
Wenn wir wie jedes Jahr das mögliche Dark Horse beim Eurovision Song Contest 2025 suchen, fragen wir uns natürlich auch, wer den eher unbeliebten Titel des Fan Favorite Fails (FFF) beim ESC in Basel ergattern wird. Im vergangenen Jahr war dieser Titel hart umkämpft, da sich etwa Belgien als einer der Favoriten vor dem Wettbewerb in Malmö nicht einmal für das Finale qualifizieren konnte und sich andere Fan-Lieblinge wie Spanien, Österreich oder Slowenien im Finale dann weit bis ganz hinten wiederfanden.
Kurz vor den Proben in Basel durchleuchten wir möglichen Namen, die für den Titel Fan Favorite Fail dieses Jahr infrage kommen. Zudem wollen wir aber natürlich von den ESC-kompakt-Leser*innen wissen, wer für sie zu den möglichen Falls zählt. Aber hier nun erst einmal unsere Vorschläge.
Malta
Der verspielte Beitrag aus Malta hat eigentlich alles, was es braucht, um ein Fan-Fail zu werden. Song, Auftritt und Interpretin sind sehr „camp“ und sprechen ein bestimmtes Publikum, eine bestimmte Pop-Subkultur an, die dem breiten europäischen ESC-Publikum wohl eher fremd ist. Der Ausdruck „Serving (c….t)“, der doppeldeutig im Lied aufgegriffen wird und auch der (zensierte) Kern des Songs ist, kommt aus der Ballroom/Drag-Szene in den USA. Das zensierte „Kant“ wird sicherlich von den Fans in der Halle lautstark in den Song eingefügt. Dass das funktioniert, wussten auch Nebulossa im vergangenen Jahr. Aber denen brachte der Kultstatus bei den Fans im Endeffekt auch sehr wenig.
Finnland
Finnland war eigentlich der erste große Favorit auf den Sieg in diesem Jahr. Nach und nach kamen andere Anwärter auf den Titel dazu und Erika entfernte sich immer weiter von den vordersten Plätzen in den Rankings und Wetten. Tatsächlich ist die Sängerin eine Hausnummer in Finnland und bei den ESC-Fans – in Basel muss sie jedoch auch Jury überzeugen. Das Televoting ist in diesem Jahr auch hart umkämpft und „ICH KOMME“ könnte ein FFF werden.
Niederlande
Die Niederlande rangiert sowohl in den Wetten als auch in den Fan-Rankings ziemlich weit oben. Auch im OGAE-Voting gibt es reichlich Punkte. Aber so richtig spürt man keinen Hype um den Beitrag. Er kommt gut an, tut niemanden wirklich weh, aber ist stellenweise etwas unauffällig. Wenn das Staging in Basel auch eher schlicht ist, läuft Claude Gefahr, zwischen polarisierenden Beiträgen und größeren Favoriten unterzugehen. Vielleicht ist die Niederlande aber auch gerade deswegen in diesem Jahr die goldene Mitte.
Albanien
In der beliebten Fan-App „MyEurovisionScoreboard“ rangiert Albanien insgesamt auf Platz vier. Seit dem ersten Auftritt beim albanischen Vorentscheid hat sich der Song und der Auftritt, gerade auch wegen dem Vogue-Style-Tanz von Sängerin Beatriçe, zu einem Favoriten der Fans entwickelt. Aber hier könnte auch das Problem für „Zjerm“ lauern: Der Song an sich könnte für die breite Masse als zu unkommerziell und experimentell rüberkommen. Schon der Finaleinzug ist nicht sicher bei einem Song, der vielleicht eher Jurys ansprechen könnte und bei dem jetzigen Format der Semis allein auf das Zuschauervoting hoffen muss.
Dänemark
Aufgrund ihrer Art, ihres Gesangs und dem Euro-Pop-Style-Song, hat sich Sissal aus Dänemark die Herzen der ESC-Fans erkämpft. Sie ist bei jeder Pre-Party am Start gewesen und ist regelmäßig bei Livestreams mit anderen Acts auf Social Media zu sehen. Aber auch Sissal muss dem Status als Fan-Favoriten erstmal gerecht werden und Dänemark nach einer langen Durststrecke von sechs Jahren wieder ins ESC Finale führen. Zudem muss da auch beim Staging in Basel mehr gehen, ihr Auftritt beim DMGP wurde häufig als einfallslos bemängelt – sogar von Sissal selbst.
Norwegen
Ein klassischer Fan-Fave kommt in diesem Jahr auch aus Norwegen. „Lighter“ ist in praktisch jeder Top 10 zu finden, sei es OGAE-Voting oder Fan-App – jedoch nicht in den Wetten. Hier liegt Kyle Alessandro etwas abgeschlagen im Mittelfeld für das Finale und das könnte tatsächlich auch eintreten. Norwegen schafft es seit einiger Zeit, das Publikum zu überzeugen, jedoch nicht die Jury. Ähnlich wie die Niederlande besteht bei „Lighter“ die Gefahr, nicht besonders zu polarisieren oder weder Jury noch Televoting komplett zu überzeugen.
Das sind nun einige Vorschläge von unserer Seite, die natürlich etwas düstere Prognosen widerspiegeln. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass in jedem Jahr mindestens in bis zwei Beiträge das Fan-Favorite-Fail-Schicksal erleiden – oder sogar mehr wie in Malmö.
Wer könnte Eurer Meinung der Fan Favorite Fail 2025 werden?
- Malta: Miriana Conte - "SERVING" (29%, 168 Votes)
- Dänemark: Sissal - "Hallucination" (19%, 112 Votes)
- Finnland: Erika Vikman - "ICH KOMME" (15%, 90 Votes)
- Niederlande: Claude - "C'est La Vie" (14%, 81 Votes)
- Albanien: Shkodra Elektronike - "Zjerm" (12%, 70 Votes)
- Norwegen: Kyle Alessandro - "Lighter" (10%, 61 Votes)
Total Voters: 582
Ihr habt einen anderen Act, den Ihr als möglichen Fan-Fail seht? Dann lasst es uns in den Kommentaren wissen!
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Schweden wird definitv ein Fan Favorite Fail. Ob es nun der größte wird, wird das ESC-Finale in Basel dan zeigen.
Aber Schweden landet irgendwo zwischen Platz 8 und Platz 12. Besser wird’s nicht und gewinnen wird Schweden den ESC 2025 erst recht nicht.
ESC 2026 in Wien oder Graz. 😀
Spanien gewinnt doch. 🤓🫣
Warum habe ich gerade ziemliche Flashbacks??
https://esc-kompakt.de/esc-songcheck-kompakt-2023-13-schweden-tattoo-von-loreen/
Orientiere dich lieber daran, dass ich letztes Jahr genau dasselbe über Marcus & Martinus aus Schweden und Nemo aus der Schweiz prognostiziert habe.
Eingetreten ist dann auch tatsächlich der ESC-Sieg für die Schweiz bzw. Nemo und ein neunter Platz für Schweden bzw. Marcus und Martinus. 😀
Schweden galt letztes Jahr aber nicht als Favorit auf dem Sieg, ein kleiner aber feiner Unterschied.
Hier gab es trotzdem genug User (m/w/d) auf ESC kompakt, die Schweden in den Top 5 gesehehn haben. Und die Odds / Wettquoten sagten das glaube ich auch aus.
Sie waren trotzdem kein Favorit auf dem Sieg. 😉
Aber Nemo – und da lag ich auch richtig. 😀
Du hast was prognostiziert, was ohnehin jeder wusste. Na, da sind wir aber beeindruckt. Nicht.
Wenn die österreichische Brüllmücke dann Platz 11 einfährt und die Schweden einen europaweiten Hit haben, höre ich nie wieder auf zu lachen.
Aber dann bloß nicht draus lernen – einfach nächstes Jahr wieder absurde Theorien aufstellen und die immerzu wiederholen und Posemuckel 2027 überall prophezeien und dann wieder haushoch daneben liegen. *seufz*
Ich sehe Schweden und Östereich als sehr potentielle FFFs. Sind die beiden ja schon, wenn sie nicht in die Top 3 kommen (wo ich sie auch nicht brauche).
Und Frankreich, könnte durchaus an den Top 10 vorbeischrappen.