
Sofia, Burgas, Plowdiw und Varna – das sind die vier Städte, die den Eurovision Song Contest 2027 in Bulgarien austragen wollen. Der bulgarische Fernsehsender BNT hat nun den Auswahlprozess offiziell gestartet und die konkreten Anforderungen der EBU an die interessierten Städte veröffentlicht. Bis Ende dieser Woche müssen die vier Kommunen bestätigen, dass sie die Anforderungen grundsätzlich erfüllen können.
Im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen die Entscheidung über den Austragungsort erst Ende August oder im September bekanntgegeben wurde, soll das in diesem Jahr bereits Ende Juli erfolgen. BNT möchte damit der Gastgeberstadt mehr Zeit für Ausschreibungen und die Vorbereitungen auf den ESC geben.
Es ist eine große Ehre und Chance für eine Stadt, den Eurovision Song Contest auszutragen. Das hat man in Basel und Wien in den letzten beiden Jahren erlebt – und in Bulgarien ist das nicht anders. Gleich nach DARAs Sieg beim ESC in Wien signalisierten die größten Städte des Landes ihr Interesse, Austragungsort des ESC 2027 zu werden. Auch wenn Sofia als Hauptstadt dabei mit den besten Voraussetzungen ins Rennen geht, hat nicht zuletzt das Beispiel Basel gezeigt, dass auch ein vermeintlicher Underdog am Ende zum Zuge kommen kann.
Die Anforderungen an den Austragungsort sind dabei umfangreich: Die Veranstaltungshalle muss Platz für eine Bühne von 10 x 15 Metern bei einer Höhe von 18 Metern bieten und rund 11.000 Zuschauer aufnehmen können. Darüber hinaus muss die Gastgeberstadt mehr als 3.000 Hotelzimmer für Delegationen und Teams bereitstellen sowie Arbeitsplätze für über 1.000 Journalist*innen.
Zu den genauen Kriterien gehören:
- eine Arena mit mindestens 10.000 Sitzplätzen,
- mindestens 3.000 Hotelzimmer in maximal 30 Minuten Entfernung zur Halle,
- ein nahegelegener Flughafen,
- ein Eurovision Village mit einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern,
- leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr,
- sowie umfangreiche Anforderungen an Infrastruktur, Logistik, Sicherheit und Transport.
Ob und wie diese Anforderungen von den Städten erfüllt werden, wird eine Arbeitsgruppe bewerten. Das erklärte die BNT-Generaldirektorin Milena Milotinova kürzlich. Neben den technischen Anforderungen spiele auch das kulturelle Rahmenprogramm der jeweiligen Stadt eine wichtige Rolle. Milena Milotinova dankte außerdem der bulgarischen Regierung für die schnelle Unterstützung unmittelbar nach dem Sieg Bulgariens und der Vergabe des ESC 2027 an das Land.
Wie es auf der Webseite von BNT heißt, zeigten sich alle vier Städte zuversichtlich, die Vorgaben erfüllen zu können. Der Autor dieses Artikels ist da skeptischer, allein schon weil lediglich die Halle in Sofia über 10.000 Plätze zur Verfügung stellen kann. Diese hat jedoch ein anderes Problem(chen): Aktuell ist der bulgarische Sportwettenanbieter 8888.bg der Namensgeber der Arena. Ob dies im Falle einer Austragung des Eurovision Song Contest Auswirkungen auf die Vermarktung oder den offiziellen Namen der Arena hätte, ist bislang offen. In Düsseldorf wurde 2011 der Hallensponsor Esprit für den ESC einfach verdeckt/übermalt. Ob das 16 Jahre später immer noch so einfach ist, wird sich zeigen.
Laut BNT sind das die Haupt-USPs der vier Bewerberstädte:
- Sofia sieht sich als Hauptstadt als natürlicher Gastgeber.
- Plowdiw verweist auf seine kulturellen Stärken.
- Varna hebt unter anderem hervor, dass ESC-Siegerin DARA aus der Stadt stammt.
- Burgas erklärte, die Anforderungen seien zwar anspruchsvoll, man sei aber bereit, den Wettbewerb anzunehmen.
Welche der vier Bewerberstädte wünschst Du Dir als Austragungsort für den ESC 2027? Denkst Du, dass der Sponsorvertrag der Arena in Sofia mit dem Sportwettenanbieter die Chancen der Hauptstadt mindert? Und meinst Du, dass die Gastgeberstadt tatsächlich bereits Ende Juli bekanntgegeben wird? Lass es uns in den Kommentaren wissen.
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Jetzt gehe ich mal All-In und wage mal einen gewagten Tipp: Der ESC 2027 findet in Sofia statt.
Upps ich dachte Sofia wäre schon fix , hatte ich gemeint schon gelesen zu haben …naja für mich ist der Termin interessanter (eigene ESC Party )
Das sollte man doch alles schnell abwickeln können. Sofia ist die einzige Stadt, die die Voraussetzungen erfüllt, da braucht es keinen großen Bewerbungsprozess.
Wir können das abkürzen. Nach Punkteschema 1-10 für die jeweiligen Kategorien wurde von KI-Jorge folgendes Ergebnis ermittelt:
Sofia 52, Varna 39, Plovdiv 34 und Burgas 25.
Da der Bulgarische Regierungschef ein guter Freund von Putin ist, wird er bestimmt die EBU fragen, ob man Russland nicht doch noch beim ESC zulassen könnte.
Aha
Unfähig zum Abstimmen und um ganze Sätze zu bilden!
Kusch du Spinner
Wann heiratet Ihr?
Bestätigt mal wieder deinen schiachen Charakter!
Am Ende zählen bei allem Reiz anderer Städte in erster Linie die harten Fakten, und das sind infrastrukturelle und finanzielle, sowie ggf. auch Erfahrung. Alles andere als Sofia – auch wegen der JESC-Ausrichtungserfahrung – wäre eine Überraschung
(Und wir hoffen mal nicht, dass abseitige Dinge wie Korruption eine Rolle spielen werden.)
Realistischerweise kommt da nur sofia in frage. Spannender wird eher die frage, wer das dann finanzieren soll. Ich würde jedenfalls meine hand noch nicht dafür ins feuer legen, dass das ganze dann wirklich in bulgarien stattfindet.