
Trotz eines kreativen Stagings war für die Schweiz dieses Jahr im Halbfinale des Eurovision Song Contest 2026 Schluss. Veronica Fusaro sang, spielte Gitarre und kämpfte mit den Fesseln auf der Bühne der Wiener Stadthalle. Am Ende reichte es für „Alice“ zwar sowohl im Jury- als auch im Televoting für die Top Ten, aber leider sprangen in Summe nicht genug Punkte für einen Finaleinzug heraus. Die Schweiz qualifizierte sich also knapp nicht für das ESC-Finale. Wäre es für Kings Elliot anders gelaufen?
Diese Frage klingt erst einmal ziemlich willkürlich, denn bislang bestand keine direkte Verbindung zwischen Kings Elliot und dem ESC. Am 14. Mai 2026, dem Tag des zweiten Halbfinals, wurde jedoch kurzeitig ein Reel auf dem Instagram-Kanal der Schweizer Sängerin Kings Elliot hochgeladen. Zu sehen ist eine Live-Performance zu ihrem Song „BORN BLUE“, welche offenbar aus dem Schweizer ESC-Casting stammt. Dieses Video ist inzwischen wieder gelöscht worden.
Wie 20min.ch berichtet, ergänzte die Sängerin zum Video der Performance den Text „Ich habe mich zurückgezogen, als die EBU ihre Entscheidung bekannt gab. Aber in einem alternativen Universum hätte ich euch diesen Song beim ESC gezeigt“.
In der Bildunterschrift schreibt sie außerdem laut dem Portal watson.ch, dass sie hoffe, wegen des geleakten Videos nicht verklagt zu werden, aber dass der Song „zu gut“ sei, um nicht geteilt zu werden. Dass die Verantwortlichen des Schweizer Rundfunks SRG SSR nicht begeistert von ihrem Post waren, hat sich offensichtlich auch direkt bewahrheitet. Innerhalb kürzester Zeit nahm Kings Elliot den Post wieder offline – vermutlich, da im Schweizer ESC-Auswahlverfahren auf Diskretion hohen Wert gelegt wird.
Wahrscheinlich waren King Elliots Bedenken zu Israels Teilnahme der Grund, weshalb sie die Schweiz letzten Endes nicht vertreten hat. In der Bildunterschrift verwendet sie unter anderem den Hashtag „#boycott“ und schreibt im Reel davon, dass sie an ihren „moralischen Grundwerten festhalten“ musste, wie Screenshots zeigen, die uns vorliegen.
Wenn man Eins und Eins zusammenzählt bedeutet das also, dass Kings Elliot ursprünglich wohl als Vertreterin der Schweiz für Wien ausgewählt war, später aber freiwillig auf die Teilnahme verzichtete. Höchstwahrscheinlich belegte „Alice“ von Veronica Fusaro also Platz Zwei der internen ESC-Auswahl der Schweiz. Sie rückte somit nach und durfte nach Wien fahren.
Bestätigt sind die Aussagen von Kings Elliot jedoch nicht offiziell. Auf Anfrage von 20min.ch antwortete der SRF nur:
Der Selektionsprozess für den Schweizer ESC-Beitrag ist ein interner und vertraulicher Prozess. Alle teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler unterzeichnen entsprechende Vertraulichkeitsvereinbarungen. Aus Respekt gegenüber den Beteiligten sowie zum Schutz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommentieren wir weder einzelne Bewerbungen noch interne Abläufe oder Gespräche.
Was stattdessen seit kurzem sicher bekannt ist, ist, wie die Vollversion der Nummer „BORN BLUE“ klingt, die auch im Reel der Sängerin zu hören war. Der vermutlich „eigentliche“ ESC-Beitrag der Schweiz 2026 kann inzwischen komplett angehört werden:
Besonders interessant ist die, offenbar geplante, Bühneninszenierung bzw. die generellen Visuals zu „BORN BLUE“. Kings Elliot ist in futuristischem Outfit zu sehen, trägt blaue Haare und Leuchtröhren an ihrem Rücken! Ob Parallelen zu Rumäniens „Choke Me“-Staging reiner Zufall sind und die Seil-Thematik zu „Alice“ hiervon inspiriert wurde, ist nicht bekannt und reine Spekulation. Musikalisch erinnert die Nummer stark an Billie-Eilish-Songs und mixt Pop mit Soul und sogar einem Rap-Part.
Textlich geht es in der Nummer „BORN BLUE“ um das Anders sein und richtet sich an Menschen, die sich missverstanden fühlen und den Eindruck haben, sich verändern zu müssen, um in diese Welt zu passen. Letztes Jahr konnte Kings Elliot bereits einen Swiss Music Award gewinnen und war bereits mit der Band Imagine Dragons gemeinsam auf Tour. In die Schweizer Charts schafften es bereits zwei EPs von Kings Elliot. Ihr Album „Born Blue“ rangierte auf Platz 5 der Album-Charts.
Was hältst Du von Kings Elliot und den Hinweisen einer ursprünglichen ESC-Teilnahme? Hätte „BORN BLUE“ es in Wien ins Finale geschafft? Lass uns gerne Deine Meinung da.
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Ah ja, also eine weitere singende Polit-Aktivistin, da können wir ja froh sein dass sie nicht angetreten ist.
Ich hätte sie sehr gern beim ESC gesehen.
Gefällt mir noch etwas besser als „Alice“, hätte es aber auch bestimmt schwer gehabt wie alle ruhigen Stücke in diesem Jahrgang. Mit auffälligem Staging aber möglich.
Mit drm Song wäre die Schweiz nicht ins Finale eingezogen. Zudem hätte er auch um 30 Sekunden gekürzt werden müssen, da er die Drei-Minuten-Regel für den ESC nicht erfüllt.
Im direkten Vergleich gefällt mir da „Alice“ doch besser als dieser Song. Natürlich kann man da jetzt viel spekulieren, aber mit „BORN BLUE“ hätte es die Schweiz sicherlich auch schwer gehabt, ins Finale einzuziehen.
Mir gefällt der Song als Schweizer gut. Ich habe das Reel damals auf Watson gesehen und dachte mir:Tolles Lied, damit hätten wir Chancen auf die Top 10 gehabt. Als das Reel wieder verschwand, war ich lange auf der Suche nach dem Song, weil er mir so gefallen hat. Ich bin froh, kann ich jetzt den Song in ganzer Länge anhören. Irgendwie tut es mir im Herz weh, wenn ich daran denken muss, dass die Performance von Rumänien auch unsere sein hätte können und wir mit Kings Elliot eine talentierte Sängerin nicht gesendet haben, welche schon lange immer wieder erwähnt wird in der ESC-Bubble als Vertreterin der Schweiz.
In einem alternativen Universum hätte ich mir ihren Song angehört.
Könnte es also vielleicht sein, dass Jan Bors, ehemaliger Head of Delegation für Tschechien und schon früher in mehreren internationalen Jurys als Juror tätig, auch Teil der internationalen Jury für die Schweizer Auswahl war, das Video von ihr sah und später, als Staging Director für Rumänien, die Idee dann für Rumänien beim ESC 2026 „klaute“? 🤔
Habe mich schon gefragt, wie Jan Bors auf so eine Staging-Idee für Rumänien 2026 kam, wenn man alle seine bisherigen Staging-Ideen vergleicht. Vielleicht sollte man Internationale Jurys reduzieren, denn gute Ideen für Stagings von Liedern, die es am Ende nicht zum ESC schaffen, können dann von Juroren für andere Länder „ausprobiert“ werden.
OT:
Von den Topfavoriten haben spielerisch bisher Frankreich und Argentinien überzeugt. Wow. Portugal, England und Spanien dagegen haben spielerisch etwas enttäuscht.
Und nun zur Deutschen Männer Nationalmannschaft: Sie haben bisher mit unsportlichen und respektlosen Verhalten auf sich aufmerksam gemacht. Gerade Julian Nagelsmann hat gezeigt, dass er ein Riesen A*s**l**h ist. Und deswegen stehe ich auch nicht mehr hinter ihnen, denn Unsportlichkeit und Respektlosigkeit werden von mir nicht toleriert und unterstützt und ist ein absolutes No-Go. Ich würde genauso auch bei jeder anderen Mannschaft und Nation reagieren, wenn sie sich so benehmen würden. Selbst bei meinem Lieblingsverein. Und spielerisch waren sie bisher sehr schwach.
Meine Prognose daher: Die Deutsche Männer Nationalmannschaft wird im Achtelfinale gegen Frankreich rausfliegen. Und Frankreich und Argentinien haben wohl die größten Chancen Weltmeister zu werden.