Talking Tel Aviv (16): …und niemand spricht über Russland

Foto: Andres Putting

Sergey Lazarev hat für Russland mit „Scream“ beim Eurovision Song Contest 2019 den 3. Platz belegt. Aber irgendwie scheinen das die meisten schon wieder vergessen zu haben. Selbst am Abend des großen Finales scheint das so gut wie keine Rolle gespielt zu haben. Auch nicht, dass Sergey Lazarev nun schon zum zweiten Mal nach 2016 den 3. Platz beim ESC erreicht hat. Eigentlich ein Wahnsinnserfolg. Trotzdem scheint das in der öffentlichen (sprich: Fan-) Wahrnehmung so gut wie keine Rolle zu spielen. Jedenfalls habe ich den Eindruck, dass „Scream“ im Nachgang zum ESC kaum beachtet wird. Woran liegt das?

Die russische Delegation hatte jedenfalls einen großen Plan für dieses Jahr. DER Superstar Sergey Lazarev sollte nach zwei verkorksten Jahren (Nicht-Teilnahme 2017 sowie das allererste Halbfinalaus 2018) bestenfalls den Sieg nach Hause holen. Schon in Lissabon vor einem Jahr war das Gerücht gestreut worden, man arbeite an einem ESC-Comeback des ESC-Dritten von 2016.

Entsprechend groß war der Hype bei den einen und die Ablehnung bei den anderen, schon bevor überhaupt nur ein Ton von „Scream“ veröffentlicht war. Vielleicht war die Erwartungshaltung einfach zu groß. Jedenfalls stellte sich schon kurz nach Veröffentlichung Ernüchterung ein. Der Song verlor sich irgendwo im grauen Nirgendwo, löste weder besonders viele Begeisterungsstürme aus noch besonders viel Ablehnung – beim ESC keine gute Visitenkarte, wie wir wissen, denn es geht darum zu begeistern, zu polarisieren. Trotzdem blieb bei vielen Fans die Sorge, dass „Scream“ zu einem zweiten „Running Scared“ werden könnte.

Die Mittelmäßigkeit des Songs dürfte auch der Grund sein, warum „Scream“ nicht nachhaltig im Gedächtnis geblieben ist. Selbst in Russland selbst hat die (nicht-angetretene) Ukrainerin Maruv Sergey überflügelt. Und wo Duncan Laurence als Sieger natürlich noch überall präsent ist, „Soldi“ in Israel und Italien zum Megahit geworden ist und einen Preis für den besten Songtext gewonnen hat, wo auf keinem CSD „She Got Me“ fehlen darf, da spielt der russische Beitrag keine Rolle.

Übrigens war auch die Performance zu dem Lied eher mittelmäßig. Das russische Team hat hier einen Spagat versucht zwischen der Überinszenierung von „You Are The Only One“ und einer typisch gefühligen Balladen-Zurückhaltung. Für ersteres war die Inszenierung dann aber über weite Strecken zu langweilig, für zweiteres zu kühl und berechnend.

Erwartungsgemäß kam Sergey insgesamt beim Publikum besser an als bei den Jurys und ich würde tippen, dass „Scream“ nicht auf dem dritten Platz gelandet wäre, wenn es nicht aus Russland gekommen und nicht von Sergey gesungen worden wäre. Aber auch bei den Zuschauern ist der Titel eben „nur“ auf dem 4. Platz gelandet. Da ist es etwas schade, dass Sergey nach dem ESC auf Instagram (s. Post unten) über die Jurys schimpft, die ihm 0 Punkte gegeben haben, und dabei noch politisch die sicherlich ebenfalls politisch motivierten fünf letzten Plätze bei den georgischen Juroren herausstellt. Damit zeigt er sich nach 2016 leider zum zweiten Mal als schlechter Drittplatzierter und sollte vielleicht mal ein paar Nachhilfestunden bei KEiiNO nehmen, die vorleben, wie man die Krone des Publikumslieblings mir Würde trägt.

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Rus/Eng ! Немного чисел! ЗРИТЕЛИ 11 ❗️ стран поставили это выступление на 1 место (по 12 баллов) , 3 страны на 2 место (дали по 10 баллов), 5 стран на 3 место(по 8 баллов). В сумме от зрителей всех стран мы получили 244 балла.❤️❤️ 🙏 огромное спасибо Увы,некоторые ЧЛЕНЫ ЖЮРИ из 17 (❗️) стран посчитали, что это выступление оценивается в 0 баллов! 🤷🏻‍♂️ К примеру, Все члены жюри Грузии поставили это выступление на последнее 26 место.🤦🏻‍♂️ Количество баллов от жюри остальных стран -125. Спасибо 🙏 Итоговое место : 3 Песня находится в Itunes чартах в 19 странах. Клип на песню Scream набрал в Youtube суммарно свыше 10 000 000 просмотров. Такая же цифра – почти 9.000.000- суммарное количество просмотров выступления с Полуфинала и финала Конкурса! P.s.‼️Стоит внести ясность в пост, тк он оказался не очевидным для всех. Я не оспариваю результаты, и более того, счастлив своему призовому 3 месту! Я лишь написал статистику голосования зрителей и жюри, статистику просмотров и чартов, чтобы было нагляднее.А как к ней относится- выбор ваш! Более того, я считаю , что в ситуации сложнейшей конкуренции и прекрасных песен на конкурсе в этом году, 3 место- это Огромная победа! И я счастлив! —- ENG- Some numbers. THE VIEWERS of 11❗️countries put this performance on 1st place (with 12 points), of 3 countries on 2nd place (with 10 points), of 5 countries on 3rd place (with 8 points). In total, we received from the viewers 244 points. ❤️❤️ 🙏Thank you. THE JURIES of 17 countries thought that this performance is rated with 0 points! 🤷🏻‍♂️ For example, all the members of the jury of Georgia put this performance at the last 26th place. Amount of points from the juries: 125. 🙏 Total place: 3 👍🏻❤️ The song is in ITunes Charts of 19 countries. Music video “Scream” in YouTube scored a total of over 10.000.000 views and almost 9.000.000 is the total number of views of performances in the Final and Semi Final! #Eurovision2019 #Eurovision2016 #ДеньСурка #Russia #Scream #SergeyLazarev @fkirkorov @dimitriskontopoulos @iliaskokotos @fokasevagelinos

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Trotzdem: Sergey scheint sich mittlerweile mit dem Ergebnis angefreundet zu haben und verfolgt weiter seine Karriere. Und wer weiß, vielleicht wagt er ja irgendwann sogar noch einen dritten Anlauf beim ESC…

Was denkt ihr? Ist „Scream“ tatsächlich schon vergessen? War der Song unter Euren Favoriten? Und sollte Sergey nochmal zum ESC zurückkommen?

Bereits erschienene Talking-Tel-Aviv-Folgen

(1) Duncan Laurence, der lachende Dritte
(2) Leider ein berechtigter vorletzter Platz für Deutschland
(3) Dynamisches, emotionales und farbenfrohes Opening des Finals
(4) Braucht’s wirklich vier Moderatoren?
(5) Mehr ist mehr – aber nicht beim Pausenact
(6) Nordmazedoniens erster ESC-Sieg – bei den Juroren
(7) Sind KEiiNO die wahren ESC-Sieger?
(8) Muss man den eigenen Beitrag unterstützen?
(9) Macht’s die neue Punktevergabe spannender – und gerechter?
(10) Peter Urban – die (bereits zu?) langjährige Stimme des ESC
(11) Dana International und die schwulste Kiss Cam der Welt
(12) Interne Auswahl oder Vorentscheidung – was brachte mehr Erfolg?
(13) Von wegen zeitgemäß! DJs haben beim ESC keine Chance
(14) Wieder gewinnt ein minimalistischer Auftritt – ein neuer Trend?
(15) Die letzten Plätze. Oder: Was 2019 beim ESC nicht funktionierte



29 Kommentare

  1. es war klar, dass er einen perfekten auftritt abliefern wird. er wurde ja von vielen als sieger erwartet, von nahezu allen in die top 5 getippt. und dann ist ein dritter platz halt maximal die erfüllung der erwartung- oder sogar weniger.
    das ist ja auch kein neues phänomen. 2006 z.b. haben die meisten gedacht, dass carola einen starken auftritt hinlegt, schweden eh oft erfolgreich war und carola am ende gewinnt. und somit wurde ihr 5. platz auch wenig beachtet. dabei ist ihre bilanz mit einem fünften, einem dritten und einem ersten platz ja wirklich eindrucksvoll…
    aber ich denke, dass das halt stark an der erwartungshaltung liegt. und dann wird luca für den vierten platz mehr gefeiert als sergey für seinen dritten…

  2. Wenn die Performance aus Deutschland gekommen wäre, würden alle hier jubeln und sich fragen, warum das nicht gewonnen hat… Langsam zieht sich dieses Russland-Bashing in ESC-Kreisen aber ungemein Richtung „Ey, geht’s noch???“. Die Performance war gut und auch der Gesang war perfekt, von daher muss man sich schon fragen, warum das Lied aus Schweden oder Nordmazedonien von den Juries mehr Punkte erhalten hat. Denn über das Lied aus Nordmazedonien (und aus Schweden) spricht auch NIEMAND mehr. Keine Chartplatzierungen, kein Einsatz im Radio, keine TV-Auftritte. Insgesamt war der Jahrgang einfach gut, aber nichts besonders erwähnenswert. Warum da speziell Russland einen Artikel erhält, ist aber klar. Immer schön auf Russland einschlagen. Also die geben sich wenigstens Mühe beim ESC (im Gegensatz zu sagen wir mal Deutschland oder UK).

      • Ich meinte auch eher außerhalb der ESC-Bubble oder ESC-Welt und auch in Fankreisen. Da spricht NIEMAND über das Lied (ebenso über alle anderen Lieder übrigens auch kaum)

      • Stimmt, das ist leider das generelle Los des ESC. Deshalb habe ich ja gleich im ersten Abschnitt gesagt, was ich damit meine: „Trotzdem scheint das in der öffentlichen (sprich: Fan-) Wahrnehmung so gut wie keine Rolle zu spielen.“ Soll heißen: Ich habe beim Blick auf andere Fanseiten, in Kommentare, Videos usw. schon das Gefühl, dass Tamaras Sieg bei den Jurys mehr diskutiert wird als Sergeys dritter Platz. Klar, das habe ich nicht empirisch nachgeprüft und das ist total subjektiv, aber so ist die Reihe „Talking Tel Aviv“ ja auch explizit angelegt und das habe ich auch – ebenfalls gleich im ersten Abschnitt – geschrieben.

  3. Dafür, dass Scream schwächer war, kann Sergey froh sein, Platz 3 verteidigt zu haben, alle guten Dinge sind drei und ab ins Tonstudio, Sergey 🙂
    Persönlich gefällt mir die russische Version besser, die im Juni präsentiert wurde.

  4. Sich über die Juries zu beschweren, wenn die hohen Zuschauer-Punkte fast alle aus Satelliten- und Diasporastaaten kamen, zeugt von verzerrter Realitätswahrnehmung – vor allem wenn man bedenkt, dass das russische Team nach Release des Videos selber das Interesse zu verlieren schien. Es ist – wie Deutschland, Israel, Frankreich und Nord-Mazedonien – ein Song, der besser in ein Musical passt; von daher kein Wunder, dass nicht mehr über das Ding geredet wird.

    • Da haste recht. Selbst eine Angelika Milster hätte dieser müde aufgeblähten Musicalnummer zu keiner besseren Platzierung verhelfen können. Mit Rang 3 ist Sergey mehr als gut bedient gewesen.

      • Das Bild mit den Micky Mouse Ohren ist aber schon älter, oder? Er hat da die nicht dieses Hamsterbacken-Frühstadium wie in Tel Aviv.

  5. Ich find das Lied eigentlich ganz okay. Trotzdem isses kein Song, den ich mir in meine Playlist gepackt habe oder so. Für mich war das einfach nur ein Lied für einen Abend, an dem man sicher auch mit der Performance noch zusätzlich glänzen konnte und weil Sergej selbst sicher ein guter Live-Sänger ist. Aber weil es eben nur für den ESC konzipiert wurde, ist es auch kein Song, den man im Radio spielen würde oder als Untermalung in irgendeinem TV-Beitrag oder wo auch immer verrückte Redakteure auf die Idee kommen könnten, ESC-Songs zu nutzen. Warum also sollte noch jemand über dieses Lied sprechen? Hat man zwei Mal gesehen, war okay, tat nicht weh, next please.

    Und, ja, natürlich waren die Jury-Punkte aus Georgien politisch bedingt. So what. Es ist ja nicht so, dass Russland von „politischen Votings“ hier und da profitieren würde. Und selbst wenn irgendwer noch Schweden oder Mazedonien besser fand: Geschmäcker sind nunmal unterschiedlich. Und dann wird auch die stolzeste russische Seele damit leben müssen, dass es nicht für die Spitze reicht. Auch wenn man natürlich alles darauf ausgerichtet hat.

    Haben wir Sergej eigentlich schon für den Kudu ausgeschlossen? 😀

  6. Naja, ob Duncan wirklich noch überall so ein großes Thema ist, weiß ich nicht so genau. Klar, es wird viel über die Niederlande, die Planungen etc. gesprochen, aber Duncan selbst spielt dabei im allgemeinen Diskurs eher eine recht schmale Rolle, besonders im Vergleich zum Vorab-Hype. Ich befürchte fast, er könnte die „Running Scared“-Nachfolge antreten und in drei Jahren heißt es dann: „Sag mal, wer hat eigentlich 2019 gewonnen? Ich komme grad nicht drauf“.

    Wie heißt es so schön: „Scream“ hat (außerhalb der Sergey-Fanbase und den Russland-Sympathisanten) einfach nicht genug mit dem Publikum „connected“! Da auch schon großer Teile der Fanbubble den Song getrost ignoriert und eher aus Pflichtgefühl zu den Siegesanwärtern gezählt haben, hätte man eigentlich schon ahnen können, dass es nicht bis ganz nach vorn reichen wird. Einen Teil dazu beigetragen haben mag auch dieses merkwürdige und aufdringlich egozentrische Staging, dass sich weder aus dem Songtext, noch aus sich selbst heraus wirklich erschlossen hat. Es ist wohl an der Zeit, dass Kirkorov sich für sein Dream-Team mal nach einem neuen Choreographen umschaut. Fokas Evangelinos hat anscheinend letztes Jahr beim #Bodytalk sein letztes kreatives Pulver verschossen…

    An sich ist ein dritter Platz aber natürlich ein toller Erfolg, Sergey (und Russland) dürstet es aber sicher nach mehr. Sollte er es tatsächlich nomal wagen, wäre es klug, einen großes Bogen um Kirkorov/Kontopoulos-Ware zu machen und visuell alles eine Nummer kleiner angehen zu lassen. Eine ganz intime Ballade auf Russisch über seinen Sohn wäre doch was, dann freut sich zumindest Matty 😉

  7. Ich schließe mich größtenteils merlin an. Natürlich wird über überraschende Ergebnisse (Nordmazedonien Jurysieger, Norwegen Televotingsieger) und überdurchschnittlich positive Resultate (Schweiz) mehr gesprochen als über erwartbare Platzierungen. Da finde ich jetzt auch nichts weiter bei.

  8. Ich höre „Scream“ persönlich noch sehr oft und das hat tatsächlich weder mit dem Land noch mit dem Künstler zu tun, sondern einfach weil ich den Song mag 😀 So isses halt… 🤷‍♂️
    Und es ist so viel schöner als 2016!

  9. Ich bin anscheinend eine der wenigen Personen im , die „Scream“ als Song richtig, richtig super findet. Vor allem das Video dazu war absolut genial. Leider gilt das nicht für die Bühnenperformance, da stimmte nichts. Der dritte Platz ist okay, aber sicher nicht das, was die Russen sich erwartet haben.

      • Weder die S!sters noch Sergej Lazarev haben in meinen Augen das Staging „verkackt“. Ich fand beide gut, aber die S!sters haben mich noch mehr bewegt und waren für mich das größere Highlight.

      • Leider nützt es wenig, wenn ein ESC-Kompakt-Leser unsere Mädels gut fand. Die Jurys und die europäischen Zuschauer hätten sie gut finden müssen. 😉

      • Stimme Dir zu, bis auf die beiden bestimmten Artikel „die“ (ok, das „ein“ hat mir auch nicht so gefallen, aber im Moment mag tatsächlich dieser Eindruck entstehen 😉 ). Es gab Jury-Mitglieder, denen der Titel sehr wohl gefallen hat, und es gab bestimmt auch außer mir noch weitere europäische Zuschauer, die den Titel und/oder den Auftritt gut fanden, aber viele davon fanden halt noch andere Beiträge besser, sodass es nicht zu einem Anruf gereicht hat.

        Beim Live-Blog hier während des ESC habe ich mich über die Reaktionen direkt nach dem S!sters-Auftritt insgesamt gefreut, ich erinnere mich an Worte wie „positiv überrascht“. Das will ich doch nochmal in Erinnerung rufen, damit nicht nur „Auftritt verkackt“ und „Sorry, zero points“ als Einziges übrig bleiben.

  10. Auftritt: ich bin mir ziemlich sicher dass die 8 (oder waren es 9?) Sergeys für einigen Grund waren den Beitrag nach unten zu bewerten. Technisch perfekt ausgeführt und zwar so perfekt, dass der Song nicht wirklich berührte. Da liegt der Unterschied zu Tamara: sie hat Spaß beim Auftritt gezeigt und dadurch wirkte ihren Auftritt viel realer, lebendiger.

    Sergeys Gemecker ist halt typisch Russisch. Spielerei mit der Opferrolle. Erst wenn es nicht solche Reaktionen gibt, sollte man sich fragen ob alles noch in Ordnung ist.
    Die Rangliste mit Punkte nach Platzierung für 2019 ergibt einen 5. Platz für seinen Schrei (3. Schweiz, 4. Aserbaidschan). Er darf sich freuen über seinen dritten Platz. Ohne Doping erreicht. Ohne Jurymitglieder zu beeinflussen erreicht. Und die Punktevergabe aus Russland selbst ist genauso politisch motiviert wie die Jurys in den Nachbarlanden.

    Für Profis wie Sergey ist der ESC einen Ausflug. Hat er anschließend einen Tour gemacht um seinen Song zu promoten?

    Wirklich Favorit war ‚Scream‘ nicht bei uns und er darf demnächst gerne in seinem Heimat bleiben. Russland hat noch viel mehr zu bieten.

    @floppy1992 – Duncan ist dabei sich als Sänger einen Namen aufzubauen, auch außerhalb der ESC-Fanzone. Promo-Tour, andere Songs ausprobieren (was kommt an, was nicht), die richtige Leute um sich herum sammeln. Ob er ganz groß wird oder nur in Nordwest-Europa bekannter wird …
    Jedenfalls will er nicht noch einmal für die Niederlande beim ESC mitmachen, geht auf Abstand und das gefällt mir besser als so manche Gewinner*in in diesem Jahrzehnt.

    • Das darf er auch alles gerne tun. Und über die die Fanclub-Treffen tingeln, bis er tot umfällt, braucht er schon gar nicht, dafür haben wir ja Charlotte Perrelli und Suzy. Mir ging es eher darum, dass Duncan in den Fan-Diskussionen, die man so verfolgen kann, kürzer kommt als man es von einem ESC-Sieger (und damit in Bubble-Kreisen quasi mit einer Art höheren Weihe versehen) eigentlich erwarten würde. Hier macht sich wahrscheinlich sein Status als Kompromiss-Sieger bemerkbar; eine besondere Situation wie bei Jamala, die für Gesprächsstoff sorgen würde, liegt dieses Mal ja nicht vor. Seine Schuld ist das aber nicht, schließlich hat er gewonnen, besser geht es nicht!

  11. Höre auch Scream noch des öfteren , obwohl mir Sergej und besonders Russland vollkommen Schnurz sind. Schönes Lied, gehört unter die TOP 5

  12. Was mir erst jetzt auffällt, z. B. bei Minute 2:30 sind die Köpfe der falschen Sergeys im Gesicht alle etwas schmaler als der echte… Das war natürlich nicht authentisch und hat mit sicher zwei, drei Plätze gekostet!^^

  13. Ein schreckliches Lied, welches nur durch das Herkunftsland und den dazugehörigen Fan-Votern unabhängig der Qualität angesichts des schrecklichen Staging einen unverdienten dritten Platz gemacht hat. Überbewertet, überfrachtet, übel.

  14. Tatsächlich war ich jemand, der erst nach dem ESC Finale von diesem Song begeistert war. Ich bin nicht ein Fan von Sergey, deswegen ließ mich das Lied zur Veröffentlichung bis zum Finale kalt. Nun singe ich es tatsächlich öfters vor mir her. Aber ja, Russland war halt kein Favorit für den Sieg, deshalb auch bestimmt vergessen, da er nicht gewonnen hat. 2016 war er ja der größte Favorit und zog mehr Aufmerksamkeit.

  15. Ich finde „Scream“ immer noch ein Meisterwerk und ich hätte mich bei der Inszenierung des Beitrages an das Video, das im Vorfeld des ESC gedreht wurde, gehalten.

  16. Ich war auch überrascht, dass die Performance nicht an das Video angelehnt wurde. Ich denke, dann hätte er auch Chancen auf den Sieg gehabt.

  17. Ich finde die Überschrift ziemlich zynisch. Besonders angesichts dessen da das Putin-Regime tausende Demonstranten niederknüppeln lies und der Kremlkritiker ins Nawalny ins Krankenhaus musste. Es gibt den Verdacht das er vergiftet worden ist. Sowas lässt halt Herr Putin mal gerne machen, frag nach bei den Briten. Es gäbe natürlich viel zu sprechen über Russland, aber die EBU lässt das nicht zu. Anstatt Russland auzuschließen, darf dieser Verbrecherstaat weiter am ESC teilnehmen. Aber wozu Moral und Anstand wenn es Einschaltquote kostet.

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