Marcel Bezençon Awards für Australien, Italien und die Niederlande; Songtext-Preis für Mahmood

Erste Probe Australien Kate Miller Heidke Zero Gravity ESC 2019
Foto: Thomas Hanses

Bislang sträflich vernachlässigt haben wir die Verleihung der diesjährigen (nach dem Gründer des ESC benannten) Marcel-Bezençon-Awards, die jährlich kurz vor dem ESC-Finale stattfindet. Das soll hiermit noch nachgeholt werden, um die verdienten Gewinner entsprechend zu würdigen.

Der Presse-Preis, mit dem die akkreditierten Journalisten den besten Song des Jahrgangs belohnen, ging an Duncan Laurence und seinen Song „Arcade“ für die Niederlande.

Der Künstler-Preis, mit dem die Fernsehkommentatoren die beste künstlerische Leistung belohnen, ging an Kate Miller-Heidke aus Australien.

Der Komponisten-Preis, mit dem eine Jury aus den teilnehmenden Komponisten die originellste Komposition belohnt, ging an Mahmood und sein „Soldi“ für Italien.

Mahmood bekam – gemeinsam mit seinem Co-Autor Dardust – übrigens auch den Preis für den besten Songtext verliehen. Dieser wird seit 2016 von der Webseite eurostory.nl verliehen und zu 75% von einer Jury aus Dichtern, Textern, Autoren, Journalisten, Komponisten, ehemaligen ESC-Teilnehmern usw. sowie zu 25% von den Besuchern der Webseite bestimmt. Auf Platz 2 des Votings landete „Telemóveis“ aus Portugal, auf Platz 3 „Friend Of A Friend“ aus Tschechien.

Hier die Begründung der Jury für „Soldi“:

The lyrics of ‘Soldi’ are painful and beautiful at the same time. A boy reflects upon his relationship with his father. He talks about the sweet things that the father used to say: (‘waladi habibi’, ‘my son, my love’). And about how he always used to ask his son: ‘How are you doing?’ (‘Come va?’) But the father went his own way, leaving his wife and his young son and, years later, that ‘How are you doing?’ has become an empty question. Because what the father actually wants is ‘soldi’. Money. The lyrics touch in brief upon all kinds of nuances of anger and sadness. The writers, Dardust and Mahmood, have introduced a great deal of variety to the words. There are cinematic sentences that could have come straight out of a short story, such as the beginning with the shisha and with Jackie Chan on the TV.
In other sentences, which are more like rap, the father is addressed directly (‘Dimmi se ti manco o te ne fotti, fotti’, ‘Tell me if you miss me or if you just don’t give a damn’). Another strong point is the little differences in the ‘come va’ lines, which mean that the story is told in a slightly different way every time. ‘Soldi’ gives us an insight into the lives of three people (father, mother, son) and is very real, powerful and full of despair, but even in the midst of all that rage maybe there is just a little hope too.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen und in diesem Sinne herzlichen Glückwunsch an die verdienten Gewinner!



7 Kommentare

  1. Gratulation an Mahmood, Duncan und natürlich an meine one and only Kate Miller-Heidke! 😀 „Artistic Award“, das ist sensationell 😍😍

  2. Ich freue mich auch für Italien! Voll verdient und so 🙂
    Und ich habe eine Frage: weiß jemand, ob man die kurzen Dankes-Clips aus der App irgendwo sehen kann? Hatari war ja göttlich…

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