Eurovision Weekend 2026: Das sind alle Acts und ihre Beiträge für den FanVision Contest in München

Die Teilnehmer*innen des FanVision Contest 2026 – Collage: OGAE Germany

Die Spannung steigt: In weniger als zwei Wochen findet in München das diesjährige Eurovision Weekend statt. Neben den Auftritten der Stargäste – Bianca Shomburg, Klemen und Lindsay Dracass – wird der FanVision Contest das Highlight werden. Der ausrichtende Fanclub OGAE Germany hat in den letzten Tagen alle 16 Acts für den Wettbewerb präsentiert. Wir stellen sie Euch hier gebündelt vor.

Das Eurovision Weekend mit dem FanVision Contest ist seit vielen Jahren das Wasserloch für ESC-Fans aus ganz Europa in der dürren Off-Season. Immer Mitte Juli kommen sie das erste Mal nach dem ESC im Mai wieder zusammen – zum Quatschen, Feiern und Voten. Denn was wäre ein ESC-Treffen ohne einen anständigen Song-Contest, bei dem man selbst auch mit abstimmen kann?! Eben.

In diesem Jahr wagen sich insgesamt 14 Acts auf die Bühne und präsentieren einen ESC-Song oder einen Beitrag aus einem nationalen Vorentscheid. Die Künstler*innen werden dabei von ihren jeweiligen Fanclubs entsandt. Daher ist Deutschland auch gleich mit zwei Acts dabei: Flo für den gastgebenden OGAE Germany und Elisabeth & Jonatan für den EC Germany.

Das Eurovision Weekend 2026, in das der FanVision Contest eingebettet ist, beginnt übrigens bereits am Freitag, den 17. Juli mit einem touristischen Programm im Olympiapark! Am Abend desselben Tages wird in der früheren Fanclubtreffen-Location Wirtshaus im Isartal geplaudert, gegessen und gefeiert.

Etwas kryptisch klingt noch der Programmpunkt am Samstag von 12:00 bis 15:00 Uhr: „Überraschungsprogramm“ mit Treffpunkt an der Trambahn-Haltestelle Ostbahnhof (Orleansplatz). Was mag das wohl sein? Ist der Treffpunkt selbst womöglich schon ein Hinweis?

Fest steht, dass alle Teilnehmer*innen am Überraschungsprogramm rechtzeitig um 19 Uhr bei der FanVision-Gala, den Starauftritten und zur Party im Saal X des Gasteig-HP8 (Hans-Preißinger-Straße 8) sein können und sollten, um nichts zu verpassen. Hierfür braucht Ihr ein Ticket, das hier erworben werden kann.

Hier die 14 Acts für den FanVision Contest 2026 (in alphabetischer Reihenfolge der englischen Ländernamen):

ÖSTERREICH – MARIO – „Playing with Numbers“ (Irland, ESC 2015)

Der selbsternannte Songcontest-Professor Mario (Autor dieses Gastbeitrags auf ESC kompakt) ist wieder bei FANvision am Start – als echtes Urgestein unseres Wettbewerbs kennt er den Eurovision Song Contest wie kaum ein anderer. Dieses Mal vertritt er sein Heimatland Österreich mit der irischen Ballade „Playing with Numbers“ von Molly Sterling aus dem ESC-Jahr 2015 und beweist damit einmal mehr sein Gespür für die verborgenen Perlen der Eurovision-Geschichte.

BELGIEN – JAN – „Spaceman“ (Vereinigtes Königreich, ESC 2022)

Belgien kehrt nach langer Zeit wieder zum FANvision zurück! Für Jan war Musik schon immer ein wichtiger Teil seines Lebens. Bei FANvision wird er eine sehr persönliche Version von „Spaceman“ von Sam Ryder vortragen – der Hymne, mit der das Vereinigte Königreich 2022 die Herzen Europas zurückeroberte. 

DÄNEMARK – IBEN – „Vi Maler Byen Rød“ (Dänemark, ESC 1989)

Iben Sørensen kommt aus Gentofte in Dänemark und kann sich derzeit zu 100 % auf die Musik konzentrieren – etwas, das schon immer ein zentraler Teil ihres Lebens war. Als Künstlerin schreibt sie eigene Songs in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen und liebt es, durch ihre Musik Geschichten zu erzählen und Emotionen zu vermitteln. Ihre Motivation für FANvision: ihre Musik mit einem begeisterten Publikum zu teilen, Teil einer kreativen Gemeinschaft zu sein und über die Musik neue Verbindungen zu knüpfen. In München präsentiert sie den dänischen Klassiker „Vi Maler Byen Rød“ von Birthe Kjær aus dem Jahr 1989 – gute Laune garantiert!

EC GERMANY – ELISABETH & JONATAN – „Bandido“ (Spanien, ESC 1990)

Elisabeth und Jonatan haben sich beim FANvision 2024 kennengelernt und sind im letzten Jahr noch gegeneinander angetreten – im Oktober entstand dann die Idee, gemeinsam aufzutreten. Elisabeth Sutrich, geboren und wohnhaft in Wien, führt ihren eigenen Friseursalon und lebt ihre Kreativität nicht nur am Frisierstuhl aus: Sie liebt es, die Bühne zu erobern und mit Freunden aus vollem Herzen zu singen. Jonatan Pérez Esquinas stammt aus Alicante in Spanien, lebt seit zehn Jahren in Hamburg und arbeitet als Krankenpfleger. Für ihn bedeutet Musik Freiheit, einen sicheren Raum und die Möglichkeit, sich auszudrücken. Beide beschreiben sich als emotionale, leidenschaftliche Menschen mit jeder Menge positiver Energie. Gemeinsam bringen sie „Bandido“ von Azúcar Moreno (Spanien 1990) auf die Bühne.

OGAE GERMANY – FLO – Gastgeber

Flo gewann den Vorentscheid beim OGAE-Germany-Clubtreffen im Januar und vertritt den Gastgeber mit „Coming Home“. Der 27-jährige Rechtsreferendar lebt in Göttingen und verlor sein Herz an den Eurovision Song Contest im Jahr 2010, als Lena für Deutschland gewann. Heute ist Eurovision für ihn wie eine zweite Familie mit Freunden aus ganz Europa – seine bessere Hälfte hat er sogar bei einem früheren Eurovision Weekend kennen und lieben gelernt. Schon als Kind liebte er das Singen und träumte davon, eines Tages auf einer großen Bühne zu stehen. In München wird dieser Traum wahr.

ISRAEL – ROEI – „Milim“ (Israel, ESC 2010)

Roei aus Israel ist tagsüber Technologiemanager – und im Herzen ein wahrer Eurovision-Fan. Singen ist für ihn bislang ein heimliches Vergnügen, meistens im Auto: er selbst als einziges Publikum, null Beschwerden. Sein Motto: Lebe dein Leben auf deine Weise – und mach es zu einem glücklichen. In München wagt er nun den Schritt aus der Komfortzone auf die große Bühne und präsentiert „Milim“ von Harel Skaat, Israels gefühlvollen Beitrag aus dem Jahr 2010.

ITALIEN – FEDERICO – „Soldi“ (Italien, ESC 2019)

Federico lebt in Este in der Provinz Padua. Den Eurovision Song Contest entdeckte er 2010 über ein Online-Forum, in dem ein Wettbewerb mit allen Siegertiteln von 1956 bis 2010 lief – und er verliebte sich sofort in die Idee eines riesigen Musikevents, das so viele Menschen vereint. Seit 2011 verfolgt er den ESC Jahr für Jahr, und 2018 entdeckte er durch Zufall OGAE Italy – gerade rechtzeitig, um sich für das Herbsttreffen anzumelden. Für München hat er „Soldi“ von Mahmood gewählt: den italienischen Beitrag aus dem ersten ESC-Jahr, das er als OGAE-Mitglied erlebte.

LUXEMBURG – HLIB – „Catharticus“ (Ukraine, Vidbir 2026)

Hlib ist 23 Jahre alt, stammt aus der Ukraine und lebt derzeit in München. Musik war für ihn schon immer der Weg, Emotionen auszudrücken, Geschichten zu erzählen und mit Menschen in Verbindung zu treten. Beim FANvision 2026 vertritt er unter seinem Bühnenamen Vankhud OGAE Luxembourg mit „Catharticus“ von Jerry Heil aus dem ukrainischen Vorentscheid Vidbir 2026 – einem atmosphärischen und kraftvollen Song über Hoffnung, Selbstfindung und das Licht in schwierigen Zeiten. Mit seinem Auftritt möchte Hlib eine emotionale Verbindung zum Publikum schaffen und eine Botschaft teilen, die von Herz zu Herz spricht.

MALTA – GAIA – „Voices“ (Schweden, ESC 2021)

Gaia Gambuzza hat schon einiges an Erfolgen aufzuweisen: Sie hat Malta bereits beim Junior Eurovision Song Contest vertreten und dort wertvolle Bühnenerfahrung auf internationalem Parkett gesammelt. Jetzt hofft die junge Sängerin auf einen weiteren Erfolg in München – mit „Voices“ von Tusse, dem schwedischen Beitrag aus dem Jahr 2021.

POLEN – UNITED BY GYROS – „Alcohol Is Free“ (Griechenland, ESC 2013)

Drei Freunde, drei Nationen: United by Gyros ist ein internationales Eurovision-Trio, das sich über OGAE gefunden hat – Cezary aus Polen, Sabi aus Ungarn und Zhenia aus Belarus. Mittlerweile leben alle drei in Polen. Was als gemeinsame Liebe zum Eurovision Song Contest begann, wurde schnell zu einer Freundschaft, die auf griechischem Essen, Eurovision-Partys, chaotischer Energie und einem ganz speziellen Humor beruht. Irgendwo zwischen Draniki, Pierogi und Gulasch landeten ihre Herzen schließlich in einer griechischen Taverne. Mit dem Partykracher „Alcohol Is Free“ gewannen sie den polnischen Vorentscheid. United by Music? Vielleicht. United by Gyros? Definitiv!

SLOWAKEI – LUDQO – „C’est la vie“ (Niederlande, ESC 2025)

Ludqo vertritt die Slowakei mit einer französischen Seele: Fast 20 Jahre lebt der Franzose in seiner Wahlheimat, der Slowakei, die ihn tief geprägt hat und beide Kulturen voller Stolz verbindet. Zu FANvision bringt er Leidenschaft, Kreativität und eine tiefe Liebe zum Eurovision Song Contest mit. Für ihn ist Musik die Brücke, die Menschen über Grenzen hinweg verbindet. Als leidenschaftlicher Fan feiert er Vielfalt, Energie und Zusammenhalt – mit einer Perspektive, die von seinen Wurzeln ebenso inspiriert ist wie von seinem europäischen Geist.

SLOWENIEN – JAKOB – „Samo Ljubezen“ (Slowenien, ESC 2002)

Als kleiner Junge spürte Jakob zum ersten Mal den Eurovision-Funken, als er 1996 Regina Kogoj für Slowenien auf der ESC-Bühne sah. Im Jahr darauf gewann er mit ihrem Song einen Karaoke-Wettbewerb in der Schule – und irgendwie fand Eurovision immer wieder den Weg zurück zu ihm. Was vor dem Fernsehbildschirm begann, führte ihn über die Jahre auch hinter die Kulissen: als Tänzer, Journalist, Choreograf und Freund zahlreicher ESC-Künstler, die er unterstützt hat. Nun betritt er selbst die FANvision-Bühne, vertritt mit Stolz Slowenien und lebt ein kleines Stück seines eigenen Eurovision-Traums: Gemeinsam mit seinem Freund präsentiert er „Samo Ljubezen“ von Sestre aus dem Jahr 2002.

SCHWEIZ – DANIEL – „Voyage“ (Schweiz, ESC 2025)

Daniel Amard hat die große Ehre, als mehrsprachiger Franzose, der in vielen Ländern gelebt hat – Frankreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Deutschland –, das mehrsprachige Land Schweiz zu vertreten. Seine Freunde sagen oft, er sei als Eurovision-Fan geboren: Die frühe Entdeckung des Contests öffnete sein Herz für andere Kulturen und seine Ohren für viele Sprachen. Der ESC inspirierte ihn sogar dazu, Gesangsunterricht zu nehmen – sein Repertoire umfasst mittlerweile zahlreiche Eurovision-Songs in verschiedenen Sprachen. In München nimmt uns der Weltbürger mit auf eine melancholische Reise: Er singt „Voyage“ von Zoë Më, seinen Lieblingssong des Jahrgangs 2025. Dass die Jury das Lied hoch bewertete, freute ihn sehr – umso enttäuschender war das Televoting-Ergebnis. In München will er das nun höchstpersönlich geraderücken. Singen in seiner Muttersprache hilft ihm, tiefere Emotionen zum Ausdruck zu bringen.

UKRAINE – ROMAN – „Air“ (Schweden, Melodifestivalen 2023)

Roman lebt zurzeit in Polen und ist ein leidenschaftlicher Sänger und Tänzer. Bei FANvision präsentiert er „Air“ von Marcus & Martinus aus dem schwedischen Melodifestivalen 2023 – Energie und Bühnenpräsenz sind damit garantiert!

Bist Du noch unentschlossen, ob Du zum Eurovision Weekend mit dem FanVision Contest nach München kommst, oder hast Du schon ein Ticket? Und was glaubst Du, verbirgt sich hinter dem Punkt „Überraschungsprogramm“ am Samstagnachmittag? Schreib es uns in die Kommentare!

In diesem Post findest Du alle Informationen zu dem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Angebot in München! Während der Eintritt am Freitagabend frei ist, brauchst Du für den Samstag ein Ticket, was Du hier kaufen kannst.



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5 Comments
4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
1 Stunde zuvor

Das Eurovision Weekend ist an dem WE nur eine Randerscheinung in der Region, aber man könnte eine kurze Stippvisite dahin gut mit einem Besuch beim gleichzeitig in der Wolpertinger-Metropole Kaufbeuren tobenden Tänzelfest verbinden. Ich bin sicher nicht der einzige, der das empfiehlt.
Hier ist übrigens das – deutlich ausführlichere – Programm dazu:
https://www.taenzelfest.de/festprogramm

Timo1986
Timo1986
1 Stunde zuvor

Von meinem Fratello hätte ich aber wirklich ein schwärmerisches Posting über den Feger aus Israel Roei erwartet. 😀

Matty
Matty
1 Stunde zuvor

Ich bin mal gespannt, wer am Ende den Wettbewerb gewinnt.

sam1
sam1
1 Stunde zuvor

OT:

Die Serenade am Wertachstrand soll trotz heftigen Gewitter stattfinden

Sie spinnen. Das ist das einzige was mir dazu einfällt. Wir haben derzeit ein heftiges Gewitter bei uns in Kaufbeuren und trotzdem wollen die Veranstalter diese Serenade nicht absagen. Sie spekulieren darauf, dass es bald aufhört. Eine Absage soll wenn dann kurz davor getroffen werden. Was für ein Schwachsinn. Dort ist ja dann alles nass und da kann so viel passieren. Sie jagen uns also nun dahin, nur um dann evtl. diese Serenade abzusagen. Eigentlich soll diese Serenade um 20:30 Uhr stattfinden, aber ohne mich. Bei diesem Zirkus mache ich sicher nicht mit. Es ist ja der erste Programmpunkt vom Tänzelfest 2026. Die Offizielle Eröffnung findet aber erst am kommenden Donnerstag statt.

elkracho
Mitglied
elkracho
1 Stunde zuvor
Reply to  sam1

Wahrscheinlich die richtige Entscheidung.
„The show must go on“, denn das Gewitter zieht ja weiter.

Kachelmannwetter.com