Presseschau „Das deutsche Finale 2024“: Wohlwollen für ISAAK und Galant, Kritik am NDR

Bild: NDR/Claudia Timmann

Am Wochenende nach der Vorentscheidung „Das deutsche Finale 2024“ ist das Pressecho jenseits der Chronisten-Veröffentlichungen im dpa-Sound überschaubar. Irgendwie scheinen Lord of the Lost mit Verankerung im urbanen St. Pauli in Hamburg stärkeren Medienbuzz zu entfachen als der Geradeaus-Poprocker ISAAK aus einem kleinen, landwirtschaftlich und katholisch geprägten Dorf im beschaulichen Ostwestfalen. Einige Rezensenten schauen jedoch auch in 2024 über den Tellerrand. Die interessantesten und prägnantesten Stücke, die wir gefunden haben, sind hier zusammengetragen.

In der im Veranstaltungsort verankerten Berliner Morgenpost setzt sich Martin Nefzger vor allem mit dem NDR auseinander:

„Seit langem flieht Deutschland mit wenigen Ausnahmen erfolgreich vor guten Platzierungen bei der größten Musikshow der Welt. Dass sich das in diesem Jahr ändert: unwahrscheinlich.

Das liegt nicht an Isaak. Der Sänger ist sympathisch und hat eine außergewöhnliche und tolle Stimme. Doch sein Beitrag dürfte beim ESC, seit Jahren ein schrilles Spektakel, untergehen. Er ist eingängig, aber nicht besonders genug, um im direkten Vergleich mit 25 anderen Titeln zu bestehen.

Die Fehler sind viel mehr an anderer Stelle zu suchen. Allen voran beim NDR, der die Regeln für den ESC-Vorentscheid seit Jahren nach jedem Misserfolg ändert, schließlich aber doch die immer gleiche, mittelmäßig produzierte Sendung auf die Beine stellt. (…) Von wirklicher Vielfalt war 2024 wieder nichts mehr zu sehen.

Zu kritisieren gäbe es beim NDR noch mehr, den schlechten Sendeplatz nach 22 Uhr etwa. Oder die Moderation von Barbara Schöneberger, die den Vorentscheid Jahr für Jahr zur „Barbara-Show“ macht, jeden Misserfolg schmerzlos wegmoderiert.“

Noch pointierter bilanziert Tobias Eßer („Ausgleich finde ich beim Kraftsport und auf Hardcore-Konzerten“) nach Ansehen der „langatmigen Show“ nüchtern „Das wird nichts“ auf t-online:

„Zu oft hat man solche uninspirierten Pop-Hymnen schon gehört. In deutschen Radiostationen laufen sie hundertfach, sodass sich schon beim ersten Hören des leicht elektronisch angehauchten Refrains eine gewisse Abnutzung zeigt. Dass Isaak auch in diesem Jahr ein absolut redundantes Ergebnis erzielen und die Anzeigetafeln der internationalen Jurys oft „Zero Points for Germany“ auf die Fernsehbildschirme des Kontinents projizieren werden, ist allerdings mitnichten die Schuld des 29-jährigen Sängers aus Ostwestfalen. Es ist die Schuld des Norddeutschen Rundfunks (NDR), der es wieder einmal nicht geschafft hat, bei der Auswahl des deutschen ESC-Beitrags mutig zu sein.

(…) So muss man dem NDR in diesem Jahr leider wieder einmal sagen: Das wird nichts. Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler beim ESC-Vorentscheid war uninspiriert, ja geradezu einschläfernd.“

Peter-Philipp Schmitt sieht das in der FAZ ganz ähnlich:

„Deutschland hinkt stets hinterher. Während andere Länder schon Teilnehmer haben, die mit einer perfekten Drei-Minuten-Inszenierung schon bei ihren nationalen Vorentscheiden überzeugen, siehe im vergangenen Jahr Loreen und Käärijä, haben wir nun einen Kandidaten, der bei den Proben über seinen Auftritt sagte, er sei in erster Linie auf der Bühne und bewege sich halt ein bisschen zur Musik. Das mag für Berlin und das deutsche Finale gereicht haben, beim ESC lässt sich mit der Einstellung aber keine Glastrophäe gewinnen.

Deutschlands Teilnehmer waren meist schlecht vorbereitet. Die Hamburger Gruppe Lord of the Lost etwa war im vergangenen Jahr noch kurz vor dem Kurztrip zum ESC nach Liverpool auf eine Konzerttournee durch Südamerika gegangen. So blieb nicht genügend Zeit, um sich bestens auf das Finale vorzubereiten. Die Kameras zeigten die Rocker auf der Bühne fast nur aus der Ferne, ihr Auftritt blieb auf Distanz, ein Funke wollte trotz aller Pyrotechnik zum Publikum nicht überspringen.

Was eine gute Inszenierung bringt, bewies am Freitagabend das Elektropop-Duo Galant. Man fühlte sich mit ihnen und ihrem Lied „Katze“ 40 Jahre zurückversetzt, in die Zeit der Neuen Deutschen Welle. Ihr Auftritt war noch nicht perfekt, aber von Anfang bis Ende durchchoreographiert, beäugt von riesigen Katzenaugen auf der großen LED-Leiwand. Die beiden zeigten sicherlich das größte ESC-Potential.“

Letzteres wird von Felix Bayer auf Spiegel Online bekräftigt:

„Eine etwas mutigere Wahl gewesen wäre der auf Meme-Tauglichkeit getrimmte Neue-Deutsche-Welle-Elektrosong »Katze«, den das München-Mannheimer Duo Galant vor bildrauschenden Fernsehgeräten darbot. Auffällig war, dass der Titel bei den internationalen Jurys polarisierte – ein erster und zwei zweite Plätze standen neben vorletzten Rängen. Nach der von deutschen Delegationen oft beklagten Aufmerksamkeitslogik von ESC-Abstimmungen, die den guten Durchschnitt bestraft, aber Auffälliges belohnt, hätte das womöglich Punkte eingebracht.“

Jörg Isringhaus empfindet hingegen in der Rheinischen Post, dass „Always on the run“ die richtigen Zutaten hat, die „auf jeden Fall ESC-tauglich“ sind:

„Nicht, dass der aktuelle Jahrgang besonders aufregend wäre. Aber auch nicht auffällig schlecht.

Zwischendurch durften Gäste wie Florian Silbereisen, Mary Roos und Riccardo Simonetti sowie Unterstützer wie Michelle oder Mathieu Carrière begeistert das Vorgetragene kommentieren und darüber sinnieren, warum es nicht reicht im internationalen Vergleich. Das mag auch ein Problem des deutschen Auswahlverfahrens sein: Alle Beteiligten finden sich und jeden anderen toll, was prinzipiell schön ist, unter Wettbewerbsgedanken jedoch vielleicht nicht unbedingt zielführend.

Chancenlos ist Isaaks Song sicher nicht, die Ingredienzien sind auf jeden Fall ESC-tauglich. Schöneberger zumindest hat wie immer, diesmal mit leicht selbstironischem Unterton, ein gutes Gefühl. Na dann.“

Dass Florian Silbereisen, der zuletzt ESC-verhaltensauffällig geworden ist, weil ihm Lord of the Lost nicht mehr eingefallen sind, obwohl er bei ihrer Wahl zugegen war, immer alles und jeden gut findet, ist auch Rolling-Stone-Chefredakteur Arne Willander aufgefallen. Dessen Kritik ist ansonsten relativ deskriptiv und drückt sich um eine tiefergehende Würdigung:

„Wie kann man ein weiteres deutsches Desaster beim ESC verhindern? Florian Silbereisen, dem alle vorgestellten Songs irgendwie gefallen, schlägt vor, nicht Trends hinterherlaufen. Aber welche Trends könnten es in den letzten Jahren gewesen sein?

(…) Pflichtschuldig findet Max Mutzke alle Beiträge „unfassbar“, obwohl sie sehr fassbar waren. Unfassbar lang war es halt: zweieinhalb Stunden bei neun Songs. Sollte der deutsche Vorentscheid länger werden als das Finale, müsste Einhalt geboten werden.“

Noch optimistischer als die „Rheinische Post“ beurteilt Nicole Riess im Südkurier in ihrem Stück („ESC-Aus für Max Mutzke – warum mit Isaak der perfekte Kandidat nach Malmö fährt“) die Chancen von „Always on the run“ und der NDR-Class-of-2024 insgesamt:

„Deutschland hat verbissen gesucht, um 2024 nicht wieder so schlecht abzuschneiden, wie man es aus den vergangenen Jahren gewohnt ist. Und es hätte – neben den Beiträgen von Max Mutzke und Marie Reim – durchaus noch mehr Songs mit ESC-Potenzial gegeben. Ryks „Oh Boy“ und Bodine Monets „Tears Like Rain“, sogar Galants „Katze“ hätte man sich perfekt im Finale am 11. Mai in Malmö vorstellen können.

Nun ist es mit Isaak einer geworden, der zu dem Glamour-Spektakel so gar nicht zu passen scheint. Ein musikverrückter 28-Jähriger mit Reibeisenstimme, den man vorher nicht ernsthaft auf dem Zettel hatte, der aber mit dem eingängigen Pop-Song „Always On The Run“ einfach überzeugt hat. Warum soll ihm das nicht auch im ESC-Finale in Malmö gelingen?“

Auch Christian Vock kann sich auf gmx vorstellen, dass Isaak auch „auf der ganz großen Bühne in Malmö“ Europa überzeugen kann:

„Nun will man die Beiträge nicht größer machen, als sie waren und Geschmacksfrage Geschmacksfrage sein lassen, aber es waren an diesem Freitagabend doch einige Auftritte dabei, von denen man sagen kann: Das könnte auch auf der ganz großen ESC-Bühne in Malmö funktionieren. Am eindrücklichsten dürften die Auftritte von Isaak, Galant und Ryk Song-Contest-Esprit versprüht haben.“

Mit diesen wohlwollenden Worten schließen wir die Presseübersicht über die reflektierteren Stimmen zum diesjährigen deutschen ESC-Vorentscheid. Wenn Ihr noch Fundstücke habt, die lesenswert sind, postet diese gerne in den Kommentaren. Und wir freuen uns auch, wenn Ihr uns Euer Feedback zu den hier zusammengetragenen Einschätzungen der etablierten Journalist*innen gebt.

Die Meinung der ESC-kompakt-Blogger*innen zum deutschen ESC-Finale 2024 könnt Ihr bei ESC kompakt LIVE nachhören.



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209 Comments
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Julian
Julian
2 Jahre zuvor

Ich trauere nach der Performance auch um GALANT, auch wenn ich keine Ahnung gehabt hätte wo sie gelandet wären.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

Fand die hatten krassen Star – Appell

Trevoristos
Trevoristos
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Fand ich nicht. Die waren bemüht aber eher langweilig. Wie alle deren Songs ist Katze ohne jede Reichweite. Sicher weil der Song so gut ist….

bisschenfrieden
bisschenfrieden
2 Jahre zuvor
Reply to  Trevoristos

Genau, weil er gut ist. Und eben nicht NDR 2-, Antenne Bayern- oder Radio PSR-massenkompatibel.

bisschenfrieden
bisschenfrieden
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Apeal

eurovisionIscoming
eurovisionIscoming
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

Ganz ehrlich? So wie ich den ESC in den letzten Jahren erlebt hab wären die im Vorfeld in den ganzen Ranking-Videos hinten gelandet. Im Finale hätten die aber locker über 100 Punkte bekommen. Das hätte das Potential für sowas wie Konstrakta 2022 gehabt. Aber wir werden es nie erfahren.

Lisa
Lisa
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

Geht mir ganz genau so. Das war der einzige Beitrag, der sich nach ESC angefühlt hat.

nononon
nononon
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

auf alle Fälle würden mich die Verschwörungstheorien interessieren, wer bei ihnen dann Schuld am Gewinn gewesen wäre. Vllt ja der Silbereisen, der min 2x betont hat, dass er den Song gut findet.

Nee, eig bin ich ganz froh, dass denen das jetzt erspart geblieben ist und sie durch den Contest aber def ein paar neue Fans dazu gewinnen konnten.

Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

In der Inszenierung und Ausstrahlung standen Galant Welten über allen anderen Kandidaten im DDF und der Auftritt hatte noch reichlich Potential für Verbesserungen bei Licht, Kameraarbeit und Schnitt.

Trevoristos
Trevoristos
2 Jahre zuvor
Reply to  Funi_Cula

Gross Ausstrahlung hatte beim VE doch gar kein Act. Alle schienen arg angespannt bei ihren Auftritten ..

mauve
mauve
2 Jahre zuvor
Reply to  Julian

Neben Ryk waren Galant deinitiv die größte Überraschung! Fast die einzigen, die es geschafft haben, ihr Lied durch ihre Inszenierung aufzuwerten.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Na, da waren sie ja dieses Mal lieb. Die sehen das insgesamt viel weniger kritisch als wir hier.

Wundert mich, dass die Show vergleichsweise milde beurteilt wurde – oder war das Resignation? Also notorische Nicht-Fernsehshows-Guckerin hab ich eigentlich nur den ESC als Vergleich und fand die Show von Anfang bis Ende grauenhaft. Barbara-Show trifft es ganz genau. Ansonsten hat Douze in seinem Rant beim ESC kompakt so treffend alles dazu gesagt, dass ich es mir direkt zweimal anhören musste.

Was ich ebenfalls bemerkenswert finde ist, dass Ryk kaum Erwähnung findet. War es dann doch ein Bubble-Phänomen? Völlig zu Recht überall lobend erwähnt werden Galant, meiner Meinung nach die Teilnehmer mit dem größten Star-Appeal und der durchdachtesten Inszenierung. Mit einem anderen (stärkeren) Song möchte ich die unbedingt nochmal in einer VE sehen.

Was Isaak angeht: Dass da der Finger in die Wunde gelegt wird, ohne Isaak persönlich anzukoffern, finde ich gut und richtig. Ich hoffe trotzdem wider alle Vernunft, dass Christian Vock recht behält und Isaak in Malmö so überzeugen kann, dass er nicht überall auf dem 11. Platz landet.

Last edited 2 Jahre zuvor by Tamara
Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Wahrscheinlich eher überall auf dem 25. Platz

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Es macht es nicht besser, dies bei jeder Gelegenheit zu sagen.

Onkel Lou
Onkel Lou
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Hast du das mit dem 11. Platz überhaupt verstanden? 😊

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ja, Galant sollte man als das Positive aus dem VE sehen. Auch wenn die Retro-Bühne anfangs belächelt wurde, haben die Beiden gezeigt, dass man mit wenig Geld aber guten Ideen eine respaktable Show aufführen kann.

Sascha
Sascha
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Was ich ebenfalls bemerkenswert finde ist, dass Ryk kaum Erwähnung findet. War es dann doch ein Bubble-Phänomen? Völlig zu Recht überall lobend erwähnt werden Galant, meiner Meinung nach die Teilnehmer mit dem größten Star-Appeal und der durchdachtesten Inszenierung. 

Der Song funktioniert nicht beim ersten Hören. Auch wenn der Song viele ESC-typische Merkmale geschickt miteinander verbindet, erfüllt er diese wichtigste Grundvoraussetzung für den ESC nicht.
Außerdem fehlt ein Hook, der hängen bleibt.

Katze hingegen glänzte in jeder Hinsicht. Ich wünsche Galant eine große Karriere

Teufelchen
Teufelchen
2 Jahre zuvor
Reply to  Sascha

Ich bin immer noch der Meinung, mit einer noch besseren Inszenierung von Ryks Song hätten wir beim ESC auffallen können.

Ich mag die Abwechslung im Song, zwischen Leise und pathetisch. Und am Ende wird der Song ganz Groß.
Dazu sein außergewöhnliches Gesangs Talent.

Ich wünsche Isaak nun viel Erfolg und dass er für uns auch beim ESC ein „Dark Horse“ bleibt und wider erwarten Punkte holt. ❣️

Nur glaub ich nicht daran. Der NDR wird wieder ideenlos bleiben. Und Isaak muss bei Staging, Inszenierung und Kamera Führung an die Hand genommen werden. Andernfalls haben wir den Malik Effekt oder den von LOTL.

Last edited 2 Jahre zuvor by Teufelchen
Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Komplette Zustimmung zu allem Gesagten, insbesondere zu Isaak. War überhaupt nicht mein Song und mit der Nicht-Inszenierung sehe ich da unsere nächste Rote Laterne, aber der Junge hat eine gute Stimme, macht das mit Herzblut und wirkt sympathisch und authentisch. Ich hoffe für ihn, dass er in der Riesenglitzermaschine ESC nicht untergeht.

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor

Bereits vor dem ESC der lang ersehnte Wunsch: NDR, gib den ESC endlich ab! Immer wieder Hoffnung, man lernt aus Fehlern, um dann Jahr für Jahr enttäuscht zu werden. Der Sender hat es geschafft, dass es im Vorentscheid wichtiger ist, Leuten auf dem Sofa eine Bühne zu geben, deren Aufmerksamkeit eigentlich auf den Sängerinnen und Sängern liegen sollte. Das war teilweise wirklich schlimmer als RTL 2 Nachmittagsniveau. Der ESC ist ein absolutes Nischenprodukt in Deutschland und dafür ist primär der NDR verantwortlich. Es muss endlich was getan werden und eine Grundsanierung stattfinden. Der ESC in Deutschland muss wieder an Wichtigkeit gewinnen und nicht jedes Jahr dieses lieblose hingerot*e. Als großer ESC Fan blutet mir das Herz, was aus dem Wettbewerb in Deutschland geworden ist. Spätestens zu 2025 muss eine grundlegende Veränderung her, ansonsten stirbt die kleine ESC Community auch noch irgendwann.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  C aus P

Endlich richtige Einspieler drehen die jeden Künstler schön vorstellen, diesen dann zur Umbaupause einspielen. Wenn mehr Zeit gebraucht wird gerne die Künstler die schon aufgetreten sind kurz Interviewen. Den letztjährigen Teilnehmer am Anfang zur Eröffnung mit seinem alten / neuen Song auftreten lassen und dann eventuell als Gast auf der Couch / greenroom als Pate für alle aktuellen Teilnehmer.

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Und drumherum auch alles ändern. Keine Wildcard, mehr Teilnehmer, Halbfinals, Marketing, Werbung…

Jørik S
Jørik S
2 Jahre zuvor
Reply to  C aus P

Und vorallem intensive Songwriting Camps im Vorfeld. Am besten die bewährten Skandinavischen Systeme übernehmen. So ne Art Deutschen Melodi Grand Prix machen.

eurovisionIscoming
eurovisionIscoming
2 Jahre zuvor
Reply to  C aus P

Ich verstehe einfach überhaupt nicht, warum man nicht ein „deutsches Melodifestivalen“ auf die Beine stellen kann. In Schweden funktioniert das doch auch prima – und das Land hat gerade mal einen Bruchteil der Einwohnerzahl Deutschlands. Das schwedische Fernsehen hat somit auch weniger finanzielle Möglichkeiten als die ganzen Sender der ARD. Man müsste ja nicht direkt zig Halbfinalshows veranstalten. Aber so eine Show mit zwei Halbfinalen á 10 Songs bei denen jeweils 5 weiterkommen und am Ende 10 Songs um den Sieg kämpfen wäre doch denkbar – Alles innerhalb von 2-3 Wochen. Wo ist das Problem? Es müsste auch nicht zwangsweise in drei verschiedenen Städten/Arenen stattfinden. Meinentwegen mietet sich die ARD dann mal für einen Monat irgendeine der zahlreichen Hallen die es hierzulande gibt. Aber was schreibe ich hier? Bei der ARD gibts zig Bedenkenträger die tausende Gründe finden würden um sowas abzuwatschen. Aber für die tausendste Schlagershow wie das Portemonnaie wieder locker gemacht.

AndiTR
AndiTR
2 Jahre zuvor

Würde man bei der Wolfslast anfragen, würde sie sagen „kein Geld“ 😅

Aber ja zwei Halbfinale und ein Finale wäre doch was.
Der NDR könnte ja auch versuchen einen zweiten Sender der ARD z.b WDR oder BR mit ins Boot zu nehmen.
Oder eine Zusammenarbeit mit dem ZDF.

Bisher zählt nur die Quote am Finalabend. Alles andere ist nur Beiwerk für den NDR.
Aber das man mit der Vorentscheidung und den Semis auch Quote generieren könnte, kam in Hamburg bisher nicht an.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  AndiTR

Kein Geld, aha. Aber für diesen Mist, bei dem man unter dem Namen „Ich will zum ESC“ vier Monate lang hoffnungsvolle Talente aufgebaut hat, nur um die Top3 mit Rohrkrepierern zu versorgen und den Sieger beim VE ungespitzt vor die Wand knallen zu lassen, dafür war Geld da?

AndiTR
AndiTR
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Aber die Frau Wolfslast sagt doch ständig, dass das wenige Geld eine Rolle spielt und jeder Cent 3 mal umzudrehen ist. Daher fand ich die ganze Wildcard rausgeschmissenes Geld. Vorallem wenn da überhaupt nix ansatzweises gutes bei rauskommt.

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor
Reply to  AndiTR

Das Argument „Kein Geld“ zieht nicht mehr. Wenn man in andere Länder guckt, die weitaus weniger Geld zur Verfügung haben aber weitaus bessere Shows auf die Beine stellen, dann fragt man sich wirklich, was hier falsch läuft. Man muss anders priorisieren. Wenn die Couch wegfällt, spart man Silbereisen und Co. Die Wildcard brauch kein Mensch, ergo, keine Gagen für Conchita und keine Casting Show, die zum scheitern verurteilt ist. Gern kann man auch die Tickets für den Vorentscheid etwss teurer machen, wenn mehr geboten wird, bezahlen das die Leute auch. Man soll sich einfach aufs wesentliche konzentrieren, und alles unnötige weglassen.

AndiTR
AndiTR
2 Jahre zuvor
Reply to  C aus P

Ich entscheide ja nicht über das Budget. Hätte ich was zu sagen, würde ich den Geldhahn aufdrehen 😃
Beziehe mich da nur auf die Aussagen der Wolfslast. Und sie sagte mehrfach, dass nur wenig Geld da ist , etc.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  C aus P

Kein Geld? Es kann mir doch keiner Erzählen, das Länder wie Island, Moldawien, Estland, Litauen mehr Geld für den Vorentscheid zur Verfügung oder generell dem ESC zur Verfügung stehen als der ARD? Dieses Argument ist schlicht lächerlich. Es fehlt einfach an willen den Vorentscheid ganz groß aufzuziehen. In diesem Jahr auch kaum Werbung im linearen Fernsehen wurde gemacht. Da hatte man eine Idee, was macht man damit, versteckt sie in der Mediathek und spät Abends im NDR-Fernsehen. Wenn Geld da ist, für das Tausendste Fest der Volks und Schlagermusik, dann ist auch Geld da für einen großen Vorentscheid.

Lola
Lola
2 Jahre zuvor

Wenn du mit Hallen unsere normalen deutschen Hallen/Arenen meinst, sehe ich ein Problem. Viele sind dual belegt mit Events und Sports (zB MDR Gebiet: Arena Leipzig ist Spielstätte vom Handball 1. Bundesliga). Auch sind viele Hallen 1-2 Jahre im Voraus mit Buchungen wieder versorgt. Man müsste also wohl jetzt anfangen was zu buchen. 🙈 Fände die Idee mit 3 Events halt auch super gut. Und zur Refinanzierung machen sie halt 30€ Karten, wirbt unter den Fanclubs der Acts und dann füllt sich das auch.

Wenn du Fernsehstudios meintest dann sorry 🙈

eurovisionIscoming
eurovisionIscoming
2 Jahre zuvor
Reply to  Lola

Mit einem gewissen Budget und dem tatsächlichen Willen so ein Event umzusetzen, würde man mit 100%tiger Sicherheit irgendeine Arena finden, wo man sowas veranstalten könnte. Das kann am Ende meinentwegen auch ein sehr großes Fernsehstudio sein wo mehrere tausende Menschen Platz finden. Das kann von mit aus auch irgendeine Halle in einer mittelgroßen Stadt sein. Meinentwegen irgendwo in Niedersachsen, BaWü, Thüringen oder in einer Ruhrpott-Großstadt. Wenn so ein Event 2-3 Jahre gut funktioniert, wäre es auch irgendwann einfacher eine passende Location zu finden. Und im Zweifel mietet man eben doch 1-3 Hallen. Hat bei den Vorentscheiden in der Lanxess-Arena 2014/2015 doch auch geklappt. Es fehlt das Interesse beim NDR, es fehlt der Wille und man will das Geld lieber für die tausendste Quizshow und das tausendste Schlagerevent.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor

Wenn man zeitig genug anfängt ( September ) ist es noch warm genug draußen. Also große Bühne auf die Wiese stellen und ein richtiges Festival daraus machen.

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Also ich feiere jedes Jahr Anfang September meinen Geburtstag und stimme zu, dass da häufig schönes Wetter ist. Zu abendlichen Open Air Events würde ich dann aber nicht mehr raten.

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor

Zum VE 2014 will muss ich (als Zuschauer in der Halle) auch noch etwas anmerken: Die mussten in der Lanxess Arena das kleinstmögliche Setup wählen, so dass es bei der Zuschauerzahl nicht ganz peinlich wird. Der Oberrang war nur in den untersten Reihen gefüllt (darüber wurde es einfach nicht ausgeleuchtet) und es gab des Vorentscheid auch noch viele Tickets kostenlos (Beispiel: https://www.fortuna-koeln.de/aktuelles/news/meldung/freikarten-fuer-eurovision/ ).

Bei solch einer großen (und teuren) Halle wie der Lanxess Arena muss das für den NDR damals ein riesen Verlustgeschäft gewesen sein. In 2015 hat man es dann ja nochmal in Hannover probiert, wie es da gelaufen ist, weiß ich aber nicht.

Glaube schon, dass die (regionale) ESC-Community heute schon groß genug wäre, um eine kleinere bis mittlere Halle zu füllen. Bei einer großen Stätte glaube ich aber, dass es auch heute schwierig wird.
Zumal die Kosten für Events auch durch die Decke gehen und sich das ja auch auf Ticketpreise auswirkt.

Schorschiborsch
2 Jahre zuvor

Natürlich funktioniert das in Schweden, aber auch eben ausschließlich dort. Klar gibt’s andere Länder mit einem oder mehreren Halbfinals, aber die sind doch eher in der Unterzahl (Statistikfans mögen mich ggf. korrigieren) 🙂

Jørik S
Jørik S
2 Jahre zuvor

Die sollen das von der aufmachung so machen wie die Helene Fischer Show. Dafür reicht die Kohle schließlich auch. Grosse Halle, Grosse Bühne, professionelle Produktion und gutes Staging. So schwer ist das doch nicht. Finnland, Schweden, Dänemark…! Alle Performances und Bühnen sahen da Top aus. Und die haben zusammen nicht so viele Einwohner wie wir. Wir sind das Einwohnerreichste Land, welches Teilnimmt. Da stimmt do was nicht. S

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor

Ich glaube, du hast dich mit der deutschen Musik und Medienszene nicht nicht auseinandergesetzt und überschätzt die Bedeutung des ESC für das gesamte Publikum.

Das Mello ist so groß, weil es in der schwedischen Gesellschaft fest verankert ist (wie San Remo in Italien oder der ESC in Teilen von Deutschland). Der deutsche Vorentscheid wird von großen Teilen des Publikums und der Musikszene nur als notwendiges Übel angesehen, nicht als Ereignis zum Feiern.

Ja, Schweden hat auch viel weniger Einwohner, aber trotzdem sind sie in Dingen, die ihnen wichtiger sind besser als Deutschland (z. B. Eishockey, Handball, international funktionierende Musik).
Nur weil Deutschland mehr Einwohner hat als andere Länder heißt es halt nicht, dass wir besser sein müssen.

Zu ARD/ZDF: Die Sender stehen ständig im Rechtfertigungsdruck, warum überhaupt Unterhaltungsshows laufen und nicht nur Informationssendungen.
Die Idee, noch 2-3 Shows mehr für den ESC zu produzieren, die entweder zuschauerträchtigere oder politische Inhalte ersetzen gefällt uns in der Bubble vielleicht, aber da sind wir halt auch Exoten und nicht repräsentativ.

Man soll sich mal eine Halle für einen Monat mieten? Die Idee finde ich bedonders gewagt. Die Halle, die einfach mal einen Monat zur Verfügung steht, müsste die sich erstmal selber bauen.
Darfst uns aber auch gerne belehren, welche Halle da für dich in Frage kommen würde. Tipp: Hallen, in denen Sportteams Heimspiele veranstalten darfst du direkt ausnehmen.

Und nicht, dass ich die Schlagershows qualitativ verteidigen möchte, aber die Anzahl dieser Sendungen sinkt ja auch schon seit einiger Zeit. Aus Budgetgründen wohlgemerkt, nicht weil Zuschauer fehlen würden.

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor

Die Budgetierung ist mit Sicherheit ein grosses Problem, das nehme ich Frau Wolfslast sofort ab. Aber das grössere Problem ist das strukturelle Problem innerhalb der ARD.
Das fängt damit an, das relevante Redaktionsabteilungen und Gewerke in einer ARD-üblichen Produktionsstruktur nicht sinnvoll im Prozess zusammenarbeiten. In einem Social hatte sich mal ein Kollege aus der Online-Redaktion von eurovision.de zu erkennen gegeben, der – übereinstimmend mit meinen Erfahrungen – berichtete, dass die Onliner gar nicht direkt an das Kernteam angeschlossen sind, da sie organisatorisch woanders „sitzen“. Das hatte ich auch genauso erwartet und erfahren. Und, nebenbei, man darf gar nicht unterschätzen, wie sehr sich die verschiedenen Abteilungen in der ARD und den jeweiligen Dritten sich gegenseitig, ahem, beharken, wenns um Kompetenzgerangel und Hierarchien geht.
Technische Teams und kreative Teams sind dann nochmal woanders und werde gerne erst nachdem alle relevanten Planungsschritte schon durch sind, gerne ganz am Schluss an den Tisch gebracht, quasi wie Dienstleister und nicht wie fähige Mitgestalter der gemeinsamen Vision. Da muss man sich nicht wundern, wenn der Kameramann seinen Job zwar gut macht, aber halt nach Auftrag Schema X und sich vielleicht zu technischen Notwendigkeiten äussert, aber seine kreativen Ideen lieber in der Tasche lässt, weil er eh heilfroh ist vom trimedialen Sparzwang noch nicht wegrationalisiert ist, falls er ARD-intern arbeitet. Als beliebter Freier, auf die die ARD immer mehr angewiesen ist, weil sie ihre eigene Personalkapazitäten einer in weiten Teilen sinnfreien „Restrukturierung“ opfert, die einzig den Sinn hat, schon bestehend organisatorische Malpractices zu verschlimmbessern.
Aber Geld hin oder her, um einen nur ansatzweise viel besseren Vorentscheid hinzukriegen braucht es mE gar nicht so viel Geld. Abgesehen davon dass die ARD notorisch an allen möglichen Stellen Geld im Übermaß verpulvert – von „Tatort“ Budgets bis Schlagershows und Massagesessel – wären viele Verbesserungsideen recht einfach und mit kaum Mehrkostenaufwand realisierbar.
Das fängt mit einer zeitgemäßen Produktionsplanung an (ich kann mich auch irren, aber wenn das so läuft wie die Produktionen, die ich von innen mitnehmen durfte, dann hat das mehr mit sinnfreien Bürokratie und vorgestrigem Verständnis von Gewerkszusammenarbeit zu tun, als mit stringenter Produktion) und geht dann weiter mit transparenter Kommunikation, breiter Einbindung der vorhandenen ESC Fan-Communities, besserem Marketing und eine Ablösung vom Festklammern an „altbewährten“ Promi-Seilschaften, Entertainment-Playern und sonstigen Kreativen und Unkreativen, die pensionsgebundene Funktionärsmentalitäten rumschleppen.

Last edited 2 Jahre zuvor by Donnatella
Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor

Interessant finde ich, das der sich hoch favorisierte Ryk selten bis nie erwähnt wird. Lässt sich daraus schließen das es ein „reines Bubble“ Phänomen war ?

Aber schön zu sehen das es bei keinem am Künstler liegt sondern woanders die Probleme liegen.

Schorschiborsch
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Platz 3 im Televote ist doch ziemlich gut. Allein die Bubble hätte das nicht geschafft, denk ich

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor

Bezog mich mehr auf die über 50% siegwahrscheinlich im VE. Sorry das es nicht gut rübergebracht wurde von mir.

Vondenburg
Vondenburg
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ich habe mich vorher regelrecht fusselig geredet, dass diese dösigen Wettquoten besonders die des deutschen Vorentscheid endlich mal in Ruhe gelassen werden sollen. Die hatten absolut keine Aussagekraft, weder in die eine noch in die andere Richtung.
Aber naja. Hört ja wieder keiner…

Frank B.
Frank B.
2 Jahre zuvor

Aber wenn man unter 9 deutschen VE-Teilnehmern nur Dritter wird, kommt man unter 25 (stärkeren) ESC-Konkurrenten auch nicht häufig in die Top 10.

JD...
JD...
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ryk hatte schlicht keinen guten Auftritt und schlechte Tonabmischung – teilweise war seine Stimme gegenüber der Musik gar nicht richtig zu hören.
Im Übrigen ein ähnlicher Fehler wie schon bei LOTL… wer auch immer dort zuständig ist, weiß offenbar nicht, was er tut.

Der Song selbst hätte Potential gehabt (darum auch die hohen Wettquoten vorher), aber naja… hätte, wäre, wenn….
Es ist eben die Liveshow, die überzeugen muss.

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ein reines Bubble-Phänomen glaube ich nicht. Allein die Kommentare unter seinem Auftrittsmitschnitt auf YT sprechen da eine eindeutige Sprache, dass er wirklich von vielen als Favorit gesehen wurde.

Was allerdings stimmt, ist das die TV-Tonqualität sehr kläglich gemischt war und sich deutlich von der des in der Post nochmal polierten Mitschnitts unterscheidet. Auch hier gibt es sehr sehr viele Kommentare, die dies ebenso gehört hatten.

Und was ebenfalls stimmt, war dass er sichtlich nervös wirkte und seine ersten Vokaleinsätze nur mit Geistesgegenwart richtig setzen konnte. Das hat sich erst nach ein paar Phrasierungen gefangen, wirklich schlecht war es jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Leider war dann die Licht,- und Visualproduktion nicht wirklich optimal. Es selbst meinte zwar sehr zufrieden damit gewesen zu sein, aber teilweise über mehrere Sekunden andauernde Ausbrenner in die Überstrahlung, a-rhythmische Lichteinsätze und Visuals aus dem Default-Setting der marktüblichen Videosysteme taten ein Übriges, dass dem Auftritt mit einer solch episch-komplexer Komposition keinen Gefallen tat. Ich befürchte, Herr Dietmann hat offensichtlich für eine viel grössere Bühne gedacht, was ein Kardinalfehler ist, wenn man auf einer so offensichtlich kleineren Bühne steht.

J. Freizeit
J. Freizeit
2 Jahre zuvor

Hach… Schön dass es immerhin alle so sehen. Mit dieser uninspirierten Balladen- und Radiopopmischung gewinnt man einfach keinen Blumentopf. Ehrlich, da hat man sich schon bei der Ankündigung die Acts aus 2023 zurückgewünscht, denn die waren immerhin mal abwechslungsreicher, da hatten wir Metal, eine schön inszenierte, gute Ballade, den umstrittenen Partyschlager, einen schönen ruhigeren Song auf deutsch, Punkpop und da macht dann auch ein guter Radiopopsong wie der von René Miller nichts aus. Aber dieses Jahr war songtechnisch mit 1-2 Ausnahmen echt wieder ein Rückschritt.

LosPanik!
LosPanik!
2 Jahre zuvor

Die sogenannte „Inszenierung“ wird beim ESC inzwischen vollkommen überbewertet. Mir ist ein Mensch wie Isaak auf der Bühne sehr viel sympathischer, als ein Abbatar oder Roboter wie Loreen, die ihre Programmierung abspulen.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

Es ist eine Fernsehshow und keine Radioveranstaltung. Deswegen zählt „leider“ das optische auch mit rein. Würde mir auch wünschen das es weniger Einfluss hat. Nur sollte halt das optische auch zum Song passen. Gibt inzwischen genug Beispiele was gut und was schlecht umgesetzt wurde.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ich finde dann muss aber ein einheitlich gutes Level an Show möglich sein. Das hat mich bei Floryan super geärgert. Wenn man das Bühnenbild im weitesten Sinne mitbewertet, muss auch jeder die gleichen Möglichkeiten haben.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Ja da gebe ich dir Recht. Dann sollte jeder ein butget erhalten um das umzusetzen was ihm gefällt.
Dennoch fand ich Floryan besser umgesetzt als Leona. Bei ihm war die Kamera gleich auf dem Gesicht und ist nicht erst 1 minute lang zur Bühne gelaufen. Weiß ich übertreibe jetzt, aber habe es so empfunden.

LosPanik!
LosPanik!
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ja, stimmt, es braucht optische Unterstützung, ist schon klar. Aber diese „Inszenierungen“ gehen weit darüber hinaus. Es ist ein Gesangsvortrag, und keine Theatervorstellung.

Vondenburg
Vondenburg
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

Das geht schon seit 30 bis 40 Jahren darüber hinaus. Und ehrlich gesagt: Das ist gut so.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

WHAT?!

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Er meinte doch nicht den NDR bzw. die deutsche VE, sondern kritisiert zu Recht, dass die Inszenierung beim ESC-Finale so eine große Rolle spielt.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Das hab ich schon verstanden. Das kann man auch kritisieren, aber if you can’t beat them, join them. Wenn die Inszenierung eine so große Rolle spielt, dann muss man sich anpassen, wenn man was reißen will. Oder, wenn man nichts reißen will, weil man so wahnsinnig authentisch sein will, dann soll man sich das Geschrei sparen, wenn es mal wieder nur für einen Platz in der Bottom 2 gereicht hat.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Zustimmung, wobei es LosPanik! hier ja, wenn ich ihn/sie richtig verstanden habe, nicht um einen Ratschlag für eine möglichst gute Platzierung des deutschen Beitrags ging, sondern um Kritik an einer langfristigen Entwicklung beim ESC.

Ich fänd’s ja toll, wenn alle Teilnehmer(innen) bzw. alle teilnehmenden Sendeanstalten in einen Inszenierungsstreik treten und so den ESC in eine andere Richtung lenken würden, aber da kann ich natürlich lange warten 😉

J. Freizeit
J. Freizeit
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

Sie wird überhaupt nicht überbewertet, Deutschland unterbewertet sie nur komplett.

Lisa
Lisa
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

Satire bitte kennzeichnen

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor
Reply to  LosPanik!

Es geht eben darum, sofort die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu bekommen. Und das funktioniert besser, wenn man auf der Bühne eben mehr sieht, als ein Mensch der da singt. Natürlich gibt es auch Auftritte, die sowas nicht brauchen, hatten wir ja auch schon mit Lena und eigentlich auch mit Michael.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  Luomubanaani

Authentisch bedeutet ja nicht automatisch keine Show. Manche Menschen sind einfach ein „Showtalent“ was ständig „auffällt“.
Auch gibt es Songs da muß man einfach bei der Show richtig übertreiben weil der Song es einfach erfordert / hergibt siehe watte hatte dude da.

Flo
Flo
2 Jahre zuvor

Galant hätten ein spannendes Experiment mit möglicherweise überraschenden Ausgang werden können. Schade.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Flo

So wie Lord of The Lost? Das fanden alle spannend, nur es gab keine Punkte.

togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

„Doch sein Beitrag dürfte beim ESC, seit Jahren ein schrilles Spektakel, untergehen.“

Unsinn. Schon mal was von Lena oder Salvador Sobral gehört?

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

„Je ne sais quoi … know they have that certain something … je ne sais quoi … something I just can’t explain …“

bellamarcella
bellamarcella
2 Jahre zuvor

Ich finde es sehr gut, dass die Presse gechillt gegenüber Isaak ist, sondern die Schuld beim NDR sucht.
Nach dem Finale in Liverpool haben wir eine lange Liste gehabt, woran es lag.
Das sind die Fehler, die gemacht worden und Probleme, die bereits auch schon seit Jahren bekannt sind.

Keine Klarheit, wie der ESC 2024 in Deutschland aussehen soll
Keine Klarheit, ob Künstler*innen sich bewerben können
Urplötzliche Bekanntgabe des Bewerbungsstarts (unplanbar für Künstler*innen)
Fristverlängerung der Bewerbung
Im Interview in Köln; Jeden Cent 3 x umdrehen, Zitrone auspressen; Kosten aufstellen für ARD
Direkt nach Fanclubtreffen Formatbekanntgabe (Wildcard)
schlechte Produktion vom Format, kein Mehrwert, Wildcard floppte (lag nicht an Flo selbst…)
Bekanntgabe der Acts um 6 Uhr morgens
Barbara als Host
Marvin Dietmann als Stage Director
„Wetten-Dass-Couch“ bleibt in der Sendung
Stargäste kein Mehrwert
Line-Up schwächer, wieder radiopoplastiger
Sendetermin nach 22 Uhr
Kein ESC-wettbewerbsfähiger Vorentscheid
Voting wieder geändert, unübersichtlich und chaotisch
Voting offen trotz Bekanntgabe der Jurypunkte
Staging größtenteils schlecht (Ausnahme Galant!)
Max und Marie auf Super Spots 8 und 9 und Extra-Promo, aber nicht die anderen Acts

GRÖßTER Punkt für mich! Fans werden ignoriert. Fans werden nicht eingebunden. Verbesserungsvorschläge werden gekonnt ignoriert. Keine Kommunikation!Die Liste könnt ihr bzw kann man fast unendlich weiterführen.

Es ist egal, ob NDR, MDR, WDR, ARTE…Solange man den Eurovision Song Contest so behandelt, werden wir immer floppen. Außer wie Lars mal super geschrieben hatte im Artikel zur Fristverlängerung. Ein Zufall könnte Nachsicht haben. Aber der wird nicht kommen.

Wenn es wirklich immer noch deutsche ESC-Fans gibt, die nach dem Finale in Malmö und wohl dem schlechten Ergebnis immer noch Hoffnung haben, dass es so besser wird…tut mir leid. Nein! Die Illusion kann ich euch nehmen!
Es tut in der Seele weh, wenn man jedes Jahr neue Hoffnung hat und dann NOPE! Enttäuschung pur…aber man hat sich schon fast dran gewöhnt.

Ich freue mich auf den ESC. Es gibt genug Länder, genug Lieder die wir abfeiern. Freue mich immer sehr auf ESC Events Leute zu treffen. Die Aftershow-Party war super. Man lernt immer Fans kennen, und beim ESC selber internationale Fans. Das liebe ich! Malmö wird super, weil man alles (ab)feiern kann, auch wenn es Deutschlands Ergebnis nicht sein wird. Dafür ist der ESC viel zu geil!

Schade um den ESC in Deutschland. Ich sehe schon den Live-Stream von euch nach dem Finale. Ihr könnt theoretisch gleich den von 2023 senden und euch die Zeit sparen. 😀

Lass uns einfach den Jahrgang 2024 feiern…und vielleicht gibt es doch Zufälle und Glück für den ESC in Deutschland 2025. Wer weiß…

Last edited 2 Jahre zuvor by bellamarcella
Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor
Reply to  bellamarcella

Stimmt!! – Nur bei Galant fand ich das Staging nicht billig und langweilig. Auch die Kameraschnitte und das mit den Monitoren fand ich gut – oder dass es eine „dreigeteilte Ansicht gab“. Fand ich passend und fresh.

Quintus
Mitglied
Quintus
2 Jahre zuvor
Reply to  Der Thoddy

Dieser aufgeteilte Bildschirm bei Galant ist fast so alt wie das Fernsehen selbst. Hat man schon tausendfach gesehen. Und trotzdem war es mal etwas anderes als die immergleichen Kamerafahrten. Das sagt schon viel über die Inszenierungsqualität beim deutschen Vorentscheid aus.

Für mein Empfinden hatte Galant die mit Abstand beste und stimmigste Inszenierung. Nicht wirklich fresh, aber sehr passend.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Quintus

Fand den Song auch nur durchschnittlich.

Teufelchen
Teufelchen
2 Jahre zuvor
Reply to  Der Thoddy

Bei Ryk war der Ansatz schon sehr gut. Und Marie hatte eine schöne Showtreppe.

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  bellamarcella

Oh, BellaMarcella, nicht nur das sich unsere Usernamen reimen, auch deinen Take hier kann ich genau SO vorbehaltlos unterschreiben! Nagel – Kopf – Top!

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor

Das Schlimme ist die Verweigerung der ESC-Ästhetik. Die muss dabei nicht unbedingt „queer“ sein, da sind andere Dinge möglich (s. Common Linnets oder Salvador), es muss nur „durchgearbeitet“ und verzaubernd sein.

Mich stört nicht so sehr der Song selber (der ist leicht unterdurchschnittlich in ESC-Maßstäben), sondern dieses deprimierende amateurhafte Gehampele und Getorkele, diese schlampige „Kleidung“, diese alberne übertriebene Gestik.

Das ist dann auch ein Angriff auf alles , wofür Popmusik seit ihren Anfängen steht; übrigens war das bei Jendrik, Malik usw. auch schon so.

Wenn wir dann davon ausgehen, dass z.B. Silbereisen wohl mehr Gage bekommen hat als alle Interpreten zusammen, nur um über seine Geschlechtsoperation zu tratschen oder was es war, dann wissen wir, wo der NDR seine Interessen hat.

Last edited 2 Jahre zuvor by Alkibernd
Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Deswegen Gäste weg bis auf den Teilnehmern des letzten Jahres oder andere mit dem ESC verbundene Gäste als Pate/ Interviewpartner usw.

eurovisionIscoming
eurovisionIscoming
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Die deutschen wollen oft diese Boy-next-door-Sänger, die in anderen Ländern einfach niemanden jucken. Du kannst bei einem deutschen Vorentscheid die bomastischsten Auftritte inszinierne, die besten Sänger mit grandiosen Lichtshows auftreten lassen. Aber sobald ein „authentischer Sänger“ im Schlabberpulli auf die Bühne kommt, wird der mit Punkten überhäuft „weil er sich ja nicht verstellt“. Tja. Europa findet sowas aber leider öde und will die große Show.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor

Also ich weiß nicht, was die Deutschen da für boys in der Nebenwohnung wohnen haben. Ich würde ausziehen.

J. Freizeit
J. Freizeit
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Du meinst, dich stört dieser Zwang zur Authentizität, ohne dass die Lieder wirklich authentisch sind? Das ist ein großes Problem von Deutschland in den letzten Jahren. Selbst Lord of the Lost haben ihren Song eigentlich nur stumpf runtergespielt. Macht doch mal eine Show, eine Inszenierung wie in Schweden, wo der Künstler mit der LED-Wand interagiert oder sie ein wesentlicher Teil der Performance ist, lasst euch was Interessantes einfallen, wie die Laufbänder bei Robin Bengtssons langweiligem Popsong 2017 – irgendwas, das perfekt auf den Song abgestimmt ist. Sie haben jetzt noch einige Wochen Zeit und ich hoffe, dass sie die nutzen.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor
Reply to  J. Freizeit

Ich glaube , dass dieser Begriff der Authentizität vollkommener Quatsch ist. Wir sind weder in einem evangelikalen Bibelkreis noch in einer Selbsterfahrungsgruppe für virtuelle Alkoholiker 😉 .

Authentizität kann es auf der Bühne nur als inszenierte Authentizität geben.

togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

„Authentizität kann es auf der Bühne nur als inszenierte Authentizität geben.“

Das hat ja so ähnlich schon Oscar Wilde gesagt, und der hat immer recht. 🙂

Luomubanaani
Luomubanaani
2 Jahre zuvor

Natürlich erkennt man einen guten Schauspieler daran, dass man nicht sagen kann, ob das echt oder gespielt ist. Aber darum geht es ja nicht, sondern darum, dass der Auftritt zu der Person passen muss. Issak würde man nicht abnehmen, wenn er in sexy Klamotten mit halbnackten Tänzern auftreten würde oder wenn Ryk sich als der Junge von Nebenan und nicht als Kunstfigur darstellen würde.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Danke! Ich betrachte dieses Konzept „Authentizität“ auch sehr kritisch.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Der Bernd triffts (mal wieder) auf den Punkt mit dem letzten Satz. Authentizität ist, wenn man sich ungeschminkt im Schlafi mit zerzausten Haaren auf die Bühne stellt und mit vom Feiern der letzten Nacht noch kratziger Stimme haarscharf neben der Melodie einen Song runterkrächzt. Das ist authentisch. Authentizität, my arse!

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  J. Freizeit

Guter Punkt, mir gefällt der Satz „Zwang zur Authentizität, ohne dass die Lieder wirklich authentisch sind“.
Das ist tatsächlich leider immer spürbar, gerade LotL sind ein gutes Beispiel. Nicht nur, dass allein der Titel „Blood & Glitter“ so ein an den gedachten ESC ranschmeisserisches Geschmäckle hatte, auch die Kostüme waren irgendwie zwanghaft auf „guckt doch mal, wir haben den ESC genau verstanden!“ gemacht, ein bischen schrill, aber bitte nicht zuuuu schrill, ein bischen Latex, aber nicht zuviel etc.
Ich hab bei fast jedem Teilnehmer der letzten Jahre gedacht, dass diese immer irgendwie zwanghaft gewollt wirkten, Jendrik war der süsse Funnyboy, der dem europäischen Publikum den jetzt aber wirklich lieben, netten Deutschen zum Knuddeln verkaufen sollte, Malik Harris war der solide coole Typ von Nebenan mit Erdigkeit, S!sters war das gecastete Female Empowerment. Bis auf Michael Schulte, hatten die allermeisten Acts der letzten Jahre immer ein Gefühl von Unaufrichtigkeit, ja oftmals sogar Anbiederung.
Und selbst wenn natürlich alle anderen Beiträge geplant sind und es auf keiner Bühne „Authentizität“ geben mag, es gibt sie eben doch, sobald man als Zuschauer spürt, dass ein Auftritt echt ist.
Dabei ist es völlig egal, wieviel Bühnenzauber & Effekthascherei im Spiel sind, auch bei den hochproduziertesten Beiträgen spürt man, ob das nur drübergestülpt ist, oder ob das eine ehrliche künstlerische Vision ist.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Es ist was dran, dass muss im Mai so aussehen als Stünde da ein Weltstar. Ich würde da einen Sturm- und Regeneffekt einbauen für die Show, so wie im Video.

Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt, dass wir diese Shows (auch DSDS) als sehr modern aber gleichzeitig sehr Plastik und oldschool wahrnehmen, weil sie eine Ästhetik haben, die 10- 15 Jahre vorher genauso hätte stattfinden können.

Isaak hätte für mich genauso, mit der selben Klamotte und dem gleichen Hintergrund auch in der „I got a feeling“ – Era auftreten können und man hätte es nicht unterscheiden können. Vor so einem Hintergrund würde heute kein Weltstar mehr auftreten.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Vielleicht bist du nur einfach nur intolerant und oberflächlich. Liegt nicht an Isaak sondern an dir.

eurovisionIscoming
eurovisionIscoming
2 Jahre zuvor

Jeder der gestern Abend mal bei den Vorentscheiden von Dänemark, Estland oder Litauen reingeschaut hat wird erkennen, dass es da einen massiven Qualitativen Unterschied zum deutschen Vorentscheid gab. Da sind irgendwelche kleineren Länder mit teilweise um die 2 Millionen Einwohnern wo ganze Arenen gefüllt wurden und am Ende einfach interessante und besondere Songs gewinnen – aber auch nur, weil die Zuschauer dieses besondere etwas auch wollen.

Dieses „wohlwollen“ der deutschen Fans und Teile der Presse ist irgendwo ja nachvollziehbar. Man möchte Isaakm schon unterstützen und ihm das beste wünschen. Aber nach fast 10 Jahren konstanter Enttäuschungen (außer 2018) ist der ESC für viele aus deutscher Sicht jetzt bereits gelaufen. Isaak wird definitiv letzter – u.a. auch deshalb weil er für Deutschland bzw. ein Big 5 Land antritt. Würde er ein anderes Land vertreten hätte er die Chance auf irgendwas zwischen Platz 17-22. Das haben andere Länder in der Vergangenheit bewiesen, dass einfacher Radiopop nicht unbedingt letzter Platz bedeutet (Estland 2022, Polen 2023 usw.). Aber für Isaak sieht alles nach einer doppelten Null im Mai aus. Mein Vorschlag: Song austauschen und ganz schnell ein bombastisches Bühnenkonzept vorbereiten!

Last edited 2 Jahre zuvor by eurovisionIscoming
Funi_Cula
Mitglied
Funi_Cula
2 Jahre zuvor

Würde Isaak für ein anderes Land antreten, würde er arge Mühe haben, überhaupt ins Finale einzuziehen. So wie viele seiner Vorgänger im Semi hängengeblieben wären.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Funi_Cula

Würde Isaak für Schweden antreten, wäre sein Song, das beste, was jemals beim ESC gegeben hat. Nur ist er aber aus Deutschland und dann ist er zu hässlich, zu viel gehampel und zu hetero. Vielleicht liegts auch daran das er nicht schwul ist, das er hier so viel Hate abkriegt. Ryk gehört ja zu Community. Der Isaak ist ein ganz normaler Kerl, und ist zweifacher Vater, nee so was aber auch. Sooooo normal. Nee wie langweilig. Kein Freak. Nee, geht ja gar nicht. Und dann tanzt er noch nicht mal wie ne Elfe und zieht sich nicht an wie Elton John nach dem 5. Joint. Nee das geht gar nicht. Er singt einfach nur gut. Aber das reicht natürlich nicht. Nee, langweilig. Für ne Community, die ja angeblich für Toleranz und Diversität steht, sind manche Kommentare (Ja du bist,gemeint, Alkibernd) ein absolutes Armutszeugnis.

Last edited 2 Jahre zuvor by disneyfan5000
disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor

Der dänische Song ist auch nur Radiomucke. Aber das ist natürlich nicht langweilig.

bellamarcella
bellamarcella
2 Jahre zuvor

Sorry Benny & Co
Mein Kommentar wurde vom Format geändert und musste es bearbeiten. Und dann eventuell „Spam“ 😀
Kommt da noch mein Kommentar? :S

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  bellamarcella

Hier steht jetzt zumindest einer 😬

bellamarcella
bellamarcella
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

😀

Siminski
Siminski
2 Jahre zuvor

Ich hoffe die positiv gestimmten Rezensenten behalten Recht, ich werde zumindest die meisten Vorentscheidslieder weiter streamen, und freue mich dass alle Lieder zumindest gestern in der Top 100 von iTunes vertreten waren (Ja ich weiß, heißt nix) und Isaak es sogar in die Spotify Top 100 geschafft hat. Wäre doch schön, wenn zumindest der deutsche Beitrag es mal wieder in die offiziellen Single-Charts schaffen würde, am besten natürlich noch mehr VE-Lieder, aber das wäre wohl utopisch.

Die Kritik am NDR ist dennoch berechtigt, und vielleicht schafft es die Presse ja, auf offene Ohren zu stoßen, wenn es schon die Bubble offensichtlich nicht schafft.

Thema Kritik: Ich finde es sehr schön, dass sich die Kritik nicht gegen Isaak richtet, oder gegen eine/n der anderen Teilnehmer/innen. Dass das in sozialen Medien nicht immer so gut zu klappen scheint finde ich sehr schade, wenn auch nicht sehr verwunderlich. Ich habe seit gestern immer wieder gelesen, dass „Ryk-Ultras“ sich auch hier auf dem Blog unmöglich gegenüber allen möglichen anderen Kandidat/innen verhalten hätten. Ich habe nicht alle Kommentarspalten verfolgt, mir persönlich ist es nicht aufgefallen, es kann aber durchaus sein und daher bitte ich darum, den Frust nicht an den anderen Kandidat/innen auszulassen. Was mir aber aufgefallen ist, ist wie Kommentierende, die scheinbar durch die große positive Resonanz in der Bubble zu Ryk getriggert wurden, sich unmöglich IHM gegenüber verhalten haben. Daher möchte ich noch einmal ganz deutlich daran erinnern: „Practice what you preach“. In einem Atemzug jemandem Unverschämtheiten vorzuwerfen, und im nächsten unbegründet gegen den Künstler zu keilen, dessen Fans man nicht mag, passt nicht ganz zusammen. Love Love Peace Peace ist nicht nur der bisher ikonischste Interval Act, sondern auch ganz grundlegend was zum verinnerlichen.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Siminski

Find es auch gut, dass man es differenziert betrachtet in den Berichten. Isaak hat es genauso verdient wie jeder andere.

Kritik muss konstruktiv bleiben, ich finde wenn man sich einem Wettbewerb stellt indem es um musikalische Geschmäcker geht, kann man grade in den Bubbles auch über verschiedene Meinungen sprechen, das ist ja der Kern des Wettbewerbs.
Aber leider habe ich in den letzten Tagen auch sehr doofe Kommentare gelesen, tatsächlich auch in alle möglichen Richtungen ob es nun Isaak, Max, Ryk oder irgendwer anders war. Es gibt halt Grenzen.

Siminski
Siminski
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Volle Zustimmung, wenn in alle Richtungen geschossen wird, bleiben am Ende nur Verlierer und das kann doch wirklich niemandes Ziel sein.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Siminski

❤❤❤❤❤❤❤🥰🥰🥰👏👏👏👏

wüster Volker
Mitglied
wüster Volker
2 Jahre zuvor
Reply to  Siminski

Danke für diesen Beitrag!

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor

Meine Meinung ist, dass Ryk leider zu wenig Werbung für sich selbst im Vorlauf gemacht hat.
Ich glaube, hätte man den Song schon 2 – 3 Wochen früher stärker nach draußen getragen, wären vielleicht auch Zuschauer*innen aktiviert worden, welche jetzt unter Videos und Posts schreiben, dass sie den Song nach dem VE zum ersten Mal hören und es nicht fassen können.
Isaak und Max hatten großen Support von außen (Knossi, Kool Savas und Joko, Clueso,… you name it), das muss man dann vielleicht auch mal in Kontrast sehen. Das soll keinesfalls Isaaks Sieg kleiner reden aber ist sicherlich auch kein Nachteil.

Vielleicht ist das letztendlich der Nachteil, wenn man wenig angebunden arbeitet sondern viel alleine macht so wie Ryk!

Die Zeitungsartikel, nunja ich habe Isaak lange selbst als mindestens Dritter gesehen und finde, dass wir in den vergangenen Jahren gejubelt hätten, wenn er für uns gefahren wäre. Nichtsdestotrotz ist eine Diskrepanz zwischen zum Siegerhit und der Außenwahrnemung und das scheint auch die Presse wahrzunehmen.

Last edited 2 Jahre zuvor by ESCFAN12
Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Vielleicht ist der ESC als riesen Show nicht das richtige für Ryk. Er macht seine Sache ja ganz gut. Was ihn wahrscheinlich Punkte gekostet hat war sicherlich die Kameraregie, das unnahbare und das „zuviel“ Kunst.

Aber für solche Musiker gibt’s garantiert auch Festivals wo dann seine „spezielle“ Musik garantiert richtig gefeiert wird.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Die Donaueschinger Musiktage oder das Stockhausen-Festival? 😉

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Da er eh in Schweden lebt sollte solche kunstvolle ruhige Musik auch eher gefeiert werden als hier im hektischen Deutschland.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Ja, who know’s welche Länder da nicht bereits für den nächsten Vorentscheid angeklopft haben.
Bin mir relativ sicher, dass das auch viele internationale Verantwortliche gucken und sich Notizen machen.

Wäre das cool, wenn ihn ein anders Land noch aufstellt.😄

Koala_Karl
Koala_Karl
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Haha stell dir den Skandal mal vor wenn Polen jetzt ankommt, Ryk aufstellt und er Meilen vor Isaak landet. Ei ei ei
Wird er nie tun aber die NDR-Krisensitzung würde ich gerne mit Popcorn verfolgen 😂

Åleksånder Lundberg 🇸🇪
Åleksånder Lundberg 🇸🇪
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Vielleicht bewirbt er sich ja mal bei uns in Schweden🤫
Ich freue mich jedes Jahr auf unser Melodifestivalen, warum bekommt ihr das in Deutschland nicht in den Griff???
Das ist mir ein Rätsel
Eurer Vorentscheid war echt peinlich
Was mich noch gewundert hat, warum so spät.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Guter Punkt, es ist vielleicht eine Mischung. Er ist sehr artsy und wirkt auch weitaus „ruhiger“ als die meisten anderen Acts.
Ich glaube, dass er jetzt vielleicht für sich klar kriegen muss, ob er Kompromisse gehen möchte. Sollte er sich nochmal bewerben, muss sicherlich eine andere Promo – Strategie ran.
Hier sehe ich aber ein wenig den NDR in der Pflicht vielleicht Promo – Parameter aufzustellen, die zum Beispiel die Veröffentlichung eines Musikvideos klarzustellen oder auch zu schauen, dass manche Acts nicht in 10 (übertrieben) Shows auftauchen und manche garnicht. Und ja auch das ist sicher nicht unbedingt Ryk’s Wunsch aber auch hier müsste er dann ggbfs. Kompromisse eingehen um sein Ziel zu erreichen.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Das artsy ist glaube ich eher sogar ein Vorteil. Stichwort „auffallen“ unter vielen. Nur muß man dann als Künstler auch wahrgenommen werden und bei sowas zählt halt auch ein Musikvideo dazu. Gerade er als Künstler einen Liveauftritt als Musikvideo nehmen zu wollen würde mich enttäuschen. Er könnte ein richtig künstlerisch wertvolles Video bringen und bräuchte nichtmal drinnen vorkommen, nur seine Musik mit passenden Bildern.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Rainer Knuth

Aber das professionelle Live – Video wäre zumindest mal ein Teaser gewesen. Ich habe auch lange Zeit überlegt, ob es nicht sogar eine gute Strategie ist, sich lange rauszunehmen und dann im Vorentscheid zuzuschlagen. Hätte oder hat international gut geklappt aber in Deutschland ist es leider nicht aufgegangen (+ Probleme mit der Veröffentlichung).

Eisbrecher
Eisbrecher
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Ja, ein Musikvideo sollte zwingend Voraussetzung für die Teilnahme sein. Ryk hat leider wirklich wenig pr für sich gemacht.

ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Eisbrecher

Sehe ich auch so, vielleicht sollte man sogar ein wenig Budget zur Seite stellen, praktisch als kleine Stütze um in der Not zumindest ein professionelles Live – Video herzustellen.

So funktioniert unsere visuelle Welt leider.

Vondenburg
Vondenburg
2 Jahre zuvor
Reply to  Eisbrecher

Sehe ich nicht so. Der Kandidat soll lieber die Resourcen und die Zeit in die Konzeption der Performance stecken und wenn dann noch Zeit und Resourcen übrig sind, kann man über ein Musikvideo nachdenken.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  Vondenburg

Musikvideo ist eine einmalige Arbeit die dann über Wochen und Monate trägt. Klar ist den Auftritt üben und alles andere darum auch gut, davon bekommen die Fans aber nichts mit weil es nur im Probenraum stattfindet und zwar die Performance dann auf der Bühne verbessert aber halt nur da.

Didi
Didi
2 Jahre zuvor
Reply to  Eisbrecher

Es gab doch dieses Live Video was eigentlich als Musikvideo fungieren sollte für Ryk. Aber er hatte ja selber gesagt, dass er bei der Produktion sehr naiv war und es nun leider rechtliche Probleme gibt die er klären muss, bevor er das Video veröffentlichen kann. Es war ja geplant, dass das Video definitiv vor dem Finale erscheint.

dirtsa
dirtsa
2 Jahre zuvor

Ich habe vorhin meinem ESC-uniteressierten Mann ein paar Auftritte vom Freitag vorgespielt: Ryk, Isaak, Max und Galant.
Er fand Galant klasse, Ryk recht gut, meinte aber seine Stimme versinkt ein wenig in dem Instrumental, daher Text schwer verständlich, Isaak fand er zu gewöhnlichen Mainstream-Pop und Max langweilig, bei den „Herzschlägen“ musste er losprusten!

Wir konnten uns darauf einigen, dass Galant in Malmö herausgestochen wären, weil ungewöhnlich, gute Performance und auf Deutsch!

Rainer Knuth
Rainer Knuth
2 Jahre zuvor
Reply to  dirtsa

Weiß nicht ob deutsch singen so einen extremen Einfluss auf das Ergebnis hätte. Sicherlich würde es den Song „etwas“ interessanter machen aber auch wegen nicht verstehen des Textes vielleicht wieder wenig aussagekräftiger und somit kommt seine Botschaft dann nicht rüber. Über die Möglichkeiten von Galant beim staging in Malmö brauchen wir nicht diskutieren, da bin ich auf eurer Seite.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  dirtsa

wenn Galant so gut gewesen sind, warum haben sie dann den Vorentscheid nicht gewonnen? Ihr ignoriert den Fakt, das Isaak beide Votings gewonnen hat. Also ist das mit Galant nur ne Scheindiskussion. Und so toll war ihr Lied auch nicht.

Tombär
Tombär
2 Jahre zuvor

GALANT wäre die Chance gewesen, Deutschland nach oben zu bringen.
ISAAK ist ein megaguter Sänger und sympathisch, aber der Song klingt wie die Beiträge vom UK in den letzten 20 Jahren (außer „Spaceman“). Übers Staging ist schon genug gesagt worden.
RYK singt ebenfalls super, der Auftritt wurde aber erstens durch die overloaded Lightshow und zweitens durch die viel zu laute Backgroundmusic (Sirene!) kaputt gemacht.

Milch
Milch
2 Jahre zuvor
Reply to  Tombär

Ich trauere auch etwas Galant hinterher, aber als Vierte hatten sie auch keine Chance mehr, das Ganze in Berlin zu gewinnen.

Ich würde auch mal die Kameraführung kritisieren. Manchmal wollte man länger auf dem Gesicht bleiben, dann kommt schon wieder eine unmotiviert eingesetzte Kamerafahrt wie bei einer Achterbahn.

Marie07
Marie07
2 Jahre zuvor

Die Inszenierung von Katze war die einzige im Vorentscheid, die esc-ready war (mit besserer schwedischer Kameraarbeit). Die Performance hat den, meiner Meinung nach, mittelmäßigen Song unglaublich aufgewertet. Das zeigt auch, dass man das mit Always on the run auch schaffen kann. Allein fehlt mir der Glaube, dass da noch viel geändert wird.
Ich denke aber auch, dass mit Katze alles von unterer Top 10 bis letzter Platz mit 0 Punkten beim ESC möglich gewesen wäre.

Lisa
Lisa
2 Jahre zuvor
Reply to  Marie07

Ich denke auch… es ärgert mich einfach total. Selbst wenn sie hinten gelandet wären, das wäre zumindest mal wieder was mit (schräger) Identität gewesen, aber bei dem nicht vorhandenen Geschmack und ESC-Gespür der ARD-Zuschauer schicken wir sowas in 100 Jahren nicht zum ESC.

Last edited 2 Jahre zuvor by Lisa
Koala_Karl
Koala_Karl
2 Jahre zuvor
Reply to  Lisa

Ja. Beim letzten Platz von LOTL hatte man wenigstens was gewagt, das wäre bei Katze auch so gewesen.

Marie07
Marie07
2 Jahre zuvor
Reply to  Lisa

Und es wäre komplett auf Deutsch gewesen. Aber ich muss sagen, ich habe das in der Nacht auch nicht gesehen und alles für Ryk gegeben, weil ich den reinen Song besser fand und ihn überhaupt nicht in den Bottom 5 beim ESC gesehen habe. An seiner Performance hätte man aber auf jeden Fall auch noch arbeiten müssen bis Malmö. Naja, am Ende wäre es sowieso keiner von beiden Acts geworden.

Koala_Karl
Koala_Karl
2 Jahre zuvor
Reply to  Marie07

Der Auftritt von Galant hat mir tatsächlich am besten gefallen, ich hätte aber nie und nimmer in keinem Leben und in keiner Welt auch nur ansatzweise gedacht, dass Ryk nur FÜNF in Worten FÜNF Punkte von dieser Jury bekommt, dass die wirklich wieder das Televoting so lange auflassen und Galants Chancen ernsthaft höher sind nach dem Juryvoting als Ryks – darauf komme ich auch immer noch nicht klar

Und naja entsprechend floss alle Energie, Zeit und Geld ebenfalls in Startnummer 7

Ehrlicherweise, selbst wenn ich zu dem Zeitpunkt noch votes gehabt hätte – ich kann nicht ausschließen, dass die Richtung Isaak gegangen wären um mir und meinen Nerven Max Mutzke zu ersparen.

Marie07
Marie07
2 Jahre zuvor
Reply to  Koala_Karl

Ich habe alle Votes, die ich hatte, vor dem Jury Voting abgegeben. Ich muss auch sagen, ich bereue keinen einzigen davon.
Und wo du, zu Recht, so entrüstet über die 5 Punkte schreibst: Blanca Paloma wurde ja letztes Jahr beim ESC von den Jurys auch nahezu ignoriert und war meine persönliche ESC Siegerin. Ryk wäre auch mein persönlicher ESC Sieger gewesen. Vielleicht hätte er doch nicht so gut abgeschnitten, wie ich gedacht … egal, wir werden es nie erfahren.

Koala_Karl
Koala_Karl
2 Jahre zuvor
Reply to  Marie07

Nein, ich auch null. Ryk hat jeden einzelnen Vote mehr als verdient gehabt.

Zu Blanco Paloma schreibe ich mal nichts, die war bei mir konstant auf „ist ganz furchtbar“ xD Als Sudden-Lights-Fan kann ich dir aber sagen, dass das Leben nicht besser ist, wenn man nur vom Televoting abhängig ist.
Ryk steht jetzt in meiner persönlichen Liste als Honorable Mention für den Rest der Saison auf 1. Absolut unmöglich ihn zu verdrängen weil ich nie erfahren werde, ob mich in den nächsten drei Monaten doch irgendwas gestört hätte 😀

Last edited 2 Jahre zuvor by Koala_Karl
Marie07
Marie07
2 Jahre zuvor
Reply to  Koala_Karl

Ich habe für Sudden Lights abgestimmt, an mit lags nicht. 😊
Und Blanca Paloma ist nicht für jeden, ich war nicht wirklich vom Televote Ergebnis überrascht. Von der Jury hätte ich aber mehr erwartet.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Marie07

Das war vom Televoting. Bei den Jurys war sie 9.

Marie07
Marie07
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Ach doch so gut, hat sich als Fan des Beitrags beim Schauen gar nichts so angefühlt. Dann ist es ja doch komplett die Schuld des europäischen Publikums, dass sie nicht wenigstens in den Top 10 geblieben ist. 😉

Last edited 2 Jahre zuvor by Marie07
togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor

Die Berichterstattung gleicht einmal mehr einem Offenbarungseid. Da wird mit Platitüden um sich geworfen, und die eigentlichen, viel tiefer liegenden Gründe für den konstanten Misserfolg, werden nicht benannt, sondern vielmehr durch das stereotype Wiederkäuen von Halb- und Unwahrheiten über den ESC verstärkt. Da ist nichts Konkretes dabei. Da lobe ich mir doch das ESCK Live von Samstag. Dort war viel mehr ESC-Expertise vorhanden.

Und darf ich eigentlich auch sagen, dass ich Isaak auch nicht sonderlich sympathisch finde? Ihr dürft mich gerne bildungsbürgerlich schimpfen, aber mir ist er zu sehr proll, und die Sprache, die er verwendet, finde ich auch nicht schön. Ich glaube nicht, dass ich Freude daran hätte, mit ihm ein Glas Wein zu trinken. Trotzdem wünsche ich Isaak natürlich viel Freude bei seinem ESC-Abenteuer und in Malmö auch ein paar Pünktchen.

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor

Weintrinken ist aber auch sehr elitär

togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Eben. Genau mein Ding. 🙂

Mareike Kaa
Mareike Kaa
2 Jahre zuvor
Reply to  Alkibernd

Echt? Auch wenn man ne billige Flasche vom REWE trinkt?

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Er redet halt wie ihm der Schnabel gewachsen ist, das ist mir lieber als wenn er so künstlich hochgeschraubt sprechen würde.🤷🏻‍♂️

togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Ich mag das gar nicht so gerne, wenn einer spricht „wie ihm der Schnabel gewachsen ist.“ Das wirkt auf mich immer sehr selbstbezogen und wenig respektvoll dem Adressaten gegenüber. Ich mag schön geformte Sprache, aber das mag auch an meinem beruflichen Hintergrund liegen. Am besten gefällt es mir, wenn Leute im Distichon sprechen. 😉🤣

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Uff, nichts für ungut aber wenn du wirklich so drauf bist ist es glaube ich ganz gut dass der Kontakt nur hier im Forum besteht.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Toggie, sollt‘ solches wahrhaftig Dein innerst‘ Begehren nun sein?
Können wir machen, gewiss. – Schwierig den meisten wird’s fall’n.

togravus ceterum
togravus ceterum
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

😍 Ohhhhh, danke, das hat mir den Tag gerettet. 🤗

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Gern geschehen ❤

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Super, ich bin begeistert, Tamara 🙂 Leider gehöre zu den von Dir angesprochenen „meisten“, daher antworte ich hier ganz „normal“

Alkibernd
Alkibernd
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Genau: er performt ja auch so ,wie ihm der Schnabel gewachsen ist. Ohne Schliff, ohne Übung und ohne auf die Bedürfnisse seiner Zuschauer zu achten

Soenke
Soenke
2 Jahre zuvor

Es ist einfach schwer ein Lied zu finden, das Allen gefällt.
Jedes Lied in den letzten Jahren wurde in Grund und Boden kritisiert. Entweder dieses “ zu radiotauglich „, dann langweilige Ballade, dann scheiß Schlager, dann zu sperriges Lied, dann zu Heavy Metal usw.
Man kann es Niemanden recht machen.
Was waren es noch Zeiten, wo ganz Deutschland hinter dem Lied gestanden hat wie bei No No Never von Texas Lightning, oder Lena, auch durch eine Wahnsinnig gute Werbekampagne und Promotion. Aber auch die polarisierenden “ Quatsch Lieder“ von Stefan Raab und Guildo Horn haben Deutschland elektrisiert und Deutschland war ESC begeistert.
Der NDR müsste viel mehr Werbung machen, Shows wie in Schweden organisieren, es sollte wochenlang in den Charts stehen. Ganz Deutschland spricht über das Lied.
Das Siegerlied gerät doch bei den meisten bis Mai in Vergessenheit.
In der Zwischenzeit wird bei Youtube unser eigenes Lied schlecht kommentiert. Was denken denn die anderen Länder, wenn wir nicht hinter unserem Lied stehen ??

Ich weiß, das es nicht einfach ist, aber es muß doch wieder möglich sein, ein Lied zu finden, hinter dem ganz Deutschland steht und nicht nur die ESC Bubble, oder Anhänger von bestimmten Musikgenren.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor
Reply to  Soenke

Ich finde die Vorstellung, dass „ganz Deutschland“ hinter etwas steht, eher gruselig, kann mich mit Dir aber sicher dahingehend einigen, dass Kommentare auf Youtube oder generell in sozialen Medien oft unterirdisch und fies sind (egal ob jetzt bezogen auf den deutschen Beitrag oder einen anderen).

Last edited 2 Jahre zuvor by Thomas M. (mit Punkt)
ESCFAN12
ESCFAN12
2 Jahre zuvor
Reply to  Soenke

Ich seh es genauso.

Es braucht Jemanden der brennt für diesen Wettbewerb, jemand der das Mentoring übernimmt.
Das hat Raab sehr speziell gemacht, der hatte Ahnung von Musik und Zeitgeist und er konnte einem ein Appel für ein Ei verkaufen. Natürlich war es viel weniger internetlastig damals auch hier fehlt mir der Elan der deutschen Verantwortlichen.
Ich finde ESC Kompakt übernimmt oft das, was Eurovision.de und der NDR machen müssten, nämlich den Wettbewerb immer im Auge behalten und ihn ununterbrochen promoten.

Was ich für die kommenden Jahre sehe ist zumindest wieder eine Kooperation zwischen Privatem und ÖR ODER aber man nimmt eine ähnlich öffentliche Person.
Ich weiß er ist umstritten aber ich würde das Angebot von Böhmermann annehmen. Er ist ähnlich umstritten wie Raab damals, zieht somit Aufmerksamkeit und hat gleichzeitig aber sehr großen Spaß am ESC. Dann hat er Verbindungen zu krassen Künstler*innen und Newcomer*innen und bringt die nötige Crazyness mit. Why not? Gleichzeitig würde sich der NDR nicht komplett entkoppelt und es wäre Win – Win.

mauve
mauve
2 Jahre zuvor
Reply to  ESCFAN12

Ich würde Böhmermann auch eine Chance geben. Und das sage ich, obwohl ich kein großer Böhmermann-Fan bin. Aber es muss sich etwas ändern. Wir treten auf der Stelle.

Milch
Milch
2 Jahre zuvor
Reply to  Soenke

Das Lied muss nicht allen gefallen. Das Prozedere muss halbwegs fair sein, Mechanismen dürfen nicht über unseren Song entscheiden.

Damo
Damo
2 Jahre zuvor

GALANT haben mich absolut positiv überrascht. Hätte ich nach der Studioversion nie gedacht.
Die Inszenierung war gut, die Performance stark. Absolut ESC-tauglich!
Wirklich nichts gehen Isaak, aber ich werde lieber mit GALANT und einem Wagnis letzter, als wieder diese „Safe“-Karte zu spielen…

Last edited 2 Jahre zuvor by Damo
Gaby
Gaby
2 Jahre zuvor
Reply to  Damo

GALANT waren schon klasse. Wäre echt spannend gewesen, zu erfahren, wie sie in Malmö abgeschnitten hätten. Ich hoffe sehr, dass sie trotz der Enttäuschung am Freitag noch was Positives mitnehmen können. Wäre schön, wenn sie auf diesen Wege bekannter würden, und wir von ihnen noch öfter was hören.🙂

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor
Reply to  Damo

Geht mir genauso, die hätte ich mir auch super in Malmö vorstellen können

Rike
Rike
2 Jahre zuvor
Reply to  Damo

katze fand ich in der Studioversion auch nicht berauschend, aber die Performance war richtig gut. Für mich eine der besten am Abend.Ich hätte auch gedacht, dass sie mehr Anrufe bekommen.

Der Thoddy
Der Thoddy
2 Jahre zuvor

Jetzt ist es bald soweit …..Deutschland ist von Platz 16 heute Nachmittag auf Platz 20 gefallen.
Bald … schon sehr bald haben wir unseren Stammplatz zurück. Dann kann es nur noch aufwärts gehen (tiefer als Platz 26 geht ja nicht im Grand Final).

Alexandra
Alexandra
2 Jahre zuvor

Noch nie hatte ich so eine niedergeschlagene Stimmung und Lustlosigkeit wenn ich an das ESC-Finale im Mai denke. Es fühlt sich an, als hätte man mir die Freude darauf genommen. Durch fehlende Expertise, fehlenden Mut, fehlender Kreativität und Willen. Und wenn ich, als absoluter Eurovision Fanatiker, schon solch ein Trübsal blase, muss der ESC für die Norm in Deutschland schon lange tot sein. Jedes Jahr wird es düsterer und düsterer. Hier auf diesen Blog gibt es so viele Leute, die den ESC aus tiefsten Herzen lieben. Und genau diese müssen mit anschauen, wie deren Freude mit Füßen getreten werden. Durch Menschen, die den ESC als kleines Übel in der Medienlandschaft sehen. Es muss sich JETZT etwas ändern.

Andi
Andi
2 Jahre zuvor
Reply to  Alexandra

Seit letzten Jahr ist „einer von uns“ im NDR- Team. Mir fällt gerade der Name nicht ein. Jedenfalls gebracht hat es nichts. Auch „wir“ können für kein Wunder sorgen.

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  Andi

Was dafür spricht, was ich seit gefühlter Ewigkeit sabbere: nicht der NDR per se ist das Problem, das Hauptproblem ist die ARD!!!

Benjamin Hertlein
Admin
2 Jahre zuvor
Reply to  Donnatella

Davon bin ich absolut überzeugt. Zum Beispiel dafür, dass der ganze Prozess überhaupt wieder erst ab dem Spätsommer losgehen konnte, sind die schwerfälligen Entscheidungsstrukturen verantwortlich.

Sirhc_knil
Sirhc_knil
2 Jahre zuvor

Gestern Abend habe ich den Supersamstag in mehreren europäischen Ländern verbracht. Ich habe mir die Vorentscheide in Moldawien, Estland und Litauen angeguckt (Dänemark habe ich tatsächlich weggelassen, weil mich die Songs da nicht zu sehr überzeugt haben – happy bin ich aber, dass Sand gewonnen hat). Und ich glaube allein der Blick auf diese 3 Vorentscheide erlaubt es ein paar Änderungen in Betracht zu ziehen, die ich jetzt einfach mal niederschreiben will.

Was die Bühne angeht stellen sowohl Estland als auch Litauen uns in den Schatten. Da sind richtige Bühnen, die einem ein Konzertfeeling geben. Dass die Acts bei uns fast auf Augenhöhe singen ist etwas, was letztes Jahr schlimmer war, weil es da vollkommen die Dynamik aus einigen Nummern genommen hat, aber auch dieses Jahr hätte das deutlich besser klappen können.

Ich glaube, dass wir eine Anmoderation haben mit einem Einspieler ist gut. Klar kann man die aber noch ausbauen. Aber da war für mich etwas mehr Verbindung zu den Teilnehmenden möglich als in Moldawien, wo wortlose Videocollagen die Umbaupausen überbrückt haben oder Estland, wo alle plötzlich bei der Feuerwehr, im Zoo oder den städtischen Betrieben waren.

Wo die Pausen aber auch gut genutzt wurden war für mich Litauen, wo die Sängerinnen und Sänger nach ihrer Performance interviewt wurden.

Und auch gerade in Litauen hat mit der Bezug zum restlichen ESC-Jahrgang gefallen. Da wurden dann noch zwischendurch Ergebnisse und Teilnehmer anderer Länder vorgestellt, der lettische Beitrag dürfte auftreten. Sowas würde mir bei uns auch gut gefallen! Klar, unsere engsten Partner Österreich und Schweiz (einfach im Hinblick auf die letztjährige Pre-ESC-Show) haben ihre Beiträge noch nicht (offiziell) veröffentlicht, aber irgendwas hätte man doch machen können. Der französische Beitrag oder der albanische, der ja auch jedes Jahr weit vor unserem feststeht. Irgendwie sowas wäre foch cool gewesen! Internationaler Flair für uns, internationale Erfahrung für die Acts.

Auch gefallen hat mir in Litauen die Einbindung von Monika aus dem letzten Jahr. Ich meine Lord of the Lost war ja da – da wäre es doch eigentlich möglich gewesen die einmal Blood and Glitter singen zu lassen. Von mir aus in einer reduzierten Performance

Für nächstes Jahr habe ich ganz generell eine Wunschliste, wobei diese gefühlt mindestens seit 2022 die gleiche ist:

1. Mehr wagen in den Songs, die teilnehmen. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich sage es müssen halt Quoten erfüllt werden. Bei 700 Bewerbungen hätte man (mindestens) ein Lied aus dem Rock, eins aus dem Rap/HipHop, eins aus dem Dance/Electrobereich reinnehmen müssen. Das sind schon drei Genres, die in Deutschland einfach unfassbar groß sind. Dann nimmt man aufjedenfall Dancepop, Ballade, Schlager mit rein. Und glaube 2 deutschsprachige Lieder sollten auch das mindeste sein. Vielleicht auch irgendwas in Dialekt. Ich bin Rheinländer und Karnevalist – allein was die Stadt Köln alles musikalisch zu bieten hat wäre spannend. Wenn doch alle Beteiligten auf der Couch (dazu später mehr) sagen, dass wir etwas wagen sollen und mutig sein sollen, dann dürften so Beiträge wie Love on a budget eigentlich garnicht erst zugelassen werden (sorry Peter). Und übrigens: die Zeit Kontakte zu deutschen Künstlerinnen und Künstlern aufzunehmen ist spätestens am 12. Mai. Schon jetzt sollte so langsam in Meeting besprochen werden welche Änderungen nächstes Jahr notwendig sind.

2. Ich war 12 als Lena gewonnen hat und erinnere mich gut daran zurück. Ich würde behaupten mindestens bis zu Conchitas Sieg fühlte ich um den ESC herum so eine tolle Stimmung und mediale Präsenz. Ich erinnere mich wie aufgeregt man vor Baku war. Und ich würde mir sehr wünschen, dass dieses Feeling irgendwie zurückkommt. Und dafür benötigt es meiner Meinung nach ein Event! Ich will, dass sich der deutsche Vorentscheid für das Fernsehpublikum nach Pflichtprogramm anfühlt. Und das heißt, dass ich den 20:15 Uhr Startplatz haben will. Wenn da dann um 22 Uhr während der Voringphase für ein paar Minuten die Tagesthemen laufen, passt mir das auch. Aber ich kann einfach nicht verstehen wie die hundertste „Rosamunde Pilcher mit ihren Schwiegereltern in der Eifel“-Fernsehfilmkomödie den besseren Platz bekommt. Und ich will das Argument des üblichen ARD-Publikums auch nicht mehr hören. Es ist mir irgendwie egal. Wenn genug Werbung betrieben wird, vielleicht sogar mit den Privaten kooperiert/gesprochen wird, eine große Kampagne auf social media läuft, dann glaube ich, dass sich das Publikum genug ändern wird, dass dann junge Leute und die Bubble zusehen. Welche großen Shows haben wir denn noch im deutschen Fernsehen? Diesen Platz kann/sollte der Vorentscheid einnehmen können.

Passend zu diesem Punkt ist natürlich auch, wenn man noch 1 oder 2 Halbfinale machen würde, aber ich glaube das wäre nicht auf meiner Wunsch-, sondern meiner Traumliste.

3. Die Sendeanstalt. Ich weiß, dass die Verantwortlichen vom NDR gerne mehr machen würden und denen zum Teil die Ard in die Quere kommt. Aber trotzdem glaube ich, dass einige Sachen vom NDR auch nicht mehr laufen. Wir haben nunmal diese Aufteilung bei uns und müssen irgendwie damit arbeiten. Welche der anderen Rundfunkanstalten ist also besser? Ich bin wie gesagt Rheinländer, deswegen kenne ich natürlich den Wdr gut und könnte mir das vorstellen. Sinnvoller ist aber vermutlich wenn sich 2 oder 3 der Rundfunkanstalten zusammen tun. Oder die Ard etwas bündelt und von allen Anstalten die passenden Leute nimmt. Vielleicht aber auch noch passend dazu: Ich höre im Auto immer Radio. Das sind bei mir meistens 1live oder WDR2. Und wenn ich die beiden Vergleiche, würde ich mir wünschen, dass die jungen Sender eher an Bedeutung gewinnen, als es die Popwellen tun. Allein bei 1live die ganzen Interviews und sowas wie Fragenhagel mit angesagten deutschen Künstlern zeigt mir, dass da vermutlich gute Kontakte bestehen. Und vielleicht sind die größeren Namen dann auch eher dazu geneigt etwas zu produzieren, was ESC tauglich ist.

4. Die Gestaltung des Vorentscheids. Wenn die Couch weiterhin bestehen sollen, dann mit ehemaligen ESC oder Vorentscheidteilnehmern. So einen Silbereisen brauche ich wirklich nicht. Denn dann macht der Fokus auf die Couch wenigstens noch etwas Sinn. Ich glaube wir könnten aber auch komplett ohne Couch. Stattdessen mehr Fokus auf die Teilnehmenden, mehr Fokus auf den Esc-Jahrgang. Und die Leute sollen auch ihre Meinung kundtun. Aber der Fokus soll auf den Leuten liegen, die wichtig sind.

5. Barbara, es geht nicht mehr. Natürlich ist Barbara eine Legende der deutschen Fernsehlandschaft, aber es macht wirklich keinen Spaß mehr mit ihr. Ihr Humor wirkt wie aus einer anderen Zeit, es dreht sich häufig viel um sie. Sie wirkt teils unvorbereitet und wenig passioniert. Natürlich muss kein ESC-Junkie moderieren, aber jemand der da Frische, mehr Interesse, mehr Dynamik reinbringt. Und keine Bauchläden und Gespräche über dentale Probleme. Weiß ich jetzt so spontan wer da besser geeignet wäre? Schon eine Anke Engelke wäre ein Idee. Die kann sich nach LOL gerade auch bei einer jüngeren Generation, die sie vorher vielleicht nicht so kannte, großer Beliebheit erfreuen. Oder sogar ein Moderationsduo/trio. 1 oder 2, die durch die Show leiten und 1, der oder die eher backstage ist, ähnlich wie Litauen. Aber es gibt 500 verschiedene Quiz-, Nachrichten-, Fernsehmagazin und Radiomoderator/innen hier – da wird man sicherlich wen finden können. Vielleicht ein Philipp Isterewicz, der sowohl für 1live moderiert und dementsprechend gut Musik kennt und für Sat1 Nachrichten macht und deshalb auch Erfahrung im TV hat.

6. Wertung. Ich habe jetzt schon häufig gehört und gelesen, dass wir dieses Jahr ja sowas wie ein heimliches Superfinale hatten. Und vielleicht wäre das ganz offiziell für nächstes Jahr die bessere Wahl. Die Jurypunkte umzurechnen hat meiner Meinung nach auch nicht funktioniert. Das hat nicht nur gefühlt die ganze Spannung rausgenommen, es hat auch Probleme mit sich geführt, wie von Berenike beschrieben: Aus größeren Vorsprüngen wurden plötzlich sehr kleine, aus Punktgleichheit plötzlich ein Abstand. Da ist es mir um einiges lieber wie 2023 von Zahlen im hunderter Bereich erschlagen zu werden. Und das Voting sollte bei der Verkündigung der Jurypunkte geschlossen sein. Wenn es Superfinale sein soll, dann halt danach nochmal öffnen. Aber das fand ich komisch (auch bei anderen Ländern die es so machen)

7. Zu guter Letzt noch ein Wunsch für Malmö: Isaak, bitte nimm Tänzer/innen mit auf die Bühne. Bitte nutze die Loreen-Deckenwürfel. Bitte lass den Hoodie zuhause und lass dir ein cooles Outfit machen. Ich will nix sehen vom jungen Mann von nebenan, nichts von deutscher Bescheidenheit. Hau und haut (auch für den Rest der Delegation) da mal so richtig raus. Lasst einen ziemlich durchschnittlichen Song durch die Inszenierung richtig krachen.

Ich weiß nicht wie realistisch meine Wünsche sind. Ich weiß nicht ob diese Liste hier irgendetwas bringt. Aber als großer ESC-Fan wünsche ich mir einfach das Beste für unsere Bubble, unsere Fangemeide. Und deshalb musste ich das einfach mal niederschreiben

C aus P
Mitglied
C aus P
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Super geschrieben, danke dafür!

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Sehr guter Post, stimme dir da voll zu.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Unterschreibe ich alles. Ergänzung noch zu Punkt 3: Falls es beim NDR bleibt, sollte Alexandra Wolfslast ganz dringend durch jemand anderen ersetzt werden. Sie hat gezeigt, dass sie NULL Durchsetzungsvermögen hat, sich alles aufschwätzen lässt, selbst wenn sie anderer Meinung ist (Electric Callboy, anyone) und NULL Gespür dafür hat, was man anleiern muss, um einen Act so auf die ESC-Bühne zu bringen. Und von der Geschichte mit Jendrik nach dem ESC-Finale 2021 haben wir da noch gar nicht geredet. Sie ist bestimmt eine nette Person, aber für den Job, den sie da hat, vollkommen ungeeignet. Man muss nicht zwingend für den ESC brennen in dieser Position (okay, nein, muss man doch), aber man muss Ideen haben und diese auch durchsetzen können.

Sirhc_knil
Sirhc_knil
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Da stimme ich dir auch zu. Dieses mangelnde Durchsetzungsvermögen ist glaube ich wirklich ein Punkt der da vorkommt. Ich glaube auch, dass sie bemüht ist, aber wenn sie dann gegen die Ard-Leitung nicht ankommt und immer die Sicherheitsschiene befahren muss, dann kann keine Revolution des deutschen Vorentscheids passieren.

Lola
Lola
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Sehr schön geschrieben, kriegst meinen Upvote.

Zu Nummer 5, ich hatte es unter einem MDR Gerüchtepost mal gepostet. Wir haben im Radio uA MDR Jump und MDR Sputnik. Von Jump haben Lars-Christian und Sarah viel Moderationserfahrung, die beiden sind irgendwie das „go to Duo“ das auch für Reportagen rausgeschickt wird und auch im MDR Fernsehen auftaucht. Außerdem ist No Angel Jessica auch bei Jump , ich glaube in der Musikredaktion. Bei Sputnik gäbe es Sissy, die wie ich finde doch einen angenehmen Ton und Verbindung zu Interviewpartnern hat, vllt auch in der Musikszene gut vernetzt ist.
Dir möchte ich somit mit 1 Live sehr recht geben. Auch wenn die Krone irgendwie wohl nicht mehr so viel Bedeutung hat wie in meiner Jugend, so finde ich es weiterhin gut das sich dieser popkulturelle Award gehalten hat – und damit auch eine große Connection vom Sender zu Künstlern diverser Genre. Mir spült es auch manchmal 1Live Youtube Videos rein (vllt sogar Fragenhagel?!). Ich glaube dein Ansatz Anstalten zu connecten und die Netzwerke zu bündeln, wäre eine Idee die man mal über 2-3 Jahre versuchen sollte. ZB für jeden VE Teilnehmer feste Auftritte bei X Radiosendern inkl. Pro Sender mindestens ein produziertes Video, Verbreitung auf allen Social Media Kanälen.
Dann sollte es weiterhin solche 5 min Einspieler geben zu den Künstlern? Sehr gut, jeder Regionalsender wird verpflichtet die vor oder nach seiner abendlichen Nachrichtensendung einzubauen. Usw. Das würde schon helfen, denke ich.

Sirhc_knil
Sirhc_knil
2 Jahre zuvor
Reply to  Lola

Ich glaube tatsächlich der MDR ist so die Rundfunkanstalt, mit der ich fast am wenigsten zu tun habe (SWR kann ich noch empfangen wenn der Wind gut steht), deswegen bin ich dankbar für deinen Einblick!

Das erinnert mich gerade sogar an etwas. Freitagmittag saß ich mit meiner Mutter im Auto, wartend auf das Sschlesische Wurstspezialitätenmobil (unwichtig, aber wollte es erwähnen) und bei WDR2 kam dann ein „humoristischer“ Hinweis auf den Vorentscheid. Es klang aber schon da irgendwie nach „Alles doof und wird nix“. Und da frage ich mich natürlich auch wie das sein kann. Der ÖR müsste bei sowas ja eigentlich eine geschlossene Mauer sein. Aber wir haben ja schon 2022 gesehen, dass die da alle gerne ihr eigenes Süppchen kochen und sich nicht zwingend an Absprachen halten und dieses Denken muss einfach weg! Eigentlich müsste mal so ein Fanatiker in die Ard Chefetage, dessen Lieblingslied ein Lied ist, das 2013 in einem serbischen Vorentscheid ausgeschieden ist. So einen, der dann auf den Tisch haut und allen sagt sie sollen sich mal zusammen reißen und das Budget irgendeinem Quizformat klaut und in die Werbetrommel ballert.

Mit der 1Live Krone auch eine gute Erwähnung! Vielleicht wäre es spannend wenn nächstes Jahr ja sogar MDR und WDR partnerschaftlich übernehmen. Lass mich träumen von einem Halbfinale in Leipzig und dem Finale in Köln.

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Wie, du willst das sich die ARD-internen Animositäten zwischen den Landesanstalten ändern? Und das in Zeiten, in denen sich zusätzlich die Dritten um die Zuteilung der Kompetenzcluster streiten und sich noch 3x weniger grün sind als ohnehin schon?
Bin voll bei dir, die Wand müsste stehen. Stand sie aber im internen Wettbewerb und Kleinkrieg der Landesanstalten nie.

Sirhc_knil
Sirhc_knil
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Vielleicht war es naiv von mir (see what I did there?), aber ich habe meine Wunschliste einfach mal über das Kontaktformular an die ARD geschickt. Mal gucken ob da vielleicht was kommt – wenn wir nächstes Jahr einen geilen Vorentscheid haben, schreib ich mir das auf die Fahne 😂

Donnatella
Donnatella
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Viel Glück! Ich hab das seit Jahren schon versucht und meine Brieflein geschickt oder direkt Verantwortliche angesprochen…mit irrem Erfolg, wie man sehen kann.
Was allerdings empfehlenswert wäre, wäre tatsächlich, dass jeder Einzelne von uns solche Briefchen schickt. Die müsste es hageln, aus allen Richtung, in einer solchen Dichte und Wucht, dass die ARD das nicht mehr so nonchalant ignorieren kann, wie bisher.
(Oder mit Bestrafung droht, wie damals bei der „Electric Callboy“ Petition. Das war ja der Oberwitz!

Milch
Milch
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Hoodie kann auch stylisch sein.
Ich fand Barbara nicht so schlimm. Mich haben die vielen Talkelemente gestört.

elkracho
Mitglied
elkracho
2 Jahre zuvor
Reply to  Sirhc_knil

Klasse geschrieben.

AndiTR
AndiTR
2 Jahre zuvor

Er bringt es auf den Punkt

https://m.youtube.com/watch?v=GalL3kNSrDM

Marie
Marie
2 Jahre zuvor

Jedes Jahr dieselbe Leier

Festivalknüller
Festivalknüller
2 Jahre zuvor

Dass die ARD einen schönen Lagerfeuer-Moment mit Sofa und Gästeh nach alter Unterhaltungsfernsehtradition präsentiert, kommt bei den ESC-Fans natürlich nicht an, die verständlicherwise lieber den ESC und die Musik im Mittelpunkt haben wollen.
Für einen Großteil der Fernsehzuschauer ist aber gerade dieses Lagerfeuerambiente, was sie zum Verweilen auf dem Fernsehkanal verleitet und dem Sender eine gewisse Quote sichert.
So lange man nicht Mut für ein neues Programmkonzept zeigt, in dem der ESC im Mittelpunkt steht , wird es auch zwangsläufig keinen Mut zu experimentierfreudiger Musikauswahl geben.
Eine Wechsel der Strategie ist unverzichtbar, aber wohl nur mit Einsicht auf Senderseite durchsetzbar.

funtasticc
Mitglied
funtasticc
2 Jahre zuvor

Welche Quote?

GÖRTIE
GÖRTIE
2 Jahre zuvor

Ich habe mir diesen Song mehrmals angehört. Mich nimmt er nicht mit. Da kann die Stimme noch so rauh klingen. Auch wenn ich gesteinigt werde. Der Song von Floryan hatte es mir angetan. Schon mehrmals gehört. Die Melodie gefällt mir. An der Stimme hätte Rea Garvey sicher noch feilen können. Ist nur meine Meinung.

Catherine
Catherine
2 Jahre zuvor

Ich hätte mir eine junge Künstlerin wie Marie Reim gewünscht , vielleicht hätte der Text ein Anderer sein können, das Lied hat mir am Besten gefallen , wie Björn von Abba schon sagte , warum nicht einen tollen Schlager, eingängie Melodie zum Mitsingen und dazu mit einer optischen Augenweide..desweiteren sind die anderen Länder einfach mehr die Trendsetter, Deutschland ist gut in der Nachahmung …

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor
Reply to  Catherine

Na ja, ob man eine 23-Jährige die optisch 15 Jahre älter gestylt wurde und dazu ein total unvorteilhaftes Kleid hatte als „Augenweide“ bezeichnen kann ist auch Geschmackssache.

Last edited 2 Jahre zuvor by ESC1994
Andi
Andi
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Vorab war ich Team Marie Reim. Aber der Auftritt hat mich sehr enttäuscht. Die Treppe runtergehen war dann doch zu wenig. Auch das Kleid war für so ein Lied unpassend. Und so kam wie es kommen musste: ich war Team Katze. Ich war überrascht wie es mir gefallen hat.

KatzenFan
Mitglied
KatzenFan
2 Jahre zuvor

Ich finde das muss man immer wieder betonen. Jemand der in 9 von 10 Fällen letzter wird, gehört ersetzt. So ist es in jede Art von Wettbewerb. Nur der NDR redet es sich seid Jahren gut oder schiebt es auf die EU.
Oh wunder nur das angeblich auch alle England hassen und sie trotzdem sofort in den Top plätzen gelandet sind nachdem sie einen guten Song mit entsprechender werbung gesendet haben.
Oder das Italien immer gut dabei sind obwohl die wohl auch nicht politisch soviel Sympathie bekommen.

Grafe Christine
Grafe Christine
2 Jahre zuvor

Egal was für ein Lied Deutschland zum ESC schickt es gewinnt nicht, warum, weil es bei uns nicht ums Lied geht, sondern um die Politik Deutschlands geht.
Sie werden auch dieses Mal Deutschland außen vor lassen.
Ich schaue sei Über 60 Jahren den ESC. Ab 2014 ,wo sich Deutschland überall reinhängt, geht es abwärts,

ESC1994
ESC1994
2 Jahre zuvor

Schon wieder so eine typische Stammtisch-Meckerliese die die ewig gleichen und falschen „Keiner mag uns“-Kommentare absondert. 🙄

Last edited 2 Jahre zuvor by ESC1994
disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  ESC1994

Auch wenn es dir nicht passt, aber auch solche Meinungen darf man äußern. Und sie hat recht. Punkt.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor

Joo, is klar. Die Hausfrau in Aserbaidschan schaut sich den deutschen Beitrag an und denkt: „Oh, das ist gut, dafür ruf ich an – ach nee, is ja das doofe Deutschland, dafür ruf ich doch nicht an.“ Wer Ironie findet, darf sie behalten.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Deutschland wird bestimmt keine Punkte aus Schweden, Norwegen, Island oder Finnland bekommen, weil Deutschland auf der Seite Israels ist und dort heutzutage die meisten Anitsemiten und Judenhasser leben. Genauso ist es doch Tamara, schon seit Jahren. Da braucht es keine Ironie. Aserbaidschan hat noch nie Punkte für deutschland gegeben. Nur für die anderen Diktaturen.

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  disneyfan5000

Wie kommt es eigentlich, dass Russland in den Jahren 2014 bis 2021 mit einer Ausnahme (bei der sie das Semiaus auch wirklich mit aller Gewalt forciert haben) immer in der Top Ten gelandet ist, obwohl die Teilnehmer in der Halle gern mal ausgebuht wurden?

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Korruption oder wie auch immer das Televoting manipuliert? Den Russen ist doch jegliche Gaunerei zuzutrauen.

Last edited 2 Jahre zuvor by disneyfan5000
Nils
Nils
2 Jahre zuvor
Reply to  Tamara

Nee, noch viel schlimmer: Sie ruft dann absichtlich für 20 der anderen Beiträge an, weil ihr die deutsche Politik zu woke ist.

Mensch, Tamara, und du willst ESC-Bloggerin sein? Da musst du solche elementaren Basics doch wissen …! 😜

Tamara
Mitglied
Tamara
2 Jahre zuvor
Reply to  Nils

Ich schäm mich ja schon …

Holgivision
Mitglied
Holgivision
2 Jahre zuvor

OT: Morland hat für bzw. Mit Basti einen Song geschrieben, mit dem er anscheinend bei una voce per San Marino dabei ist

Andi
Andi
2 Jahre zuvor
Reply to  Holgivision

Ich glaube morgen werden die Fixstarter präsentiert. Ich bin gespannt ob unser Ikke dabei ist.

Marina.
Marina.
2 Jahre zuvor

Alle ESC-Fans in mir sind müde.

Aufrechtgehn
Aufrechtgehn
2 Jahre zuvor

Ich kann den ersten vier im Artikel zitierten Kritiken deutlich zustimmen. Für meinen Geschmack war die diesjährige Songauswahl ein erneuter Rückfall in die Kategorie „radiotaugliche Variationen von beige“, die uns in der Vergangenheit schon verlässlich hinter(s)te Plätze beschert hat.

Mit Ausnahme der beiden deutschsprachigen Beiträge: Galant haben mich im positiven Sinne ein bisschen an Laing erinnert und lagen in den Kategorien Inszenierung, Originalität und Coolness-Faktor um Galaxien vorne. Und Michelle Juniors Rumms-Bumms-Popschlager fand ich beim ersten Hören noch zum Fremdschämen, seit Freitag aber sitzt er mir als unentrinnbarer Ohrwurm im Gehör und hat in der Tat bei der Aftershowparty seine Euroclubtauglichkeit sehr, sehr eindrücklich bewiesen. Bezeichnend übrigens, dass in der TV-Übertragung das in der Halle deutlich vernehmbare begeisterte Aufjuchzen des Publikum beim Teilstrip der Tänzer nicht zu hören war…

Zur Inszenierung der Show und die (bis auf die fabelhafte Mary Roos) völlig unsägliche und überflüssige Plaudercouch wurde in Euren Rants ja bereits alles gesagt. Ich fürchte halt, so lange der Vorentscheid im Ersten läuft, wird sich daran nichts ändern, weil bei der unrettbar strukturverkrusteten ARD ja immer tausend Funktionsträger mitzureden haben, die halt vor allem die Stammzuschauerschaft im Blick haben und darauf setzen, was bei der Zielgruppe 60plus vermeintlich am besten ankommt. Den Flori und die Babsi werden wir daher wohl nur auf biologischem Wege loswerden…

Ob’s beim MDR besser würde, wage ich daher zu bezweifeln. Andererseits könnte dann vielleicht zumindest die Schlagerquote in der Vorauswahl steigen, und das wäre in meinen Augen bereits ein Gewinn. Aus meiner Sicht bräuchte es für die Auswahl der Vorentscheidungstitel einfach eine verbindliche Genrequotierung, die sicherstellt, dass jedes bei uns erfolgreiche Musikgenre, sei es Rap, Schlager, Hardrock, Electronica, Techno, Pop, Singer-Songwriter, etc., vertreten ist und es eben nicht nur Wimmerballaden und Radioseichtmucke gibt.

Jared
Jared
2 Jahre zuvor
Reply to  Aufrechtgehn

Das sie es besser können wenn sie wollen haben sie 2018 und 2019 eigentlich bewiesen, da war auch nicht alles perfekt, aber es gab keine Couch, die Songs standen mehr im Mittelpunkt und auch wenn hier ebenfalls viel Pop dabei war, war die Qualität der Songs deutlich besser. 👀

Jens Henschel
Jens Henschel
2 Jahre zuvor

Es wäre schön, wenn Ihr als Fans und gleichzeitig hoffentlich auch als kritische und konstruktive Journalisten den NDR-Verantwortlichen mal die eine oder andere investigative Frage stellen könntet. Ihr seid ja sehr nah dran und verfolgt den ESC so intensiv wie kein anderes deutsches Medium. Ich erwarte dabei auch Mut zu kritischen Fragen zur eigentlichen Sendung, die von vielen auch außerhalb der Bubble sehr stark kritisiert wurde, wie man z.B. in Peters Übersicht zu den Berichten von diversen Gazetten hier eindrucksvoll präsentiert bekommen hat. ESC kompakt hat schon eine gewisse Macht, auch wenn Ihr es nicht geschafft habt Euren klaren Favoriten Ryk das Malmö-Ticket zu sichern, was mich persönlich auch ein wenig beruhigt hat. Also bitte die NDR-Verantwortlichen im Sinne vieler Fans mal kritisch befragen. Mich persönlich würde interessieren, ob auch mal ein Aussetzen für ein Jahr vielleicht revitalisierend wirken könnte, bei allen Beteiligten. Spart zumindest viel Geld und Nerven.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Jens Henschel

Also so kritisch wie die Blogger auf dieser Seite sind, aber so bald sie mit der Wolflast ein Interview geführt haben, gab es keinerlei kritische Fragen. Ich hätte mir ja mal gewünscht, das man dort genauso kritisch ist, wie hier auf dieser Seite. Aber da ist ja dann das hochhalten der Katjestüten wichtiger.

Aaron Rodgers
Aaron Rodgers
2 Jahre zuvor

Ich habe hier mal ein paar Links herausgesucht bzgl. der Kosten vom ESC für Deutschland im Vergleich zu anderen Musikshows der ARD:

Was kostet der ESC die Teilnehmerländer? | eurovision.de

Silbereisen-Shows sollen die ARD 35 Millionen gekostet haben (faz.net)

Florian Silbereisen und seine ARD-Shows: So teuer sind seine Schlagershows (t-online.de)

Vielleicht hilft euch das weiter wenn es wieder heißt, der ESC wäre zu teuer.

UweB
UweB
2 Jahre zuvor

Erinnert sich noch jemand an James Newman mit „Embers“, der für United Kingdom 2021 angetreten war?
Irgendwie habe ich gerade ein kleines Flashback – leider eher negativ, was das Abschneiden 2021 und voraussichtlich auch 2024 betrifft.

Bin mal gespannt, wer aus der deutschen Lager-Medienlandschaft am Ende recht haben wird.

Lillie
Lillie
2 Jahre zuvor
Reply to  UweB

Ehrlich gesagt verstehe ich die Vergleiche mit James Newman überhaupt nicht. Ja, beide haben einen stämmigen Körperbau, aber ansonsten seh ich da keine Ähnlichkeiten. Meiner Meinung nach James Newman performt auf der Bühne ganz anders als Isaak und hat nicht ansatzweise so eine starke Stimme wie Isaak.

UweB
UweB
2 Jahre zuvor
Reply to  Lillie

Na so vom Pop Songs Aufbau finde ich das schon sehr ähnlich. Ist schon ein ähnlicher Stil. Und klar die Optik auch etwas.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  UweB

Embers und Always on The Run sind zwei vollkommen verschiedene Lieder. Und Isaak ist der deutlich bessere Sänger als James Newman.

Thomas M. (mit Punkt)
Thomas M. (mit Punkt)
2 Jahre zuvor

Mal kurz eine blogtechnische Frage: Vielleicht habe ich schon zu viel gelesen und meine Augen spielen mir einen Streich, aber kann es sein, dass manche der Eingangskommentare in einer größeren Schrift erscheinen als die Antworten, und zwar fast oder genauso groß wie vor der Umstellung im Januar? Sollte das stimmen und nicht nur auf heute beschränkt sein, wäre das eine tolle Sache!

LoicLover
LoicLover
2 Jahre zuvor

zu Jörg Isringhaus: haben wir die gleiche Sendung gesehen? – Ich glaube mal nicht (Kopfschüttel)

Quintus
Mitglied
Quintus
2 Jahre zuvor

Hab gerade den Beitrag aus Dänemark gesehen. Als bei 2:30min ihr Herz anfing zu leuchten, musste ich sofort an den Auftritt von Max denken. Ganz ähnliche Idee mit dem Herzschlag, aber nur von Dänemark mit der nötigen Rafinesse umgesetzt. Genau solche kleinen aber liebevollen Details fehlen mir bei unseren Acts immer.

Peter
Peter
2 Jahre zuvor

Wie kann man es denn schaffen, Isaak eine neues staging bekommt? Glaube er ist wieder der Typ der denkt einfach nur dort stehen und singen reicht. Auch das Outfit muss unbedingt besser werden!

Es geht bei der choreo ja nicht darum das getanzt werden muss, sondern evtl. gezielte Blicke in die Kamera, Schnitte mit besonderen Effekten. Ein bisschen cinematisches. Das geht bei dem Song doch bestimmt super!

Evtl. Wirklich Wände neben ihn, um Leute zu projezieren, die an ihm vorbei rennen.
Oder irgendwie gefilmt, als ob alles an ihn vorbei fliegt oder oder oder

Bei Vorentscheid. Ist mir auch aufgefallen, dass die totalen Kamera Fahrten in Deutschland irgendwie unprofessional wirken. In Schweden dagegen sieht es aus wie im Kinofilm

mickey45
mickey45
2 Jahre zuvor

Ich glaube hier wurde alles schon ausführlich geschrieben.
Dem NDR ist nicht mehr zu helfen. Hoffe wirklich das nach Malmö endlich ein anderer Sender übernimmt.Isaak kann ein Leid tun.

UweB
UweB
2 Jahre zuvor

Das Ganze erinnert doch sehr an James Newman 201 UK mit „Embers“. Für Isaak hoffe ich, dass es am Ende besser laufen wird.
Fürchte nur, besser als 22 abwärts wird es nicht.

Sehe doch einige Parallelen, auch beim Song, was den Sanges“bruder“ aus UK betrifft.

lasse braun 🏴‍☠️
lasse braun 🏴‍☠️
2 Jahre zuvor

ich komme gerade frisch von mutti und habe bei ihr auch „presseshow“ gemacht – sie war gut drauf und das zubereitete karnickel war auch ganz ausgezeichnet.
sie hat freitag wirklich versucht zu schauen ist aber schon bei startnummer 1 eingepennt – es war halt für sie schon sehr spät.
sie kannte vorher nur marie reim und die katze und nur die katze fand sie prima – heute ihr nun alle 9 acts via youtube (die jeweiligen auftritte) gezeigt und alle sind durchgefallen,auch der sieger bis auf die katze (supi) und commander ryker bekam noch ein ok,weil sie die stimme (nicht unbedingt den song) sehr schön fand.
wenn ich nur die letzten jahre nehme ist katze erst der dritte ESC-act (heute kam glatt noch ein vierter hinzu,dazu an anderer stelle mehr) der meinen „muttis musik-TÜV“ überstanden hat – die beiden anderen waren clara aus schweden (warte immer noch auf das deutsche cover!) und der italosommerhit von colapesce, dimartino ebenfalls aus 2021.
(ich habe natürlich nicht immer alles bei mutti probiert aber jedes jahr versuche ich da mein glück – mutti wird in kürze 80 und hört am liebsten die amigos😃 aber auch andere schlageracts)
😎

Murzel2003
Mitglied
Murzel2003
2 Jahre zuvor

Mir scheint, es wird gerne vergessen, dass sowohl die Jury als auch die Televoter Isaak als Sieger sahen und eben nicht Galant. Will man das ändern, braucht es eine mutige, moderne und sachverständige interne Auswahl. Und genau das wird es mit dem NDR nie geben. Also weiter fleissig letzte Plätze sammeln und nichts dazu lernen

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Murzel2003

Man kann auch mit Beiträgen, die einen Vorentscheid gewinnen, gut abschneiden. Und mit internen Nominierungen ist Deutschland immer abgekackt. Wenn man alles hinter verschlossenen Türen entscheidet, weckt man auch keine Begeisterung für den ESC in Deutschland.

disneyfan5000
disneyfan5000
2 Jahre zuvor
Reply to  Murzel2003

Eben, nicht Galant und nicht Ryk haben 2 Votings gewonnen, sondern Isaak. Das vergessen manche Besserwisser hier.

Troll65
Troll65
2 Jahre zuvor

RYK sollte nicht gewinnen weil er bei den Buchmachern zu weit vorne lag. Der NDR nur mit Verträgen der Radio Stationen arbeitet. Wahrscheinlich die internationale Jury bestochen oder es waren nur Mitglieder von europäischen Radiostationen Nur ein Radio Song bringt gute Einnahmen. RYK war nach den Quoten der Buchmacher zu gefährlich, deswegen Umstellung des Votings. Frage ist : Max Mutzke 55 Punkte Bondine Monet 55 Punkte , Max nach Umwandlung 10 Punkte und Bodine 8 Punkte. Das verstehe ich nicht. Galant 53 Punkte Umwandlung 6 und Ryk nach Umwandlung 5 . Es stellt beim Voting schon eine Ungerechtigkeit dar. Ich nehme an , RYK sollte nicht gewinnen da dem NDR die Austragung des ESC zu teuer wird. Nicht ganz ernst zu nehmen aber mal darüber nachdenken. 😃

Siri
Siri
2 Jahre zuvor

„Always on the run“…scheint Programm zu sein.
No risk, no points.Fad und langweilig.Schade!

Frotheimer
Frotheimer
2 Jahre zuvor

Das Dorf, in dem Isaak wohnt (es heißt Frotheim, btw), ist NICHT katholisch geprägt und die Anzahl der verbliebenen landwirtschaftlichen Betriebe ist recht überschaubar. Bitte etwas genauer recherchieren und nicht einfach Floskeln raushauen, esc-kompakt ;).

Matty
2 Jahre zuvor

Diese Woche Samstag gibt es im ZDF die Giovanni Zarrella Show und die steht im Zeichen des 50-jährigen Bühnenjubiläums von Roland Kaiser. Unter den Gästen, die auftreten sind Mary Roos (ESC 1972 und 1984), Thomas Anders, Maite Kelly und Nino de Angelo (ESC 1989).