
Eine Inszenierung ist beim Eurovision Song Contest kein nettes Extra, kein schnödes Beiwerk und nicht nur das Anhängsel eines Liedes. Eine Inszenierung ist nicht nur die B-Note, nicht nur der Schmuck, nicht nur die Dekoration eines Beitrags. Eine Inszenierung kann Augen offenhalten, Menschen bewegen und Ohren öffnen. Inszenierungen sind wirkungsvoll und mächtig.
Nie zuvor – so würde ich behaupten – hat ein Beitrag die Macht einer Inszenierung so eindrucksvoll offenbart wie „Bangaranga“ in diesem Jahr. Mit dem folgenden Text möchte ich im Rahmen unserer Rückblick-Serie „Viva Vienna“ diese Annahme erläutern und untersuchen, warum die Inszenierung von „Bangaranga“ so viele Menschen begeistert hat. Dafür habe ich auch zusammengetragen, was die beiden Choreograf*innen von „Bangaranga“, Keisha von Arnold und Fredrik Benke Rydman, zu ihrer Arbeit sagen.
Es war wohl der kometenhafteste Aufstieg der vergangenen ESC-Geschichte. Anfang März war Dara mit einem 13. Platz in die ESC-Wettquoten eingestiegen. Auch mit voranschreitender Zeit hielt sich die Bulgarin lediglich im vorderen Mittelfeld der Wettquoten auf. Und auch kurz vor dem zweiten Halbfinale schrieben die Buchmacher „Bangaranga“ keine Favoritenrolle zu und sahen den Song lediglich auf einem fünften Platz im zweiten Halbfinale. Am Finalabend zog Dara schließlich überraschend an allen vorbei und gewann den ESC mit einem enormen Abstand zum Zweitplatzierten. Dass kaum jemand Bulgariens Sieg vorausgesagt hat, lag vermutlich an zwei Gründen: Zum einen war nicht damit zu rechnen, dass sich die Jury so sehr von „Bangaranga“ begeistern lässt. Zum anderen war die Inszenierung, mit der Bulgarien schließlich angetreten ist, eine völlig andere als die, die im Vorentscheid präsentiert wurde.
Ich erinnere mich noch ganz genau daran, welche Entwicklung „Bangaranga“ bei mir durchlaufen hat. Nach dem ersten Hören habe ich das Lied zwar als modern wahrgenommen, aber als nichts wirklich Besonderes und als zu einfach gestrickt mit dem sich oft wiederholenden Wort. Als ich dann den ersten 30-sekündigen Probenclip vom letzten Refrain mit dem Tanz und dem lilafarbenen Hintergrund gesehen habe, hat es mich weggepustet und ich habe mich auf den vollständigen Auftritt gefreut. Erwartet habe ich, dass sich der gesamte Auftritt in die Richtung des letzten Refrains bewegen wird – eben eine Dance-Pop-Nummer, die mit einem gut choreografierten Tanz und flackernden Lichtern ein bisschen Stimmung macht.
Dementsprechend groß war dann die Verwirrung, die sich bei mir breit gemacht hat, als ich „Bangaranga“ zum ersten Mal in voller Länge live in der Halle bei der Probe für das Halbfinale gesehen habe. Weil ich sehr weit von der Bühne entfernt saß, konnte ich kaum etwas von den ersten zwei Minuten sehen. Ich weiß nur noch, dass ich irgendwann dachte: „Moment mal…Was ist denn jetzt los? Das ist doch eine Tanznummer… Warum sitzen die denn seit zwei Minuten in einem kleinen Räumchen?“
Die Antwort habe ich einen Tag später bei dem Halbfinale bekommen: Weil jemand eine geniale Idee hatte! Ich habe den Versuch unternommen, diese Idee zu entschlüsseln und habe drei Punkte ausgemacht, die für mich eine große Rolle dabei spielen, dass Bulgarien ganz Europa mit seinem Staging in den Bann gezogen hat:
1. Das Unerwartete
Die schwedischen Kreativdirektor*innen Keisha von Arnold und Fredrik Benke Rydman waren in diesem Jahr für das Staging von Bulgarien verantwortlich. Dem Sveriges Radio erzählten beide nach Bulgariens Sieg, dass es ihr Ziel war, etwas „completely different“ zu kreieren. Und genau das haben sie geschafft. Sie haben bewusst mit den Erwartungen des Publikums gebrochen. Die Inszenierung von Bangaranga hat das Lied gepackt und es aus der Girl-Dance-Pop-Schublade herausgezogen.
Dafür mussten die beiden Inszenator*innen über den Schubladenrand bzw. den Tellerrand hinausschauen. Sie haben sich dagegen entschieden, das Offensichtliche zutun. Offensichtlich ist zum Beispiel Feuer auf die Bühne zu stellen bei einem Lied, das „Fire“ heißt und das dann als Inszenierung zu betiteln. Das kann man natürlich machen, wird aber nicht viel Begeisterung beim Publikum auslösen. Stattdessen, so Rydman, sind die beiden Choreograf*innen ein „Risiko eingegangen“. Sie haben einen klassischen Pop-Song in einem kleinen Raum inszeniert und dabei so gut wie keinen einzigen Lichtwechsel eingebaut.
Das gesamte Setting von „Bangaranga“ sticht nicht nur aus dem ESC 2026 hervor, sondern aus der gesamten ESC-Geschichte. Es ist, als wäre man für drei Minuten in eine völlig neue Welt gezogen worden. Eine unbekannte Welt, die ihre eigenen Ästhetik und ihren eigenen Vibe hat. Neben all den Tänzer*innen, die beim ESC auf nackte Haut setzen, waren die ungewöhnlichen, hoch modernen und coolen Outfits der Tänzer*innen von Dara ein Hingucker.
Neben einer eigenen Kleiderordnung hat die „Bangaranga“-Welt auch ihre eigenen Bewegungen. Die Choreographie ist zu jeder Sekunde von Bewegungen durchzogen, die man so zumindest auf der ESC-Bühne noch nicht gesehen hat. Rydman beschreibt die Inszenierung als „earth-driven“, viel spielt sich nah am Boden ab und erklärt: „We wanted to let the dance be the effect and be the communication with the people.“
Hinzu kommen die Requisiten, die auf den ersten Blick wie Alltagsgegenstände wirken, aber mit kleinen Modifikationen dann doch wieder der unbekannten Welt angehören. So sind die Stühle unten drunter mit Lampen versehen worden und die scheinbar gewönliche Tapete dreht sich während des Auftritts. Einige Fans vermuten, dass auch die Uhr an der Wand mit einer geheimen Botschaft versehen worden ist. Denn die Uhr zeigt die Uhrzeit 01:08 an. Das ist für gewöhnlich die Zeit, zu welcher die Punktevergabe zu Ende ist und der Siegerbeitrag feststeht. Und so war es dann auch. Um kurz nach 1 Uhr stand Dara als Siegerin fest und um 01:08 Uhr hat sie ihren Siegersong noch einmal performt.
2. Drei Minuten voller Hingucker
Schon gleich zu Beginn verlangt die Inszenierung von „Bangaranga“ dem Publikum aktive Aufmerksamkeit ab. Dara steht auf dem Kopf, ihre Tänzer*innen auch, wobei eigentlich nur die Kamera auf dem Kopf steht, Dara aber nicht, ihre Tänzer*innen aber schon… Ja, es ist kompliziert und es muss erst einmal Arbeit im Kopf stattfinden – und zack, hat man das Publikum dazu bekommen, sich in den Beitrag hineinzudenken. Rydman beschreibt das mit den Worten: „It makes people lean forward“.
Dass sich die Menschen während Daras Auftritt nach vorne lehnen, dürfte auch dem geschuldet sein, dass sie gespannt darauf warten, was wohl als nächstes passiert. Denn gleich zu Beginn wird man von Dara mit großen Augen angeschaut und muss sich kurz darauf schon fragen, was in den entstellten Gesichtern der Tänzer*innen los ist. Noch bevor man diese Frage klären konnte, erwecken simple, aber geniale Übergänge der Steadicam den Eindruck einer endlosen, fließenden Bewegung.
Jetzt, wo man mit fragenden Augen auf den Bildschirm starrt, wird man mit viel Energie und wilden Bewegungen vollends in die „Bangaranga“-Welt hineingerissen, wenn die Tänzer*innen sich auf den Stühlen rauf und runter bewegen, als seien sie dem Wahnsinn verfallen. Schließlich reihen sich drei geniale Momente nahtlos aneinander, als Dara ihre Hand über den Kopf des Tänzers hält und sich Kopf und Hand zeitgleich hin und her bewegen. Weiter geht es damit, dass sich alle zusammen wie versteinert umdrehen, um im nächsten Moment Tanz-Moves im Sitzen rauszuhauen, die einem die Sprache verschlagen. Und so geht es weiter und weiter… Ein genialer Move nach dem anderen. So viele Momente der drei Minuten sind eindrucksvoll und bemerkenswert. Sei es der Stuhlkreis, der zum Leben erwacht, der irre Blick des Tänzers mit dem braunen Hemd oder die vor Dynamik explodierende Schlusssequenz.
Zu jeder Sekunde passiert etwas Neues, etwas Unerwartetes. Gespannt wartet man darauf, welche Handbewegung, welche Pose, welcher Blick wohl als nächstes folgt. Fünf Personen sind drei Minuten lang ununterbrochen in Bewegung. Dabei ist nichts vorhersehbar, aber alles folgt einem roten Faden. Und auch wenn es der Titel des Liedes vermuten lassen würde, endet diese extrem dichte Taktung an Eindrücken nicht in einem Chaos. Es gibt kein Requisiten-, Licht- oder Prop-Overload. Die Bühne ist im Grunde leer. Es gibt keine ausladenden Kostüme mit 7.001 Swarovski-Steinen und es gibt keine zu hektischen Posen oder Kamerafahrten. Nichts ist chaotisch und doch ist alles chaotisch. Alles folgt einer klaren Struktur und doch schreit die ganze Inszenierung „CHAOS, AUFRUHR, CRAZINESS!“
3. Die perfekt in Szene gesetzte Dara
Dass nach dem Auftritt jeder und jedem klar war, was die Aussage des Songs ist, hat nicht zuletzt ganz viel mit Dara selbst zu tun. Zwar haben Choreografie, Setting und die Tänzer*innen eine große Strahlkraft, aber trotzdem hat man es geschafft, Daras Individualität und besondere Ausstrahlung nicht untergehen zu lassen. Das liegt natürlich zum einen daran, dass Dara einen Charme hat, der alles andere überstrahlt.
Das liegt aber auch daran, dass Dara genug Raum gegeben wurde, ihr eigenes Ding zu machen. Immer wieder freut man sich, wenn Dara auch allein vor der Kamera steht und das Publikum mit ihrer alles einnehmenden Mimik gefangen nimmt. In dem Podcast „I’m Sorry Zero Points“ verrät Rydman, welcher Moment sein Lieblings-Part der „Bangaranga“-Inszenierung ist. Er nennt den Moment nach dem ersten Refrain, in dem Dara ihre beiden Hände voreinander an die Nase hält und ihre Finger schnell bewegt, also die Gestik, die typischerweise kleine Kinder machen, wenn sie jemanden ägern wollen. Rydman erklärt, dass dieser Moment den Zuschauenden das Gefühl vermittelt, dass Dara gerade tun und lassen kann, was sie will und dass sie „Bangaranga“, also das Chaos in Person, ist.
Insgesamt hat es die bulgarische Delegation zusammen mit Keisha von Arnold und Fredrik Benke Rydman geschafft, einen mittelguten bis guten Song zu einem wahren Gewinnersong weiterzuentwickeln. Mit einer hochgradig kreativen, modernen und hochwertigen Inszenierung haben sie es geschafft, „Bangaranga“ von einem Girl-Pop-Song zu einem ungewöhnlichen Banger zu machen, einen dreiminütigen Kurzfilm zu erschaffen, der ganz Europa in seinen Bann zieht und eine Performance um Dara herum zu kreieren, die ihre besondere Energie aufnimmt und die Sängerin perfekt in Szene setzt.
Findest Du, dass die Inszenierung von „Bangaranga“ den Song noch einmal verbessert hat? Und welche andere ESC-Inszenierung hat Deiner Meinung nach in diesem Jahr den dazugehörigen Song noch einmal auf ein neues Level gehoben? Schreib uns Deine Meinung gerne in die Kommentare.
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
Diese Rückblickserien auf die letzten fünf Ausgaben des Eurovision Song Contest sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
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Die Inszenierung fand ich beim Song von Bulgarien ganz gut und deshalb hat DARA auch zurecht gewonnen. Deutschland ist in Sachen Kreativität und Inszenierung noch lernfähig (Ausnahme 2025)!
Ob Deutschland lernfähig ist, muss man noch sehen. Im Moment ist es lernbedürftig.
Ich fand auch nur den song von Anfang an genial.
Da gibt es mal einen super Siegertitel und Ö3
z.B. spielt ihn eigentlich nicht!
Aber aus dem ausgezeichneten Ö3 ist ja sowieso nur eine stupide Abspielstation geworden.
Gerüchteweise hab ich gehört, dass die Stühle und andere Utensilien aus Graz
(Bühnen Graz) stammen sollen.
Aus dem kommunistischen Graz 😉?
Das ist eine Persönlichkeitswahl.
Elke Kahr ist ein wunderbarer Mensch
die sozial schwache Leute stark unterstützt. Sie schaut auch drauf, dass Wohnen für Alle leistbar bleibt.
Sie behält sich 2000 Euro als Gehalt
den Rest spendet sie.
Die Wahlbeteiligung war extrem niedrig
zudem Hitze und der Spielberg grand prix.
War auch mehr als minimal witzige Spitze als als Diss gedacht. In den USA definieren sich AOC und Mamdani ja auch als Sozialisten, was dort für einiges Bangaranga dient. Die traditionell linken Parteien haben halt abgewirtschaftet, von daher müssen natürlich andere übernehmen, um das Feld nicht den Rechten zu überlassen. In Deutschland leider schwierig wegen der historischen Vergangenheit im Osten.
So sehr ich dem Rest des Beitrags auch zustimme, das ist dann doch zu zugespitzt formuliert. Ein ganzer Raum mit Stühlen ist in keiner Hinsicht oder Relation eine leere Bühne.
Mit „Die Bühne ist im Grunde leer“ ist das Ende von Bangaranga gemeint. Das Zimmer verschwand vollständig, sodass auf der Bühne nur noch Dara und ihre vier Tänzer blieben. Es gab keine Requisiten (Props) mehr – die Bühne war leer. Nur Dara und ihr Tanzteam waren noch zu sehen.
Danke, Giulia, das ist wirklich mal ein außergewöhnlich spannender Artikel. Nicht falsch verstehen, viele sind interessant, aber selten gibt es so einen, der mir wirklich ganz viele neue Einblicke und Gedanken gibt. Werde mir später Video und Text wohl noch 2-3 reinziehen…
Als Zuschauer am DO und SA fielen mir positiv vor allem der Blickkontakt und das Spielen mit der Kamera ein, das war sehr effektiv und Kirkorov Style. Auch sehr überraschend, Dara erschien im Vorfeld ja nicht umbedingt verspielt oder sympathisch. Interessant auch, wie gut der Perspektivwechsel mit der Kamera gerade am Anfang funktionierte. Bei Olly Alexander wurde so was ja noch als „verwirrend“ und „zu Video-haft“ gedisst.
Natürlich war die Inszenierung on point, man wurde die vollen 3 Minuten unterhalten. Man hat die Handlung in einen Raum verlegt, mit Perspektiven und simulierter Zeitlupe gespielt oder mit verfremdenden Gesichtsmasken, kein klassischer Tanz auf Rhythmik, keine Tänzer in Standartformation. Schön, dass diese verrückte Kombination mit Dara & Song harmoniert hat – Ich wäre nur etwas zurückhaltend, diese Details der Choreo zu sehr zu verklären. Ich ahne schon Interviews der kommenden Jahre, wo zukünftige ESC-Acts ihre Choreos mit genau diesen Argumenten zu hypen versuchen und man sich hinterher fragt, wofür der Aufstand?!
in mehreren Inszenierungen gab es dieses Jahr artistische Höchstleistungen, … Australien, BRD …. und auch Bulgarien. Wertet den Auftritt schon auf, der war perfekt und besonders, macht den Song aber nicht wirklich besser. Glaube da ist DARAs Präsenz ausschlaggebender gewesen.
.
Insbesondere bei der Siegerreprise hatte ich dann echt Angst, das sich die Tänzer mit den Köpfen zu Nahe kommen und aneinander schlagen. Bin halt Mutter.😃
Australien? BRD, meinst du damit Bundesrepublik Deutschland? Falls ja, kann ich da gar nicht zustimmen. Wertig vielleicht, aber eher unkreativ.
Wertig war das 🔥-Staging beim besten Willen auch nicht.
Der Rückwärtsfall in die Arme der Tänzerinnen war eine gute Idee.
Das war ein schnöder Einfall, wie die gesamte Choreo von Sarah. Man hat ja noch nicht einmal gesehen, dass sie sich fallen gelassen hat. Plötzlich war sie unten. Uiuiui, was für ein Effekt.
Auf den Punkt. Bis kurz vor dem HF war „Bangaranga“ für mich nervig, kaum anhörbar und ein klares „Ganz furchtbar“. Dann begann das 2. HF mit Dara und…. bämsen! Bulgarien sprang in meiner persönlichen Liste von ganz hinten in die Top 3. Ohne diese Choreo und Performance wäre das nie passiert.
Geniales modernes Theater auf die ESC-Bühne gebracht. Ich liebe es!
Ditto, selbe Kehrtwende bei mir mit Bangaranga, war vor dem Semi mein vorletzter Platz und fand es nur nervig, im Finale dann mein Platz 3.
Hab übrigens beim SCC für Deinen Song gestimmt, ich poste das mal hier für Dich, weil ich meine Präsenz auf den SCC-Threads dieses Jahr eher minimiere, das Drumherum ist nicht ganz meine Welt im Moment.
Bei mir letzter Platz mit Kroatien. 🙃 und dann Zack Top 5. Mittlerweile sogar mehr gehört als JJ und sein Siegersong. 😎
Wasted love hab ich außerhalb von ESC-Shows nie wieder freiwillig angehôrt, das ist bei Bangaranga anders.
Ja, ich hab es gestern Abend gesehen.
Besten Dank und Bussi dafür! 🙂
Oh ich muss noch voten. 😱 Pssst. 🤫 Bestechungsversuche nehme ich noch an. 😜
Ne LKW-Ladung Pommies genügt? 😛
Vielleicht noch ne Cargohose dazu… 😉
😀
Cargohose in XXL beim ganzen Pom 🐻 Verzehr.
RiP-Zelt… 😛
Haha. 😀
http://www.youtube.com/shorts/_wqFa8g4lPA
OT und sorry, falls es schon unter einem anderen Beitrag gepostet wurde, aaaaber:
Lelek und Go_A haben sich zusammen getan und einen gemeinsamen Song veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=Tdvt9J4NRYY
Toll, toll, toll!!!
Ja, sehr schön, gefällt mir viel besser als ihr ESC Song. 🙃😎
OTBSN
Vlado Janevski, der Nordmazedonien 1998 beim ESC in Birmingham vertrat, ist im Alter von 65 Jahren verstorben:
https://eurovoix.com/2026/06/29/north-macedonia-vlado-janevski-dies-aged-65/
Er belegte damals den 19. Platz von 25 Teinehmern. Als Schlagzeuger war er Mitglied der Bands Tost Sendvich (1976) und Bon-Ton (1986) sowie als Sänger bei Fotomodel (1989) und Lastovica (1992). 1992 nahm er mit der Gruppe Magic Box am Finale von Jugovizija , dem jugoslawischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest, teil. Mit dem Lied „Hiljadu snova“ erreichten sie den 11. Platz.
Ruhe in Frieden!
„Der Song taugt nichts!“, „Nehmt lieber Mihaela Marinova!“, „Mit Mona hätten wir viel bessere Chancen!“
Als DARA den bulgarischen ESC-Vorentscheid 2026 gewann, wurde sie im eigenen Land heftig kritisiert. Viele waren überzeugt, dass andere Sängerinnen die bessere Wahl gewesen wären. Aus Kritik wurde schnell ein regelrechter Shitstorm – gegen ihren Song und gegen sie persönlich.
Der Druck wurde so groß, dass sich DARA für rund anderthalb Monate nach Athen zurückzog. Dort gewann sie neue Kraft, arbeitete mit einem internationalen Team und konnte sich fernab des Hasses ganz auf den ESC konzentrieren.
Der griechische Produzent und Projektmanager Ilias Kokotos brachte den Unterschied in einem TV-Interview sinngemäß auf den Punkt:
„Mihaela Marinova hat eine fantastische Stimme. Mona singt großartige Folkmusik. Aber DARA ist ein Magnet. Sobald sie die Bühne betritt, zieht sie alle in ihren Bann und stellt alles auf den Kopf.“
Und genau das passierte.
Während viele in Bulgarien noch zweifelten, begeisterte DARA ganz Europa und gewann den Eurovision Song Contest 2026 – Bulgariens ersten ESC-Sieg überhaupt.
Mit dieser Erfahrung war sie nicht allein. Auch Sarah Engels musste sich vor dem ESC viel Kritik anhören und sagte später, sie hätte sich mehr Unterstützung statt ständiger negativer Kommentare gewünscht. Das zeigt ein Problem, das es in vielen Ländern gibt: Die eigenen Künstler werden oft zuerst schlechtgeredet, bevor sie überhaupt die Chance bekommen, sich zu beweisen.
DARA hat das Gegenteil bewiesen. Sie ließ sich weder von Hass noch von Zweifeln aufhalten und beantwortete jede Kritik auf die denkbar beste Weise – mit ihrer Leistung auf der Bühne.
Und genau deshalb ist dieser Sieg so viel mehr als nur ein Eurovision-Erfolg.
Er ist nicht nur ein Sieg für DARA. Er ist nicht nur ein Sieg für Bulgarien.
Er ist ein Sieg für alle, die unterschätzt, kleingeredet oder ausgelacht wurden. Für alle, denen gesagt wurde: „Du schaffst das nie.“, „Du bist nicht gut genug.“ oder „Andere sind besser als du.“
DARA hat gezeigt, dass die lautesten Kritiker nicht immer recht haben. Am Ende entscheiden nicht Hass, Spott oder Kommentare in den sozialen Medien – sondern Mut, Leidenschaft, harte Arbeit und der Glaube an sich selbst.
Denn Hater schreiben Kommentare. Gewinner schreiben Geschichte. Und manchmal schreiben sie sogar Geschichte für all jene mit, die nie aufgehört haben, an sich zu glauben.
Hass, Hass, Hasser, Hater. Du klingst etwas Dramaqueenig, sorry.
Da fühlt sich wohl jemand angesprochen 😀
HATE von Dir für meinen Kommentar!!! 😉
Aber nur ganz wenig. Das Mitleid überwiegt 😉
Gelungen ist die Inszenierung natürlich auch dadurch, dass sowohl die Fernsehzuschauer durch die intensiven studioartigen Schnitte in der Box eingefangen wurden , als auch das Hallenpublikum, das ungeduldig in den ersten Teilen der Inszenierung wartete, weil es nichts richtig zu sehen gab und dann explodierte als Dara mit der Gruppe über die Bühne tanzte. Diese Stimmung und das Zusammenspiel dieser emotionalen Momente war auch an den Bildschirmen wahrzunehmen und hinterliess für das Voting zweifellos einen positiven Eindruck.
Dara hat einfach Spaß gemacht und es wirkte so, als ob sie auch Spaß und Freude bei der Aufführung hatte. Das war locker und schön. Nicht so verkrampft wie z.B. Australien. Das war mir viel zu viel, genauso wie Finnland.
Leider hat auch mein Favorit Griechenland es für mich total übertrieben und damit den Song abgewertet.
Die Performance hat das Lied definitiv aufgewertet und dadurch auch mir gefallen, Dara wirkte auch deutlich sympathischer während des Auftritts als zuvor.
Als reine Audio allerdings muss ich sagen wird das Lied wohl nie so ganz mein Fall werden.