
Ganz bald wird Sarah Engels mit dem Song „Fire“ Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten. Während „Fire“ eine durchaus tanzbare Gute-Laune-Nummer ist, nutzt die Sängerin die ESC-Promo-Phase aktuell auch für einen ehrlicheren und ernsteren Blick hinter die Fassade.
So war sie zuletzt im Funk-Format „deep und deutlich“ zu Gast und sprach dort über ehrliche, persönliche Themen. Moderiert wird das Format von Aminata Belli und Lola Weippert (die die Autorin dieser Zeilen eher aus Reality-Formaten kennt).
Wir wissen bereits, dass die musikalische Karriere von Sarah Engels sehr früh mit ihrer Teilnahme bei DSDS begann. Damit kamen auch der Blick und der Druck der Öffentlichkeit.
Die frühe Karriere hatte spürbare Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden:
„Ich habe mich damals intensiv mit meinem Körper auseinandergesetzt. Ich war in dem Alter ein bisschen moppelig. Ich habe mich nie wirklich wohl in meinem Körper gefühlt. Ich war eines der Mädchen, die nach außen hin immer super stark gewirkt haben – so, wie ich es auch heute tue. Nur mit dem Unterschied, dass ich das damals überhaupt gar nicht war“, offenbart die Sängerin.
Selbstzweifel, hohe Erwartungen an sich selbst und der Druck, nach außen perfekt zu wirken. All das war eine Belastung. Bis schließlich der Wendepunkt kam:
„Ich musste ganz tief fallen, sehr viel Schmerz empfinden und wirklich an einem Punkt sein, wo ich mir dann gesagt habe: Ich möchte das verstehen.“
Diese Entwicklung hilft dem deutschen Act für Wien nun auch auf der großen ESC-Bühne:
„Ich hatte schon so viel Angst in meinem Leben, dass ich sagen kann: Ich möchte es einfach genießen. Es wird eine einmalige Erfahrung sein. Der Druck ist eher von außen. Ich bin mittlerweile so angstfrei, dass ich mich so freue, dort hinzugehen.“
Das ist sicherlich eine gute und hilfreiche Einstellung. Bereits in der Vergangenheit äußerten sich viele Künstler*innen, dass der ESC eine anstrengende Zeit mit viel Druck ist.
Die komplette Folge von „deep und deutlich“ gibt es in der ARD Mediathek und auf YouTube:
Übrigens: Von deutschen Fans wünscht sich Sarah Engels mehr Support für die eigenen Acts: „Wir brauchen das, das gibt uns einen Push.“ Ein Push, der sicherlich auch bei der emotionalen Belastung während dieses großen Musikereignisses hilft.
Ein Push und gute Laune: Das liefert auch der berühmte Song „Nel blu, dipinto di blu“, geschrieben und gesungen von Domenico Modugno im Jahr 1958. Die meisten kennen ihn als absoluten Gute-Laune-ESC-Beitrag.
Und nun (vielleicht auch schon vorher) hat auch Sarah Engels den Song für sich entdeckt und in einer ruhigeren Variante für die exklusiven Performances von „A Little Bit More“ interpretiert. „Eurovision… A Little Bit More“ ist eine offizielles Format des ESCs mit exklusiven Extra-Auftritten der teilnehmenden Acts. Die Serie zeigt Remixe, Cover und Neuinterpretationen der ESC-Song
Das passt gut: Sarah Engels hat selbst italienische Wurzeln.
Verfolgst du die Reihe „A Little Bit More“ und wie gefällt dir das Cover von Sarah Engels? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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Danke für diesen Artikel! Wünsche Sarah viel Erfolg auf der London Eurovision Party und das Cover von „Volare“ gefällt mir gut. Domenico Modugno hätte sich darüber auch gefreut.
Ne sorry Sarah, aber ich unterstütze Songs die mir gefallen und nicht weil ich es „muss“ da sie aus Deutschland kommen. 🤷
Schön dass ich dich noch überraschen kann. 😉
Aber hey, immerhin sind wir bei Dänemark einer Meinung.
Lol.
Von dir hätte ich das gar nicht gedcht.
Der Hinweis darf aber auch nie fehlen.
Liebe Sarah, genieße die Zeit, egal welcher Platz am Ende dabei herauskommt.🤗
Du hast ja schon unglaublich viel erreicht, auch im ESC-Kontext. Ist schon eine echte Leistung, unter einer Vielzahl von Bewerbungen in die VE zu kommen und dann auch noch zu gewinnen. Da kannst Du jetzt schon total stolz sein. Ich finde, nach allem, was man bis jetzt hört, machst Du das echt super. Du wirst in Wien einen guten Eindruck machen, und alles geben. Mache mir da gar keine Sorgen. Was dabei herauskommt, werden wir sehen.
Erinnert mich an 2016, Jamie-Lee hatte auch eine Geschichte. Oder Felicia aus Schweden dieses Jahr. Aber so hart es klingt: Beim ESC juckt die nicht, was gilt ist, was man auf der Bühne sieht.
Das Cover mag ich.
Ich drücke jedes Jahr sehr gerne die Daumen für unsere Acts. Und wenn mir die Beiträge gefallen, wie jetzt „Fire“, dann fiebere ich auch mit.
Ich schätze, der entspannte Umgang ist genau der richtige. Schuldig ist sie ohnehin niemandem irgendetwas – und als vom Publikum gewählte Siegerin eines Vorentscheids schon mal gar nicht. Wenn sie da relaxt rangeht, kann sie trotz des Stresses sicherlich viel Spaß haben und schöne Erinnerungen mitnehmen.
Zu mehr als einem Push à la „Viel Glück!“ kann ich mich selbst allerdings nicht pushen.
Sich “etwas moppelig gefühlt haben” reicht mir als essenzielle Storyline nicht aus, sorry. Es sollte schon mindestens ADHS und Anxiety sein wie die Schwedin.
Ich hatte Sarah nicht zugetraut sich an solch einen Klassiker von 1958 heran zu trauen. Das macht mir Hoffnung das sie wirklich für den ESC brennt und ihr bestes geben wird.
Auch hoffe ich das der Umschwung des SWR der beim deutschen Finale zu sehen war auch in Wien seine Spuren hinterlässt und Sarah ein super Bühnenbild bekommt.
Schaue mal ab und zu rein.
Sind manchmal ein paar gute Sachen dabei.
Den Acts bringt das aber letztendlich keinen Vorteil.
Ja und nein.
Natürlich muss ein Song gefallen.
Eine geheuchelte Unterstüzung hilft ja niemanden
wirklich weiter.
Daher muss niemand ein Song unterstützen
Ein gewisser Kommentator wird ja auch nicht müde,
uns immer wieder daran zu erinnern.
Aber vieles hängt auch meines Erachtens damit zusammen,
welche Stellung der ESC momentan in der Öffentlichkeit hat.
Nehmen noch viele als Freakshow wahr, und weniger
als gesamteuropäisches Gemeinschaftsevent.
Und daran ist der nationale Host ja auch nicht so unschuldig.
Oft besprochen, und immer wieder ein eigenes Thema wert.
Die gewünschte Unterstützung soll dann auch eher aus der
Gesellschaft kommen.
Wir Hardcore-Fans sind da eher unwichtig.
Kritik muss man aushalten können.
Aber es kommt auch stark auf die Tonalität an.
Und gerade durch soziale Medien, ist hier das
Niveau stark in den Keller gerutscht.
Und sowas bekommt man als Künstler immer irgendwo mit.
Und das Griesgrämige wird man aus den Leuten hierzulande
auch nicht mehr herausbekommen.
Das gehört hier leider zur Mentalität.
Und geht mir im realen Leben sowas von auf den Keks.
Das ist der Vorteil vom Altwerden.
Merke ich selber.
Hasskommentare gehen natürlich gar nicht. Aber ich werde keinen Song anfeuern oder hochjubeln, mit dem ich nichts anfangen kann. Egal aus welchem Land der Song stammt.
OT:
Das nennt man wohl Karma. Meine beste Freundin feiert am 16. Mai ihren Birthday mit einer Gartenparty. So viel zum Thema „Wer weiß, ob ich mir das Finale dieses Jahr überhaupt anschaue.“ Bämsen, ouch… verdammt. 😀
Bitte mal mich nicht als Vorbild nehmen. 😜
Zu spät. 😀
Neue Redewendung: „Ich mach dann mal den Malge…“ 😉
😅😅😅
Auf einer Party braucht man auch Musik, wenn es doch nur ein großes Musikevent geben würde das live im Fernsehen ausgestrahlt wird 🤔🤣
Ach so Spiel Spaß und Spannung ist auch dabei wenn man sich gegenseitig bei der Platzierung Battlet.
Ich werd auf jeden Fall versuchen, sie davon zu überzeugen, draußen einen Monitor aufzustellen…. oder ab 21 Uhr reinzugehen. 😉
Weiß man eigentlich schon mehr zu dem potentiellen Revamp von „Fire“? Sarah hat in einem interview ja angekündigt, dass es sowohl beim Staging als auch beim Song selbst einige Änderungen geben wird. Das wäre ja nach 2024 und 2025 das dritte mal in Folge, dass der eigentliche Beitrag auf der Bühne etwas anders klingt als im Vorentscheid oder der Studio Version? Gibt es da irgendwas zu erwarten oder glaubt ihr das sich zumindest beim Song nicht mehr viel ändern wird?
Also zunächst mal finde ich das Volare-Cover fantastisch gesungen… ich entwickele mich wohl langsam zum Sarah-Fan, dabei konnte ich bisher nichts mit ihr anfangen.
Und klar nutzt sie jetzt jede Chance und Gelegenheit, um sich bekannter zu machen, und „deep und deutlich“ ist mal ein anderes Talkformat als die NDR-Talkshow.
Hier wird über ernstere Themen gesprochen und ich glaube nicht, dass „Moppeligkeit“ das größte Problem von ihr war. Und vor allem ist die Sendung kein Format, um Werbung für sich zu machen, dafür ist sie viel zu versteckt im Programm.
Und ich glaube, dass Sarah gar nicht meint, dass jetzt jeder den Song hoch loben muss, auch wenn er nicht gefällt. Man kann natürlich auch Kritik äußern (mach ich ja auch), aber Niederschreien muss man es eben auch nicht… es ist ein vom deutschen Volke demokratisch gewählter Song, das sollte man auch akzeptieren können.
Und wenn man einmal seine Meinung und Kritik geäußert hat, dann sollte es auch gut sein. Dann ist Klappe halten angesagt.
Da Fire für mich persönlich der beste deutsche Beitrag seit 2013 ist, habe ich überhaupt keine Probleme die sympathische Sarah total zu unterstützen!❤️🔥❤️🔥❤️🔥