
Die Schweizer ESC-Teilnehmerin Veronica Fusaro spricht in einem Podcast-Interview offen über die Schwierigkeiten hinter den Kulissen des Eurovision Song Contest in Wien. Sie erzählt dort, was bei den Proben nicht nach Plan lief und welche Herausforderungen das Team während der Vorbereitungen bewältigen musste.
Schon während des ESC zeigte sich Veronica Fusaro enttäuscht über die Abläufe und Organisation bei den Proben. In einem Interview am türkisen Teppich mit ESC kompakt Bloggern Benny und Max äußerte sie sich schon in Wien verärgert über die Stage Crew bei den Proben. Jetzt hat sie in einem Podcast-Interview erläutert, warum sie so enttäuscht von deren Arbeit war.
Damals ließ Veronica verlauten, dass sie erwartet hätte, dass die Stage Crew beim Eurovision Song Contest professioneller arbeitet.
In dem Podcast Ohrensalon hat die Sängerin ihre damalige Aussage nun konkretisiert. Den beiden Hosts berichtet die Schweizerin von den Problemen, die sich während der Proben auf der Wiener Bühne zu ihrem Song „Alice“ ergeben haben. Auf die Frage der beiden Moderatoren hin, was sie denn damals so „hässig“ (wütend) gemacht habe, erklärt Veronica erneut, dass sie eine größere Professionalität von der größten TV-Produktion der Welt erwartet hätte.
Bereits beim ersten Probendurchgang, so schildert Veronica, waren nicht alle Requisiten an Ort und Stelle. Das Schweizerdeutsch in dem Interview ist leider nicht leicht zu verstehen gewesen, aber so wie es sich anhört, hat wohl der große Käfig, der während Veronicas Performance zu sehen war, nicht bereitgestanden. Hinzu kam, dass die Tänzerinnen eigentlich an Seilen befestigt sein sollten, die wiederum an Sandsäcken hängen sollten. Doch diese Konstruktionen war in irgendwelchen Lagern verschwunden und ist nie wieder aufgetaucht. Auch wurde von Seiten der Delegation explizit kommuniziert, wie die Seile zum Schluss der Performance gelöst werden sollten. Die Crew vor Ort hat sich aber nicht an die Anweisungen gehalten, woraufhin sich die Seile während der Probe nicht gelöst haben.
Besonders ärgerlich findet es die 29-Jährige, dass all diese Komplikationen nicht in ihrer Macht lagen. Sie und ihr Team waren vorbereitet zum Song Contest gefahren, mussten aber offenbar immer wider mit Fehlern der Stage Crew umgehen. Deshalb hat sich die Sängerin während der Proben, so wie sie sagt, teilweise „aufgeschmissen“ gefühlt. Durch die Probleme ließ sich Veronica aber nicht aus dem Konzept bringen: „Ich finde, ich habe die Ruhe gut bewahrt“, erzählt die Sängerin rückblickend. Insgesamt betont sie aber auch immer wieder, dass ihr der ESC „mega Spaß“ gemacht hat und das ganze eine „coole Erfahrung“ für sie war.
Beim vergangenen ESC in Österreich schlitterte Veronica Fusaro mit ihrem Song „Alice“ knapp an einem Finaleinzug vorbei. Als Creative Director für den Auftritt der Schweiz zeichnete im Übrigen Fredrik Benke Rydman verantwortlich, der auch einer von zwei kreativen Köpfen hinter Daras Gewinnerperformance war.
Was sagst du zu den Problemen, die Veronica Fusaro bei den Proben erlebt hat? Waren das normale Komplikationen, die bei einer solchen Produktion vorkommen – oder lief das Ganze aus deiner Sicht unprofessionell ab? Schreib uns deine Meinung gerne in die Kommentare.
Entdecke mehr von ESC kompakt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



Klingt in der Tat ein wenig chaotisch. Verständlich, dass da dann bei Veronica und ihrem Team Frust entsteht.
Finde es nach wie vor schade, dass sie es mit „Alice“ nicht in das Finale geschafft hat. Eine tolle Musikerin, auch wenn ich den Song nicht unbedingt beim ESC gesehen habe.
Alles hat gut geklappt, egal wie kompliziert, nur die arme Schweiz wurde schlecht behandelt …. Ok, wird zur Kenntnis genommen (zur Erinnerung, in Basel hat auch einiges nicht reibungslos geklappt, aber gut) – sie kommt leider die ganze Zeit unsympathisch rüber, damit gewinnt man keine neuen Fans, aber sie braucht offenbar einen Blitzableiter fürs schlechte Abschneiden …. Alice ist ein interessanter Song mit wichtiger Message, aber heuer wollten die Zuschauer Party machen (siehe Siegersong)! Die Stagecrew hat einen fantastischen Job gemacht, ich war 3 x in der Stadthalle, das ist komplett irre was die leisten! Vielleicht doch den Fehler bei der eigenen Crew suchen – wann wurde was versendet, wie wurde was kommuniziert und wann …. Jetzt noch meckern, oh je, vielleicht mal abhaken!
Ich finde es komisch, wie Kritik an einem Act immer dann, wenn dieser schlecht abgeschnitten hat, in eine Ecke gedrängt wird, aber auf mich kommt sie auch nicht unsympathisch rüber.
Lavina haben ähnliches berichtet. Bei der ersten Probe wurde zum ersten Chorus schon Pyro gezündet, was ihnen nicht gesagt wurde und sie deshalb viel zu nah am Feuer standen.
Auch hieß es kurz vor dem Halbfinale, dass der abgeworfene Mantel nicht von der Bühne geholt werden sollte, was dann im Halbfinale auch dazu führte, dass man die Stagehand gesehen hat.
Da scheint für manche Delegationen einiges hinter den Kulissen schief gelaufen zu sein.
bei Daniel Zizka ist bei beiden Auftritten ein Kamermann in den Spiegeln zu sehen, schon echt störend
und dann kam das größte Problem während dem Finale bei ihm auch noch
Ja, da waren auch rundherum Spiegel. Das lässt sich da nicht vermeiden. Bitte mal etwas nachdenken 😀
Warum plant man so ein verwirrendes Seilwirrwarr?
Noch dazu passt es sowieso nicht zum Lied.
Das frage ich mich auch. Ich war bei einer Preview-Show dabei – und danach habe ich Freunden in der Schweiz geschrieben, dass ich von einem Finaleinzug sehr überrascht wäre…
Die Schweizer Performance wirkte auf mich gar nicht zum Song passend. Die ganze Inszenierung unterstützte den Song aus meiner Sicht nicht, sondern lenkte davon ab.
Nemo hatte doch schon diese kippenden Scheibe, die es an manchen Spielplätzen gibt und dann dachten sich die Verantwortlichen einfach, dass ein Klettergerüst auch in gute Idee sein kann. Im nächsten Jahr dann eine Schaukel oder Rutsche!
Deine Frage ist aus meiner Sicht zwar sehr berechtigt, weil ich auch nicht weiß, warum man es so kompliziert gemacht hat.
Aber: Wenn das Kreativteam sich dafür entscheidet, dann sollte die Produktion es halbwegs hinbekommen. Fehler sind natürlich menschlich, aber wenn es sich bei Veronica während der Proben wirklich durchgezogen hat, tut sie mir schon leid.
Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie viele die Inszenierung nicht verstanden haben. Das wird definitiv zur Nicht-Qualifizierung beigetragen haben. Das Seil-Wirrwarr stellt dar, wie Alice in der Beziehung gefangen, umschlungen und hilflos ist.
Danke für die Aufklärung!
Habs schon verstanden aber es arbeiten nun mal Menschen und keine KI
da passieren dann auch x Fehler.
Vielleicht wär es besser die Inszenierungen wieder etwas zurück
zufahren und das Lied in den Fordergrund zu stellen.
Uii Vordergrund!
Damit auch Alle Mitläufer aufgeklärt sind!
Wahrscheinlich gibt es bei KIs noch mehr Fehler.
Ich vermute Bummelstreik wegen der ESC-Sparmaßnahmen oder die Crew hatte einfach das falsche Strickmuster vorliegen ….
Die meisten Interpreten haben doch in der Vergangenheit immer positiv über die professionellen Abläufe beim ESC gesprochen. Sind es nicht immer dieselben Verantwortlichen, die letzten Endes dafür verantwortlich sind, dass alles reibungslos klappt?
Proben sind Proben, da läuft nun mal nicht alles optimal. Und auch wenn die Crew ja vor den Proben der Interpreten das ganze schon mehrmals durchgearbeitet haben, kann es immer noch zu Ablaufproblemen kommen, zumal die Künstler die Originalprobs ja oft noch gar nicht kennen.
Das Ding von Veronica sah aber schon auch ziemlich strange und kompliziert aus. Auffallen ist ja erstmal nicht schlecht, aber dieses Wirrwarr hab ich auch nicht verstanden… und wenn ein komplizierter Song auf ein unverständliches Prob trifft, kann das nur schiefgehen mit einer Platzierung.
Wenn ich mir überlege, wie überfordert und zerstreut die Organisatoren manchmal im Eurovillage, im Wien Museum oder auch in der Halle gewirkt haben, wundert mich echt nix 🫤
Das Eurovillage hat doch überhaupt nichts mit der Show zu tun.
OTBN
Elettra Lamborghini, die dieses Jahr am Sanremo Festival teilnahm, ist weiterhin ambitioniert, beim ESC anzutreten:
https://www.eurofestivalnews.com/2026/07/01/elettra-lamborghini-eurovision-2027-sanremo-san-marino/
Solches Durchhaltevermögen kennen wir von Vorentscheid-Dauerteilnehmern wie Markus Riva oder Aiste Pilvelyte.
Wenn man so komplizierte Konstruktionen will, dann muss man natürlich mit Komplikationen rechnen. In der Live-Show hat aber alles gut funktioniert und deswegen ist auch nicht ausgeschieden. Zum lösen der Probleme sind Proben schließlich da und Veronika samt Team haben das Ausscheiden schon selbst zu verantworten.
Niemand im TV oden von den Juries merkt ob die Knoten da nicht passen.
Und wenn bei den Proben ein Pyro einsetzt, dann ist das immer noch bei den Proben passiert. Man könnte das mit den Proben gleich mit den Durchlaufproben beginnen. Dann würde ich die Kritik verstehen.
Bei so einem komplizierten Staging wie dem von Veronica Fusaro kann sowas mal passieren. Ich würde das nicht zu hoch hängen, die Professionalität der technischen Crew beim ESC wird ja immer wieder von allen Beteiligten betont.
Kann natürlich nur ein Einzelfall sein, unterstützt aber meinen Eindruck, dass die Shows alle relativ(!) billig produziert waren.
Was meinst du mit billig produziert? Woran machst du das genau aus?
Man muss hier immer vorweg sagen, dass das hier natürlich nur mein Eindruck ist.
U.a.:
– peinliche, sehr kostengünstige, Einspieler
– Schlechte, nicht-eingespielte Moderation
– Soundverarbeitung an manchen Stellen, na also ich weiß ja nicht
– Die billigsten Postkarten an die ich mich so in den letzten Jahren erinnern kann
– Bühne fand ich vom Design recht einfach (das ist aber eher unwichtig)
– Ziemlich billige, unkreative Intervall Acts
– Generell ziemlich komische Planung (zB. Halbfinal-Verkündung, bei der im Hintergrund immer jemand rumläuft?)
– Fehler im Ablauf (da gab es doch was wenn ich mich recht entsinne), das hat aber iwo auch jeder Contest
Das Staging fand ich aber auch so ganz ansprechend. Passte halt nur nicht zum Song.
Dieses Wirrwarr von Seilen und käfigartige Gebilde in der Performance fand ich persönlich für den Song sehr unpassend und einfach nur übertrieben. Aber der Trend scheint dahin zu gehen, dass es nur noch ums Auffallen geht.Da ist es dann sehr schade,wenn Fehler bei den Prben oder sogar bei den Liveauftritten passieren. Man sollte sich wieder mehr auf die Musik und die Stimme konzentrieren, was bei Veronica ein leichtes gewesen wäre.
OTBN
Während einer Sendung des bulgarischen Staatssenders BNT unter dem Motto „Eurovision 2027“ erschien eine Einblendung mit der Aufschrift: „Kanada gibt sein Debüt in Sofia“. Nun wird darüber spekuliert, ob BNT voreilig den Austragungsort für den ESC im kommenden Jahr verkündete oder ob es sich nur um ein Versehen handelte:
https://en.euromix.co.il/2026/07/02/eurovision-2027-host-city-possibly-leaked-in-bnt-broadcast-blunder/
Es bleibt spannend!
Heute Prater Picknick mit Thea.
Da waren im wahrsten Sinne des Wortes wohl einige Seilschaften am Werk