ESC zieht junges Publikum an: ARD punktet mit Jubiläums-Doku und „Hart aber fair“

Bild: HR/SWR/Drive Beta/DPA/Picture Alliance/Imago

Die Eurovision-Woche ist gestartet – und Das Erste hat den Auftakt am Montagabend gleich für einen bemerkenswerten Quotenerfolg genutzt. Mit der Dokumentation „70 Jahre ESC – More than Music“ setzte die ARD vor allem bei den jüngeren Zuschauerinnen und Zuschauern ein starkes Ausrufezeichen – ein Effekt, der beim Eurovision Song Contest fast schon traditionell ist. Auch das danach folgende „Hart aber fair“ konnte mit seinem ESC-Themen bei den Unter-50-Jährigen starke Quoten erzielen.

Während die 90-minütige Doku um 20:15 Uhr beim Gesamtpublikum auf 2,18 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 9,7 Prozent Marktanteil kam, zeigte sich ein ganz anderes Bild in der jüngeren Zielgruppe: 570.000 Menschen zwischen 14 und 49 Jahren bedeuteten starke 13,9 Prozent Marktanteil – ein Wert deutlich über dem Senderschnitt und ein klarer Primetime-Sieg.

Damit bestätigt sich einmal mehr ein bekanntes Muster: Der ESC begeistert besonders viele jüngere Menschen. Gerade in der Woche des Wettbewerbs steigt das Interesse in dieser Altersgruppe spürbar – und davon profitiert auch begleitender Content wie diese Doku.

Im Anschluss an die Dokumentation blieb das Thema Eurovision im Ersten präsent. Bei „Hart aber fair“ diskutierte Louis Klamroth mit seinen Gästen unter anderem über die politische Dimension des ESC. 1,67 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten ein, der Marktanteil lag sowohl insgesamt als auch bei den 14- bis 49-Jährigen jeweils bei etwas über 9 Prozent.

Ein Blick auf die Tagesmarktanteile unterstreicht die starke Performance: Mit 9,2 Prozent lag Das Erste bei den 14- bis 49-Jährigen klar vorne. Damit setzte sich die ARD deutlich gegen die private Konkurrenz durch und profitierte sichtbar vom ESC-Umfeld.

Andere Programme hatten es in dieser Konstellation schwerer. Das RTL-Quiz „Die Weisheit der Vielen“ kam in der Zielgruppe auf 7,0 Prozent Marktanteil bei 270.000 Zuschauerinnen und Zuschauern – ein eher verhaltener Wert. Insgesamt lag die Reichweite bei unter einer Million und markierte damit den schwächsten Wert der bisherigen Ausstrahlung.

Trotz des regelmäßig großen Reichweitenerfolgs des ESC gerade bei den Zuschauer*innen unter 50 Jahren versteckt die ARD heute Abend das erste Halbfinale wieder einmal auf dem Spartensender ONE. Dann kann sich zumindest der Sender über einen weiteren Erfolg freuen.

Was sagt Ihr zu den Quoten der ESC-Doku? Überrascht Euch der starke Zuspruch bei den Jüngeren – oder ist das für Euch typisch Eurovision? Und habt Ihr „Hart aber fair“ zum ESC-Thema verfolgt? Schreibt Eure Meinung in die Kommentare!



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Johannes Floehr
Johannes Floehr
1 Stunde zuvor

…und die Sendung mit der Maus am Sonntag war in der jungen Zielgruppe (nach der Tagesschau) die Sendung mit dem höchsten Marktanteil des Tages. 🙂

kon
kon
53 Minuten zuvor

verdient! War toll 😉

Franny
Franny
2 Minuten zuvor

Yay! Glückwunsch! 🙂

kon
kon
50 Minuten zuvor

Wenn man jetzt noch die Halbfinals im Hauptprogramm zeigen würden, hätte man noch viel mehr junges Publikum. Und zudem Produktionskosten in nicht unerheblicher Höhe für die anderen Programme gespart.

benegigs
benegigs
49 Minuten zuvor
Reply to  kon

Wer erklärt es nur den Verantwortlichen beim Sender? 😀

KarinM
KarinM
49 Minuten zuvor

Hart aber Fair, musste zu meinem Erstaunen Herrn Aiwanger des öfteren zustimmen, insbesondere was seine erwünschte stärkere Fokussierung des ESC auf Musik und Gesang und weniger auf die Performance angeht, bisschen weniger Feuer beim deutschen Beitrag z.B.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
24 Minuten zuvor
Reply to  KarinM

Aiwanger war der Grund, daß ich mir bislang die Sendung nicht angetan habe….

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Minute zuvor

Jetzt nichts gegen KarinM, aber schon nach den ersten Worten Aiwangers in der Sendung war mir klar, warum er eingeladen wurde: Als kritische und vor allem exemplarische Stimme des „engstirnigen“ oder sagen wir konservativen deutschen Gelegenheitszuschauers, der nur Klamauk und Punkteschieberei beim ESC sieht. Da kam bei mir direkt das Fremdschamgefühl hoch.

Ich glaube zwar auch, dass dem ESC mal wieder ein Salvador Sobral gut tun würde, aber um den ESC in seiner Gesamtheit gerecht zu werden, sollte man nicht mit Scheuklappen da heran gehen. Der Unterhaltungsaspekt gehört zu einer gelungenen Fernsehshow eben dazu.

rainer1
rainer1
22 Minuten zuvor

Keine ahnung, aber ich glaub definitiv nur statistiken die selber “ angepasst“ habe.
Ich kann nur sagen, dass in meinem grossen verwandten und bekanntenkreis sich kaum ein u25 für den esc wirklich interessiert. Ausser es gibt ne feier, denn dann ist ihnen egal, was gefeiert wird. Hauptsache jubel, trubel, heiterkeit.

Last edited 21 Minuten zuvor by rainer1
xCCx
xCCx
10 Minuten zuvor
Reply to  rainer1

In die Statistik zählen ja auch alle U50, zudem ist das relativ. 570.000 heißt, dass es die allerallermeisten nicht gesehen haben.

Franny
Franny
2 Minuten zuvor

OT:

Max Neo ist auch im ESC-Fieber:

Erst Malik mit „Rockstars“, dann Luna mit ihrem Turm. 🙂