Talking Tel Aviv (4): Braucht’s wirklich vier Moderatoren?

Der Spruch des ESC-Finals kam – zumindest für deutsche Zuschauer – von Bar Refaeli: „I’m sorry … zero Points.“ Ansonsten war es aber nicht das moderierende Supermodel, das die Blicke – zumindest der tragisch veranlagten Zuschauer – auf sich zog, sondern Assi Azar. Das Publikum anfeuern, Interview mit Madonna, Punktevergabe der Jurys – er war gefühlt immer im Bild. Und das durchaus zurecht.

Aber wofür waren alle anderen da? Um auch mal einen Satz auf Französisch zu sagen? Natürlich waren alle vier – Erez Tal, Bar Refaeli, Assi Azar und Lucy Ayoub – sympathisch. Aber letztlich gibt es gar nicht so viele Moderationsanlässe während der Shows. Gerade im ersten Teil, also bis zum Beginn des Votings, muss es sehr viel Leerlauf für die vier gegeben haben.

Gut, man könnte argumentieren, dass der Greenroom in diesem Jahr in einer separaten Halle untergebracht war. Allerdings hielt das zumindest Assi Azar nicht davon ab, zwischen beiden Hallen hin und her zu springen.

Bereits im letzten Jahr hatte es eher unnötigerweise gleich vier Moderatorinnen gegeben. Damals führten Filomena Cautela, Sílvia Alberto, Daniela Ruah und Catarina Furtado durch die Shows. Auch da konnte man sich fragen, ob nicht weniger mehr gewesen wäre.

Schließlich hat doch nicht zuletzt Petra Mede 2013 bewiesen, dass eine Frau die Moderation aller drei Shows von vorne bis hinten allein stemmen und dann auch noch als Pausenact auftreten kann. Eine Fähigkeit, die sie im übrigen mit der ESC-Moderatorin von 1983 verbindet, der deutschen Marlène Charell (ja, die hatte nur eine Show).

Wo also liegt der Mehrwert ? Was meint Ihr? Wie viele Modertor(inn)en sind gut? Diskutiert gern unter diesem Artikel.

Überrascht hat mich übrigens die Aufwandsentschädigung für die Moderation des diesjährigen ESC. Assi Azar machte sie öffentlich, als er berichtete, dass er sie an die israelische LGBT-Organisation Israel Gay Youth (IGY) spenden würde. Demnach hat er ca. 26.000 Euro für seine Moderation der drei Shows erhalten. Ich sage mal so: Für den Preis kriegt der NDR Barbara Schöneberger sicher nicht mal für einen Abend ins Unser-Song-für-Studio…

Bereits erschienene Talking-Tel-Aviv-Folgen

(1) Duncan Laurence, der lachende Dritte
(2) Leider ein berechtigter vorletzter Platz für Deutschland
(3) Dynamisches, emotionales und farbenfrohes Opening des Finals



62 Kommentare

  1. Ich finde Petra Mede hat das 2013 auch ganz gut alleine geschafft. Da war im Green Room glaub ich Eric Saade. Zwei reichen finde ich total. Ein Hauptmoderator und einer im Green Room der dann auch mal Neben dem Hauptmoderator was sagen kann xD

  2. Ich finde vier Moderatoren auch zuviel. Zwei reichen eigentlich vollkommen aus, vor mir aus auch drei – aber mehr braucht wirklich keiner! Wenn von den vier Moderatoren wenigstens einer was getaugt hätte, wär’s ja noch gegangen, aber ich fand leider allle vier Moderatoren langweilig bis schlimm: mittelmäßige bis schlechte Englischaussprache, mittelmäßige Moderationstexte und katatrophale Greenroom-Interviews.

    Die besseren Greenroom-Interviews waren die, wo das Gespräch einfach nur hölzern verlief („Guck mal, Mahmood! ich habe hier ein Foto von Dir, wo Du mit Schlamm bedeckt am Strand sitzt. Was war denn da los?“, „S!isters, Ihr seid aber gar keine Schwestern, oder?“ – so oder so ähnlich…) und dann vom Moderator abrupt beendet wurde bevor der Interviewte überhaupt Zeit hatte vernünftig auf die Frage zu antworten. Wirklich schlimm waren die Interviews, in denen der Interviewte und damit der gesamte ESC-Beitrag eines Landes in ein schlechte Licht gerückt wurde („Sag mal, Michael Rice. Dein Song wurde ja gar nicht von Dir, sondern vom diesjährigen schwedischen Künstler John Lundvik geschrieben. Wie findest Du das?“, „S!sters, Euer Song handelt ja thematisch auch von Frauen-Power, MeToo-Debatte und so, ähnlich wie Nettas Song letztes Jahr. Meint Ihr, dass man mit dem Thema noch mal gewinnen kann?“ – so oder so ähnlich…). Das hat mich teilweise wirklich auf die Palme gebracht.

    Für den ESC 2020 in den Niederlanden wünsche ich mir daher gerne weniger und dafür kompetente und charmante Moderatoren, die nicht mit ungeschickten bis unverschämten Greenroom-Fragen die Künstler vorführen, so wie es in Tel Aviv leider teilweise der Fall war.

    • Ich kann auf die ganzen Interviews gut verzichten, die sind auf Dauer ziemlich ermüdend. Zudem sind bestimmt nicht alle Zuschauer fit in „fluently English“, daß dann der jeweilige Kommentator übersetzen muß.

  3. Zwei Moderatoren sind meiner Ansicht nach völlig ausreichend; wichtig ist, dass die eine klare Rollenverteilung und ein gutes Drehbuch haben wie Petra und Mans 2016.
    Dieses Jahr war im Vergleich zu 2018 eine Verbesserung, da man immerhin nicht das Gefühl hatte, dass 4 Leute ständig konfus durchs Bild liefen und „let’s partyyyyy“ schrien. Ansonsten war’s klar die Assi-Show; er bewegte sich ständig zwischen beiden Locations, wobei das ja eigentlich der Grund für 4 Moderatoren sein sollte? Wahrscheinlich haben die Producer gesehen, dass er enthusiastisch ist, statt nach Pilawa-/Pflaume-Art alles wegzumoderieren. Unvergesslich sein zunehmend entsetzter Blick während des Madonna-Interviews.

  4. Meiner meinung nach sollte es nur einen haupt- moderator geben. Und dazu einen für den green-room. Wichtig wäre, das die moderation dann aber von einem echten top-star des landes gemacht wird und diejenige person von anfang an alleine den gastgeber gibt und sozusagen das gesicht des esc2020 ist.

  5. Nein, braucht es definitiv nicht ! Mir hat es besser gefallen mit einem Duo oder einer einzigen Moderatorin (Petra & Lil sind unschlagbar und Anke hätte es gut alleine gemeistert)

  6. Meiner Meinung nach soll es ein Moderationsduo sein. Wie vor drei Jahren mit Måns und Petra – war doch perfekt! Drwi sind noch okay aber vier sind einfach zu viele. Ein Moderator alleine ist da sogar noch besser. Wobei ein einziger fast schon verloren wirken könnte auf der großen Bühne

  7. Also 2 reichen völlig aus, ich fand auch 2011 schon, dass Stefan Raab und Anke Engelke völlig ausgereicht hätten. Für drei bis fünf Sätze, die dann gesagt werden, kann man sich das Geld sicherlich gut einsparen oder besser investieren

  8. Ich bin für 2 Moderatoren auf der Hauptbühne, eine Frau und ein Mann. Und dazu ein(e) dritte(r), die/der zwischendurch den Greenroom bespaßt ^^
    Am besten bestehen die 2 Gastgeber dann aus einer (bekannten) TV-Moderation und einer Person mit Eurovision-Bezug. So wie Petra und Mans. Der Greenroom-Sidekick darf dann etwas in die Entertainment/Comedy-Richtung gehen, damit die Interviews unterhaltsam werden 😊

  9. Ich finde 4 Moderatoren viel zu viel. 2 Personen, ein Mann und eine Frau unterschiedlichen oder auch ähnlichen Alters ist perfekt.

      • ja, in Dauerschleife. Ich haette an diesem Abend 1993 beinahe die Antenne vom Dach gezogen, so ging mir das auf die Nerven. Ihr Charm war der, einer Ansagerin die in den 60 Jahren das Abendprogram ankuendigte. Ich dachte mir jetzt spricht Frau Charell gleich noch das Wort zum Sonntag in Englich, Franzoesich und Deutsch… Das Buehenbild, steril wie die ganze Sendung . Das I Puencktchen waren die Blumenpoette .

  10. Vier Moderatoren sind eindeutig zu viel. Okay, ein Moderationspaar sollte es schon sein. Mir persönlich hat Petra Mede 2016 zusammen mit Mans deutlich besser gefallen, als 2013. Vielleicht ist der Job doch ein wenig zu viel für eine Person alleine, aber gleich 4??? Etwas übertrieben.

  11. Ja, der Trend, auf 4 Moderatoren zu setzen, finde ich auch ein wenig übertrieben, auch wenn ich in diesem Jahr alle Moderatoren wirklich mochte. Entweder zwei oder drei Moderatoren, einer allein ist dann doch zu wenig mittlerweile.

    @Lady Madonna
    Ach, wie Interviews in diesem und auch in den vergangenen Jahren waren völlig in Ordnung; nicht zu seriös und nicht zu lächerlich. Denken wir zurück an die Green Room Interviews im Zeitraum 2005-2008…die waren ja nun wirklich zum Fremdschämen.

  12. An Petra Mede erinnere ich mich. Wer dieses Jahr moderiert hat? Die Namen habe ich bereits vergessen. Nur mein Sohn hat dafür gesorgt, dass zumindest einer sich einen Platz im Gedächtnis erobert hat. Als namensloses Gesicht, weil er sein Privatleben zu oft erwähnt hat.

    Fazit: ein(e) Moderator(in) reicht völlig.

    Da in 2020 der ESC von drei Anstalten organisiert wird, wird es bestimmt mehrere von diesem Spezies geben. Hoffen wir mal, dass zwei ausreichen.

    • Ich fand es hochgradid nervig, wie der Moderator ständig seinen Ehemann erwähnt hat. Ob man unbedingt so für mehr Akzeptanz sorgt, sei mal dahigestellt. Das Interview mit Madonna ging gar nicht. OK, wir haben schon darüber ausgiebig diskutiert, ob der ganze Zirkus generell notwendig war…..

      • Mein Sohn hat am Samstag eine fast perfekte Imitation von diesem Kerl zum Besten gegeben. Die Gesten, das aufdringlich-klebrige Anfassen des Plauderpartners, die Augenbewegungen 😉

  13. Es sollten nicht mehr als 6 Moderatoren pro teilnehmendem Land eingesetzt werden und keiner sollte live sprechen dürfen

    • Und eine eventuelle Moderation ohne Kleidung sollte die EBU ebenfalls kategorisch ausschließen, insbesondere, wenn es Piercings mit Flaggen teilautonomer Gebiete wie dem Baskenland oder Schottland geben sollte

  14. Ich fand auch drei bzw. vier in Wien zu viel. Auch alleine, zB Mary Kennedy 1995, um die ewige petra Mede mal außen vor zu lassen, geht ganz wunderbar. Da hat auch nicht alle drei Minuten jemand im Greenroom dumme Fragen gestellt und wir waren trotzdem nicht weniger unterhalten… Ich wäre für zwei und dann einen Nachwuchsstar, der die Künstler im Greenroom belästigt, wenn’s denn sein muss. Eric Sadeydi hat das ja mal gemacht, glaube ich. In Israel hätten bar und Assi gereicht, auch wenn man den israelischen Günther Jauch wohl einladen musste…

    Ich ahne ja, dass sich Linda de Mol die Klompen schon angezogen hat und in den Startlöchern steht…

    • * wirft Beruhigungstabletten herum *

      In den ersten Tagen nach dem Sieg wurden in NL unendlich viele Namen genannt. Fast alle werden nicht moderieren, weil sie im Privatfernsehen arbeiten und vertraglich gebunden sind.

      Privatsender gibt es gleich zwei Mal. RTL (Bertelsmann-Tochter) und Talpa (Privatbesitz Familie De Mol). Da Linda de Mol ihr Bruder folgt und demnächst Talpa-Formate (u.a. The Voice) auf den Talpa-statt RTL-Kanälen moderieren wird, mussen alle anderen absagen bevor man sie fragen wird.

      Wer denn? Kein Plan. Niemanden weiß es. Allerdings haben die Mitarbeiter von Avrotros* und NOS die Nase vorn und insbesondere die Gruppe, die bis jetzt sich mit dem ESC beschäftigt haben.
      Die Sprachkenntnisse werden entscheidend sein. Wer spricht fließend französisch? Vermutlich einer Reporter von NOS, jemanden aus dem Nachrichten- oder Sportbereich. Dann braucht man noch eine blonde, hübsche, quirlige Frau daneben und die wird namens Avrotros moderieren.
      Und während Cornald Maas dies alles erklärte, hat er eindringlich auf Ilse De Lange geschaut, die sich sofort fragte, ob sie den Job gewachsen wäre … 😉

      * Avrotros ist ein Kürzel und da ich gelernt habe, dass man längere Kürzel in Normalschrift schreibt, mache ich das auch.

      • Ich hoffe ja auf Nikkietutorials als Moderatorin, sie wäre sozusagen perfekt dafür. Sie liebt den ESC, sie ist international sehr bekannt (natürlich hauptsächlich der jüngeren Generation, was aber auch nicht schlecht ist), sie spricht akzentfrei Englisch und sie hat sogar schon Interesse an dem Job angemeldet.

  15. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Moderatorenschwemme in diesem und letztem Jahr (und in Wien) auch daran lag, dass man sich beim Sender nicht getraut hat, bestimmten Kandidaten abzusagen und so möglichst viele Slots vergeben wollte. Wann bekommt man als etabliertes Moderations-Gesicht des Senders schonmal die Gelegenheit, so eine Show zu moderieren. Da wäre ich auch sauer, wenn man mir absagen würde!
    Ansonsten denke ich auch, dass zwei Moderatoren völlig ausreichen; schließlich hat das jahrelang funktioniert.

  16. Ein*e Moderator*in reicht völlig aus, das Beispiel Petra Mede belegt dies ja aufs Schönste. Meinetwegen noch jemand für den Green Room, obwohl mir diese „Interviews“ ja immer Schmerzen bereiten. Die Einzigen, die das in meiner Erinnerung gut gelöst hatten, waren damals die Finnen. Oder man nimmt dafür Conchita, die kann das auch sehr gut. Von den Vieren in Tel Aviv hätte Assi vollkommen gereicht, der hat die Show ja ohnehin praktisch alleine geschmissen und hatte auch die Energie und das Charisma dafür. Die Bar hatte schöne Kleider an, aber viel mehr auch nicht beigetragen. Die beiden Anderen haben allenfalls die Abläufe ausgebremst. Also bitte Schluss mit dem Quatsch!

  17. Vier Moderatorinnen ist ja eigentlich noch lange kein Rekord. Wenn ich mich richtig erinnere, war es 1980, als es 20 Moderatorinnen gab. Ich glaube, es waren fast nur Frauen.

    • Als offizielle Moderatorin wurde aber Marlous Fluitsma aufgeführt. Die anderen gab es aus den jeweiligen Teilnehmerländern, um den eigenen Beitrag anzusagen – allesamt in Landessprache, heute wohl leider undenkbar….

  18. Zwei Moderatoren reichen völlig, am besten ein ESC Veteran/in und ein erfahrener Moderator/in. Dann vielleicht noch einer für den Greenroom, wobei das nicht nötig ist.

  19. Für die jüngeren User hier: Ganz früher gab es in der Regel nur eine Person, die moderiert hat (meistens Frauen). Ein Moderatorenpaar zum ersten Mal 1978 in Paris. Dieser Gigantismus heutzutage treibt schon seltsame Blüten, die beiden Herren fand ich in Tel Aviv relativ überflüssig.

  20. 4 sind definitiv zu viel.
    Ein Host mit Charisma und Charme wie Lil Lindfors, Ade Kleveland, Desiree Nosbusch recht grundsätzlich.
    Wenn man so jemanden nicht zur Vetfügung hat dann gerne ein Duo, das dann aber gut aufeinander abgestimmt ist und miteinander harmoniert. hier fallen mir neben Petra und Mans noch die Finnen 2008 und Marie N/ Reinars Kaupers ein.
    Wenns denn ein Trio sein muss, dann braucht es ein ziemlich gutes Script ohne platte Witze und viel gute Chemie zwischen den Dreien, so wie Oslo 2010 oder ja Stefan Raab, Anke Enkgelke und Judith Rakers.
    Diese ganzen GreenRoom Interviews kann man sich ganz klemmen. Alle 26 Teilnehmer kommen eh nicht dran, was aus Gründen der Fairness eigentlich sein müsste.
    Ist halt leider die einfachste Methode die Werbepausen, die es nun mal in diversen Ländern gibt zu überbrücken. Ist aber ein anderes Thema…

    • Die drei von Dir genannten Duos fand ich auch klasse. Und war völlig ausreichend. Klar, in den 70er/80er Jahren hat meist nur eine Person moderiert, allerdings war der ESC längst nicht so umfangreich wie heutzutage. Kann man nicht wirklich vergleichen, glaube ich.
      Stefan Raab hätte man sich, meiner Meinung nach, gerne schenken können. Zumindest für die Moderation, sein Opening war super. Anke Engelke und Judith Rakers kamen deutlich sympathischer rüber, Stefan wirkte da schon ein wenig überflüssig.

      • Der Umfang hat sich nur durch die Änderung von einer auf drei Shows geändert. Die aber alle nach dem gleichen Prinzip ablaufen.
        Begrüssung, Zwischenmoderationen, Werbung für ESC Website und Merchandise, Interval Act anmoderieren, Wertung, Gratulation, Verabschiedung.
        Im Semifinal kommt noch die Vorstellung der gesetzten Teilnehmer dazu.
        Das sind mE die Kernpunkte der Moderation und die sind zum grössten Teil seit 64 Jahren gleich.

        Zu Stefan Raab. Ohne ihn hätte es manch lustigen Moment nicht gegeben. Er hat sich selbst nicht zu ernst genommen und halt auch den Depp gegeben.

      • Das kommt darauf an, wie man das sieht. Der Umfang der Veranstaltung insgesamt war in den 70ern und 80ern natürlich nicht so groß, aber es gab viel mehr Arbeit für die Moderatoren, da jeder Beitrag angesagt wurde.

  21. Vier Moderatoren sind natürlich zu viel. Ich finde aber, letztlich kommt es nicht auf die Anzahl an, sondern auf Persönlichkeit und Skript. 2017 waren sie auch nur zu zweit und es war trotzdem eine Katastrophe.

  22. Ich habe mich auch gefragt, warum man 4 Moderatoren braucht? 2 reichen vollkommen aus. Und vor allen Dingen sollte man die Zeit zwischen dem letzten Kandidaten und dem Voting deutlich verkürzen. Für mich ein Witz das es über eine Stunde dauerte, bis das Voting begann. Vor einigen Jahren hatte man das Votingprozedere verkürzt mit dem Argument der Zeitersparniss und in diesem Jahr brauchte man eine Stunde lang bis das Voting überhaupt begonnen hatte. Auf Madonna hätte ich locker verzichten können. Außerdem nerven diese Interviews mit den Kandidaten während des Votings. Da könnte man auch locker Zeit einsparen.

  23. Von mir aus können uns immer 4 Personen durch die Shows begleiten. Mal mehr und mal weniger sind die Moderatoren unterhaltsam. Die 4 in Tel Aviv fand ich sehr sympathisch und jetzt mal ganz ehrlich…Bar hat uns sehr schonend und liebevoll die 0 Punkte dargebracht.
    Überhaupt ist die Moderation sehr anstrengend. Ab Montag Nachmittag beginnen die Generalproben und zusammen mit den Liveshows moderieren die Gastgeber praktisch 6 Tage rund um die Uhr. Ich finde das ist sehr anstrengend. Eigentlich ist es sehr erstaunlich, dass die Moderatoren beim Finale immer noch so voller Energie sind.

  24. Ab jetzt Assi und Filomena for ever! Zwei charmante Energiebündel, am besten ESC Fans wie Assi sind perfekt, plus jemand drittes, wenn erforderlich

  25. Vier bitte nie mehr… Moderation kann so eine tolle Kunst sein. Wenn man sie aber so klein verhackstückt, entwertet man sie so stark, dass man am Ende wirklich jeden hinstellen kann. Meistens ist es doch ein Indiz dafür, dass zu viele Interessengruppen bei den Machern sich nicht einigen konnten oder man nicht wirklich fähige Leute dafür hat. Ich habe Stefan, Anke und auch Judith in Düsseldorf geliebt. Aber wenn man ehrlich ist, lief es doch so: Stefan war gesetzt (wollte mal alle ESC-Rollen einnehmen: Komponist und Dirigent, Künstler, Backgroundinstrumentalist, Castingmentor und -Juror und nun halt Moderator… oder sagen wir passender: Entertainer), Anke war aufgrund ihres Unterhaltungswertes, ihrer sprachlichen Fähigkeiten und der Erfahrungen mit Galamoderationen usw. der kongeniale Gegenpart… Das „Problem“ für die ARD war dann nur, dass dies keine ARD-, sondern ProSieben/Brainpool-Gesichter waren und man tatsächlich keine eigenen passenden Moderationspferde im Stall hatte und man deshalb Judith als ARD/NDR-Gesicht an die Seite stellte. Als eher auf das Protokoll achtende Dritte ja auch eine gute Idee gewesen. Aber eine vierte Person wäre einfach zu viel gewesen.

    Ich würde mich freuen, auch mal wieder EINE(N) wirklich gute/-n Moderatorin/-en zu erleben. Meinetwegen auch zwei oder maximal drei, weil da das „Bälle-einander-zuspielen“ und das rein Organisatorische dafür sprechen kann. Aber bitte nie mehr vier!

    Im Falle der Niederlande freue ich mich schon sehr auf die Showideen und die Moderation. Wir Deutschen wissen ja aus unserer eigenen Fernsehlandschaft um die guten Showqualitäten der Holländer. Ich kenne die aktuelle niederländische TV-Szene nicht mehr so gut, aber bin da sehr optimistisch. Traumhaft fände ich es, wenn z.B. Nancy Anna Francina Coolen eine Rolle spielen würde (in den 90ern als Nance von Twenty 4 Seven bekannt geworden und lange Jahre beliebte Fernsehmoderatorin in NL gewesen… weiß aber nicht mehr, ob sie noch aktiv ist und ob sich mittlerweile noch „frischere“ Gesichter in NL anbieten. Bin da sogar ganz sicher…)

    • Ich kenn die Nancy Coolen nur als Sängerin für Twenty 4 Seven, aber die hat das Projekt ja verlassen, um Bingo zu moderieren. Man könnte ihr ja einen jungen Moderator zur Seite stellen.

  26. Wenn ich an die Niederlande und Moderation denke, dann fallen mir die Namen Linda de Mol, Tooske Ragas und Sylvie Meis ein. Letztere könnte ich mir auch gut als Moderatorin des ESC im kommenden Jahr vorstellen. Zuletzt war sie neben Daniel Hartwich als Moderatorin in „Let’s Dance“ zu sehen.

    Bei den Männern fallen mir nur Harry Wijnvoord (Mr. „Der Preis ist heiß“) und – Gott hab ihn selig – Rudi Carrell ein. Des weiteren kommen mir da noch Bastiaan Ragas und Eloy de Jong von Caught in the Act in den Sinn.

    Ich könnte mir aber ernsthaft vorstellen, daß Chantal Janzen in die engere Wahl kommen könnte, denn sie moderierte zusammen mit Thore Schölermann vor vier Jahren „The Voice Kids“. Dann wären da noch Geraldine Kemper, Kizzy, Arjen Lubach, Nikkie Plessen und Jan Smit, der bei schon bei den Gruppen „Klubbb3“ und „De Toppers“ als Sänger dabei war und somit auch ESC-Bezug hat.

    • Naja, in meinem Beitrag habe ich ganz bewusst vermieden, die Namen Linda de Mol und Sylvie Meis zu nennen. Sylvie Meis ist leider das totale Antibild einer guten Moderatorin und nicht ohne Grund nicht mehr bei „Let’s Dance“ engagiert. Und Linda de Mol ist toll, aber mittlerweile vielleicht mehr zeitgemäß. Sie ist ja mittlerweile eher Produktionschefin und wird sich ganz sicher bemühen, in dem Metier ein großes Stück vom ESC-Kuchen abzubekommen.

      Da werden noch viele uns Deutschen nicht bekannte gute Moderationsnamen in den NL zu finden sein…

  27. Von allen erwähnte Namen für 2020 kommen nur Jan Smit und Ilse De Lange in die engere Auswahl. Sie waren auch in Tel Aviv vor Ort. Alle anderen arbeiten nicht für oder sind angestellt bei Avrotros.

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