Songcheck Eurovision Song Contest 2026 (23) – Schweiz: „Alice“ von Veronica Fusaro

Veronica Fusaro – Bild: Instagram @veronicafusaro

Das nächste deutschsprachige Land ist dran: Nur zwei Tage nach Luxemburgs Song für den Eurovision Song Contest 2026 nehmen wir heute die Schweiz unter die Lupe. Genauer gesagt werfen wir im heutigen Songcheck einen Blick auf die Künstlerin Veronica Fusaro, die mit „Alice“ in Wien ins Rennen geht. Sie startet dabei im zweiten Halbfinale an siebter Stelle.

Veronica Fusaro wird in wenigen Tagen 29 Jahre alt, stammt aus Thun und ist schweizerisch-italienischer Herkunft. Sie ist Pop/Rock- und Soul-Sängerin sowie Songwriterin. Schon im Jahr 2014 nahm Veronica an der zweiten Staffel von The Voice of Switzerland teil und erreichte die Knockouts im Team von Stefanie Heinzmann. 2016 wurde sie beim „Demo of the Year“ der Demotape Clinic entdeckt und vom Radiosender SRF 3 als „Best Talent“ ausgezeichnet.

Inzwischen konnte die Musikerin europaweit Bühnenerfahrung sammeln. Zu ihren bisherigen Karrierehighlights zählen Auftritte beim Glastonbury Festival 2019, als Support von Mark Knopfler im Amphitheater von Nîmes und bei den Swiss Music Awards, bei denen sie auch in diesem Jahr erneut eingeladen war (siehe Aufmacherbild). Im Zuge ihrer ESC-Promo war Veronica vergangenes Wochenende zudem in der TV-Show Happy Day auf SRF 1 zu sehen. Dabei präsentierte sie ihren Beitrag „Alice“ zum ersten Mal live im Fernsehen.

Der Schweizer Beitrag für Wien wurde aus 493 Einreichungen ausgewählt. Die SRG SSR geht seit nunmehr acht Jahren den Weg der internen Auswahl – also einer ohne öffentliche Vorentscheidung. An der diesjährigen Wahl waren erneut internationale Zuschauer*innen sowie eine Fachjury beteiligt. Die Entscheidung wurde zu gleichen Teilen von beiden Jurygruppen getroffen.

Das Lied

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Veronica Fusaro bereits ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Looking For Connection“. Auf diesem befindet sich unter anderem die Blues-/Poprock-Nummer „Alice“. Für ihre ESC-Bewerbung hat Veronica den Song jedoch überarbeitet und wurde mit dieser Version im internen Prozess ausgewählt, um die Schweiz in Wien zu vertreten. Geschrieben wurde „Alice“ von Charlotte McClean und Veronica selbst.

Im Schweizer Beitrag geht es um eine Obsession, die zwar leise, aber intensiv ist. Es wird die Anziehung zu einer gewissen „Alice“ besungen. Alice erwidert diese Gefühle jedoch nicht, was der Person, die von ihr besessen ist, jedoch egal zu sein scheint. Diese Person könnte ein Mann sein, der Alice am Ende sogar heiratet – diese Geschichte erzählt zumindest das offizielle Musikvideo. Hier ist Veronica Fusaro stille Beobachterin auf der Hochzeitsfeier.

Veronica hat in Interviews bereits bestätigt, mit der Nummer Tabuthemen wie emotionale Gewalt und Stalking eine Bühne geben zu wollen. Der Text beruht zwar nicht auf einer wahren Begebenheit, doch die Problematik habe Veronica schon mehrfach im Bekanntenkreis mitbekommen. Auf der Bühne wird die Musikerin vermutlich ihre E-Gitarre dabei haben. Sie möchte zudem das Thema mit Hilfe des Stage Directors Fredrik „Benke“ Rydman visuell verdeutlichen. Rydman war schon für Nemos ESC-Performance zu „The Code“ verantwortlich.

Veronica Fusaro tritt mit „Alice“ für die Schweiz im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai auf Startplatz 7 an.

Der Check

Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten

Douze Points: Veronica Fusaro besetzt beim Wettbewerb in Wien eine weitgehend leere Genre-Nische. Ich mag tatsächlich ihre Stimme. E-Gitrarren-Solos sind hingegen nicht so meins. Ich habe große Zweifel, dass das außer ein paar Juroren viele Zuschauer*innen überzeugen wird. 5 Punkte

Laureen: Ich grüße eine meiner engsten Freundinnen: Alice. Eine Italienerin, die ich in Litauen kennengerlernt habe. Das ist Europa! Anyways, erst war ich leider etwas enttäsuscht, auch wenn Veronicas Stimme für mich durchaus eine innere Umarmung ist. Musikalisch mag ich die Stilwechsel: Von Walzer zu Gitarre – das fetzt. Pluspunkte gibt es thematisch. „Alice“ thematisiert Gewalt an Frauen (physisch, psychisch, Kontrolle) und das anhand von Protagonistin Alice. Das packt mich. 7 Punkte

Manu: Ich merke, wie ich immer wieder versuche, dass mir das Lied „Alice“ besser gefällt, als es das wirklich tut. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich Veronica als Person saucool finde. Bluesiger Rock gehört aber wahrlich nicht zu meinem liebsten Musikgenre und „Alice“ klingt für mich nach einem Albumtitel, der eigentlich nie als Single veröffentlicht werden sollte. Momentan fehlt mir leider auch die Fantasie, wie Veronica damit ins Finale kommen sollte, aber ich lass mich gern überraschen. 2 Punkte

Marcel: Die Schnittmenge an Songs, die sowohl Stefan Raab als auch mir gefallen dürften, ist wahrscheinlich gering. Sie besteht aus „Alice“ von Veronica Fusaro – einem Song, der auch in jedem „Chefsache ESC“-Finale hätte aufgeführt werden können. Für den ESC ist der Albumtitel sehr untypisch, was möglicherweise auch nicht so viel Erfolg verspricht. Aber ich finde sowohl Thema und Melodie des Songs als auch das Charisma der Sängerin sehr ansprechend. 6 Punkte

Rick: Es ist vollkommen klar, dass „Alice“ in der ESC-Community wenig Anklang findet. Der Song schreit kein bisschen „ESC“ und ist alles andere als Mainstream. Aber genau DAS mag ich daran! Es ist eine authentische Nummer, die für Vielfalt in Wien sorgen wird. Ich finde Veronicas Ausstrahlung weltklasse und die Nummer hat Ecken und Kanten, ist aber dennoch eingängig. Auch wenn die Schweiz bei mir damit nicht gaaanz vorne mitspielt, ist das ein super Beitrag mit wichtiger Thematik! 8 Punkte

Punktzahlen der anderen Blogger*innen:

  • Bennet: 4 Punkte
  • Benny: 4 Punkte
  • Berenike: 8 Punkte
  • Giulia: 2 Punkte
  • Max: 3 Punkte
  • Peter: 1 Punkt

Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 50/132 Punkten.

Beim ESC-kompakt-Index landet „Alice“ auf Platz 30.

Wie schneidet der schweizer Beitrag "Alice" von Veronica Fusaro ab?

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Bisher erschienene Songchecks:

Erstes Halbfinale

Zweites Halbfinale

Bereits gesetzt für das Finale



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165 Comments
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Aka Nichts
Aka Nichts
1 Tag zuvor

Ich finde den Song schon sehr stark, kann aber verstehen, dass es nicht jedermanns Geschmack ist. Das Thema finde ich wichtig, aber kommt in Kombination mit dem Video irgendwie nicht richtig rüber. Ich hoffe auf ein deutlich besseres Staging!
🇷🇸: 1
🇲🇩: 2
🇭🇷: 6
🇲🇪: 7
🇹🇩: 8
🇨🇭: 10
🇱🇺: 11
🇸🇪: 12
🇬🇪: 15
🇮🇹: 16
🇧🇪: 18
🇩🇪: 19
🇵🇹: 20
🇫🇮: 23
🇵🇱: 24
🇱🇹: 25
🇧🇬: 26
🇬🇷: 29
🇦🇲: 30
🇪🇪: 32
🇸🇲: 33
🇮🇱: 34
🇦🇿: 35

Tobiz
Mitglied
Tobiz
1 Tag zuvor

Peter :O

Te esc
Te esc
1 Tag zuvor

Wunderbare, ehrlich Musik. tolle Stimme, starke Frau. Bewertung gewisser ESC Kompakt Blogger ist nicht ganz nachvollziehbar. Warum nur 1Punkt?Der ESC soll sich doch auch weiterentwickeln. Ich liebe dieses Lied ❤️🇨🇭

Jabastalus
Jabastalus
1 Tag zuvor

Auffälligkeit Nr. 1:

Die Teilnehmerin 2025 Zoë Më ist mit dem Song angetreten, mit dem sie 2024 in der internen Selektion Nemo unterlegen war. Die Teilnehmerin 2026 Veronica Fusaro war ihrerseits 2025 Zoë Më unterlegen. Damals war sie mit dem Song „Slot Machine“ im Rennen, der meines Erachtens eher ESC-geignet gewesen wäre. Dass zum zweiten Mal hintereinander der Plan B des Vorjahres gewählt wird, zeigt deutlich, dass in der Schweiz nicht genügend ESC-geeignete Musik nachkommt. Da kann der Auswahlprozess noch so gut sein. Man sollte den Inhalt halt auch mit Brauchbarem anreichern.

Auffälligkeit Nr 2.:

Veronica Fusaro hat selbst gesagt, dass sie sämtliche Songs aus dem Album für die Auswahl eingereicht hat, die nach dem 1. September veröffentlicht wurden. Dies zeigt noch deutlicher, dass sich die Lust am ESC in der Schweizer Musikstene offenbar arg in Grenzen hält, da niemand explizit für diesen Wettbewerb etwas komponieren möchte. Da läuft etwas in eine verkehrte Richtung.

Nun zum Song: Veronica braucht eine Top5-Platzierung bei den Jurys, um eine Chance aufs Finale zu haben. Schwierig aber nicht unmöglich.

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
1 Tag zuvor
Reply to  Jabastalus

🤔 Interessant – ich hatte ja vor geraumer Zeit schon einmal geschrieben, daß das Schweizer Auswahlprozedere auf mich eher den Eindruck macht, als würde eine Interpretenliste abgearbeitet …

Jabastalus
Jabastalus
1 Tag zuvor

Und genau diese Liste wird immer mehr durch die unteren Ligen der Schweizer Musikszene gefüllt. Man kann es ihnen auch nicht verübeln, wer will schon mit einem Sender zusammenarbeiten, der nun mindestens für 5 Jahre nicht mehr gewinnen möchte.

Da waren knapp 500 Songs zur Auswahl. Ich beneide die Verantwortlichen nicht, die sich durch diese Musik hören mussten. Denn wenn alles mit rechten Dingen zu und herging müssten ja alle anderen Songs schlechter als „Alice“ gewesen sein. Ich will nicht wissen, was da noch für ein Gejodel dabei war.

Last edited 1 Tag zuvor by Jabastalus
Stouni90
Stouni90
1 Tag zuvor
Reply to  Jabastalus

Erlich gesagt. ich habe auch erfahren das der song wathergun von remo forer schon in der auswahl von 2022 gewesen war nicht von remo sondern von jemand anderem gesungen

rainer1
rainer1
1 Tag zuvor
Reply to  Stouni90

Patric scott

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor

🎈 🎈 🎈 🧺 🎈 🎈 🎈

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Tag zuvor

Die Schweiz bringt dieses Jahr eine herrlich unaufgeregte Atempause. Das gehört eigentlich belohnt, allerdings sehe ich nicht wo die Punkte herkommen sollten. Mein Platz 24.

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Tag zuvor
Reply to  Porsteinn

Wie atmest du denn bei den anderen Beiträgen? 😅

Porsteinn
Mitglied
Porsteinn
1 Tag zuvor
Reply to  herrtobsucht

Entweder gar nicht oder zu schnell. 😁

ESC Jul
ESC Jul
1 Tag zuvor

Ich und die Schweiz finden wohl nicht mehr zusammen. Seit Gjon’s Tears fand ich keinen Beitrag wirklich gut. Dann muss ich wohl auf 2027 hoffen.

4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor
Reply to  ESC Jul

Mir hat sogar seit Luca keiner gefallen

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Tag zuvor

Schweiz letztes Jahr mag ich sehr – ist für mich der beste Beitrag seit 1993

Last edited 1 Tag zuvor by Schlippschlapp71
4porcelli - give The 🦦 what he needs
4porcelli - give The 🦦 what he needs
1 Tag zuvor

Ich fand’s beim ESC ganz nett, ist mir aber nicht nachhaltig in Erinnerung geblieben.

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Tag zuvor

Prügelt sich bei mir mit 1972 um den ersten Platz auf meiner Schweiz-Liste …

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Tag zuvor

Wo ist da Gunvor?

togravus ceterum
Mitglied
togravus ceterum
1 Tag zuvor
Reply to  herrtobsucht

😱

Schlippschlapp71
Schlippschlapp71
1 Tag zuvor

Finde ich ziemlich belanglos

herrtobsucht
Mitglied
herrtobsucht
1 Tag zuvor

Haha, lass sie Letzte sein.

ESC Jul
ESC Jul
1 Tag zuvor

Luca find ich wiederum auch nur mittelmäßig. Sebalter find ich gut, sonst fällt mir spontan keiner ein

Last edited 1 Tag zuvor by ESC Jul
ESCFan2009
ESCFan2009
1 Tag zuvor

Ich liebe den Song, ich mag die ruhige Melodie, dann die Gitarre und der Text ist super. Durfte Veronica letzte Woche live sehen, eine gute Sängerin und sie war so lieb im Gespräch 🥰
Mein Platz 3 des Jahres!

KarinM
KarinM
1 Tag zuvor

hm … trotz herrlichem Gitarrensolo, nicht meins. Sperriger, altbackener Song. Keine Finalqualifikation. Die Schweiz will wohl nicht schon wieder gewinnen, was solls?

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor

Nachdem ich mir sowohl das reine Audio als auch das Musikvideo noch ein Mal zu Gemüte geführt habe, möchte ich jetzt auch noch mal meine Gedanken zum Lied äußern, auch wenn wir in den Kommentaren schon mehrere wirklich tolle Analysen hatten.

Dabei beziehe ich mich jetzt auch auf Dinge, die von Veronica selbst in so oder so ähnlicher Form geäußert wurden (für weitere Hintergrundinfos kann ich nur zu gern das Ask-Me-Anything (AMA) von ihr auf Reddit empfehlen).

Der Name „Alice“ ist keineswegs aus Zufall gewählt worden. Nicht nur erinnert er an die Geschichte von Alice im Wunderland, er soll auch – oder vielleicht gerade deswegen- eine sanfte, ja schon liebliche Atmosphäre ausstrahlen, die vom verträumten Walzer-Takt weiter unterstrichen wird. Relativ schnell wird jedoch klar, dass diese fast schon magische Stimmung („Your pretty green eyes are magic“) nicht viel mehr als eine Fassade ist, was auch der Sturz von Alice im Musikvideo verdeutlicht und sich musikalisch in der abrupten Gitarre widerspiegelt, die diese Illusion endgültig zerspringen lässt.

Die weiteren Textzeilen stellen vor allem die Versprechen und Verführungen des im Lied behandelten Mannes dar, der nicht von Alice ablässt und sie bis zum Punkt bedrängt, an dem sie Stress und damit vermutlich auch Angst empfindet („Why you looking so stressed?“).

Nach dem erneuten heftigen Einsatz der Gitarre bewegt sich der Pre-Chorus wieder in einer intimeren, und dafür noch bedrohlicheren Stimmung, die auch durchaus Themen wie Stalking und Verfolgung behandelt („I’ve been watching you“).

Im Refrain bekommt der Hörer nun die ganze Klang-Gewalt der Gitarren zu spüren (was definitiv auch auf Alice übertragen werden kann im weiteren Sinne). Die große Betonung auf dem „I“ hebt noch einmal besonders hervor, wie sich der Sprecher selbst sieht und wer hier über wen die Oberhand gewinnt. Auch hier gehen Text und Musik nahtlos ineinander über, da der aufdrängende Klang der Stimme und Instrumente mit den ständigen Wiederholungen von Liebesbekundigungen und Beteuerungen kombiniert wird. Zum Schluss lässt sich zudem ein kurzer Einblick in Alice‘ Gefühlswelt erblicken („Honey, don’t cry“).

In der zweiten Strophe steigert sich die Intensität weiter und vor allem die Zeile „I live in your head“ lässt auf das Grundmotiv des Liedes zurückkommen: Die Geschichte von Alice wird nicht von ihr selbst erzählt und langsam, langsam nimmt ihr Partner von nicht nur ihren Gedanken Besitz, sondern auch von ihrer eigenen Stimme. Im weiteren Verlauf werden die Beteuerungen immer stärker und bedrohlicher, aus dem Stress von Anfang ist nun ein panisches Klopfen an die Tür geworden, das Erbitten von Alice um Hilfe. Wie aber im Musikvideo gesehen werden kann, wird dieser stumme Hilferuf nicht erhört.

Genau dieser Aspekt, das Wegschauen von außenstehenden Personen, wird auf eine künstlerische absolut gelungene Weise im Musikvideo verdeutlicht. Während sich die Verzweiflung und die Kraft der ewig auf Alice einredenden Stimme immer weiter steigert, ignorieren dies die restlichen Anwesenden, lachen stattdessen und amüsieren sich, keiner wagt es, das Schauspiel vor ihnen zu hinterfragen, trotz der vielen Anzeichen dafür, dass etwas ganz und gar nicht im Ordnung ist.
Und genau diese Botschaft sollte man als Zuhörer unbedingt aus dem Lied mitnehmen: Wegschauen ist keine Lösung. Erst durch Handeln wird sich etwas Verändern.
Den hellen Backing-Chor im Refrain deute ich persönlich auch als Verkörperung der unbeteiligten Menge, die fröhlich und vergnügt klingt, dem Sprecher aber nie widerspricht, sondern sogar noch bestätigt in gewisser Weise.

Sobald das Gitarrensolo einsetzt und von dort an die Geschichte weitererzählt, ist es jedem selbst überlassen, sich vorzustellen, was als nächstes passiert ist.

Es sei nur gesagt, dass das schleppende, leblose Outro ein Licht beschreibt, das erloschen ist („The light in my life has vanished“) und von Augen die Rede ist, die sich womöglich nie wieder öffnen werden („Please open your eyes, why are you turning cold“). Selbst die letzte Zeile stellt die Frage im den Raum, ob Alice diese Geschichte tatsächlich überlebt hat („Baby, don’t leave me аlone“)…

Dies war natürlich eine von vielen Interpretation und bezog sich nun vor allem auf den Text und die Musik. Gerade das Musikvideo lässt Raum für viele weitere Deutungsweisen. Bestes Beispiel Veronicas Rolle selbst. Ist sie ein gewöhnlicher Gast auf der Feier, eine Geliebte von Alice oder (die die Sichtweise, die ich persönlich bevorzuge) eine als Figur visualisierte Präsenz, die den Zweifel und die Anzeichen darstellt, die das Publikum nicht erkennen will, also ein „Gefühl oder eine Red Flag“ wie Veronica es selbst formuliert hat?

Das war jetzt ein ganz schön tiefer Exkurs und ich hoffe, ich konnte zumindest einen Teil der Ebenen der Bedeutung des Liedes aufzeigen. Für mich persönlich ist Kunst genau deswegen so spannend, weil es keine eindeutige Deutungsweise gibt und jeder in dem betreffenden Werk etwas Anderes sehen kann, was auch hier der Fall ist.

Harry Leman
Harry Leman
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Danke für diese gute Erklärung, ich stimme Dir voll und und ganz zu. Das Video und besonders der Song sind musikalisch meisterhaft und die einzelnen Komponenten sehr gut und sehr präzise ausgewählt. Ich finde der Gegensatz der harmonisache Walzerklänge und der fast schrillen Gitarrenklängen zeigen die Diskrepanz der „heilen Welt“, wie es sein sollte, und der Realität, die so oft einfach nicht erkannt wird,…..
Goose pumps….

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor
Reply to  Harry Leman

Der Gegensatz ist wirklich beeindruckend, wie du schon sagst etwas, wo man Gänsehaut bekommen kann, wenn man sich tiefer mit dem Text und der Bedeutung beschäftigt.

dirtsa
dirtsa
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Da ich den Text sicher nicht zu 100% verstanden hatte, hatte ich ohne Erklärung das Video völlig falsch verstanden.
Ich dachte Veronica ist diejenige, die Worte an Alice richtet und heimlich in sie verliebt ist. Sie beobachtet, dass der Bräutigam nicht wirklich Alice mit ihren Bedürfnissen sieht und irgendwas zwischen den beiden nicht stimmt. Die Braut scheint nicht wirklich fröhlich und ausgelassen zu sein.
Aber ist vielleicht die Liebe von Veronica der Grund, weswegen Alice sich während ihrer Hochzeit nicht komfortabel fühlt?

Egal, ob ich das völlig der Intention der Künstlerin entgegen für mich verstanden habe, es ist eines der Lieder, das ich irgendwie mag, aber nicht liebe. Ist mir zu „bluesig“, aber läßt mich doch zuhören.

Ich habe auf 16-20 getippt.

RootingForTheUnderdogs
RootingForTheUnderdogs
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Vielen Dank für die großartige Analyse. Das Lied ist herausragend in einem Jahr, indem viele Interpreten überhaupt keinen Wert auf den Inhalt des Liedes gelegt haben (Ich feiere Bzikebi, aber der Text wurde von KI erste Generation erstellt).

Prometheus
Prometheus
1 Tag zuvor
Reply to  Nilou

Danke für die tolle Erörterung, Nilou, die sich auch gut an den Lyrics entlanghangelt. Da hast du dich auf jeden Fall selbst übertroffen und mir auf jeden Fall mehrere neue Perspektiven auf das Lied eröffnet.

In dem Lied gibt es sowohl textlich als auch musikalisch eine Eskalationsspirale. Es wird musikalisch immer düsterer und kantiger und der Text wird ebenfalls immer abgründiger in seinen Andeutungen von Nachstellung und Gewalt. Da ist deine Interpretation der letzten Strophe, dass Alice die Geschichte womöglich nicht überlebt hat, auf jeden Fall sehr sinnergebend. Sei es nun als Femizid oder als Selbstmord, um der von ihr als aussichtslos empfundenen Situation zu entkommen. Bei der vorangegangenen Strophe, in der es darum geht, dass Alice aufhören soll, gegen die Tür zu klopfen, würde man eher Ersteres vermuten.

Deine Interpretation des Chorgesangs gefällt mir ebenfalls sehr gut. Die Öffentlichkeit stellt sich an die Seite des Täters, übernimmt seine Sichtweise, Narrative und Schilderungen und liefert ihm sogar emotionale und moralische Unterstützung. Ich sag nur ARD-Doku für Boateng. Der Täter kann reden so viel reden, wie er will, das Opfer wird jedoch nie wieder die Gelegenheit dazu bekommen. Der Täter bekommt die Deutungshoheit über seine eigenen Taten, und deswegen auch das Lied aus seiner Perspektive.

Ich würde das Ende gerne so interpretieren, dass Alice den Gang ins Jenseits unternommen hat und dort von Veronica, ihrem Engel, in Empfang genommen wird. Es könnte auf jeden Fall eine Art von jenseitiger oder geisterhafter Präsenz sein. Vielleicht auch, da in Schwarz gekleidet, eine Metapher für den Tod. Aber da bloß Alice sie sieht (oder zumindest spürt) und alle anderen sie nicht sehen, könnte Veronicas Rolle eine Metapher für alles sein, was wir nicht sehen wollen.

Insgesamt ist das vom Storytelling-Faktor sehr beeindruckend. All das in nur drei Minuten unterzubringen und derart gut visuell und musikalisch zu untermalen ist schon bemerkenswert. Man erkennt so vieles, was man vorher nicht erkannt hat.

Ich weiß gar nicht, wie das beim ESC ankommen wird. So intensiv setzt sich der durchschnittliche Zuschauer, Anrufer und wohl auch Juror nicht mit Songs auseinander. Da kommt es nur auf den unmittelbaren Eindruck der Musik an. Es ist vielleicht zu gut für den ESC und passt gar nicht in diesen Rahmen. Ich hoffe, dass Fredrik Rydman ein tolles Staging zaubert und man es irgendwie schafft, das Thema rüberzubringen ohne an der Subtilität einzubüßen. Aber selbst wenn es nicht klappt: Das Lied wird nicht verschwinden

Es gab ja schon viele düstere Songs beim ESC wie „Hatrið Mun Sigra“, „Doomsday Blue“, „Leganda“, „Birds“ oder auch „Taken by a Stranger“ und ich finde, dass „Alice“ sich in die Liste gut einfügt

Nilou
Nilou
1 Tag zuvor
Reply to  Prometheus

Mit jeder neuen Sichtweise wird dem Bild irgendwie eine neue Facette hinzugefügt.
Die Interpretation, dass Veronica eine Art Engel ist, finde ich auch sehr spannend, dies könnte man sich ja auch wie ein Echo vorstellen, das noch einmal zur Szenerie zurückkehrt um das Geschehen von Neuem zu betrachten, eventuell auch darauf hoffend, dass jemand einschreitet, nur dass das nicht passiert.

Das Ganze lässt sich wirklich noch unendlich weiter spinnen.

Und ja, du hast Recht: Egal wie der Song am Ende abschneidet, das wird nichts daran ändern, wie viel er jemandem bedeuten kann. Einmal in die Welt gesetzt, lebt so ein Kunstwerk eigentlich für immer weiter.

Rusty
Mitglied
Rusty
1 Tag zuvor

Ich mag „Alice“, ich mag Veronica Fusaro, wie sie singt. Aber ich denke ,das ganze muss irgendwie richtig gut auf der Bühne in Szene gesetzt werden, ansonsten droht das Halbfinal-Aus. Ich drücke ihr auf jeden Fall die Daumen.

Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor
Reply to  Rusty

Wenn ich dich kurz auf diesen Post hinweisen dürfte, liebe Rusty – ganz uneigennützig natürlich… 😇
https://esc-kompakt.de/songcheck-eurovision-song-contest-2026-22-rumaenien-choke-me-von-alexandra-capitanescu/comment-page-1/#comment-774378

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor

Blues ist leider so gar nicht mein Genre. Aber auch beim ESC gab es schon schöne Ausnahmen wie z.B. „Unsubstantial Blues“ von Magdi Rúsza (HUN 2007). Hat mir damals sehr gefallen und mit Platz 9 war es auch relativ erfolgreich. War auch recht langsam, aber die Geschichte von damals packte mich, vor allem an der Stelle, wo Magdi verzweifelt ihren Ex fragt, warum er sie verlassen hat. So ein Höhepunkt geht leider dem Song von Veronica Fusaro vollkommen ab. Das plätschert so vor sich hin und das eigentlich ganz schöne Gitarrensolo reißt es dann auch nicht raus. Für mich der schwächste Schweizer Beitrag seit 2017. Für die ganz gute Stimme, die authentische Ausstrahlung und das Gitarrensolo gibt es insgesamt 5/10 Punkte.
Mein Ranking
Semi 2:

7. Eva Marija – Mother nature 🇱🇺
10. Alexandra Cāpitānescu – Choke Me 🇷🇴
—————————————
11. SIMÓN – Paloma Rumba 🇦🇲
13. Veronica Fusaro – Alice 🇨🇭
14. DARA – Bangaranga 🇧🇬
15. JIVA – Just Go 🇦🇿

Finale (Gesamtranking):
3. Linda Lampenius x Pete Parkkonen – Liekinheitin 🇫🇮
6. Noam Bettan – Michelle 🇮🇱
8. Tamara Živković – Nova zora 🇲🇪
10. Lion Ceccah – Sólo quiero más 🇱🇹
11. LELEK – Andromeda 🇭🇷
13. Eva Marija – Mother nature 🇱🇺
14. FELICIA – My System 🇸🇪
15. Bandidos do Cante – Rosa 🇵🇹
18. Sal Da Vinci – Per sempre sì 🇮🇹
19. Bzikebi – On Replay 🇬🇪
20. ESSYLA – Dancing On The Ice 🇧🇪
21. Alexandra Cāpitānescu – Choke Me 🇷🇴
23. Sarah Engels – Fire 🇩🇪 (insgesamt Platz 25)
24. Akylas – Ferto 🇬🇷 (insgesamt Platz 26)
—————————————
26. SIMÓN – Paloma Rumba 🇦🇲 (eigentlich Platz 23)
27. Veronica Fusaro – Alice 🇨🇭
28. Alicja – Pray 🇵🇱
30. Senhit feat. Boy George – Superstar 🇸🇲
31. DARA – Bangaranga 🇧🇬
32. JIVA – Just Go 🇦🇿
33. Satoshi – Viva, Moldova! 🇲🇩
34. Vanilla Ninja – Too Epic To Be True 🇪🇪
35. LAVINA – Kraj mene 🇷🇸

Mein Tipp:
Neben Aserbaidschan die zweite recht sichere Nichtqualifikantin von Semi 2. Selbst mit einer tollen Inszenierung wird es schwer die Aufmerksamkeit auf dieses Plätscherlied zu ziehen und da wird aus dem Televoting kaum was rein kommen. Für die Jurys wiederum ist der Song dann wiederum zu einfach gestrickt. Schade, liebe Südnachbarn.

Last edited 1 Tag zuvor by Gerd Geomax
Dennis_Duesseldorf
Dennis_Duesseldorf
1 Tag zuvor
Reply to  Gerd Geomax

Ich kann es wieder einmal besonders kurz machen: Ich sage zu „Alice“ exakt das, was Gerd sagt. Team Rheinland at it´s best! 👍🏻 🫶🏻 🎶

Gerd Geomax
Gerd Geomax
1 Tag zuvor

💪🫶🫶💪

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Einleitung
Ich versuche diesmal die Songchecks in einer ironischen Geschichte zu verpacken.
Wer das SCC Game kennt, wird vielleicht wissen, dass ich letzten Jahr dort eine Stadt namens Second Chance City ins Leben gerufen habe, wo Teilnehmer des ESC, SCC und Songpaten gemeinsam wohnen. Die Stadt und ihre Bewohner werden in der Songchecks-Geschichte eine große Rolle spielen. Meine Bewertung kommt dann in einem Extra Post.

Die diesjährigen Vorbereitungen für das SCC Game in der Second Chance City laufen so langsam auf Hochtouren, Von jeder Bewerbergruppe für das SCC Game bewirbt noch jemand für den kleinen Bruder des SCC Game dem ESC.

Das diesjährige SCC Festival steht kurz vor dem Start. 35 Ländergruppen werden ihre Schützlinge zur ESC/Second Chance City schicken, die Teilnehmer dürfen dann auch in der Stadt wohnen. Pro Ländergruppe darf übrigens ein Teilnehmer bei einer Veranstaltung namens ESC mitmachen. Dazu macht jedes Land einen Vorentscheid und der Sieger darf aber nicht am SCC Game teilnehmen, was die meisten Teilnehmer aber nicht wissen. Zahlreiche Bewohner der Stadt empfangen alle Teilnehmer des ESC/SCC am Marktplatz. Die Teilnehmer des ESC dürfen übrigens nach ihrer Rückkehr vom ESC im Nobelviertel „ESC“ der Second Chance City wohnen.

Heute kommt nun eine Teilnehmerin für den ESC aus der Schweiz namens Veronica Fusaro. Sie singt für die Bewohner der Stadt neben ihren ESC Song „Alice“ auch den ESC-Song von Alice „I treni di Tozeur„ aus dem Jahr 1984. Sie wird nach der ESC Rückkehr den „Alice im Wunderland-Park“ betreiben sowie ein Frauenhaus.

Anwärter für das SCC Game: keine

ESC Vertreter: Veronica Fusaro – Alice

Geschichte vom Vortag

https://esc-kompakt.de/songcheck-eurovision-song-contest-2026-22-rumaenien-choke-me-von-alexandra-capitanescu/comment-page-1/#comment-774293

Last edited 1 Tag zuvor by Malge1985
Nilou
Nilou
1 Tag zuvor

Da mein anderer Kommentar schon viel zu lang war, gebe ich jetzt noch meine Prognose ab sowie die Position in meinem eigenen Ranking.

Wie die Kommentare und die doch schon etwas anspruchsvollere Komposition vermuten lassen, wird „Alice“ es beim Televote nicht leicht haben. Die Schweiz scheint wirklich ein Faible für Jury-Songs zu haben, was wohl auch erklärt, warum mir die Beiträge aus dem Land oft gefallen. In den letzten drei Jahren waren sie zumindest immer im meiner Top 10, das schaffen nicht so viele andere Länder.

Die große Rettung könnten für den Beitrag natürlich die Jurys sein, obwohl dies auch fraglich ist, da die Schweiz leider in einem Semi mit vielen großen Jury-Magneten gelandet ist. Das größte Ziel wird vermutlich sein, die Botschaft verständlich auf die Bühne zu bringen und sich auch klar von den anderen Acts abzugrenzen.

Gelingt das, kann ich mir einen Final-Einzug vorstellen. Der Beitrag ist ein Risiko, das sich lohnen könnte oder auch nicht. So oder so bin ich froh, dass wir einen so interessanten Beitrag aus der Schweiz bekommen und in meinem Ranking belegt „Alice“ deshalb den 7. Platz mit 7/10 Punkten.

Viele Glück!

RootingForTheUnderdogs
RootingForTheUnderdogs
1 Tag zuvor

„Alice“ ist tatsächlich das Lied, dass ich mir am meisten schöngehört habe. Ich mag auch einfach, wenn Lieder dabei sind, die nicht auf ESC gebügelt sind und „Alice“ gehört dazu. Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Veronica den Sprung ins Finale schafft.

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor

Anfangs mochte ich den Song nicht so richtig obwohl ich ein Bluesrock Fan bin von Künstlerinnen wie u.a. Beth Hart, Joanne Shaw Taylor und Lady Blackbird. Aber so langsam erreicht mich der Song auch. Auch wenn ich noch etwas mit der Stimme fremdle. Ich bin selber kein Textmensch, daher muss mich der Song so erreichen ohne dass ich was von Inhalt verstehe und das funktioniert doch recht gut aber schleichend.
Es erinnert mich etwas an Lucio Corsi vom letzten Jahr, wo ich anfangs auch kaum was anfangen konnte (in der Finalwoche war Lucio Corsi auf Platz 22 bei mir). Mittlerweile höre ich den Song extrem gerne und ist mittlerweile meine Nummer 3 vom letzten Jahr.
Wobei natürlich beide Songs eine andere musikalische Richtung sind aber vom Aufbau her doch recht ähnlich mMn

Mir geht es so beim Song: Ich stelle mir ein Hotel oder eine Straße vor und aus dem Zimmern/Häusern kommt die ESC-Lieder. Bei manchen rennt man schnell vorbei, bei anderen geht man sofort hinein oder andere wie hier beachtet man erst nicht, aber bei mehrmaligen hören erreicht ein dann doch der Song.

Hier ging ich anfangs noch vorbei, aber wenn man ein paar mal am Zimmer/Haus vorbeigeht, bleibt man dann doch mal stehen und hört genauer hin. Mittlerweile ist die Tür offen, aber ich bin noch nicht in das Zimmer /Haus hineingegangen, was aber noch durchaus kommen kann oder wird.

Da liegt mMn auch das Problem. Es ist ein Song worauf man sich einlassen muss. Wenn man aber nur so nebenbei hört und sich unterhält oder irgendwelche Chips oder Pom Bären ist, wird wohl der Song durchfallen. Ich hoffe hier aber vor allem auf die Jury. Im Finale könnte es durchaus überraschen und ein Lucio Corsi Ergebnis erzielen, wenn die Inszenierung stimmt oder aber auch ganz hinten landen. Es ist halt noch ein Wonderland ähm Wundertüte der Song und dies macht es so spannend.

Hier noch ein ein paar andere Bluesrocklieder

Joanne Shaw Taylor – The Trouble With Love

http://www.youtube.com/watch?v=6YecjieuRw0

Joanne Shaw Taylor – Hell Or High Water (Achtung Wasserschlange im Video)

http://www.youtube.com/watch?v=-iXzY6jV3fU

Joanne Shaw Taylor – What Good Is My Love

http://www.youtube.com/watch?v=Xpw-zcNvmdY

Joanne Shaw Taylor – What Are You Gonna Do Now?

http://www.youtube.com/watch?v=tc5WYB5-mF0

Beth Hart – Love Is A Lie

http://www.youtube.com/watch?v=PMIZEol5Zkk

Beth Hart – Bad Woman Blues

http://www.youtube.com/watch?v=qiRiPtg9EFk

Beth Hart – Leave The Light On

http://www.youtube.com/watch?v=Gqbc0HVJOIA

Lady Blackbird – Man On A Boat

http://www.youtube.com/watch?v=pKtkqK1zuDo

1.Halbfinale
Platz 01: Portugal
Platz 02: Griechenland
Platz xx: Montenegro (Monteversion)
Platz 03: Belgien
Platz 04: Israel
Platz 05: Finnland
Platz 06: Moldau
Platz 07: Litauen
Platz 08: Montenegro (Eurovision)
Platz 09: Georgien
Platz 10: Estland
Platz 11: Schweden
Platz 12: Serbien
Platz 13: Polen
Platz 14: San Marino
Platz 15: Kroatien

2.Halbfinale:

Platz 01: Armenien
Platz 02: Rumänien
Platz 03: Aserbaidschan
Platz 04: Schweiz
Platz 05: Luxemburg
Platz 06: Bulgarien

Final 5:

Platz 1: Italien
Platz 2: Deutschland

Gesamtranking nach 23 Songchecks

Platz 01: Portugal
Platz 02: Armenien
Platz 03: Griechenland
Platz xx: Montenegro (Monteversion)
Platz 04: Rumänien
Platz 05: Aserbaidschan
Platz 06: Belgien
Platz 07: Israel
Platz 08: Finnland
Platz 09: Moldau
Platz 10: Schweiz
Platz 11: Litauen
Platz 12: Montenegro (Eurovision)
Platz 13: Italien
Platz 14: Luxemburg
Platz 15: Georgien
Platz 16: Deutschland
Platz 17: Estland
Platz 18: Schweden
Platz 19: Serbien
Platz 20: Polen
Platz 21: Bulgarien
Platz 22: San Marino
Platz 23: Kroatien

morgen könnte sich gegebenfalls bei den Platzierungen was ändern, da ich für morgen mal alle Songs wieder durchhöre werde.

Last edited 1 Tag zuvor by Malge1985
Franny
Franny
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

Es ist zwar kein Song, der tiefe Gefühle in mir weckt – wie Schmetterlinge im Bauch, Gänsehaut oder ein leidenschaftliches Gefühl. Aber er ist angenehm und tut irgendwie gut. Und Veronica kommt sehr sympathisch rüber. 🙂

Schmetterlinge im Bauch hab ich derzeit tatsächlich bei einigen Songs meiner Metalcore-Bands. Vorhin lief z.B. „Hurricane“ von I Prevail im Radio, vorher „Drag me“ von From Ashes To New. Bei beiden war dieses krasse Gefühl. Keine Ahnung, was das derzeit ist. Verliebt in Musik? Leidenschaftliche Gefühle bei gewissen Songs? Das ist echt intensiv bei mir. (unabhängig vom Feger-Level 😛 )

PS: Ich finde übrigens, dass sich Star FM bzgl. Musik auch echt gemausert hat.
Seit ca. 2 Monaten spielen sie regelmäßig From Ashes To New, Bad Omens, I Prevail, Atreyu, Ice Nine Kills…

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor
Reply to  Franny

Da spielt Star FM echt gute Musik. 🙂

Franny
Franny
1 Tag zuvor
Reply to  Malge1985

Der Frontmann von Devil May Care (Tim Heberlein) hat übrigens mal bei The Voice mitgemacht, wurde aber von keinem Jurymitglied ausgewählt. Voice-Banausen… alle keine Ahnung. 😉 😛

Malge1985
Malge1985
1 Tag zuvor
Reply to  Franny

Wow, ja die haben wirklich keine Ahnung kenne da auch jemanden (nicht persönlich), der dort mitgemacht hat, aber nicht genommen wurde.

Morph
Morph
1 Tag zuvor

Bei diesem Beitrag kann mich einfach so überhaupt nichts überzeugen. Das Gefühl ist quasi ähnlich wie bei vielen, vielen deutschen Beiträgen aus dem letzten Jahrzehnt. Meine Befürchtung ist daher, das könnte schon im Halbfinale hängen bleiben.

Jorge
Jorge
1 Tag zuvor

Wenn man das zu cosy inszeniert, kann das schonmal vor dem TV vom Knabberzeug übertönt werden, da gehört optisch ordentlich Pfeffer beigemischt! Mir gefällt die Anlage des Songs und ihr indielike Gesangsstil. Also vielleicht verbeißen sich ein paar Juroren darin, aber es wird sicher nicht zu großen Televotingergebnissen führen, dafür schleppt sich der Song zu sehr.

Schorschiborsch
Schorschiborsch
1 Tag zuvor

Es ist son bisschen ein „Ein Jahr nachdem wir Gastgeber waren“- Beitrag. (Aufnahmen bestätigen die Regel) 🙂 Der Siegeswille ist verflogen, aber da man eh grad gewonnen hat, man kann einen Song wählen, der nischig, aber hochwertig ist, ohne Gefahr zu laufen, wieder zu gewinnen. Und wenn man im Semi kleben bleibt, macht es irgendwie auch nix. Ich mag den Song.

Schorschiborsch
Schorschiborsch
1 Tag zuvor

Aufnahmen ist toll. Ich meine natürlich Ausnahmen. 🙂

💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
💪 Jakub 🇮🇱 dances אנה פרנק 🌪️ 🌅 👑
1 Tag zuvor

Mein Göttergatte:
Ich weiss, Du magst den Song nicht sonderlich, aber was waren Deine ersten Assoziationen zu „Alice“?

Ich:
Der Film „40 qm Deutschland“ von Tevfik Başer und der Song „Luka“ von Suzanne Vega.

MG:
Will heißen, Du würdest das wie inszenieren?

Ich:
Als Schattenspiel, bei dem sich scheinbar schöne Schattenrisse als etwas Entsetzliches entpuppen, sobald man gewahr wird, wie die Figuren, die sie werfen, in Wirklichkeit aussehen … Für mich ein Beitrag, der schockieren darf, schließlich wird Alice in den Tod getrieben.

MG:
Wen oder was verkörpert für Dich die Fusaro im Video?

Ich:
Eine Art Engel des Todes, der Tag und Stunde bereits kennt, während Alice seine Nähe nur ahnt. Wie ein Schatten eben. In ihrer Rolle greift sie ja nie ein, obwohl sie im Gegensatz zu allen anderen zwischen Schein und Sein unterscheiden kann. Sie weiss, was das Stolpern bedeutet, das Hochreißen der Arme, der Rempler – und daß die Kuchenszene eben nicht lustig, sondern übergriffig und erniedrigend ist. Alice ihrerseits zeigt sich irritiert durch den ungeladenen Gast in der Menge, aber auch interessiert, beginnt mit der Fusaro zwischen den Welten zu tanzen und folgt ihr schließlich aus freiem Willen, denn die Umarmung am Ende ist eine Sterbeszene.

Schlöippschlapp71
Schlöippschlapp71
1 Tag zuvor

Inzwischen ist Schweiz bei mir auf Platz 6 mit 9/12. So schnell kann es gehen.
Immer besser dabei zudem Montenegro, der Topfavorit versandet dagegen im grauen Mittelfeld.

Prometheus
Prometheus
16 Stunden zuvor

Oder auch Bergmans „Das siebente Siegel“

MarcelK
MarcelK
1 Tag zuvor

Platz 27. bei mir. Ist nicht mein Genre.