
Das nächste deutschsprachige Land ist dran: Nur zwei Tage nach Luxemburgs Song für den Eurovision Song Contest 2026 nehmen wir heute die Schweiz unter die Lupe. Genauer gesagt werfen wir im heutigen Songcheck einen Blick auf die Künstlerin Veronica Fusaro, die mit „Alice“ in Wien ins Rennen geht. Sie startet dabei im zweiten Halbfinale an siebter Stelle.
Veronica Fusaro wird in wenigen Tagen 29 Jahre alt, stammt aus Thun und ist schweizerisch-italienischer Herkunft. Sie ist Pop/Rock- und Soul-Sängerin sowie Songwriterin. Schon im Jahr 2014 nahm Veronica an der zweiten Staffel von The Voice of Switzerland teil und erreichte die Knockouts im Team von Stefanie Heinzmann. 2016 wurde sie beim „Demo of the Year“ der Demotape Clinic entdeckt und vom Radiosender SRF 3 als „Best Talent“ ausgezeichnet.
Inzwischen konnte die Musikerin europaweit Bühnenerfahrung sammeln. Zu ihren bisherigen Karrierehighlights zählen Auftritte beim Glastonbury Festival 2019, als Support von Mark Knopfler im Amphitheater von Nîmes und bei den Swiss Music Awards, bei denen sie auch in diesem Jahr erneut eingeladen war (siehe Aufmacherbild). Im Zuge ihrer ESC-Promo war Veronica vergangenes Wochenende zudem in der TV-Show Happy Day auf SRF 1 zu sehen. Dabei präsentierte sie ihren Beitrag „Alice“ zum ersten Mal live im Fernsehen.
Der Schweizer Beitrag für Wien wurde aus 493 Einreichungen ausgewählt. Die SRG SSR geht seit nunmehr acht Jahren den Weg der internen Auswahl – also einer ohne öffentliche Vorentscheidung. An der diesjährigen Wahl waren erneut internationale Zuschauer*innen sowie eine Fachjury beteiligt. Die Entscheidung wurde zu gleichen Teilen von beiden Jurygruppen getroffen.
Das Lied
Im vergangenen Jahr veröffentlichte Veronica Fusaro bereits ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Looking For Connection“. Auf diesem befindet sich unter anderem die Blues-/Poprock-Nummer „Alice“. Für ihre ESC-Bewerbung hat Veronica den Song jedoch überarbeitet und wurde mit dieser Version im internen Prozess ausgewählt, um die Schweiz in Wien zu vertreten. Geschrieben wurde „Alice“ von Charlotte McClean und Veronica selbst.
Im Schweizer Beitrag geht es um eine Obsession, die zwar leise, aber intensiv ist. Es wird die Anziehung zu einer gewissen „Alice“ besungen. Alice erwidert diese Gefühle jedoch nicht, was der Person, die von ihr besessen ist, jedoch egal zu sein scheint. Diese Person könnte ein Mann sein, der Alice am Ende sogar heiratet – diese Geschichte erzählt zumindest das offizielle Musikvideo. Hier ist Veronica Fusaro stille Beobachterin auf der Hochzeitsfeier.
Veronica hat in Interviews bereits bestätigt, mit der Nummer Tabuthemen wie emotionale Gewalt und Stalking eine Bühne geben zu wollen. Der Text beruht zwar nicht auf einer wahren Begebenheit, doch die Problematik habe Veronica schon mehrfach im Bekanntenkreis mitbekommen. Auf der Bühne wird die Musikerin vermutlich ihre E-Gitarre dabei haben. Sie möchte zudem das Thema mit Hilfe des Stage Directors Fredrik „Benke“ Rydman visuell verdeutlichen. Rydman war schon für Nemos ESC-Performance zu „The Code“ verantwortlich.
Veronica Fusaro tritt mit „Alice“ für die Schweiz im zweiten ESC-Halbfinale am 14. Mai auf Startplatz 7 an.
Der Check
Song: 3,5/5 Punkten
Stimme: 4/5 Punkten
Darbietung: 3/5 Punkten
Instant Appeal: 2/5 Punkten
Douze Points: Veronica Fusaro besetzt beim Wettbewerb in Wien eine weitgehend leere Genre-Nische. Ich mag tatsächlich ihre Stimme. E-Gitrarren-Solos sind hingegen nicht so meins. Ich habe große Zweifel, dass das außer ein paar Juroren viele Zuschauer*innen überzeugen wird. 5 Punkte
Laureen: Ich grüße eine meiner engsten Freundinnen: Alice. Eine Italienerin, die ich in Litauen kennengerlernt habe. Das ist Europa! Anyways, erst war ich leider etwas enttäsuscht, auch wenn Veronicas Stimme für mich durchaus eine innere Umarmung ist. Musikalisch mag ich die Stilwechsel: Von Walzer zu Gitarre – das fetzt. Pluspunkte gibt es thematisch. „Alice“ thematisiert Gewalt an Frauen (physisch, psychisch, Kontrolle) und das anhand von Protagonistin Alice. Das packt mich. 7 Punkte
Manu: Ich merke, wie ich immer wieder versuche, dass mir das Lied „Alice“ besser gefällt, als es das wirklich tut. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich Veronica als Person saucool finde. Bluesiger Rock gehört aber wahrlich nicht zu meinem liebsten Musikgenre und „Alice“ klingt für mich nach einem Albumtitel, der eigentlich nie als Single veröffentlicht werden sollte. Momentan fehlt mir leider auch die Fantasie, wie Veronica damit ins Finale kommen sollte, aber ich lass mich gern überraschen. 2 Punkte
Marcel: Die Schnittmenge an Songs, die sowohl Stefan Raab als auch mir gefallen dürften, ist wahrscheinlich gering. Sie besteht aus „Alice“ von Veronica Fusaro – einem Song, der auch in jedem „Chefsache ESC“-Finale hätte aufgeführt werden können. Für den ESC ist der Albumtitel sehr untypisch, was möglicherweise auch nicht so viel Erfolg verspricht. Aber ich finde sowohl Thema und Melodie des Songs als auch das Charisma der Sängerin sehr ansprechend. 6 Punkte
Rick: Es ist vollkommen klar, dass „Alice“ in der ESC-Community wenig Anklang findet. Der Song schreit kein bisschen „ESC“ und ist alles andere als Mainstream. Aber genau DAS mag ich daran! Es ist eine authentische Nummer, die für Vielfalt in Wien sorgen wird. Ich finde Veronicas Ausstrahlung weltklasse und die Nummer hat Ecken und Kanten, ist aber dennoch eingängig. Auch wenn die Schweiz bei mir damit nicht gaaanz vorne mitspielt, ist das ein super Beitrag mit wichtiger Thematik! 8 Punkte
Punktzahlen der anderen Blogger*innen:
- Bennet: 4 Punkte
- Benny: 4 Punkte
- Berenike: 8 Punkte
- Giulia: 2 Punkte
- Max: 3 Punkte
- Peter: 1 Punkt
Gesamtpunktzahl aller Blogger*innen: 50/132 Punkten.
Beim ESC-kompakt-Index landet „Alice“ auf Platz 30.
Bisher erschienene Songchecks:
Erstes Halbfinale
- Finnland: „Liekinheitin“ von Linda Lampenius & Pete Parkkonen
- Georgien: „On Replay“ von Bzikebi
- Griechenland: „Ferto“ von Akylas
- Kroatien: „Andromeda“ von Lelek
- Moldau: „Viva, Moldova!“ von Satoshi
- Portugal: „Rosa“ von Bandidos do Cante
- Schweden: „My System“ von FELICIA
- Belgien: „Dancing on the Ice“ von ESSYLA
- Estland: „Too Epic To Be True“ von Vanilla Ninja
- Israel: „Michelle“ von Noam Bettan
- Litauen: „Sólo quiero más“ von Lion Ceccah
- Montenegro: „Nova zora“ von Tamara Živković
- Polen: „Pray“ von Alicja
- San Marino: Superstar von Senhit feat. Boy George
- Serbien: „Kraj Mene“ von LAVINA
Zweites Halbfinale
- Armenien: „Paloma Rumba“ von SIMÓN
- Aserbaidschan: „Just Go“ von JIVA
- Bulgarien: „Bangaranga“ von DARA
- Luxemburg: „Mother Nature“ von Eva Marija
- Rumänien: „Choke Me“ von Alexandra Căpitănescu
Bereits gesetzt für das Finale
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Finale!
OT:
Heute Abend um 18:15 Uhr spielt also die Deutsche Frauen Nationalmannschaft in der WM 2027 Qualifikation Zuhause im Nürnberger Max-Morlock Stadion gegen Österreich. Und die Deutsche Frauen Nationalmannschaft ist trotz der Riesen Personalsorgen der Klare Favorit, aber Österreich ist immer sehr unangenehm zu bespielen und nicht zu unterschätzen. Die Österreichische Frauen Nationalmannschaft ist von der Qualität her vergleichbar mit der Schweizer Männer Nationalmannschaft. Und Mal schauen ob die Deutsche Frauen Nationalmannschaft wieder so Überragend spielen wird, wie letztens gegen Slowenien und die Topmannschaft Norwegen. Und übertragen wird dieses Spiel im ZDF. Und um 17:55 Uhr beginnt bereits die Vorberichterstattung.
https://www.instagram.com/p/DXGjWMcl3Vk/?igsh=c2QwOHVhczVienM1
Mich interessiert Frauenfußball nicht.
Und das hier ist meiner Meinung nach auch nicht das richtige Forum.
Da gibts sicher geeignetere Blogs.
Fad
Kommt nicht weiter!
Is fei nit fad!
Ich weiß nicht, warum, aber das Lied macht mich unheimlich aggressiv. Deshalb wäre ich nicht traurig, wenn ich es im Finale nicht hören müsste. Ansonsten wäre es für mich eine gute Toilettenpause.
Oh, ich bin sogar leicht enttäuscht von der Schweiz dieses Jahr. Ich mag dieses Genre zwar sehr, aber klingt für mich leider zu flach und hat wenig Höhepunkte. Ob es mit Finale klappt? Tendenziell nein.
5/12
Zwischenstand bei den Bloggern:
1. Finnland (105 Punkte)
2. Schweden (97 Punkte)
3. Montenegro (84 Punkte)
4. Moldau (80 Punkte)
4. Bulgarien (80 Punkte)
6. Griechenland (76 Punkte)
6. Kroatien (76 Punkte)
8. Rumänien (73 Punkte)
9. Italien (70 Punkte)
10. Israel (69 Punkte)
11. Belgien (67 Punkte)
11. Deutschland (67 Punkte)
13. Portugal (65 Punkte)
14. Litauen (60 Punkte)
15. Georgien (59 Punkte)
16. Serbien (58 Punkte)
17. Armenien (53 Punkte)
18. Estland (52 Punkte)
19. Luxemburg (50 Punkte)
19. Schweiz (50 Punkte)
21. Polen (46 Punkte)
22. San Marino (44 Punkte)
23. Aserbaidschan (23 Punkte)
Da ist man mal ein bisschen im Skiurlaub – und wenn man nach Hause kommt, haben unsere lieben Blogger San Marino noch hinter Polen und Estland gesetzt?! Ach herrje. Sollten unsere Blogger vielleicht doch nicht so lieb sein, wie ich denke?! Naja, ich verzeihe Berenike und Co – so kurz nach dem Urlaub ist man ja noch recht entspannt und nachsichtig… 😉😇😎🇪🇺💗
Azerbaijan wurde, egal ob man den Song nun gut findet/muss man nicht, auch zu einem unfairen Grad geschlachtet, Schweden für KI-Song und -Stimme mit Punkten überhäuft. Hmmm, ob hier die Flaggen eine Rolle gespielt haben?
Och, das glaube ich gar nicht mal so sehr. Aber ich könnte mir in der Tat vorstellen, dass man mit Senhit und dem Konzept des „Star-Einkaufs“ (unbewusst?) kritischer umgeht, als bspw. mit Felicia. Denn „musikalisch“ erschließt sich der riesige Unterschied zwischen San Marino und Schweden für meine Ohren in Sachen Qualität jedenfalls nicht – eher schon visuell, das kann ich absolut nachvollziehen. Aber nun gut – die Geschmäcker sind verschieden. Und ich bin bekanntlich normalerweise ein großer Mello Fan, der trotzdem sagt, dass die letzten 3 Jahre nicht so ganz mein cup of tea war, was Schweden geschickt hat letztlich. Also auch Mello Fans sind zur Differenzierung fähig 😇
P.S. Ich finde Aserbaidschan 2026 ja gar nicht sooo übel (call me oldfashioned, possums 😉). Allerdings auch nicht sooo gut… 🥂
Schweiz hinter Deutschland ist leider für mich komplett unerträglich..
Gibt es eigentlich ein bestimmtes Prinzip für die Reihenfolge der Songchecks? Ich erkenne natürlich, dass wir uns sehr eng an der Startreihenfolge in den Semis orientieren, aber es gibt kleinere Abweichungen – warum? Übersehe ich etwas?
Ja gibt es. Esgeht alphabetische und zwar 1.Halbfinale mit erste und 2 Hälfte des Semis, dann die 2 Final 5. die im ersten Semi auftreten und dann 2 Semi auch hier erst die erste Hälfte, dann die 2. Hälfte und dann die 3 Final 5 die im 2 Semi auftreten
Semi 1:
1-7
8-15
2 Final 5 Länder
Semi 2:
1-7
8-15
3 Final 5 Länder
immer alphabetisch
Ich hoffe ich konnte es einigermaßen verständlich erklären 🙃
Ah! Merci! 🖖🏻
Logo. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht…🤭😁😉
Als sie mit den Songchecks begonnen haben, war die Startreihenfolge noch nicht bekannt. Deshalb hat man diese Reihenfolge gewählt. 🙂
Ah! Jetzt erkenne ich den Sinn, alles klar! 👍🏻
Am Freitag kommt eine neue Moss Kena Single. Regine kann schon mal die Federboa parat legen. 🙂
https://www.mix1.de/music/moss-kena/rhythm-unknown/
🤗
Dann bin ich am Freitag mal ganz Ohr 👂.
Ist übrigens von Purple Disco Machine produziert wurden. 🙂
OT:
Unsere Stadt Kaufbeuren ist die Deutsche Blitzhauptstadt Deutschlands.
Darüber berichtet das ZDF:
https://www.instagram.com/p/DXGjWMcl3Vk/?igsh=MTlhaG02bjkwMzl1MA==
Ähm .. okay … das war das Wetter. Jetzt andere Blitzer:
Wer in den Niederlanden fährt, muss besonders achten auf ziemlich neue Blitzgeräte. Im Link einen niederländischen Artikel dazu mit Bilder. Das Gerät fertigt Bußgelder fürs Handy am Steuer an, Kostenpunkt 449 €. Es wird kombiniert mit Geschwindigkeitsmessung. Bis 9 km/h zu schnell ist es noch unter 100 €, aber bei 30 km/h zu schnell (Autobahn 40 km/h) ist es einen Straftat, ab etwa 500 € aufwärts.
So, habe ich einen nützlichen OT-Beitrag gebastelt oder?
Wahrscheinlich gehöre ich zu den Wenigen, die diesen Beitrag feiern!
Ich würde sagen, das ist mit Abstand einer der besten Beiträge aus der Schweiz.
Für mich persönlich ein TOP 10 Ding, ich befürchte aber, dass er vielleicht sogar im Halbfinale hängen bleiben könnte.
Bin sehr auf sie Inszenierung gespannt!
Stimme Top, Botschaft aktueller denn je, Musikgenre: Alleinstellungsmerkmal 2026.
Alice darf sehr gerne ins Finale!!!🙃
„Einer der besten Beiträge aus der Schweiz“
Halt! Bleiben Sie stehen! Und geben Sie sofort Micha das Handy zurück!
🤭😇😉
😂😉🙃
Volle Zustimmung!
Ich bin ganz bei Dir !
Wie schön!
Wieder beieinander! 😁
Das hoffe ich nicht, ich find es auch irgendwie sehr modern,.. Ausserdem ist es musikalisch sehr interessant. am Anfang erscheint alles so perfekt, die Musik ist harmonisch und dann diese Wechsel zu den dramtischen Szenen.., das passt einfach,…. und dann das Ende ist irgendwie Gänsehaut,…. wenn man bedenkt, man wird zu Stein, oder in der Situation muss man es werden.
Viele Leute kritisieren ja auch das Video, aber ich finde, das zeigt, unter welchem sozialen Druck manche Leute, nicht nur Frauen, stehen, Das Verhalten von „Alice“ wird doch irgendwie erwartet, man muss eine perfekte Rolle spielen..?
Also, liebe Veronica, ich drücke Dir ganz fest die Daumen…
Volle Zustimmung!😉
Ich mag den Song auch und finde es etwas schade, dass „Alice“ bei vielen offenbar nicht so ankommt. Aber was soll man machen, Geschmäcker sind eben verschieden.
Ich hoffe jedenfalls mit dir auf eine Finalqualifikation, qualitativ verdient wäre es allemal!
Ich mag Indie Rock. In meinem Plattenregal stehen King’s Of Convenience, Tallest Man on Earth oder Fleet Foxes. Dagegen ist allerdings „Alice“ fast schon Hard Rock 🙂
Mich holt der Song leider gar nicht ab und das tut mir fast schon von allen „schlechteren“ Songs am meisten leid, da ich wie gesagt im Genre mich eigentlich sehr wohl fühle.
Ich zweifel, ob sich da wer bereit erklärt für anzurufen. Jurys haben dieses Jahr besonders viel Auswahl und werden Veronica Fusaro wahrscheinlich auch links liegen lassen.
01. 🇭🇷 Kroatien
02. 🇦🇲 Armenien
03. 🇲🇪 Montenegro
04. 🇫🇮 Finnland
05. 🇸🇪 Schweden
09. 🇧🇪 Belgien
10. 🇬🇷 Griechenland
11. 🇧🇬 Bulgarien
12. 🇱🇹 Litauen
13. 🇱🇺 Luxemburg
14. 🇲🇩 Moldau
15. 🇷🇴 Rumänien
19. 🇩🇪 Schland
21. 🇮🇱 Israel
23. 🇬🇪 Georgien
26. 🇵🇱 Polen
29. 🇷🇸 Serbien
30. 🇨🇭 Schweiz
31. 🇪🇪 Estland
32. 🇮🇹 Italien
33. 🇵🇹 Portugal
34. 🇸🇲 San Marino
35. 🇦🇿 Aserbaidschan
Ja, ich habe mich beim Gedanken erwischt, dass man in der Schweiz alles daran setzt, den ESC so schnell nicht noch einmal ausrichten zu müssen. Aber den hatte ich schon im letzten Jahr und doch wurde trotz komplett fehlender öffentlicher Zustimmung immerhin der 10. Platz erreicht.
Hier wird der portugiesische Ansatz verfolgt: Indie-Rock, sehr gerne auch mit einer Botschaft, ohne musikalische Brechstange. Fällt irgendwie in die Kategorie „ganz nett, ganz sicher nicht unsympathisch“. „Alice“ hat definitiv einen gewissen Vibe, wie ihn vor drei Jahren „Carpe Diem“ und „Tell me more“ hatten. Aber leider droht das Schicksal der Aserbaidschaner, die das große Pech hatten, nach Loreen antreten zu müssen. Zwischen „Paloma Rumba“ und „Jalla“ wird es schwer für Veronica Fusaro, sich abzuheben.
„Portugiesischer Ansatz“ ist eine schöne Formulierung, passt auch total bei dem Lied. Vielleicht mag ich es ja deswegen ja auch.
Deine Einschätzung bezüglich des Abschneidems teile ich leider ebenfalls, das wird wohl sehr schwer werden in diesem jurylastigen Semi mit dem Finale.
Es wird wohl sehr eng mit einem Finaleinzug. Das Lied ist nicht schlecht, haut aber einem nicht vom Hocker. Generell wäre es mal wieder wünschenswert, wenn die Schweiz nicht auf Jurypunkte schielen würde. Sondern wie zb 2019 einen Publikumskracher auswählen würde.
Die Buchmacher sehen derzeit nur eine 39 % Wahrscheinlichkeit für einen Finaleinzug.
Geht mir auch so. Immer nur auf die Juryvote zu gucken finde ich auch zunehmend langweilig (sogar Gewinner NeMobber war “nur” 5. In der Televote). Chico Solo und Sebalter waren doch super, sie können also auch Fun. Bitte mal was anderes.
„NeMobber“ ist echt treffend gewählt, danke !
Ich mag die Stimmung die der Song transportiert. Diese erinnert mich stark an Songs aus den 90ern, irgendwo zwischen Alanis Morissette und 4 Non Blondes: Starke Frauen mit kraftvoller Stimme und toller Ausstrahlung, jenseits der gängigen Popstar-Stereotypen.
Das Musikvideo passt da auch gut rein. Wirklich eine interessante Künstlerin. Der Song ist sicher nicht sonderlich eingängig und wird es im Televoting schwerhaben. Ich hoffe, er holt dennoch viele Jury-Punkte. Leider gibt es gerade in dieser Hinsicht viel Konkurrenz im 2. HF. Daher prognostiziere ich ein HF-Aus, was ich aber bedauern würde.
01. Portugal 10 / 12
02. Finnland 8 / 12
03. Kroatien 8 / 12
04. Rumänien 8 / 12
05. Schweden 8 / 12
06. Luxemburg 8 / 12
07. Armenien 7 / 12
08. Schweiz 7 / 12
09. Montenegro 6 / 12
10. Moldau 6 / 12
11. Serbien 6 / 12
12. Deutschland 6 / 12
13. Griechenland 5 / 12
14. Belgien 5 / 12
15. Polen 4 / 12
16. Israel 4 / 12
17. Litauen 4 / 12
18. Bulgarien 3 / 12
19. Estland 3 / 12
20. San Marino 3 / 12
21. Aserbaidschan 3 / 12
22. Italien 2 / 12
23. Georgien 2 / 12
Die Schweiz lässt mich etwas ratlos zurück. „ALICE“ passt irgendwie gar nicht zum ESC und deswegen glaube ich, dass die Schweiz sich qualifizieren wird. „ALICE“ hat auch seine Fanbase, welche dafür anrufen werden.
Meine Top
01.Finnland🇫🇮
03.Rumänien🇷🇴
06.Bulgarien🇧🇬
07.Kroatien🇭🇷
09.Griechenland🇬🇷
11.Portugal🇵🇹
12.Deutschland🇩🇪
15.Montenegro
18.Schweden🇸🇪
19.Israel🇮🇱
20.Moldau🇲🇩
21.Serbien🇷🇸
22.Litauen🇱🇹
23.Armenien🇦🇲
25.Schweiz🇨🇭
26.Luxembourg🇱🇺
29.Belgien🇧🇪
30.Polen🇵🇱
31.Georgien🇬🇪
32.Italien🇮🇹
33.Estland🇪🇪
34.Aserbaidschan🇦🇿
35.San Marino🇸🇲
Ist einfach mal was neues…, nicht immer nur Feuer …..und Dancing…
Um es vorweg zu nehmen: nicht meine tasse tee. Ich befürchte sogar eine doppel-nullnummer.
Meiner meinung nach hat der diesjährige schweizer rückfall in längst vergessene zeiten etwas mit der halbierungs-initiative, der überraschenden absetzung von pele loriano und der neuausrichtung des Suisa Songwriting Camps zu tun. Das man da einfach einen song aus einem studioalbum nimmt, verstärkt diesen eindruck.
Der song ist wahrlich nicht schlecht aber für die esc-anforderungen höchst ungeeignet und ich vermute dessen sind sich die verantwortlichen auch bewusst.
Glasklares hf-aus
Die Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski bekommen noch Unterstützung. Emily Busvine wird im Green Room die Künstler interviewen.
Das wird leider nichts mit dem Finale
Bei Alice kommt mir das folgende Lied ins Ohr…
https://m.youtube.com/watch?v=Z6qnRS36EgE&list=RDZ6qnRS36EgE&start_radio=1&pp=ygUgc21va2llIGxpdmluZyBuZXh0IGRvb3IgdG8gYWxpY2WgBwE%3D
🤓🤓🤓
Ich mag diese Blues/Rock Ballade sehr! Ein hochwertiger Song! Danke! Veronica Fusaros Stimmfarbe stich heraus. Bleibt natürlich in meiner Playlist. Vermutlich ohne Chance auf Finaleinzug. Aber Sie wird eine 1A Vorstellung abgeben!
Volle Zustimmung!
Ich halte auch in diesem Jahr den Schweizer Beitrag für überschätzt. Brauch ich mit Verlaub nicht im Finale.
JoBi und sein Gehirn: Folge 22 – Schweiz
Erster Eindruck:
🧑🦱 Oh, Blues/Jazz
🧠 Klingt langweilig. So lala.
🧑🦱 Das Musikvideo ist interessant.
🧠 Der Bräutigam führt sich auf wie ein A***loch.
🧑🦱 Allein das Kuchen auf dem Gesicht schmieren zeigt es deutlich.
🧑🦱 Eine schöne Hochzeitlaction am See.
🧠🤔 Welcher See das wohl ist?
Später:
🧠 Es ist der Vierwaldstättersee.
Fazit:
🧑🦱 Bleibt im Halbfinale hängen
🧑🦱 Platz 33 in meinem Ranking.
Zum achten Mal Übereinstimmung mit Berenike !
Die lieben Eidgenossen…. Zoe mochte ich bekanntlich sehr und mit Veronica konnte ich im Lauf der Saison immer mehr anfangen. „Alice“ ist feiner Bluesrock und echt eine Wohltat bei den vielen pompösen Hochglanzprodukten der Konkurrenz.
Leider wirkt die Nummer erst nach mehrmaligem Hören, für das Televoting eher tödlich.
So habe ich schweren Herzens mit Semiaus gestimmt.
Ich werte mit 8/12 und 11/35
Zudem wird hier mal das Thema „Frau“ mal ohne doofes Herumgetanze und Bodenturnen authentisch behandelt, ein weiterer Pluspunkt von mir !
Danke auch an Rick für seinen Kommentar, ich könnte es nicht besser formulieren.
doofes Herumgetanze und Bodenturnen
🤣 🤣 🤣
Wo er recht hat… 😉
😂😂
Es ist einfach etwas Neues, ..
Auf der einen Seite wird kritisiert, dass manche Acts zu nachgemacht wirken, bringt man was anderes ist es nicht ESC tauglich oder wie ?
Wenn man ehrlich ist, gibt es immer was zu meckern!
Alice ist erfrischend anders und vielleicht auch mal was zum nachdenken.
😉
Hat einige Durchläufe gebraucht bis ich mir „Alice“ schöngehört habe.
Was kein gutes Zeichen ist.
Denn beim ESC gibts nur einen Versuch.
Und mir fehlt die Fantasie, wie diese unauffällige und ESC- untypische Blues- Rock Nummer ins Finale einziehen soll.
Im Televoting bestimmt außerhalb der Top10 bleibt nur die Hoffnung auf eine richtig gute Bewertung der Jury.
Doch bei der Konkurrenz im 2. Semifinale wird das sehr schwer bis unmöglich.
Mark my words: Wir sehen das im Finale…
Schön dass Du hier kommentierst, Veronicas Mutter!
Du bist so langweilig wie deine Kommentare….
Gute Stimme. Alles andere ist nicht meins. Es schleppt sich so langweilig dahin, zwischendurch wird man immer wieder durch eine kurze Pause und einen darauffolgenden Schlag geweckt. Und auf einmal hat ihr wohl jemand den Strom abgedreht. Vorbei. Endlich.
Jury Offenbach – es geht aufwärts….
Platz 1 Israel 10,5/12
*
*
*
Platz 5 Portugal 9/12
*
Platz 7 Griechenland 8,5/12
*
*
*
Platz 11 NEU Schweiz 8/12
*
Platz 13 Montenegro 7,5/12
*
*
*
Platz 17 Finnland 6,5/12
Platz 18 Kroatien 6,5/12
Platz 19 Armenien 6/12
Platz 20 Moldau 6/12
*
Platz 22 Georgien 5/12
Platz 23 Belgien 5/12
Platz 24 Luxemburg 5/12
Platz 25 Litauen 4,5/12
Platz 26 Italien 4,5/12
Platz 27 Schweden 4/12
Platz 28 Bulgarien 4/12
Platz 29 Schland 3,5/12
Platz 30 Serbien 3,5/12
Platz 31 Aserbaidschan 3/12
Platz 32 San Marino 3/12
Platz 33 Rumänien 2,5/12
Platz 34 Estland 2/12
Platz 35 Polen 1,5/12
Sorry Schweiz – damit kann ich überhaupt nicht anfangen….persönlich mein letzter Platz. So ein Pseudo-Anspruchsvoll-Lied. Ob es im Halbfinale ausscheidet – da wäre ich mir nicht sicher. Aber mein Gefühl sagt mir die Schweiz ist safe mit der Entscheidung das es in diesem Jahr definitiv keinen Gewinner aus der Schweiz gibt.
Finde nichts daran interessant und es liegt nicht am Genre
Gefällt mir gut. Finale ist fraglich, aber zumindest für mich wünschenswert. 🙂
Ich stimme 💯 Prozent zu!
Das größte Problem, das ich mit dem Schweizer Beitrag für Wien habe, besteht darin, daß ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, wie dieser Song das beschriebene Auswahlverfahren gewinnen konnte. Das entzieht sich wirklich völlig meiner Vorstellungskraft. (Siehe Dreamboys beim deutschen Vorentscheid …) Daß „Alice“ mit Veronica Fusaro auch musikalisch und optisch nicht meins ist, läuft hingegen unter reine Geschmacksfrage. Wobei ich den Titel immerhin als authentisch wahrnehme, und genau aus diesem Grund ergattert er im vergleichsweise schwächeren zweiten Semi dann doch meinen zehnten und letzten Qualifikationsrang fürs Grand Final.
Prognose:
Bleibt im Halbfinale hängen.
Persönliche Wertung:
3 Songcheckpunkte von mir – und ganz knapp unter meinen Qualifikanten des zweiten Semis, insgesamt jenseits von Platz 20.
🇫🇮 7 🇬🇪 10 🇬🇷 2 🇭🇷 7 🇲🇩 2
🇵🇹 6 🇸🇪 0 🇧🇪 4 🇪🇪 5 🇮🇱 10
🇱🇹 4 🇲🇪 3 🇵🇱 10 🇸🇲 6 🇷🇸 8
🇩🇪 5 🇮🇹 4
🇦🇲 2 🇦🇿 3 🇧🇬 2 🇱🇺 4 🇷🇴 1
🇨🇭 3
Meine drei ESC-Lieblingsbeiträge aus der Schweiz werden bleiben:
🥉 „Mikado“ – Simone Drexel / Stockholm 1975
🥈 „Mon cœur l’aime“ – Kathy Leander / Oslo 1996
🥇 „Ne partez pas sans moi“ – Céline Dion / Dublin 1988
Der nächste Televoting-Schreck aus der Schweiz. Blues mag ich ja, kann ich hier aber nicht erkennen, eher bemüht Indie. Der Text ist ebenso nichts halbes und nichts ganzes, hieß es nicht anfangs mal, es gehe um eine lesbische Story? Jetzt soll der Song „vielleicht von einem Mann gesungen“ sein? Was soll das? Das Thema Obsession – das mich insbesondere im Film fasziniert – kann ich hier ebenfalls nicht wirklich erkennen, dazu ist das ganze zu leblos und öde.
Ich weiß nicht, ob es interessant genug ist, von den Juries gerettet zu werden, null Televote-Punkte sollten schon mal klar sein. Aus im Semi. Ich wünschte, die Schweiz würde sich mal wieder etwas Uptempo trauen.
Solange es kein Hupfdohlenpop ist, soll es mir recht sein.
Da bin ich voll bei dir.
Banause.
Und eine weitere Nummer, bei der ich mir sehr unsicher bin, wo sie am Donnerstagabend landen wird.
Wie immer in dieser Dekade zählen unsere Eidgenossen auf die Juroren, und bislang ist das immer gut gegangen, auch wenn ich sie in den letzten Jahren für völlig überschätzt halte (kein Kommentar zum Sieg vor 2 Jahren…). Da ist „Alice“ eine deutliche Steigerung, mit Rock kann ich eh fast immer was anfangen, und ich mag es sehr, dass es weniger nach ESC als nach einem guten Albumtrack klingt. Das ist eine sehr angenehme Abwechslung. Das Lied hat einen gelungenen Aufbau mit einem klaren roten Faden und steigert sich gerade in der zweiten Strophe für mich, was dann im Solo ausbricht. Sehr cool! Auch wenn es beim ersten Hören noch nicht ganz so funkt, aber für mich ist das auch einer der Ohrwürmer der Saison. Ich habe nur etwas Angst, dass die Inszenierung zu „cringe“ wird, das kann bei dem Thema schnell passieren kann. Viel Erfolg!
Prognose: Halbfinale 11/15 (60%)
Meinung: Platz 10/35 (8 Punkte)
Hat sich bei mir immerhin auf Platz 22/35 hochgearbeitet durch Schönhören.
EGitarrensolos finde ich ziemlich aus der Zeit gefallen und sind nicht so mein Ding .
Fazit; gegen die Musikrichtung habe ich nichts , aber der Song ist nicht eingängig genug und wäre in den 80ern auf der B Seite einer Single gelandet.
Es ist für die 80iger zu modern.
Ich glaube die Schweiz wird mit diesem Song und der Platzierung mehr Leute positiv überraschen als negativ.
Ich hätte ja nichts dagegen, aber realistischerweise muß ich leider daran zweifeln-
Erstmal das Lobenswerte: Eine sehr wichtige Thematik! Als Frau leider immer aktuell und in den meisten Fällen wird es nicht ernstgenommen. Darum top, dass Veronica das besingt. Jetzt kommt das große Aber: Mir gefällt die Umsetzung des Songs nicht. Der Song ist für mich leider echt langweilig und belanglos. Einfach ein Radiosong, den man nicht wirklich wahrnimmt, wenn er im Hintergrund läuft und das obwohl mich der Refrain an die Imagine Dragons erinnert, die ich durchaus gerne höre. Der Song ist in meinen Ohren reines Füllmaterial und passt somit prima in Poststellen.
Ich finde, man kann „Alice“ ziemlich gut mit „Rockstars“ von Malik Harris vergleichen, nicht von der Melodie, sondern vom Grundsatz her: Beides Lieder, die per se nicht schlecht sind, nicht weh tun und typische Radiosongs, aber alle beide absolut nichts für den ESC. Wie es bei „Rockstars“ ausgegangen ist, wissen wir ja.
Ich denke nicht, dass wir die Schweiz im Finale nochmal sehen/hören werden, da der Song für die meisten belanglos sein wird. Aber vielleicht macht sie hier auch den Dons und wir alle werden megaüberrascht sein.
Die Bewertung meiner Mama:
Als ich ihr den Songtitel genannt habe, kam von ihr: „Alice! Alice! Who the F ist Alice?!” und ich entgegnete ihr, dass es schön wäre, wenn die Schweiz einen so coolen Song ins Rennen geschickt hätte. Was ich damit meinte, hat sie relativ schnell verstanden und bestätigt. Sie findet den Song echt langweilig, hat aber betont, dass sie nicht davonlaufen würde, wenn es irgendwo liefe. Anhören kann man es sich, aber es gibt ihr einfach nichts. Die Imagine Dragons hört sie ebenfalls raus.
Meine Mama hat aber betont, dass für sie Veronicas Lied definitiv nicht der schlechteste Beitrag der Schweiz ist, das ist für sie nach wie vor der Song von Nemo, bei dem sie, im Gegensatz zu „Alice“, so schnell davonrennen würde wie Usain Bolt.
Gäbe es nur Televoting in den Semis , wie in den letzten Jahren, wäre Schweiz ganz klar nicht weiter .
Die Jury dieses Jahr macht mir etwas Angst, der einzige positive Aspekt . Es wird spannender und schwieriger mit den Prognosen .
Auf der anderen Seite kann passieren das gute Fanfavourites auf der Strecke bleiben , was die Jury in der Vergangenheit demonstrativ gezeigt hat.
( Norma John , Laura und Koit Toome, Timebelle, etc etc .
In den Jahren ohne Jury war ich mit den Finalisten immer sehr zufrieden, ohn e wirklich bösen Überraschungen , ich hätte die Jury nicht für die Semis gebraucht.
OT: Zelenskyy 🦦 ist gerade in Berlin gelandet. Er sieht ziemlich aufgekratzt aus – gut!
Die Schweiz enttäuscht mich auch dieses Jahr nicht. Seitdem die Schweiz keinen nationalen Vorentscheid mehr ausrichtet, sind sie zu einem richtigen ESC-Powerhouse geworden. Zwar mag kein Beitrag wie der andere sein, aber die oberste Maxime ist, immer echte, authentische und zeitgeistige Musik hinzuschicken. Nicht zwingend populär, und nicht immer zwingend auf Gewinnchance getrimmt. Vielleicht nicht die Musik, die wir wollen, aber die Musik, die wir brauchen. Aber wenn ich mir die Kommentare so durchlese, scheint das Nicht-Wollen in diesem Jahr besonders stark zu sein.
„Alice“ ist ein Albumlied und hat damit eine Gemeinsamkeit mit dem letztjährigen deutschen Beitrag „Baller“. Es ist kein Lied, welches explizit für den ESC geschrieben wurde, sondern für ein Album und damit ein organischer Bestandteil des Oeuvres von Veronica Fusaro. Ebenfalls gibt es in der Schweiz eine verhältnismäßig große Bluesrock-Szene, die hier durch Veronica würdig vertreten wird.
Ich habe das alles anfänglich gänzlich falsch interpretiert. Ich dachte, dass es um eine lesbische Beziehung geht, die dadurch zerbricht, dass einer der beiden eine Ehe mit einem Mann schließt um gegenüber der Familie, den Bekannten und der bürgerlichen Gesellschaft eine heterosexuelle Charade zu spielen, anstatt zu ihren wahren Gefühlen zu stehen.
Es ist jedoch ganz anders, und darin besteht das fast schon diabolische Trickreichtum des Songs. Es gibt keine zweite Frau in dieser Geschichte. Es gibt nur die Braut und einen Mann, der sie erniedrigt und missbraucht. Einen Verführer, der mit Liebe lockt, aber sodann mit Gewalt begegnet, um von ihr vollständigen Besitz zu ergreifen. Fusaro, obwohl eine Frau, singt hier aus der Perspektive des gewaltsamen Mannes, was die Quelle der Verwirrung ist. Wir erkennen die Wahrheit nicht, da wir oftmals nur schauen, anstatt zu sehen. Die Braut leidet alleine. Niemand erkennt die Signale, sondern interpretiert sie (oftmals auch aus Bequemlichkeit) falsch und versucht, sie zu rationalisieren, damit sie harmlos wirken. Das hat schon alles nichts zu bedeuten. Das ist doch nur Spaß. Das ist doch alles nicht so gemeint. Da mischen wir uns lieber nicht ein, denn das geht uns nichts an und das ist sowieso Privatsache. Und am Ende will es jeder schon immer gewusst haben. Für mich ist das ganz hohe Songwriting-Kunst, die aus dem echten Leben speist.
Als Bluesrock-Song fühlt es sich entsprechend auch „blue“ an, also sehr melancholisch und schwermütig. Es ist dennoch gut geeignet, um die Augen zu verschließen und sich von Veronica Fusaros moderner Stimme und den Klängen ihrer verzerrten Gitarre treiben zu lassen. Für mich ist dieser Song pure Atmosphäre, der die Kunst des Geschichtenerzählens zelebriert. Natürlich gibt es Defizite, aber über die kann ich mit allzu großer Leichtigkeit hinwegsehen.
Ich hoffe, dass die Jurys all dies anerkennen und das tun, wofür sie von der EBU zurückgebracht wurden, nämlich richtige Musik zu belohnen.
Ich vergebe 10 von 12 Punkten.
Boah, das ist ja echt ein Brett !
Danke, dass es dir gefällt, und es freut mich, dass wir beide bei dem Schweizer Beitrag ein bisschen gegen den Strom schwimmen 😀
Da sind noch mindestens drei weitere User dabei.
Ich plädiere dafür das du als blogger bei esc-k anheuerst. Deine posts sind immer ganz hervorragend zum lesen.
Blogger-Arbeit wäre nichts für mich, aber es befriedigt mich, etwas tiefgehender (vllt auch zu tiefgehend) über ESC-Songs nachzudenken
Respekt & Dank! 👍
Ich hab auch schon begonnen eine Lobeshymne über diesen Song zu schreiben, hab ihn aber jetzt wieder gelöscht und stimme Dir einfach vollinhaltlich zu! Hoffe ebenfalls, dass die Jurys ihren Job gut machen und wir Veronica Fusaro im Finale sehen.
Vielleicht machst du dich ja doch nochmal daran, einen Kommentar zu verfassen. Je mehr desto besser 😀
Aber es freut mich, dass uns beiden der Beitrag gefällt
Schreib doch einfach, was Dir dazu einfällt, .. was Dir gefällt…, vielleicht beeiflussen wir ja die Jury…..
Wieder einmal auf den Punkt gebracht!😉
Danke für Deinen Kommentar. Iich hab auch schon weiter oben geschrieben, die Musikalität des Songs ist wirklich beeindruckend, die Steigerung von Harmonie zu etwas lauterem Sound spiegelt die Situation von Alice sehr gut. Genau, hoffentlich wird das belohnt. Gehört auch irgendwie zur europäischen Vielfalt!?
Im Video ist nur ein kleiner Teil der Problematik dargestellt, die Alice berührt, Heirat, heile Welt.., das ist das was „manche“ so immer noch erwarten,….!?
Man kann mit diesem Act, glaube ich, verschiedene Aspekte aus seiner eigenen Umgebung/Welt wiederekennen..? Hoffentlich bringt es manche Menschen zum nachdenken! Vorhandene Defizite sind natürlich immer sehr persönlich, oder ? Wie man solche Themen selbst empfindet?
Was ich auf jeden Fall auch sehr positiv sehe, ihre Authentizität, was modernes und nicht KI o.ä. konstruiertes zu bringen….
Ich drücke Veronica ganz fest die Daumen, dass sie ins Finale kommt… Herzliche Grüsse nach Thun! Ist wunderschön dort..!
Kann ich alles beinahe zu 100% unterschreiben. Ein wirklich faszinierendes Gesamtpaket was das Zusammenspiel zwischen Text, Musik und dem Video angeht, so viele kleine Details, die sich erst ergeben, wenn man etwas tiefer schaut.
Außerdem finde ich dieses Zitat einfach nur unfassbar stark, danke dafür! :
„Wir erkennen die Wahrheit nicht, da wir oftmals nur schauen, anstatt zu sehen.“
Dies ist einer der seltenen Momente, in denen ich mir mit manu überhaupt nicht einig bin. Alice ist einer von nur wenigen Titeln des Jahrgangs, bei denen ich nicht davonlaufen möchte. Auf meiner Liste irgendwo um Platz 5 bis 7.
…und bei Polen! 😉
🏃♂️➡️ 🏃♂️➡️ 🏃♂️➡️
Von 0 auf 100 in 0,24 Sekunden. 😉
🚀
Absolute Zustimmung! 😀
Ähem…. ja
Update / „Mein Blogger-Sternzeichen“ 🌌
🤩 Wer hat genau die gleiche Punktzahl wie ich vergeben oder war zumindest am nächsten dran:
🇫🇮 Marcel
🇬🇪 (Marcel)
🇬🇷 (Douze Points – Laureen)
🇭🇷 Giulia – Laureen – Manu
🇲🇩 Max
🇵🇹 Douze Points
🇸🇪 (Berenike)
🇧🇪 Giulia
🇪🇪 Bennet
🇮🇱 Max – Rick
🇱🇹 Douze Points
🇲🇪 (Manu)
🇵🇱 Manu – Rick
🇸🇲 Bennet – Berenike
🇷🇸 Manu – Peter
🇩🇪 (Manu)
🇮🇹 Laureen
🇦🇲 Laureen
🇦🇿 Berenike – Douze Points – Manu – Marcel
🇧🇬 (Berenike – Manu)
🇱🇺 Douze Points – Laureen – Peter
🇷🇴 (Bennet – Douze Points)
🇨🇭 Max
Bislang keinerlei Übereinstimmung:
😭 Benjamin 😂
Zwischenstand nach 23 von 35 Songchecks (im Rückwärtscountdown):
11. 🔹 Benjamin / 0
=8. 🔸 Giulia / 2
=8. 🔹 Peter / 2
=8. 🔹 Rick / 2
=6. 🔹 Bennet / 2,5
=6. 🔹 Marcel / 2,5
=4. 🔸 Berenike / 3
=4. 🔹 Max / 3
3. 🔸 Laureen / 4,5
2. 🔹 Douze Points / 5
1. 🔹 Manu / 5,5
Fortsetzung folgt … 👿😇
Die Schweiz mag ich seit 2023 ja echt gerne und auch dieses Jahr bin ich nicht enttäuscht. Die Musikauswahl dort würde ich Deutschland wünschen. Dieses Mal ist der Finaleinzug unsicher, ich hoffe auf eine Überraschung, die Frage ist halt nur, wer sie herbeiführen soll, das Publikum wohl eher nicht und die Jury vermutlich auch nicht. Schade, ist mein Platz 5. Veronica hat sich mMn auch für den richtigen Song entschieden, die Alternative mochte ich nicht wirklich.
Weiter geht es mit dem Beitrag, der meiner Meinung nach am meisten unterschätzt wird. „Alice” von Veronica Fusaro wirkt auf den ersten Blick vielleicht unauffällig – gut, es ist halt ein Radiosong-, aber er erzählt eine clever erzählte Geschichte, die gehört werden sollte, und er hat eine Botschaft, die die große Bühne verdient hat. Zwar ist der Song vielleicht nicht wettbewerbsfähig genug für ein starkes Televoting-Ergebnis, aber ich finde, eine Fachjury sollte ihn nicht ignorieren. Veronica selbst verfügt über eine besondere und gleichzeitig starke Stimme. Durch das rockige Genre sticht der Song ebenfalls noch einmal heraus. Und dann ist da noch das Video, in dem das unangenehme Gefühl und die Grenzüberschreitung, als Alice den Kuchen ins Gesicht bekommt und alle um sie herum anfangen zu lachen, so toll eingefangen wurden. Jeder versteht es. Ich bin gefesselt und gespannt, wie man das Ganze auf die Bühne bringen wird. Ja, ich weiß, dass es sehr schwierig wird, aber ich würde die Schweiz dieses Jahr sehr gern wieder im Finale sehen – selbst wenn das Ergebnis nur so ähnlich wie bei Marius Bear ausfallen würde. Von mir gibt es 7 Punkte, die Schweiz erreicht in meinem Ranking Platz 12.
🥈 Rumänien [10/10]
🥉 Serbien [9/10]
05. Finnland [8/10]
06. Griechenland [8/10]
07. Moldau [8/10]
10. Kroatien [7/10]
12. Schweiz [7/10]
14. Italien [6/10]
16. Schweden [5/10]
18. Israel [5/10]
20. Luxemburg [4/10]
23. Bulgarien [4/10]
25. Litauen [4/10]
27. Portugal [4/10]
28. Georgien [3/10]
29. Deutschland [3/10]
30. Belgien [3/10]
31. Polen [2/10]
32. San Marino [1/10]
33. Estland [1/10]
34. Aserbaidschan [0,5/10]
35. Armenien [0,5/10]
Ich kann mit dem Song auch nichts anfangen. Er plätschert so höhepunktslos vor sich hin und löst bei mir spätestens nach der Hälfte einen starken Skip-Impuls aus, weil es mir einfach reicht. Dadurch findet sich die Schweiz in meiner Rangliste weit hinten.
Ich kann mir im Moment auch nicht vorstellen, dass das fürs Finale reicht. Wenn überhaupt ginge es nur über ein sehr starkes Juryergebnis, und das sehe ich bei der Konkurrenz in dem Semi momentan einfach nicht. Aber vielleicht überrascht Veronika uns ja in Wien positiv.
Joa, die Schweiz versucht es also dieses Jahr mit leicht rockiger Lounge-Mucke. Kann man sich schon anhören wenn man nen Chai-Latte trinkt, aber kaum ist man aus dem Kaffee raus verlässt einem der Song wieder. 😐
Mir ist das leider als Song zu langweilig und plätschernd und Veronica mag zwar ne interessante Stimmfarbe haben, aber ich glaube wenn ich mehr als ein Lied von ihr hören müsste wäre ich eher genervt.
Dieses Jahr muss die Schweiz wirklich auf die Unterstützung der Jurys zählen, im Televoting ist das neben Aserbaidschan der heißeste Kandidat für 0 Punkte. Sollte es doch klappen sehe ich auch nicht mehr als Platz 20, glaube aber momentan dass es das erste Mal seit 2018 ein Finale ohne die Eidgenossen geben wird. 🤷🏻♂️
Sollte natürlich „Café“ heißen im ersten Abschnitt.
Also gut es ist kein typischer esc beitrag. Ich finde es schwirig zu sagen ob es zündet oder nicht. War selbst iritiett das SRG gerade diesen beitrag gewält hat. Aber gut hier hängt alles von dem auftritt ab
Ich bin beim Text eher auf der Seite der lesbischen Liebesgeschichte, wie im Video – was der Gewalterzählung ja nicht widerspricht (siehe ebenfalls das Video). Und Veronica hat eine tolle Stimme. Trotzdem ist der vierte Rocksong dies Jahr (zum Teil) nicht ganz my Cup of Tea und so gar nicht ESC-kompatibel.
Ist bei mir im Pool der 20 netten aber harmlosen Beiträge im Mittelfeld.
Ich glaube, „Alice“ kommt knapp ins Finale (weil es eben anders ist als die anderen), sieht im Finale dann aber seeehr wenig Punkte.
Einem soeben öfters gelesenen Urteil in den Kommentaren kann ich mich überhaupt nicht anschließen: Ich finde „Alice“ keinesfalls langweilig!
Beim ersten Hören fand ich so ziemlich alles an dem Lied schrecklich, es war ein heißer Kandidat für meinen letzten Platz.
Schon vor dem heutigen Tag hatte der Song alle anderen Titel meiner „Schlusslichtgruppe“ überholt (was mehr an den anderen Liedern lag) und ist nun, da ich ihn soeben das vierte Mal hintereinander höre (mehr als zuvor insgesamt) sogar dabei, in mein hinteres Mittelfeld einzudringen. Ich stelle erstaunt fest, dass mir die Strophe nun recht gut gefällt; im Refrain mag ich besonders das Motiv ohne Text (ich weiß nicht, ob das ein kleiner Chor ist oder sie das selbst singt) nach „some time“.
Dieses Aufrollen des Feldes von hinten wird aber nicht allzu weit gehen, denn immer noch ganz schlimm finde ich die Refrainteile mit den langgezogenen „ai“-Lauten (in „I“, „lie“ und „inside“).
Der Song erinnert an einen Albumfüllersong der 4 Non Blondes.
Für mich null Wiedererkennungswert.
Als Platz 7 die ideale Zigarettenpause im Semi…🫣
Mein persönlicher Platz 28, hinter Frankreich und vor Litauen.
Je mehr Zeit vergeht, umso besser gefällt mir Alice. Schön, dass die Schweiz mal was anderes als den üblichen Songwritingcampkram schicken. Ich fürchte nur, dass Veroniva Fusaro in einem Genre spielt, mit dem beim ESC nichts zu ernten ist, weshalb ich auf ein Halbfinalaus tippe.
„Alice“ ist für mich so ein typischer „netter Song“. Veronica hat echt eine starke, charaktervolle Stimme, Respekt. Aber der Track plätschert einfach so vor sich hin wie ein lauwarmes Bad – ohne echte Höhepunkte.
Wichtiges Thema, keine Frage.
Aber das muss man in einem Unterhaltungswettbewerb ansprechend darbieten,
und das schafft der Song meiner Meinung nach nicht.
Ich habe null Idee, wie man das auf der Bühne so inszeniert, dass die Zuschauer mitgehen.
Die Jury wird’s wahrscheinlich lieben, die hat ja eh schon ziemlich viele Verehrer im 2. Semifinale.
Und wird die Schweiz alleine nicht retten können.
Daher rechne ich momentan mit einem Ausscheiden.
Auch wenn ich denn Song lieber im Finale hätte,
als manch anderen Song im gleichen Semifinale.
Aber immerhin ein versöhnlicher und erholsamer Ausklang der ersten Hälfte.