
In Basel ist am Sonntagnachmittag mit dem türkisfarbenen Teppich und einer großen Parade durch die Stadt der Eurovision Song Contest 2025 eröffnet wurden. Bei bestem Frühlingswetter fuhren die 37 Delegationen in Straßenbahnen und Bussen die 1,3 km lange Strecke ab – begleitet von unzähligen Musik- und Trachtengruppen. Unter die zehntausenden Zuschauer*innen am Straßenrand hatten sich auch etliche pro-palästinensische Demonstranten gemischt, die mit Fahnen und Transparenten auf sich aufmerksam machten und teilweise das Vorankommen des Umzugs störten. Aufgrund einer Bedrängung der israelischen Delegation zeigte der TV-Sender KAN die entsprechenden Aktivist*innen bei der Polizei an.
Dieser Beitrag wurde bezüglich der Augenzeugenschilderung unseres Bloggers Chris nach der ersten Veröffentlichung konkretisiert.
Mit dem längsten türkisfarbenen Teppich der ESC-Geschichte wurde am Nachmittag der diesjährige Wettbewerb in Basel eröffnet. Gegen 14 Uhr begrüßte Conradin Cramer, der derzeitige Regierungspräsident des Kantons Basel-Stadt, die Teilnehmer*innen und die Zuschauer auf dem Marktplatz. Danach kamen die Künstler*innen in aufwändigen Outfits mit ihren Delegationen einzeln aus dem Rathaus und ließen sich von den Massen feiern. Am Ende eines etwa 50m langen Teppichs stiegen sie dann in eine Straßenbahn oder einen (offenen) Bus und fuhren die 1,3 km durch die Innenstadt und über die Mittlere Rheinbrücke bis zum Messeplatz, wo sich das Eurovision Village befindet.
Zwischen diese Straßenbahnen und Busse mischten sich Musik- und Trachtengruppen aus Basel und dem Umland. Zu einem späteren Zeitpunkt liefen auch weitere Menschen mit. Immer wieder wurden Personen mit Regenbogenfahnen eingeblendet. Es war ein fröhliches und friedliches Fest mit einer ausgelassenen und inkludierenden Stimmung – ein bisschen wie bei einem CSD. Die Polizei war wie schon in den letzten Tagen deutlich sichtbar, hielt sich aber weitgehend zurück. Die Menschen konnten sich entlang der Paradestrecke sehr frei bewegen und den Umzug bestaunen.
Erste Störungen dieser ausgelassenen Stimmung gab es bereits bei der Ansprache von Regierungspräsident Conradin Cramer auf dem Türkisen Teppich vor dem Rathaus. Immer wieder waren laute Sprechchöre zu hören. Was dabei gerufen wurde, war zumindest in der Übertragung im Internet nicht zu verstehen. Allerdings waren auch viele Palästina-Fahnen auf dem Marktplatz zu sehen und mindestens ein Transparent, dass sich gegen Israel aussprach (Screenshot unten; Lucio Corsi aus Italien links im Bild).

Während die palästinischen Flaggen nach einiger Zeit auf dem Marktplatz nicht mehr zu sehen waren, waren sie entlang der Paradestrecke allgegenwärtig, so auch auf der Mittleren Brücke (Foto unten).
Zu einem Zwischenfall kam es dann ein Stück weiter vor dem Messeplatz, wo sich das Eurovision Village befindet und die Parade endete. Wie unser Blogger Chris berichtete, hatten 30 bis 40 Polizisten vor dem Einfahren der Straßenbahnen mit den deutschen und israelischen Acts die Menschen an den Straßenrändern von der Straße gedrängt, so dass niemand direkt an einen Wagen mit den Delegationen kommen konnte.
Nachdem die Bahn mit den Israelis durchgefahren war, kam eine größere Menge von Protestierenden, die allerdings von der Polizei abgeblockt wurde und somit der Straßenbahn nicht folgen konnten. Anschließend besetzten einige Demonstranten jedoch die Gleise und hielten eine der nächsten Straßenbahnen auf (Foto unten). Nach einigen Minuten beendeten sie ihren Protest. Offenbar folgte anschließend fast hinter allen Bahnen auch eine protestierende Menge, die sich letztlich erst ganz am Schluss der Parade auflöste.

Die Schweizer Zeitung Blick veröffentlichte ein Video, das eine*n pro-palästinensische*n Aktivist*in zeigt zeigt, der/die sich vor der heranfahrenden Straßenbahn mit der israelischen Delegation auf die Gleise legt und die Weiterfahrt stoppt. Die Polizei griff dabei schnell und beherzt ein.
Wie ESC_News_ auf Instagram mit Berufung auf den israelischen Sender KAN meldet, hat dieser die entsprechenden pro-palästinensischen Aktivisten nun bei der Polizei angezeigt. Dies belegt auch dieser Post auf X.
Die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest ist bereits im letzten Jahr von mehreren Künstler*innen und teilnehmenden Sendern hinterfragt bzw. kritisiert worden. Der Hintergrund ist die Vorgehensweise Israels im Gaza-Streifen in Reaktion auf den Terrorangriff der islamistischen Organisation Hamas auf das Land am 23. Oktober 2023.
Zuletzt äußerte sich Vorjahressieger Nemo kritisch gegenüber Israel und forderte den Ausschluss des Landes vom Wettbewerb. Dabei schloss er sich einer entsprechenden Forderung von über 70 ehemaligen ESC-Künstlern an. Die EBU, die den ESC veranstaltet, hat einen Ausschluss Israels erneut abgelehnt.
Bitte verzichtet auf verletzende Kommentare in die eine oder andere Richtung. Wir müssen sonst die Kommentarfunktion direkt schließen.
Abgesehen von diesem Zwischenfall war die Eröffnungsfeier das von den Veranstaltern gewünschte inklusive Event, wie die nachfolgenden Fotos belegen:

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Vielen Dank an Basel für diese tolle Eröffnungszeremonie und den damit verbundenen Faschingsumzug. Fasching mitten im Mai ist schon etwas sehr Skurriles und besonderes und gibt es wohl nur beim ESC. Die ganze Stadt Basel war heute auf den Beinen. Und vielen Dank an die Polizei und die Sicherheitskräfte, dass sie so Aggressiv gegen die Demonstranten eingeschritten sind. Solchen Leuten muss man leider mit der vollen Härte und Aggressivität begegnen. Aber alles in allem war es heute wunderschön. Vielen Dank dafür. Und damit ist der ESC 2025 Offiziell eröffnet. Auf eine tolle und Friedvolle ESC-Woche 2025.
Dem schließe ich mich natürlich an. Ich hoffe nur inständig, daß damit dieses Problem gelöst ist. Sonst ziehen wieder dunkle Wolken herauf und „United by music“ ist leider erneut ein Fall für die Tonne.
OK, solange es sich um Aktivisten von außen handelt. Sollten sich vermeintliche Fans darunter auch in die Halle verschlagen…. Ich möchte gar nicht mehr darüber nachdenken.
Herr Österdahl, bitte den eisernen Besen bereitstellen ! Notfalls auch Nemo mit einem Auftrittsverbot belegen. Bislang gibt es im diesjährigen Teilnehmendenfeld keinen Verdacht, daß jemand davon Gift versprüht…
Der eiserne Feger. Muss mal überlegen, zu welchem ESC-Act das passt. 😉
PARG ja nun nicht mehr, der hat ja seine harte Schale abgeworfen und zeigt seine weiche innere Seite. 🫠🫠🫠
Aber auch seine stählerne Brust. 😀
😀😀😀 Stimmt. 😀😀😀
Ich nehme PARG!
Kyle aus Norwegen?
Kyle fällt bei mir nicht unter Feger, sondern unter Welpe … 🙂
Neue Besen kehren gut!
Feuerschwanz stehen ja nicht zur Auswahl. 🙃
Auf eurovision.de hat man nur Fotos ausgewählt, auf denen die entsprechenden Flaggen nicht zu sehen sind. Richtig so.
Nichts gegen Demonstration im Allgemeinen, gegen die Politik Israels, meinetwegen auch in zeitlichem Zusammenhang zum ESC. Aber das war einfach ein Missbrauch der Veranstaltung.
Das halte ich für einen sehr guten move!
Die Leute sollen vor der israelischen Botschaft demonstrieren gehen. Das wäre der passende Ort. So wirkt es nur wie: eine feige, anonyme Gruppe gegen eine einzige Person, in dem Fall Frau.
Genau.
Nur zur Klarstellung, dass keine Missverständnisse aufkommen: das war ein guter move von eurovision.de und das hätte ich mir hier auch gewünscht.
Hier wurde ja bewusst explizit über den Protest berichtet, insofern auch alles gut so, find ich.
Wie der Vorfall geschildert wurde, halte ich die Anzeigen für falsch. Die gießen doch bloß weiteres Öl ins Feuer.
Okay, hatte nur von der Blockade gelesen. Die Kopf-ab-Geste gehört natürlich rigoros bestraft.
Och man, jetzt habe ich nicht mehr ganz so viel Lust, mir den Stream morgen anzuschauen. 😕 Egal – die letztjährige ESC-Woche habe ich (durch Ausblenden der vielen Störaktionen) auch recht gut überstanden und gefeiert.
Wenn ich mal so fragen darf: Wo sind denn die ganzen Herren, Damen und auch Queere (was haben die eigentlich nicht verstanden?) das ganze Jahr über, um einen Diskurs mit der EBU anzuregen? Ich finde es legitim, wenn man die Teilnahme Israels kritisch sieht und das sachlich sowie vernünftig begründet. Aber die Diskussion immer erst eine Woche vorm Wettbewerb aufzumachen, zeigt doch einfach schon, dass diese Menschen nicht an einem vernünftigen Diskurs interessiert sind.
Für mich ist das kein Protest, das ist blinder Aktivismus. Ein friedliches Event, bei dem die Vielfalt an Kulturen gefeirt wird, zu stören, ist schon armselig. Ich finde es traurig, wie sehr sich diese Menschen in den Hass hineinsteigern und immer öfter versucht, die Grenzen des Sag- und Zeigbaren zu verschieben. Dass dabei hauptsächlich Personen protestieren, die sich selber wahrscheinlich als progressiv und tolerant bezeichnen würde, führt den ganzen Protest ad absurdum.
Diese rohen Formen des Aktivismus (z.B. das ständige Skandieren irgendwelcher „Parolen“) verringern die Legitimation der „Meinungsäußerung“ extrem. Wer seine eigene Freiheiten derart missbraucht, um die anderer zu beschneiden (in diesem Fall z.B. jene von Yuval und ihrem Team), der darf nicht toleriert werden. Umso ekelhafter finde ich, wie gehässig die internationale ESC-Bubble mittlerweile geworden ist und wie wenig sichtbar Kritik an solch spaltendem und hätzerischem Verhalten ist.
Eine Botschaft an die Aktivisten: Wenn ihr an einer Diskussion über die Teilnahme einer Rundfunkanstalt, die sich an die Regularien der EBU hält, interessiert seid, dann setzt euch hin und überlegt euch, welche Argumente es für einen Ausschluss KANs geben könnte (Spoiler: nicht sehr viele). Und wenn ihr dazu nicht in der Lage seid: Lasst uns friedliche ESC-Fans, die Künstler, die Organisatoren und die Delegationen mit eurem primitiven Aktivismus in Ruhe!
Eigentlich wollte ich dazu nicht so viel schreiben, aber das musste jetzt mal raus.
Appplaus!
👍👍👍👏👏👏Sehr schön geschrieben.
Ich bin ganz bei Dir !
Dank Dir! 🙂
Danke Jofan, du sprichst mir aus dem Herzen – man kann es nicht besser schreiben und es ist gut dass du „es rausgelassen hast“😘
… und lass dir bitte den Spass von diesen Leuten nicht verderben, denn damit hätten sie schon einen Teilsieg erreicht – den gönnen wir ihnen definitiv nicht😇
Sehr guter Kommentar, danke!
Dank auch von mir. 👏
Super Statement von dir ! Du hast es sehr gut auf den Punkt gebracht 👍
Recht hast du, sehr gut! 👍🫶
Aber du brauchst dir den Spaß auch nicht verderben lassen, denn ich finde diese Aktionen standen -jedenfalls am Endgerät- nicht im Vordergrund! Und ich werde diesen Leuten auch nicht eine Hauptrolle zugestehen. Ja, es waren einige Palästina Flaggen zu sehen. Ja, zwischendurch hat man mal vereinzelte Rufe gehört. Aber es war ganz offenkundig eine absolute Minderheit. Ich habe erst den offiziellen Livestream von Eurovision geschaut, danach die Interviews von Consi für eurovision.de und dann den Twitch Stream von Abor (sen!sa!tio!nell!). Und da stand eines im Vordergrund: wie unglaublich nett, fröhlich, friedlich, entspannt die KünstlerInnen miteinander umgegangen sind! Das nehme ich mit von dem heutigen Tag, nicht was ein paar sogenannte „Aktivisten“ gemacht haben, das wäre ja noch schöner!
Ich empfehle da tatsächlich Abors Stream, den man wohl auch nachschauen kann. Er trifft da auf viele viele andere KünstlerInnen hinter den Kulissen und es entwickeln sich teils sehr interessante und viele witzige Gespräche/Momente. Er trifft (mehrfach) auf Sissal, JJ, Klemens und Go-Jo. Er quatscht mit Valentyn von Ziferblat, mit einer der Lettinnen, mit Red Sebastian, Shkodra, mit Katarsis, Emmy, Zoe, Miriana, Marko, usw. Tynna ist auch dabei und man kriegt einen guten Einblick wie das so ist zwischen den Acts untereinander. Ich fand das super spannend! Und: Es ist unheimlich schön zu sehen, wie sympathisch das Line-up ist, wie wohlwollend alle miteinander umgehen, das war wirklich auffällig, insbesondere in Abors Stream halt! Auf diesen tollen Spirit werde ich mich konzentrieren 💗
„ Wo sind denn die ganzen Herren, Damen und auch Queere (was haben die eigentlich nicht verstanden?) das ganze Jahr über, um einen Diskurs mit der EBU anzuregen? Ich finde es legitim, wenn man die Teilnahme Israels kritisch sieht und das sachlich sowie vernünftig begründet. Aber die Diskussion immer erst eine Woche vorm Wettbewerb aufzumachen, zeigt doch einfach schon, dass diese Menschen nicht an einem vernünftigen Diskurs interessiert sind.“ – schon seit letztem Jahr sprechen sich tausende Menschen gegen Israels Teilnahme aus. Auch gegenüber der EBU wurde immer wieder das kundgetan. Die EBU agiert hier autokratisch und lässt nicht mit sich reden. Ergo gehen die Menschen den Weg von Protesten.
Warum sollte die EBU mit sich reden lassen?
Das haben wir schon mitbekommen, aber das ist der Teil zum Ausschluss von KAN – es gibt keinen Grund zum Ausschluss. Euer auf TikTok genährter Judenhass zählt jedenfalls nicht dazu. Protestiert mal vor der iranischen Botschaft. Das wäre weniger verlogen.
Vielen Dank für Deinen Kommentar!
100% Zustimmung
Nur auf esc-kompakt lese ich diese gute Kommentaren. Kompliment und total einverstanden.
Ich habe mir die Parade heute Abend auf YT angeschaut – ich finde so gut gemacht und mit so viel Publikum war diese Show noch nie. Toll das auch verschiedene Gruppen die Künstler begleitet haben. Nicht besonders kreativ fand ich die Fragen an die Künstler am Schluss der Parade….aber insgesamt war das ein toller Auftakt für die kommende Woche.
Wir sind heute in dem ganzen Trubel hier angekommen und hatten erstmal am badischen Bahnhof in Basel ein nettes Pläuschchen mit Thorsten Schorn,der wohl auch in unserem Zug war und den ich von jetzt ab voll in mein Herz geschlossen habe.So ein netter und sympathischer Mensch😃.
Ansonsten sind wir bisher noch nie mit so einem Umzug beim ESC empfangen worden.
Das war ja stimmungsmässig schon der Wahnsinn. Da unser Hotel direkt auf dem Weg zur Messe liegt,hatten wir keine Chance und standen mit unseren Koffern mitten im Umzug.War toll und warm🥳😃😉.Von den Vorfällen ,von denen hier berichtet wird haben wir Gott sei Dank nichts mitbekommen.Es hatten sich zwar auch pro palästinensische Demonstranten mit Plakaten dem Umzug angeschlossen, aber die waren friedlich und das fand ich ok.
Ansonsten eine so ausgelassene Stimmung, eigentlich wie zu Karneval,toll das die Fans mit involviert waren und nicht ausgeschlossen wurden,wie in den letzten Jahren.
Irgendwann kamen wir dann auch durch zu unserem Hotel,waren schon im Eurovillage,wo Luca Hänni gut abging und haben jetzt auch schon ein wenig von Basel gesehen,was sich bei diesem Wetter einfach prächtig präsentierte.
Kann so weiter gehen….
Viel Spaß in Basel.
Danke🙂
Musste gerade so lachen- Rusty mit den Koffern im Umzug stehend🤣🤣🤣 das ist echt der Koffer😂
🤣ja war lustig🤣
Ein toller erster Bericht aus erster Hand! Das freut mich sehr zu hören!!!!
Ganz viel Spaß dir, liebe Rusty! Genieß die Zeit vor Ort! Ich glaube das wird eine tolle Woche – ich bin total angetan von den ganz besonders sympathischen KünstlerInnen, die sich heute unfassbar fröhlich, freundlich, locker gezeigt haben (vor allem in dem Backstage Stream von Abor auf Twitch). Ich wünschte ich könnte mit euch vor Ort sein, aber weil ich lang geplanten Besuch bekomme aus den USA, geht es leider leider nicht. Umso mehr wünsche ich euch eine super Zeit in Basel! Lasst uns alles wissen!!!!! Happy Eurovision, liebe Rusty!!! 😘🥳💗🥂
🤗😃🥳
Vielen Dank für den schönen Erfahrungsbericht.
Ich wünsche Dir ganz viel Spaß in Basel, liebe Rusty!
Danke für den schönen Bericht, und auch von mir viel Spaß in Basel. Habt eine tolle Zeit.🤗
Toll zu lesen, Dir und euch allen da „unten“ viel Freude. 🙂
Die EBU tut sich keinen Gefallen damit, Israel teilnehmen zu lassen, Russland dagegen nicht. Hier wird mit zweierlei Maßen gemessen. Entsprechend waren und sind solche Protest Aktionen zu erwarten. Mal gucken, was wir bei den Live Shows sehen. Auf jeden Fall Fake Applaus, während der Saal Israels Teilnehmerin ausbuht wie letztes Jahr.
Mimimi
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. 🙄
Ach so: Und wer eine ehemalige Hamas-Geisel ausbuht und angreift, zeigt sein wahres Gesicht. Aber von euch liest man eh bald nix mehr, da euer geheucheltes Interesse mit dem ESC rein gar nix zu tun hat.
Du tust dir mit deinem Kommentar keinen Gefallen. Wie oft muss man euch eigentlich noch erklären, dass es sich beim ruSSischen Channel1 um eine regierungstreue Propagandamaschine handelt, während KAN so unabhängig berichtet, dass es von Netanyahu gerne verboten würde? Wie oft jetzt noch?
Und warum sind solche Proteste zu erwarten? So viel Hass, so wenig Hirn.
Außerdem bleibt fraglich, warum der Ausschluss Israels von einem dezidiert liberalen, toleranten und queeren Event wie dem ESC ausgerechnet bei Netanjahu zu irgendeinem Umdenken in der Politik führen sollte. Gerade er würde doch eher Freudentänze aufführen.
Aber das ist eben das klassische Muster der lächerlichen BDS-Bewegung: Die Hirnaktivität wird runtergefahren, der Hass dafür auf 11 aufgedreht.
Du sprichst mir aus der Seele. Im Prinzip wird durch solche Aktionen nur unseren Feinden gedient.
Wer Künstler beim Auftritt ausgeht, hat beim ESC nichts zu suchen!
Russland ist nicht mehr Mitglied der EBU und kann deshalb nicht mehr an dieser größten Musikshow der Welt teilnehmen:
https://esc-kompakt.de/nach-ausschluss-vom-esc-russische-sender-treten-aus-der-ebu-aus/
Ende der Diskussion!
„Der Hintergrund ist die Vorgehensweise Israels im Gaza-Streifen in Reaktion auf den Terrorangriff der islamistischen Organisation Hamas auf das Land am 23. Oktober 2023.“
: )
Medienanalytisch ist es jedes Mal aufs Neue interessant, wie sehr (und wie oft) sich die deutsche Berichterstattung (und die Reaktionen der Deutschen) von anderen Ländern abbheben, was dieses Thema angeht.
Und wie überrascht Deutsche darüber sind.
Protest, der nicht stört ist kein Protest. (Derartige Forderungen bringen mich immer zum schmunzeln, so wie damals, als man Friday for Future gesagt hat, die sollen doch bitte nicht die Schule schwänzen, sondern das brav am Samstag machen.)
Todesdrohungen sind natürlich zu verurteilen.
Der Hinweis, man solle doch mal mit der EBU sprechen, solange eine israelische Marke der größte Sponsor bleibt, müßig.
FFF mit den peinlichen Pro-Palästina-Aktivisten zu vergleichen… autsch.
Greta nehm ich hier mal raus. Sie hat sich längt disqualifiziert.
Meiner subjektiven Wahrnehmung nach greifst Du hier ein sehr altes antisemitisches Narrativ auf – denn Du suggerierst, dass Moroccanoil die EBU kontrolliert. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich beschämend.
Dann bleibt halt dem ESC fern. Nehmt eure Palästina-Flaggen und macht einen ESC in Gaza. You will be in for such a surprise, miomio. Bringt dich dann sicherlich auch zum schmunzeln.
Manchmal fehlen mir die alten Zeiten, in denen die Künstler*innen ihre Lieder ohne viel visuellen Schnickschnack dargeboten haben, und das Publikum in Abendgarderobe sittsam auf den Stühlen saß und höflich applaudierte. Heutzutage ist alles so grell und so hektisch … und die Digitalisierung macht immer mehr Menschen zu hyterischen und blind Rasenden, die sich einen Schal in bestimmten Farbe um den Hals binden und dann anderen gar nicht mehr zuhören, sondern immerzu die immergleichen Slogans brüllen.
Ohrstöpsel bitte … und eine Sonnenbrille.
Old man rant over!
OT: und morgen ist Herr Herzog in Berlin. Schauen wir mal wie diese idyllische Stadt es verkraftet…
Kurze Frage unter den diesjährigen Teilnehmern gibt es bis jetzt keine negativen Storys gegenüber Israel oder im vergleich zu letzen Jahr ich hoffe ihr wisst was ich meine oder?
Soviel ich weiß nicht. Die EBU hat dieses Jahr ja die Regelung angepasst und – ähnlich wie bei den Olympischen Spielen – auf ein gutes MIteinander plädiert (was halt bisher irgendwie immer selbstverständlich war…aber mittlerweile wohl leider nicht mehr). Ich denke, dass es wohl Konsequenzen hätte, wenn ein/e Teilnehmer/in solche Aktionen wie letztes Jahr machen würde…
Gabs ja letztes Jahr auch keine Konsequenzen zb für Marina aus Griechenland aber zumindest schon gut zu hören das keiner so nen Quatsch macht ja man kann Differenzen machen aber was da letztes Jahr teilweise ablief war echt bodenlos und ich würde das schon als Mobbing bezeichnen
Ich fand es von der Organisation voll daneben Israel direkt hinter Deutschland zu setzen.
Warum? Was ist daran verwerflich, Israel neben Deutschland auftreten zu lassen?
am Rathaus wurde nichts gegegn die Störrufe und Flaggen unternommen. Und sie sind erst dann verschwunden, nach dem Israel dran war. Einfach unglaublich das vor Ort nichts unternommen worden ist. Das Geblärre fing schon um 13.15 Uhr an und es war min. 6-7 Flaggen auf beiden Seiten. Man hat diese xxx einfach konsequenzlos machen lassen … einige ESC Fans fühlten sich gestört und äusserten dies auch den Schreihälsen.
Dagegen können die Sicherheitskräfte halt nicht so viel machen. Ich weiß, dass das blöd ist, aber es ist leider so. Erst wenn die Demonstranten wirklich mit Tatkräftigen und Aggressiven Aktionen den Ablauf stören, dann dürfen die Sicherheitskräfte mit harter Gewalt und Schlägen die Demonstranten aus dem Verkehr ziehen ohne anschließend dafür Ärger zu bekommen. Und das haben sie ja gestern auch gemacht. Das ist halt ein Drahtseilakt. Die Sicherheitskräfte versuchen ja erstmal deeskalierend zu handeln. Nur wenn es gar nicht mehr anders geht dann handeln sie eben mit voller Gewalt.
Ich finde man sollte es gar nicht erst zu Gewalt kommen lassen!!
Ja, dass stimmt. Aber in dem Fall ist es leider notwendig. Diese Demonstranten müssen die volle Härte und Aggressivität zu spüren bekommen. Und Schuld sind die Demonstranten selber. Ich weiß, dass das sehr hart klingt, aber ich persönlich erlebe es immer mehr, wie die Gesellschaft Aggressiver und Unverschämter wird, gerade auf dem Lagerleben bei unserem Tänzelfest. Und da würde ich mir manchmal schon wünschen, dass die Sicherheitskräfte mehr eingreifen. Oft machen die nämlich nichts und versuchen dem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Und deswegen finde ich das Vorbildhaft, dass die Sicherheitskräfte in Basel gestern so Aggressiv und mit Roher Gewalt die Demonstranten aus dem Verkehr gezogen haben, denn solche Leute haben es leider nicht anders verdient.
Ich war dort wo der Carpet angefangen hat und obwohl ich aktuell gegen eine Teilnahme bin fand ich es daneben diese vielen Palestina Flaggen zu sehen – was danach passiert ist geht garnicht! Das hat mit Demonstration nichts zu tun! Ich hab trotz meiner Kritik auch Yuval Applaus und Jubel gegeben und hätte es die Möglichkeit gegeben Bilder zu machen dann natürlich!
Ich weiß nicht was man einem Menschen nach so etwas wünschen kann/soll, mit Hinblick ihrer traumatischen Erfahrung (und selbst dieses Wort ist nicht stark genug um den Anschlag den sie überlebt hat zu beschreiben). Ich vermute und hoffe sie hat psychologische Unterstützung vor Ort und danach und auch schon vor Basel, eine dicke Haut und viel Liebe.
Man mag die Regierung kritisieren dürfen, man mag auch die Teilnahme eines Landes kritisieren dürfen, aber solche Gesten haben nichts mehr damit zu tun.
Alles Gute Yuval!
Eine gute Nachricht könnte ich noch sagen, die Buh-Rufe waren recht wenig, es gab viel Applaus in der Ecke in der ich stand
Es geht aus meiner Sicht um das Spannungsfeld, eine menschenfeindliche Regierung zu kritisieren, ohne dafür die Zivilbevölkerung, den Rundfunksender oder die Sängerin anzugehen.
Das Problem beim ESC ist ja auch, dass überall der Ländername als Kollektivsingular steht. Und damit sollte sich N. nicht schmücken dürfen. Dafür kann der Sender aber nichts.
@Christian: Kritik am konkreten Vorgehen der israelischen Regierung ist kein Antisemitismus. Alles, was darüber hinausgeht, ist zu verurteilen.
Da hätt ich ein paar Vorschläge: Ruanda, Sudan, Madagaskar, Myanmar. Aber das bedient ja den Antisemitismus des pseudolinken Mobs nicht.
Ich fürchte, auch wenn nur der Sendername beim ESC stehen würde oder der Interpret, würde das die Menschen nicht davon abhalten, die Delegation stellvertretend für die Regierung anzufeinden.
Warum lässt die Schweizer Polizei sowas überhaupt zu? Gerade in der heutigen Zeit. Diese Leute hätte man abführen müssen und für ein paar Tage ins Gefängniss stecken müssen. Wenn ne Bombe hochgegangen wäre, wäre es zur Katastrofe gekommen. Unfassbar, wie verantwortungslos kann man als Behörden sein. Diesen Hamasaktivisten ist doch alles zuzutrauen. Die Anzeigen waren richtig. Ich frage mich wo waren die Demonstrationen alles die Hamas Israel überfallen hat und Babies massakriert hat?
Hä, sie haben doch mit Roher Gewalt und Schlägen die Demonstranten davon abgehalten die Straßenbahn der Israelischen ESC-Teilnehmerin 2025 zu blockieren. Was hätten sie denn sonst machen sollen?
Wie habe ich so treffend in der Fahrschule gelernt: Immer 1x mehr bremsen. Tram gewinnt immer.
Egal wer wieso weshalb warum, sich auf die Gleise so knapp zu legen ist fahrlässig und dumm, plus ignorant gegenüber dem Fahrpersonal.
Ich bremse auch für Männer
Fehler im Artikel: Nemo bezeichnet sich als nicht-binär, darum wäre „they“ das richtige Pronomen, nicht „er“.
Ich werde Nemos Auftritt schauen, trotz der fragwürdigen Einstellung zu Israel.
Wo ich aber weggucken werde: Bei der deutschen Wertung.
Einfach, weil mich Michael Schulte nervt…