
Die Vorbereitungen in Burgas für den ersten bulgarischen Eurovision Song Contest sind in vollem Gange. Nach Daras Sieg in Wien mit „Bangaranga“ rücken die Planungen für die bevorstehende ESC-Woche im Mai 2027 zunehmend in den Fokus. Nun werden nach und nach weitere Einzelheiten bekannt. Die neueste Meldung: Das Eurovision Village soll am Hafen von Burgas entstehen – allerdings muss die Fläche erst noch geräumt und von der EBU genehmigt werden.
Der neue Treffpunkt für ESC-Fans in der Gastgeberstadt Burgas ist auf dem Gelände des früheren „Lagerhaus 7“ geplant. Darauf haben sich Verkehrsminister Georgi Peev und Bürgermeister Dimitar Nikolov verständigt. Dieses Lager war eines der ältesten Hafengebäude der Stadt und ist bereits im Sommer letzten Jahres abgerissen worden. Die Stadt plant, auf dem Gelände eine Erholungsfläche zu schaffen, die als Verlängerung der Strandpromenade unterhalb des Sea Gardens dienen soll. Anderen Planungen zufolge könnten dort jedoch auch neue Gebäude entstehen.
Für die Nutzung als Eurovision Village muss die Fläche offenbar zunächst noch geräumt und für die Nutzung vorbereitet werden. Die Genehmigung des Bereichs für das Village durch die EBU steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch aus. Bisher hatte es geheißen, dass das Eurovision Village in der Innenstadt, vermutlich auf dem Troykata-Platz, eine Heimat finden soll.
Konkret sagte Bürgermeister Dimitar Nikolov:
„Wir haben darüber gesprochen, welche Anforderungen das Gelände erfüllen muss. Der Minister hat zugesagt, dass es in Kürze vollständig geräumt und vorbereitet wird, damit die Vertreter der EBU anschließend den Standort für die Errichtung des EuroVillage genehmigen können.
Wir haben uns außerdem vollständig über die Gestaltung und die Zugänglichkeit des Geländes verständigt – insbesondere über die Verbindungen vom Bahnhof, vom südlichen Busbahnhof und vom Hafen Burgas in Richtung der öffentlich zugänglichen Zone.
Dieser Standort ist am besten geeignet, da er sich in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums befindet, verkehrstechnisch gut angebunden ist und sowohl der Bahnhof als auch der Busbahnhof und der Meeresgarten schnell erreichbar sind. Die Logistik des öffentlichen Nahverkehrs wird dadurch nicht beeinträchtigt – ganz im Gegenteil.“
Der Hafen von Burgas ist in einen östlichen und einen westlichen Bereich unterteilt. Das ehemalige Lagerhaus 7 dürfte zwischen den Markierungen 4 und 8 gelegen haben. Links davon sind die Gleise des Burgaser Kopfbahnhofs zu erkennen.

Auf der Satellitenaufnahme ist deutlich zu erkennen, dass der Hafenbereich zwischen Bahnhof und Busbahnhof im Westen sowie dem Sea Garden und Strand stark industriell geprägt ist bzw. war. Das erklärt, dass das Gelände nach dem Abriss des Lagergebäudes geräumt und saniert werden muss, bevor es als Eurovision Village genutzt werden kann. In Deutschland kennt man dieses Vorgehen von diversen Landes- und Bundesgartenschauen, die oft ehemalige (Industrie-)Brachen in Flächen mit einem Freizeit- und Erholungswert verwandeln.

Für das nun ausgewählte Gelände sprechen also gleich mehrere Aspekte. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe der Innenstadt, des Bahnhofs, des südlichen Busbahnhofs und eben des bekannten Sea Garden. Das soll wie gesagt die Anreise für die Fans erleichtern. Ziel der Planung ist es, die ESC-Veranstaltungen zu ermöglichen, ohne den öffentlichen Verkehr der Stadt zu beeinträchtigen. Am Stadtrand mit einer großen Fläche geht das natürlich einfacher als mittendrin auf einem potenziell zu kleinen Platz.

Der Sea Garden selbst ist weiter für die Eröffnungsveranstaltung des ESC, den (bisher) Türkisen Teppich, vorgesehen. Dabei ist bisher nicht offiziell bekanntgegeben worden, welcher Open-Air-Bereich und welches Gebäude dafür genutzt werden sollen. Der Sea Garden bietet dafür ganz unterschiedliche Optionen.
Während das Lagerhaus 7 abgerissen wurde, hat man bereits ein neues Lagerhaus 1 errichtet – Magazia 1. Es befindet sich am äußersten östlichen Rand des Hafens und am südlichen Ende des Sea-Garden-Strandes (Screenshot oben). Das Video gibt einen Fingerzeig, wie die sanierte Fläche des Lageshaus 7 bis zum ESC 2027 aussehen kann.
Das Eurovision Village findet typischerweise an zentralen, gut erreichbaren und teilweise auch markanten Orten statt – so wie 2026 direkt vor dem Wiener Rathaus (Aufmacherbild). Im Eurovision Village in Burgas dürften erfahrungsgemäß die folgenden Aktivitäten die Besucher*innen erwarten:
- Public Viewing der drei ESC-Liveshows am 11., 13. und 15. Mai 2027
- Eurovision Village dient den ESC-Fans als Austausch und zum gemeinsamen Feiern
- Typische Angebote früherer Austragungsorte:
- Konzerte ehemaliger ESC-Teilnehmer*innen
- DJ-Auftritte und Musikprogramm
- Interaktive Quizformate
- Gastronomie, Fotomöglichkeiten und Merchandise
- Ein konkretes Programm für Burgas ist noch nicht bekannt.
Wie gefällt Die die Idee, das Eurovision Village direkt am Hafen von Burgas einzurichten? Hast du bereits Erfahrungen mit Eurovision Villages gesammelt und bist du im Mai 2027 in Burgas am Start? Schreib es uns in den Kommentaren!
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