
Erstmals seit vielen Jahren hat die deutsche Delegation die Namen der Mitglieder der deutschen Jury beim Eurovision Song Contest nicht schon am Tag des großen Finales veröffentlicht. Erst am frühen Sonntagmorgen fanden sich die Namen der sieben Personen, die in diesem Jahr über die Jury-Punkte Deutschlands entschieden haben, versteckt auf der offiziellen ESC-Webseite eurovision.com. Knappe zwei Wochen nach dem ESC-Finale in Wien gab es dann einen Instagram-Post von eurovision.de zum Thema (s. unten).
Wir haben die Namen der sieben Juror*innen zwar bereits in der Finalnacht berichtet, allerdings nur ziemlich versteckt und nicht in einem eigenständigen Artikel, weil es in in dieser Nacht einfach wichtigere Nachrichten gab, um die wir uns mit unseren begrenzten Ressourcen kümmern mussten und wollten (Fun Fact: Die erste Version dieses Artikels wurde von mir am 17. Mai um 5:11 Uhr am Wiener Flughafen erstellt). Aus Chronistenpflicht dokumentieren wir die Namen der sieben deutschen Juror*innen 2026 jetzt noch im Rahmen unserer Rückblickserie Viva Vienna.
Im Vergleich zum ESC 2025 wurden die Regeln für die Zusammensetzung der nationalen Jurys beim Eurovision Song Contest 2026 maßgeblich geändert. So wurde die Anzahl der Jurymitglieder auf sieben Personen erhöht. Bisher waren die Jurys fünfköpfig. Zudem wurde das Spektrum der möglichen Berufsfelder der Jurymitglieder erweitert und umfasst nun auch Musikjournalist*innen und Musikkritiker*innen, Musiklehrer*innen, Kreativschaffende wie Choreograf*innen und für Inszenierungen verantwortliche Bühnenregisseur*innen sowie erfahrene Persönlichkeiten der Musikbranche. Um den Wettbewerb auch für ein jüngeres Publikum attraktiver zu gestalten, müssen außerdem mindestens zwei Juror*innen im Alter von 18 bis 25 Jahren Teil jeder Länderjury sein.
So hat der in Deutschland verantwortliche SWR seine Jury besetzt:
- Alina Stiegler
- Bela Marton
- Hajat Joy Berhanu
- Jules Kalmbacher
- Len Clare
- Sophia Gruber
- Udo Dahmen

Alina Stiegler ist Fernsehmoderatorin und hat 10 Jahre lang vom Eurovision Song Contest berichtet. Sie war unter NDR-Federführung eines der Gesichter von eurovision.de und war Songcheckerin bei den ESC kompakt Reactions.
Bela Marton (Aufmacherfoto) ist Musiker und Produzent und nahm als Bela mit „Herz“ an Das deutsche Finale 2026 teil. Zuletzt hat er die Single „In deinen Armen“ veröffentlicht.
Hajat Joy Berhanu ist Kreativproduzentin für diverse Fernsehformate und hat unter anderem für Germany’s Next Topmodel, die Bambi-Verleihung und den Deutschen Fernsehpreis gearbeitet.
Jules Kalmbacher ist Songwriter, Musikproduzent sowie Filmkomponist und hat unter anderem bereits mit Max Mutzke, Emily Roberts und Will Church zusammengearbeitet. Er war auch an dem Lied „Kleiner Finger Schwur“ beteiligt, mit dem sich Florian Künstler 2023 für den ESC-Vorentscheid beworben hat. Er ist Teil des Expert*innnen-Teams des SWR, das die Teilnehmer*innen der deutschen ESC-Vorentscheidung Das deutsche Finale 2027 (mit-)auswählen soll.
Len Clare ist Songwriter und Produzent und vor allem für seine Zusammenarbeit mit Zartmann (u.a. beim Hit „Tau mich auf“) bekannt.
Sophia Gruber arbeitet als Künstlermanagerin beim Musiklabel Live from Earth, das unter anderem Pashanim und RIN im Portfolio hat.
Udo Dahmen war früher künstlerischer Direktor der Popakademie Baden-Württemberg. Von Haus aus ist er Schlagzeuger und hat unter anderem mit Sting, Nina Hagen und Sarah Brightman gespielt.
Was sagt Ihr zum diesjährigen Line-Up der deutschen Jury beim ESC? Ist dem SWR hier eine gute Mischung gelungen? Schreibt uns eure Meinung gerne in die Kommentare.
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
- (14) Absturz beim ESC 2026: Was ist mit Schweden passiert? Und wie geht es weiter?
- (15) Nicht im Finale, aber längst in unseren Herzen
- (16) Wie eine Inszenierung einen Song verändern kann – Die Magie hinter dem Staging von „Bangaranga“
- (17) Sarah Engels im Wonderland: In die ESC-Bubble gekommen, um zu bleiben?
- (18) Producers Curse? Diese Sache mit den Startplätzen beim ESC
- (19) All aboard – Die Eurofan Cruises auf der Donau
- (20) Die Bedeutung von Fanblogs für den ESC – die Diskussion, die niemand hören und sehen wollte
- (21) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Wettbewerbssongs aus diesem Jahr
- (22) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Vorentscheidssongs aus diesem Jahr
- (23) Der ESC 2026 in Memes: Momente vom Teppich und Co.
- (24) Werden Public Viewings in der ESC-Gastgeberstadt immer wichtiger?
- (25) Songs in Landessprache gewinnen den Eurovision Song Contest nicht mehr
- (26) Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2026
- (27) So sähe das Ergebnis des ESC 2026 nach einer Wertungen nach Platzierungen aus
- (28) Highlights der ESC-kompakt-LIVE-Youtube-Saison 2026
- (29) Musical Acts beim ESC – Wann stirbt der Trend denn wieder?
Diese Rückblickserien sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
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Danke für die Info! Dem SWR ist wirklich eine gute Mischung gelungen! Statt der Stieglee hätte ich besser erkennen andere Person in der Jury gesehen, und zwar die ehemalige Vorentscheidteilnehmerin Madeline Juno.
In der Headline hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen…🤓
Mir etwas unverständlich, wie die 12 Jurypunkte an Polen gehen konnte.
Aber Geschmäcker können unterschiedlich sein. 🤔
Auch wenn mir Polen besser gefiel als erwartet, muss man leider sagen: Da hat die Jury einfach bereitwillig den offensichtlichen Köder, nämlich den guten, vielseitigen Gesang, geschluckt. Das Lied selbst (bzw. die drei oder vier Lieder, die’s eigentlich waren) war nicht das Gelbe vom Ei.
Also Polen hat in der Live-Version auch meine 12 Punkte bekommen. Von daher absolut verständlich 😉
Der Stiegler sei Dank hat Italien wohl die 10 Punkte bekommen. 🙄
Ach ja, es müsste „war“ statt „was“ in der Überschrift heißen.
Ich finde, dass die deutsche Jury die Bewertung Italiens sehr gut gemacht hat. 😀
Negativ. Sorry, aber hätte Spanien (in einem Paralleluniversum) eine ähnliche Nummer geschickt wären das 0 Punkte gewesen, aber Italien-Groupie Alina durfte natürlich den Rest der Jury bearbeiten. 🙄
Dass die Jury-Mitglieder sich gegenseitig beeinflussen können ist allerdings eine unbewiesene Vermutung. Da gibt es doch bestimmt ein Regelwerk wie das abzulaufen hat.
Und du glaubst wirklich die halten sich alle daran?? Ich sage nur Zypern-Griechenland.
Das Beispiel ist aber keine Beeinflussung der Mitglieder untereinander, sondern eine komplette Volksfreundschaft. Daraus würde ich noch nichts schließen.
Es bezog sich auf deinen Punkt mit dem Regelwerk. Armenien-Aserbaidschan ist auch so ein Beispiel dass manche das eher optional auslegen.
Das weiß ich. Aber von einem (kulturell oder historisch bedingten) Regelverstoß zu schließen, dass gegen alle Regeln verstoßen wird, halte ich ohne weitere stichhaltige Hinweise darauf für ziemlich fragwürdig. Oder zumindest für eine sehr desillusionierte Sichtweise. Zumal es hier um die deutsche Jury ging und nicht um Zypern oder Aserbaidschan. Deren Fehlverhalten kannst du nicht so einfach auf alle anderen Länder gleichermaßen übertragen.
Ausschließen kannst du es aber auch nicht. Und ist ja nicht so dass es in der Vergangenheit nicht auch schon fragwürdige Bepunktungen von der deutschen Jury gab.
Es gibt aber die Möglichkeit, sich beim gemeinsamen ESC-Schauen (so wie es die ESC-Jury doch auch macht) unterbewusst gegenseitig zu beeinflussen. Also wenn ich neben jemandem sitze und gemeinsam etwas anschaue, merkt man doch durch unbewusste Reaktionen, ob eine Performance gefallen hat oder ob die Performance nicht gut war. Die werden sicher nicht schweigend, still sitzend ESC schauen. Sicher wippt man mal mit dem Fuß oder es rutscht jemandem ein kleiner, kurzer Kommentar zu einer Performance raus. Klar, da ist ein Notar, aber die Juroren sind doch alles auch nur Menschen und keine KI-Roboter oder so. Auch manchmal kommt es zufällig vor, dass bestimmte Lieder hoch bepunktet werden: Österreich erhielt 12 Jury-Punkte aus UK (das Lied wurde für den UK-Vorentscheid abgelehnt), Nordmazedonien erhielt gute Jury-Punkte aus Deutschland im Halbfinale 2022 (Andrea und Malik waren viel online zusammen zu sehen und haben sich angefreundet) usw. oder dann natürlich die alten Seilschaften zwischen Zypern und Griechenland oder Rumänien und Moldau oder ab und an die „Balkan-Connection“ oder die „skandinavische Familie“.
Ist das so? Ich weiß gar nicht wie das vonstatten geht.
Ich habe jetzt einfach mal angenommen, dass alle Jury-Mitglieder beim ESC den ESC jeweils gemeinsam, also in einem gemeinsamen Raum, anschauen. Falls dies nicht so ist, nehme ich meine Worte von vorhin natürlich zurück.
Genau nach solchen, mit Verlaub auch persönlichen Unterstellungen gegenüber einem einzigen Jurymitglied, wundert es einen nicht mehr, warum die Jurynamen erst gar nicht, dann versteckt und dann viel später veröffentlicht werden. Ich hoffe mal, die Jurymitglieder werden vom SWR gut gebrieft, damit sie wissen, worauf sie sich ggf. einlassen und womit sie shitstormmäßig ggf. zu rechnen haben.
Sorry, aber das Alina ein sehr großer Italien-Fan ist ist keine Unterstellung sondern hat sie mehrmals auch bei den Songchecks gezeigt.
Wenn ich mir die Jury-Wertung ansehe, ist die sehr divers. Zu sagen, dass Alina anderen etwas vorgeschrieben hat, finde ich nicht richtig.
Italien hatte zwei erste Plätze, der Rest bewegt sich um den 10. Platz herum. Das Jahr war nicht so gut und Italien stach heraus. Halte ich also schon für nachvollziehbar. Das heißt nicht, dass ich nicht an den Italien-Bonus glaube.
Man könnte eher die Frage aufwerfen, was Israel auf dem 2. Platz zu suchen hat.
Da möchte ich gerne auflösen.
Das lag am Song, und noch mehr an den gesanglichen Qualitäten,
Find dich endlich damit ab! Noam hat stimmlich toll abgeliefert und der Song war keine übliche Stangenware, wie sie Spanien und Schweden in den letzten Jahren liefern!
Danke für den Artikel und die Verlinkung. Hatte mir damals das Ergebnis nicht so im Detail angeschaut. Aber wie kommt man denn auf 10 Punkte für Italien? Sind die deutschen Musikschaffenden tatsächlich so schlagergeschädigt? Oder hatte Sal beim Juryfinale gesanglich seinen guten Tag? 🙈
Zwei Wörter: Alina Stiegler
die sorgt aber nicht für allein für 10 Punkte.
Offensichtlich Leute, die ihre ollen leiernden Italoschlager noch mit zerkratzten Vinylnadeln hören. ESCK-Günstling Alina Stiegler war da musikalisch gesehen eine grandiose Fehlbesetzung.
Warum soll jemand, der/die olle leiernde Italoschlager noch mit zerkratzten Vinylnadeln hört, eine weniger gute Besetzung für eine Jury sein als jemand, der/die irgendwelchen melodiearmen Rap-Sprechgesang streamt?
Jules Kalmbacher hat doch auch früher schon mal gemeinsam mit Pietro Basile zusammengearbeitet. Daher vielleicht das Faible für italienischsprachige Schlager-Musik?
Was für Kapazunder
Für mich liest sich die Kurzbeschreibung der Juroren (m/w/d) der deutschen Jury wirklich gut und halte sie daher auch für fähig ein fachlich kompetentes sowie emotionales Urteil abzugeben. 😀
Was soll vermutlich war heißen? Polen 12 Punkte verstehe ich nicht wirklich.
Da wurde hauptsächlich die gesangliche Leistung goutiert und weniger das Lied.
Ich würde sagen, dass nicht nur die wirklich starke Stimme honoriert wurde, sondern auch die komplette Performance an sich, also das Zusammenspiel aus künstlerischer Vision, konkreter Umsetzung und Ausstrahlung. Der Song mag zwar sperrig und aus vielen verschiedenen Teilen zusammengeschustert sein, aber zumindest erschien „Pray“ für mich nie generisch und glich auch keinem anderem Song in diesem Jahr. Deshalb kann ich verstehen, warum Juroren hier eine gewisse Qualität erkannt haben, auch wenn ich mir das Lied abseits vom Auftritt privat eher nicht anhören würde.
Ich verstehe es tatsächlich und mich wundert es auch nicht das Polen mit dem späteren Sieger die meisten 12 Punkte bei der Jury einheimsen konnte.
Also ich fand schon von Anfang an auch vor dem ESC in Wien, dass Polen dieses Jahr viele Jury-Punkte kriegen wird. Es fällt für mich musikalisch in so eine ähnliche Kategorie wie Österreich 2018 oder Schweden 2019. Nur dass es mir von der Performance und Staging her beim Live-Schauen des ESCs noch besser gefallen hat.
Weiß man schon welchen Favoriten die jeweiligen Juroren hatten? Vermutungen?
Leider erfährt man mittlerweile nicht mehr welcher Juror wie abgestimmt hat, die Wertungen sind anonymisiert (Juror A,B,…), bis 2019 wusste man es noch.
Alina Stiegler soll ja allgemein ein sehr großer glühender Italien-Fan sein. Moment mal… hat irgendjemand hier schon einmal Alina und Timo1986 im selben Raum gesehen? Kleiner Spaß.
Entweder waren Alina Stiegler und ich in einem Raum oder zwischen uns beiden herrscht einfach auf die Distanz hin gesehen so etwas wie eine telepathische Fähigkeit. 😀
Ich vermute, dass Alina im Halbfinale Israel, Finnland, Polen und im Finale Italien, Israel, Malta in der Reihenfolge hatte.
https://en.wikipedia.org/wiki/Germany_in_the_Eurovision_Song_Contest_2026
Also auf der Wikipedia Juror B bzw. Juror D ist.
Sie dürfte eher Juror E gewesen sein.
D könnte gut passen 👍
Was ich bis heute nicht verstehe, Juroren dürfen sich doch eigentlich im Vorfeld nicht zu den ESC-Songs äußern, Alina Stiegler war aber im Vorfeld bei ESC Update und hatte dort über Italien gesprochen oder irre ich mich da?
Heute könnte Medienberichten zufolge der Austragungsort des ESC 2027 verkündet werden.
Die Entscheidung wurde vertagt: https://bntnews.bg/news/rabotnata-grupa-prodalzhava-rabotata-po-izbora-na-grad-domakin-na-evroviziya-2027-1405827news.html
🇧🇬 BNT hat klargestellt, dass der Prozess zur Auswahl der Gastgeberstadt für den Eurovision Song Contest 2027 noch im Gange ist.
„Der Bewertungsprozess umfasst zusätzliche Klärungen von den beiden Städten, die noch im Rennen sind.“
Off-Topic:
Um die Wartezeit bis zur Verkündung der ESC-Hostcity 2027 zu verkürzen, hier das neue Lied von Jiva (Aserbaidschan, ESC 2026):
https://youtu.be/UVT4_M69DkM
ESC 2028 in Mailand – wegen eines Canzone von entweder Blanco, Tananai oder Nicolò Filippucci ! 😀
Dank der 12 Jurypunkte von Alina Stiegler sowie meiner 20 Telefonanrufe für Italien beim Televoting ! 😀
Ich finde es unmöglich, wie hier auf Alina herumgehackt wird. Ich dache ja immer, ESC Fans sind weltoffener und netter unter sich. Dieser Blog und die Kommentare hier, beweisen regelmäßig das Gegenteil.
Die Leute hier sind genauso behämmert wie überall 😀
Die ESC-Fanbubble ist nicht wirklich weltoffener und netter als die „anderen Menschen“, meiner Meinung nach sogar schlimmer
Das ist tatsächlich ein Gesellschafts-Problem. Unsere Gesellschaft ist am Boden. Was für Hass auf Social Media tagtäglich verbreitet wird, ist einfach unmöglich. Das ist nicht nur hier bei ESC Kompakt so. Ich sehe das auch tagtäglich, wie zum Beispiel der Frauenfußball, in der Regel von Männern fertig gemacht wird. Und viele denken nur an sich selber. Das habe ich in den letzten Jahren zum Beispiel oft beim Tänzelfest erlebt. Es gibt ja vor dem Rathaus bei uns in Kaufbeuren Tribünen, wo man sich hinsetzen kann, um die Auftritte der Musikgruppen beim Lagerleben zu sehen. Und dann kommen andere Leute und meinen sich davor stellen zu müssen. Vor allem junge. Das regt viele auf, darunter mich. Und wenn man dann diese Leute nett bittet, ob sie sich nicht hinsetzen oder weggehen könnten, dann wird man von denen ignoriert oder man wird von denen blöd angeblafft. Dann muss man diese Leute anschreien, damit sie vielleicht merken, dass sie jetzt besser gehen sollten. Es gab daraufhin tatsächlich ganz viele Beschwerden deswegen beim Tänzelfestverein und der Stadt Kaufbeuren. Und in diesem Jahr hatten wir dann endlich konsequente Security-Leute vor Ort. Sie haben die Leute weggescheucht und dafür gesorgt, dass vor dem Rathaus Zucht und Ordnung herrscht und jeder was sehen kann. Es waren überwiegend Deutsche Security-Leute und die waren richtig streng und konsequent und haben sich nichts gefallen lassen. Und sie hatten grüne Uniformen an, die sehr markant waren. Hoffentlich wird diese Security-Firma im nächsten Jahr wieder eingeladen. Die Liste warum unsere Gesellschaft am Boden ist, ist tatsächlich noch viel länger, aber das würde jetzt zu weit führen.
Ergänzung: Es hat sich beim Lagerleben aber erst nach Corona so zum negativen entwickelt. Vor Corona, also bis 2019, hatten wir nämlich eine eigene Security-Firma bei uns in Kaufbeuren und da hat Zucht und Ordnung vor dem Rathaus, während den Auftritten geherrscht, so wie in diesem Jahr. Das waren Deutsche Security-Leute, die sehr konsequent und streng waren und sich nichts haben gefallen lassen, genauso wie die Security-Leute in diesem Jahr. Allerdings ist diese Security-Firma während der Corona-Pandemie pleite gegangen. Und als es 2022 wieder mit dem Tänzelfest los ging, hat man halt von außerhalb Security-Firmen geholt. Jedes Jahr eine andere. Welche halt wahrscheinlich gerade verfügbar war. Auch aus München kam eine. Und das waren lauter Security-Leute mit Migrationshintergrund. Das soll kein Rassismus sein, sondern nur eine Feststellung. Und die standen bloß blöd rum. Ich werde nie vergessen, wie vor 2 Jahren, ein Security-Mann seine Brotzeit rausgeholt hat und gegessen hat. Hallo? Die sind dafür da, für Zucht und Ordnung zu sorgen und nicht zum Vergnügen. Und als man sie angesprochen hat, ob sie die Leute nicht wegscheuchen können da wir nichts sehen, haben sie nichts gemacht. Ich bin dann auch immer mit vorgelaufen, damit ich alles gut sehe und habe mich den Gegebenheiten angepasst, was erstmal nicht so einfach für mich war, wegen meinem Autismus. Und während dem Feuerspektakel der Compania Cioccolari vor dem Rathaus, musste diese Gruppe selbst für Zucht und Ordnung sorgen und absperren. Das ist nämlich Vorschrift, wegen der Sicherheit. Das ist eigentlich Aufgabe der Security-Leute. Und einmal war überhaupt kein Security-Mensch vor dem Rathaus und dann mussten sie über eine halbe Stunde warten, bis sie mit der Feuershow anfangen konnten, da Sicherheitspersonal vor Ort sein muss. Und sie waren nicht kontaktierbar, wodurch dann die Polizei das übernommen hat. Ich hatte den Eindruck, dass die Security-Leute sich auch nicht richtig getraut haben, da konsequent durchzugreifen. Außerdem waren sie offensichtlich faul. Deutsche ohne Migrationshintergrund sind da wahrscheinlich mutiger und fleißiger. Und in diesem Jahr hatten wir eine super Security-Firma mit Deutschen Security-Leuten, wie schon oben geschrieben. Leider weiß ich nicht, woher diese Security-Firma kam. Allerdings habe ich auch noch nicht nachgefragt.
Es gibt einen Unterschied zwischen Kritik und Rumhacken.
Unsere Gesellschaft wird zunehmend hysterisch und gehört auf die Couch …
OT
Neues Interview mit Sarah Engels:
https://www.rtl.de/unterhaltung/stars/sarah-engels-raeumt-mit-esc-irrtum-auf-man-kriegt-keinen-cent-id31146869.html
Viele glauben, Sarah Engels habe mit ihrem ESC-Auftritt richtig abkassiert.
Doch genau das stimmt nicht. Im Podcast „M wie Marlene“ spricht die Sängerin jetzt offen über ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest – und verrät, warum sie trotz des großen Aufwands keinen einzigen Cent dafür bekam.
„Manche denken ja, ich hätte an dem Ding irgendwie eine halbe Million verdient. (…) Man kriegt keinen Cent. Man macht das Ganze aus Leidenschaft und weil man Spaß daran hat.“ Für sie sei der ESC ein Projekt gewesen, das sie aus Freude an der Musik gemacht habe.
Off topic von Boy George:
Wegen Reggaesong über Israel: Boy George steigt aus Musical aus!
https://sz.de/li.3524691
Den Jesus spielt übrigens Sam Ryder.
Endri Kaçaçi würde doch viel besser passen.🤭
…die deutsche jury erstarrte aus furcht vor der 🪓 und machte sich einfach davon. 🙀
Wahre gesellschaftliche Befriedung und echte bürgerliche Freiheit werden erst dann erreicht, wenn eine losdemokratische Verfassung die Isonomie – die absolute politische Gleichheit – als strukturelles Fundament etabliert. Durch das Losverfahren werden alle Bürger mit der exakt gleichen politischen Macht ausgestattet und in einem regelmäßig institutionalisierten Raum der „bürgerschaftlichen Gegenwärtigkeit“ physisch zusammengebracht, was die Transformation vom Privatmenschen zum handelnden Bürger und die Entstehung von Bürgerfreundschaft erst ermöglicht. Diese konsequente Etablierung einer politischen Sphäre der Gleichheit neben dem Privaten sorgt dafür, dass der außerpolitische Alltag von machtpolitischen Kämpfen entlastet wird und die privaten Räume dadurch umso freier und liberaler werden. Es bedarf eines lernenden Systems der gesellschaftlichen Selbsttherapie, das so eingerichtet ist, dass Macht durch radikale Rotation und kurze Amtszeiten konsequent verflüssigt wird, um jede dauerhafte Machtakkumulation oder die Entstehung einer festen Politkaste strukturell zu verhindern
Was ist das denn für ein wirres Zeug?? 😵
Wirres Zeug? So haben es die alten Griechen eine zeitlang an einigen Orten gemacht. Das war das berühmte Kleroterion. 😍🤓 Damals hat das ganz gut funktioniert, aber in unserer globalisierten und turbobeschleunigten Welt? Keine Chance (s. o.).
Ja sorry, aber das hatte absolut gar nix mit dem Thema des Artikels zu tun und klingt wie von so einer Esoterikseite runterkopiert.
Unsere heißen Feger, Reisegrüße und Rezepte haben meist auch nichts mit dem Thema des Artikels zu tun …
Ich glaube, dass wir die Falschen sind, um den ersten Stein zu werfen. 😂
Darfst du gerne so sehen, ich finde es dennoch weird. 🤷
Aber muss man das deshalb so formulieren wie ein alter Grieche? Oder wie ein Philosophie-Professor? Was heißt das in einfachen Worten und Sätzen?
Immerhin war der Beitrag nicht in altgriechischer Sprache verfasst.
„Kleroterion“
mit oder ohne frauen und sklaven? 🐰
Natürlich zu 100 & frauen- und sklavenfrei … 🙁
dann hat das dingens auch nix getaugt. 🐰
Aber wenn das nicht alle Länder auf der Welt so machen, wird man damit ganz schnell gegen die Wand fahren, weil eine konsistente langfristige Planung/Politik unmöglich wird. Als Versuchsanordnung oder Utopie aber unglaublich charmant.
Lass uns gemeinsam überlegen, jede Kritik ist willkommen.
1. Das Paradox der Langfristigkeit: Wahlen als Blockade
Der Einwand, eine Losdemokratie verhindere langfristige Planung, verkennt, dass das aktuelle Wahlsystem die eigentliche Ursache für kurzfristiges Denken ist. Parteien agieren heute in einem „permanenten Wahlkampfmodus“, der Entscheidungen auf den nächsten Wahltermin (oft nur 4–5 Jahre) begrenzt. Notwendige, aber unpopuläre Reformen (z. B. beim Klimawandel) werden über Jahrzehnte prokrastiniert, weil sie Stimmen kosten könnten.
Im Gegensatz dazu können geloste Bürgerparlamente, die nicht auf Wiederwahl angewiesen sind, sachorientierte und langfristige Lösungen erarbeiten. Da sie einen echten Querschnitt der Bevölkerung abbilden, erzielen sie einen breiten gesellschaftlichen Konsens, der viel stabiler ist als das politische „Tauziehen“ zwischen wechselnden Regierungskoalitionen. Konsistenz entsteht in der Losdemokratie nicht durch Personen-Kontinuität, sondern durch die Einbindung aller Bedürfnisse, was die Ergebnisse unumstößlicher macht.
2. Interne Kohärenz als externe Stärke
Du befürchtet ein „Gegen-die-Wand-Fahren“ im globalen Wettbewerb. Die Quellen argumentieren jedoch, dass eine Gesellschaft, die ihren internen „Politikstau“ auflöst, extern wesentlich robuster ist. Die enorme Energie, die wir heute in innergesellschaftliche Frontenstellungen und rituellen Parteienstreit stecken, wirkt wie ein „Schwarzes Loch“, das Zeit und Aufmerksamkeit verschlingt.
Eine Losdemokratie setzt diese gebundenen Kräfte frei, indem sie aus dem Konfliktmodus in den Dialogmodus wechselt. Eine intern befriedete Gesellschaft, die ihre Ressourcen für den „gemeinsamen Bau von Strukturen“ statt für gegenseitiges Blockieren nutzt, ist im globalen Wettbewerb gegenüber zerrissenen Gesellschaften klar im Vorteil. Interne Stärke durch Kohärenz ist eine strategische Notwendigkeit, keine naive Utopie.
3. Die Vorreiterrolle: Der „magische Moment“
Die Geschichte zeigt, dass radikale Innovationen oft als lokale Experimente begannen, die sich aufgrund ihrer Effektivität ausbreiteten. Was könnten wir skizzieren: Ein Land, das durch den Mut zur Verfassungsreform seine Handlungsfähigkeit zurückgewonnen hat und dadurch zum Modell für andere Nationen wird. Man muss nicht warten, bis die ganze Welt mitzieht, um das eigene „Betriebssystem“ zu optimieren; im Gegenteil: Der Erfolg der Losdemokratie bei der Lösung komplexer Probleme (wie der Externalisierung von Kosten) erzeugt einen Nachahmungsdruck auf andere Systeme.
4. Institutionelle Absicherung der Kontinuität
Für die handwerkliche Kontinuität (Planung/Bürokratie) bieten die Quellen konkrete Lösungen an:
„Der Einwand ist verständlich, wenn man Planung an Personen festmacht. Aber echte Konsistenz in der Moderne erwächst nicht aus der Dauerhaftigkeit einer Elite, sondern aus der Belastbarkeit eines Konsenses, den nur die Einbeziehung aller Bürger (Isonomie) leisten kann. Die Losdemokratie macht uns nicht schwächer, sondern beendet die systemische Selbstlähmung, die uns heute gegenüber globalen Mächten erst wirklich verwundbar macht