Diese Acts wollen Deutschland beim ESC 2027 vertreten – Teil 3: Mittelalter-Techno & Ex-The-Voice-Kids-Talente

Das Duo Klangschmiede und Sängerin Linnea May – Bilder: Instagram @klagschmiede.official / @linnea_may

Die Bewerbungsphase für den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2027 läuft weiterhin. Noch bis Ende Septemeber können sich professionelle Musikschaffende beim SWR bewerben, der dieses Mal mit einem erfahrenen Musikteam zusammenarbeitet. Während noch unklar ist, bis wann genau die Vorentscheid-Beiträge ausgesucht werden, gibt es inzwischen immer mehr Acts, die ihre Bewerbung öffentlich verkünden.

Im heutigen Bewerbungs-Update starten wir mit einem Act, der uns persönlich kontaktiert hat, um von seiner Einreichung beim deutschen Vorentscheid 2027 zu berichten. Klangschmiede (Aufmacherbild, links) ist ein Projekt, bei dem Claudia Sokoll und Timo Tofaute zum festen Bestandteil gehören. Für die eigentlichen musikalischen Aufgaben des Projekts sind jedoch Gastmusiker*innen aus der deutschen Mittelalterszene zuständig.

Als wären Mittelalter- und keltische Klänge nicht schon ungewöhnlich genug, werden diese Einflüsse bei Klangschmiede auch noch mit melodischem Electro und Techno verbunden. Offiziell nennt sich dieser Musikstil „Medieval Techno“ und ist laut dem Projekt nichts, das sich wirklich beschreiben lässt, sondern das gehört werden muss. Obwohl Klangschmiede dem breiten Publikum noch nicht bekannt sind, konnten sie mit der Nummer „Dance Like The Sun“ schon 1,7 Millionen Spotify-Streams sammeln.

Laut eigener Aussage arbeiten Claudia Sokoll und Timo Tofaute mit unterschiedlichen Musiker*innen zusammen, die die Kompositionen von Klangschmiede singen und einspielen. So soll es auch im potenziellen Vorentscheid-Song sein, der noch nicht veröffentlicht ist. Neben englischen und deutschen Texten produzieren Klangschmiede auch Songs auf Norwegisch.

Während Klangschmiede noch nicht verkündet haben, wie ihr potenzieller Song für den deutschen ESC-Vorentscheid heißt und welche Gastmusiker*innen dabei sein werden, haben sie ihre Fans beim Videodreh mitgenommen. Sowohl auf Social Media als auch auf ihrer Homepage gibt das Projekt Einblicke in seine Bewerbung und deutet an, dass im potenziellen ESC-Song Instrumente wie die Drehleiher, der Dudelsack und die Flöte zu hören sein werden.

Eine ganz andere Richtung schlägt Linnea May (Aufmacherbild, rechts) ein. Die Sängerin hat jetzt öffentlich verkündet, sich für den ESC-Vorentscheid im nächsten Jahr anmelden und Deutschland vertreten zu wollen. Dabei erwähnt sie auch, dass vor allem Lena dabei eine große Inspiration für sie sei und dass sie die ESC-2010-Siegerin sogar persönlich kennt. Linnea May war in der dritten Staffel von The Voice Kids zu sehen, in der sie Lenas Team beigetreten ist.

@linnea.may

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♬ Ain’t In LA – ADÉLA

Doch das ist nicht Linneas einziger ESC-Bezug bisher: Die Musikerin trat 2020 bereits beim deutschen Vorentscheid für den Junior Eurovision Song Contest an. Jetzt soll es aber eine Spur größer werden und Linnea bewirbt sich für den ESC-Vorentscheid für Burgas. Welche Art von Song sie dafür einreicht, weiß sie laut eigenen Angaben noch nicht (siehe oben).

Übrigens ist Linnea wohl nicht der einzige ehemalige The-Voice-Kids-Star, der am deutschen Vorentscheid 2027 teilnehmen möchte. In unserer Instagram-Kommentarspalte deutete auch Abhinav Singh eine Bewerbung an. Er war in der vierten Staffel der Castingshow zu sehen, schaffte es jedoch nicht über die Blind Auditions hinaus. Dennoch kam es zu einer Zusammenarbeit mit Mike Singer, der seine Karriere ebenfalls bei The Voice Kids startete. Inzwischen veröffentlicht Abhinav Songs auf Deutsch (siehe unten).

Wer überzeugt dich von den drei vorgestellten Acts am meisten? Wen würdest du gerne im deutschen Vorentscheid für den ESC 2027 sehen? Lass uns deine Meinung wissen.



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5 Comments
Matty
Matty
2 Stunden zuvor

Die musikalische Vielfalt ist das A und O eines guten nationalen Vorentscheides!

Linus Bruhn, der heute im Fernsehgarten des ZDF auftreten wird, könnte ich mir ein zweites Mal nach 2019 beim Vorentscheid für den ESC vorstellen.

Last edited 2 Stunden zuvor by Matty
JoBi
JoBi
2 Stunden zuvor

Von den drei genannten finde ich Klangschmiede sehr interessant.

Peter Schlüter
Peter Schlüter
2 Stunden zuvor

Klangschmiede scheinen das sehr professionell anzugehen. So wünschen wir uns das. Einfach mal in kompletten Konzepten denken. 😀

Prometheus
Prometheus
28 Minuten zuvor

Bei dem ganzen Online-Auftritt von Klangschmiede ist so vieles KI-generiert, dass ich gar nicht weiß, was echt ist und was nicht.

Das Genre hört sich interessant an, aber ich kann es mir nicht vorstellen.

DJ-Performances haben es wegen der gezwungenen Statik ohnehin schon schwer und Electronica-Songs beim ESC sind ja schon ein Problem für sich. Jeder Song, der mit Drops arbeitet und einen Refrain hat, in dem nicht gesungen wird, ist zum Scheitern verurteilt. Das musste Schweden dieses Jahr schmerzvoll erfahren.

Aber ich habe dennoch Achtung vor der Arbeit und die Werbung können sie gerne für sich mitnehmen.

ESC1994
ESC1994
22 Minuten zuvor

Puh, also mit diesem Mittelalter-Act kann ich schon mal nix anfangen, sowas kommt immer rüber wie großgewachsener Kinderfasching (mag auch Boss Hoss nicht) und der Beispiel-Song (hat starke KI-Vibes) haut mich jetzt nicht gerade vom Hocker.

Bei den beiden anderen kann ich ohne Song eher wenig zu sagen.