
Welche Beiträge des zweiten Halbfinals des Eurovision Song Contest 2025 haben die besten Chancen, sich für das große Finale zu qualifizieren? Nachdem wir uns bereits die Acts aus dem ersten Halbfinale angeschaut haben, unterziehen wir die verbleibenden 16. Beiträge unserer Analyse anhand von drei Indikatoren. Mit dabei ist natürlich auch JJ aus Österreich (Aufmacherbild), der mit der Veröffentlichung seines Beitrags “ Wasted Love“ anständig Aufsehen erregt hat.
Im zweiten Halbfinale werden 16 Beiträge antreten. Diese wurden beim Allocation Draw am 28. Januar ausgelost. Im Gegensatz zum ersten Halbfinale ist hier das Verhältnis der Geschlechter viel ausgeglichener bzw. es gibt sogar einen Überhang an Frauen. Wir schauen wieder auf Basis der historischen Qualifikationsraten der Länder, der Bewertungen der Leser*innen von ESC kompakt und der aktuellen Wettquoten, welche zehn Beiträge die größten Chancen auf den Einzug ins Finale am 17. Mai haben.
Erster Indikator ist die historische Qualifikationsrate, die bis zum Jahr 2004 zurückgeht, in dem erstmals ein ESC-Halbfinale organisiert wurde. Lediglich Luxemburg kann hier eine perfekte Rate von 100% aufweisen – was aber natürlich bei nur einer Teilnahme in diesem Zeitraum auch wiederum nicht so schwer ist. Insofern liegt sicher auch ein großer Druck auf Laura Thorn als Vertreterin des Großherzogtums, diesen Wert nicht zu verwässern. Ebenfalls meistens im Finale sind Australien, Griechenland, Serbien und Armenien. Gute Beiträge, starke Diaspora oder beides? In jedem Fall gute Vorzeichen für Go-Jo, Klavdia, Princ und Parg.
Etwas unsicherer ist hier schon die Situation für Dänemark, Israel und Finnland. Auf dem zehnten Rang liegen mit gleicher Qualifikationschance Mariam Shengelia mit „Freedom“ aus Georgien und Miriana Conte mit „Serving“ aus Malta. Beide sind wohl auch in diesem Jahr potenzielle Borderliner. Knapp raus wären JJ aus Österreich und Adonxs aus Tschechien. Der Österreicher muss sich aber wohl nicht all zu viele Sorgen machen – wie die folgenden Indikatoren zeigen. Hart dürfte es aber hiernach für Emmy aus Irland, Tautumeitas aus Lettland und Nina Žižić aus Montenegro werden.
Die historische Qualifikationsrate lässt die tatsächliche Art des jeweiligen diesjährigen Beitrags außer Acht. Das ist bei den beiden folgenden Auswertungskriterien anders. Hier beginnen wir mit der Bewertung durch die Leser*innen von ESC kompakt nach der besten Bewertung „ist ganz ausgezeichnet“. Und dabei liegt dann auch schon JJ mit 40,8% Höchstwertungen an der Spitze. Einen besseren Wert haben in diesem Jahr nur KAJ aus Schweden – und die starten im ersten Halbfinale. Richtig gut sieht es auch für Erika Vikman aus Finnland aus, die vermutlich sagen können wird: „ICH KOMME“ ins Finale. Das gilt auch für Yuval Raphael aus Israel.
Knapp wird es demnach eherd für Go-Jo aus Australien, Tautumeitas aus Lettland, Emmy aus Irland, Miriana Conte aus Malta und Sissal aus Dänemark. Die Vertreter Montenegros, Armeniens und Georgiens sollten sich besser schon einmal darauf einstellen, dass sie nach dem zweiten Halbfinale die Koffer packen müssen.
In unserem ESC-kompakt-Index EKI zeigt sich verständlicherweise ein ähnliches Bild mit demselben Trio an der Spitze. Erstaunlich gut sieht es dabei für Adonxs aus Tschechien aus. Wird er mit „Kiss Kiss Goodbye“ überraschen können? Umso gnadenloser ist unser EKI beim dänischen Beitrag „Hallucination“, der noch einmal zwei Plätze weiter unten einsortiert wird als bei der Höchstwertung „ist ganz ausgezeichnet“. Georgien liegt wieder ganz am Ende des Klassements.
Als dritten Indikator ziehen wir die aktuellen Wettquoten heran. Für diese gibt es aktuell nur die Wetten auf den ESC-Sieg insgesamt. Die Wetten auf die Qualifikation für das Finale kommen erst zu einem späteren Zeitpunkt. Hier gibt es ein wesentliches Problem: Im Halbfinale stimmen nur die Zuschauer*innen ab, im Finale selbst vergeben dann die Jurys 50% der Punkte. Insofern könnten also die Quoten auf den ESC-Gesamtsieg bezüglich der Finalqualifikation weniger aussagekräftig sein, weil ein People-Pleaser, der aber bei den Jurys (gar) nicht ankommt, eine schlechtere Quote auf den ESC-Sieg hätte als auf die Wahrscheinlichkeit, sich fürs Finale zu qualifizieren.
Ganz klar an der Spitze liegt hier JJ aus Österreich. Deutlich dahinter, aber doch noch mit sehr großen Chancen folgen Yuval Raphael aus Israel und Erika Vikman aus Finnland. Ein Ausscheiden im Halbfinale wäre bei ihnen schon überraschend.

Anders als im ersten Halbfinale gibt es im zweiten keine Beiträge mit einer Siegwahrscheinlichkeit von 2 Prozent. Und während dort nur zwei Beiträge auf 0% kommen (eigentlich heißt es korrekt <1%), sind es hier mit Luxemburg, Armenien, Lettland, Serbien und Montenegro gleich fünf. Eine Differenzierung im Hinblick auf die Qualifikationschancen für das Finale fällt da schwer. Eher bekommt man den Eindruck, dass das erste Halbfinale zumindest aus Sicht der Buchmacher das schwerere ist.
Dagegen spricht allerdings die historische Qualifikationschance (siehe oben). Im ersten Halbfinale haben die Top 10-Beiträge zusammen 666%. Im zweiten Halbfinale sind es 708%. Hier gibt es also mehr Länder mit einem – wenn man so will – „Stammplatz“ im Finale. Das würde es den anderen sechs Beiträgen (auch noch einer mehr als im ersten Halbfinale) natürlich zusätzlich erschweren, sich für den Samstagabend zu qualifizieren.
Welche zehn Beiträge aus dem zweiten Halbfinale siehst Du im Finale – und welche sechs Acts müssen Deiner Meinung nach ausscheiden? Welches der beiden Halbfinale hältst Du für das schwerere? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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so sehen sieger aus!🏆🥰
Kein Espresso Macchiato heute?
den gibt es im anderen semi … mi amore mi amore 🎶🎶
Achso. 😱