
Obwohl es die Luxemburgerin Eva Marija beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien nicht ins Finale geschafft hat, kommt aus dem Großherzogtum heute ein starkes Signal pro ESC: Die luxemburgische Regierung hat offiziell bestätigt, dass das Land an den nächsten drei (!) Ausgaben des Eurovision Song Contest teilnehmen wird. Und als wäre das nicht genug, steht auch gleich der Termin für den Luxembourg Song Contest 2027 fest: Der Vorentscheid findet am 30. Januar 2027 wieder in der Rockhal in Esch-sur-Alzette statt.
Tatsächlich kam bereits am 23. Mai, also eine Woche nach dem ESC in Wien, die Information, dass Luxemburg auch in Bulgarien am Wettbewerb teilnehmen wolle. Die heutige Meldung ist aber schon außergewöhnlich, denn normalerweise entscheiden die Länder bzw. ihre Rundfunkanstalten jährlich neu, ob sie beim ESC im nächsten Jahr antreten. Luxemburg geht jetzt einen anderen Weg und committet sich gleich für die ESC 2027, 2028 und 2029. Das ist eine Ansage, die in der aktuellen ESC-Landschaft nicht selbstverständlich ist.
So sind derzeit auch die Anmeldezahlen für Bulgarien 2027 bislang überschaubar. Erst neun Länder haben bisher einigermaßen offiziell ihr Interesse signalisiert – deutlich weniger als zum vergleichbaren Zeitpunkt in früheren Jahren. Der Grund dafür dürfte kein Geheimnis sein: Die Debatte um Israels Teilnahme am ESC hält an und sorgt bei einigen Rundfunkanstalten für Zurückhaltung.
Das Drei-Jahres-Commitment Luxemburgs kommt hingegen ohne Wenn und Aber. Das Großherzogtum will beim ESC dabei sein – unabhängig davon, wer sonst noch am Start ist. In der aktuellen Debattenlage ist das durchaus eine Haltung, auch wenn sie nicht explizit so kommuniziert wird.
Interessant ist dabei aber auch, wer sich hier geäußert hat. Bei den meisten ESC-Ländern ist die Teilnahme Sache des nationalen Rundfunks. In Luxemburg läuft das (in diesem Fall) anders. Hier ist es die Regierung selbst, die die Teilnahme bestätigt. Das macht die ESC-Teilnahme zu einer durchaus strategischen Entscheidung des Staates. Da dürfte es also auch um internationale Sichtbarkeit bei einem europäischen Event gehen. Der entsprechende Verweis auf die „Sichtbarkeit und Stabilität“ im Pressematerial passt dazu und klingt weniger nach Fan-Enthusiasmus als nach Kommunikationsstrategie.
In dieser Pressemeldung der Regierung wurde auch bestätigt, was bereits Ende Mai zu hören war: Luxemburg hält am öffentlichen Vorentscheid fest. Der Luxembourg Song Contest hätte durchaus durch eine interne Auswahl ersetzt werden können. Das wäre nach einem Halbfinale-Aus nicht überraschend gewesen. Stattdessen setzt man zum vierten Mal auf den transparenten Vorentscheid – am Samstag, den 30. Januar 2027 am bekannten Ort. Die Bewerbungsfristen für interessierte Acts sollen laut Ankündigung im Juli bekanntgegeben werden sollen.
Ist Luxemburgs Drei-Jahres-ESC-Commitment für dich ein Zeichen von Ernsthaftigkeit oder eher Symbolpolitik der Regierung? Glaubst du, dass ein Signal wie dieses andere zögernde Länder zur ESC-Teilnahme ermutigen kann? Und wen würdest du dir für den Luxembourg Song Contest 2027 als Act wünschen – lokal oder international? Lass uns deine Meinung in den Kommentaren da.
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