Vom Fan-Journalisten zum Executive Producer: Sietse Bakker wird Event-Verantwortlicher des ESC 2020

Während in den Niederlanden weiter darum gerungen wird, welche Stadt den Eurovision Song Contest 2020 austragen darf, haben die verantwortlichen  Rundfunkstationen NPO, AVROTROS und NOS vier wichtige Personalien entschieden. Die bekannteste und für Fans vermutlich wichtigste ist dabei sicher Sietse Bakker (Foto oben, zweiter von links), der die Funktion des Executive Producer Event übernehmen und als Ansprechpartner für die EBU und den Sender NPO agieren wird. Ihn unterstützt als deputy Executive Producer Event Emilie Sickinghe. Inge van de Weerd (zweite von rechts) wird Executive Producer Show. Ihr zur Seite steht Jessica Stam. Diese vier bilden das Kernteam des Eurovision Song Contest 2020.

Mit Sietse Bakker haben die Niederländer den wohl profiliertesten ESC-Kenner und -Macher ihres Landes für das Event verpflichtet. Er hat als 18-Jähriger das Fan-Forum ESC Today gegründet und zum Erfolg geführt. Anschließend war er für viele Jahre Online Manager und Communication Manager des Eurovision Song Contest. Sechs Jahre war er auch der Supervisor des Events für die EBU. Für den Junior Eurovision Song Contest war er bereits Executive Supervisor. Er hat also umfangreiche Erfahrung und weiß, was die verschiedenen Anspruchsgruppen erwarten – gerade auch die Fans.

Inge van de Weerd hat ebenfalls ESC-Bezug. Von 2007 bis 2009 war sie die niederländische Head of Delegation. Außerdem hat sie umfangreiche Produzentenerfahrung von Übertragungen des jährlichen Prinzentages, von Wahlen und nicht zuletzt der königlichen Hochzeit von Willem-Alexander and Maxima gesammelt. Emilie Sickinghe ist seit 2010 die niederländische Head of Delegation beim ESC. Lediglich Jessica Stam hat bisher keine ESC-Erfahrung.



20 Kommentare

  1. Die Niederlande , ein Team gesucht: mit allem was dazugehört. Die wissen und spüren, kenen jede Ecke in diesem Theater und den Schreibtisch auch. Hallo, jetzt geht langsam das Licht an zur ersten Leseprobe. Ein Team ist das , die Phantasie schlägt Purzelbäume. Ich weiß nicht warum ich so begeistert bin. Das sind halt Menschen von der Basis.

  2. Die niederländischen Männer haben aber ulkige Vornamen! Wie kann ein Mann „Sietse“ heißen? Hier in Deutschland wäre das nicht möglich! In der Schule wäre so jemand für Hänseleien geradezu ideal!

      • Bin auch voll dafür, dass diese Holländer ihren Kindern einfach vernünftige deutsche Namen geben. Am einfachsten wäre es, wenn das in allen Ländern so wäre. Dann muss sich Matty nicht umgewöhnen und es werden keine Kinder mehr gemobbt. Für mehr Hermanns, Erwins und Erikas auf der Welt!

      • @porsteinn:
        Italiener haben auch alle so ulkige Vornamen. Können die Alessandros nicht einfach Alexander heißen und Hundekrawatten tragen? Ich mein… da wüsste man direkt, woran man ist.

        Ich wurde übrigens direkt an der niederländischen Grenze geboren. Soweit ich weiß, wurden dort noch keine Kastrationen vorgenommen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

    • Sietse ist ein männlicher Vorname, der sich vermutlich aus dem Germanischen ableitet und soviel bedeutet wie „Sieg“, „der Sieger“ (Althochdeutsch „Sigu“). Ein holländischer, friesischer männlicher Vorname, der auch im Norden Deutschlands zwar sehr selten aber doch vorkommt.

      Ein Mann kann so heißen, weil vermutlich seine Eltern den Namen für ihn ausgesucht haben und sie ihn schön und passend fanden. Sie hätten ihn natürlich auch Maria, Jamie, Kay oder Kim nennen können. Theoretisch. Das sind ja alles schöne Namen für einen Jungen- und für ein Mädchen. In Deutschland, in Europa, ist heute mehr möglich als sich manche Zeitgenossen vorstellen können.

      Dem Foto nach würde ich behaupten, dass aus dem kleinen Sietse Bakker ein sehr attraktiver Mann geworden ist, der sein T-Shirt bestimmt so auszieht, wie es ihm passt. Vielleicht so ähnlich, wie der Spanier Miki in seinem aktuellen Video. Die graue Hose mit dem braunen Gürtel ist nur Tarnung. Da geht noch was.

  3. Eurovision.de: Im Zwang, auch live ein Lied vortragen zu können, liegt womöglich der eigentliche Reiz der Performances, oder?

    Bakker: Sicher, ohne die Live-Performance würde das emotionale Moment fehlen. Aber ich bin dagegen, irgendetwas für tabu zu erklären. Man muss flexibel bleiben. Wer hätte noch in früheren Jahren gedacht, dass es auch ohne Orchester gehen könnte?

    https://www.eurovision.de/Wir-duerfen-nicht-bequem-werden,bakker101.html

  4. Alles wie erwartet. Sietse (ein westfriesischer Rufnamen) Bakker und Jessica-Jane Stam namens NOS Events dabei, Inge van de Weerd und Emilie Sickinghe namens Avrotros. Und für Insider – alle vier sind vertraut mit solche Fernsehprogramme. Das wird schon und zeigt bereits wo man die Moderatoren suchen wird. Im eigenen Haus.

  5. Hinweis: NPO ist kein Sender, sondern der Oberbegriff für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Niederlande (Nationale publieke omroep).

    • Fast richtig 😉

      NPO = Stichting Nederlandse Publieke Omroep = Stiftung niederländischen öffentlichrechtlichen Ŕundfunk.
      Sie entscheidet was wann gesendet wird und auf welche Sender, produziert kein einzigen Programm selbst und ist auch verplflichtet jeder zugelassenen Verein und angewiesene Stiftungen ausreichend Sendezeit zu erteilen. (Worunter Avrotros und NOS)
      NPO ist ein Versuch einen Rundfunk wie BBC zu bekommen, das wollte die Regierung in 2008 so. Die neueste Vorschläge drehen diese Entwicklung wieder zurück, demnächst werden die Vereine wieder selbst entscheiden dürfen was sie senden.

      ESC-Kompakt: die Ausgabe von 2020 wird von Avrotros und NOS produziert und auf NPO1 gesendet.

  6. @porsteinn

    Dann müßte man das aber auch mit den italienischen Männern machen, die Simone mit Vornamen heißen.

    Ein weiterer niederländischer Vorname, der zu Hänseleien verleitet, ist „Kees“ bzw. „Cees“. Erinnert mich an die Flodder-Filme (Tatjana Šimić spielte die Rolle der Kees Flodder).

    • Häh? Kees ist ein durchaus gebräuchlicher Vorname. Warum sollte der zu Hänseleien verleiten? Ich kenn einen Kees seit Jahren und der wurde noch nie wegen seines Namens gehänselt, soweit ich weiß.
      Verrückt, oder?

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