
Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen und die erwarteten vier Städte – Sofia, Burgas, Plowdiw und Varna – haben sich nunmehr auch offiziell um die Austragung des Eurovision Song Contest 2027 beworben. Bereits Ende Juli soll dann die Entscheidung gefallen und veröffentlicht word sein. Beste Chancen hat dabei Sofia. Dank der Aussagen der Stellvertretenden Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus der bulgarischen Hauptstadt ist auch bekannt, welche Locations für den Wettbewerb im nächsten Jahr genutzt werden sollen. Eine wesentliche Rolle hat dabei auch der Nationale Kulturpalast NDK in Sofia (Aufmacherbild).
Am Freitag, den 3. Juli 2026 endete die Bewerbungsfrist für die Städte, die den ESC 2027 austragen wollen. Die vier größten Städte des Landes hatten frühzeitig ihren Hut in den Ring geworfen – und sind nun auch beim nächsten Schritt des Auswahlprozesses für den Austragungsort dabei. Das meldet die bulgarische Nachrichtenagentur BTA.
Eigentlich ist allen bewusst, dass nur die Hauptstadt Sofia wirklich sämtliche Anforderungen der EBU erfüllt. Entsprechend selbstbewusst äußerte sich auch der Sofier Bürgermeister Vassil Terziev:
„Ich bin überzeugt, dass jede der Bewerberstädte dieser Verantwortung mit Würde gerecht werden würde. Sofia ist bereit, den Eurovision Song Contest 2027 auszurichten. Noch wichtiger ist jedoch, dass sich Bulgarien der Welt von seiner besten Seite präsentiert und wir alle gemeinsam auf dieses Ziel hinarbeiten – unabhängig davon, welche Stadt letztlich als Austragungsort ausgewählt wird.“
Plauderfreudig zeigte sich in dieser Angelegenheit auch Irina Dakova, die Stellvertretende Bürgermeisterin für Kultur und Tourismus. Wenig überraschend nannte sie die größte Arena des Landes als Austragungsort für den ESC:
„Als Hauptaustragungsort des Eurovision Song Contest ist die Arena Armeec vorgesehen. Der Sofia Tech Park soll die Veranstaltung mit zusätzlichen Flächen und Einrichtungen unterstützen.“
Wir hatten bereits Mitte Mai von dieser kombinierten Lösung gesprochen: Sollte die Arena allein nicht auch für das Pressezentrum und andere Räumlichkeiten ausreichen, könnte die Stadt zusätzlich auf eine Art Doppellösung setzen. Während die Liveshows in der Arena Sofia stattfinden würden, könnten Pressezentrum, Delegationen oder Fanbereiche beispielsweise im nahegelegenen Sofia Tech Park oder auf einem Messegelände untergebracht werden. Gerade weil moderne Eurovision-Produktionen enorme Zusatzflächen benötigen, wäre das durchaus eine realistische Gesamtlösung.

Die eigentliche Arena für den ESC hat immer mal unterschiedliche Namen. Dank eines Sportwettenanbieters als Sponsor heißt sie derweil offiziell Arena 8888 Sofia. Ganz ursprünglich hieß die Halle Arena Sofia. Danach bekam sie den Namen Arena Armeec. Diesen hat nun auch Irina Dakova benutzt – es wäre möglich, dass hier eine Lösung mit dem (für die EBU problematischen) Sportwettenanbieter gefunden wurde.

Weiter sagte die stellvertretende Bürgermeisterin, dass das Eurovision Village um den Nationalen Kulturpalast NDK herum stattfinden würde. NDK ist nichts anderes als die bulgarische Übersetzung: Natsionalen Dvorets na Kulturata. Und ebenfalls nicht ganz unwichtig: Am NDK treffen sich zwei Metrolinien.
Der Palast ist von einer großen, parkähnlichen Fläche umgeben, die im Süden dann in den Südpark übergeht. Für das Eurovision Village würde man den entsprechenden Bereich – wie in Wien – komplett umzäunen und dann Sicherheitskontrollen wie am Flughafen vornehmen. Vor dem NDK würde auch der Türkise Teppich stattfinden. Der in den späten 1970er Jahren gebaute Palast hat vielleicht nicht den Charme wie das Wiener Rathaus. Die Fläche davor und die Räumlichkeiten darin eignen sich aber ähnlich optimal für den Anlass.

Im südlich des NDK gelegenen Gebäude Toplocentrala sollen Abendveranstaltungen stattfinden. Das ehemalige Heizwerk des NDK dient seit 2022 als Zentrum für zeitgenössische Kultur. Hier gibt es unterschiedliche große Räumlichkeiten, die zum Teil mit Bühnen ausgestattet sind. Sie werden für Ausstellungen, Diskussionen und andere Events genutzt. Das würde sich also sowohl als EuroFan House eignen, als auch als Euroclub. Das ist aber aktuell reine Spekulation.

Wenn man auf die Stadt generell schaut, zeigt sich, dass keine der Locations direkt in der Innenstadt liegt. Tatsächlich ist es aber so, dass das historische Zentrum Sofias an der Sweta Nedelja (Kathedrale des Heiligen Sonntags) und der NDK-Palast durch eine sehr belebte Fußgängerzone verbunden sind. Vom NDK zur Toplocentrala ist es ein kurzer Weg. Freunde des ÖPNV kommen hier auch von der U-Bahn-Haltestelle „Europäische Union“ aus gut hin.

Problematischer ist die Anreise zur Arena selbst – mit dem angeschlossenen Sofia Tech Park. Tatsächlich gibt es hier keinen direkten U-Bahn-Anschluss (ca. 10-15 Minuten von der nächsten Station), stattdessen halten diverse Busse direkt davor. Die Arena und den Tech Park trennen etwa 300 Meter Luftlinie. Das dürfte aber ohnehin nur für die Delegationen und die Presse relevant sein. In Malmö war das ähnlich und auch machbar.
Was hältst Du von Sofias Venue-Konzept mit Arena, Tech Park und NDK als Eurovision Village? Und welche der vier Bewerberstädte wäre Dein Favorit für den ESC 2027? Lass uns Deine Meinung in den Kommentaren da.
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Ich fände es super, wenn sie mal das Datum für den ESC 2027 bekannt geben würden. Wir müssen doch alle unsere Reisen planen 😉
Das Datum wurde die letzten Jahre immer mit der Ankündigung der Stadt verbunden. Ich denke wir werden somit noch im Juli wissen, ob der 8/15/23 Mai der Finaltag wird.
Die eigentliche Arena für den ESC hat immer mal unterschiedliche Namen.
In 2027 heißt sie Bangarena
Das wäre super!
Oder Dariarena…
Mir gefällt, dass es anscheinend zügig in die Planung geht.
Sofia sollte gesetzt sein.
Die diversen Locations schauen doch ganz gut aus.
Ist immer aufregend und erfrischend, wenn ein Land und eine Stadt zum ersten Mal dran ist.
Alles andere als Sofia als Gastgeberstadt wäre eine Riesenüberraschung. Unter den vier vorgestellten Locations wird sich ja wohl eine geeignete finden.
Ich bin jetzt von Sofia nicht so angetan, ich war erst kürzlich dort und die Stadt hat einfach wenig Charme, vor allem die Gegenden rund um die Venues sind nicht so toll. Außerdem wird man, sobald man als Tourist identifiziert wird ziemlich oft abgezockt wo es nur geht. Besonders unverschämt sind da Taxifahrer.
Ja, die Erfahrung mit den Taxifahrern hatte ich damals auch gemacht – leider. Aber vielleicht gibt’s da jetzt ja auch Uber. Dann hat man etwas mehr Kontrolle.
Am besten lädt man sich die Yellow Taxi-App runter. Das ist ein seriöses Taxiunternehmen. Am Flughafen gibt’s auch einen Yellow-Taxi Schalter – das läuft sehr seriös ab und die sind auch keine Halsabschneider. Im Zentrum braucht man eigentlich kein Taxi, um von A nach B zu kommen, aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben. Aber was erzähl ich: es wird hier bestimmt noch jede Menge Posts mit Tipps rund um Sofia geben. 🙂
Sofia bleibt perfekt🇧🇬🇧🇬🇧🇬🇧🇬 Let it happen 2027!!!
🇧🇬 Im Gegensatz zu mehreren nationalen Vorentscheiden steht der ESC 2027 in Bulgarien bisher nicht auf der Liste unserer Reisepläne, was sich aber im Laufe der Saison noch ändern könnte – je nachdem, welche Acts letztlich nominiert werden (ich sage nur Patrick😍Fiori). Was die Gastgeberstadt betrifft, habe ich keinerlei Präferenz, denn wer Millstreet 1993 live miterlebt hat, den kann man in Sachen Austragungsort ohnehin nie wieder erschrecken …
Die Prioritätenliste lautet jedenfalls:
🇮🇱 Israel (Termin?)
🇺🇦 Ukraine / Vidbir (Termin?)
🇮🇹 Italien / Sanremo (16. bis 20. Februar)
Immer vorausgesetzt, es gibt keine Terminüberschneidungen. Insofern haben wir auch noch ein Auge auf:
🇨🇦 Kanada (Termin?)
🇩🇰 Dänemark / Dansk Melodi Grand Prix (13. Februar – Kolding liegt ja quasi bei uns vor der Haustür.)
🇸🇲 San Marino / San Marino Song Contest (Termin?)
Wie wäre es mit Norwegen?
https://eurovoix.com/2026/06/18/norway-eurovision-2027-participation-confirmed/
Eine direkte Fährverbindung von Kiel nach Oslo gibt es zwar tatsächlich (die wir auch regelmäßig für Kurztrips nutzen, denn schon allein die Überfahrt ist eine Art Mini-Urlaub von genial hohem Erholungswert), aber da müsste NRK 2027 schon mit einem LineUp aufwarten, in dem mindestens Beiträge von Anita Skorgan und KEiiNO vertreten sind! Doch wer weiss – man soll niemals nie sagen … 🇳🇴 (Und ich hab‘ beim aktuellen SCC sogar schon für drei norwegische Acts gevotet.)
Meiner Meinung nach sollte man so einen Wettbewerb zwischen möglichen Austragungsorten nicht machen wenn jeder bereits das Ergebnis kennt. Da werden nur unnötige Hoffnungen geweckt und Ressourcen verbraucht. Als ob man sich in Bulgarien ernsthaft für Plowdiw entscheidet wenn man Sofia haben kann. Alleine wegen der vorhandenen Infrastruktur mit Öffis, dem größten Flughafen, der größten Arena und der Tatsache das es die Hauptstadt ist, wird es Sofia werden.
jetzt fegt Deutschland auch Marokko weg!!!!!!
Dem ESC an einem Ort zu konzentrieren hat mehr Vorteile für den Veranstalter, kann aber auch Nachteile für die Bevölkerung haben. Meine damit der Flair des ESC kann sich auf eine Stelle in der Stadt konzentrieren, aber nicht flächenmäßig weit ausstrahlen.
Wenn es denn so offensichtlich ist, dass nur Sofia den ESC stemmen kann, wieso macht man dann noch so einen Wettbewerb? Das ist doch nur Zeitverlust.
Mehr Leute haben mehr Ideen die auch in Sofia für Verbesserungen sorgen können.
Hatte 2025 einer gedacht, dass es nicht Zürich werden würde?
Natürlich. Das kann man auch gar nicht vergleichen. Sofia ist die einzige Stadt, die die Voraussetzungen erfüllt. Insofern ist dieses Verfahren definitiv Zeitverschwendung. Aber BNT hat ja schon angekündigt, dass man das so schnell wie möglich abwickeln will, und die Städte wissen das auch und bereiten sich entsprechend vor.
Die EBU verlangt das. Wenn es nach BNT gehen würde, hätten sie sicher darauf verzichtet.
Klingt alles super! 10-15 Minuten Fußweg sollte für die meisten machbar sein.
Für die, die nicht zu Fuß gehen können, könnte man bestimmt neben den regulären Buslinien sicher auch Shuttle-Busse einrichten.
Viel interessanter als die Frage der bulgarischen ESC-Gastgeberstädte ist doch das Thema wer den ESC 2027 in Bulgarien moderieren wird.
Denn egal in welcher Stadt der ESC stattfindet, spannend wird’s auf jeden Fall.
Da gibt es schon einen Bewerber:
https://escspot.pl/2026/07/02/grigor-dimitrow-eurowizja-2027/
Den würde ich sofort als ESC-Moderator akzeptieren. 😀
Bully Herbig?
Oliver Pocher ? 😀
😱😱😱😱😱😱
🏃♂️🏃♂️🏃♂️🚲🚲🚲🛵🛵🛵🛻🛻🛻🏍🏍🏍🏎🏎🏎✈️✈️✈️🚀🚀🚀 🫣🫣🫣
Nun gut, das war ein unüberlegter Vorschlag von mir. 😀
Ich hätte lieber Felix Lobrecht nehmen sollen. 😀
Können beide bleiben wo der Pfeffer wächst.
Ich bleibe – was eine ESC-Moderation betrifft – sowieso bei Philipp Hansa. 😀
Ach komm, hör doch endlich mit diesem sich viel zu wichtig nehmenden Spargeltarzan auf. Diese Obsession ist wirklich nicht mehr gesund. 🙄
Ich bin halt eine treue Seele. 😀
Sagen Stalker auch.
Ich bin ganz bei Dir
Off-topic:
Hier die neue Single – okay es ist die aktuelle Single, da sie jetzt auch schon drei Monate alt ist – von Tiziano Ferro feat. Giorgia mit ihrem Canzone „SUPERSTAR“. 😀
Solch ein Canzone würde ich mir von Italien beim ESC 2027 in Bulgarien wünschen. 😀
https://youtu.be/-llpE6s4nM0?si=raXf3XHZMR-AIm2N