
Sie kam, sang und siegte. FELICIA hat mit „My System“ das Melodifestivalen 2026 erwartungsgemäß für sich entschieden. Mit 90 Punkte im Publikumsvoting und 71 Punkten von der Jury setze sie sich vor Medina und Grezula beim schwedischen Finale in Stockholm durch.
Das Publikum und die internationalen Juries waren sich einig, FELICIA führte das Feld in beiden Fällen an. Medina waren Zweite bei den internationalen Juroren, Greczula errang den Vizeplatz beim schwedischen Publikum.
Die 25-jährige Felicia Eriksson verkörperte bis Anfang 2025 Fröken Snusk, eine vom Produzenten Rasmus Gozzi erschaffene schwedische, „very artsy“ Kunstfigur. Sie ist bekannt geworden durch Songs im EPA-Dunk-Genre, einem Mix aus EMD und Partymusik mit provokanten Texten (meistens Sex and Drugs and Rock’n’Roll). Elektronisch getriebene EPA-Dunk-Sounds sind in in Schweden sehr erfolgreich und angesagt (nicht zuletzt aufgrund der kalkulierten Grenzüberschreitungen in den Texten). Der EPA-Drunk-Style hat sich seit Anfang des neuen Jahrzehnts zu einem der kommerziell erfolgreichsten Musikstile in Schweden entwickelt.
Fröken Snusk (Fräulein Schmutzig) war 2024 mit „Unga & Fria“ beim Melodifestivalen dabei, erreichte jedoch (ganz knapp) nicht das Finale. Anfang 2025 tauschte Rasmus Goozi Felicia gegen eine andere Sängerin aus, die wie Felicia zuvor anonym geblieben ist, bei Auftritten ist sie mit einer Art Sturmhaube getarnt. Die Ski-Masken-ähnliche Verkleidung mag einigen etwas seltsam erscheinen, kommt bei den Fans aber sehr gut an.
Auch als Solokünstlerin tritt FELICIA weiterhin maskiert auf. Ihre erste Single „Black Widow“ erschien im September 2025 und platzierte sich auf Anhieb in den schwedischen Singlecharts. Im Dezember gab der schwedische EBU-Mitgliedssender bekannt, dass FELICIA mit „My System“, einem Track von ihrer Solo-Debüt-EP, am Mello 2026 teilnimmt. In zweiten Mello-Halbfinale im Scandinavium in Götebörg konnte sie sich direkt für das Finale qualifizieren.
„My System“ ist ein energiegeladener und tanzbarer Club-Track, der stark von elektronischer Tanzmusik der späten 90er und frühen 2000er Jahre inspiriert ist. Der Song beschreibt den inneren Konflikt, jemanden loslassen zu wollen, ihn aber emotional nicht aus dem eigenen „System“ entfernen zu können. Insbesondere am Wochenende taucht die anderen Person in Gedanken und Gefühlen wieder auf.
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Die Maske muss nicht das Problem sein. Die Show könnte eher etwas zu viel sein. Vielleicht weniger Lichtblitze. Denke aber könnte durchaus Top 10 werden.
Heftiges Ding. Ich bin ja Elektro-Onkel durch und durch, finde Belgien und Montenegro (Revamp) auch richtig cool, aber das ding brennt nochmal anders ab.
Ich sehe das nach wie vor sehr weit vorne im Mai. Warum ?
Ich bin eigentlich kein Freund von Elektro oder Techno. Und dennoch gefällt mir dieser Song, weil sich die Melodie einfach sehr schnell ins „System“ eingräbt.
Deshalb denke ich, dass im Mai auch viele Leute anrufen werden, die normalerweise nicht auf dieses Musikgenre stehen.
Ich kann das auch deshalb gar nicht mit Red Sebastian vergleichen: Der hatte keine Bünenpräsenz, war gesanglich grottenschlecht und der Song blieb auch nicht im Ohr. Die Schweden hingegen haben eine sehr kommerzielle Nummer ausgewählt.
SVT hat heute die Zuschauerzahlen für das Finale veröffentlicht. Insgesamt haben 2,785 Millionen Zuschauer eingeschaltet:
https://eurovoix.com/2026/03/09/sweden-just-under-3-million-viewers-for-the-melodifestivalen-2026-final/
Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang.
Joa. EDM – Schlager halt. Die Beats sind exakt auf die Vorlieben der tiktok-Raver abgestimmt produziert und knallen natürlich ordentlich und wie es die Tradition will, kriecht zum Drop eine übergrosse Figur auf den Visuals bedrohlich nach vorn. Jaja. Hätte im Printworks Club in London ohne Problem genauso funktioniert…
Da haben die Schweden das Genre tiktok EDM wirklich sauber studiert. Aber das isses dann auch schon. Ansonsten Schlager.
Natürlich mit schwedischer Musikakuratesse dick hinproduziert. Da stimmt rein rechnerisch alles. Ausser eventuell ihren Vocals, sie ist halt dann doch keine Loreen.
Wirkt sehr, sehr kalkuliert, ohne dass für mich ein echter Funken springen will. Kann man im Euroclub beim 3. GinTonic bestimmt nett abfeiern, kommt bestimmt weit weil Schweden, aber es ist mir auch sehr egal.
FRAGE: Hätte sich Felicia gegen Sarah Engels im deutschen VE durchgesetzt? Ich meine ja.
Hääää? Mehr ist mehr oder was??? Mon dieu, noch viel schlimmer als Loreen !!!
Bei den Odds Ist Schweden aktuell auf dem siebten Platz.
Es gibt Neuigkeiten aus Schweden:
https://www.expressen.se/noje/melodifestivalen/ebus-ord-till-svt-om-felicia/
Gehöre zu denen die das ganz furchtbar finden… bin allerdings auch kein Fan von Elektro-Club-Dance Sound. Stimmlich ist Felicia auch recht schwach, im Vergleich ist doch Sarahs Stimme um einiges besser.
Kann mir aber vorstellen dass das bei vielen gut ankommt und im Mai weit vorne landet.
Es ist nett. So wie die meisten Songs dieses Jahr (außer Aserbaidschan, das ist furchtbar)
Pfui! Leute wie sie sorgen dafür, dass Jüdinnen und Juden auf der ganzen Welt heute noch täglich um ihr Leben fürchten müssen. Jede Stimme für sie ist eine Stimme für Hass und Gewalt gegen Jüdinnen und Juden