
Die Reference Group des Eurovision Song Contest hat im Rahmen der jährlichen Regelüberprüfung mehrere Änderungen für den Wettbewerb 2027 in Bulgarien beschlossen – darunter eine deutlich angehobene Altersgrenze, verschärfte Sicherheitsklauseln für das Gastgeberland und präzisierte Audioregeln. Die Anpassungen basieren laut EBU auf dem Feedback der teilnehmenden Sender nach dem ESC 2026 in Wien.
Die wohl grundlegendste Neuerung betrifft das Mindestalter: Ab 2027 müssen alle Künstler*innen am Tag ihrer ersten Probe mindestens 18 Jahre alt sein. Bisher lag die Grenze bei 16 Jahren. Die EBU begründet den Schritt mit dem Schutz jüngerer Teilnehmer*innen vor dem Druck, der mit einer Teilnahme am ESC einhergeht. Wie vor diesem Hintergrund der Bestand des Junior ESC begründet werden kann, wo nur bis 14-Jährige antreten, ist nicht ganz klar. In jedem Fall zieht der Wettbewerb hier nun eine klare Linie, die auch Auswirkungen auf nationale Vorentscheide und deren Regeln haben dürfte: Sender müssen nun sicherstellen, dass ihre Acts zum Zeitpunkt der ESC-Proben volljährig sind.
Ebenfalls neu geregelt ist die Frage, was passiert, wenn ein Siegerland den Wettbewerb aus Sicherheitsgründen nicht ausrichten kann. Die Regeln sehen nun ausdrücklich vor, dass ein Sender automatisch als Gastgeber ausscheidet, wenn ein bewaffneter Konflikt, eine geopolitische Krise oder eine vergleichbare Situation die Sicherheit im eigenen Land oder der unmittelbaren Region beeinträchtigt. Die EBU kann in solchen Fällen eine unabhängige Sicherheitsbewertung in Auftrag geben und anschließend gemeinsam mit der Reference Group über einen alternativen Gastgeber entscheiden. So einen Fall hatten wir ja nach dem Sieg der Ukraine beim ESC 2022. Damals hat dann Großbritannien übernommen und den Wettbewerb im Liverpool ausgetragen.
Außerdem werden die Regeln zu den Audios der Songs konkretisiert. Die Lead-Stimme muss die Hauptmelodie weiterhin live singen. „Backing Tracks und vorproduzierte Elemente dürfen gemäß den Regeln verwendet werden, jedoch muss die Lead-Stimme das einzige Element sein, das die Hauptmelodie performt, und sie dürfen die Live-Gesangsdarbietung weder ersetzen noch unangemessen unterstützen.“ Die Klarstellung soll Sendern, Produzent*innen und Songwriter*innen ein einheitlicheres Verständnis der Regeln ermöglichen. Interpretationsspielraum bleibt hier allerdings schon.
ESC-Direktor Martin Green sagte zu den Regelanpassungen:
„Der Eurovision Song Contest entwickelt sich ständig weiter, und unsere jährliche Überprüfung der Regeln ist ein wichtiger Teil, um sicherzustellen, dass der Wettbewerb für alle Beteiligten fair, transparent und einheitlich bleibt – einschließlich der Millionen, die sich weltweit mit dem Event beschäftigen. Geleitet wie immer vom Feedback unserer Mitglieder haben wir für 2027 mehrere Bereiche klargestellt und gestärkt. Bei diesen Änderungen geht es darum, allen Beteiligten mehr Klarheit zu geben, Künstlerinnen und Künstler zu schützen und sicherzustellen, dass der Wettbewerb weiterhin ein sicheres und einladendes Umfeld bietet – und dabei den Geist und die Integrität bewahrt, die den Eurovision Song Contest so besonders machen.“
Was hältst Du von den neuen Regeln? Ist die Anhebung des Mindestalters auf 18 Jahre überfällig oder macht sie vor dem Hintergrund, dass beim Junior ESC noch viel jüngere Talente antreten, überhaupt Sinn? Findest Du die Präzisierung der Audio-Regeln nachvollziehbar? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da!
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Super
Ich sehe da schon Unterschiede. Beim „großen“ ESC traten 16-jährige gegen Erwachsene an, beim Junior ESC sind sie unter sich.
Bei The Voice Kids funktioniert das, zumindest in Deutschland, sehr gut.
Und was man nicht vergessen sollte, der öffentliche Fokus liegt deutlich mehr beim ESC als beim Junior ESC. Ich schau den ESC seit Jahren an, interessiere mich recht früh für die Teilnehmer der anderen Länder, habe aber noch nie einen Junior ESC gesehen. Wobei ich immerhin weiß, dass es den gibt, in meinem Bekanntenkreis dürfte ich damit ziemlich alleine dastehen. Das heißt natürlich nicht, dass den Junior ESC keiner schaut, aber die Nachwirkungen dürften deutlich geringer sein.
Klingt doch schon mal ganz gut , vielleicht kommen einige Länder dann wieder.
Weil das Teilnahmealter hochgesetzt wurde? LOL 😂
Das sollte die Abtrünnigen wieder zurück zum ESC bringen (Ausnahme: Spanien)!
Warum sind die abtrünnig?
Sie finden Völkermord blöd. In Sachsen-Anhalt gilt das als abtrünnig.
Es gibt keinen Völkermord in Gaza…. Was soll Propaganda Sprech hier. Und dein letzter Satz ist einfach nur ekelhaft
Wahrheiten sind ekelhaft? Ekelhaft ist das Wort, das mir zu den voraussichtlichen Wahlergebnissen einfällt. Wenn man mit dieser Denkweise nicht einverstanden ist, sollte man vielleicht ein bisschen weniger menschenfeindlich seine Kreuze setzen. Dann gibts auch keine Probleme 😉
Er hat doch recht.
Ähm … Wer sind in der Reference Group vertreten?
Das ist die weit aus spannendere Frage
Wer ist „WIR“?
ESC 2028 in Málaga – dank Pablo Alborán !!! 😀
Nope.
Ich mag Pablo auch
Bezog sich darauf dass ich anzweifle dass Spanien nächstes Jahr dabei ist.
Slo-Mo-Mo-Mo-Mo-Mo!
Slomo war ja zumindest dran.
Was schon nuttig inszeniert war.
Eine Frau die sich leicht bekleidet als nuttig bezeichnen….. Kein Wunder mag dich hier keiner…..!
Es geht nicht um sie Bekleidung, es geht vielmehr um die Choreographie!
Was war daran nuttig? Erklär uns das doch mal….
Ich mag ihn schon…
Wer keine Argumente hat beleidigt.
Spanien wird lange gemunkelt das die Zurückkommen. Ähnliches hört man auch bei Island, Slowenien und den Niederlanden. Allein Irland bleibt spannend was da passiert
Damit wäre zum ersten Mal ein antisemitisches Land beim ESC dabei und jeder weiß, daß spanische Fans keine Manieren haben (deshalb sind sie auch als „ESC-Hooligans“ verschrien)!
Langsam reicht es ! Fanboy von homophoben Parteien und der argentinischen Tretertruppe. Noch schlimmer als der wirre Saarländer.
Du kannst einfach die Wahrheit nicht vertragen! Es gibt genügend Leute, die mit spanischen ESC-Fans schlechte Erfahrungen gemacht haben! Zudem isr Argentinien keine Tretertruppe und hat im Fußball nehr Erfolge als die iberische Gurkentruppe vorzuweisen!
Soll das jetzt Satire sein oder was ????
Die spanischen ESC-Fans sind in der Tat ein Fall für sich. Du aber zeigst seit einiger Zeit eine recht rassistische Aversion gegenüber allem, was aus diesem Land kommt. Äußerst bedenklich.
Interessanterweise hast Du die Äußerungen von Rajoy nicht kritisiert und das war vollkommen daneben.
Was die „Zustände“ bei der Fußball-WM angeht, scheinst Du wohl vollkommen hinter dem Mond zu leben oder es paßt Dir wohl nicht in den Kram (ich vermute eher Letzteres). Eine argentinische Freundin von mir hat sich für das Auftreten der Albiceleste regelrecht geschämt.
Das ist dann ihr Problem! Dennoch sprechen die Anzahl der WM-Titel pro Argentinien!
Das ist vollkommen irrelevant – Argentinien wurde zurecht als Weltmeister enttrohnt.
Er will es halt nicht kapieren…
Argentinien hat übrigens 16-mal die Copa America gewonnen (2021 und 2024 sowie 1991 und 1993 u. a.) und ist dreimal Weltmeister geworden und somit erfolgreicher und die Anzahl der Teilnahmen an einer WM sind auch mehr als bei Spanien (19 zu 17)! Kapitel abgeschlossen!
AMEN
Mein Gott, du redest auch nur um dich selber zu hören… Na ja wenn einem im richtigen Leben nicht zuhört muss man halt in den Foren den ganzen Quatsch rauskotzen…!
Cry me a river!
Der Einzige der ständig heult bist du!
Wer ist denn der wirre Saarländer? 🙂
Oskar Lafontaine, der ehemalige Ministerpräsident des Saarlandes
Ah, danke. Ich hab ein Jahr neben ihm gewohnt. (Er in der Villa, ich in der Studenten WG im Haus nebendran). Hab ihn in der Zeit aber nicht einmal gesehen.
In meiner Juso-Zeit war er sogar mein Held. Das ist schon eine Weile her…..
Zuletzt als „dunefan“ hier unterwegs. Ihn kenne ich schon seit fast zwanzig Jahren aus dem ECG-Forum und ist durch seinen prolligen Aggroton schon oft negativ aufgefallen.
was den prolligen Unterton und hetzen gegen andere User angeht, bist du doch auch gut mit dabei. Matti hat mit seiner Kritik an Spanien angeht, absolut recht. Ein Land mit mehrheitlich antisemitischen Ansichten hat eigentlich beim ESC nix zu suchen. Zur WM diesen unattraktiven Spanischen Anti-Fussball, mag zwar erfolgreich sein. Hat aber für die zwei langweiligsten Fußballspiele der ganzen WM gesorgt. Nämlich das Halbfinale gegen Frankreich und das Finale gegen Argentinien.
Ist es möglich hier Leute zu blockieren? Matty wäre da ganz oben auf meiner Liste!
Spanien gehört auch zum ESC…
Spanien gehört mehr zum ESC als Israel.
Nee eben nicht. Wer den ESC liebt, der boykottiert nicht wegen anderen Ländern, die sich gegen Terroristen zu wehr setzen müssen. Spanier sind halt Hamasanhänger.
Meine Gedanken sind gerade bei Ola Antoniak (geboren 2010), die dieses Jahr am polnischen VE teilnahm. Nächstes Jahr darf sie es nicht, erst 2028 wieder.
Ich wüsste auch gerne, ob es auf den Junior-ESC Auswirkungen hat. Also, für dieses Jahr nicht mehr, aber vielleicht für nächstes Jahr.
Oder ob eine Art Zwischending kommt, so wie Hello Mello 2024. Deren Siegerin, Jennifer Aoun (in etwa so alt wie Ola), müsste jetzt auch noch etwas länger warten, um am ESC teilnehmen zu dürfen…
UNANGEMESSEN UNTERSTÜTZEN hat aber Konfliktpotenzial, wie wird das festgelegt?
aus „Backing Tracks und vorproduzierte Elemente dürfen gemäß den Regeln verwendet werden, jedoch muss die Lead-Stimme das einzige Element sein, das die Hauptmelodie performt, und sie dürfen die Live-Gesangsdarbietung weder ersetzen noch unangemessen unterstützen.“
Ich fände es besser, wenn man wieder zu der Regel vor Corona zurück gehen würde, dass ALLE Stimmen Live sein müssen, auch die Backing Vocals.
ja, das wär klasse
Dito !
Zudem plädiere ich für die Rückkehr der Chorleute. Das würde viel besser passen als diese albernen Tanzformationen.
Auch da bin ich dabei!
Da bin ich dabei!
Einen wichtigen neuen Passus habt ihr unterschlagen:
„Der neue Gastgeber richtet den ESC eigenständig aus und ist nicht verpflichtet, dies im Namen des Siegerlandes zu tun.“
Dh. es wird also nicht noch mal unbedingt so laufen, dass UK es im Namen der Ukraine ausrichtet…
Das ist natürlich auch nicht ohne Hintergedanken – so kann wohl verhindert werden, dass z. B. Israel den ESC durch die Hintertür ausrichtet, falls es gewinnt. Oder falls sich niemand findet, kann man die Ausrichtung halt ohne die Verpflichtung es im Namen des betreffenden Landes zu gestalten vergeben.
Meinst du folgenden Satz?
„Where hosting passes to another Member, that Member takes on the rights and obligations of Host Broadcaster in full.“
Daraus lese ich nur, dass der neue Ausrichter die Rechte (z.B. nationale Sponsorensuche) und Verpflichtungen (z.B. Organisation der Sicherheitsvorkehrungen) erhält.
Über eine inhaltliche Einbeziehung des Gewinnerlandes würde ich da noch nichts hineininterpretieren. Das könnte von der EBU im Zweifelsfall immer noch vorgegeben werden so wie bei Liverpool 2023.
🏆 Keine Sorge, Du darfst davon ausgehen, daß Kan für den Fall eines israelischen Sieges bereits seit 2024 Co-Hosting-Konzepte mit mehr als einer anderen teilnehmenden Fernsehanstalt entwickelt. Es gibt knapp zehn, die grundsätzliches Interesse daran hätten (darunter mehrere Länder, für die es die allererste Austragung wäre), und mindestens drei Varianten würden darüber hinaus über klare Mehrheiten innerhalb der EBU verfügen. Also besser nie den gleichen Fehler wie die TV-Sender aus Irland, Island, Slowenien, Spanien und den Niederlanden machen, nämlich die Stärke israelischer Diplomatie zu unterschätzen, denn sie ist den Ereignissen üblicherweise einen Schritt voraus … 💪 🇮🇱 😉
Deutschland schafft es ja sonst nie den ESC hier her zu holen, also dann halt durch die Hintertür.
Es sollte, wenn das Gewinnerland nicht in der Lage den ESC auszurichten, immer das zweitplatzierte Land, das dann die Ehre erhalten wird, den ESC auszurichten. Vorrausgesetzt, das zweitplatzierte Land will.
Und man überlegt die Semis wieder Televoting only zu machen
Es ist noch offen. Im Grunde darf jeder Sender selbst entscheiden ob man einen Jury einsetzen möchte, muss die EBU zuvor erlauben.
Wie sollte das denn funktionieren?
Die Mindestalter-Regelung wünsche ich mir schon lange auch im Leistungssport. Für minderjährige Olympiasiegerinnen hatte ich noch nie etwas übrig … ⛸️
Dem stimme ich zu !!
Was ich nicht verstehe ist die Regel über die Jurys im Semifinale.
Zitat:
Qualification to the Grand Final is primarily determined by Audience Voting (National and RoW). Where audience voting cannot be reliably established in a given country, the National Jury result for that country is used instead. Subject to approval by the Reference Group, National Jury points may also be included, together with Audience Voting points, in the calculation of Semi-Final results, based on a ratio set by the EBU.
Bedeutet dies nun, dass Jurys wieder raus sind oder wird man dazu später eine Entscheidung treffen?
Schade, dass man die Regelwerke von den Ausgaben vor 2023 nicht mehr einsehen kann, aber wenn ich mich recht erinnere, stand der von dir zitierte Absatz auch schon früher im Regelwerk drin, nur die Reference Group hat sich halt immer dazu entschieden, das Voting 50:50 zu halten. Wahrscheinlich will man damit die Tür offen halten für mögliche Experimente, sollte 50:50 irgendwann mal nicht mehr zufriedenstellen. Wenn ja, stelle ich mir aber die Frage, warum das nur bei den Halbfinals so formuliert wird.
Meines Erachtens sind die Juries im Finale unverzichtbar. Bei einigen Ländern wäre reines Televoting absolut vorhersehbar und der Trashfaktor deutlich höher.
Geht mir ähnlich wie dir, Martin. Die Interpretation von Lucas klingt da natürlich einleuchtend.
Euch beiden vielen Dank für eure Adleraugen!
Ich finde es aber komisch, warum öffentlich Regeln publiziert werden, die in so wichtigen Details von der Reference Group im Nachgang auch wieder geändert werden können bzw. präzisiert werden müssen.
Da hätte man sich das Kapitel lieber gespart und direkt geschrieben, dass die Reference Group die genauen Regeln festlegt.
„Where audience voting cannot be reliably established in a given country, the National Jury result for that country is used instead“
Bezieht sich literally nur auf San Marino, da die das italienische Telefonnetzwerk benutzen und sich deshalb kein Televoting aus San Marino ermitteln lässt. Funktioniert schon seit Jahren genau so
Das ist ja trotzdem schon ein Unterschied: Zuletzt wurde das fehlende Televoting aus San Marino durch eine Wertung ersetzt, die die Televotings von Vergleichsländern berücksichtigte.
Wenn aber das Juryergebnis jetzt der Ersatz ist, heißt das ja, dass es entweder sonst noch nicht eingeplant war oder dass die Jurywertung doppelt gezählt würde (was noch unsinniger wäre).
In den neuen Regeln steht ja auch explizit, dass die Entscheidung über die Final-Quali in erster Linie über das Televoting stattfinden soll. Bei der 2026 geltenden Regelung hatte das Televoting nur knapp über 50% Anteil.
Es liest sich also schon nach einem Zurück zu Televote only, was hoffentlich nicht passiert.
Ich bin dann aber dafür, dass das maximal Alter beim JESC mindestens auf 16 Jahre hochgesetzt wird, weil sonst wäre diese 4 jährige Zeitspannen zu lang wie ich finde.
Ich meinte maximal Alter… 🤭
Morgen werde ich hier noch was dazu reinschreiben…
Liebe ESC-Kompakt Comunity,
hier ist nochmal meine Meinung zu der Altersbegrentung und wie sich das auf den JESC auswirken sollte.
Aus Sicht des normalen Zuschauers, fände ich es nur fair, wenn man die Altersbegrenzung beim JESC auf jeden Fall erhöht. Ich wäre dafür das man absofort mindestens 10 sein muss, weil davor finde ich, dass zu viel Druck auf den kleinen ist. Dafür soll aber auch das maximale Alter auf 17 Jahre hochgestuft werden damit es kein „Dead Age“ gibt, mit dem man an keinem ESC teilnehmen darf.
Aus sängerischer Sicht (da ich in einem der renommiertesten nicht Internatsknabenchöre Deutschlands singe) sehe ich es so, dass das mit dem Dead Age Sinnvoll ist, wegen Stimmbruch und so, aber trotzdem wäre es unfair für die, die in diesem Dead Age sind und schon längst aus dem Stimmbruch raus sind. Natürlich ist der Stummbruch bei Jungs viel prägsammer, als bei Mädchen, weil bei Mädchen die Stimme nur um 1 bis 2 Tönen sinkt und bei Jungs es manchmal 2 Oktaven sind. Ich musste bei meinem Chor mit 11 in Stimmbruchspause, also sehr früh, weil man ja meistens mit 12 bis 13 in den Stimmbruch kommt und bin dann ein halbes Jahr später, also ungefähr mit 11,5, in die tiefste Stimmgruppe des Chores gekommen.
Bei mir war es jetzt ein Ausnahmefall, dass es so früh war, aber wäre trotzdem dafür, dass das minimale, so wie das maximale Alter beim JESC erhöht wird, da es dann auch viel mehr Vielfalt beim JESC mit Stimmen geben würde und die Kinder generell in den meisten Fällen auch viel reifer sind und auch besser mit dem Druck umgehen können.
Ich hoffe, jemand hat sich die Zeit genommen, um sich das mal durchzulesen und sich alles durch den Kopf gehen zu lassen.
Tschüss,
Musicat… 😺
Vielleicht könnte man dann beim Junior ESC das Mindestalter anheben. 13-17 Jahre würde völlig reichen.
Das halte ich auch für richtig.
Vielleicht käme dann sogar Deutschland wieder zurück
Der Wettbewerb wäre dann ernstzunehmender, da in diesem Alter schon einige Nationale Stars als auch Weltstars enstanden sind
Dieseer Vergleich steht auf einen hinkenden Bein.
Der Junior-ESC har nicht so eine große Öffentlichkeit.
Da gibt es nicht so einen wirklichen Erfolgsdruck.
Und politische Konflikte spielen ja dort auch nicht rein.
Das Mindestalter ist mir persönlich egal,
denn manche Menschen sind auch mit 35 Jahren nicht reif.
Beim letzten Satz stimme ich dir gerne zu !
Ok. Prinzipiell gut. Aber diese Verschärfung des möglichen Israel Sieg ist unheimlich. Gut, man kann die ganze weltpolitische Situation einsehen. Aber sieht KAN nicht endlich ein, das es nicht mehr so weitergeht? Israel wird den ESC nicht gewinnen, das verhindern Gott sei dank genug Menschen, aber das man nicht als Sender das einsieht ist sehr egoistisch und selbstsüchtig. 2023 fand ich die Idee mit dem Ukraine Herz echt toll, dass das nicht mehr zwingend ist, ist etwas schade, aber da will die EBU wahrscheinlich sicherstellen, kein Land muss diese Flagge als Israel Herz in der Stadt hängen haben. Womöglich. Ich hoffe Israel sieht diese Situation bald ein, sonst vielleicht mit der Privatisierung möglich. Hoffentlich kommt morgen das endgültige Host City Annoucement.
Gerade das solche Leute wie du, sich über ne Teilnahme von Israel ärgern, ist doch Grund genug das Israel weiterhin teilnimmt. Die EBU hat entschieden das Israel weiterhin teilnehmen darf. Also deal with it oder schau nicht mehr. Das Gleiche gilt auch für die Boykotteure. Denen nachzulaufen braucht man gar nicht, entweder sie akzeptieren das Israel weiterhin teilnehmen wird, oder auch nicht. Dann sollen sie halt wegbleiben. Kaum jemand hat diese Nationen in diesem Jahr vermisst.
Die 18-Jahre-Regel ist ja letztes Jahr schon durchgesickert (sie kam nur für 2026 zu kurzfristig), aber wohl sehr unstrittig.
Klingt alles sehr sinnvoll
Die Erhöhung des Mindestalters ist sicherlich sinnvoll. Den Passus zum Backing Track finde ich spannend. Da wird wahrscheinlich ein konkreter Fall dahinter stecken; mal schauen ob es im nächsten Jahr hörbare Auswirkungen gibt. Die langen Ausführungen zur Sicherheitslage im Gastgeberland sind für meine Begriffe in erster Linie eine Lex Israel.
Am spannendsten ist natürlich das Thema Voting, aber da ist ja alles bewusst offen gelassen.
Es ist nur Israel. Dazu gehört auch Albanien, Georgien, Armenien, Azerbaijan, Zypern aber auch Ukraine
Außer der Ukraine ist in keinem dieser Länder die Sicherheitslage beeinträchtigt. Und dass die Regel extra wegen Israel eingeführt wurde, ist glaube ich klar.
Sonnenklar…
Jetzt mal vollkommen unabhängig von meiner persönlichen Meinung zur Israels Teilnahme (ich war immer und bin nach wie vor dafür):
Da hat sich die EBU ein Türchen offengehalten – man möchte zwar Israel nicht verprellen, man weiß aber eben auch über die Sprengkraft dieses Themas Bescheid. Man versucht es mit sanftem Druck: Wir können Euch aus guten Gründen nicht rausschmeißen, aber überlegt es Euch besser, ob eine Teilnahme wirklich so viel bringt, wenn ihr die Show bei einem Sieg nicht austragen könnt.
OK, diesen Spagat kann man eventuell hinbekommen….
Ich bin mit den Regeländerungen einverstanden, auch wenn ich bei einer noch eine Frage offen sehe, aber erstmal der Reihe nach:
Die Regel, dass man zukünftig erst ab 18 am ESC teilnehmen darf finde ich in Ordnung. Interessant ist, dass dies dann erst ab der ersten Probe in Kraft tritt, was bedeutet, dass ein Act bei einem Vorentscheid noch unter 18 dann sein darf. Mit dem JuniorESC passt diese Regel schon zusammen, weil der ESC steht bei den Medien und in der Öffentlichkeit sehr im Rampenlicht, dies ist beim JESC nicht der Fall. Es ist wie beim Sport, dort stehen die U-Nationalmannschaften ja ebenfalls nicht im Rampenlicht. Oder hat jemand von euch mitbekommen, dass die deutsche U17-Fußballnationalmannschaft der Frauen diesen Mai Europameister wurde?
Die Regel, welche besagt, dass ein Siegerland den ESC aus Sicherheitsgründen nicht ausrichten darf finde ich im Grunde auch gut und hier stellt sich mir aber noch die Frage, ob es dann wie 2023 ist, dass das Siegerland, obwohl dann ein anderes Land Gastgeber ist, trotzdem an der Gestaltung des ESC mitwirken darf, wie es eben 2023 der Fall war?
Zur Altersregelung: Halte es für logisch, dass die EBU die Altersgrenze auf den ESC und die Proben bezieht. Die Vorentscheide finden ja über viele Monate statt, da könntest du ja kein gemeinsam gültiges Datum finden, was für alle Sinn ergeben würde. Mal davon abgesehen, dass viele Künstler ja auch intern ausgewählt werden.
Zur Ausrichterfrage: Die Frage, ob ein ausrichtender TV-Sender das vorherige Gewinnerland inhaltlich berücksichtigen muss, ist bestimmt im konkreten Einzelfall zu klären.
So wie 2023 als die Sympathien ganz Europas bei der Ukraine zu liegen schienen wäre es bei einem israelischen Sieg halt nicht.
Ich bin jetzt schon öfter auf dieses Zitat gestoßen: „will not be required to stage the event on behalf of another member“, u.a. auch bei der BBC: https://www.bbc.com/news/articles/cdx7pv300vwo
Ich habe aber noch nicht rausgefunden, wo man das offiziell nachlesen kann
Was hältst Du von den neuen Regeln?
Wien 2026 hat reichlich Diskussionsstoff geliefert.
Mindestalter folgt aus dem Code Of Conduct. Monroe Vata Rigby für Frankreich wird damit die letzte noch-nicht-volljährige Teilnehmerin gewesen sein.
Der Junior ESC spielt hier keine Rolle; die Teilnehmer werden viel besser begleitet und geschützt.
Softpowertool und Sicherheit sind die zwei Stichworte, weshalb die EBU klarer als je zuvor die Konditionen bestimmt für das neue Gastland, bzw Gaststadt. Tel Aviv 2019 ist damit das letzte Mal, dass Israel ein ESC organisiert hat. Aber … diese Bedingungen sind auch präventiv da. Überall wo der teilnehmende Sender zu viel unter Einfluss einer Regierung steht, kann die EBU jetzt bestimmen den ESC nicht dorthin ziehen zu lassen.
Rundfunkgebühren sind laut EBU die beste Methode die Unabhängigkeit eines Senders zu garantieren. Auch diese Position hat diese Bedingungen beeinflusst.
Die Semi-Finals werden spannend. Da die Jury in Moldavien/Moldau scharf kritisitiert wurde, bekommen die Sender die Freiheit eine Jury einzusetzen oder nicht.
Die Audio-Regeln sind mMn verbesserungsbedürftig. Alles live singen, ein Instrument live spielen, ruft weniger Fragen auf und bringt den ESC zurück auf den Spur eines Gesangswettbewerb.
Dennoch wird Felicia Agneta Eriksson die letzte Teilnehmerin gewesen sein, die von Hintergrundsängerinnen überstimmt wurde.
Du meinst also, das jedes Land einzeln über die Jurys in den Semis entscheiden kann? Das wäre ja völlig absurd. Kann mir kaum vorstellen, dass das so gemacht wird.
Letzter Satz.
Ich verstehe den Satz eher so dass man die Jurys auch schnell wieder abschaffen kann, so als „Kann“ aber nicht als Muss.
Hier steht ganz klar, dass die Entscheidung bei der Reference Group liegt, folglich nicht bei den einzelnen Ländern.
So sehe ich das eben auch.
Also ich lese da nicht raus, dass jeder Sender einzeln entscheiden kann. Kann ich mir wie gesagt auch nicht vorstellen, dass es so gemacht wird.
Wäre ja auch gerade mit dem Moldau-Beispiel Quatsch. Dann würde der TV-Sender ja evtl. nur seine Jury werten wollen, wenn sie sicher sind, dass Rumänien genug Punkte bekommt.
Das hat Marko auch falsch verstanden. Das würde ja das komplette Chaos bedeuten.
Künstler ab 18 Jahre ist vollkommen richtig. Die restlichen Regeln verfeinern nur bereits bestehenden Regel.
Hätte mir noch gewünscht, das es eine Art Strafenkatalog gibt worin steht, bei Verstoß X folgt Strafe A usw.
Ja, so einen Katalog wünsche ich mir schon seit rund zwei Jahren beim ESC.
Ich seit 20 Jahren!
Ja, da bin ich bei euch.
Mir fehlt ein explizites KI-Songverbot
Könnte daran liegen, das dieses zu beweisen sehr schwierig wäre, also die Nutzung von KI.
Zumal sich KI eigentlich nur bei bekannten Mustern bedient und somit kein neues Werk entstehen könnte, da ja alles schon einmal da war zumindest bei der Melodie.
Wäre aber ein Zeichen.
Es gibt zudem Techniken mit denen Streamingdienste KI-Songs erkennen können
Das gilt meines Wissens aber nur für komplett generisch erzeugte Aufnahmen.
Wenn man einen Track per KI erzeugen lässt, aber danach nochmal von realen Menschen einspielen lässt, kann das auch kein Programm mehr herausfinden.
Davon abgesehen: Die Musik von z.B. Modern Talking klang für mich auch über viele Lieder extrem ähnlich und das haben die auch ohne KI geschafft.
Das beste aus bekannten Songs raussuchen und gut recyceln war also schon immer Teil der Musik.
Es macht keinen Sinn, einen KI-Song beim ESC einzureichen, da es spätestens bei den Proben auffallen würde. Dass mit KI komponiert wird ist schon lange gängige Praxis.
Was die Backing Vocals betrifft waren Änderungen längst überfällig. Allerdings sind die neuen Regeln auch nicht wirklich eindeutig auszulegen.
Hätte mir eine genaue Prozentangabe gewünscht, die diese Nutzung einschränkt. Also als Beispiel maximal 30% Backing Vocals im Bezug auf die Songlänge.
Ich würde mir wünschen, dass die EBU endlich mal ein konkretes Regelwerk rund um das Thema KI erstellen würde. Dieses Jahr empfand ich die (nicht mal gekennzeichnete) Nutzung von KI innerhalb mancher der Auftritte schon sehr enttäuschend. Fände es schön, wenn die EBU sich dafür einsetzten würde, dass der ESC ein zu 100% von Menschenhand kreierter Wettbewerb bleiben würde.
Bei Songtexten wird es schwierig nachzuweisen das KI verwendet wurde, bei der Melodie mache ich mir weniger Sorgen, da die KI auf vorhandene Melodien aufbauen würde und somit kein neuer regelkonformer ESC Song entstehen würde.
So wenig regelkonform wie der luxemburgische Titel 2026, der laut Aussage vieler ja eine Kopie war und trotzdem erlaubt wurde?
Nur weil mal ein paar Akkordfolgen ähnlich klingen wie bei einem bekannten Song, wird da niemand disqualifiziert. Und zwar egal, ob eine KI oder ein Mensch abgeschrieben hat.
Sehr gute Regeln. Die Gastgeberrolle darf eben nicht an konfliktbelastete Regime gehen (neutral formuliert) und das ist gut so. Tut mir leid für die Zivilbevölkerung, aber sie dürfen immerhin noch ihre Musik präsentieren, obwohl sie von Menschenfeinden regiert werden (und die Regel könnte eventuell sogar noch für Deutschland ab 2029 relevant werden lol).
Nur weil es in einem Land einen Konflikt gibt, heißt das ja noch nicht, dass dieses von Menschenfeinden regiert wird. In der Ukraine dürfte ja nach den neuen Regeln auch kein ESC stattfinden.
Stimmt, das muss ich noch deutlicher trennen. Damit war natürlich nicht die ukrainische Bevölkerung gemeint. Die haben das Unglück, dass wir da eben momentan aus Sicherheitsgründen nicht hinkönnen, wobei der ESC natürlich gerade nicht das Hauptproblem der Bevölkerung ist. Aber andere Staaten, die von Rechtsextremen regiert werden *hust Benjamin*, kommen eben auch nicht mehr so einfach zum Zug
Ich vermute, dass Israel beim Wettbewerb auch „nur“ gewinnen will… es geht ihnen mehr um die Akzeptanz des Krieges von Europa („Guck, die haben uns doch lieb“) und weniger um die Ausführung des nächsten überteuerten Contests, denn die Kosten trägt ja kein Sender gern. Damit spielt man ihnen eher in die Arme, weil nach einem Gewinn dann ja erstmal Ruhe im Karton wäre.
Ich halte daher einen Ausschluss Israels nach wie vor für sinniger, damit endlich ein Zeichen gegenüber der israelischen Regierung gesetzt wird.
Die hoffentlich bald nicht mehr im Amt sein wird.
Allerdings ist die EBU nicht die UNO und das ist auch gut so.
Jede israelische Regierung hätte nach dem 07.10.2023 so reagieren müssen, wie die Jetzige. Das zu vergessen, ist antisemitisch.
Israel
Je te laisse partir, adieu ma belle!
Um 10 Uhr ist es endlich soweit! Warten hat dann en Ende!
Die neuen Regeln zum Gastgeberstatus sind sehr geschickt diplomatisch formuliert. Ist das etwa ein Wink mit dem Zaunpfahl im Fall von Israel ?
Da hoffe ich ja sowieso, daß sich nach der Parlamentswahl im Herbst viel ändern und die faschistisch geprägte Netanjahu-Regierung nicht mehr im Amt sein wird.
Auch das Mindestalter heraufzusetzen finde ich richtig. Ich möchte keine halben Kinder auf der ESC-Bühne sehen.
Livegesang sollte eh selbstverständlich sein. Das ist das Lebenselixier des ESC.
konsequent und endlich mal vernünftig
die wunderbaren vestules aus lettland wären unter diese alterreglung gefallen. 🤬
bei den backingvocals wird weiter rumgeeiert! 🥶
bezüglich der neuen ausrichtungskriterien dürfte z.b. das baltikum derzeit dann raus sein. 🐰
Gute Anpassungen 👍🏻