Ergebnis des ESC-Referendums: Basel bekennt sich überwältigend zum Eurovision Song Contest 2025 in der Schweiz

Der ESC 2025 wird wie geplant die ganze Stadt Basel in Beschlag nehmen (im Bild: Rheingasse, Altstadt Kleinbasel) Quelle: Andreas Zimmermann / Basel Tourismus

Laut dem Zwischenresultat der Briefwahl für das ESC-Referendum, wird der Eurovision Song Contest 2025 in Basel mit allen geplanten Side Events und Aktivitäten in der Stadt stattfinden können. Die Basler Bevölkerung hat den Kredit, den der Grosse Rat bereits bewilligt hatte und gegen den aber das Referendum ergriffen wurde, demnach mit – nach aktuellem Auszählungsstand – deutlichen 66,4% Ja-Stimmen bestätigt. Die endgültigen Zahlen werden kurz nach 18:00 Uhr erwartet, aber da in der Vergangenheit ein Großteil der Basler Bevölkerung per Briefwahl abgestimmt hat, werden die restlichen Stimmen das Ergebnis aller Voraussicht nach nur noch marginal verändern.

Zur Debatte stand in Basel ein Kredit über 35 Millionen, die das Kantonsparlament mit der Unterstützung aller großen Parteien, von links bis rechts, für den ESC zu Verfügung gestellt hatte. Die Gegner hatten das Referendum ergriffen und die erforderliche Anzahl an Unterschriften gesammelt, um eine Volksabstimmung zu erzwingen (wir berichteten).

Die Abstimmung über den ESC-Kredit fand zusammen mit vier nationalen Anliegen statt, darunter die umstrittene Erweiterung mehrerer großer Autobahnen. Diese Themen dürften die Referedumsbeteiligung auch in Basel leicht erhöht haben.

Hätte die Bevölkerung den Kredit abgelehnt, hätte das Begleitprogramm rund um den ESC in Basel enorm reduziert werden müssen. Nebenevents wie der Eurovision Boulevard und das riesige Public Viewing „Arena Plus“ im St. Jakob Park wären ganz gestrichen worden, und in der Stadt wäre wohl nur wenig Eurovision-Atmosphäre zu spüren gewesen.

Der Eurovision Song Contest 2025 in Basel wird damit auch der allererste ESC, der demokratisch legitimiert ist. Zwar hat dieser typisch schweizerische, direktdemokratische Prozess im Ausland Kopfschütteln ausgelöst und auch teilweise für Verwirrung gesorgt. Doch das Ergebnis spricht für sich und die Schweiz muss sich nicht dafür schämen, dass auch Minderheiten ihre Anliegen in die Öffentlichkeit tragen können.

Wie jedes Jahr bleibt die Organisation eines solchen Großevents, wie es der ESC ist, eine logistischen Mammutaufgabe, die noch dazu in Rekordzeit vollendet werden muss. Mit diesem klaren Votum dürften die Verantwortlichen mit einer gehörigen Portion Rückenwind in die verbleibenden Monate bis zum Eurovision Song Contest 2025 starten.

Wie bewertet Ihr es, dass der Kredit so deutlich angenommen wurde? Teilt Eure Meinung gern in den Kommentaren!



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Wolfgang Meyer-Rudolph
Wolfgang Meyer-Rudolph
1 Jahr zuvor

… womöglich sagt am Ende PAOLA (Felix) nochmals >Bonjour>, empfiehlt ggf. eine >Cinéma>-Visite oder lockt auch in Altersweisheit erneut mit einem „Vogel der Nacht“.

Timo1986
Timo1986
1 Jahr zuvor

Da die Samstag-Abende mit „Verstehen Sie Spaß“ – als dies in den 80er Jahren noch von Kurt Felix und Paola moderiert wurde – mit die schönsten Fernseh-Abende für mich mit meinen Eltern war, hätte ich diesbezüglich nichts dagegen. 😀

Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
1 Jahr zuvor

Ich finde für eine Volksabstimmung sowohl die Wahlbeteiligung als auch das Ergebnis sehr beeindruckend (und natürlich höchst erfreulich!). Es wurde ja bereits gesagt: bei einer Volksabstimmung starten üblicherweise die Initiatoren mit einem Vorteil, weil die Motivation zur Teilnahme an der Abstimmung bei den Gegnern höher ist als bei den Befürwortern. Da ist eine Zweidrittelmehrheit pro ESC-Rahmenprogramm durchaus ein glanzvolles Ergebnis! Am meisten freut mich, dass diese absurden Fundichristen von der EDU nach dem gescheiterten Versuch von 2007, DJ Bobos Eurovisionsteilnahme mit dem „satanischen“ Vampires are alive zu verbieten, bereits zum zweiten Mal gegen den ESC krachend verloren haben!

Zwelfbungt - Lucas
Zwelfbungt - Lucas
1 Jahr zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Der Altmeister der Eurovisionsblogs hat gesprochen! Auch gut, dass deren Homoehen-Referendum vor drei Jahren krachend gescheitert ist.

ESCHans
ESCHans
1 Jahr zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Bei Bambie Thug brauchten sie dieses Jahr wahrscheinlich ein ganze Horde an Exorzisten, dagegen war DJ Bobo Kindergarten 😉

4porcelli - Help The 🦦 save his people United24
4porcelli - Help The 🦦 save his people United24
1 Jahr zuvor
Reply to  ESCHans

Jetzt haben wir ja das Problem, dass dort Satanisten und Vampire sind. Besucher sollten wahrscheinlich Kruzifixe und Knoblauch en Masse mitbringen.

AlkiBernd
AlkiBernd
1 Jahr zuvor

Angesichts des horriblen Fails sämtlicher Religionen würde ich es durchaus mal mit Satan probieren. Er soll über eine reizende Großmutter verfügen, die viele schlüpfrige Anekdoten über beispielsweise Stalin und Hitler zum Besten geben kann. Doch ein Kontrast zu der etwas verknöcherten und ob ihrer Jungfräulichkeit dauerfrustierten Maria. Als einziges weibliches Wesen im Himmel hat man es ja auch schwer….

katzen1fan
Mitglied
katzen1fan
1 Jahr zuvor
Reply to  AlkiBernd

Denke auch Lucifer ist missverstanden. Man sollte da nicht auf das hereinfallen was die Kirche uns sagt.
Überhaupt, wenn Gott unfehlbar ist. Wie konnte er dann einen Engel nachen der Böse ist? Ist für mich ein plothole.

Last edited 1 Jahr zuvor by katzen1fan
Carl Christian
Carl Christian
1 Jahr zuvor

Da freut man sich über spannende Meinungen in den Kommentaren – und dann ist eine „überwältigende Zwei-Drittel-Mehrheit“ der Kommentare von Porcelli, ESC1994 und Timo, wie sie über die SPD und Alkohol in Schwarzwälder Kirschtorte am Sonntag sinnieren. 😂
Aber schön, dass sich die Baseler Menschen so eindeutig entschieden haben! 🤩

Matty
Matty
1 Jahr zuvor
Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Ramdidamdam! Hast du dich schon beworben?

Last edited 1 Jahr zuvor by Malge1985
Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Das Logo und das Bühnenbild stehen fest und werden in den kommenden Wochen vorgestellt:

https://www.instagram.com/p/DDFhFnZNlqS/

Matty
Matty
1 Jahr zuvor

Am 16. Dezember 2024 gibt es Neuigkeiten zum ESC in Basel, und zwar werden das Bühnenbild, das Logo und das Motto vorgestellt:

https://www.instagram.com/p/DDMzTw_NTOB/

Außerdem gibt es auch aktuelle Informationen über die Tickets.

Malge1985
Malge1985
1 Jahr zuvor
Reply to  Matty

Ist das Motto nicht mehr „United By Music“?