
Die dänische Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest startet mit klarer Ansage in die neue Saison: Der Dansk Melodi Grand Prix 2026 (DMGP) soll moderner, mutiger und jünger werden. Diese Einblicke gab DMGP-Chef Erik Struve Hansen bei einem Fanclub-Treffen im dänischen Herlev.
Das Finale des Dansk Melodi Grand Prix 2026 findet am 14. Februar 2026 in Frederikshavn statt und kehrt mit einem überarbeiteten Format zurück. Dieses Mal stärker im Fokus: eine jüngere Zielgruppe.
Struve Hansen kündigte an, dass das kommende DMGP einen komplett neuen visuellen Auftritt erhält. Dazu gehören eine neue Bühne, ein neues Logo und ein frisches grafisches Design. Inhaltlich wolle man sich stärker auf zeitgemäße Musik, ausdrucksstarke Künstler*innen und konkurrenzfähige Performances konzentrieren. „Unser Ziel ist es, ein Format zu schaffen, das künstlerisch überzeugt und gleichzeitig das Potenzial hat, auch auf der Eurovision-Bühne zu bestehen“, so Struve Hansen.
Eine der größten inhaltlichen Neuerungen betrifft die Auswahl der Beiträge. Der zuständige Sender DR setzt künftig auf ein sogenanntes „Artist-Centric“-Modell: Zuerst werden die Künstler*innen ausgewählt, anschließend entstehen die Songs in enger Zusammenarbeit mit ihnen. So soll sichergestellt werden, dass Musik, Persönlichkeit und Auftritt ein stimmiges Gesamtbild ergeben.
Möglicherweise soll damit auch an den Erfolg von Sissal (Aufmacherbild), der dänischen Teilnehmerin des letzten Jahres, angeknüpft werden. Sie war bei den Fans äußerst beliebt und ist aktuell übrigens in der dänischen Version von Let’s Dance zu sehen.
Auch Fans sollen insgesamt künftig stärker eingebunden werden: Eine Begleitgruppe aus acht Grand-Prix-Fans wird an der Auswahl der Beiträge beteiligt und kann gemeinsam mit DR an der Weiterentwicklung einzelner Songs arbeiten. Zudem wird eine internationale Feedbackgruppe ausgewählte Titel bewerten, um deren Wirkung über die Landesgrenzen hinaus zu testen.
Bereits jetzt gibt es erste Informationen zu den Teilnehmenden des DMGP 2026: Angeblich sollen mehrere Ehemalige sowie etablierte Künstler*innen erneut antreten. Die Bewerbungsfrist endet aber erst heute Nacht. Bis Mitternacht können Künstler*innen, Songwriter*innen und Produzent*innen ihre Songs einreichen. Teilnahmeberechtigt sind Personen mit dänischer Staatsbürgerschaft oder enger Bindung zu Dänemark, einschließlich Einwohner*innen der Färöer-Inseln und Grönlands. Jede Einreichung muss eine hochwertige Studioversion und eine einfache Videoaufnahme der Performance enthalten.

Das Wettbewerbs- und Abstimmungsformat beim Vorentscheid selbst bleibt unverändert: Acht Beiträge treten gegeneinander an, bewertet von einer Jury, die zu gleichen Teilen aus dänischen und internationalen Fachleuten besteht. Alle Jurymitglieder müssen über eine nachweisbare Verbindung zum nationalen Grand Prix oder zum internationalen Eurovision Song Contest verfügen.
In der kommenden Woche will DR auch bekanntgeben, wer die Show moderiert, die in Frederikshavn stattfinden wird. Bestätigt ist, dass es sich um ein Duo aus einer Frau und einem Mann handelt – laut Struve Hansen dürfte eine der beiden Personen für eine Überraschung sorgen.
All diese Einblicke teilte der Sender DR im Rahmen des jährlichen Fantreffens von melodigrandprixfans.dk – ein weiteres Zeichen für die „neue“, enge Verbindung zwischen DR und Fan-Community.
Beim vergangenen ESC in Basel gelang Dänemark mit Sissal und ihrem Song „Hallucination“ überraschend der Einzug ins Finale – dort reichte es für den 23. Platz.
Für alle ESC-Fans, die sich im November für Het Grote Songfestivalfeest auf den Weg nach Amsterdam machen: Heute wurde Sissal als Act verkündet und tritt damit ebenso wie die Beauty-Blender-Kolleg*innen JJ, Kyle Alessandro und Miriana Conte auf.
Wie schätzt Du die angekündigten Änderungen zum dänischen ESC-Vorentscheid ein? Hast Du Ideen, wen wir beim DMPG auf der Bühne sehen werden? Lass uns Deine Gedanken in den Kommentaren wissen!
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Gute Neuigkeiten und ich bin gespannt, wer nächstes Jahr beim Vorentscheid antreten wird.
Halllllllluuuuuuuccccciiiiiiiinnnnaaaattttiiiiooooonnn. 😎😎😎
Ok: Ein, Zwei Drei, …. 💪
You’re my halluuuuuuuuuuuuuuu
cccccciiiiiiiiiiinnnnnnaaaaaaaaaattttttttiiiioooonnnnnn. 🥳
Ich fand diese Nummer für deren Verhältnisse zumindest OK und der Finaleinzug ging in Ordnung. Dabei bin ich nun wirklich kein Dänemark-Fan beim ESC. Mal sehen, wie diese Pläne umgesetzt werden.
Vier … fünf … sechs … 🏋️
Sieben, Sieben, Ai Lju Lju
Tanzen! 💃💃💃
Joa, mal gucken was sich hinter diesen blumigen Formulierungen versteckt.
Und ob man Platz 23 im Finale wirklich als „Erfolg“ bezeichnen kann?? Gut, sie waren davor vier Jahre in Folge nicht im Finale, aber so richtig in die Erfolgsspur hat auch Sissal mit ihrem Euphoria-Abklatsch das Land nicht zurückgebract.
Richtig
Na ja, für Deutschland wäre ein 23. Z Platz in vielen Jahren auch ein Erfolg gewesen.
Juhi, Drittletzter!! Lass uns ne Schampusflasche aufmachen!! 🤣
Wenn man einige Jahre im Semi ausscheidet, dann kann man alleine das Erreichen des Grand Final schon als Erfolg verbuchen, auf welchem man dann im nächsten Jahr aufbauen kann.
Leider ist Sissal diese Woche ausgeschieden bei ihren Let’s Dance 😔
In ihrem Falle wohl Let`s stampf
Vor sieben Jahren hatte die ESC-Gewinnerin von 2013, Emmelie de Forest bei „Vild med dans“ (so heißt Let’s Dance in Dänemark) teilgenommen und schied in der fünften Show aus. Thomas Buttenschøn, der vor vier Jahren am Dansk Melodi Grand Prix teilnahm, war 2016 dabei und wurde Vierter.
Fände es wirklich sehr begrüßenswert, wenn Dänemark versucht, das Format weiterzuentwickeln. Dieses Jahr war nicht wirklich etwas für meinen Geschmack in der dänischen VE dabei, auch Sissals Stimme habe ich als eher nervig und wenig angenehm empfunden. Der letzte dänische Beitrag der mich wirklich komplett überzeugt hat, war 2018.
Rasmussen darf gerne nochmal wiederkommen, finde ich
Das glaube ich erst, wenn ich es sehe und höre.
Noch moderner? Man riskiert die 60er Jahre? Wahnsinn !
😆😅
Das verwechselt du mit Spanien. 😜😜🫣🫣
Es gab die letzten Jahre ja immer wieder große Ankündigungen aus Dänemark. Mich haben die letzten Beiträge, die am Ende zum ESC fuhren aber nicht überzeugt. Fyr og Flamme 2021 fand ich toll und 2022 noch ganz ok, aber 2023-2025 mochte ich leider gar nicht.
Ich würde mir mal wieder einen dänischsprachigen Beitrag wünschen, z. B. von Mumle, die in Dänemark sehr bekannt ist. Ansonsten mag ich auch einen eher unbekannten Sänger, der sich JEPPESEN nennt
Vielleicht ist ja unter den ehemaligen Teilnehmern Fuld Effekt dabei. Einer der von ihnen zuletzt veröffentlichten Titel ist „Tørstig“
Modern, mutig, jünger – klingt, als hätte Dänemark verstanden, dass 2005 schon eine Weile vorbei ist. Wenn sie jetzt noch Songs finden, die wirklich zünden, könnten sie den Schweden glatt mal zeigen, wo der Skandi-Hammer hängt. Nur diese Fan-Einbindung…………. naja.
Nach dem Erfolg dieses Jahr werden wir sicher mehr Beauty Blenders sehen!
Hoffentlich wird es wieder jemand, der so ICONIC ist wie Sissal. War auf TikTok ziemlich gute Unterhaltung zusammen mit den Beauty Blendern 💅
Iconic?
Dieses Wort wird mir mittlerweile auch viel zu inflationär gebraucht.
Beispielsweise gerade eben.
Ich denke einfach das sind Generationsunterschiede. Ich fand sie absolut iconic, lieb, unterhaltsam, lustig etc.
„Moderner, mutiger, jünger“
😱 🥶
einfach wieder die (zuckersüße) flöte auspacken und alles wird gut.
die flöte des sieges kennt der ein oder andere sicher noch. (shum hatte aber die bessere flöte!)
das die dänen gar zum stil des gewinners von 1963 zurückkehren also zeitlos, ganz lässig auf den punkt usw. traue ich den modernen dänen nicht zu.🎃
Die Emmelie aus dem Wald. ☺️
Ginge es nach mir, würde ich diese Dän*innen schicken.
Wenn Dänemark sich innovativ, frisch und in Landessprache präsentieren möchte, dann hoffe ich auf eine Neuauflage von Fuld Effekt!!
Rave med de harde drenge war 2022 beim Dansk Melodi Grand Prix der Abräumer und hätte dem modernen Dänemark gut gestanden.
Fuld Effekt 2026 in Wien – ich wäre begeistert!
Könnte mir vielleicht auch gefallen
Hör es dir nochmal an.
Ich finde es super!
Ich bin ja ein großer Fan von Agnes Obel, Annika Aakjær und Katinka, aber alle 3 wären wohl nichts für den ESC. Ich lasse mich überraschen.
Von Agnes Obel habe ich sogar das eine oder andere Lied mal gehört.
Abwarten und Lego bauen.
Ich liebe Dänemark als Land, aber die letzten 10 Jahre beim ESC waren miserabel.
Es gab 2 Lieder, die ich mochte, das waren 2018 und 2020, den Rest fande ich einfach nichtssagend und öde.
Vielleicht musste das DR nach den wirklich guten ESC 2014 einfach sparen?
Who knows?
Sissal ist im diesem Jahr übrigens meine neue Kaleen. Wie letztes Jahr Kaleen, ist es dieses Jahr mit Sissal, sie war nie wirklich vorne bei mir, ich habe ihr Lied genauso wie letztes Jahr bei Kaleen öfters mal gehört. So dass sie mittlerweile sich schleichend zu den Top ESC Songs im diesen Jahr gemausert hat. 🥳🥳🥳
Ich höre gerade Otello und warte auf die nächste Balladen-Lieferung. Heute Nacht gibt es doch wieder Balladen, oder?
Exakt.
Vielleicht Salvador Sobral (2017)?
Ach herrje, dass ist ja heute auch noch. 🤓🤓🤓
Jedes Jahr dasselbe in Dänemark:
Man tönt groß rum, dass man alles aufgearbeitet hätte und nun alles anders würde – und am Ende kommt wieder dieselbe Grütze raus wie immer.
Das „neue“ Verfahren überzeugt mich da auch erstmal wenig. Dass Laureen hier, wahrscheinlich unbewusst, den antiquierten Begriff „Grand-Prix-Fans“ benutzt hat, könnte schon zeigen, wohin die Reise gehen wird: Man möchte am Reißbrett einen Fan-Favourite.konstruieren.
Das ist aber nichts Neues, das hat man auch mit Möchtegern-Loreen 1 und 2 in den letzten beiden Jahren auch schon getan.
Und auch das zeigt ein großes Problem auf: Dänemark lebt in der ESC-Vergangenheit!
Seit 2015 war nur ein einziger Song mal halbwegs auf der Höhe der Zeit („Breaking my Heart“) – und der wurde dann absolut unterirdisch performt.
Sollte DR es wirklich schaffen, da ein junges, frisches Aufgebot zusammenzutrommeln, will ich nichts gesagt haben; aber nach der Erfahrung der letzten Jahre fehlt mir dafür wirklich der Glaube.
Das Fans ein Mitspracherecht bei der Entstehung des Songs haben kann man positiv oder kritisch sehen.
Positiv wäre das auf Fans gehört wird und so deren Musikgeschmack mit einfließt.
Negativ wäre, wenn die Fans nur aus einer Gruppe von Fans kommen und sich das im Song dann deutlich hören lässt, dann könnte der Song auch bei vielen anderen Zuschauern durchfallen.
Sara Bro und Alex Høgh Anderson sind die Moderatoren des Dansk Melodi Grand Prix:
https://eurovoix.com/2025/11/04/denmark-hosts-for-dansk-melodi-grand-prix-2026-revealed/
Diese Woche Freitag beginnt um 10 Uhr der Ticketverkauf.