„Die Entscheidung ist getroffen“ – ESC-Direktor Martin Green äußert sich zu Israels Teilnahme 2027 und gibt Einblicke in die Zukunft

Martin Green – Collage von ESC kompakt – Bilder: EBU; Instagram @ebu_hq

Das letzte Wort zur israelischen Teilnahme am Eurovision Song Contest ist gesprochen. So kann man die Worte von ESC-Direktor Martin Green gegenüber dem Magazin Variety verstehen. KAN, der israelische Sender, wird weiterhin einen Act zum Eurovision Song Contest und damit auch zum Wettbewerb 2027 in Bulgarien schicken.

Momentan ist viel los in der ESC-Welt: Gestern wurde bekannt, dass Kanada beim nächsten Contest starten wird. Damit stellen sich (und anscheinend auch Variety) verschiedene Fragen zu den teilnehmenden Ländern beim Eurovision Song Contest. Sogar die Tagesschau berichtete auf Instagram über den ESC-Neuzugang. Wichtige Zeiten also und damit auch wichtige Fragen und Antworten an und von Martin Green.

Zu Israel sagt Green gegenüber Variety: „Nein. Diese Entscheidung ist getroffen.“ Das sind seine klaren Worte auf die Frage, ob es noch einmal zu einer Abstimmung über die israelische ESC-Teilnahme kommen könnte. Weiter sagt er:

„Die Mitglieder haben sich eindeutig ausgesprochen. Fast 70 Prozent waren der Ansicht, dass öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten nicht für das Handeln ihrer jeweiligen Regierungen verantwortlich gemacht werden können. Deshalb darf der israelische Sender KAN weiterhin am Wettbewerb teilnehmen.“

Dabei bezieht sich das Interview auch auf die Veröffentlichungen der New York Times, nach denen Israel das Voting beeinflusst haben soll. Martin Green räumt diesbezüglich alle Bedenken aus dem Weg: „Unsere Abstimmung ist fair, korrekt und überprüft.“ Damit bleibt Israel beim ESC. Ob es deshalb zu neuen Boykotten kommt? Immerhin blieben Island, Spanien, die Niederlande, Irland und Slowenien dem ESC 2026 in Wien fern – aus ebendiesem Grund. Green weiß von keinen weiteren, geplanten Boykotten, möchte aber auch nicht über mögliche Rückkehrer sprechen:

„Selbst wenn wir das wüssten, würden wir es nicht öffentlich sagen. Das ist die Geschichte der jeweiligen Länder, und ich würde niemals in ihrem Namen sprechen.“

Die absolute Zuschauerzahl des ESC war in diesem Jahr geringer als in den Vorjahren. Hatte das finanzielle Auswirkungen? Und soll Kanada dieses Finanzloch stopfen? Das behaupten übrigens auch viele (pardon my French) „Laien“ in den Tagesschau-Kommentaren. Martin Green entwarnt und schwört auf den stabilen ESC-Mechanismus. Es ist also auch finanziell alles im Lot.

Kanada ist nicht das einzige Land, über das zuletzt vermehrt im Zusammenhang mit einer ESC-Teilnahme gesprochen wurde. Könnten auch Ungarn (immerhin gab es da einen politischen Umschwung) oder sogar die Türkei zurückkehren? Martin Green gibt sich optimistisch und lässt verlauten:

„Im vergangenen Jahr hatten wir 35 Teilnehmerländer, und ich rechne damit, dass es im kommenden Jahr sogar noch mehr sein werden. Wie jeder sehen kann, entsteht daraus eine fantastische Show. Unsere Türen bleiben offen.“

Bleiben die Türen auch für weitere Länder außerhalb des geografischen Europas offen? Immerhin heißt es Eurovision und nicht European (oder sogar European Union). Insofern spielen geografische Grenzen beim ESC keine Rolle. Martin Greens Antwort auf diese Frage ist (bewusst) vage und anscheinend nicht ganz in seine Zuständigkeit zu fallen. Das Thema sind nämlich die USA. Dazu Martin Green:

„Darüber kann ich im Detail nichts sagen, weil ich nicht für den Bereich Mitgliederangelegenheiten zuständig bin. Was ich aber sagen kann: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk befindet sich weltweit in einer schwierigen Lage. Deshalb erkennen immer mehr Rundfunkanstalten den Wert einer Zusammenarbeit und einer gemeinsamen, stärkeren Stimme.“

Eigentlich sagt der ESC-Direktor also ganz viel, während er gleichzeitig gar nichts sagt: Anscheinend haben weitere Länder Interesse, die ESC-Türen stehen offen und weitere Boykotte wurden Martin Green zumindest bislang nicht mitgeteilt. Wobei natürlich die Frage ist, ob der Direktor überhaupt der Gesprächspartner Nummer eins für solche Entscheidungen wäre. Im Herbst wissen wir (und Martin Green) mehr:

„Jedes Jahr im September endet die Anmeldefrist, bis zu der die Länder mitteilen müssen, ob sie teilnehmen möchten. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe. […] Erst im Oktober steht endgültig fest, welche Länder im folgenden Jahr tatsächlich dabei sein werden.“

Übrigens fällt insgesamt etwas im Wording des ESC-Direktors auf: Immer wieder verwendet er das Wort „Brand“, also Marke. Dabei ist natürlich auch von Untermarken wie dem Junior ESC oder Eurovision Asia die Rede, aber eben auch davon, dass die Marke Eurovision weltweit zu den bekanntesten überhaupt gehört („auf einer Stufe mit den Olympischen Spielen oder den Oscars“). Spannend. Das klingt strategisch. Wenn Martin Green von „Eurovision als Marke“ spricht, meint er also nicht nur den eigentlichen Liederwettbewerb, sondern das gesamte internationale Produkt und seine Identität, ähnlich wie man von den Olympischen Spielen oder der FIFA als Marken spricht. Das könnte den USA durchaus gefallen.

Wie nimmst Du die Äußerungen von Martin Green wahr? Ist bezüglich Israel wirklich das letzte Wort gesprochen? Was ändert sich vielleicht noch im Teilnehmerfeld für Bulgarien 2027? Lass uns Deine Vermutungen gerne in den Kommentaren wissen!



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69 Comments
Matty
Matty
3 Monate zuvor

Damit ist alles gesagt! Israel ist ein fester Bestandteil der Eurovisionsfamilie! Mit Kanada gibt es einen Debütanten und mit Nordmazedonien einen Rückkehrer, bei dem es bereits sicher ist.

Zum ESC dürfen auch gerne Slowakei, Ungarn, Niederlande, Slowenien sowie Island zurückkehren. Auf der anderen Seite ist es für Spanien und Irland an der Zeit, eine längere Pause vom ESC zu machen und eine Rückkehr der Türkei ist nach den derzeit gegebenen Umständen utopisch.

Last edited 3 Monate zuvor by Matty
Oltomm
Oltomm
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Sagt sich immer leicht, wenn das gesagt wird, was man hören will

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Auf die Slowakei kann ich mit dieser Regierung gerne verzichten.

Aaronzrh
Aaronzrh
3 Monate zuvor

Ich nicht. Welche Regierung an der Macht ist soll für eine ESC Teilnahme keine Rolle spielen

Sash
Sash
3 Monate zuvor

🇳🇱 AVROTROS hat NU.nl mitgeteilt, dass es seine Entscheidung über die Teilnahme der Niederlande am ESC 2027 spätestens Anfang September bekannt geben wird.

„Die Teilnahme Kanadas hat daran nichts geändert“.

https://myprivacy.dpgmedia.nl/consent?siteKey=ucf98legs1caotgh&callbackUrl=https%3A%2F%2Fwww.nu.nl%2Fprivacy-gate%2Faccept%3FredirectUri%3D%252Fsongfestival%252F6401658%252Favrotros-beslist-uiterlijk-begin-september-over-deelname-songfestival.html&isLoggedIn=false

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor
Reply to  Sash
Geri
Geri
3 Monate zuvor

Ich glaube nicht, dass Spanien und Slowenien zurückkehren werden.

Timo1986
Timo1986
3 Monate zuvor
Reply to  Geri

Spanien wird (hoffentlich) nächstes Jahr beim ESC in Bulgarien teilnehmen. 😀

Ich glaube hingegen vielmehr, dass Spanien nicht beim Fußball-WM-Achtelfinale teilnimmt, sondern Österreich. 😀

Viel Glück der ÖFB-Elf nachher ! 😀

Geri
Geri
3 Monate zuvor
Reply to  Timo1986

Owe realistisch ist es nicht.
Zuerst den amtierenden Weltmeister und jetzt den Europameister!
Meine Hoffnung ist zuerst unentschieden
und dann auf die Stärke unseres Tormanns vertrauen.

Timo1986
Timo1986
3 Monate zuvor
Reply to  Geri

Ich glaube genauso wie du, dass die ÖFB-Elf über das Elfmeterschießen ins Achtelfinale einzieht. 😀

Aber das ist am Ende doch egal. 😀

Achtelfinale ist Achtelfinale. 😀

Tim S.
Tim S.
3 Monate zuvor
Reply to  Geri

Ich auch nicht. Und dabei sind das zwei europäische Staaten…

Bosch
Bosch
3 Monate zuvor

Schade, dass es Israel einfach nicht kapiert und sich freiwillig zurückzieht.
Man kann den ESC einfach nicht mehr gespannt genießen, weil man immer Angst hat, sie könnten gewinnen und damit den Wettbewerb zerstören.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor
Reply to  Bosch

Kann man, die Frage ist ob man es will. 🤷🏻‍♂️

Matty
Matty
3 Monate zuvor
Reply to  Bosch

Den ESC kann man immer genießen, wenn die spanischen ESC-Hooligans nicht dabei sind!

Frank
Frank
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Gottseidank hat den Kommentar hier niemand befürwortet!!!!!!!!!

dunefan5000
dunefan5000
3 Monate zuvor
Reply to  Frank

Spanien kann gerne wieder zurückkehren wenn es seine faschistische und antisemtische Haltung gegenüber Israel aufgibt.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  dunefan5000

Die spanische Regierung ist alles andere als faschistisch (im Gegensatz zu Teilen der Opposition). Das generelle Israel-Bashing teile ich aber dennoch nicht.

Auf der anderen Seite ist zu hoffen, daß endlich dieser Verbrecher Netanjahu abgewählt wird. Vielleicht ist da die Stimmung im Herbst ganz anders….

Tobiz
Mitglied
Tobiz
3 Monate zuvor
Reply to  Bosch

Das. Wenn ich den ESC mag, aber sehe, was meine Teilnahme anrichtet, würde ich als ach so regierungskritischer Sender mir ein paar Fragen stellen.

ag9
ag9
3 Monate zuvor

Ich finde es weiterhin falsch, dass Israel teilnimmt. Die Gründe muss ich nicht alle wiederholen.
Und vielen Kritikern meiner Worte zum Trotz: niemand hätte gesagt, dass Sarah Engels die ARD vertreten hat!

ag9
ag9
3 Monate zuvor
Reply to  ag9

Und sie ist auch nicht mit einer ARD-Flagge angetreten.

roxy
roxy
3 Monate zuvor
Reply to  ag9

Na sowas! Niemand hat deine Worte kritisiert! Was nun?

ag9
ag9
3 Monate zuvor
Reply to  roxy

Dann will ich natürlich auch nicht meckern!

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  ag9

Ich finde es richtig, daß Israel teilnimmt. Daß Netanjahu ein Verbrecher ist, hat nunmal nichts mit dem ESC zu tun. Ich kann da zum Glück ganz klar unterscheiden.

Marko +++
Marko +++
3 Monate zuvor

Wie nimmst Du die Äußerungen von Martin Green wahr?

Guter Verkäufer.

Ist bezüglich Israel wirklich das letzte Wort gesprochen?

So lange das Land sich im Krieg bzw kollektive Psychose befindet, wird diese Diskussion andauern.

Anmey
Anmey
3 Monate zuvor

Zu dem Thema ist ja schon alles gesagt. Daher ein kleines OT (insbesondere für den Blogchef 😉 ):

Molly Sue ist heute im Rahmen der ARD-Präsentation beim Screenforce Festival aufgetreten – mit Sandmalerin(!)

https://www.dwdl.de/screenforce/107034/das_screenforce_festival_2026_im_dwdlticker/#tickerid-1244

Andi
Andi
3 Monate zuvor

Martin Green ist ein Scherzbold wenn er sagt „Im vergangenen Jahr hatten wir 35 Teilnehmerländer, und ich rechne damit, dass es im kommenden Jahr sogar noch mehr sein werden“. Na das hoffe ich doch, dass es wieder (deutlich) mehr als 35 Länder sein werden.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Andi

Na ja, mehr als 40 müssen echt auch nicht sein. Sorry, das ist mir einfach zuviel.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor

Zudem sind nach heutigem Stand mit dem Rückkehrer Nordmazedonien und dem Debütanten Kanada 37 Länder dabei – es hat noch keiner von den diesjährigen Teilnehmenden abgesagt.

Problematisch könnte es werden, falls tatsächlich Kosovo teilnehmen sollte. Dann wäre nämlich Serbien raus.

funtasticc*
Mitglied
funtasticc*
3 Monate zuvor

Jetzt ist schon zum zweiten Mal das Wort USA gefallen. 😱

Andi
Andi
3 Monate zuvor

Wenn finanziell alles im Lot ist, wie Green sagt, dann frage ich mich, warum Länder wegen ihren Finanzen nicht am ESC teilnehmen können. Was schon öfters passiert ist. Ich denke hier ist die EBU gefordert, dass jedes Land teilnehmen kann und die Teilnahme nicht an der Teilnahmegebühr scheitert.

4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
3 Monate zuvor
Reply to  Andi

Das Problem ist glaube ich noch nicht mal umbedingt die Teilnahmegebühr, sondern die Reise-, Hotel- etc. Kosten für die ganze Delegation. Wir erinnern uns, dass der NDR da letztens mal nen ganzen Bus voller Leute ankarrte.

Gaby L
Gaby L
3 Monate zuvor

Mutig, dass Ihr die Kommentarfunktion freigebt. Ich hoffe, die Diskussion läuft sachlich und friedlich ab. Finde es eine gute Entscheidung, dass Israel weiter teilnehmen darf. 👍

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Gut geschriebener Artikel, keine ausufernde Dramatisierung oder Glaskugel zu den Aussagen Martin Greens. 👍

4porcelli - 🦦🏊➡️
4porcelli - 🦦🏊➡️
3 Monate zuvor
Reply to  Jorge

Wundersamerweise auch nicht die üblich hysterischen Kommentare von beiden Seiten.

Jorge
Jorge
3 Monate zuvor

Das eine führt zum anderen. Wenn Überschriften (und Aussagen Greens) Ausrufezeichen und keine Fragestellung beinhalten.

ESC1994
ESC1994
3 Monate zuvor

Beschreie es bitte nicht!!

Und?? Schon einen neuen WM-Crush gefunden?? 😉

LK1703
LK1703
3 Monate zuvor

Freue mich jetzt schon auf 2027, wird sicher richtig gut in Bulgarien 🙂

LK1703
LK1703
3 Monate zuvor
Reply to  LK1703

Natürlich freut man sich auch über jeden Rückkehrer, aber solche, die die Provokation einfach nicht sein lassen können, dürfen gerne auch weiterhin zuhause bleiben

Festivalknüller
Festivalknüller
3 Monate zuvor

Sehr schön, dass mit der kontinentalübergreifenden Teilnehmererweiterung der ESC auf ein höheres Level gehoben wird und kleingeistigen Boykotteuren der Wind aus den Segeln genommen wird. Wegbleibende Fernaehanstalten sollten sich wirklich nicht als Verlängerungsarm ihrer Regierungen und angespitzten Zuschauerschaft sehen.

Last edited 3 Monate zuvor by Festivalknüller
Tim S.
Tim S.
3 Monate zuvor

Dann werden Belgien und die anderen fünf aus 2026 nicht teilnehmen. Ich kann’s verstehen. Trotzdem werde ich den ESC nächstes Jahr ansehen, sei Israel dabei oder nicht. Aber, wenn ein Friedrich Merz von Boykott spricht, falls Israel NICHT dabei ist. Das ist einfach nur frech und unverschämt! Mich wundert’s kaum, warum er auf dem absteigenden Ast sitzt.

Alki Bernd
3 Monate zuvor
Reply to  Tim S.

Besser, als niemals auf einen Ast raufgekommen zu sein, nicht wahr Tim?

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Tim S.

Friedrich Merz labert viel, wenn der Tag lang ist….

ESCFan2010
ESCFan2010
3 Monate zuvor
Reply to  Tim S.

Sánchez (Ministerpräsident von Spanien) hat sich ebenfalls in die Teilnahme von Spanien eingemischt.

Es sollte einfach von beiden Seiten sich niemand einmischen

cars10
cars10
3 Monate zuvor

Ach wie schön, daß der ESC so unpolitisch bleibt. Dafür soll‘s wohl jetzt global werden, auf Teufel komm raus.

Ich höre die Geldmünzen schon klimpern und das Rauschen der Geldscheine in der Ferne.

ESC goes Fifa goes Olympia…

ESCFan2010
ESCFan2010
3 Monate zuvor
Reply to  cars10

Also die EBU ist nichtmal ansatzweise so schlimm wie die FIFA.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  cars10

Europa und der ganzen Welt jedes Jahr ein abendfüllendes Fernsehereignis zu bieten, kostet eben Geld. Wobei ich trotzdem der Meinung bin, dass man es mal wieder mit etwas Downsizing probieren könnte. Wurde ja zwischendurch immer mal wieder versucht (Verzicht auf LED-Wand etc.), hielt dann aber auch immer nur für ein Jahr an.

Tobiz
Mitglied
Tobiz
3 Monate zuvor

Green scheint ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie zu haben. Weil also einmalig über etwas „abgestimmt“ wurde (wurde es ja nicht einmal, aber das hindert Green offenbar nicht, trotzdem das Gegenteil zu lügen), darf nie wieder darüber abgestimmt werden. Der Bundestag wird ja auch nur einmalig gewählt und dann nie wieder. Und über die Ehe für Alle wurde ja auch nur ein einziges Mal abgestimmt.
Darüber hinaus hat sein Gerede selten etwas mit der Realität zu tun. Für den ESC 2026 sagte er eine Rekordteilnehmerzahl voraus. Und das nach den vielen Boykotten. Jetzt soll die Zeit wieder steigen…ist erstmal nicht unwahrscheinlich, wenn diese bereits am Tiefpunkt liegt, aber ob 35 oder 36 macht den Braten nicht fett.
Der Typ ist absolut unfähig.

Last edited 3 Monate zuvor by Tobiz
Anmey
Anmey
3 Monate zuvor
Reply to  Tobiz

Den Teilnehmerrekord für 2026 hat Roland Weißmann orakelt, nicht Martin Green. Und jemanden für unfähig zu erklären, nur weil er nicht der eigenen Meinung ist, ist jetzt auch nicht die feine Art.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Tobiz

Green scheint ein merkwürdiges Verständnis von Demokratie zu haben. Weil also einmalig über etwas „abgestimmt“ wurde (wurde es ja nicht einmal, aber das hindert Green offenbar nicht, trotzdem das Gegenteil zu lügen), darf nie wieder darüber abgestimmt werden. 

So war das bestimmt nicht gemeint. Aber für eine neue Abstimmung müssten sich erst einmal die Rahmenbedingungen ändern. Und die Situation ist jetzt nicht so viel anders als vor einem Jahr.

Frank
Frank
3 Monate zuvor

So…dank der Teilnahme Israels wird es also im nächsten Jahr eine noch größere Rumpfveranstaltung geben. Ich liebe Israels Beiträge…wenn man mal von der gackernden Netta absieht…aber noch mal: es wäre ein leichtes gewesen, Israel „dezent“ nahezulegen, für eine Zeit auszusetzen. Und nicht noch mehr Länder aufs Spiel setzen, die jetzt wieder nicht teilnehnmen. Und es soll bitte niemand so tun, „als wäre das egal und sollen sie doch schmollen“…Erinnerunmg: 1970 in Amsterdam hatten wir 12 Teilnehmerländer…aus unterschiedlichen Gründen. Das wollen wir bestimmt nicht nochmal, denn: im Vergleich zu damals wird man versuchen, das Finale trotzdem auf über 4 Stunden zu ziehen. Im gruseligsten Fall mit einem 2 Stunden Konzert von JJ oder einem Best-of Johnny Logan, was auch mit vorhandenen 3 Songs nicht unendlich dehnbar ist. Böse, aber auch Realität;-)

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Frank

Aha. Und woher die Gewissheit, dass nächstes Jahr noch mehr Länder boykottieren? Gibt es da Quellen zu?

Matty
Matty
3 Monate zuvor

OTBN

Es gibt Neuigkeiten aus Ungarn! Dort gibt es bald den öffentlich rechtlichen Sender MTVA nicht mehr:

https://eurovoix.com/2026/07/03/hungary-hungarian-government-votes-mtva/

Das Gleiche gilt auch für den Duna Media Service. MTVA und Duna Média Service werden durch zwei neue Organisationen ersetzt: Magyar Rádió és Televízió (Ungarisches Radio und Fernsehen) und Magyar Távirati Iroda (Ungarisches Telegrafenbüro).

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Das wurde ja bereits im Wahlkampf angekündigt mit der Option der Gründung eines neuen Senders. Der müßte dann aber auch schnell der EBU beitreten, um für 2027 teilnahmeberechtigt zu sein.

Last edited 3 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Matty
Matty
3 Monate zuvor

Da gehe ich mit Sicherheit von aus.

Rainer Knuth
Rainer Knuth
3 Monate zuvor

Jedes Land was die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt, sollte auf eigenen Wunsch teilnehmen dürfen. Punkt aus Ende.

Je größer die Marke „ESC“ wird, desto teurer wird alles und lässt sich nur aus „Mitgliedsbeiträgen“ nicht mehr finanzieren. Jeder Investor erwartet natürlich für sein Investment eine Gegenleistung und das kann dem Ansehen des ESC insgesamt Schaden, muß es aber nicht!

Hoffe der ESC bleibt eine öffentliche Veranstaltung und wird nicht zum Teil wie der Fußball hinter bezahlmethoden versteckt.

Apollo75
Apollo75
3 Monate zuvor

Die Entscheidung finde ich korrekt
Iseral hat eine gute Musikindustrie
Sie würden im ESC musikalisch fehlen

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor

Der Aussage von Green ist zuzustimmen: Der israelische ESC-Act hat nichts mit der Netanjahu-Regierung zu tun.

Auf eine mögliche Teilnahme der USA kann ich allerdings gerne verzichten (aus mehreren Gründen und gar nicht mal so sehr Trump). Ich glaube eh nicht, daß es dazu kommt und bei mehr als 44 Ländern ist bekanntlich für die EBU Schluß.

Last edited 3 Monate zuvor by Schlippschlapp71
Matty
Matty
3 Monate zuvor

Leider übersehen das die fünf Länder, die den ESC in Wien boykottieren.

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
3 Monate zuvor
Reply to  Matty

Zudem auch einige „Fans“, die immer wieder Stunk machen. Ich frage mich, warum die nicht einfach auch boykottieren .

Matty
Matty
3 Monate zuvor
eurohawk
eurohawk
3 Monate zuvor

Despoten an die Macht! 🤣😅😂

Mimmy
Mimmy
3 Monate zuvor

Empfinde die Entscheidung bezüglich Israel als heuchlerisch, tbh. Okay, man möchte Politik von Kunst trennen. Wo war diese Entscheidung 2022 bei dem Russland-Ukraine-Konflikt? Da nahm man direkt die Axt. Prinzipiell bin ich ja dafür, eine Linie zu fahren – entweder darf kein Land teilnehmen, welches sich in einem Konflikt befindet, oder aber es wird keiner gebannt. So ist es einfach nur lächerlich.

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
3 Monate zuvor
Reply to  Mimmy

Das Problem ist, dass der russische Fernsehsender nicht unabhängig ist, sondern unter der Fuchtel der Regierung steht. Politik und Kunst war deshalb bei Russland nicht zu trennen.

Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
Schlippschlapp71 (Ex-Mariposa)
3 Monate zuvor
Reply to  Porsteinn

Das wurde ja hier schon x-mal gepostet. Anscheinend ist dieser Fakt aber bei einigen noch nicht angekommen oder wird bewußt geleugnet.

Escwarmal
Escwarmal
3 Monate zuvor

Kann dieses argument nicht mehr hören. Was für russland gilt sollte auch für israel gelten aber wir wissen ja alle warum israel als hauptsponsor machen kann was es will. Einfach schön weiterboykottieren – ich steh mit spanien, irland holland und island, die einzigen länder mit grips und ethik.

Matty
Matty
2 Monate zuvor

Hier ein Auftritt von Yuval Raphael bei der Eröffnungsfeier der diesjährigen Makkabiade in Jerusalem:

https://www.instagram.com/reel/DafpxEjsuv9/?igsh=YnM5MDBhY2UxNDJp

Neben der Teilnehmerin am ESC 2025 ist auch Netta Barzilai, die Gewinnerin des ESC von 2018 aufgetreten.

Ingolf Größl
Ingolf Größl
2 Monate zuvor

Ich wünsche mir fuer den ESC GUTE UND ERFOLREICHE JAHRE.. MIT ALLEN NATIONEN DIE DEN WUNSCH HABEN ZUR EUROVISION FAM. DAZU ZU GEHÖREN… ICH FREUE MICH SEID 60JAHREN…JEDES JAHR AUF, S. NEUEAUF DIESE SUPER VERANSTALTUNG.. WEITER SO.. UND LIEBE GRÜßE INGOLF
FORST, DEUTSCHLAND