Eurovision Home Concerts Teil 1 mit Ryan O’Shaughnessy, Rasmussen, Tamara Todevska und Slavko Kalezić

Nicht nur Hans und Franz müssen in Zeiten der Corona-Krise zu Hause bleiben. Auch unsere Eurovision-Stars dürfen nicht vors Haus. Stattdessen lädt die EBU die Stars und uns als Zuschauer zu Eurovision Home Concerts ein. Jeden Freitag bis zum 15. Mai, also dem Tag vor Eurovision: Europe Shine a Light, werden ESC-Künstler um 17 Uhr ihren eigenen ESC-Song und ein ESC-Cover zum besten geben. Welches Cover sie singen, das können die Fans über Social Media aus jeweils vier Vorschlägen auswählen.

In der ersten Episode, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurde, waren vier Künstler zu sehen: Ryan O’Shaughnessy, Rasmussen, Tamara Todevska und Slavko Kalezić. Das Video findet Ihr am Ende des Artikels.

Ryan O’Shaughnessy trat als erster auf. Er sang 2018 für Irland beim ESC und erreichte mit „Together“ den 16. Platz im Finale in Lissabon. Er coverte von Daði og Gagnamagniðs den Song „Think About Things“ (Island 2020). Nachdem er gehört hatte, dass es das Lied sein würde, rief er angeblich: „Wir werden mit Sicherheit Spaß mit dem Cover haben!“ Und er hat sich mit seiner Quarantäne-Familie wirklich Mühe bei der Umsetzung gegeben (Foto unten).

Der Däne Rasmussen, der bürgerlich Jonas Flodager Rasmussen heißt, stand ebenfalls 2018 auf der ESC-Bühne in Lissabon. Mit seinem Song „Higher Ground“ kam er auf den 9. Platz. Neben seinem ESC-Beitrag hat er „Only Teardrops“ von Emmelie de Forest gecovert.

Tamara Todevska aus Nordmazedonien gewann die Jury-Abstimmung beim ESC 2019 in Tel Aviv. Sie sang ihr Lied „Proud“ sowie ein Cover des italienischen Beitrags von 2019, Mahmoods „Soldi“.

Slavko Kalezic aus Montenegro trug natürlich seinen Beitrag „Space“ von 2017 vor – und warf sich dafür anständig in Schale (Aufmacherfoto). So hatte er nicht nur einen, sondern gleich zwei Zöpfe im Anschlag, trug offenbar den blauen Rock aus dem „Space“-Video und hatte den ESC-2017-Jutebeutel in der Armbeuge. Dagegen sah er bei seinem Cover von „Fuego“ fast schon langweilig aus, wobei auch das eine Augenweide war. Und: Slavko hat nicht weniger als vier Marilyn-Monroe-Fotos an der Wand!

Erstes Fazit nach Episode 1: eine tolle Idee in dieser sonst so komischen Zeit, die die ESC-Künstler ganz nah und sympathisch präsentiert. Prädikat: unbedingt sehenswert.


19 Kommentare

  1. Das gefällt mir außerordentlich gut. Schöne Erinnerungen und interessante Homestorys. Ich vermisse sie alle. Bleibt gesund und übersteht die Coronazeit. Auf ein baldiges Wiedersehen .😘

  2. Selten oder eigentlich nie kann man Künstler derart nah und persönlich erleben. In einem räumlichen Umfeld ohne Schickschnack, was in seiner Alltäglichkeit (witzig; „Soldi sitzend vor einer Heizung“ ) an jede x-beliebige Wohnung erinnert, entfaltet jeder von ihnen seine musikaische Persönlichkeit: Ob es nun die ausgefallene Stimme, der Humor, die Energie oder die tänzerischen Exravaganzen sind. Die Künstler wirken alle sehr echt und authentisch.. Was für ein Erlebnis! Und ein Pladoyer für einen (zu erneuernden?) ESC:

    • Der soll bitte wieder für Montenegro antreten mit genau diesem blauen Rock. Sowas braucht der ESC. Das nenne ich einen gelungenen Spassbeitrag👍🏻👍🏻😂😂

  3. Sehr schöne Idee werde sie mir später anschauen weil ich gerade Lets Dance schaue. Gerade in einem Einspieler lief übrigens Ben Dolic mit Violent Things.

  4. Juhuu, und hi Thilo mit Bobby,

    ich muss auch erst Let’s Dance gucken und nachher das Heimkonzert 🙂 Es lief auch nicht nur Viloent Things im Einspieler sondern auch Puppet on a String – haufenweise ESC-Bezug, von Luca Hännis fantastischem Paso Doble mal ganz zu schweigen.
    Euch allen einen schönen Abend und ein schönes Wochenende 🙂

    • Hallo Inge,
      Ja da ich nicht zur Chorprobe kann gucke Ich natürlich Lets Dance.. Puppet on a String ist mir peinlicherweise gar nicht aufgefallen, hab ich wohl gerade den Text von DP gelesen. Aber toll das du aufgepasst hast. Luca hat wieder eine sehr gute Leistung gezeigt und das ESC homeconzert war mega freue mich auf das nächste. Lg

  5. WOW !!! Das geht einem echt unter die Haut und hat viel Spass gemacht zum zuschauen.

    Und ich finde wir haben hier einen eindrucksvollen Beleg dafür, dass man einen ESC 2020 in einer stark abgespeckten, aber dennoch eindruckvollen Art und Weise hätte durchführen können! Wenn die Künstler das jetzt schon mit ihren (vergleichsweise) einfachen technischen Mitteln schon so hervorragend hinbekommen, was wäre dann erst mit Hilfe der EBU und den heimatlichen Sendern möglich gewesen.

  6. Jetzt bin ich wirklich total geflasht, man hat hier ein sehr persönliches Hautnahgefühl. Dann noch die wunderschön gemachten Rückblicke, da werden Erinnerungen wach – was für eine geniale Idee. Da freu ich mich jetzt schon auf jeden Freitag. Ihr habt meinen Tag gerettet DANKE

  7. Erst ein Tipp für alle, die Dahoam singen, reden und es aufzeichnen: Bekleide mindestens einen Wand mit einem Vorhang, damit die Akustik besser wird. Falls möglich, auch Tuch an der Decke hängen.

    Habe so nebenbei das Gefühl, dass einige Dauernorgler ein neues Thema gefunden haben: ESC-2020 sollte in irgendeiner Form stattfinden. Zur Zeit ist es kaum möglich irgendetwas fürs Fernsehen zu produzieren, wegen gesperrte Grenzen, Mindestabstand, aber noch wichtiger: viele Mitarbeiter sind selbst erkrankt und wer es schlimm erwischt, braucht bis zu 1 Jahr um sich zu erholen. Immer mehr Sender senden eine Art ‚Notprogramm‘ – auch einen Hinweis, dass das neue Normal eher außergewöhnlich ist.

    Jetzt zum Thema: HomeConcerts. Gute Idee, nett zusammengeschnitten und teilweise auch Satire. ^^

  8. Tamara Todevska mit Proud – Gänsehaut pur, großartig! Die Auswahl ihrer Coversongs war leider suboptimal. Rasmussen ebenfalls super. Slavko – ohne Worte.

    Die Akustik muss, wie ich finde, gar nicht perfekt sein.

  9. Wirklich eine tolle Idee, ich hab’s mir jetzt erst angeschaut und fand besonders Ryan toll. Und Slavko hat mir richtig gute Laune gemacht!

  10. So, jetzt habe ich mir auch mal das Home-Concert gegönnt. Hammer!!! Wer es sich noch nicht angeschaut hat, unbedingt zu empfehlen!!!
    Besonders Ryans Interpretation von Island 2020 hat mir sehr gut gefallen. Von Tamara bin ich ein wirklicher Fan geworden, letztes Jahr fand ich „Proud“ noch irgendwie altbacken. Mittlerweile liebe ich es.

  11. Wie Tamara Todevska hier Soldi auf augenscheinlich völlig spontane Art und Weise ein- und mitnimmt hat mich auch sehr begeistert. Für mich die vorläufig mit Abstand beste Umsetzung dieser bittersüßen Home-Concert-Idee. Aber ja, die anderen waren auch nicht schlecht.

Schreibe eine Antwort zu Geno Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.