
Wer kann sich noch daran erinnern? Soeben ist das Finale des Eurovision Song Contest 2016 über die Bühne gegangen – und was für eines! In einem Herzschlagfinale hatte die Ukraine Russland noch vom Thron gestoßen und sich die ESC-Krone gesichert. Ausgerechnet mit einem kontroversen Song über die Deportation der Krimtataren während des Zweiten Weltkriegs. Die Credits laufen, die Sendung ist vorbei und ESC-Fans wie auch ESC-Ferne haben nur noch eine Sache im Kopf: „LOVE LOVE, PEACE PEACE!!“
Ja, Musical-Acts gab es im ESC-Kosmos auch schon vor 2016. Aber erst als Petra Mede und Måns Zelmerlöw den Smash-Hit als Pausen-Act zum Besten gaben, entwickelte sich daraus so etwas wie ein Trend. Gleich vorab: Dieser Artikel soll kein Best-of der Musical Acts werden. Falls ihr das erwartet habt, muss ich euch leider enttäuschen. Bei Viva Vienna lassen wir schließlich die Show in Wien Revue passieren – und damit konzentrieren wir uns natürlich auf das, was im Mai passiert ist.
Am Titel „Wann stirbt der Trend denn wieder?“ kann man vermutlich schon erahnen, wie ich zum Konzept „Musical-Act“ stehe. Trotzdem muss ich dafür ein wenig ausholen.
Wer das Melodifestivalen kennt, weiß, dass solche Showeinlagen der Moderator*innen – gelegentlich ergänzt durch Gast-Acts – dort längst Tradition haben. Im Grunde haben die Schweden dieses Konzept auch beim ESC etabliert, allen voran Petra Mede. Und weil sie das schon so lange machen, haben sie darin eben auch eine gewisse Routine entwickelt. Tatsächlich müssen für einen gelungenen Musical-Act einige Dinge zusammenspielen:
- Ein eingängiger Refrain
- Eine geballte Ladung Wortwitz
- Charismatische Interpret*innen
- Unerwartete Wendungen und Überraschungen (wie eben Gäste)
- Ein Thema, das in dieser Form noch nie behandelt wurde und auf das vermutlich niemand freiwillig gekommen wäre
- Und natürlich ein eingängiger Refrain. Ja, den hatte ich schon erwähnt – aber er ist eben wirklich wichtig
Das sind die Grundvoraussetzungen. Fehlt einer dieser Faktoren, kann ein Musical-Act schnell zum Reinfall werden. So vielleicht auch in Wien geschehen.
Viktoria Swarovski und Michael Ostrowski präsentierten im Rahmen der Shows im Mai gleich drei Musical Acts. Zum einen gab es das humoristische Opening des zweiten Halbfinales, in dem das Staging von „Wasted Love“ parodiert wurde. Zudem wurde ebenfalls „I’m so excited“ von den beiden performt, in dem gerade Viktoria ihre Tanz-Skills auspacken durfte.
Zum anderen folgte im ersten Halbfinale der Pausen-Act „Opposites“, der sich der verblüffenden Ähnlichkeit zwischen „Austria“ und „Australia“ im Englischen widmete und als klassischer Musical-Act inszeniert war.
Dass diese beiden Acts wohl kaum in die ESC-Geschichte eingehen werden, liegt für mich daran, dass viele der oben genannten, notwendigen Zutaten gefehlt haben. Zu sehr hatte man in Wien das Gefühl, sich an früheren Shows zu bedienen. Spätestens seit Malmö wirkt es fast so, als gäbe es nur noch eine einzige Art, eine ESC-Show zu strukturieren. Ich hatte das Gefühl dass man Viktoria und Michael eben in dieses ESC-Moderations-Korsett gezwungen hat. Nach dem Motto: Sind sie prädestiniert für diese Art Musical-Einlage? Egal, sie müssen, das macht man nun eben beim ESC in letzter Zeit.
In Basel gelang mit „Made in Switzerland“ zwar noch einmal ein gelungener Musical Act, aber auch dort wurde das Rad letztlich nicht neu erfunden. (Wir sind natürlich dennoch dankbar für diesen Evergreen).
Für den ESC in Sofia hoffe ich deshalb, dass man sich von dem Trend der (mitunter etwas erzwungen wirkenden) Musical-Acts verabschiedet, nicht einfach bestehende Konzepte kopiert und das bulgarische Fernsehen der Show stattdessen einen ganz eigenen Stempel aufdrückt.
Wenn die Schweden ihre Musical-Acts weiterhin machen wollen, dann sollen sie das gerne tun. Nummern wie „Gina Gråter“ hatten sogar Songs, die mit etwas Fantasie problemlos selbst im Teilnehmerfeld hätten antreten können. Das bestätigten übrigens auch meine Freunde ganz von selbst – jene Menschen also, die ich regelmäßig dazu zwinge, mit mir ESC-Vorentscheide zu verfolgen – allen voran das Melodifestivalen.
Aber im Rest Europas gibt es genug Kreativität und Talent, um selbst ikonische ESC-Momente auf die Bühne zu zaubern – ganz ohne schwedisches Vorbild. Ich will auch an dieser Stelle nicht Viktoria und Michael diskreditieren oder ähnliches. Ich denke nur nicht, dass die Musical-Acts, die sie in Wien abgeliefert haben, einen wirklichen Mehrwert boten. Aber vielleicht seht Ihr das ja anders?
Lasst es mich in den Kommentaren wissen: Wie steht Ihr zu Musical-Acts beim ESC? Könnt Ihr nicht genug davon bekommen oder seid Ihr auch froh, wenn es damit Mal vorbei ist? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!
In unserer Reihe Viva Vienna bereits erschienen:
- (1) Die schönsten Wien-Bilder der Blogger*innen
- (2) Mein erster Eurovision Song Contest vor Ort
- (3) Wie war Wien als Gastgeberstadt 2026?
- (4) Das „Eurovision at 70“-All-Star-Medley beim ESC 2026 in Wien – ein neuer Klassiker
- (5) ESC 2026 in Wien: All My Life for a Night Like
- (6) Tagebuch ESC 2026: Mini-Storys aus meiner Zeit in Wien
- (7) Bevor wir heimgehen … Sechs Nächte im Euroclub
- (8) Zero points – Wie nah dran Sarah Engels, Essyla und UK an Televotingpunkten waren
- (9) Machen die neuen Jury-Regeln das ESC-Endergebnis unvorhersehbar?
- (10) Zu viel Drama, zu wenig Bangaranga? Warum die Favoriten 2026 scheiterten
- (11) So haben sich Juryvoting und Televoting beim ESC 2026 unterschieden
- (12) Eigentlich nur ESC – Ein Reisebericht zu meinem ersten ESC vor Ort
- (13) Deutschlands erstes ESC-Jahr unter Federführung des SWR – Die ultimative Bilanz
- (14) Absturz beim ESC 2026: Was ist mit Schweden passiert? Und wie geht es weiter?
- (15) Nicht im Finale, aber längst in unseren Herzen
- (16) Wie eine Inszenierung einen Song verändern kann – Die Magie hinter dem Staging von „Bangaranga“
- (17) Sarah Engels im Wonderland: In die ESC-Bubble gekommen, um zu bleiben?
- (18) Producers Curse? Diese Sache mit den Startplätzen beim ESC
- (19) All aboard – Die Eurofan Cruises auf der Donau
- (20) Die Bedeutung von Fanblogs für den ESC – die Diskussion, die niemand hören und sehen wollte
- (21) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Wettbewerbssongs aus diesem Jahr
- (22) Die Dancefloor-Hits vom ESC 2026 – Die Vorentscheidssongs aus diesem Jahr
- (23) Der ESC 2026 in Memes: Momente vom Teppich und Co.
- (24) Werden Public Viewings in der ESC-Gastgeberstadt immer wichtiger?
- (25) Songs in Landessprache gewinnen den Eurovision Song Contest nicht mehr
- (26) Das waren die Fan Favourite Fails und Dark Horses des ESC 2026
- (27) So sähe das Ergebnis des ESC 2026 nach einer Wertungen nach Platzierungen aus
- (28) Highlights der ESC-kompakt-LIVE-Youtube-Saison 2026
Diese Rückblickserien auf die letzten fünf Ausgaben des Eurovision Song Contest sind bereits erschienen:
- Bye Bye Basel: Unser Rückblick auf den ESC 2025
- Malmö Memories: Unser Rückblick auf den ESC 2024
- Leaving Liverpool: Unser Rückblick auf den ESC 2023
- Torniamo a Torino: Unser Rückblick auf den ESC 2022
- Replay Rotterdam: Unser Rückblick auf den ESC 2021
- Talking Tel Aviv: Unser Rückblick auf den ESC 2019
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Ich liebe Musicals! Victoria und Michael haben ihre Musical Acts gemeistert und nächstes Jahr wird es auch gut werden.
OT:
Nun steht es also fest gegen wen die Deutsche Frauen Nationalmannschaft im kommenden Oktober testen wird.
Es sind 2 Mannschaften, die bei den Frauen zur absoluten Weltspitze gehören und mit lauter Topspielerinnen gespickt sind.
Am 9. Oktober 2026 um 20:30 Uhr werden sie in Karlsruhe gegen die Topmannschaft und Mit-Gastgeber der Frauen WM 2023 Australien ein Testspiel bestreiten.
Das letzte Spiel zwischen diesen Mannschaften war auch ein Testspiel und zwar 2024 und Australien konnte mit 2:1 gewinnen. Dieses Spiel damals war auch gleichzeitig der offizielle Abschied und das letzte Spiel in der Nationalmannschaft von der lebenden Legende Alexandra Popp gewesen. Zuvor hatte die Deutsche Frauen Nationalmannschaft sie aber bei Olympia 2024 klar mit 3:0 geschlagen.
Und am 13. Oktober 2026 um 17:45 Uhr werden sie in Bremen gegen die Topmannschaft Japan ein Testspiel bestreiten.
Japan ist gespickt mit absoluten Topstars, darunter u.a. Momoko Tanikawa vom FC Bayern.
Und Japan wurde 2011 bei der Frauen WM bei uns in Deutschland Weltmeister und hat dabei u.a. die Deutsche Frauen Nationalmannschaft im Viertelfinale rausgeschmissen.
Das bisher letzte Spiel zwischen Deutschland und Japan, bei den Frauen, gab es 2019 und es war auch ein Testspiel, dass damals 2:2 endete.
Da macht die Deutsche Frauen Nationalmannschaft wirklich alles richtig. Denn nur gegen solche Gegner wird man auch wirklich besser. Es werden auf jeden Fall 2 Spiele auf Augenhöhe.
Bei der Deutschen Männer Nationalmannschaft wären solche Testspielgegner undenkbar. Sie haben sich nämlich im Vorfeld der Männer WM 2026 lauter Testspielgegner ausgesucht, die bestenfalls mittelmäßig sind. Und gegen solche Gegner wird man eben nicht wirklich besser. Mal schauen ob sich das unter Jürgen Klopp ändern wird.
Und das ist auch der Unterschied, warum die Deutsche Frauen Nationalmannschaft derzeit zur Weltspitze gehört und die Deutsche Männer Nationalmannschaft eben nicht und davon derzeit auch weit entfernt ist.
🙄
Und das hat jetzt genau WAS mit dem Artikel von Max zu tun?? 🙄
Mindestens soviel wie Pombären
Feger und die Unterflak v slimani
oder Kreuzfahrtschiffe
😀 😀 😀
Es reicht jetzt!
🤣
Musical-artige Unterhaltungsacts in den Zwischenpausen wird es wohl auch zukünftig geben. Wie soll man die freie Zeit sonst sinnvoll überbrücken.
Mal gelingen sie, mal nicht. Aber ohne wird es nicht gehen.
Früher ging es doch auch anders.
Früher war auch mehr Lametta. 😉
Joa, so langsam habe ich diese Art von Pausenact auch schon über. Damals war „Love Love, Peace Peace“ ja noch originell, mit jedem weiteren Act wirkte es dann abgestandener, lediglich „Made in Switzerland“ fand ich noch amüsant. Zu Wien sage ich mal lieber nix, besonders die Nummer mit Go-Jo fand ich einfach nur unangenehm und peinlich. 😩
Schließe mich an. Sobald die Kür zur Pflicht wird, ist es Zeit für frischen Wind.
Musicals sind doch eh jetzt Out! 😉
Nun kommt die Quiz-Ära beim ESC. 🥳 Wer zuerst 12 Punkte auf sein Quizkonto hat, gewinnt den ESC.
Da weiß man dann auch schon, wenn in drölfzig Jahren Deutschland mal gewinnen sollte, das Günther Jauch mit Jörg Pilawa und Babsi moderieren werden. 😱😂
*duckundweg*
Ich muss sagen: Das ESC-Quiz war wirklich der einzige Interval-Act, den ich dieses Jahr noch schlimmer fand als die Austr(al)ia-Musical-Einlage.
Gibt Schlimmeres.
Ich stehe total auf Musicals und solange solche Pausen Acts originell und nicht auf Krampf zusammengeschustert sind, dürfen sie gerne beim ESC einfließen , sie sind immer sehr unterhaltsam während der votingpause und allemal besser als die zähen langatmigen Interviews mit Dreifach-Translation mit den Teilnehmern vom Intervision letztes Jahr (ja ich weiß , Verräter🫣) , und oft auch besser als die Zwangspräsentation der neuesten Kreationen der Vorjahressieger , ich denke da mit Schaudern an Nemo mit seinem „Song“ aus der Welt des Wahnsinns
Ich mag Musicals beim ESC oder Melodifestivalen. Sie müssen, wie Max gesagt hat, aber gut gemacht sein und charismatisch präsentiert werden von den Moderatoren. Dies gelang dem Moderationsduo in Wien dieses Jahr nicht, während es den Schweizern und vor allem den Schweden immer wieder gelingt. Bestes Beispiel dafür ist „Gina Gråter“.😃 Besonders die Nummer mit Go-Jo fand ich einfach nur unangenehm und peinlich. Wenn ihm ausserdem die Melodie eines Musicals nach dem Ende diesem nicht als ein Ohrwurm erhalten bleibt, war es kein gutes Musical. Das war leider dieses Jahr bei der Nummer mit Go-Jo der Fall. 😐
Viva Vienna hat mit diesem Artikel damit die Rückblickserie von Malmö und Basel getoppt! Diese bringen es auf je 28 Folgen
Danke für die Info. 🙂 Habe mich schon gefragt ob die Rückblickserie von Malmö und Basel getoppt wurden.
„Made in Switzerland“ fand ich sensationell, die schwedischen Sachen auch meistens toll. Österreich dieses Jahr war eher ein Flop.
Ich mag ja Musicals. Und „Love, Love, Peace, Peace“ und „Made in Switzerland“ sind sicherlich zwei herausragende Perlen als Interval-Act beim ESC.
Aber trotzdem sollte sich dieser Trend mal so langsam verabschieden oder wenigstens für längere Zeit pausieren.
Das Drama in Wien ist ja kaum noch zu unterbieten, da war alles unterirdisch… nicht nur die Moderatoren, die nicht singen und tanzen konnten, auch die Musik und schrecklichen Texte dazu. Da waren alle Beiträge in allen Shows wirklich abschreckend und haben mich mit Fremdscham erfüllt.
Was sollte diese Verballhornung von „Wasted love“? Die nicht ausgebildete Swarowski im Badeanzug singend und tanzend auf die Bühne zu stellen war auch nicht die beste Idee und dieser Schauspieler, den niemand kennt, war schrecklich unlustig. Und „I’m so excited“? Was sollte ein amerikanischer, uralter Popsong da?
Und diese Schmach über Austria/Australia? Für wie bescheuert hält man die Zuschauer?
(Von diesen Quiz in den Halbfinals mal ganz abgesehen, ein absoluter Tiefpunkt in der Geschichte des ESC!).
Wenn Musicalnummern, dann bitte von Profis. Die haben das gelernt.
Ich mag ja von früher sein, aber in der Vergangenheit gab es echt innovativere Interval-Acts, man schaue nur auf Riverdance oder den Flashmob 2010 in Oslo (und dem Rest Europas). Allerdings muss ich auch nicht von Madonna oder Justin Timberlake unterhalten werden, die haben da so wenig zu suchen wir die Halbzeitshows bei der Fußball-WM.
Ich finde es ja gut, wenn frühere Teilnehmer bzw. Gewinner beim Interval-Act teilnehmen, aber fürs Jubiläum haben sie niemand anderen gefunden als Interpreten, die entweder bereits im Halbfinale ausgeschieden sind (GoJo), auch ansonsten nicht wirklich gut abgeschnitten haben (die Hüpfballnummer aus Malta), Uralt-Gewinner (Lordi, Ruslana, Verka und dieser Künstler aus Norwegen, der immer da ist) und was zur Hölle machte Max Mutzke da? Außer Geld natürlich?
Dieser Kinderzirkus… och, wie süß. Warum nicht gleich Katzenbabys und Hundewelpen, die kommen bei Menschen doch viel besser an.
Darf ich darüber hinaus weitermeckern? Ich tu’s einfach.
Diese Postkarten der Nahtoderfahrung der Künstler… wer kommt auf sowas und meint auch noch, das wäre gut genug?
Die ÖRR Europas fahren derzeit einen Sparkurs, da müssen wohl alle zurückstecken. Aber für ein 70-jähriges Jubiläum wurde da am falschen Ende gespart.
Mag sein, dass die letzten Jahre aufgrund der politischen Spannungen nicht so dolle waren, aber unterhaltsamer waren sie allemal.
Österreich, ich gönne euch jeden Sieg mit einem tollen Song, aber bitte kein ESC mehr von euch. Ihr könnt’s nicht. Schere (Wie man auf Jugendsprech wohl sagt).
Weil du ihn nicht kennst kennt ihn also niemand?? Schon mal daran gedacht dass du nicht das Zentrum des Universums bist?? 🙄
Nicht? Davon bin ich ausgegangen.
Und ich fand ihn selbst unlustig, nur zu Info. Aber dass ihn „keiner“ kennt ist halt auch nicht richtig.
Ich kenne ihn übrigens auch… und bin mir nicht sicher, ob er selbst das ganze lustig fand, es wurde ja alles gescriptet. Und man muss bei einer internationalen Show ja auch nicht jeden kennen… wer hat im Rest Europas jemals etwas von Judith Rakers gehört?
Echt lustige Unterhaltung zu bieten ist schwer. Hazel Brugger hat es geschafft, aber sie durfte auch in ihrem Genre glänzen.
Meiner Meinung nach sollen Moderatoren moderieren. Das darf ruhig mit einem Augenzwinkern geschehen, aber alles darüber hinaus sollte wirklich von Profis übernommen werden… sonst wirkt es nur billig.
Swarovski fand ich auch nicht gut. Man hat bei ihr einfach gemerkt dass sie sobald sie mehr als ihre drei Standardsätze bei Let´s Dance sagen muss komplett steif und verloren ist. Personality?? Was ist das?? Da hat selbst ein feuchtes Küchentuch mehr davno. Und zu der peinlichen Playbacknummer mit diesem Titel der mit dem ESC gar nix zu tun hat brauchen wir uns nicht äußern.
Guck mal, da sind wir uns doch weitestgehend einig. 😉
Es gibt immer Trends. Die Frage ist eher wie man die Aufmerksamkeit festhält während alle abstimmen. Aktuell sind es Minimusicals. Für 2027 hoffe ich, dass die Bulgaren sich sehr kreativ zeigen und etwas anderes machen.
Da du Riverdance erwähnst:
Mir hat „Love, Love, Peace, Peace“ von den Musical-Acts eindeutig am besten gefallen. Das war wirklich schön gemacht. Finde auch, dass man sich nächstes Jahr gerne wieder etwas einfallen lassen darf. Fände es z. B. schön, wenn man mal ein Act aus der heimischen bulgarischen Musikszene präsentiert. Muss ja nicht unbedingt mit dem ESC zu tun haben, aber sie haben doch bestimmt auch sehr gute Künstler oder Künstlerinnen/Bands. Das fände ich authentisch.
Ganz toller Artikel Max ! Du triffst es auf den Punkt!
Ja,ich finde auch,so langsam haben sich die Musical Einlagen überholt. Die Schweden konnten es natürlich am besten, Basel war auch noch sehr erheiternd, in Wien musste man Abstriche machen,da gefiel mir noch am besten I’m so excited.
Man sollte jetzt wieder mehr zu den klassischen Intervallacts kommen, die ich auch am meisten mag,nämlich Musik aus dem eigenen Land vorzustellen. Gut fand ich das damals in Lissabon oder auch in Kiew und auch in Turin.
Ich würde sogar sagen, dass man grundsätzlich von dieser Konvention weg sollte, dass die ESC-Moderation immer Comedy sein muss. Wenn man Moderatoren und Autoren hat, die das gut können, ok, aber so was wie dieses Jahr sollte nicht nochmal passieren.
Nach dem Erfolg bei den ESC-Fans mit solchen Interval-Musical-Nummern 2016 und 2025 finde ich, dass man davon wieder absehen könnte und andere, vielleicht auch mehr klassische Interval-Acts, wie es sie schon früher (oder „damals“ 😄 😁 😆 ) beim ESC gab, in die Shows einbauen könnte. Auf mich wirken sie nämlich meist als krampfhafter Versuch ein eher jüngeres Publikum anzusprechen, vielleicht auch weil solche Nummern „viral gehen“ können und sich gut als Vorlage für Internet-Memes usw. eignen. Vielleicht werde ich langsam zu alt dafür, aber ich sehne mich mal wieder nach klassischeren Interval-Acts, die mehr über den Austragungsort zeigen und die Kultur des Landes sowie die heimische Musikszene präsentieren. Irgendwie habe ich keine Lust mehr auf Comedy-Einlagen, Sing-a-Long-Acts mit früheren, random ausgewählten, ehemaligen ESC-Teilnehmer-Acts oder sonstigen Versuchen, satirisch wirkende Musicals, die manchmal mehr oder weniger lustig sind, auf die Bühne bringen zu wollen. Es muss jetzt zwar nicht so werden wie in Italien 1991 oder Aserbaidschan 2012, aber vielleicht irgendwas Spezielles, landestypisch und kulturell wertvoll wäre doch mal richtig unique, besonders in solchen Zeiten wie jetzt, wo alles so furchtbar austauschbar und schon mal gesehen & bekannt wirkt.
Off topic
Dara tritt beim Stockholm Pride auf am 30. Juli:
https://www.instagram.com/reel/DbX2gBbgtsx/?igsh=bjRubXJic2R4ZmIy
Das ist die World Pride in Amsterdam, auf der sie auftritt.
Musical-Nummern können gerne erhalten bleiben, man muss nur generell ganz viel besser machen als der ORF dieses Jahr.
Falls D jemals wider Erwarten gewinnen wird können es ja der Flori und der Giovanni ja besser machen.
Ich habe nicht gesagt dass die ARD das besser hinbekommt. Darum müssen wir uns auf absehbare Zeit aber keine Sorgen machen 🙂
Ich hasse Musicals, empfinde die hier besprochenen Beispiele aber auch nicht als solche, sondern als (grundsätzlich hochwillkommene) humoristische Wertungspausenfüller.
Und die sind halt immer (nur) dann gut, wenn das gastgebende Land sich damit in erster Linie selbst auf die Schippe nimmt. Klar, ‚Love Love Peace Peace‘ war eine Parodie auf bisherige Siegertitel, aber hauptsächlich eben auch auf die schwedische ESC-Erfolgsmaschinerie. Kein anderes Land hätte 2016 eine solche Nummer präsentieren können, die augenzwinkernd von sich behauptet, die geheime Siegerformel gefunden zu haben. Auf dieser rasierklingendünnen Linie zwischen anmaßender Selbstüberhöhung und köstlich-cooler Eigenironie hätte seinerzeit niemand so glaubwürdig tanzen können. Es war ja vor allem deswegen so witzig, weil es einerseits als Scherz gedacht war, aber eben auch einen Funken Wahrheit enthielt.
Ein Stück weit hat für mein Empfinden auch der Raab’sche Eröffnungsact 2011 mit den 42 Lenas deswegen so gut funktioniert: es war einerseits eine beeindruckend bombastische – und hervorragend inszenierte! – Show, nahm aber im selben Moment die wahnsinnige Raab’sche Egomanie und die Irrsinnigkeit, es noch einmal mit demselben Rezept zu versuchen, auf die Schippe. Nie war deutsches Großmachtgehabe so unterhaltsam!
‚Made in Switzerland‘ lebte von der selben Mischung aus Überheblichkeit und Selbstironie: dass die Eidgenoss:innen schon sehr stolz sind auf ihren Reichtum und ihren Erfindungsgeist, ist ja einfach eine Tatsache. Dass sie sich (zu Recht) für international unterschätzt halten, auch. Deswegen – und weil wir aus der Schweiz bislang eher solche humoristischen Totalausfälle wie Emil oder Kurt Felix gewohnt waren – hatte ja auch absolut niemand damit gerechnet, dass sie das mit einem derartig sympathischen Augenzwinkern und einer derartig selbstsicheren, talentbasierten Leichtigkeit präsentieren würden. Das hat natürlich vor allem mit der großartigen Hazel Brugger zu tun, die als Ausnahmefigur im deutschsprachigen Unterhaltungsbusiness als Einzige einer Petra Mede tatsächlich das Wasser reichen kann.
Unser superverkrampftes österreichisches Glas-Glitzer-Pärchen des Grauens konnte das natürlich nicht, schon mangels Charisma. Und auch wenn die Grundidee zu ‚Opposites‘ ja eigentlich so witzig wie naheliegend war: die Umsetzung war es halt nicht. Weil man hier die Eigenironie nur behauptet, also vorgetäuscht hat (so, wie Swarovski vortäuscht, hochwertige Pretiosen anzubieten, in Wahrheit aber absurd überteuerten Straß verhökert). Tatsächlich machte sich die Nummer ja in erster Linie über die dummen Europäer:innen (und Amis) lustig, die es nicht schaffen, ‚Austria‘ und ‚Australia‘ auseinander zu halten, wiewohl die beiden Nationen doch unterschiedlicher nicht sein könnten. Aus dem supercoolen „Wir wissen schon selbst, dass wir die Besten sind, aber genau deswegen können wir auch so entspannt über uns selbst lachen“ wurde hier ein „Wir tun jetzt mal so, als ständen wir da drüber, aber eigentlich wollen wir es endlich mit Gewalt in eure ignoranten Spatzenhirne hämmern“.
Das war übrigens bei den „ESC Academy“-Sketchen genau so: ESC-Nerd-Wissen unterhaltsam aufbereitet zu präsentieren, ist ja, wenn auch keine neue, so doch eine naheliegende Idee. Nur fehlte auch hier die notwendige innere Distanz. Die Swarovski sagte hier ihre Sätze ohne jede Spur von Ironie auf, sie wirkte, als fühle sie sich wirklich als Professorin, die hier wichtiges Wissen präsentiert – das war fremdschämpeinlich und komplett unlustig.
Sehr langer Rede kurzer Sinn: unterhaltsame Wir-nehmen-uns-selbst-und-den-Contest-auf-die-Schippe-Einlagen kann und soll es gerne weiter geben – WENN sie denn gut gemacht und organisch eigenironisch sind. Sonst bitte lieber eine lokale Trachtentanzgruppe. Und: das ESC-Rahmenprogramm ist über die Jahre viel zu ausufernd geworden. Weniger wäre hier mehr.
bin echt kein Musicalfan, aber zur Auflockerung als Pausenact ist es schon okay, wenn es wirklich lustig ist.
Fand z.b. die Parodie auf Wasted Love zum scheckig lachen aber Made in Switzerland grässlich. Den ESC Quiz fand ich auch gut. Was Schorn alles wusste, hätt ich nicht gedacht.
Auftritte von irgendwelchen Superstars nach all den Wettbewerbsbeiträgen waren anstrengend und überflüssig. Sowas Geniales wie den Flash Mob gibts nicht alle Tage.
Bulgarien könnte Tief in Traditionellem graben. Glaub da kommt schon was Gutes und evtl. Neues.
Es gibt gute Musical-Numern und es gibt weniger gute. Gute darf man ruhig auch in zukunft machen. Aber beim Austria-Australia müssen die doch selbst gemerkt haben, dass das nix ist.
Aber ich hoffe auch, dass das bulgarische Fernsehen dem ESC seinen eigenen Stempel aufdrücken kann und was neues in petto hat. Und es darf auch gerne viel Dara sein, sie hat genug künstlerische Qualität um mehr zu zeigen als nur eine Wiederaufführung des Siegertitels.
Das ist wie mit dem Musical beim Clubtreffen des ECG, man liebt es oder man hasst es. 😅 Davon abgesehen, wir hatten in Wien die schlimmsten Moderatoren seit 1976 (mein erster ESC)
Ich freu‘ mich schon auf das ESC-Pausenact-Musical von den ESC-Moderatoren Stefano De Martino, Damiano David und Laura Pausini beim ESC 2028 in Mailand. 😀
Mit Überraschungsgast Philipp Hansa. 😉
Philipp Hansa wird ESC-Moderator und ESC-Pausenact-Musicaldarsteller beim ESC 2029 in Graz. 😀
Sag nie wieder voraus, dass ich die Stelle Würzburg kriege!
Das Vorstellungsgespräch lief unter aller Würde…
Drehen wir den Spieß doch mal um:
Deine Prognosen:
Mit dem „Feger“ von der Tankstelle wird nie was laufen! Und ich werde das Haus plus Gründstück verlieren. Achso: Meinen Traumjob bekomme ich auch nicht.
Los, schreib es, ESCK-Netta! Dann wird alles gut. 😛
OK, Timo sagt beim nächsten Mal voraus, dass du die Stelle auf gar keinen Fall bekommst und du gewinnst auch nicht im Lotto, Annalisa nimmt nicht bei Sanremo teil und kann deshalb auf gar keinen Fall Sanremo und des ESC gewinnen, … (bitte selbstständig fortsetzten). 😉🙈
Bämsen!
Ich schreib noch ne Bewerbung, bin aber schon etwas betütelt.
So bin ich am kreativsten. Allerdings bekomm ich bei „Minijob“ unanständige Gedanken. 😛
Außerdem wird gewinnt laut Timo Bayern in der nächsten Saison und darüber hinaus alle Titel im Fußball und nicht SCHALKE. 😜
Haha! Unsere Liste für Timo wird lang… 😉
Das werde ich niemals schreiben können, weil ich dir von Herzen wirklich nur das Beste wünsche !!!
Du schaffst die Trendwende !!! 😀
Made in Switzerland war genial und witzig. Die anderen hätte ich nicht gebraucht…
Von Bulgarien würde ich gerne etwa landestypische Musik hören.
Das problem in wien war.
Wenn man ein musical act schlecht kompiert von modratoren die 0 karisma haben wirkt das ganze billig und plump.
Die Parodie auf „Wasted Love“ fand ich sogar gelungen und durchaus witzig. Die beiden anderen Einlagen weniger.
Ich denke, in Wien hat man ziemlich improvisiert, was die Pausenacts betrifft. Das Moderatorenduo hat man erst sehr spät fixiert und am Ende war zu wenig Zeit, um sich etwas Neues einfallen zu lassen. Man hätte vielleicht auch das Autorenteam etwas breiter aufstellen können. Es gibt kaum ein Land, das so eine hohe Qualität an Theaterproduktionen bietet wie Österreich, gerade was Musiktheater betrifft. Da hätte man bestimmt fähigere Leute gefunden, wenn man sich rechtzeitig umgeschaut hätte.
Letztlich war das Finale aber sehr schön gestaltet, finde ich, besonders die Eröffnung. Natürlich war es schwierig, den einen oder anderen ESC-Star für das Medley zu organisieren und Conchita hätte bestimmt für einen emotionalen Höhepunkt in der Halle gesorgt. Das hat man in den Einspielern gespürt. Sobald Conchita auf dem Bildschirm zu sehen war, brandete großer Jubel auf.
Die Pausenacts waren eigentlich durchgängig in den letzten Jahren nicht sehr abwechslungsreich. Mir fehlen die landestypischen Acts. Ein Lowlight war da Basel für mich, das im Finale ausschließlich ESC-Acts auf der Bühne hatte. Ich hoffe, 2027 wird richtig bulgarisch werden.
Letztlich ist das alles aber Geschmackssache, der bekanntlich in den vielen Ländern sehr unterschiedlich ist und in der Bubble nochmal ganz anders als beim Durchschnitts-ESC-Schauer.
Endlich schreibt’s mal einer! 👍
Ich kann es auch nicht mehr sehen. Jedes Jahr dasselbe, letztlich eine langweilige Parodie der Vorjahre. Originell wäre dagegen als Pausenprogramm z.b eine Parade der legendärsten „Null Punkte Songs“! Grüße an Jan Teigen und Kojo. 😉
Also „Love, Love, Peace, Peace“, „We just love Eurovision too much“ und „Made in Switzerland“ haben mir sehr gut gefallen. Die diesjährigen Einlagen fand ich dagegen nur mäßig, da hätte man sich durchaus etwas originelleres einfallen lassen können.
Keiner schreibt vom Musical in Malmö 2013. Kein Wunder, dass war sehr langweilig. Grundsätzlich finde ich die ganzen ESC seit mindestens 10 Jahre sind im Ablauf sehr ähnlich. Die Bühnen unterscheiden sich kaum. Diese viel zu vielen „Pausenacts“ pro Jahrgang wiederholen sich auch mehr oder weniger. Mal schauen was Bulgarien macht.