
Veronica Fusaro dürfte voller Freude in ihre erste Probe beim Eurovision Song Contest gehen. Die Schweizerin ist am Samstagmorgen zusammen mit der Delegation mit dem Zug angereist und hat gestern, am Sonntag, aus der Ferne eine der größten sportlichen Sensationen dieses Jahres mitbekommen. Der Fußballclub ihres Geburtsorts, der FC Thun, ist nämlich sensationell Meister in der Schweiz geworden – und das als Aufsteiger. Vom Außenseiter zum Titelkandidaten? Veronica dürfte es gefallen, wenn sich das für sie beim ESC wiederholt.
In der Berner Zeitung gratuliert sie dem Fußballclub zur Meisterschaft – und zieht die Parallele zu ihrem Auftritt bei der Musikshow auch selbst: „Ich gratuliere dem FC Thun von Herzen für die unfassbar tolle vollbrachte Leistung! Vom Underdog zum Meister, was für eine traumhafte Geschichte. Wieder einmal der Beweis dafür, was ein tolles Team alles erreichen kann. Die Ausstrahlkraft der Siegesserie des FC Thun ist national spürbar. Das macht Freude. Ich nehme diesen Spirit als gutes Omen für meine bevorstehende Reise an den Eurovision Song Contest. Um eine Freundin von mir zu zitieren: ‚Ich spüre es, 2026 wird das Jahr von Thun!'“
Noch vor dem Einsteigen in den Zug am Hauptbahnhof Zürich nach Österreich hat Veronica der Schweizer Plattform J ein Interview gegeben. Dass die Wettbüros aktuell nicht an eine Final-Qualifikation der Sängerin glauben, ist für sie nicht wichtig. Sie selbst ist überzeugt von ihrem Song und ihrer Performance. Und sie zieht eine interessante Parallele von ihrem Titel „Alice“ zu einem anderen Titel in ihrem Halbfinale. So heißt es bei der Plattform J: „Rumänien könnte ihr gefährlich werden. Denn der Song ‚Choke Me‘ von Alexandra Căpitănescu sei zwar anders als ihrer, aber lebe ebenso von einer rockigen Attitüde.“ Die Probe von Rumänien kennen wir bereits. Mal schauen, ob Veronica für „Alice“ nun auch auf eine rockige Inszenierung setzt.
Denn aktuell kennen wir nur das Musikvideo zu „Alice“, in dem eine Frau – eben besungene Alice – bei ihrer eigenen Hochzeit von ihrem Mann immer weiter gedemütigt wird. Es geht um Grenzüberschreitungen und geschlechtsspezifische Gewalt. So schreibt es auch der Sender SRF, der Veronica ausgewählt hat. Die Grenzüberschreitung werde auch auf der Bühne in der Wiener Stadthalle zum Thema gemacht.
Songcheck und Reactionvideo zu der Schweiz
Bis wir uns genau angucken können, wie das aussieht, hier noch einmal zur Erinnerung unser Songcheck zu „Alice“ und auch das ESC kompakt Reactionvideo.
Und auch alle Freunde von Zügen kommen selbstverständlich auf ihre Kosten:
Informationen zur ersten Probe der Schweiz
Infos kommen sobald unser Probenblogger auf Reddit sie für uns postet. Voraussichtlich 10-15 Minuten nach dem Ende von Veronicas Probe. Das ist für 16:10 Uhr angesetzt.
Es ist 17:10 Uhr und Zeit ist ohnehin ein relatives Konstrukt. Außerdem scheint es in Wien wieder technische Probleme gegeben zu haben. Auf Reddit schwelgt man derweil in Erinnerungen an den letzten Song aus der Schweiz, „Voyage“ von Zoë Më. Wobei es gerade bei dem Titel im ersten Semi ja auch so einige technische Probleme gab…
Man versüßt uns die Wartezeit mit einem Bild von einem Kameramann:

Veronicas Outfit scheint ein Hingucker zu sein: Sie trägt einen schwarzen Hosenanzug mit einer kurzen Jacke. Sowohl Jacke als auch Hose sind mit Strasssteinen besetzt. An den Schultern trägt Veronica Federn, was ihrem Outfit „mehr Glamour“ verleihen soll.

In der Performance wird eine Geschichte erzählt. Veronicas Mikrofon hat die Form eines Seiles, an dessen einen Ende sie und an dessen anderen Ende der Kameramann hängt. Und weiter geht es mit den Seilen:
Vier Tänzerinnen kommen dazu, die allesamt in rote Seile gehüllt sind. Diese führen Veronica zu einem riesigen würfelförmigen Klettergerüst (Theo Evan? Anyone?), das ebenso mit roten Seilen umwickelt ist. Diese Seile sollen Gefängnisgitter darstellen und die Umklammerung symbolisieren, in der sich Opfer häuslicher Gewalt befinden.

Veronica allerdings will ausbrechen und unternimmt noch einen Fluchtversuch: Sie holt ihre Gitarre hervor, sinkt auf die Knie und schreibt den Namen „Alice“ mit rotem Seil. Das ist die Schlussszene des Auftritts.

Ob auch eine Schauspielerin dabei ist, die Alice darstellt, geht aus der Beschreibung nicht eindeutig hervor.
Nach den Proben gibt es heute Abend um 20:15 Uhr unser ESC kompakt LIVE auf YouTube, wo wir gemeinsam mit Euch den dritten Probentag Revue passieren lassen. Dabei seid Ihr herzlichst eingeladen, mit uns über die ersten Proben des zweiten Halbfinals zu diskutieren.
Die ersten Proben des ersten Halbfinales beim ESC 2026
- Moldau: Satoshi mit „Viva, Moldova!“
- Schweden: Felicia mit „My System“
- Kroatien: LELEK mit „Andromeda“
- Griechenland: Akylas mit „Ferto“
- Portugal: Bandidos mit „Cante – Rosa“
- Georgien: Bzikebi mit „On Replay“
- Finnland: Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit „Liekinheitin“
- Montenegro: Tamara Živković mit „Nova zora“
- Estland: Vanilla Ninja mit „To Epic To Be True“
- Israel: Noam Bettan mit „Michelle“
- Belgien: ESSYLA mit „Dancing on the Ice“
- Litauen: Lion Ceccah mit „Sólo quiero más“
- San Marino: SENHIT feat. Boy George mit „Superstar“
- Polen: ALICJA mit „Pray“
- Serbien: LAVINA mit „Kraj mene“
Die ersten Proben des zweiten Halbfinales beim ESC 2026
- Bulgarien: DARA mit „Bangaranga“
- Aserbaidschan: JIVA mit „Just Go“
- Rumänien: Alexandra Căpitănescu mit „Choke Me“
- Luxemburg: Eva Marija mit „Mother Nature“
- Tschechien: Daniel Zizka mit „Crossroads“
- Armenien: SIMÓN mit „Paloma Rumba“
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Bin gespannt, wie das inszeniert wird – als Studioversion mag ich es, aber kompetitiv ist es ja nicht unbedingt
Veronica, der Lenz ist da!
Die Spannung steigt! Alice! Don’t panic! Lay low on the floor, you’re save in my arms, I’d never harm a hair on your head because I’m in love with… Switzerland at Eurovision 2026 😄
Und wir haben auch noch nie den Elefanten im Raum angesprochen, wie problematisch das als deutscher ESC-Fan ist, zu sagen, man mag Alice aus der Schweiz 😭😅
Vermutlich wird es keine Punkte regnen. Aber ich mag diese Blues/Rock Ballade und die Künstlerin ist sehr authentisch! Go for it Veronica!
Was ich von Vergleichen „rockiger“ Beiträge halte, ist ja bekannt. Nämlich gar nix. Und musikalisch ist die Schweiz von Rumänien so weit, weit weg! Deshalb bitte: Rock die Stage, Veronica! 🙂
Ist das ein positiver oder negativer Kommentar😅
Auf jeden Fall ein pro Veronica Kommentar! 😉
Egal wie es für Veronica ausgeht… Ich bin ein grosser Fan von ihr geworden und froh, dass ich durch den ESC auf ihre Musik aufmerksam geworden bin. Hopp Schwiiz! 🇨🇭🫶
Veronica Fusaro im offiziellen Podcast zum ESC:
Herzliche Grüße und Glückwünsche nach Thun🥂🍀!
Im Prinzip sind ja schon alle 35 Teilnehmer Gewinner, und haben das Glück nach Wien reisen zu dürfen🥰🤗!
Genießt einfach die Zeit, hoffentlich habt ihr alle viel Spaß und egal wie es ausgeht, es ist auf jeden Fall ein Sprungbrett für die Karriere. Viel Erfolg🌹!
Buona Fortuna🍀🥂🎸!
Ot:
Ich hoffe allen Leipzigern geht es gut? Ein Auto ist geradwe in der Innenstand in Passanten gefahren! Offenbar mehrere Verletzte.
😱😱 Oh mein Gott. Mir geht es gut.
Gott sei Dank!
Oje, liebe Grüsse nach Leipzig…! Alles Gute🍀
Und wieder schwarze Kleidung, glaube langsam San Marino könnte gewinnen weil sie als fast einzige bunte Kleidung trägt 🤣
Oder Akylas. 😊🦜🐱
Moldau
Wobei… da ist auch Schwarz dabei.
Hat nicht auch Kroatien auf rot gewechselt….🤔?
So viele Seile.
Jetzt habe ich einen Knoten im Kopf.
Noch kann ich mir den Auftritt nicht richtig vorstellen.
Das klingt echt spektakulär. Da bin ich jetzt wirklich auf die Bilder gespannt. 🤩
Livio Christell ist der Punktesprecher für die Schweiz beim ESC in diesem Jahr:
https://eurovoix.com/2026/05/04/livio-chistell-eurovision-2026-spokesperson/
Ich mag sie, sie ist so unaufgeregt normal.
Ihr Song allerdings auch. Somit nicht Esc geeignet.
Fair! Aber richtig guter Song!
Rote Seile, das muss ich sehen.
Lieb gemeinte 0 Punkte.
See you next year Switzerland.
Das verstehe ich nicht. Man kann ja von dem Song halten, was man will (ich bin kein Fan), aber seine Stärke ist doch, dass er wirklich authentisch und handgemacht ist. Wieso macht man dann so eine verkopfte Rydman-Choreo-Nummer als Staging? Das passt doch gar nicht zusammen.
So ganz in meinem Kopf visualisieren kann ich es auch noch nicht.
Wir reden hier von dem Rydman, der Louane und Frankreich letztes Jahr eine fast sichere Top-3-Platzierung gekostet hat mit seinem Staging, welches durch unvorteilhafte Kameraeinstellungen Diarrhö-Assoziationen hervorgebracht hat. Aber auch von demjenigen, der Nemo 2024 zum Sieg geführt hat. Wobei sich das hier doch deutlich komplizierter anhört als Nemos Drehscheibe.
Ich denke, die Leute werden wahrscheinlich einfach verwirrt sein. Man wird sich fragen, wer Alice ist und in welchem Verhältnis die Sängerin zu ihr steht. Sie können ja nicht wissen, dass sie aus der Perspektive eines gewalttätigen Mannes singt. Dafür müsste man ganz genau hinhören oder das Musikvideo gesehen haben. Das werden die meisten nicht. Am Ende ist es für viele nur ein seichtes Bluesrock-Lied.
Mit dem Bild des Gefängnisses, welches erzeugt wird, wird es vielleicht etwas klarer, und so ein Befreiungs- oder Emanzipationsmoment kann natürlich immer sehr stark wirken. Aber das widerspricht doch eigentlich dem Inhalt des Songs, wo in der letzten Strophe stark angedeutet wird, dass Alice gestorben ist und leider nicht ausbrechen konnte. Vielleicht betrachtet man den Tod als Befreiung (letzter Ausweg) oder man hat mal eben die Bedeutung des Songs auf den Kopf gestellt. Aber vielleicht hab ich das Lied auch falsch verstanden oder der „social media guy“ hat etwas missverstanden.
Das klingt alles zu verkopft und ohne Aufnahmen gesehen zu haben, muss man ja jetzt schon konstatieren, dass dieses Lied von vornherein niemals für die ESC-Bühne geeignet war. Noch ist ja noch nicht aller Tage Abend und vielleicht wirkt es am Ende doch wirkungsmächtiger, als die Beschreibung es erscheinen lässt.
Ich habe auch die Sorge, dass der Auftritt zu verkopft werden könnte, aber anderseits kann ich mir auch ein Szenario vorstellen, indem das Lied nochmal auf eine neue Ebene gehoben wird.
Das Staging klingt definitiv nach einem Risiko und nach einem bewussten Versuch, den ESC-untypischen Song auch für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen, sowie die Message auch halbwegs rüberzubringen.
Damit setzt man gezielt nicht auf den authentischen Singer-Songwriter-Vibe mit handgemachter Musik und großer Band-Performance, was man in Vorhinein ja hätte vermuten können.
Das könnte ein kluger Schachzug sein, da man dem Zuschauer bei einem doch etwas anspruchsvolleren Lied wie Alice etwas an die Hand gibt zur Orientierung.
Es könnte aber auch endgültig das Schicksal des Landes besiegeln und ein Semi-Aus bedeuten, wenn es zu überinszeniert und gewollt wirkt wie bei Louane.
Ich hoffe natürlich auf einen positiven Ausgang und denke durchaus, dass man die Message nicht zu 100% verstehen muss, um vom Lied berührt zu sein. Wichtig sind vor allem die Emotionen, die beim Zuschauer erweckt werden. Verkörpert der Auftritt die Enge, die Verzweiflung, die Ausweglosigkeit, in der Alice sich befindet? Nach allem sind Menschen eben doch sehr emotional gesteuerte Wesen.
Und irgendwie vertraue ich Veronica auch, dass da ein gutes Staging entstanden ist, da sie beim Interview bei ESC-Kompakt eigentlich recht zuversichtlich wirkte und ich mir nicht vorstellen kann, dass sie sich bei so einer Sache verbiegen würde und ihre Authentizität zu Gunsten von Showeffekten aufgeben würde.
Insgesamt bin ich also vorsichtig optimistisch und kann mir mehrere mögliche Szenarien vorstellen. Da die Schweiz aber sowieso nicht viel zu verlieren hat, warum soll man dann denn nicht einfach etwas wagen?
Interessant, sie haben sich also wirklich etwas überlegt. Ich hoffe nur, dass es nicht zu over the top und gespielt wirken wird, da so ein Staging natürlich ein Risko beeinhaltet. Aber das Thema könnte damit zweifelsfrei erfolgreich auf die Bühne gebracht werden und ich drücke der Schweiz und Veronica weiterhin ganz fest die Daumen.
Das gibt eine Riesenüberraschung. Landet im Finale,