
Das Clubtreffen 2026 des EC Germany hat am Samstag, dem 10. Oktober, wieder ESC-Fans aus ganz Deutschland und darüber hinaus im Kölner Gloria zusammengebracht. Auf dem Programm standen Auftritte der „Headliner“ Remo Forrer (Schweiz 2023), Atvara (Lettland 2026) und den Publikumssiegern von 2019, KEiiNO aus Norwegen. Das traditionelle ESC-Medley-Musical des aktuellen Jahrgangs und weitere Beiträge aus der Fangemeinde rundeten das Programm ab.
Für besondere Momente sorgten neben dem jährlichen „In Memoriam“-Video, das verstorbene ESC-Persönlichkeiten des vergangenen Jahres ehrte, auch eine private Nachricht von Ingrid Peters (Deutschland 1986). Darin reagierte sie auf die Entscheidung der EBU, ihren ESC-Song „Über die Brücke geh’n“ für das „Tribute“-Video zum 70-jährigen Jubiläum des Eurovision Song Contest auszuwählen.
Am 10. Oktober trafen sich die Mitglieder und Gäste des EC Germany traditionell in Köln, in diesem Jahr allerdings früher als gewohnt. Das Gloria wurde zum Treffpunkt für ESC-Fans aus Deutschland, Dänemark, Belgien, Spanien, der Schweiz, Österreich und den Niederlanden. Laut Angaben der Veranstaltenden wurden in diesem Jahr mehr als 300 Tickets verkauft. Neben den angekündigten ESC-Stars gehörten auch Drag-Performances von Roxana Richway sowie Sketche des ECG-Präsidiums und ausgewählter Mitglieder zum Programm, musikalisch untermalt mit ESC-Songs. Durch den Abend führte zum mittlerweile achten Mal Bernd Ochs.
Eine kurzfristige Änderung gab es bereits im Vorfeld: Elisabeth „Bettan“ Andreassen (Schweden 1982, Norwegen 1985, 1994 und 1996) musste aus gesundheitlichen Gründen absagen. Für sie sprang kurzfristig Remo Forrer ein, der erst zwei Tage vor dem Clubtreffen angefragt wurde und spontan zusagte. Den Kontakt zwischen dem Veranstalter und dem Künstler stellte Michael von der Heide (Schweiz 2010) her.
Hier ein kurzer Überblick über das Programm des ECG-Clubtreffens 2026:
- „Keine Feier“ (Coverversion von Sarah Engels „Fire“) – ECG-Vorstand & Präsident Dr. Michael Sonneck
- Begrüßung durch den ECG-Präsidenten und den Moderator
- Vorstellung der neuen, im Aufbau befindlichen ECG-Webseite und des ECG-Merch (25% Rabatt in den ersten Wochen!!)
- „Superstar“ (Senhit-Tribute) – Dragkonstellation (Peter & Lu)
- ESC-Quiz
- „Bella“ (AIDAN, Malta 2026) – ECG-Mitglied Dejan Skific
- In Memoriam-Video
- Interview mit Thorsten Schorn (Deutscher ESC-Kommentator seit 2024)
- „Beauty Never Lies“ (Bojana Stamenov, Serbien 2015) – Roxana Richway
- Auftritt: Remo Forrer
- „Choke Me“ (Alexandra Căpitănescu, Rumänien 2026) – Dragkonstellation (Peter & Lu + Michael Sonneck)
- „Eclipse“ (Delta Goodrem, Australien 2026) – Roxana Richway
- ECG Medley-Musical ESC 2026
- „(The) Sekret“ (Ronela Hajati, Albanien 2022) – Urlaubsvideo ECG-Stammtisch Stuttgart
- „Bandido“ (Azúcar Moreno, Spanien 1990) – ECG-Mitglieder (Elisabeth & Jonathan)
- Auftritt: Atvara
- Tombola-Auslosung
- „Feuer“ (Ireen Sheer, Deutschland 1978) – ECG-Gäste im Saal (Karaoke)
- Crossing The Bridge – Celebrating 70 Years of Eurovision #UnitedbyMusic – Video der EBU
- Auftritt: KEiiNO
- Verabschiedung
- „Fire“ (Sarah Engels, Deutschland 2016) – ECG-Gäste im Saal (Karaoke)
- Aftershow-Party
„Keine Feier“

Der ECG-Präsident eröffnet gemeinsam mit seinem Vorstand den Abend mit einer Coverversion von Sarah Engels‘ „Fire“ unter dem Titel „Keine Feier“. Mit den Textzeilen „Keine Feier Feier, die alte Leier Leier…“ und „mit der x-ten Kopie hab’n wir gar keine Chance“ wird nur wenig subtil Kritik an der deutschen Songauswahl, aber auch ein gesundes Maß an Selbstironie dargeboten.
Neue Webseite & neuer Merch

Stolz verkündet der ECG seine bald online gehende neue Webseite und den neuen ECG-Merch, auf den es in den ersten Wochen 25 % Rabatt gibt!
Hier geht’s zum ECG-Merch: ecgermany | Spreadshop
Senhit-Tribute

Die Dragkonstellation Peter & Lu ehren die dreimalige Teilnehmerin für San Marino, Senhit, und covern ihren Beitrag von 2026. Boy George steht zwar nicht auf der Bühne, dafür gibt es aber „Gastauftritte“ von Helene Fischer, Britney Spears und einen überraschend makaberen Auftritt der bereits verstorbenen ersten ESC-Gewinnerin von 1956, Lys Assia.
„Bella“ (AIDAN, Malta 2026)

ECG-Mitglied Dejan Skific verzaubert das Publikum im Saal visuell und stimmlich mit seiner Liveinterpretation von Maltas Beitrag von 2026, „Bella“.
In Memoriam-Video
Im Gedenken an…: In alter Tradition ehrt der ECG bei seinem Clubtreffen in Köln jedes Jahr ESC-Persönlichkeiten, die im vergangenen Jahr von uns gegangen sind (u.a.):
- Peppino di Capri (Italien, 1991)
- Fanny Biascamano (Frankreich, 1997)
- Ado Schlier (Deutscher Kommentator 1979 & 1986)
- Wolfgang Heichel (Deutschland, 1979)
- Helen Micallef (Malta, 1972)
- Romuald Figuier (Monaco, 1964 & 1974 + Luxemburg, 1969)
- Pierre Cao (Luxemburger Dirigent und Chorleiter)
- Sophie Garel (Luxemburg, 1968)
- Bjørn Tidmand (Dänemark, 1964)
- Kirsti Sparboe (Norwegen, 1965/ 1967 & 1969)
- Vlado Janevski (Nordmazedonien, 1998)
- Bonnie Tyler (Vereinigtes Königreich, 2013)
- Christoph Straub (Österreichischer Musiker und Produzent)
Thorsten Schorn

Die (recht) neue Stimme des deutschen ESC, Thorsten Schorn, beehrt die Bühne des Clubtreffens und gibt in seinem Interview mit Moderator Bernd Ochs Einblicke zur Übernahme des Kommentatorenjobs nach Peter Urban, Anekdoten aus Sicht eines ESC-Kommentators sowie die Hintergrundgeschichte zum ESC-Kommentatoren-Quiz im diesjährigen ESC-Halbfinale.
Nachdem er mit seiner schwedischen Kollegin nach einer ersten im Vorfeld aufgezeichneten Aufnahme des Intervall-Quiz gegen seine Kommentatoren-Konkurrenz verloren hatte, bat die ORF-Produktion um eine erneute Aufzeichnung, weil sie mit der Aufnahme nicht zufrieden war. Das spielte ihm als kompetitivem Spieler in die Karten: durch Lauterstellen der In-Ears und sofortiges Buzzern konnte er zusammen mit seiner schwedischen Kollegin diesmal gewinnen. Etwas absurd wurde es dann jedoch beim Quiz im zweiten Halbfinale: Dort wurden dieselben Fragen gestellt wie bei der ersten Aufnahme.
„Beauty Never Lies“ (Bojana Stamenov, Serbien 2015)

Bei ihrem ersten Auftritt des Abends begeisterte Dragqueen Roxana Richway mit einer Vollplayback-Version von „Beauty Never Lies“.
Remo Forrer


Nun stand der erste Stargast des Abends auf der Bühne. Der kurzfristig eingesprungene Ersatz für Elisabeth Andreassen hatte erst am Donnerstag vor dem Clubtreffen einen Anruf erhalten und spontan zugesagt. Sein Set für den Abend hatte er erst wenige Stunden vor Beginn zusammengestellt. Nichtsdestotrotz begeisterte Remo Forrer das Publikum mit einer Mischung aus seinem eigenen Repertoire, ESC-Hommagen und Medleys. Nachdem er das eigensinnige Keyboard des Gloria zum Laufen gebracht hatte, stand seinem Auftritt nichts mehr im Weg.
Neben seinem eigenen ESC-Song „Watergun“ spielte er unter anderem eine Coverversion von „She Got Me“ (Schweiz 2019) seines Kollegen Luca Hänni sowie ein Medley aus den ESC-Beiträgen „Boys Do Cry“ (Schweiz 2022), „Arcade“ (Niederlande 2019), „Fire“ (Deutschland 2026) und „Due Vite“ (Italien 2023).
„Choke Me“ (Alexandra Căpitănescu, Rumänien 2026)


Kurz vor der Pause kam dann noch einmal die Dragkonstellation um Peter & Lu, mit freundlicher Unterstützung von ECG-Präsident Michael Sonneck, zum Einsatz, um mit Rumäniens Beitrag von 2026, „Choke Me“, an aktuellen Pflegereformen zu üben. Ein bisschen Politik schadet nie!
„Eclipse“ (Delta Goodrem, Australien 2026)

Das Ende der einstündigen Pause, in der sich die Gäste am Buffet bedienen konnten, kündigte Roxana Richway mit ihrem zweiten Auftritt des Abends an. „Eclipse“ von Delta Goodrem lockte alle Gäste zurück an ihre Plätze.
ECG Medley-Musical ESC 2026



Nun folgte eines der Highlights des Abends: das alljährlich aufwendig produzierte ESC-Musical, das in diesem Jahr nicht nur alle 35 ESC-Beiträge aus Wien in die Inszenierung unterbringen konnte, sondern auch mit Songüberraschungen wie „Die Tasse Kaffee“ und Vorentscheid-Songs wie „Optimist (Ha Ha Ha)“ und „Frozen Silence“ begeistern konnte.
Die Rahmenhandlung: Ein altes Ehepaar begibt sich auf eine Schiffsreise und muss sich nicht nur in Sachen Liebe auf eine Abenteuerreise wagen, bei der natürlich ein Eisberg nicht fehlen darf.
„Bandido“ (Azúcar Moreno, Spanien 1990)

Ein Banger nach dem anderen! Clubmitglieder Elisabeth und Jonathan geben den spanischen ESC-Klassiker von 1990 „Bandido“ zum Besten und bringen den Saal zum Toben.
Atvara


Es wurde Zeit für den zweiten Stargast des Abends: Atvara aus Lettland. Ihr verpasster Finaleinzug mit ihrem Song „Ēnā“ hielt die Lettin nicht davon ab, ihr Kölner ESC-Publikum mit einem Acoustic-Set zu unterhalten.
Neben Songs aus ihrem lettischen Repertoire und ihrem eigenen ESC-Beitrag lieferte die charmante Künstlerin ihrem Publikum unter anderem auch „The War Is Not Over“ (Lettland 2005), „Fly On The Wings Of Love“ (Dänemark, 2000), „Tattoo“ (Schweden, 2023) und den international erfolgreichen ESC-Hit „Snap“ (Armenien, 2022).
Über die Brücke geh’n
Emotional wurde es, als das Video der EBU zum 70-jährigen ESC-Jubiläum zu „Über die Brücke geh’n“ gezeigt wurde und Bernd Ochs vorlas, wie Ingrid Peters reagierte, als Präsident Michael Sonneck ihr das Video weiterleitete:
Was für ein Kompliment, dieses Lied auszuwählen, eine solch gigantische Zusammenfassung von 70 Jahren ESC zu unterlegen. Genau, du hast es geschrieben, Gänsehaut!
Es ist schwer zu fassen, dass es immer noch Menschen gibt, die diese so wichtige Message im Herzen tragen und wieder ausgraben. Ein ganz großes Dankeschön, an den Menschen, der diese Idee hatte! Wenn man bewusst aus diesem Beruf ausgestiegen ist, geht man davon aus, dass die Menschen schnell vergessen und dann kommt sowas! Das löst plötzlich und unerwartet ein ziemlich großes Gefühlsdurcheinander aus: Freude, Glück, Stolz, aber auch Verwirrung: Mein Lied! Wieso meines? Ich war doch nur 8te?
Gedanklich eine Reise durch die Vergangenheit, alles nochmal intensiv und hautnah erinnern, was schon fast vergessen war. Dann las ich einen großen Teil der Kommentare und dachte an ihn. Was wäre Hänschen Blum stolz und glücklich, wenn er das noch hätte erleben können. Ich vermisse seine regelmäßigen Anrufe sehr! Wir sprachen immer ausgiebig und lange über den Grand Prix!
Deshalb nochmals Danke, danke, danke für das Senden des Links [sic] und an den, der den Film erstellt hat. Es tut gut, zu wissen, dass es in den heutigen, verwirrenden Zeiten noch Menschen gibt, die den tieferen Sinn dieses Textes verstehen.
KEiiNO


Alle im Gloria warteten sehnsüchtig auf die Partystimmung, die der dritte „Headliner“ des Abends, KEiiNO aus Norwegen, in den Saal bringen sollte. Und sie enttäuschten niemanden!
Ihre Beiträge beim Melodi Grand Prix „Monument“ (2021) und „Damdiggida“ (2024) sowie ihr ikonischer ESC-Beitrag „Spirit In The Sky“ von 2019 sorgten für Euphorie im Kölner Gloria.
Sowohl ihre Songs „Midnight Gloria“, „Freya“ und „DiSCO“ als auch die Coverversion „Gimme Gimme Gimme (a man after midnight)“ von ABBA und die exklusive Premiere von „You Raise Me Up“ (im Original von Josh Groban) sorgten für zusätzliche Stimmung.
Abschied mit Feuer
Der Abschluss des offiziellen Rahmenprogramms war, wie schon in den vergangenen Jahren, ein gemeinsamer gesanglicher Ausklang mit dem deutschen ESC-Beitrag des Jahres. Mit einem kollektiven „Fire“ und allen Beteiligten auf der Bühne verabschiedete sich der Vorstand von den Gästen und lud zum nächsten Clubtreffen im kommenden Jahr ein (Aufmacherbild). Wir sehen uns wieder – am Samstag, dem 13. November 2027, im Kölner Gloria!

Nach dem Bühnenprogramm wurden die Stühle zur Seite geschoben, um Platz für die Tanzfläche und die Aftershow-Party zu schaffen. DJ Ohrmeister legte eine Mischung aus modernen ESC-Klassikern, aktuellen Beiträgen und Vorentscheidungstiteln aus verschiedenen ESC-Ländern auf. Das sorgte für einen gelungenen musikalischen Ausklang und bisweilen auch für fröhliches Rätselraten darüber, zu welchem Vorentscheidungssong gerade getanzt wurde.
Wie angekündigt, endete die Party pünktlich um 3 Uhr. Damit ging ein magischer ESC-Tag zu Ende, und die verbliebenen Gäste verabschiedeten sich in die Kölner Nacht.
Weitere Anekdoten des Abends
- Das Clubtreffen startete schon am Freitag mit einer Preparty in der Iron Cocktail Lounge, wo DJ Douze Points schon für Stimmung sorgte.
- Vorstellung des neuen ESC-Buchs „ESC – Das kleinste Buch zum größten Musikereignis“ von Lukas Heinser.
- Blogger JD & Marcel konnten als Team „JD esckompakt“ beim ESC-Quiz des Abends den 5. Platz erreichen und Bloggerin Berenike wurde gleich zweimal im Laufe des Abends von Moderator Bernd Ochs als zweitwichtigste Frau in der deutschen ESC-Bubble nach Barbara Schöneberger geehrt.
- Während Remo Forrer sich durchaus vorstellen könnte, zeitnah noch einmal für die Schweiz zum ESC zu fahren, wollen sich KEiiNO zunächst auf ihre Tour konzentrieren und vorerst keine Songs für den norwegischen Vorentscheid einreichen.

Was sagst Du zum Rahmenprogramm des Abends? Warst Du schon mal auf einem ECG-Clubtreffen oder planst Du beim nächsten Treffen am 13.11.2027 dabei zu sein? Schreib es uns in den Kommentaren!
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Einfach toll, was EC Germany da auf die Beine gestellt hat! Ser Autor des Buches heißt Lukas Heinser, lieber Jonas!
„Bloggerin Berenike wurde gleich zweimal im Laufe des Abends von Moderator Bernd Ochs als zweitwichtigste Frau in der deutschen ESC-Bubble nach Barbara Schöneberger geehrt.“
Völlig zurecht! 💪
😘
Was für ein tolles Kompliment für Berenike 😀
@JD: du erwähnst eine Tour von KEiiNO. Gibt es dazu mehr Informationen? Auf ihrer Webseite kann ich leider nichts finden.
Für das OGAE Clubtreffen im Januar ist übrigens Hera Björk bereits bestätigt