
Wir haben Neuigkeiten aus Estland und können uns möglicherweise auf eine spannende Vorentscheiung für den Eurovision Song Contest 2026 freuen: Am gestrigen Montagmittag endete die Einreichungsfrist für Eesti Laul 2026, und der unter Fans sehr beliebte nationale Vorentscheid verzeichnet in diesem Jahr 171 eingereichte Songs. Damit wollen so viele Beiträge wie lange nicht mehr ihr Land beim ESC vertreten – Eesti Laul bleibt auf Erfolgs- und Beliebtheitskurs.
„Ich freue mich sehr, dass der Erfolg von Tommy Cash die Künstler nicht abgeschreckt, sondern sie inspiriert hat“, sagte Karmel Killandi, Chefredakteurin für Unterhaltungssendungen des estnischen Rundfunks (ERR). Der Künstler hatte im vergangenen Jahr für internationales Aufsehen gesorgt – und offenbar Lust auf mehr geweckt. Selbst nach dem ESC war Tommy in aller Munde (im wahrsten Sinne des Wortes). Wir berichteten über Eisläden, die ihr Eis mit dem Künstler bewarben. Jetzt wird also die Nachfolge für dieses „Winners Café“ (siehe Aufmacherbild) gesucht.
Aber zurück zu Eesti Laul. Von den eingereichten Liedern sind 77 auf Estnisch und 94 in anderen Sprachen. Neben estnischen Autor*innen kamen Songs sogar aus Brasilien, Australien und zahlreichen europäischen Ländern. Insgesamt beteiligen sich Vertreter*innen aus 20 Staaten – ein Beleg dafür, wie international Eesti Laul inzwischen wahrgenommen wird.
Produzentin Riin Vann zeigt sich beeindruckt von der Vielfalt:
„Der Austausch mit unseren Musikern zeigt, wie wichtig Eesti Laul als Plattform ist. Die kommende Saison verspricht spannend und voller Überraschungen zu werden.“
Die Auswahl der Finalbeiträge liegt nun in den Händen einer 34-köpfigen Fachjury, bestehend aus Sänger*innen, Komponist*innen, Radiomachenden und Branchenexpert*innen. Bewertet wird anonym, ohne dass die Jury weiß, wer hinter den Songs steht. Am Ende werden 12 Lieder das Finale erreichen. „Die Liste der Künstler*innen und Komponist*innen ist beeindruckend – bei nur zwölf Plätzen wird der Wettbewerb besonders eng“, so Vann.
Unter den Einreichungen soll sich auch die von Clicherik & Mäx befinden. Das Duo erinnert musikalisch an die Kunstform unter anderem von vergangenen ESC-Acts wie Joost Klein oder Tommy Cash. Clicherik & Mäx sind für skurrile Musikvideos, mitreißende Liveshows und einen Musikstil zwischen Techno, Pop und HipHop bekannt (siehe oben), mit dem sie eine besonders junge Fanbase aufbauen konnten. Beim Eesti Laul 2026 sollen sie sich mit der Nummer „Arabella“ beworben haben.
Auch 2026 bleibt das Format des Vorentscheids unverändert: Estland verzichtet erneut auf Vorrunden und setzt stattdessen auf ein einziges großes Finale, das am 14. Februar 2026 in der Unibet Arena in Tallinn stattfinden wird. Im Finale entscheidet eine Kombination aus Jury- und Televoting, welche drei Acts ins Superfinale einziehen. Dort liegt die Entscheidung schließlich ganz beim Publikum. Die Teilnehmerliste soll spätestens Anfang November veröffentlicht werden, die Songs selbst Anfang Dezember.
Mit 171 Einreichungen ist Estland tatsächlich im Feld der diesjährigen Vorentscheidungen gut dabei – wohlgemerkt für so ein kleines Land. Für den österreichischen Vorentscheid „Vienna Calling“ waren es über 400 eingereichte Beiträge, Albanien meldete auch etwa über 100 Einreichungen.
Freust Du Dich auf Eesti Laul 2026? Wen möchtest Du unbedingt auf der Bühne in Tallinn sehen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!
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Ich freue mich auf Esti Laul.
Besteht die Möglichkeit das es Tommy Cash noch mal probiert?
Der steht in Italien zur Disposition.
Ich habe gehört sein neuer Song soll „Camembert, Croissant,“ heißen.😆😂😁
Ich freue mich auf Eesti Laul 2026 und in Sachen Teilnehmer auf Clicherik & Mäx, die sich beworben haben. Außerdem auf eine mögliche Teilnahme von Antsud Metal Project und es wäre schön, wenn An-Marlen erneut dabei sein könnte.
Hoffentlich schafft es Ollie endlich mal zum ESC!
Nur wenn er Stan mitnimmt.
Nur im Duett mit Ryk … 🌲
Das wäre SO großartig!
Never say never … 😉
Schade, dass es am Ende nur 12 Lieder sein werden. Letztes Jahr hätten sie meiner Meinung nach gerne mit einigen der Wildcard-Songs noch Halbfinale veranstalten können, da waren nämlich teilweise interessantere Vorschläge dabei als viele der in Finale teilnehmen Songs.
Aber na gut, so ist es nun einmal und ich freue mich schon, wenn wir im Dezember die Beiträge zu hören bekommen. Die Frage bleibt nur, wer zuerst mit der Lieder-Veröffentlichung ist: Estland 🇪🇪 oder Lettland 🇱🇻?
Wie groß ist die Chance auf eine Teilnahme der ehemaligen ESC-Sieger Tanel Padar & Dave Benton, oder einen von ihnen?
Da freu ich mich drauf!
Eesti Laul hat sich in den letzten Jahren auch zu einem meiner Lieblings Vorentscheide gemausert, ich mag wie vielfältig das Line-Up ist, gerade was Genres und Sprachen angeht. Den Vorrunden weine ich allerdings weiterhin hinterher, gerade bei der Vielzahl an Bewerbungen hätten die sich wieder angeboten.
Mir fehlen die EL-Vorrunden auch. Bei schwachen VEs nerven die, aber EL hatte immer genug Qualität, um auch Halbfinals hochwertig und abwechslungsreich zu besetzen.
Da bin ich voll bei dir.
Morgen ist übrigens der letzte Tag um sich für den deutschen Vorentscheid zu bewerben
Genau.Hoffen wir das bald mal Infos vom SWR kommen…
Irgendwelche Chancen auf Helene Fischer Featuring Bushido, Featuring Andrea Berg?:)
Gott bewahre 😂
Und was ist mit Tokio Hotel featuring Semino Rossi.:)
Hätte mir gerne mehr Werbung dafür gewünscht. In anderen Ländern laufen z. B. TV-Werbespots, damit Leute wissen, dass man sich in ihrem Land für den ESC 2026 bewerben kann. Warum ist das in Deutschland anders oder liefen im SWR Werbespots dazu? 🤔 Außerdem war im Internet wenig dazu zu finden. Nur dank ESC kompakt wusste ich etwas darüber und habe in den Social Media ordentlich Werbung bei potentiellen Acts für eine Bewerbung für die Vorentscheidung zum ESC 2026 gemacht. In 80 Prozent der Fälle wussten die nicht mal, dass der SWR ab jetzt verantwortlich ist und dass eine Vorentscheidung bereits geplant ist, auf die man sich schon bewerben konnte.
Kommunikation zu potentiellen Acts sollte eigentlich besser werden als vom NDR, aber so…? Note: 5 minus
Bei jenen, die das angeht, spricht sich das schon herum. Wenn man breit Werbung dafür macht, bekommt man einen Haufen Mist geliefert, den auch jemand durchhören muss.
Das mag in Österreich so sein, aber nicht in Deutschland. Wir haben bekanntermaßen nur hervorragende Songs im Angebot/s.
Seh‘ ich auch so … 🇩🇪
Der SWR hast doch in der über Umwege veröffentlichten Korrespondenz geäußert, dass man dieses Jahr ganz bewusst auf einen breit gestreuten Bewerbungsaufruf verzichtet hat, mehr auf Qualität statt Quantität setzen möchte, dafür die gängigen Branchen-Kanäle nutzt und eben keine Acts will, die beim VE das erste Mal auf einer Bühne stehen.
Über den Ansatz kann man natürlich streiten; ich finde, es ist mal einen Versuch wert, denn mal ehrlich: Wie viele völlige Nobodys mit absoluten Hammer-Songs hatten wir den in den letzten Jahren dabei?
Wenn der Songpool mal öffentlich war (Spanien 2008, Schweiz 2011-16, deutsches Clubkonzert 2014/15, San Marino 2018) hat man gut gesehen, dass mindestens zwei Drittel der Bewerbungen absolut nichts taugen; vor allem, weil Song und/oder Interpret für den ESC einfach nicht professionell genug sind. Das nötige Aussieben kann man also auf diesem Weg deutlich verkürzen.
Vielleicht magst du ja mal sagen, wen du so angeschrieben hast 🙂
Um das noch zu ergänzen:
Ich bin eigentlich Befürworter einer offenen Bewerbungsmöglichkeit für alle, finde das diesjährige Modell aber einen guten Kompromiss zwischen „jeder darf“ und „wir fragen nur große Plattenfirmen an“ wie zu Zeiten von Meyer-Beer, Schreiber und den beiden Interims-Typen dazwischen, deren Namen ich immer wieder vergesse 😀
🤔 Sam? 🦔
Oh, da muss ich mich aber beeilen und noch schnell einen Song schreiben 😘🎼
Off-Topic:
Matty, bitte mal schnell wegschauen.
Schaut mal, wer beim Böhmermann mitmacht. Kennen wir die Frau nicht vom ESC? 😏
https://m.dwdl.de/a/104249
Ob ich mich freu und wen ich auf der Bühne sehen möchte? Muss ich das tatsächlich noch mal beantworten? 😁😊
Edit: Auf jeden Fall bin ich dafür, die Top 5 der letztjährigen Wildcards fest mit reinzunehmen, da diese Runde diesmal wegfällt.
Und die Spontan-Top-3 für Wien:
1. Meine Horrorfeger
2. Olli-Schatzi
3. Crazy Rainer Ild
Das klingt ja nach einer verrückten Halloween-Schatzsuche. 🎃🎃🎃
Joa. 🙂
Ollie natürlich! Hab doch glatt ein e unterschlagen.
Ach so. Ollie und die Horror-Tanz-Gruppe kennen ja viele bereits.
Rainer Ild hatte sich letztes Jahr für das Eesti Laul beworben, ist aber gescheitert. Ich mach mal bissi Werbung. 😉
Hier noch ein Song:
Bin für Ela! 🛤
Oder für Koit Toome mit einem Psychopathen-Banger … 💅 🪓 🩸
Psychopathen-Banger? Das war doch der hier: 😉
Clicheric & Mäx hat mich jetzt so gar nicht überzeugt, aber ich bin zuversichtlich, dass da viel besseres dabei sein wird.
Meine Favoriten wären die Antsuds, in welcher Formation auch immer.
Ist Clicheric und Mäx die estnische Variante unserer Blog-Otter Rick und Max?
Ich hätte absolut nix dagegen. 🙂
Ich liebe Estii Laul!
Einer der besten Vorentscheide für mich persönlich.
Ob „Goodbye To Yesterday“, „Verona“, „La Forza“, „Hope“, „Bridges“ oder „Espresso Macchiato“= Alle finde ich großartig und Estland beweist auch, dass auch kleine Länder beim ESC erfolgreich sein können.
Freu mich schon, zu hören, was uns die Esten nächstes Jahr anbietet.
Ich würde gerne Olli in Wien sehen.😁
Ich freue mich sehr und bin auf die Songs gespannt.
Ich auch, und ich bin speziell bei Eesti Laul sogar einfach schon mal auf die Teilnehmerliste gespannt: Estland hat eine kleine, aber feine Musikszene, in der ich seit letztem Jahr schon einige interessante Acts entdecken konnte – da werde ich mich definitiv mal zu allen Acts dieser Saison schlauhören, was die so für Musik machen.
So geht es mir auch. 🙂
moin!
bis jetzt haut mich hier von den vorschlägen aber nix aus den schuhen und nach tommy cash (und auch alika bzw. den talharpajungs) wird es für jeden künstler sehr schwer daran anzuknüpfen.
das die esten an ihren komischen reduzierten modus festhalten,irritiert doch sehr,weil ja gerade der eesti laul von vorrunden oder semis musikalisch sehr profitiert hat.
ich wünsche der jury dann mal eine ausgewogene hand im sinne von vielfalt und bitte nicht schon wieder den „coverollie“ mit reinnehmen.😺
bei 12 finalacts erwarte ich schon 2-5 wilde sachen oder indieecke aber ob ich da befriedigt werde?
schaun wir dann mal…🙂