finale 2027. Darüber werden wir noch separat berichten.“
Das ist gemein von euch. Ihr wollt uns wohl zappeln lassen.
… wenn ich Songwriting Camp nur schon lese, löst es in meinem Körper Reaktionen aus, die ich einfach nicht möchte.
Vom Thema Songwritingcamps an sich mal abgesehen (das haben wir hier ja schon mehrfach in epischer Breite diskutiert): Was der SWR da letztes Jahr gemacht hat, war offensichtlich eine Katastrophe. Insofern kann man nur hoffen, dass dieses Mal alles anders wird oder (noch besser) dass genug andere starke, eigenständige Songs eingereicht und dann auch ausgewählt werden.
Songwriting-Camps… gähn.
Hoffe, dass dieser „Trend“ irgendwann mal der Vergangenheit angehört. Songs auf Kommando bzw. nach Vorschrift schreiben und komponieren. Womöglich noch nach irgendeinem KI-Baukastensystem. Ob am Ende erfolgreich oder nicht… Nein, danke.
Der Song von Michael Schulte ist in einem Songwriting-Camp entstanden, deswegen ist das nicht immer schlecht.
Ich finde der erste Eindruck ist, das der SWR viel aus dem ersten Jahr gelernt hat. Angefangen von Kommunikation und der Einsicht das man was ändern muss und nicht auf NDR Niveau weitermachen darf.
Ob das Ergebnis dadurch besser wird, wird man sehen, aber zumindest kein „weiter so“.
Der Song von Michael Schulte existierte schon vor dem Songwriting-Camp. Er wurde dort nur in die finale Version gebracht.
Das mit dem Song writing Camp klingt wie letztes Jahr. Nur dass dieses Mal alles etwas früher angepackt wird. Wobei die Camps letztes Jahr ja auch irgendwann im Sommer waren(?). Aber durch den früheren Bewerbungsaufruf steigt die Chance mehr Acts und mehr Songmaterial zu bekommen, die teilweise vielleicht auch mehr oder besseres Material beim SWC erzeugen und mehr Zeit für Verbesserungen haben. Also rein theoretisch.😉
Unterm Strich ist der Faktor Zeit für mich dieses Mal die spannende Veränderung. Macht das wirklich unterm Strich ein besseres Ergebnis? Ich hoffe doch!
„Songwriting-Camps“
gäääääääääääääääääähn😴
Reiß dich zusammen, BRAUN!
Darauf wird es wohl nie eine eindeutige Antwort geben.
Wichtig ist: Der Ball muss ins Tor.
Egal ob wunderschön herausgespielt, oder durch einen
glücklichen Elfmeter.
Aber bitte ins richtige Tor. 😉
Der Begriff Songwritingcamp verursacht bei dem (der) Einen und Anderen bereits Schnappatmung – so nach dem Motto „Denk‘ ich an Songwirtingcamps in der Nacht werde ich um den Schlaf gebracht“! Einen Versuch ist es jedenfalls Wert!
„Sind Songwriting-Camps eine gute Idee, um einen potenziell erfolgreichen ESC-Beitrag zu finden?“
Teodora Špirić bzw. Teya und Kristina Bach – bitte meldet auch !!! 😀
Vor dem Vergnügen der Formularkrieg durch die Nebenbedingungen!
Und vor der VE-Teilnahme das Songwritingcamp! 🙄
Also genau das, was den Spaß an der Chose killt. Hoffen wir mal auf ein paar hartgesottene Freigeister und einen gutes Gespür bei den Machern, dann wird das schon … also … vielleicht …