Sergey Lazarev fährt für Russland zum ESC 2019 nach Tel Aviv

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Die Spatzen haben es schon letztes Jahr in Lissabon von den Dächern gepfiffen: Russland habe mit „I Won’t Break“ absichtlich einen schlechten Beitrag zum ESC geschickt, damit Sergey Lazarev im nächsten Jahr wie der Phönix aus der Asche zurückkommen und dann umso mehr strahlen könne. Und: So ist es jetzt tatsächlich gekommen. Sergey Lazarev ist der Vertreter Russlands beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel.

Der 35-jährige Sergey hat Russland bereits beim ESC 2016 in Stockholm vertreten. Damals sang er „You Are the Only One“ und gewann mit diesem Song und einer außergewöhnlichen Bühnenshow das Publikumsvoting. Die Jurys setzten Sergey Lazarev allerdings nur auf Platz 5, so dass es für Russland insgesamt zwar für einen respektablen, aber am Ende doch enttäuschenden dritten Platz reichte. Nun steht also die Revanche an.

Sergeys Beitrag für Tel Aviv soll von Dimitris Kontopoulos und Philipp Kirkorov geschrieben worden sein, die zusammen auch „You Are The Only One“ geschrieben haben. Die szenische Umsetzung wird Fokas Evagelinos übernehmen. Bei dem Lied für den ESC 2019 soll es sich um eine epische Power-Ballade mit großem Orchester handeln. Weitere Details werden am Wochenende bekanntgegeben.

Was meint ihr, ist es eine gute Idee, nach nur dreijähriger Pause zum ESC zurückzukehren?

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80 Kommentare

  1. 2016 war er mit Abstand mein Lieblingsbeitrag zum ESC! Russland wird auch dieses Jahr nichts dem Zufall überlassen (s. Komponisten…) !!:)))

  2. Bin mal gespannt, wie er Nettas Staging imitieren wird. Hat ja mit Mans‘ Staging damals super geklappt 😂 (Und nein, ich bin nicht böse, aber das war für mich sehr deutlich ein „oh, visuelle Effekte kommen super an, dann machen wir das noch exzessiver, dann gewinnen wir lol, also her mit der Leinwand“

  3. Qualitativ dürfen wir wohl einen hochwertigen Song mit einer tollen Performance erwarten.
    Dürfte dem ESC und seinen Zuschauern nur gut tun.

  4. Jetzt werden sich wieder alle ins Zeug legen Gott Sergey in den Himmel zu heben,,,Die Wettquoten für Ihn werden explodieren, Wiwibloggs werden gefühlt 150 Berichte bringen, einige ESC-Foren werden Ihn wieder mit freien Oberkörper bringen, Das tolle Team hinter Ihm wird in den höchsten Tönen hochgelobt, DER GROßE FAVORIT….Die Youtube Aufrufe gehen in die Millionen und das alles für diesen mittelmäßigen,nur wirklich in Russland, bekannten Sänger……KOTZ

  5. Ich bin auf Instagram schon ein fleißiger Follower von Sexy Sergey und die Fotos mit seinem Sohn sind einfach süß!

    Als ich gesehen habe, daß Rußland bei den Wettanbietern auf dem ersten Platz liegt, habe ich mir schon gedacht, daß mein Schatz nach drei Jahren wieder beim ESC mitmacht. Ich erinnere mich noch mit großer Freude an seinem Auftritt in Stockholm und hatte richtig Herzklopfen!

    Ich bin schon sehr auf den Song und die Umsetzung gespannt und kann es auch gar nicht mehr abwarten! Sergey, mein süßer Hase, enttäusche mich nicht!

    Es gab beim ESC schon erfolgreiche Comebacks. So wurde Katja Ebstein 1971 in Dublin Dritte und neun Jahre später in Den Haag Zweite. Carola belegte 1983 in München den dritten Platz und gewann acht Jahre später den ESC in Rom. Johnny Logan gewann sogar 1980 und 1987. Chiara wurde beim ESC 1998 Dritte und sieben Jahre später in Kiew Zweite. Die Liste läßt sich beliebig fortführen.

      • Matty hat vier erfolgreiche Comebacks genannt. Ich verdoppele auf acht mit Vicky Leandros, Udo Jürgens, Dima Bilan und Poli Genova und bin jetzt gespannt auf deine 80 Gegenbeispiele.

  6. @Matty Der blanke Neid?? aus welchen Grund bitte…Du hast Recht er ist nicht mein süßer Hase und ich finde seine Musik mittelmäßig,seine Stimme mittelmäßig aber das war es auch schon…i

  7. Ach Gott jetzt wollte ich schreiben, dass Matty und Usain sicher einen Orgasmus haben werden aber Matty ist anscheinend zu schnell gekommen und hat darum schon gepostet.

    • Sergey ist nicht mein Typ, stehe nicht auf „süße Hasen“, sondern auf echte Kerle wie z.B. Mans Zelmerlöw. Und jetzt bitte der Komplettausraster von Matty. Nein, bitte, bitte, lass es.

      • Mans Zelmerlöw? Ist da nicht der Nordkoreanische Diktator? Hab ich das richtig in Erinnerung?

      • Heute Abend ist ja der britsche ESC-Vorentscheid und da müssen wir diesen homophoben Frauenschläger mindestens 90 Minuten aushalten! „Meine Faust will unbedingt in sein Gesicht Und darf nicht, und darf nicht“ (Auszug aus „Was soll das?“ von Grönemeyer).

  8. @jeg und @4porelli schön Euch hier wieder gefunden zu haben …macht Spaß mit Euch zu diskutieren…Gottseidank hat der Benny das hier wieder geschaffen, wäre traurig gewesen eine ESC-Zeit ohne Euch alle hier

  9. Immerhin haben die Russen gepeilt, dass normalerweise eine andere Richtung als im Vorjahr gewinnt. Deswegen glaube ich ja an einen Balladensieg, aber dafür ist Sergey Lazarev der falsche, der war stimmlich 2016 nicht perfekt, auch wenn ich seinen Song michte…

  10. 2016 hatte Sergey eine visuell aufgebrezelte professionelle Popnummer am Start. Das hat bei mir für einen soliden 11. Platz gereicht. Viel Glück!

  11. Ich erinnere mich, dass ich kurz vorm Stockholmer Finale Wettquoten von 1:1 sah, an diesem Abend fehlte mir allerdings etwas für ein russischen Sieg. Dimans 2. Versuch fand ich deutlich schwächer, ich hoffe, dass es bei Sergey anders sein wird 🙂

  12. Von mir aus kann er zur Hölle fahren und nach dem Semi wieder nach Hause fahren. Was ja dann auch das Gleiche ist. Vielleicht singt er ja dann wieder so ein Propagandalied wie vor 3 Jahren. „You are the only one.“ Wer da wohl gemeint war.

  13. Ich kann die Kommentare hier nicht verstehen. Weis niemand welches Regime er repräsentiert? So tief in der Bubble, das man die Welt drumherum nicht mehr sieht? Russland ist nicht nur einer der homophobsten Länder überhaupt, sondern ist an allem beteiligt, was schmutzig und dreckig ist.

    • Und Sergey als Popsänger hätte damit deiner Meinung nach also die Pflicht, seinen Beruf an den Nagel zu hängen oder auszuwandern?
      Du kannst den Bürger eines Staates doch nicht für die Politik dieses Staates verantwortlich machen. Ich bin auch mit vielem unzufrieden, was in Deutschland passiert (zugegebenermaßen kein Vergleich mit Russland), aber wenn Menschen mich ablehnen würden, nur weil ich von hier komme, wäre das einfach Rassismus.
      Ich sags ja immer: Bei Russen hört alle Toleranz, die ständig von jeder Seite für alle gefordert wird, ganz plötzlich auf.

      • @Volkisistan: Der Lazarev startet für Russland, also ist er mit Sicherheit auch ein Gefolgsmann von Putin und unterstützt seine Politik. Oder glaubst du wirklich im Ernst, die lassen einen für Russland starten, der die Opposition in Russland unterstützt? Wohl kaum. Und wenn man aus einem Land wie Russland kommt, das wirklich an jeder Schweinerei beteiligt ist, die man sich denken kann (Staatsdoping, Unterstützung von Gewaltregimen) und das so derart homophob ist, da muss man sich nicht wundern, wenn nicht jeder Hurra schreit. Deswegen wir mir bei manchen Kommentare hier wirklich übel.

      • @ escfan05:

        Ich verstehe deine Ablehnung gegenüber Russland durchaus. Und ja, ich glaube, dass Sergey offiziell hinter Russlands Politik steht, was soll er auch sonst machen? Ich finde es eben nur immer schwierig, die Bürger eines Landes zu dissen, weil sie sich nicht laut und offen gegen die Mächtigen wenden. Das ist aus unserer westlichen und speziell deutschen Sicht imho sehr schwer zu beurteilen. Ich habe keine Ahnung, wie ich mich in Russland verhalten würde, weiß aber, dass ich bei den Nazis (die ja noch mal ne Schüppe schlimmer waren) Mitläufer gewesen wäre. Ich hätte nie den Arsch in der Hose gehabt, in den Widerstand zu gehen. Und würde ich als russischer Popstar meine Karriere riskieren? Ich fürchte nein.

        Prinzipiell finde auch ich, dass einige Länder besser nicht beim ESC dabei wären, aber da sie nun einmal da sind, will ich auch ein faires Voting für Song und Künstler.

  14. Der Vergleich mit Diman liegt nahe, wie bereits über mir jemand erwähnt hat. Ich hoffe aber nicht, dass sich Geschichte wiederholt, ich weiß nicht, ob ich nach Fußball WM und Olympia auch noch einen Propaganda- ESC aushalte.

    Ich wünsche mir, dass er wieder mit einer so guten Komposition wie 2016 antritt und dass es auch für die Hardcore Fans langt, Soll er von mir aus wieder den Dritten machen.

  15. @Lucius: Ein Ergebnis für Russland wie im letzten Jahr wäre mir persönlich am liebsten. Ich finde es sowieso das es ein Skandal, das ein Land wie Russland am ESC teilnehmen darf. Ich fürchte aber, wenn das Lied handwerklich gut gemacht ist, das die Leute dann so blöd sind, für diesen Song dann anzurufen. Dabei vergessen sie dann leider, was für ein Land dann dahintersteckt. Aber es gibt ja noch die Juries. Gottseidank. Die werden dann Russland wohl so runter werten, das sie zumindest nicht gewinnen.

    • Na ja, dann müsste man noch einige andere Länder vom ESC ausschliessen? Ob das wohl der richtige Weg ist? Ich glaube, man würde diese Länder noch mehr isolieren, was wahrscheinlich auch nicht gut wäre.

  16. 2016 war ich echt zwiegespalten. Das Lied von Sergej habe ich echt gemocht, auf jeden Fall mehr wie den Siegersong. Und habe mich fast ein bisschen geschämt dafür (Menschenrechte und so). Also meinetwegen kann er gern noch mal antreten, bin auf den Song gespannt.

  17. Ich freue mich und erwarte wieder eine großartige Show sowie einen bambastischen Beitrag. Top 5 sollte für Russland realistisch sein. 2016 fand ich Russland und Australien zig mal besser als den arithmetischen „Sieger“ aus der Ukraine.

  18. @Gaby: Antreten kann er ja, aber er sollte nicht gewinnen und am besten nach dem Semi nach Hause fahren. Von mir aus kann er während dem Auftritt auch Brechdurchfall kriegen.

  19. Das match 2016 war eher ukraine gegen russland und nicht jamala gegen sergey. Und in den menschlichen genen steckt eher die unterstützung für den kleinen david als für den grossen goliath. Zumal dazumal das russen-bashing seinen höhepunkt hatte.
    Das sergey lazarev wahrscheinlich für russland antritt, war ja eh klar, wenn man phillip k.’s instagram-account verfolgt hat.
    Ich denke, das russland die spitzenposition bei den wetten behalten wird und bis zum schluss der grosse favorit bleibt.

  20. Russland schickt sein A-Team und das ist gut so!
    Und wenns der beste Song sein sollte dann soll er natürlich auch gewinnen.
    Hoffentlich haben die Juries mittlerweile dazugelernt, sonst schaufelt sich der ESC langfristig sein eigenes Grab.
    Das hat schon seine guten Gründe warum der ESC unpolitisch ist auch wenn das manche hier nur schwer ertragen können.
    Und Sergey ist mal weniger homophob als Mans 😉 -just kidding-

    • Bei Sergey kochen ja die Gerüchte um seine sexuelle Orientierung wieder hoch. Wer sein Treiben wie ich auf Instagram regelmäßig verfolgt, der weiß, daß mein süßer Hase einen Sohn hat, der von einer Leihmutter ausgetragen wurde. Das läßt darauf schließen, daß Sergey schwul oder bisexuell sein könnte, da er keine Frau an seiner Seite hat. Sollte er seine Gesangskarriere irgendwann mal beenden, dann könnte er aus dem Schrank kommen, aber das ist alles Spekulation!

      @esfan05

      Deine gehässigen Kommentare zu Sergey kannst Du Dir dahin schieben, wo die Sonne nicht scheint!

      • @Matty: Ich finde deine Kommentare hier bezüglich Sergey absolut kindisch, albern und zum kotzen. Ich hoffe das die Juries hier richtig voten. Und zumindest so voten das Russland nicht gewinnt. Ich hoffe nur das die Leute nicht wieder so dumm sind und so ein homophobes Land wie Russland zum Sieger machen. Und das hat nix mit Gesinnung zu tun. Sondern mit Menschenrechten. Ein Land das andere Länder wie die Ukraine überfällt, hat beim ESC nix zu suchen. Dabei bleibe ich weiterhin. Solche Gesinnungsleute wie Lazarev sollten in Russland bleiben. Was war das ein Fest, als die Juries 2016 sein Sieg verhindert haben und ausgerechnet die Ukraine zum Sieger gemacht haben. Ich kann mir vorstellen, das die Russen im Strahl gekotzt haben. Ich wünsche Herr Lazarev das sein Auftritt im Halbfinale in Tel Aviv, sein letzter sein wird. Und sollte Russland 2019 wirklich gewinnen, war es das für mich. Dann bin ich auch dafür das die ARD den ESC 2020 boykottiert. Einmal ein Propaganda-ESC wie 2009 reicht vollkommen. Ich bin mir absolut sicher, sollte Russland dieses Jahr gewinnen, wird Großbritanien mit Sicherheit 2020 nicht dabei sein. Die Gründe dürften bekannt sein.

    • „Und wenns der beste Song sein sollte dann soll er natürlich auch gewinnen.
      Hoffentlich haben die Juries mittlerweile dazugelernt, sonst schaufelt sich der ESC langfristig sein eigenes Grab.“

      Meine Reden! Vielleicht können wir ja parrallel einen „Eurovision Gesinnungs Contest“, in dem es dann nur darum geht, pro-LGBTQ+, anti-russisch, pro-Minderheiten, anti-azerbaijanisch etc. zu sein. Dann könnte man sich die Songs direkt sparen und nur nach Land und sexueller / politischer Orientierung des Interpreten wählen.

      • Ich bin gespannt, ob Aserbaidschan nach vier Jahren wieder einen Mann zum ESC schickt, nachdem es letztes Jahr erstmals im Halbfinale gescheitert war.

    • Einen unpolitischen Wettbewerb der Nationen zu machen ist aber ungefähr so realistisch wie dass es bei einer Fernsehshow nur um den Song und nicht um die Optik geht. Natürlich muss man Jurys, Delegationen und Fans dafür sensibilisieren, aber man wird das nie zu 100% erreichen. Sinnvoll wäre es, wenn das auch die EBU anerkennen würde, denn dann kann man Probleme angehen. Die lösen sich nämlich nicht in Luft auf, nur weil man sagt, dass sie nicht da sind.
      Das ist aber ein anderes Thema 😉

  21. Wenn der Beitrag aus Russland mir gefällt kann auch auch gewinnen.Hoffe nur das sie nicht wieder versuchen ein Lied zu basteln was ähnlich klingt wie ein früher Hit aus den Charts.Das What if nicht disqualifiziert wurde ist mir heute noch ein Rätsel

  22. Meine Begeisterung hält sich arg in Grenzen, nachdem das gleiche Autorenteam beteiligt ist. Mir war YATOO 2016 einfach zu künstlich auf Sieg getrimmt und viel Lärm um nix. Ich mag diese Art von ESC-Songs nunmal nicht sonderlich. Dabei ist mir Sergej im Gegensatz zu Dima Bilan durchaus sympathisch.

  23. Meine Begeisterung hät sich arg in Grenzen – ich mag nunmal diese typischen, speziell für den ESC konzipierten „Auftragskompositionen“ wie schon der Beitrag von 2016 nicht besonders. Es war einfach viel Lärm um nix….

    Apropos homophobe ESC-Teilnehmer: Jacques Houdek ist da wohl noch viel schlimmer als Mans Zelmerlöw, ganz peinlich wurde es, als er sich als Nettas Hilfssheriff aufgespielt hatte, nachdem Salvador „Toy“ als „horrible“ bezeichnet hat. Solche Leute kann ich nicht ab. Der Typ ist für einen der kroatischen VE-Songs verantwortlichen. Zudem finde ich auch Dima Bilan viel, viel unsympathischer als Sergej Lazarev.

  24. Sehr schön. Das große Duell aus 2016 geht in die zweite Runde: Serhat gegen Sergey! Ich halte es vor Spannung schon kaum noch aus!

  25. @Matty: Und woher willst du wissen das Mans Selmerlöw ein homophober Frauenschläger ist? Habe darüber noch nie etwas diebezüglich gehört.

  26. Ach herrje, hier geht es ja politisch hoch her. Selbstverständlich bin ich weder ein Freund des politischen Regimes noch der gesellschaftlichen Stimmung in Russland, aber was das mit dem ESC zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. 1968 fand die Veranstaltung in Franco-Spanien statt und 2012 in der Ölautokratie Aserbaidschan. Hat das dem ESC geschadet? Nein. Der ESC in Moskau war mir vor allem eines: zu bombastisch und zu neureich, irgendwie ebenso neurotisch wie das Regime Putin.

    Zudem denke ich, dass wir mal von unserem hohen Ross runterkommen sollten. Wir mögen zwar die meisten Menschen in Deutschland vernünftig behandeln (obwohl ich da z. B. bei alleinerziehende Müttern, armen Rentnern, Harz 4-Kindern und einigen anderen meine Zweifel habe), aber die Gewalt, die unser wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Protektionismus andernorts ausüben, ist auch nicht so toll. Dieser Politikansatz verursacht viel Leid und Armut. Man braucht nicht immer Gesetze und Schlägertrupps, um Gewalt auszuüben. Es geht auch mit wirtschaftlicher Macht und Geld.

    • @Togravus Ceterus: Natürlich ist auch nicht alles in Deutschland toll, aber ich kann mich nicht erinnern, das es in Deutschland staatlich gestütztes Doping gibt, das Deutschland für die Ermordung oder Fast Ermordung von unliebsamen Landsleuten im Ausland verantwortlich ist, Deutschland hat meines Wissens in den letzten Jahren auch keine Staaten überfallen, all das hat Russland zu verantworten. Insofern hinkt dein Vergleich. Und es hat sehr wohl was mit dem ESC zu tun, und zwar in der Hinsicht, das in einem Land, in dem es so zugeht wie in Russland, der ESC stattfinden würde, wenn Russland gewinnen sollte. Ein Wettbewerb, dessen Hauptzielgruppe nun mal queer, sollte nun mal nicht in so einem Land stattfinden. Und ich bleibe dabei, sollte Russland in diesem Jahr gewinnen, bin ich dafür das die ARD den ESC dann in Russland boykottiert und nicht nur die.

      • Es gibt historische Gründe, warum Russland momentan so ist, wie es ist. Ich möchte jetzt keine Debatte darüber anstoßen, wie der Westen Russland unter Boris Jelzin behandelt hat, aber man kann Zustände auch gleichzeitig kritisieren und verstehen, also nicht gleich den Stab brechen. Beim ESC ignoriere ich Politik konsequent, weil das Ausblenden aller Streitereien und Konflikte für mich der Kern der Veranstaltung ist. Deshalb ärgert mich z. B. das Punktevergabeverhalten von Armenien und Aserbaidschan.

      • Auch wenn die Mehrzahl der „Die-Hard-Fans“ queer sind, geht mir diese Vereinnahmung des Events durch diese sogennante „Hauptzielgruppe“ so langsam auf die Nerven. Auch die Verantwortlichen werden sicher nicht den Anspruch haben aus dem ESC ein queeres Event zu machen, sondern wollen eine möglichst breite Masse an Zuschauern erreichen. Stichwort dürfte eher sein „musikalische Familienshow“.

        Dass dabei mitunter queere Zeichen gesetzt werden, ist richtig und wichtig. Aber der ESC sollte sich davor hüten allzu sehr in eine bestimmte Nische gedrängt zu werden. Deshalb ja auch der – natürlich nicht völlig zu erreichende – Anspruch, unpolitisch zu sein.

    • Sei mir jetzt nicht böse aber das ist jetzt wieder diese Perspektive aus dem Elfenbeinturm, dass alle irgendwie recht haben und darum auch keiner nie an irgendwas schuld hat, also genau die Sache die zu trump, brexit, etc. geführt, weil sich auf der lnksliberalen Seite ja niemand traut was negatives zu sagen, weil man ja auch irgendwas nicht perfekt gemacht hat. Das Russland von heute mit dem Deutschland ist nun wirklich groteskes „both sides do it“; bitte nicht als nächstes ISIS mit den Kreuzzügen rechtfertigen.
      Einig sind wir uns, dass ein erneuter ESC in RUS genau wie der letzte (und zweifellos der Beitrag dieses Jahr) bombastisch neureich und damit auch auf dieser Ebene unerträglich wäre.

      • Abgeschlossener Elfenbeintrum ist sicher genauso schlimm wie blinder Fanatismus. Ein aufgeklärter Mensch von heute sollte allerdings in der Lage sein, sowohl zu verurteilen als auch zu verstehen.

      • @porsteinn – verstehen ist auch wunderbar; es erklärt einiges, aber das heisst meiner Ansicht nach nicht, dass man solchen Regimes (ditto WM in Qatar, etc. etc.) eine Bühne geben muss, wo sie sich im Licht der Verklärung präsentieren können.

      • Warum sollte ich Dir böse sein? Wir sind halt unterschiedlicher Meinung, und das gehört doch zu einer lebhaften Demokratie. 🙂
        Für mich gehören Verständnis und knallharte Kritik zusammen, weil Kritik ohne Verständnis kopfloses Beschimpfen ist und nur Öl ins Feuer gießt. Das hilf niemandem. Man kann sagen: „Ich verstehe warum Du so tickst, wie Du tickst, aber ich finde Deine Position/Argumentation grässlich, weil …“ Das hat mMn nichts mit Elfenbeinturm oder Political Correctness zu tun, sondern mit Strategie.

      • @4porcelli
        Klar, es wird eine Bühne zur Selbstdarstellung gegeben. Aber gleichermaßen auch eine Bühne für kritische Berichterstattung rund um das Event.

      • Woher kommt eigentlich die reflexhafte Verteidigung Russlands in den letzten Jahren? Und müssten dieselben Leute dann nicht konsistenterweise auch zB Saudistan, AfD-Wähler und Trump verteidigen?

  27. Also, ich finde sachliche Fakten ja geiler als Unterstellungen, egal von wem sie kommen. Darum einfach mal „Mans Zelmerlöw homophob“ googeln, den Big FM Artikel dazu lesen und sich überlegen, als wie seriös man Inhalt, Zitate und Veröffentlichungsseite einschätzt. Ist ne lustige Beschäftigung für die Mittagspause 😉😊

  28. Na, dann kann ja Russland wieder allen zeigen, wie man es nicht machen sollte: ein überbewertetes Lied in einer scheinheiligen Überinszenierung, vorgetragen von einem regional bekannten Sänger, der sämtliche Diaspora-Votes auf sich ziehen wird. Jetzt schon der uninteressanteste Beitrag für 2019. Wünschen wir ihm einen herben Schiffbruch so wie Bergjulchen aus dem letzten Jahr 😉.

  29. Wie immer, wenns um russland und den esc geht, wirds politisch. Warum eigentlich? Klar, wenn sergey am esc teilnehmen und überhaupt karriere machen will, darf er offiziell sicher nicht gegen väterchen putin sein. Seine wirkliche meinung werden wir vielleicht in der post-putin ära erfahren.
    Aber wo ist das schon anders? Deutschland? Schweiz? Spanien? Sicher nicht. Nach der pfeiffe der mächtigen müssen alle tanzen. Und wer hat schon arsch genug, sich dem zu wiedersetzen.
    Wenn die ebu russland(wie auch israel, aserbaidschan, ukraine, armenien) teilnehmen lässt, sollen sie auch die gleichen chancen haben wie alle. Und wenn sergey lazarev mit dem besten song gewinnt, dann ist das gut und richtig so.(Punkt)

  30. Damit wird Russland wohl wieder in die Topliga aufsteigen. Kann nicht schaden, einen Superstar beim ESC zu haben. Ich konnte mit seinem Song 2016 nichts anfangen und fand sein Staging zu protzig. Dass der ESC früher oder später wieder in Russland stattfinden wird, damit muss man sowieso rechnen, warum auch nicht.

  31. Nein, Russland wird mit Lazarev den ESC sicher nicht gewinnen. Schon bei seinem ersten Auftritt merkte ich, dass mit der vielen Technik und dem ganzen Geld, dass da investiert wurde, der Sieg erzwungen werden sollte. Funktionierte nicht, und dann gewann die Ukraine….., das Schlimmste was Russland passieren konnte!

    @escfan2005: Wie wäre es, wenn die Ukraine wieder gewinnen würde? Ob Russland dann wieder zuschauen muss?

    • @lumbalis31 Hätte Russland einen Sänger geschickt, der kein Einreiseverbot in die Ukraine hatte zu dem Zeitpunkt, hätten sie auch nicht „zuschauen müssen“. Von müssen kann schon mal gar nicht die Rede sein. Die Entscheidung ,einen Sänger mit Einreiseverbot zu schicken, wurde von Russland bewusst getroffen, sowas weiß man einfach. Und es war nicht die Pflicht der Ukraine, „einfach“ mal ne Ausnahme zu machen und das Gesetz zu lockern, nur weil Russland schlechte Entscheidungen trifft.

    • @lumbalis: Sollte Deutschland nicht gewinnen, wäre mir jeder Sieger, außer Russland recht. Sollte Russland den ESC tatsächlich gewinnen, werde ich von der ARD fordern, dann den ESC 2020 zu boykottieren.

  32. Ich halte Russland unter Putin für den größten Feind der westlichen Demokratien. Er unterstützt finanziell Parteien wie den France National in Frankreich oder die AfD in Deutschland. Er hat in den USA die Präsidentschaftswahlen manipuliert. Ich befürchte, das, sollte Putin in den nächsten 15 Jahren noch Präsident sein, es einen kriegerischen Konflikt mit Putins Russland gibt. Das die EBU dieses Russland am ESC teilnehmen lässt, ist eine Riesensauerei. Russland hat unter Putin nix am ESC verloren. Der schönste Moment im letzten Jahr war, als Putins Julchen im Semifinale ausgeschieden war.

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